Mittwoch, 31. Dezember 2014

Geschafft. Ein Jahresrückblick.


Bild: Rudolpho Duba / pixelio.de

Was hatte ich mir alles vorgenommen in diesem Jahr. Schreiben, zu Ende bringen, veröffentlichen. Wirklich viel ist nicht herausgekommen. Obwohl. Ich bin mehr als zufrieden. 2014 habe ich als intensives, erlebnisreiches Jahr empfunden, das mich ein enormes Stück weitergebracht hat. Umwege und Sackgassen führen eben auch vorwärts.

Top 2014

Zu meinen persönlichen Highlights zählen mit Sicherheit die Leipziger und Frankfurter Buchmesse, über die ich ausführlich und begeistert berichtete. Dazu gehört auch mein erstes Autorenseminar Ende Mai in München bei André Hille und "Bloody Peter" von Droemer Knaur. Und die Mängelexemplare! Ja, die heißen so, obwohl sie makellos sind: "Mängelexemplare: Dystopia". Die Anthologie war bereits der zweite Band der Mängelexemplare-Reihe, und ich durfte zum zweiten Mal eine Geschichte beisteuern. Ich bin wahnsinnig stolz darauf, in diesem Buch dabei sein zu dürfen, schon weil um mich herum einige echte Schwergewichte der deutschen Horrorliteratur vertreten sind. Oh und nicht zu vergessen: die Anthologie "Hüte Dich!", in der meine Gewinnergeschichte "Redrum kommt nach Hause" enthalten ist. Die Anthologie erschien im Januar als eRiginal im Droemer Knaur Verlag - das ist also meine erste echte Veröffentlichung in einem großen Publikumsverlag (auch wenn ich nicht das Gefühl habe, dass dieser Band ein großes Publikum erreicht hat, was aber auf einem anderen Blatt steht).

Flop 2014

Ich wollte an einem Wettbewerb für gruselige Halloween-Kurzgeschichten bei neobooks teilnehmen und hatte eine feine Story um eine Mutter, ihren Sohn und eine Übernachtungsparty im Kindergarten gestrickt. Dafür hatte ich eine Idee verarbeitet, die mir schon länger im Kopf herumspukte (seit der Kita-Übernachtungsparty meiner eigenen Kinder im letzten Jahr). Ich hatte alles wunderbar vorbereitet, nochmal korrigiert und gekürzt, ein passendes Cover gebastelt und ging an einem Abend im November pünktlich - wie ich meinte - online, um die Geschichte hochzuladen. Und stellte fest: Ich hatte mir das falsche Datum gemerkt - die Deadline war zwei Tage zuvor abgelaufen. Ich hätte Amok laufen können! Nun ja, nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, ohne Blut zu vergießen, merkte ich, dass es doch sein Gutes hatte: Ich habe eine weitere neue Kurzgeschichte, die ich für meinen nächsten Kurzgeschichtenband vorbereiten kann. Ich plane sogar, sie weiter auszubauen, weil mir noch einige Dinge eingefallen sind, die ich einbauen kann, um das Ganze noch runder, noch gruseliger zu machen.

Neu 2014

Nicht geplant, aber willkommen geheißen habe ich meine neue Beschäftigung als Lektorin und Korrektorin. Alles fing damit an, dass ich immer mal finale Korrektur-Lesungen für einen kleinen deutschen Horror-Verlag machte, bis der Verleger auf mich zukam und mich fragte, ob ich mir auch mal etwas Größeres zutrauen würde, ein Lektorat eines ganzen Romans zum Beispiel. Neugierig und mit frisch gewecktem Ehrgeiz sagte ich Ja und - Bähm! - hatte ich gleich zwei Romanmanuskripte zur Bearbeitung bekommen. Mittlerweile kamen noch ein paar andere Romane hinzu, außerdem traute ich mich, meine Dienste über den selfpublisher-markt.de anzubieten. Korrektorat mache ich übrigens genreunabhängig. Einer meiner größeren Aufträge war der Liebesroman "Begegnungen mit Folgen" von Hellen May. Der stand kurz nach seiner Veröffentlichung auf Platz 1 der Kindle-Charts. Platz 1! Er rangiert immer noch unter den Top 500. Und ich hatte daran einen Anteil, irgendwie. Mich macht sowas sprachlos und auch ein bisschen stolz, auch wenn das so gar nicht mein Genre ist. :-)

Und 2015?

Ach wisst ihr was? Ich plane besser nicht allzu viel. Es kommt ja doch wieder alles anders. Stattdessen zähle ich mal auf, was ich gern tun würde beziehungsweise, was ich mir wünsche:

Ich würde sehr gern wieder zur Buchmesse nach Leipzig fahren, Frankfurt steht eh fest, weil das ja vor meiner Haustür liegt. Ich würde sehr gern mein Schauermärchenbuch noch vor der Leipziger Buchmesse veröffentlichen. Ich würde wahnsinnig gern endlich mein Romandebüt ins Rollen bringen, auch wenn ich die ursprüngliche Idee dafür noch einmal komplett neu aufrollen muss. Ein, zwei Ausschreibungen und Schreibwettbewerbe möchte ich auch mitnehmen - egal, wie sie ausgehen, am Ende habe ich neue Geschichten für euch parat, ob die nun von einem Verlag oder später durch mich veröffentlicht werden.

Mit Sicherheit werde ich wieder Korrektorat und Lektorat für Autoren und Verlage machen. In der Zeit, die ich nicht mit Brotjob, Alltag, Familie oder Lektorat beschäftigt bin, werde ich schreiben, plotten, überarbeiten - und hoffentlich endlich wieder veröffentlichen.

Ach, fast vergessen: Lesen will ich natürlich auch wieder - und drüber bloggen, wenn ich was Feines gefunden habe. Zum Beispiel liegt mein erstes Neil-Gaiman-Buch auf meinem SuB. Es wird also auch im nächsten Jahr Buchtipps von mir geben. Ich bin gespannt - ihr hoffentlich auch.

In diesem Sinne: Rutscht gesund und munter ins neue Jahr - möge euch der Lesestoff niemals ausgehen!

Eure Jana


Bild: Bärbel Jobst / pixelio.de


1 Kommentar:

Pierre Corell hat gesagt…

Das kann man sehrwohl als erfolgreiches Jahr bezeichnen. Herzlichen Glückwunsch und weiteren Erfolg für deine Entwicklung und deine Familie.

Happy New Year!