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Sonntag, 11. Oktober 2015

BuCon 2015 - Der Countdown läuft ...

Gerade habe ich mir die Presseinfos zum diesjährigen BuCon genauer angeschaut und bin jetzt richtig gespannt auf den 17. Oktober 2015. Diese kleine, aber exzellente Buchmesse, die sich auf die phantastische Literatur in all ihren Facetten spezialisiert hat, findet nämlich nur an diesem einen Tag statt. Wieder einmal musste ich mich entscheiden: Frankfurter Buchmesse-Wahnsinn oder die Chance, etliche Lieblingsautoren und eine ganze Reihe sehr toller Verleger und sonstiger Buchmenschen im überschaubaren, gemütlichen, fast schon familiären Rahmen des BuCons zu treffen? Zwar wird es dieses Jahr extrem viele, wirklich gute Events für Blogger und Selfpublisher ausgerechnet am überfüllten Messesamstag in Frankfurt geben, aber ich habe mich doch für Dreieich-Sprendlingen entschieden.

Die wichtigsten Infos habe ich hier mal für euch zusammengetragen:

Der BuCon in Dreieich findet bereits zum 30. Mal statt. Das Programm füllt ganze 56 Stunden - wer des Klonens nicht mächtig ist, wird weise wählen müssen, welche Lesungen und Events er besucht und welche er stattdessen leider links liegen lassen muss.

Es werden etwa 600 Besucher erwartet - da bleibt an jedem Stand genügend Luft, und niemand muss irgendwo lange anstehen.

"Wir mögen zwar nicht so bekannt sein, wie die große Buchmesse, aber viele der Autoren, die bei uns vor Jahren zum ersten Mal zu Gast waren, liegen heute auf den Bestsellerständern der großen Buchhandlungen", sagt Roger Murmann vom Organisationsteam. Und ergänzt: "So mancher Großverlag schickt diskret Beobachter, um nach neuen Talenten Ausschau zu halten. Was natürlich offiziell nicht zugegeben wird."

Die Veranstaltung ist längst kein so geheimer Geheimtipp mehr. Schaut man sich die Liste der Gäste an, die sich mit Lesungen und weiteren Aktionen angekündigt haben, liest sich das wie das Who-is-Who der deutschen Phantastikszene: Prominente Gäste sind Grimmepreisträger und "Bernd-das-Brot"-Erfinder Tommy Krappweis, Tom Finn, Bernhard Hennen, Wolfgang Hohlbein, Juliane Honisch, E.L.Greif, TS Orgel, Matthias Falke, Jan Uhlemann, sandra Baumgärtner, Anja Bagus und viele andere Top-Autoren. Ebenfalls vertreten ist die größte Science Fiction Serie der Welt, Perry Rhodan. Übrigens: Zwei meiner Qindie-Kollegen werden auf dem BuCon aus ihren Werken vorlesen, und zwar Katharina Gerlach ("Regen für Juma") und David Pawn (liest aus seinen "Zaubertränke"-Büchern). Wer die beiden live erleben möchte, findet sich bitte um 15:00 Uhr auf dem Holodeck (ja!) ein.

Autogramm- und Signierwünsche werden gerne (und vor allem kostenlos) erfüllt. Der Unterschied zum "großen Bruder" Buchmesse liegt denn auch darin, dass hier Fans den Autoren auf Augenhöhe begegnen und man im lockeren Umgangston das "Du" pflegt. Das kann ich bestätigen. Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal dagewesen und genoss den direkten Kontakt und die Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit der Aussteller und anwesenden Autoren.

Eine der insgesamt sieben Programmschienen organisiert der renommierte Science Fiction Club Deutschland e.V. Hier wird über Aktuelles aus der Raumfahrt, das 60jährige Jubiläum des Vereins, SF-Kurzfilme, Steampunk Anno 2015, sowie "die NASA, Aliens und die Delphine" berichtet.

Veranstalter ist eine erfahrene Gruppe langjähriger, in der Phantastik-Szene aktiver Fans in Kooperation mit dem Science Fiction Treff Darmstadt, dem Science Fiction Club Deutschland e.V. (gegr. 1955), sowie dem Jugendclub WIRIC im Bürgerverein Buchschlag e.V. und den Bürgerhäusern Dreieich.

Der Buchmesse Convent präsentiert die gesamte Bandbreite, vom Groschenroman bis zum bibliophilen Werk. Fan-Sein bedeutet nicht sturer Konsum, sondern kritische Auseinandersetzung mit dem Autor und seinem Werk. Wohl nirgendwo anders ist die bundesdeutsche Science Fiction- & Fantasy-Autoren & -Leserszene so lebendig wie auf dieser messeunabhängigen Traditionsveranstaltung. Kostümierte Besuchermassen wird man auf dieser literarisch orientierten Veranstaltung allerdings vergeblich suchen. (Und darüber bin ich sehr froh - dieses inflationäre Cosplay-Gewusel auf der Leipziger Buchmesse nervt mich extrem.)

Höhepunkt der Convention ist traditionell die Verleihung des "Deutschen Phantastik Preises" (DPP), der in mehreren Kategorien per Internetabstimmung ermittelt wird. Bei der Preisverleihung werde ich allerdings aus guten Gründen nicht mehr dabei sein - mehr darüber erfahrt ihr rechtzeitig, wenn ihr es nicht sowieso schon wisst!

Ab 10 Uhr ist Einlass. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse 10 Euro, Ermäßigungen sind möglich. Das Ende des Convents ist für 20 Uhr vorgesehen. "Convention Center" ist das Bürgerhaus in
Dreieich-Sprendlingen, Fichtestrasse 50.

Alle Informationen zu den zahlreichen Programmpunkten sowie den Ausstellern findet ihr auf der BuCon-Website oder bei Facebook. Eine schöne Fotogalerie vom Vorjahr gibt's da auch zu sehen. (Okay, ich hab sie mir gerade angeschaut: Streicht das "schön" - es gibt 'ne Fotogalerie.)

Also ihr Lieben, ihr wisst jetzt Bescheid - auf nach Dreieich! 

Mittwoch, 11. Februar 2015

NEU: Des Nachts im finstren Wald - Dunkle Märchen

Es war einmal ... So fangen sie meist an, die Märchen, mit denen wir aufgewachsen sind. Und oft genug enden sie mit den magischen Worten "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute." Hat über die Bedeutung dieser Worte eigentlich mal irgendjemand genauer nachgedacht? Diese Geschichten passierten doch alle vor langer Zeit. Wenn die Figuren aus den Märchen wirklich noch "leben", dann kann da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen. Dann sind das Geister, Untote, Zombies! Moment mal ...

Wie viel Horror steckt eigentlich in so einem Märchen? Ich würde sagen, mehr als genug, so viel, dass ich mich beim Vorlesen der Grimm-Märchen für meine Kinder schon innerlich fragte: Oh Gott, wie schrecklich ist das denn? Hoffentlich bereite ich ihnen jetzt keine Alpträume! Wieso ist mir das als Kind nie aufgefallen? Interessanterweise ist den lieben Kleinen das nicht so wichtig. Sie wollen hören, dass das Böse abgrundtief böse ist, dass das Gute so richtig gut und wunderschön ist und dass am Ende das Gute über das Böse siegt. Dann ist alles gut.

Solche Gedanken brachten mich schließlich dazu, mir zu überlegen, wie der sowieso schon in den meisten Märchen steckende Horror noch deutlicher herausgestellt werden, mehr Gewicht bekommen kann, ohne das zu verlieren, was Märchen letzten Endes ausmacht: die zauberhafte Atmosphäre, die Archetypen, eben das Märchenhafte. Ich fragte mich: Muss die Stiefmutter von Schneewittchen wirklich die Böse sein? Kann diese Rolle nicht jemand anderes übernehmen? Was wäre, wenn die wahre Gefahr im Märchenwald nicht vom Wolf, sondern von Rotkäppchen ausgeht? Außerdem fand ich ja immer schon schlimm und kein bisschen gerecht, wie die Geschichte vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern ausging - das arme Kind hat so ein Ende doch nicht verdient! Oder die Sache mit Dornröschen: Wie ist die Gute wirklich drauf, wenn so ein dahergelaufener "tapferer Recke" sie aus ihrem hundertjährigen Schlaf reißt? Ob er es nicht sogar bereut?

