Donnerstag, 24. Juli 2014

Sommerpause ... nicht so ganz


Bild: l-vista / pixelio.de

Morgen gibt es in Hessen Zeugnisse, dann beginnen endlich die Sommerferien. Auch bei mir heißt es dann für zwei Wochen: Urlaub! Aber so richtig Sommerpause mache ich wohl nicht. Auch wenn es seit der Anthologie "Mängelexemplare: Dystopia" keine neuen Veröffentlichungen von mir gegeben hat, heißt das nicht, dass ich untätig herumgesessen oder mich mit anderen Dingen beschäftigt hätte.

Also gebe ich mal einen kleinen Überblick über laufende und kommende Projekte, bevor ich mich hier sommerlich rar mache.

Geplante Veröffentlichungen

Nach wie vor habe ich fest vor, meinen Debütroman, derzeitiger Arbeitstitel "Vincents Treppe" (nein, Vincent Voss, damit bist nicht du gemeint ;-) ), fertigzuschreiben. Dafür war ich ja Ende Mai auch auf einem Autorenseminar in München. Nach jenem Seminar war mir klar geworden, dass ich die komplette Geschichte neu aufziehen und meinen Schwerpunkt anders legen muss, um sie rund zu machen. Ich freue mich darauf, aber ich benötige mehr Zeit und Ruhe, um auch mal am Stück was zu schaffen. Zeit und Ruhe sind leider gerade Mangelware, zumindest für ein Romanprojekt. Also schiebe ich das (mal wieder) vor mich her, ich Meisterin der Prokrastination, ich.

Was besser läuft, weil leichter in Häppchen einzuteilen, ist mein zweites Buchprojekt: Das Märchenbuch für Hartgesottene, eine Sammlung meiner Schauermärchen. Komplett fertig sind fünf Märchen, ein weiteres ist geschrieben, muss aber noch überarbeitet werden. Außerdem entsteht gerade ein ganz neues, dystopisch angehauchtes Schauermärchen. Und es existiert bereits die grobe Idee für ein achtes Märchen, bei dem es sich um eine sehr gruselige Variante von Rumpelstilzchen handeln wird. Wenn es gut läuft, kriege ich auch noch eine Schauermärchen-Version vom Froschkönig hin. Aber eins nach dem anderen. Ich hoffe, für dieses Buch dieselbe Coverdesignerin gewinnen zu können wie für "Die Brezelfrau", denn das Cover hat nicht nur mir selbst unglaublich gut gefallen, es kam auch bei den Lesern extrem gut an.

Inflagrantibooks über die "Mängelexemplare: Dystopia"

Vor wenigen Tagen erschien auf dem Blog der umtriebigen Inflagranti-Blogger eine ausführliche und äußerst begeisterte Rezension der Anthologie, zu der ich das Schauermärchen "Das schlafende Schloss" beigesteuert hatte. Jack & Tilly machen das immer toll: Sie besprechen nicht nur das Buch an sich, sondern geben zu jeder einzelnen Geschichte ein wortreiches Feedback ab. Das sagten sie zu meinem Beitrag:

Eine der besten Geschichten neben „Die Gartenpforte“, die ich von der Autorin kenne. Ihre kleine Gruselmärchen-Obsession kennen wir ja nun schon, aber diesmal hat sie sich selbst übertroffen! Scheinbar kinderleicht verknüpft sie den Horror mit dem Märchen, altbekanntes mit Neuem und erzeugt so eine ganz eigene Atmosphäre, die die Geschichte durchweg innehat. Eine Horrorgeschichte auf hohem Niveau! Denkt man am Anfang noch, dass eine neue Gruselmärchen-Interpretation kommt, irrt man sich gewaltig! 

Zwar erkennt man glasklar, welches Märchen sich hier dem Horror beugen muss, dennoch greift Jana Oltersdorff diesmal ganz tief in die Horrorgrusel-Kiste und überzeugt mit mehr Spannung, mehr Horror und dezentem Ekel. Habgier ersetzt an dieser Stelle einen Großteil des Antriebs der Protagonisten. Es geht nicht, wie in den anderen Geschichten, um das Überleben in der zerstörten Welt. Die beängstigende Horrorwelt ist hier begrenzt/eingegrenzt und wirkt dadurch noch gefährlicher, als wenn es die ganze Welt betreffen würde. Wie auch immer Jana das macht, aus harmlosen, liebenswürdigen, Happy-End habenden Märchen solche Geschichten zu erschaffen, die voll Düsternis und Dunkelheit sind, sie soll damit nicht aufhören!!
Ich bin hin und weg. <3>

Und sonst so?

Ich weiß gar nicht, wie es überhaupt dazu kam, aber mittlerweile bin ich ziemlich aktiv in Sachen Korrektorat und neuerdings auch Lektorat unterwegs. Mir persönlich macht es sehr viel Spaß, und mir gefällt, dass ich aus der Arbeit an Manuskripten anderer Autoren auch viel für mich selbst und mein eigenes Schreiben lernen kann. Ihr kennt das vielleicht: Fehler in fremden Texten zu entdecken, ist wesentlich einfacher, als die gleichen Fehler im eigenen Manuskript zu finden. Vor kurzem jedenfalls beendete ich mein erstes Lektorat und befinde mich derzeit mitten im zweiten. Der dritte Lektoratsauftrag wartet bereits auf mich.

Zwischendurch gibt es immer mal das eine oder andere Manuskript zum Korrekturlesen. Das Schöne ist, dass diese Bücher sich thematisch alle in meinem Interessenfeld bewegen: Horror, Dystopie, Dark Fantasy, SciFi. Ein weiterer Vorteil: Ich komme so dazu, überhaupt mal Bücher zu lesen, denn mein eigener Stapel ungelesener Bücher wächst und wächst, sowohl auf meinem Nachttisch als auch in der Reader-App meines Tablets. Ich möchte gar nicht daran denken, wer alles noch auf eine Rezension von mir wartet ... Aber das wird schon noch, ganz sicher!

Insofern wird meine Sommerpause keine faule Auszeit. Dafür gibt es einfach viel zu viel zu tun. Aber ich habe Spaß daran, und das allein zählt.

So. Das wär's von mir.
Ich wünsche euch einen wundervollen Sommer mit jeder Menge spannender Urlaubslektüre!

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