Freitag, 1. März 2013

Schneewittchen und die sieben Räuber

Es war einmal... ganz anders, als ihr es kennt.

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Ich freue mich gerade über eine Rundmail, die von Bookrix heute an alle User gegangen ist. Bookrix verschickt seit einiger Zeit immer mal so genannte "Leseempfehlungen fürs Wochenende" und stellt zu einem bestimmten Thema ein paar ausgewählte Bücher vor. Heute ging es um Märchen. Ich dachte, ich guck nicht richtig, als ich als dritten und letzten Lesetipp eine Geschichte von Jana Oltersdorff entdeckte. Jana Oltersdorff? Das bin doch ich! Tatsächlich: Bookrix hat meine Neuinterpretation des berühmten Märchens der Brüder Grimm als Lesetipp empfohlen.

Nach meiner düsteren Neufassung von "Rotkäppchen" war "Schneewittchen" mein zweiter Versuch, ein bekanntes Märchen in ein neues Gewand zu hüllen und es auf ganz andere Art und Weise zu erzählen, aber stets so, dass man das Original dahinter noch erkennt. Ich wählte – wie schon bei Rotkäppchen – wieder eine märchentypische Sprache, gestaltete das Ganze aber auch wieder erwachsenentauglich und weniger für Kinder geeignet.

Natürlich drehte ich auch hier wieder den Spieß um und machte aus der bösen Stiefmutter eine Freundin und Verbündete von Schneewittchen, die mit ihr unter einer Decke steckt. In meinem Märchen vom Schneewittchen sind die sieben Zwerge die wahren Bösewichte. Bei mir jedoch handelt es sich nicht um Zwerge, sondern um ausgewachsene, bärtige, gefährliche Räuber, die sich „Die Sieben“ nennen und das Königreich unsicher machen. Die Stiefkönigin tüftelt den raffinierten Plan aus, den die mutige Prinzessin Schneewittchen in die Tat umsetzt.

Ich habe einige bekannte Elemente übernommen und auf meine eigene Art in die Geschichte eingewebt. So wird der berühmte Spiegel der Stiefkönigin nur in einem Nebensatz erwähnt und der vergiftete Apfel wird zum Apfelmus, das wiederum dem Anführer der Sieben zum Verhängnis wird. Auf den gläsernen Sarg und die anderen Zaubertricks hingegen verzichtete ich ganz. Bei mir braucht es zum perfekten Glück auch keinen Prinzen, der fesche Jägersmann passt doch sowieso viel besser zu Schneewittchen, die sich ohnehin sehr gut selbst zu helfen weiß.

Auch das Schreiben dieses Märchens hat mir einen Mordsspaß bereitet. Ich überlege schon, welches Märchen als nächstes umgekrempelt wird. Eine Leserin bescheinigte mir „ein Händchen“ dafür. Wer weiß? Vielleicht habe ich irgendwann genug Stoff für mein eigenes Märchenbuch zusammen? Das wird dann aber garantiert keines, das man seinen Kindern vorlesen kann...

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