Ich beschloss, diese Ideen weiterzuspinnen und begann, ausgelöst durch Impulse wie Wettbewerbe und Einladungen zu Anthologiebeiträgen, meine eigenen Märchen zu kreieren. Ich drehte den Spieß um oder hob einen oder mehrere sowieso schon unheimliche Aspekte aus dem Originalmärchen hervor. Hänsel und Gretel versetzte ich in die Gegenwart, noch dazu in meinen realen Wohnort. Sterntaler erhielt einen dystopisch-apokalyptischen Anstrich. Aus Rotkäppchen machte ich eine kleine Psychopathin, aus Dornröschen etwas Dämonisches, und Schneewittchen wurde bei mir zur listigen Heldin. Und dann fand ich es noch eine witzige Idee, ein Märchen, das keiner konkreten Vorlage folgt, mit dem Tod des Königs beginnen zu lassen. Herausgekommen ist schließlich meine Märchensammlung, die sich speziell an ein erwachsenes Publikum richtet, eines, das mutig genug ist, den finstren Wald zu betreten.

Seit kurzem ist das Buch als eBook und Taschenbuch auf Amazon erhältlich, und ich würde mich sehr freuen, euch demnächst auf einem der verschlungenen Pfade durch meinen finstren Schauermärchenwald zu begegnen!

"Des Nachts im finstren Wald" ist definitiv kein Buch, das ihr euren Kindern zum Einschlafen vorlesen solltet, aber schon allein wegen des wunderschönen Covers - an dieser Stelle meinen Dank aus tiefstem Herzen an die fantastische F. Riedel - in keinem Märchenbücherregal fehlen sollte - finde ich zumindest, und ich muss es ja wissen, schließlich ist das mein finstrer Wald, aus dem diese Geschichten ihren Weg in eure Regale oder auf eure Reader finden werden!

Ich wünsche angenehme Schauer und hoffe, die Lektüre bereitet euch ein ebenso diebisches Vergnügen, wir es mir das Aufschreiben gebracht hat!

Klappentext:
 
Willkommen im finstren Wald. Kommen Sie mit in die dunklen Ecken des Märchenlandes, dorthin, wo die Stiefmutter nicht die Erzfeindin, sondern Schneewittchens beste Freundin ist und ihr beim Kampf gegen die bösen sieben Räuber hilft. Wo das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern zurückkehrt – ein Jahr nach seinem Tod. Wo die vom Himmel fallenden Sterntaler keinen Segen, sondern tödliches Verderben bringen. Wo Rotkäppchen ein hinterhältiges Biest mit psychopathischen Ambitionen ist. Und wo der mutige Recke mitten im verzauberten Schloss plötzlich feststellt, dass es besser gewesen wäre, Dornröschen niemals in seinem Schlaf zu stören. Sieben Märchen für Hartgesottene – schaurig, abgründig, unheimlich, ungewöhnlich und auf dunkle Weise … märchenhaft!

eBook -- KLICK
Taschenbuch -- KLICK
 

Donnerstag, 15. Januar 2015

Buchtipp - Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße

 
Foto ausgeliehen bei umblaettern.com
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr ein Buch zu Ende gelesen habt und ein Teil von euch immer noch in der Geschichte steckt und nicht wieder hervorkommen will? Wenn ihr es fast ein wenig bedauert, schon fertig zu sein mit der Lektüre? Wenn ihr glaubt, dass schon lange oder vielleicht noch nie ein Buch euch so berührt hat wie dieses? So ein bisschen wehmütig, verzaubert, auf melancholische Art glücklich?

Kennt ihr das? Dieses Gefühl hatte ich nach dem Lesen von Neil Gaimans "Der Ozean am Ende der Straße".

Das Buch war mein erster Gaiman, und ich glaube, es wird nicht mein letzter sein. Das geheimnisvoll anmutende Cover hatte mich schon auf der Frankfurter Buchmesse in seinen Bann gezogen. Nachdem mir dann auch noch von ein paar Leuten, auf deren Meinung über Bücher ich viel Wert lege, dieses Buch empfohlen wurde und ich es schließlich zufällig (nein, wirklich!) in einer Buchhandlung liegen sah, kaufte ich es und packte es nach ganz oben auf meinen Stapel ungelesener Bücher. Nicht nur das Cover ist magisch schön, auch die restliche Gestaltung der Hardcover-Ausgabe ist traumhaft: Mehrere großartige Illustrationen begleiten die Geschichte, und die Handschrift auf den Innenseiten des Einbandes - ist das etwa die von Gaiman persönlich??? Wirklich ganz außergewöhnlich.

Und nun bin ich auch schon durch. Mit knapp 238 Seiten handelt es sich auch nicht gerade um einen fetten Wälzer - der Inhalt dagegen, der ist wahrhaft groß, episch geradezu. Und dabei kann ich gar nicht genau erklären, worum es in diesem Buch geht. Laut Klappentext geht es um ein Mädchen namens Lettie Hempstock, die an einem kleinen Teich lebte, den sie aber stets als Ozean bezeichnete. Und das war nur ein Teil eines großen Geheimnisses, das Lettie und ihre Familie umgab. Ein Mann mittleren Alters kehrt wegen einer Beerdigung an den Ort zurück, an dem er seine Kindheit verbrachte und wo er Lettie Hempstock einst kennenlernte. Plötzlich erinnert er sich wieder an jedes Detail jener verwunschenen Zeit und erzählt uns, was es wirklich mit dem Ozean am Ende der Straße auf sich hat. Viel mehr kann und will ich nicht preisgeben.

Was genau ist das eigentlich für eine Geschichte? Ein Fantasyroman? Ein Märchen? Eine Gruselgeschichte? Daniel Kehlmann, dessen Lob über dieses Buch auf der Umschlagseite prangt, nannte es ein kleines Meisterwerk der Schauerromantik, und da hat er irgendwie Recht: Diese Geschichte ist zugleich schaurig und romantisch - auf jeden Fall berührte sie meine düster-romantische Seele.

Dürfte ich ein Fazit auf den Umschlag dieses Buches schreiben, wäre es dieses:

"Diese Geschichte ist für alle Menschen mit einem träumenden Herzen."

In diesem Sinne vergebe ich 5 von 5 frisch aus der Erde gepflückten Kätzchen. ;-)

P.S. Könnte ich die Erinnerung an dieses Buch aus meinem Gedächtnis löschen, ich würde es glatt tun, nur um die Geschichte noch einmal neu zu erleben ...

Dienstag, 7. Oktober 2014

Kann losgehen - die FBM ist eröffnet!


Bücher von Sofi Oksanen, Finnland

Soeben von der Eröffnungsfeier der Frankfurter Buchmesse 2014 heimgekommen, kann ich verkünden: Die Buchmesse ist eröffnet! Nach einem zwar interessanten, aber streckenweise langatmigen offiziellen Teil mit Reden der deutschen Gastgeber (am unterhaltsamsten war diesmal Bouffier, aber Riethmüller vom Börsenverein sagte auch einige spannende Dinge und nahm sogar das Wort "Amazon" in den Mund) und finnischen Gäste durften wir als Erste den Gastpavillon betreten und uns anschauen, was die Designer des diesjährigen Gastlandes aus der Halle gemacht haben.

Finnland. Cool.

