Amazon-Zahlen in Echtzeit - dieses Tool hat Matthias Matting von der Selfpublisherbibel heute auf seiner Seite vorgestellt. Ich finde es amüsant und in gewisser Weise aufschlussreich.
Danke, Matthias Matting, fürs Erstellen und Teilen!
Schaut es euch an:
Infographic: eBooks und Selfpublishing in Zahlen
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Mittwoch, 13. Juli 2016
Montag, 6. Juli 2015
Wie gut ist mein Buchcover?
Dank der Selfpublisher-Bibel von Matthias Matting stoße ich ja immer wieder auf interessante, hilfreiche Links, Websites oder Tools, die mir das Leben als Indie-Autorin erleichtern oder es zumindest bereichern.So hat die Bibel letzte Woche die Seite Cover bewerten vorgestellt. Hier geht es darum, dass Buchcover von der Community bewertet werden können. Es gibt vier Kategorien: Motiv, Gestaltung, Schrift und Originalität. In jeder Kategorie können bis zu 5 Sterne vergeben werden.
Ich habe das gleich mal für das Cover zu meinem Schauermärchenbuch ausprobiert. Links seht ihr den aktuellen Stand von heute. Demnach haben bis jetzt 18 Leute mein Cover mit einem durchschnittlichen Wert von 3,82 bewertet. Das reicht zwar noch nicht für die Top Ten der bestbewerteten Bücher, aber es ist schon ziemlich hoch. Und das freut mich aus zwei Gründen:
1. Meine Designerin F. Riedel erhält auf diese Weise auch einmal eigenes Feedback, denn sie wird hier namentlich mit Link zu ihrer Facebookseite erwähnt.
2. Ich nutze eine weitere kostenlose Möglichkeit, mein Buch zu bewerben, denn ich konnte den direkten Link zur Produktseite hinterlegen und erreiche so auch die Leser, die tatsächlich erst einmal nach dem ersten äußeren Eindruck gehen - sprich: die sich am Cover orientieren, bevor sie sich das Buch selbst genauer anschauen.
Natürlich gibt es auch hier den einen oder anderen Haken. Beispielsweise muss man kein registriertes Mitglied sein, um ein Cover zu bewerten, das geht auch anonym. So etwas kann durchaus nach hinten losgehen, wenn ein eigentlich gutes Cover von - nennen wir sie neutral: befangenen - Nutzern vermehrt schlecht bewertet wird - oder eben anders herum.
Auch kann man als Autor sein eigenes Cover bewerten. Ich habe das selbstverständlich auch gemacht, schon um es auszuprobieren, ob das überhaupt geht. Dabei habe ich auch gleich getestet, ob man ein Cover mehrfach bewerten kann - das geht übrigens nicht, ist ja immerhin etwas.
Hinzu kommt der Umstand, dass hier wirklich jeder mitmachen kann, egal ob er Grafikdesigner, Künstler, Autor, "einfacher" Leser oder farbenblind ist. Das nimmt den Bewertungen natürlich etwas von ihrer Aussagekraft. Aber wie ich oben schon erwähnte, sehe ich darin für mich auch nicht den wahren Wert dieser Seite. Ich freue mich, dass ich sie entdeckt habe und werde sie ein weiteres Mal nutzen, wenn ich für meinen "Zwischenstopp" ein neues Cover parat habe (ja, das ist gerade in Arbeit!). Ich würde mich auch freuen, wenn noch viel mehr Autoren und Designer diesen Service nutzen, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen - und wenn noch mehr User vorbeischauen, um ihren Lieblingscovern ein paar Sterne mehr zu verpassen!
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Geschafft. Ein Jahresrückblick.
| Bild: Rudolpho Duba / pixelio.de |
Was hatte ich mir alles vorgenommen in diesem Jahr. Schreiben, zu Ende bringen, veröffentlichen. Wirklich viel ist nicht herausgekommen. Obwohl. Ich bin mehr als zufrieden. 2014 habe ich als intensives, erlebnisreiches Jahr empfunden, das mich ein enormes Stück weitergebracht hat. Umwege und Sackgassen führen eben auch vorwärts.
