Dienstag, 24. September 2013

Spread the eBook - So bringe ich mein Werk unters lesende Volk

Woran denkt ihr zuerst, wenn ihr nach euch bekannten Onlineshops für Bücher gefragt werdet? Na klar: Amazon. Dann kommt erstmal lange nix, bis einem noch Hugendubel, buecher.de, Thalia und neobooks einfallen. Dennoch: Nicht jeder potentieller Käufer meiner Geschichten besitzt einen Kindle, nicht jeder möchte sein Geld Amazon in den Rachen werfen.
Deshalb verfolge ich diese Strategie: Es ist absolut unabdingbar, sein Buch auf Amazon zu listen, schon wegen des Verkaufsranges und der Rezensionen, die man dort bekommen kann. Mit beidem lässt sich marketingtechnisch einiges machen. Aber gleichzeitig sollte das Buch auch auf etlichen weiteren Kanälen angeboten werden. Nun hat ja niemand wirklich die Zeit, sein Buch in wirklich jedem Onlineshop persönlich unterzubringen. Muss man zum Glück auch nicht und ginge auch gar nicht, weil viele Onlineshops nur Produkte von Verlagen oder Distributoren akzeptieren. Also was mache ich? Genau: Ich suche mir einen Distributor. In meinem Fall heißt der jetzt neobooks. Hinter neobooks steht der Verlag Droemer Knaur, kein kleines Licht auf dem deutschen Buchmarkt. Die übernehmen nun die Distribution in ganz viele andere Onlineshops, was zwischen einem Tag und einer Woche dauern kann, bis das Buch wirklich in jedem Shop angekommen ist. Gleiches gilt auch für Updates am Buch.
Moment mal: was ist denn jetzt mit Amazon?
Richtig, dort veröffentliche ich direkt. Neobooks bietet seit kurzem die Möglichkeit an, Amazon von der Liste der zu beliefernden Shops auszuklammern. Indem ich auf Amazon selbst und direkt veröffentliche, kriege ich die vollen Tantieme ausgezahlt. Das macht in meinem Fall (VK-Preis 2,99 EUR) einen Unterschied von fast einem Euro pro verkauftem Buch.
War's das?
Nein, auch neobooks deckt längst nicht sämtliche Onlineshops ab, die von den Lesern genutzt werden. Insbesondere ein Shop fehlt dort: Beam-eBooks wird von erstaunlich vielen Lesern genutzt, besonders von jenen, die Amazon meiden wie der Teufel das Weihwasser. Mit Beam habe ich mich nun auch beschäftigt. Wie kommt man dort rein? Es ist ein bisschen aufwändiger. Man nimmt mit Beam Kontakt auf, erklärt, wer man ist und dass man sein/e Buch/Bücher gern dort anbieten möchte. Dann erhält man einen Vertrag, den man zweifach unterschrieben an Beam schickt. Innerhalb weniger Tage kommt die Bestätigungsmail mit den Zugangsdaten für den Partnerbereich sowie per Post das eine gegengezeichnete Exemplar des Vertrages für die eigenen Unterlagen. Nun kann man loslegen. Kann man? Nicht ganz. Ich lerne ja stets dazu. Um in Beam reinzukommen, brauchte ich nicht nur den Vertrag, ich musste mein eBook auch komplett selbst erstellen, um es als fertiges Produkt bei Beam in den Shop hochzuladen, denn Beam hat keinen Editor so wie Amazon KDP oder neobooks.
Aber wie geht das? Erstmal googeln. Und mir bekannte Foren durchforsten. Ich wurde fündig und installierte das kostenlose Programm Sigil auf meinem PC. Das Verstehen dieses Programms ging relativ zügig vonstatten. Text in gefilterte html-Datei via Word umgewandelt, in Sigil geöffnet, Trennmarkierungen gesetzt, Cover eingefügt, Impressum vervollständigt, als ePub gespeichert. Erstmal probeweise an mich selbst geschickt, um es auf iPad und iPhone anzuschauen. Noch ein, zwei Korrekturen, fertig. Jetzt aber schnell wieder zu Beam. Hochladen und tadaaa: Das Buch war sofort ohne weitere Verzögerungen verfügbar. Bisher wurde es genau einmal verkauft, aber es ist dort auch erst seit drei Tagen online. Sobald sich da etwas mehr tut , kann ich auch über die Zuverlässigkeit von Beam in Sachen Abrechnung und Auszahlung berichten.
Apropos Abrechnung:
Bei neobooks habe ich die Mindestgrenze für Auszahlungen bald erreicht. Bei Amazon KDP erhielt ich bereits zum zweiten Mal eine Auszahlung. Da kommt um den 20. d. M. herum eine e-Mail mit den Daten, wenige Tage später ist das Geld auf dem Konto. Amazon rechnet immer alle Einnahmen aus dem Vorvormonat ab. Also was ich im Juli verkauft habe, wurde mir jetzt im September ausgezahlt. Und bevor jemand auf die Idee kommt, ich könnte jetzt vom Schreiben leben: Nein, das reicht für ein Paar Schuhe bei Deichmann oder für einmal Pizza essen gehen mit den Kindern. Aber das ist ja auch schon nett. Vielleicht gebe ich das Geld auch für Bücher aus.
Und Bookrix?
Bookrix lasse ich mal außen vor: Direkt auf BX kann man nicht mehr kaufen, man wird nur noch umgeleitet in die zur Auswahl stehenden Shops, und das sind nicht besonders viele, wie ich es überblicke. Die hatten mein Interesse geweckt, als sie ankündigten, dass man dort demnächst gezielt auswählen kann, auf welchen Shops das eBook vetrieben werden soll. Aber bisher scheinen sie das nicht umgesetzt zu haben. neobooks dagegen bietet es immerhin schon für Amazon an, für mich ein weiterer guter Grund, mich auch zukünftig für neobooks als meinen Distributor zu entscheiden.

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