So viel darf ich schon einmal verraten: Saunen, Kunstschnee und Wodka habe ich nicht entdecken können. Dafür gab es viel Platz, helle Farben, klare Formen, eine Menge Raum, um die Gedanken fliegen zu lassen, und ganz viele Bücher. Die lagen auf Tischen und Bänken kreuz und quer herum und luden ein, in ihnen zu blättern. Besonders schön war ein Bereich rund um Kinderbücher und Märchen gestaltet. Da gab es Puppenhäuser, viele Kuschelkissen, große Figuren, die den finnischen Kindern bestimmt auch namentlich bekannt sind, und diese gemütliche Kaminecke, in der ich auch mal für einen Moment verweilte.

Chillen auf finnisch

Finnische Gelassenheit ist ansteckend

Überhaupt schien die Stimmung der Gäste von der coolen Atmosphäre und finnischen Gelassenheit beeinflusst zu sein. Ich sah nur relaxte Menschen, lächelnde Leute mit Weingläsern in der Hand, wahlweise vertieft in Gespräche (bestimmt über Bücher!) oder in Bücher finnischer Autoren. Wir genossen den Abend, und dank der beherzten Initiative meiner Begleitung bin ich nun im Besitz eines "Finnland. Cool."-Buttons und wurde sehr herzlich eingeladen, die finnischen Stände in Halle 5.0 zu besuchen.

Erstes Promifoto

Mein erstes Promifoto der diesjährigen FBM habe ich auch schon machen können. Gleich nachdem wir den Gastpavillon betraten, gingen wir auf den Balkon, und dort trafen wir auf Sofi Oksanen, literarische Gastrednerin und Bestsellerautorin aus Finnland. Sie ist genauso alt wie ich, hat aber schon wirklich viele Bücher geschrieben, wie ich in der Ausstellung feststellen durfte. Sie hatte eine sehr schöne Rede über die Geschichte des finnischen Volkes und die Bedeutung der Literatur ihres Landes gehalten. Nun stand sie hier, machte eine kleine Raucherpause, und ich nutzte die Gelegenheit, machte ihr ein Kompliment für ihre Rede und bat sie um ein gemeinsames Foto. Ich wollte dieses Bild eigentlich gleich löschen und neu machen, weil wir darauf so sehr von einem Spotlight im Boden angestrahlt worden waren. Aber Sofi fand es ... cool (!) und meinte, wir sähen so "dramatic" aus. Sie mochte es. Also habe ich es doch genommen.

Sofi Oksanen (r.) und ich
Kontakte, Kontakte, Kontakte

Bevor wir gingen, lernten wir noch die quirlig-liebenswürdige Heike Bedrich kennen. Die Münchnerin ist PR-Managerin und Bloggerin und liebt es, genau wie ich, zur Buchmesse und speziell zur Eröffnungsfeier zu kommen. Genau wie ich möchte sie endlich mal ein "richtiges" Buch schreiben, nicht mehr nur ihre Blogartikel. Und genau wie bei mir kommt ihr ständig etwas dazwischen. Wir haben noch schnell Visitenkarten getauscht und uns via Facebook verbunden, dann mussten wir auch schon los.

Das war ein stimmiger, spannender Auftakt. Jetzt freue ich mich umso mehr auf Donnerstag und Freitag, wenn ich endlich, endlich zur Frankfurter Buchmesse gehen darf!

Festival der Fantasy in Dreieich - Buchmesse Convent 2014


Offizielles BuCon-Maskottchen

Jedes Jahr im Oktober findet in Frankfurt am Main die Buchmesse statt. Während sich dort die großen Player und Publikumsverlage tummeln, trifft sich die deutschsprachige Szene der Science Fiction & Fantasy Literatur am Samstag in Dreieich-Sprendlingen, wo am 11. Oktober 2014 bereits der 29. Buchmesse Convent stattfindet.

Mit etwa 500 Besuchern ist die Independent-Convention vergleichsweise klein, dennoch gilt der "BuCon" als eine der wichtigsten Veranstaltungen für Kleinverlage, Autoren und alle anderen im Literaturbetrieb Tätigen, die sich der fantastischen Literatur verschrieben haben. Das Programm liest sich für Kenner und Liebhaber der Szene äußerst hochkarätig.

Insgesamt 40 Stunden Lesungen und weitere Events werden angeboten, diese parallel in fünf Schienen, sodass der interessierte Besucher am Ende die Qual der Wahl hat. Außerdem wird es eine Messeausstellung mit 40 (die BuCon-Leute scheinen diese Zahl zu mögen) Ständen geben, an denen sich Autoren, Verlage, Händler und Vereine des fantastischen Genres vorstellen. Der Buchmesse Convent präsentiert die gesamte Bandbreite, vom Groschenroman bis zum bibliophilen Werk.

Besonders Fans kommen hier voll auf ihre Kosten, denn sie können auf Tuchfühlung mit ihren Lieblingsautoren gehen, Gespräche führen und sich (kostenlose) Autogramm- und Signierwünsche erfüllen. Auf dem BuCon herrscht im Vergleich zur großen Schwester, der Frankfurter Buchmesse, eine gemütliche, fast schon familiäre Atmosphäre, hier wird im lockeren Umgangston das "Du" gepflegt, und Leser und Autoren sowie Verlage begegnen sich auf Augenhöhe.

Trotzdem ist der BuCon immer noch ein Geheimtipp. "Wir mögen zwar nicht so bekannt sein wie die große Buchmesse, aber viele der Autoren, die bei uns vor Jahren zum ersten Mal zu Gast waren, liegen heute auf den Bestsellerständern der großen Buchhandlungen", sagt Roger Murmann vom Organisationsteam und ergänzt: "So mancher Großverlag schickt diskret Beobachter, um nach neuen Talenten Ausschau zu halten, was natürlich offiziell nicht zugegeben wird."

Prominente Gäste sind (erstmals) Wolfgang Hohlbein, Markus Heitz, Tom Finn, Bernhard Hennen, Michael Peinkofer, Juliane Honisch, Robert Corvus, TS Orgel und viele andere Top-Autoren der deutschsprachigen Phantastik-Szene. Ebenfalls vertreten ist die größte Science Fiction Serie der Welt, Perry Rhodan.

Im Foyer bietet eine Kunstausstellung optische Kontraste. Aus Wiesbaden kommen Tanja Meurer und Juliane Seidel, aus Aschaffenburg Thorsten und Bianca Schreck. Veranstalter ist eine erfahrene Gruppe langjähriger, in der Phantastik-Szene aktiver Fans in Kooperation mit dem Science Fiction Treff Darmstadt, dem Science Fiction Club Deutschland e.V. (gegr. 1955), sowie dem Jugendclub WIRIC im Bürgerverein Buchschlag e.V. und den Bürgerhäusern Dreieich.

Höhepunkt der Convention ist traditionell die Verleihung des "Deutschen Phantastik Preises" (DPP), der in mehreren Kategorien per Internetabstimmung (www.deutscher-phantastik-preis.de) ermittelt wird.

Am Samstag, den 11.10., ist ab 10 Uhr Einlass. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse 10 Euro, Ermäßigungen sind möglich. Das Ende des Convents ist für 20 Uhr vorgesehen. "Convention-Center" ist das Bürgerhaus in Dreieich-Sprendlingen, Fichtestrasse 50.

Ich werde in diesem Jahr zum ersten Mal am BuCon teilnehmen. Ich freue mich besonders darauf, die Verleger und Verlegerinnen zu treffen, mit denen ich bereits persönlich zusammengearbeitet habe und hoffe auf spannende Gespräche mit befreundeten Autoren. Wenn ihr mich dort trefft, sprecht mich einfach an – ich freue mich darauf, euch kennenzulernen!

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Samstag, 13. September 2014

Frankfurter Buchmesse - Der Countdown läuft

Heute in einem Monat hat die Frankfurter Buchmesse schon fast wieder ihre Tore geschlossen. Höchste Zeit also, mit den Vorbereitungen meines Messebesuchs zu beginnen.


