Samstag, 19. Oktober 2013

Frankfurter Buchmesse 2013 - Nachlese

Die Buchmesse liegt nun schon wieder eine Woche zurück. Ich bin für ein paar Tage im Schwarzwald untergetaucht und habe erholsamen Familienurlaub im Tonbachtal genossen. Nun aber soll mein kleiner Messebericht folgen.

Teil 1: Die Eröffnungsfeier
 

Der Bundes-Guido lauscht
Meine Kollegin und ich kamen fast zu spät, und zwar nur, weil just in dem Moment, in dem wir zwei in den Gang Richtung Congress Center einbiegen wollten, dieser abgesperrt wurde - die Politprominenz wollte gerade in den Saal. Da durfte natürlich kein kleines Fußvolk wie unsereiner dazwischen sein. Also wurden wir gebeten, "außen herum" zu gehen. Wir latschten also innerhalb von 15 Minuten einmal komplett um das gesamte (!) Messegelände herum, um das Congress Center von der anderen Seite zu betreten. Nassgeschwitzt und ohne Prosecco vor der Zeremonie! Den gönnten wir uns aber später noch und hatten insgesamt eine Menge Spaß an dem Abend.
 


 
 
Noch hing keiner herum.
Die unterhaltsamste Rede kam ausgerechnet von unserem Außenminister Guido Westerwelle, Volker Bouffier war peinlich und nuschelte fürchterlich, als hätte er schon einen über den *ähem*. Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann hat gesprochen wie eingeschlafene Füße und pochte ständig auf der Buchpreisbindung rum. Die leidenschaftlichste Rede hielt Ehrengast Luiz Ruffato, der sogar stehende Ovationen erhielt.
 
Anschließend wurde der Pavillon des Gastlandes Brasilien feierlich eröffnet, und es gab Fingerfood und Caipirinhas. Das war schon mal sehr schön, auch wenn ich die bunten, wenig bekleideten Sambatänzerinnen etwas vermisst habe. Die Herrenkapelle in den schwarzen Anzügen war auch ganz in Ordnung. Die Getränkeauswahl war okay, die Snacks - so man an welche kam - waren sensationell lecker. Der brasilianische Pavillon war sehr hell und freundlich gestaltet, bot viel Platz zum Lesen und Chillen (da hingen lauter Hängematten herum), aber irgendwie kam es mir so gar nicht brasilianisch vor. Naja, ich bin da wohl zu sehr in meiner klischeehaften Vorstellung von Karneval in Rio und Fußball verhangen.

Sambarhythmen gehen auch im Anzug und sitzend.
 
Teil 2: Die Messeparty bei Droemer Knaur
 
Diese Sängerin heizte ordentlich ein!
Vielleicht nicht ganz die richtige Reihenfolge, die ich dieses Jahr verfolgte: erst feiern und dann zur Messe. Aber so war nun einmal die Planung. Die Party fand am Donnerstag Abend statt, und ich hatte vorher ein bisschen bei neobooks "herumgenervt", dass ich so gern kommen würde, bis ich endlich meine Einladung erhielt.
 
Es war eine richtig gute Party in der Union Halle Frankfurt. Ich habe Eliane Wurzer von neobooks endlich persönlich kennenlernen dürfen; eine nette! Und ich habe einige Autorinnen getroffen, die ich bisher nur namentlich aus dem Internet kannte. Ivonne Keller zum Beispiel (ne richtige Partylöwin) oder Carolin Wahl und Jo Jansen. Regina Mengel, die ich über Qindie gefragt hatte, ob sie Lust hätte mitzukommen, ist total nett und cool.
 
Die Drinks waren frei Haus (wie gut, dass ich mit öffentlichen unterwegs war), Häppchen-Fingerfood gab's auch. Der DJ war John Munich, der Sohn von Udo Jürgens, wie ich gelernt habe. Habe viel getanzt, getrunken, geschwitzt und witzige, aufschlussreiche Gespräche übers Schreiben, Bücher verkaufen, Qindie und Self-Publishing geführt.
 
 
Teil 3: Der Messebesuch

Ein Stern, der Astrids Namen trägt :-)
Am Freitag endlich war es soweit, und ich konnte die "heiligen Hallen" der Frankfurter Buchmesse betreten. Leider verpasste ich Astrid Keim, die ihren Auftritt auf dem Walk of Fame aufgrund des schlechten Wetters (war eine Outdoor-Aktion) auf den Sonntag verlegt hatte. Aber ihren Stern fand ich, siehe Foto, und beim Stand ihres Verlages (Größenwahn Verlag) schaute ich auch noch vorbei - sehr nette, witzige Leute und ein wirklich liebevoll gestalteter kleiner Stand (leider kein Foto).
 
Die Nele ist ne Nette!
Ein Highlight war der Auftritt von Nele Neuhaus in der Self-Publisher-Area. Sie gab ein Interview und plauderte sehr unterhaltsam und lehrreich über ihre holprigen Anfänge als Indie-Autorin. Warmherzig, humorvoll, authentisch und sehr motivierend.
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Droemer Knaur Messestand
Ich habe interessante Gespräche mit tredition, literareon und ein paar Leuten von Droemer Knaur geführt, die übrigens einen beeindruckend großen Stand hatten, hatte ich so nicht erwartet. Und wieder durfte ich ein paar AutorInnen und Blogger kennenlernen. Meine Facebook-Freundesliste ist um ein paar wirklich tolle Namen länger geworden, auf Twitter habe ich meinen Followerkreis auch etwas mehren können. Und ich besitze endlich ein Exemplar der Messeausgabe vom Bücher-Magazin, in der der Artikel über den neobooks-Wettbewerb und ein längerer Auszug aus meiner Gewinnergeschichte drin sind (aber dazu in einem späteren Blogpost mehr).
 
 
 
 
 
 
 
Das war's auch schon. Nun stecke ich schon wieder mitten in neuen oder laufenden Projekten und freue mich auf die nächste Buchmesse. Die Frankfurter wird es definitiv wieder sein, aber vielleicht klappt es auch endlich einmal mit der Leipziger Buchmesse im kommenden Frühjahr.
 

Ein Giraffenaffe in freier Wildbahn ...
 

1 Kommentar:

Jen June Equal hat gesagt…

Schade, dass wir uns nicht über den Weg gelaufen sind. :(
Bei uns war's aber auch schön! :)
http://war-of-creativity.blogspot.de/2013/10/the-weekly-newton-27-frankfurter.html
Grüße
~ Jen