Freitag, 7. April 2017

LBM Rückblick Teil 2: Bloody Qindie - Die Horrornacht im Autohaus

Zwar liegt die Leipziger Buchmesse nun auch schon wieder zwei Wochen zurück, aber wenn ich an unsere Lesung im Autohaus BAEHRenstark denke, klopft mein Herz gleich schneller, und das Gefühl von Glück und Euphorie ist wieder da.

Was das tolle Team vom Autohaus da für uns Qindie-Autoren auf die Beine gestellt hat, war enorm. Dekoration, Bühne, Technik, Schnittchen und Freigetränke - war alles vorhanden und top und sorgte für genau die richtige Atmosphäre! Aber das Beste: Da saßen locker 100 Leute im Publikum. Einhundert! Ich habe noch nie vor einem so großen Publikum gelesen. Zwei von unseren Autorinnen hatten tatsächlich noch nie zuvor vor einem Publikum gelesen. Die waren noch - wie unsere Kathleen Stemmler es so schön ausdrückte - "Lesungsjungfrauen". Danach waren sie es freilich nicht mehr, aber wenn ich schon bei dem Anblick so vieler Zuhörer nervös war, möchte ich mir nicht ausmalen, wie es in den beiden ausgesehen haben muss.

Gruseldeko im Autohaus
Aber im Nachhinein lässt sich festhalten: Das war eine der besten Lesungen meines Lebens! Es hat einen Mordsspaß gemacht, keinem von uns hat man die Nervosität angemerkt. Wir haben das souverän gemeistert, und es war besonders spannend, die einzelnen Geschichten mit der Erzählstimme ihrer Autoren vorgelesen zu bekommen. Ein paar davon erschienen mir in einem völlig neuen Licht, obwohl ich sie schon kannte.

Regina Mengel, unsere "Qindie-Queen", führte als Moderatorin charmant durch den Abend, den ich übrigens mit meiner Geschichte "Nachts im Waschkeller" eröffnen durfte. David Pawn spendierte eine Flasche Writer's Tears, einen Whiskey, von dem jeder direkt nach seinem Auftritt ein Gläschen auf ex kippte. Ich mag gar keinen Whiskey, aber der hat an diesem Abend echt gut getan. Er fühlte sich so "verdient" an.

Erwähnte ich schon das tolle Publikum? Als wir im Autohaus ankamen, war der Saal schon zur Hälfte gefüllt. Unsere Befürchtungen, dass sich niemand zu einer Horror-Lesung verirren würde, lösten sich direkt in Nebel auf. Am Ende war die Hütte bis auf wenige einzelne Plätze voll. Wir hatten dennoch Bedenken, denn bisher hatten in dem Autohaus immer Krimilesungen stattgefunden. Nun also Horror. Wie würde der wohl ankommen? Aber auch das Problem löste sich direkt zu Beginn in Wohlgefallen auf. Die Leute lauschten so andächtig und waren mucksmäuschenstill - man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Jeder von uns erhielt begeisterten Applaus. In der Pause und danach ergab sich noch das eine oder andere Gespräch mit begeisterten Zuhörern, und wir konnten noch etliche Bücher verkaufen. Besonders hat mich gefreut, dass unsere beiden Bloody Qindie Anthologien so guten Anklang - und Absatz - fanden. Gut für die Qindie-Kasse, denn die Erlöse fließen zu 100 Prozent in unsere Messeaktivitäten.

Das Autohaus hat jede Menge schöner Fotos von der Lesung veröffentlicht - klickt mal hier rein.

Nachdem wir wieder in unserer Autoren-WG angekommen waren, saßen wir noch bis spät in die Nacht zusammen, denn mit so viel Adrenalin im Blut war an Schlaf nicht zu denken. Wir nutzten die Euphorie lieber gleich, um über die nächste Anthologie zu sprechen und Pläne für die nächsten Messeauftritte zu schmieden. Wenn wir im nächsten Jahr bei Leipzig liest wieder mit dem Autohaus BAEHRenstark zusammenarbeiten dürften, wäre das ein Traum!

So, und nun noch weiteres Videomaterial, das euch einen guten Eindruck von der Lesung vermitteln dürfte - vielen Dank an das Autohaus und an unsere Kollegin Divina Michaelis für die Aufnahmen!


Video von Divina Michaelis


Video vom Autohaus BAEHRenstark


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