Meine Presse-Akkreditierung habe ich bereits erledigt, das Ticket liegt vor und muss nur noch ausgedruckt werden. Neue Visitenkarten habe ich heute geordert, die werden rechtzeitig geliefert. Um eine Unterkunft muss ich mich ja nicht kümmern, schließlich wohne ich im Frankfurter Speckgürtel und kann bequem mit der S-Bahn hinfahren. Aber was genau werde ich dort alles machen? Wen werde ich treffen, welche Vorträge anhören, was ist überhaupt Thema auf der diesjährigen Buchmesse?

Platz da, hier kommen die Indies!

Fakt ist, dass Self-Publishing einen immer größeren Stellenwert erhält. Im letzten Jahr gab es bereits eine Self-Publisher Area in Halle 3.1. Die wird es auch dieses Jahr wieder geben, doch habe ich nach dem Durchforsten des Veranstaltungskalenders den Eindruck, dass diese Area größer sein wird, dass noch mehr Teilnehmer erwartet werden und dass es noch mehr spannende Veranstaltungen speziell für Indie-Autoren und Self-Publisher geben wird. Ich habe mir schon nur die am interessantesten klingenden Events aus dem Messekalender herausgepickt und befürchte, ich werde es dennoch nicht schaffen, alle mitzunehmen.

Alles Wissenswerte für Self-Publisher rund um die FBM gibt es auf der offiziellen FBM-Website hier. Das eigene E-Book können Indie-Autoren erstmals in der E-Book-Einzelpräsentation vorstellen. Dieses Angebot ist zwar mit Kosten verbunden, dürfte sich aber dennoch für so manchen Autor lohnen, der sein neuestes Werk auf der größten Buchmesse der Welt präsentieren möchte. Witzig stelle ich mir das Interaktive Speed-Marketing auf der Bühne der Self-Publishing-Area vor. Laut Programm sollen dann jeweils drei Autoren die Möglichkeit erhalten, ihre Buchprojekte dem Publikum zu präsentieren und gemeinsam mit Fachpublikum und weiteren Teilnehmern kreative Marketing- und PR-Ideen zu entwickeln.

Worauf ich mich freue

Am Nachmittag des 09. Oktobers werde ich mich mit Hilke-Gesa Bußmann von Narcissus Deutschland treffen. Ich bin gespannt darauf, was sie mir über diesen in Deutschland noch recht neuen Dienstleister für Self-Publisher erzählen wird und bereite schon mal meine Fragen vor. Florian Lauermann vom Verlag Die Graue Edition hat mich eingeladen, ihn an seinem Stand zu besuchen. Am Freitag Nachmittag wird Bestsellerautor Andreas Eschbach sein Buch "Der Jesus-Deal" vorstellen und gibt eine Signierstunde. Da würde ich auch gern hingehen. Und dann hoffe ich, dass sich wieder so ein schönes kleines Treffen mit Qindie-Mitgliedern ergibt, wie wir es auch auf der Leipziger Buchmesse im Frühjahr hingekriegt haben.

Ich bin hier in Frankfurt

Ja, doch, so langsam steigt sie, die Vorfreude auf die Frankfurter Buchmesse. Wie ganz viele andere Teilnehmer habe auch mich wieder auf der virtuellen Pinwand der Aktion "Wir sind hier in Frankfurt" mit Foto und Kommentar verewigt. Seid ihr auch hier? ;-)


Freitag, 6. Juni 2014

Mein erstes Autorenseminar - Und wie war es?

Das vergangene Wochenende habe ich in München verbracht. Schön da. Allerdings war ich nicht wegen der Sehenswürdigkeiten dort, deshalb beschränkt sich mein Eindruck auf die Messestadt, wo mein Hotel stand, den Hauptbahnhof und den Weg mit der Straßenbahn bis zur Albrechtstraße. München als Urlaubsziel für einen Städtetrip hole ich bestimmt mal nach. Aber ich schweife ab, denn eigentlich wollte ich von etwas ganz Anderem berichten:

In München nahm ich an meinem ersten Autorenseminar teil. Es wurde von der Textmanufaktur in den Räumen des Knaur Verlags veranstaltet. Wir saßen in einem der Meetingräume, in denen die Lektorenrunden stattfinden, bei denen darüber entschieden wird, welche Bücher ins Programm aufgenommen werden. Erhebendes Gefühl. Das Thema war „Spannung, Krimi, Thriller“. Dieses Motto passte in jeder Weise. Das Seminar war unglaublich spannend, interessant, überraschend und äußerst lehrreich. Das traf auf die bunte Runde der Teilnehmer ebenso zu wie auf deren sehr unterschiedliche Manuskripte und auf die zwei Dozenten André Hille von der Textmanufaktur und Peter Hammans, der Lektor bei Knaur ist.

Nach einer Vorstellungsrunde gab Peter Hammans einen unterhaltsam-informativen Einblick in die Verlagswelt und in die Arbeitsweise eines Lektorats. Insbesondere seine Anekdoten über den steinigen Weg, den manch ein Buch durch zig Lektoratsrunden nehmen musste, bevor es tatsächlich verlegt und sogar zum Bestseller wurde, haben mir gefallen. Es hat mir auch wieder gezeigt, dass der Erfolg eines Buches nicht nur von der Qualität und dem Inhalt selbst abhängt, sondern auch von der doch sehr subjektiv geprägten Meinung des Lektors, von Trends im Buchmarkt, von der Tageslaune des Verlegers, vom Glück und vom Wetter sowie der Anzahl der Reissäcke, die am Tag der Entscheidung in China umgefallen sind. Das mag ernüchternd klingen. Mich hat es aber eher beruhigt, dass das so ist.

Der Hauptteil des Seminars bestand darin, dass jeder Teilnehmer seine Story vorstellte und daraus einen kleinen Teil vorlas, damit wir „die Stimme des Autoren“ hören konnten. Anschließend wurde das Manuskript in der Runde besprochen, bewertet, kritisiert, gelobt. Das Marktpotential wurde beurteilt, Unklarheiten wurden hinterfragt. Das Feedback in dieser geballten Form – sowohl von den Dozenten als auch von den Teilnehmern – brachte uns allen enorm viel. Ich selbst kam übrigens als allerletzte Teilnehmerin am Sonntagnachmittag dran. Als ich vorlas, hatte ich längst anhand der Fehler, die wir bei den anderen aufgedeckt hatten, meine eigenen Fehler und Schwächen erkannt. Genau die wurden mir dann auch um die Ohren gehauen – und noch ein paar mehr. So eine offene, zwar absolut sachliche, aber dennoch harte Kritik muss man erst einmal abkönnen. Aber ich merkte schon während der Besprechung meines „Falles“, wie viel mir dieses Seminar brachte. Ich entwickelte bereits erste neue Ideen und knipselte im Inneren an der Lösung einiger verzwickter Fragen, die den anderen bei meinem Manuskript aufgefallen waren.

Am Ende fühlte ich mich richtig erschöpft und brauchte im Zug nach Hause erst einmal eine gewisse Zeit, um mich zu erholen und meine aufgewirbelten Gedanken zu sortieren, bevor ich mich dazu aufraffte, Notizen zu machen und mir selbst kritische Fragen zu meiner Geschichte zu stellen.

Das ist es auch, was für mich unterm Strich dabei herausgekommen ist: Ich muss mir erst selbst darüber klar werden, was für eine Geschichte ich eigentlich erzählen will. Ich muss die konkrete Richtung festlegen und mir insbesondere über den Antagonisten noch sehr genaue Gedanken machen, damit am Ende alles stimmig ist und die Leser mitnimmt und bis zum Ende nicht mehr loslässt. Ja, ich habe durch das Seminar, durch die Arbeit mit den Texten der anderen Teilnehmer und durch die vielen hilfreichen Anmerkungen von allen Beteiligten überhaupt erst erkannt, wo bei mir die Schwächen liegen, aber auch die Stärken. Atmosphäre kann ich, wurde mir dort gesagt. Schwafeln und schwurbeln kann ich aber auch, und das muss alles rausfliegen! Von Stilblüten und überflüssigem Ballast wie Infodump und Wiederholungen fange ich gar nicht erst an.

Es liegt also nach diesem Seminarwochenende noch eine Menge Arbeit vor mir. Den anderen Teilnehmern ging es übrigens ganz ähnlich. Mancher von uns verabschiedete sich mit dem metaphorischen Rucksack voller Hausaufgaben auf dem Buckel, einige hatten hinterher zwei Geschichten im Gepäck, weil ihnen geraten wurde, bestimmte Elemente aus dem einen Manuskript zu entfernen und separat in einer zweiten Geschichte zu verarbeiten.

Ich selbst werde also meine Erkenntnisse aus dem Seminar dazu verwenden, mein Romandebüt voranzutreiben, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Darüber hinaus aber konnte auch ich den Schwung an Motivation schon sehr gut nutzen: Ich habe das komplette Konzept für ein neues Schauermärchen erstellt und eine wirklich coole Idee für einen weiteren Thriller entwickelt, an der ich gern weiterfeilen möchte, weil sie mir jetzt schon saugut gefällt.

Aber eins nach dem anderen. Die Idee ist notiert und muss warten, bis ich die anderen Projekte abgeschlossen habe. Denn wie schon Neil Gaiman gesagt haben soll, lautet die wichtigste Regel für Autoren: Schreib dein Buch fertig!

An dieser Stelle bedanke ich  mich noch einmal ganz herzlich bei André Hille und Peter Hammans und ganz besonders bei neobooks, die mir dieses Seminar für meinen Sieg beim Kurzthriller-Wettbewerb "Wenn es dunkel wird" im vergangenen Jahr geschenkt haben. Eine großartige Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann und die ich bestimmt wiederholen werde.

Dienstag, 14. Januar 2014

Hüte dich!: Zehn Nachtthriller - Startschuss für die neue Anthologie

 Ihr Lieben, es ist endlich soweit, das Warten hat ein Ende:

Die Anthologie "Hüte Dich!" aus dem Hause Knaur geht an den Start. Es erwarten euch 10 spannende Kurzthriller von den zehn Gewinnern des neobooks-Wettbewerbs "Wenn es dunkel wird".

Ich habe die große Ehre, die Eröffnungsgeschichte zu diesem Buch beizusteuern, denn mein Kurzthriller "Redrum kommt nach Hause" gewann den Wettbewerb seinerzeit.

Mitjuror und Bestsellerautor Sebastian Fitzek zeigte sich jedenfalls schwer begeistert von meiner fiesen kleinen Geschichte über zwei Männer in einem steckengebliebenen Fahrstuhl und meinte dazu:

"Klaustrophische Psycho-Spannung auf höchstem Niveau."

Die weiteren Geschichten sind:

- "Der schwarze Mann" von Jonas Kissel
- "Maskenzeit" von Elisabeth Marienhagen
- "Im Keller" von M.P. Anderfeldt
- "Herz-Los" von Verena Oster
- "Nachtaufnahme" von Torsten Exter
- "Der Schattenjäger" von Katja Hermann
- "Somnium" von Eric Boss
- "Kälteidiotie" von Maria M. Lacroix
- "Leben für den Tod" von Carolin Lockstein

Vorbestellen konnte man das eBook bereits, nun aber ist es offiziell erhältlich. Amazon-Kunden können es hier kaufen, die ePub-Version gibt es unter anderem im Online-Shop von Droemer Knaur.
 
Ich wünsche euch ein besonderes Lesevergnügen mit viel Gänsehaut!

Montag, 30. Dezember 2013

Was für ein Jahr - Mein persönlicher Rückblick auf 2013

In diesem Jahr ist wieder viel passiert in der Welt - ich beschränke mich also auf das, was mich aus literarisch-schriftstellerischer Sicht beschäftigt hat. Immerhin hat es da für mich so einige Highlights gegeben, auf die ich nun, am Ende des Jahres angekommen, recht zufrieden zurückblicken kann.


Ich schrieb, ich las, ich bloggte, ich gewann, ich erlebte. Deshalb vorab eine Warnung: Das wird lang, auch wenn ich mich aufs Wesentliche beschränke. :-)

Neue Geschichten

Blind Date

Ein Cyberthriller, den ich für den letzten großen Bookrix-Wettbewerb schrieb. Darin trifft eine junge Frau in einer virtuellen Welt auf einen Typen, der von sich behauptet, ein Dämon zu sein. Sie lässt sich auf sein Spielchen ein und ahnt nicht, welcher Gefahr sie sich aussetzt. Beim Schreiben halfen mir meine eigenen Erfahrungen in der virtuellen Welt von Second Life. Ich konnte mich recht weit vorn platzieren, fürs Siegertreppchen reichte es aber nicht. Dafür erhielt die Geschichte einen Platz in der sehr coolen Anthologie "Mängelexemplare" von Constantin Dupien, die von vielen Genrekennern als eines der Anthologie-Highlights der deutschen Horrorliteratur 2013 bezeichnet wurde.

Redrum kommt nach Hause

Noch ein Wettbewerbsbeitrag. Diesmal ausgerichtet von neobooks. Mein Hauptmotivator war der Umstand, dass Thriller-Bestsellerautor Sebastian Fitzek in der Jury saß. Ich schrieb den Kurzthriller an einem einzigen Abend. Darin nimmt ein Büchersammler den Fahrstuhl, um seinen neuesten Kauf,  eine seltene Ausgabe von Stephen Kings "Shining" abzuholen. Als der Strom ausfällt und der Fahrstuhl stecken bleibt, erlebt der Sammler das nackte Grauen.

Die Brezelfrau

Das Schauermärchen ist meine Neu-Interpretation des Grimm-Märchens "Hänsel & Gretel" und meine erste Geschichte, die ich gezielt für den Self-Publishing-Markt schrieb. Die talentierte Grafikdesignerin F. Riedel lieferte mir das wunderschöne Cover. Ich hatte großen Spaß am Schreiben dieser Geschichte und plane bereits weitere schaurige Neu-Interpretationen.

Der Narrenkönig und Endstation

Das eine ist ein Märchen für Erwachsene, in dem ein Hofnarr notgedrungen die Geschäfte des Königs übernehmen muss, das andere eine deprimierende Scifi-Kurzgeschichte über einen Mann, der zum Sterben ans Ende der Welt reist. Beide Texte entstanden bei so genannten Duellen in einer kleinen, geschlossenen Autorengruppe. Den „Narrenkönig“ kann man bis auf weiteres auf Bookrix nachlesen, die „Endstation“ ist (noch) nicht öffentlich lesbar.

Wettbewerbe, Ausschreibungen und Preise

Mängelexemplare und andere makabre Geschichten

Diese Kurzgeschichtensammlung ist eine meiner Lieblingsanthologien. Warum? Ich liebe das Cover, das von einer Künstlerin gemalt (!) wurde und das die Initialen aller teilnehmenden Autoren enthält. Ich bin ganz stolz, in dieser Anthologie mit solchen Autoren wie Vincent Voss oder Stefanie
Maucher zusammen vertreten sein zu dürfen. Und: Als Opener fand mein  kleines Gedicht "Feuertanz" auch noch Einzug in das Buch. Es darf derzeit übrigens für den Vincent Preis 2013 nominiert werden, nur mal so am Rande erwähnt.

Die kleine Meerjungfrau weint nicht um ihren Prinzen

Dieses Märchenbuch erschien Ende August im Machandel-Verlag und richtet sich an Erwachsene. Es enthält neu interpretierte oder ganz neue Märchen im Stil von Hans Christian Andersen. Von mir ist das Schauermärchen "Schwefelhölzchen" dabei, meine düstere Rachestory vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern. Das Buch ist unglaublich liebevoll gestaltet mit einem sehr schönen Cover und vielen Schwarz-Weiß-Illustrationen im Inneren.

Best of net-Verlag

Der net-Verlag brachte Mitte des Jahres einen Sammelband heraus, in dem all jene Kurzgeschichten versammelt sind, die in den Anthologien, zu denen sie gehörten, die jeweils besten Beiträge darstellen. Ich bin mit "Die Gartenpforte" dabei, nach wie vor eine meiner liebsten Geschichten.

neobooks-Wettbewerb "Wenn es dunkel wird"

Ich kann es bis heute nicht glauben, dass ich mich mit meinem Kurzthriller „Redrum kommt nach Hause“ gegen mehr als 300 Konkurrenten durchgesetzt und den Wettbewerb gewonnen habe. Mein Highlight des Jahres!


Deutscher Phantastik Preis 2013
für Beste Originalanthologie
Ich hatte eigentlich nur ein persönliches Feedback von Juror Sebastian Fitzek haben wollen. Das bekam ich auch - und so viel mehr. Ich erhielt ein Schreibseminar in der Textmanufaktur nach meiner Wahl. Ich habe mich noch nicht entschieden, aber ich will das Seminar auf jeden Fall im nächsten Jahr machen. Dann kommt "Redrum" zusammen mit den Plätzen 2 bis 10 in eine Anthologie mit dem Titel "Hüte dich". Meine erste Publikation in einem richtig großen Verlag! Einziger Wermutstropfen: es ist eine reine eBook-Veröffentlichung. Immerhin werden wir Autoren an den Erlösen beteiligt. Also wird es hoffentlich  ein Bestseller. Oder so. :-)

Deutscher Phantastik-Preis

Dieser Preis für herausragende Werke der deutschsprachigen phantastischen Literatur wird jedes Jahr auf der Dreieich Bucon, die parallel zur Frankfurter Buchmesse stattfindet, verliehen. In der Kategorie „Beste Anthologie“ waren sogar zwei Werke nominiert, in denen ich mit eigenen Geschichten vertreten war: Der „Vampire Cocktail“ und „Wenn das die Grimms wüssten“. Am Ende konnte sich das Märchenbuch aus dem art&words Verlag durchsetzen. Indirekt fühle ich mich also auch als Preisträgerin, auch wenn die Trophäe jetzt den Schreibtisch von Herausgeber Peter Hellinger schmückt (nehme ich an).

Do-it-yourself: Erste Schritte als Self-Publisher 

Zwischenstopp - Dunkle Geschichten

Ich fasste neun Kurzgeschichten und ein Gedicht zusammen und brachte meinen Storyband via neobooks auf den Markt. Später änderte ich die Veröffentlichungsweise etwas und publizierte bei Amazon direkt über KDP, zusätzlich noch bei Beam und Kobo. Neobooks deckt (fast) alle anderen Kanäle ab. Seit Oktober gibt es das Ganze auch noch als Taschenbuch, veröffentlicht über Createspace. Ein Bestseller ist es nicht geworden, aber auch kein Ladenhüter, der ein Mauerblümchendasein führt. Dank guter Vernetzung und Ausnutzung aller kostenlosen Marketingmöglichkeiten (Facebookgruppen, Leserforen, Autorengruppen, Twitter, das eigene Blog) heimste ich einiges an Lob ein und schaffte es immer wieder, das Buch in den Top 10.000 bei Amazon zu platzieren. Andere Selfpublisher lächeln darüber nur müde, aber ich bin ganz zufrieden, und ich muss davon ja auch nicht leben.

Die Brezelfrau

Mein Schauermärchen bekam ein professionelles Cover und durchlief etliche Korrekturen, bevor ich es kurz vor Halloween rausschickte. Es dauerte ein wenig, doch gerade im Dezember erhielt die Geschichte unerwartete, begeisterte Rezensionen und erlangte so einiges an Aufmerksamkeit. Wohl vor allem Weihnachten und den vielen zu diesem Fest verschenkten Christ-Kindles ist es zu verdanken, dass sich das Büchlein mittlerweile auch einigermaßen gut verkauft (was ich eben so unter gut verstehe). Bisher ist das Büchlein nur über Amazon KDP erhältlich, aber das werde ich im neuen Jahr noch ändern.

Gratisaktionen

Nur Dank meiner fünftägigen Gratisaktion für "Das leere Buch" schaffte ich es bis ganz nach vorn im Amazonranking und sammelte bisher 19 gute bis überwiegend sehr gute Amazon-Rezensionen ein. Nach Beendigung verkaufte ich sogar noch eine ganze Weile erstaunlich gut. Aber irgendwann ließ das nach, und mittlerweile verkaufe ich vielleicht fünf Exemplare im Monat. Aber: vor der Aktion verkaufte ich gerade mal ein Exemplar im ganzen Quartal!

Ich denke, man darf Gratisaktionen nicht per se verteufeln, aber sie sind auch nicht die perfekte Lösung. Für mich hat es mehr positive als negative Effekte gehabt, ich habe es auch für das Schauermärchen getan, aber nur für zwei Tage und nach 500 verschenkten Büchern abgebrochen. Ich würde es jedenfalls wieder tun, wenn mein nächstes Self-Publisher-Werk draußen ist.

Rezensionen

Oh ja. Rezensionen sind verdammt wichtig und sollten nicht unterschätzt werden. Sie schmeicheln dem Autoren-Ego, sie motivieren und machen Mut. Sie können potentielle Leser zum Kauf des eigenen Werkes bringen. Das ist mein Fazit aus einem Jahr als aktive Self-Publisherin. Ich habe nicht viele Rezensionen erhalten, aber einige unglaublich gute von Bloggern, die nach meinen Eindrücken eine gewisse Multiplikatorenwirkung haben (können). Insgesamt schrieb ich drei Blogger ganz gezielt an, nur ein Blog sagte zu und schrieb tatsächlich eine Rezi. Die übrigen kamen von ganz alleine auf mich zu bzw. schrieben einfach ihre Rezi, und ich entdeckte die einen Tag später bei Facebook und Co. Womit wir beim nächsten Thema wären.

Erfahrungen mit Werbung in Foren, Facebook & Co.

Was ich gelernt habe: der Spruch "Wer nicht wirbt, der stirbt" ist korrekt, und er trifft auf keinen Bereich so zu wie den der Indieautoren. Aber ich habe auch gelernt, dass nicht jede Form von Werbung überall gleich gut ankommt. Social Web ist toll und eignet sich super für eine kleine Autorin wie mich, die kein Geld für Werbung hat, aber trotzdem auf sich aufmerksam machen will. Jedoch gibt es dort auch Regeln, an die ich mich halten muss.

Wer Facebookgruppen oder Foren beitritt und dort nur Werbung für seine Werke macht, sich aber sonst in keinster Weise beteiligt, der hat schon verloren. Leser sind empfindsame Gemüter. Sie wollen zwar durchaus umworben werden, aber bitte subtil und mehr durch  die Blume und hintenrum. Also nehme ich mir mittlerweile fast täglich die Zeit, mich an Diskussionen zu beteiligen, poste Links zu interessanten Artikeln und versuche, Leuten, die um Hilfe zu irgendeinem Thema bitten, entsprechend Hilfe zu geben. Wenn ich dann mal zwischendurch auf eine neue tolle Rezi zu meinem Buch aufmerksam mache, nimmt mir das keiner übel und bringt mehr Pluspunkte, als hätte ich nur den Link zum Buch und sonst gar nix gepostet.

Eine feine Sache ist es übrigens, sich Autorengruppen und -netzwerken anzuschließen, in denen Gleichgesinnte mit ähnlichen Ansprüchen an Qualität und Originalität zusammenkommen. Qindie ist so ein Netzwerk, und ich bin sehr stolz, dabei sein und das Logo auf meinen Büchern anbringen zu dürfen. Ich drücke Qindie auch für 2014 die Daumen, dass es stetig bergauf geht – Stück für Stück.

Gewinnspiele

Kurz und knapp: Gewinnspiele machen Spaß, aber Arbeit. Also wenn man selbst sie ausrichtet. Ich habe im Frühjahr anlässlich des Tages des Buches an der blogübergreifenden Aktion "Ich schenke Lesefreude" teilgenommen, bei der ich mein Blog in eine große Liste von Blogs eintragen ließ, die alle am selben Tag ein oder mehrere Bücher verlosten. Die Aktion machte Spaß und hatte den angenehmen Effekt, dass ich plötzlich viel mehr Blogbesucher verzeichnen konnte.

Ende des Jahres, kurz vor Weihnachten, startete ich noch eine eigene Gewinnspielaktion. Die Leute mussten in ihren Kommentar schreiben, was es bei ihnen am Heiligabend zu essen geben würde. Leider nahmen nur wenige Leute teil, sodass am Ende nicht einmal zehn Namen im Lostopf landeten.  Dafür freuten sich die drei Gewinner umso mehr über die Bücher, die ich ihnen rechtzeitig vor dem Fest zuschickte.

Ich werde bestimmt auch 2014 Gewinnspiele veranstalten. Wie genau die aussehen werden, überlege ich mir noch genau, denn mittlerweile gibt es so viele Gewinnaktionen von Bloggern und Autoren, dass man sich auch da etwas Besonderes einfallen lassen muss, um aus der Masse hervorzustechen.

Mein Stapel gelesener Bücher

Gelesen habe ich weit mehr Bücher, doch diese hier sind meine Lesehighlights 2013.

Alexander Odin - "Pandämonium"

Mein Überraschungshit des Jahres. Kostenlos abgestaubt, nix erwartet, in einem Rutsch durchgelesen und sehr begeistert.

Anonymous - "Das Buch des Todes"

Als Bourbon-Kid-Fan, der ich bin, ein absolutes Muss. Das Buch ist geil und schreit geradezu nach einer Verfilmung durch Quentin Tarantino. Mindestens.

Justin Cronin - "Die Zwölf"

Die epische Fortsetzung von „Der Übergang“. Dystopischer Horror allererster Klasse.

Madeleine Roux - "Sie kommen!"

Zombieapokalypse aus Sicht einer Bloggerin. Erfrischende, packende Bereicherung des Genres, das ich immer noch für mich entdecke.

Michael Dissieux - "Die Saat der Bestie"

Dissieux ist ein Meister, wenn es darum geht, Weltuntergangsstimmung zu verbreiten. Trostloser und gruseliger kann eine von Menschen verlassene Welt gar nicht mehr sein. Atmosphärisch dicht und verdammt spannend.

Fred Ink - "Wurmstichig"

Für mich die Indie-Entdeckung des Jahres. Die Novelle ergatterte ich in einer Gratisaktion und war komplett begeistert. Großartiges Cover, abartiger Horror, gespickt mit schwarzem Humor und einem Protagonisten, der so unsympathisch ist, dass man ihn einfach ins Herz schließen muss.^^ An Ink bleibe ich dran.

Rona Walter - "Gläsern"

Ein Schauermärchen im Gothic-Style, das Motive aus Schneewittchen und Blaubart geschickt miteinander verwebt. Herrliche Sprache, angenehm eingestreuter Humor und sehr liebenswerte Charaktere. Absolut empfehlenswert.

Anthologie "Diabolos"

Eine der besten Anthologien des Jahres. Ich ging darauf ausführlich in einer Rezension auf meinem Blog ein. Lauter fiese, gruselige, abartige, unterhaltsame Kurzgeschichten von deutschsprachigen Autoren. Dazu das mit Abstand geilste Cover, das ich 2013 auf einem Buch sah. Meine Lieblingsgeschichte ist „Wie die Lemminge“ aus der Feder von Torsten Scheib.

Anthologie "Mängelexemplare"

Meine Lieblingsanthologie 2013. Nicht nur, aber auch, weil ich selbst dabei bin. Weitere Gründe nannte ich bereits oben.

Und sonst so

Regina Mengel & ich auf der Knaur Messeparty 2013

Das waren ja immer noch nicht alle Highlights! Als da wäre die Frankfurter Buchmesse, über die ich ja ausführlich berichtete. Nicht zu vergessen die Knaur Messeparty, die mir so viel Spaß bereitet hat. Davon präsentiere ich hier übrigens ein Beweisfoto: Regina Mengel und meinereiner am Eingang zur Party vor dem „Knaur-Stern“. Schön war’s!

Und in der Zeitung war ich ja auch! Mit einem richtig großen Portraitartikel und einem ordentlichen Foto von mir. Das Ganze erschien in der Offenbach Post, leider nur im Lokalteil für Dietzenbach und leider nicht online und leider genau in der Woche, in der ich im Urlaub war, sodass es insgesamt etwas unterging. Aber cool fand und finde ich es trotzdem.

Außerdem schnupperte ich im August 2013 zum ersten Mal "Bühnenluft", als ich beim Fechenheimer Literaturfestival aus meiner Kurzgeschichte "Der perfekte Cocktail" live vor Publikum vorlesen  durfte. Grit Richter vom Art Skript Phantastik Verlag, die diese Lesung organisiert hatte, hat das Ganze ausführlich und mit Bildern auf ihrem Blog dokumentiert. War toll und hat mir Lust auf mehr gemacht.

Ausblick auf 2014

Nanowrimo

Ich habe es mir ganz fest vorgenommen. Den Nanowrimo 2013 ließ ich schweren Herzens ausfallen, weil mir nicht nur die Zeit fehlte, sondern auch der passende Plot. Für den nächsten Nano habe ich bereits jetzt eine reizvolle Idee, die ich in aller Ruhe auszubauen gedenke, um sie dann im November 2014 zu schreiben. Ich ahne zwar, dass 50.000 Wörter nicht reichen werden, um die ganze Geschichte zu erzählen, aber ich hätte dann zumindest eine Rohfassung, an der sich weiterarbeiten lässt.

Ausschreibungen und Wettbewerbe


Fechenheimer Literaturfestival

Ich liebäugele mit dem MDR Literaturwettbewerb. Dummerweise endet die Frist schon am 31.01.2014. Ob das noch was wird? Ansonsten schaue ich mal, was sich noch so ergibt. Wettbewerbe mit einigermaßen vernünftigen Vorgaben trieben mich bisher immer zu kreativen Höchstleistungen. Also selbst wenn ich keinen Blumentopf gewinne, hätte ich auf jeden Fall eine weitere schöne Kurzgeschichte in meinem Repertoire.

Neue Geschichten

2014 wird mein Jahr der Schauermärchen. Das erste ist bereits fertig konzipiert und wird Anfang des Jahres geschrieben. Ideen für weitere Schauermärchen liegen schon in meiner geistigen Schublade und werden rausgeholt, sobald ich dafür Luft habe. Mein Romanprojekt „Vincents Treppe“ würde ich auch gern vorantreiben. Und dann ist da diese Idee für einen neuen Roman, den ich im Rahmen des nächsten Nanowrimo schreiben möchte. Wenn er wirklich zustande kommt, hätte ich eine Art Horror-Chicklit-Romantasy-Crossover in der Hand.

Veröffentlichungen

Es ist mir zum ersten Mal passiert, dass ich mich nicht um einen Platz in einer Anthologie bewerben musste, sondern dass der Herausgeber mich eingeladen hat, daran mitzuwirken. Meine düstere Scifi-Kurzgeschichte „Endstation“ hätte einen sicheren Platz in dem geplanten Buch – es sei denn, ich kriege meine alternative Geschichte, die sich der Herausgeber wünscht, vorher fertig. Da das Konzept dafür bereits steht, sollte es also am Ende tatsächlich die Alternativgeschichte in diese Anthologie schaffen.

Am 14. Januar 2014 wird auch „Hüte dich“ erscheinen, die Anthologie, die aus dem neobooks-Wettbewerb hervorgegangen ist, den ich im September 2013 gewann. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich das eBook auf dem Markt schlagen wird und drücke mir und meinen Mitautoren fest die Daumen.

Ebenfalls geplant ist mein Märchenbuch für Erwachsene, das ich wieder als Self-Publisher veröffentlichen will. Rein sollen all jene Märchen, die ich schon geschrieben habe: „Die Brezelfrau“, „Vom Mädchen mit der roten Kappe“, „Schneewittchen und die sieben Räuber" und „Der Narrenkönig“. „Schwefelhölzchen“ darf (noch) nicht, weil ich die Exklusivrechte dafür zwei Jahre an den Machandel-Verlag abgetreten habe. Dann schaue ich mal, welche bösen Neu-Interpretationen ich noch so verbrochen kriege. Auf jeden Fall sollen es Schauermärchen werden, also nix für zarte Gemüter und nicht für Kinder.

SuB

Mein Lesejahr 2014 startet furios: Unterm Weihnachtsbaum lag „Dr. Sleep“ von Stephen King. Ich habe auch schon reingelesen – sensationell. Ansonsten werde ich wohl einige eBooks „abarbeiten“, die ich bei Gratisaktionen erworben habe. Alles aus dem Horrorgenre, die meisten von deutschsprachigen Autoren. Überhaupt lege ich mein Hauptaugenmerk auf deutschsprachigen Horror und Phantastik, denn es ist wirklich enorm, was für Qualität und Kreativität von dort kommt – ob nun Verlagsveröffentlichung oder Indie-Publikation.

Schlusswort

Nicht wahr? Ist lang geworden. Aber ich hatte euch eingangs gewarnt. Deshalb nur ein ganz kurzes Schlusswort: 2013 war für mich ein phantastisches Jahr, und ich weiß gar nicht, ob und wie ich das in 2014 übertrumpfen kann. Aber ich freue mich sehr auf das neue Jahr und auf all die Projekte, die ich in Angriff nehmen möchte.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich wünsche euch Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und vor allem immer Zeit für ein gutes Buch!

Man liest sich.


Samstag, 19. Oktober 2013

Frankfurter Buchmesse 2013 - Nachlese

Die Buchmesse liegt nun schon wieder eine Woche zurück. Ich bin für ein paar Tage im Schwarzwald untergetaucht und habe erholsamen Familienurlaub im Tonbachtal genossen. Nun aber soll mein kleiner Messebericht folgen.

Teil 1: Die Eröffnungsfeier
 

Der Bundes-Guido lauscht
Meine Kollegin und ich kamen fast zu spät, und zwar nur, weil just in dem Moment, in dem wir zwei in den Gang Richtung Congress Center einbiegen wollten, dieser abgesperrt wurde - die Politprominenz wollte gerade in den Saal. Da durfte natürlich kein kleines Fußvolk wie unsereiner dazwischen sein. Also wurden wir gebeten, "außen herum" zu gehen. Wir latschten also innerhalb von 15 Minuten einmal komplett um das gesamte (!) Messegelände herum, um das Congress Center von der anderen Seite zu betreten. Nassgeschwitzt und ohne Prosecco vor der Zeremonie! Den gönnten wir uns aber später noch und hatten insgesamt eine Menge Spaß an dem Abend.
 


 
 
Noch hing keiner herum.
Die unterhaltsamste Rede kam ausgerechnet von unserem Außenminister Guido Westerwelle, Volker Bouffier war peinlich und nuschelte fürchterlich, als hätte er schon einen über den *ähem*. Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann hat gesprochen wie eingeschlafene Füße und pochte ständig auf der Buchpreisbindung rum. Die leidenschaftlichste Rede hielt Ehrengast Luiz Ruffato, der sogar stehende Ovationen erhielt.
 
Anschließend wurde der Pavillon des Gastlandes Brasilien feierlich eröffnet, und es gab Fingerfood und Caipirinhas. Das war schon mal sehr schön, auch wenn ich die bunten, wenig bekleideten Sambatänzerinnen etwas vermisst habe. Die Herrenkapelle in den schwarzen Anzügen war auch ganz in Ordnung. Die Getränkeauswahl war okay, die Snacks - so man an welche kam - waren sensationell lecker. Der brasilianische Pavillon war sehr hell und freundlich gestaltet, bot viel Platz zum Lesen und Chillen (da hingen lauter Hängematten herum), aber irgendwie kam es mir so gar nicht brasilianisch vor. Naja, ich bin da wohl zu sehr in meiner klischeehaften Vorstellung von Karneval in Rio und Fußball verhangen.

Sambarhythmen gehen auch im Anzug und sitzend.
 
Teil 2: Die Messeparty bei Droemer Knaur
 
Diese Sängerin heizte ordentlich ein!
Vielleicht nicht ganz die richtige Reihenfolge, die ich dieses Jahr verfolgte: erst feiern und dann zur Messe. Aber so war nun einmal die Planung. Die Party fand am Donnerstag Abend statt, und ich hatte vorher ein bisschen bei neobooks "herumgenervt", dass ich so gern kommen würde, bis ich endlich meine Einladung erhielt.
 
Es war eine richtig gute Party in der Union Halle Frankfurt. Ich habe Eliane Wurzer von neobooks endlich persönlich kennenlernen dürfen; eine nette! Und ich habe einige Autorinnen getroffen, die ich bisher nur namentlich aus dem Internet kannte. Ivonne Keller zum Beispiel (ne richtige Partylöwin) oder Carolin Wahl und Jo Jansen. Regina Mengel, die ich über Qindie gefragt hatte, ob sie Lust hätte mitzukommen, ist total nett und cool.
 
Die Drinks waren frei Haus (wie gut, dass ich mit öffentlichen unterwegs war), Häppchen-Fingerfood gab's auch. Der DJ war John Munich, der Sohn von Udo Jürgens, wie ich gelernt habe. Habe viel getanzt, getrunken, geschwitzt und witzige, aufschlussreiche Gespräche übers Schreiben, Bücher verkaufen, Qindie und Self-Publishing geführt.
 
 
Teil 3: Der Messebesuch

Ein Stern, der Astrids Namen trägt :-)
Am Freitag endlich war es soweit, und ich konnte die "heiligen Hallen" der Frankfurter Buchmesse betreten. Leider verpasste ich Astrid Keim, die ihren Auftritt auf dem Walk of Fame aufgrund des schlechten Wetters (war eine Outdoor-Aktion) auf den Sonntag verlegt hatte. Aber ihren Stern fand ich, siehe Foto, und beim Stand ihres Verlages (Größenwahn Verlag) schaute ich auch noch vorbei - sehr nette, witzige Leute und ein wirklich liebevoll gestalteter kleiner Stand (leider kein Foto).
 
Die Nele ist ne Nette!
Ein Highlight war der Auftritt von Nele Neuhaus in der Self-Publisher-Area. Sie gab ein Interview und plauderte sehr unterhaltsam und lehrreich über ihre holprigen Anfänge als Indie-Autorin. Warmherzig, humorvoll, authentisch und sehr motivierend.
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Droemer Knaur Messestand
Ich habe interessante Gespräche mit tredition, literareon und ein paar Leuten von Droemer Knaur geführt, die übrigens einen beeindruckend großen Stand hatten, hatte ich so nicht erwartet. Und wieder durfte ich ein paar AutorInnen und Blogger kennenlernen. Meine Facebook-Freundesliste ist um ein paar wirklich tolle Namen länger geworden, auf Twitter habe ich meinen Followerkreis auch etwas mehren können. Und ich besitze endlich ein Exemplar der Messeausgabe vom Bücher-Magazin, in der der Artikel über den neobooks-Wettbewerb und ein längerer Auszug aus meiner Gewinnergeschichte drin sind (aber dazu in einem späteren Blogpost mehr).
 
 
 
 
 
 
 
Das war's auch schon. Nun stecke ich schon wieder mitten in neuen oder laufenden Projekten und freue mich auf die nächste Buchmesse. Die Frankfurter wird es definitiv wieder sein, aber vielleicht klappt es auch endlich einmal mit der Leipziger Buchmesse im kommenden Frühjahr.
 

Ein Giraffenaffe in freier Wildbahn ...