Top 2014
Zu meinen persönlichen Highlights zählen mit Sicherheit die Leipziger und Frankfurter Buchmesse, über die ich ausführlich und begeistert berichtete. Dazu gehört auch mein erstes Autorenseminar Ende Mai in München bei André Hille und "Bloody Peter" von Droemer Knaur. Und die Mängelexemplare! Ja, die heißen so, obwohl sie makellos sind: "Mängelexemplare: Dystopia". Die Anthologie war bereits der zweite Band der Mängelexemplare-Reihe, und ich durfte zum zweiten Mal eine Geschichte beisteuern. Ich bin wahnsinnig stolz darauf, in diesem Buch dabei sein zu dürfen, schon weil um mich herum einige echte Schwergewichte der deutschen Horrorliteratur vertreten sind. Oh und nicht zu vergessen: die Anthologie "Hüte Dich!", in der meine Gewinnergeschichte "Redrum kommt nach Hause" enthalten ist. Die Anthologie erschien im Januar als eRiginal im Droemer Knaur Verlag - das ist also meine erste echte Veröffentlichung in einem großen Publikumsverlag (auch wenn ich nicht das Gefühl habe, dass dieser Band ein großes Publikum erreicht hat, was aber auf einem anderen Blatt steht).
Flop 2014
Ich wollte an einem Wettbewerb für gruselige Halloween-Kurzgeschichten bei neobooks teilnehmen und hatte eine feine Story um eine Mutter, ihren Sohn und eine Übernachtungsparty im Kindergarten gestrickt. Dafür hatte ich eine Idee verarbeitet, die mir schon länger im Kopf herumspukte (seit der Kita-Übernachtungsparty meiner eigenen Kinder im letzten Jahr). Ich hatte alles wunderbar vorbereitet, nochmal korrigiert und gekürzt, ein passendes Cover gebastelt und ging an einem Abend im November pünktlich - wie ich meinte - online, um die Geschichte hochzuladen. Und stellte fest: Ich hatte mir das falsche Datum gemerkt - die Deadline war zwei Tage zuvor abgelaufen. Ich hätte Amok laufen können! Nun ja, nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, ohne Blut zu vergießen, merkte ich, dass es doch sein Gutes hatte: Ich habe eine weitere neue Kurzgeschichte, die ich für meinen nächsten Kurzgeschichtenband vorbereiten kann. Ich plane sogar, sie weiter auszubauen, weil mir noch einige Dinge eingefallen sind, die ich einbauen kann, um das Ganze noch runder, noch gruseliger zu machen.
Neu 2014
Nicht geplant, aber willkommen geheißen habe ich meine neue Beschäftigung als Lektorin und Korrektorin. Alles fing damit an, dass ich immer mal finale Korrektur-Lesungen für einen kleinen deutschen Horror-Verlag machte, bis der Verleger auf mich zukam und mich fragte, ob ich mir auch mal etwas Größeres zutrauen würde, ein Lektorat eines ganzen Romans zum Beispiel. Neugierig und mit frisch gewecktem Ehrgeiz sagte ich Ja und - Bähm! - hatte ich gleich zwei Romanmanuskripte zur Bearbeitung bekommen. Mittlerweile kamen noch ein paar andere Romane hinzu, außerdem traute ich mich, meine Dienste über den selfpublisher-markt.de anzubieten. Korrektorat mache ich übrigens genreunabhängig. Einer meiner größeren Aufträge war der Liebesroman "Begegnungen mit Folgen" von Hellen May. Der stand kurz nach seiner Veröffentlichung auf Platz 1 der Kindle-Charts. Platz 1! Er rangiert immer noch unter den Top 500. Und ich hatte daran einen Anteil, irgendwie. Mich macht sowas sprachlos und auch ein bisschen stolz, auch wenn das so gar nicht mein Genre ist. :-)
Und 2015?
Ach wisst ihr was? Ich plane besser nicht allzu viel. Es kommt ja doch wieder alles anders. Stattdessen zähle ich mal auf, was ich gern tun würde beziehungsweise, was ich mir wünsche:
Ich würde sehr gern wieder zur Buchmesse nach Leipzig fahren, Frankfurt steht eh fest, weil das ja vor meiner Haustür liegt. Ich würde sehr gern mein Schauermärchenbuch noch vor der Leipziger Buchmesse veröffentlichen. Ich würde wahnsinnig gern endlich mein Romandebüt ins Rollen bringen, auch wenn ich die ursprüngliche Idee dafür noch einmal komplett neu aufrollen muss. Ein, zwei Ausschreibungen und Schreibwettbewerbe möchte ich auch mitnehmen - egal, wie sie ausgehen, am Ende habe ich neue Geschichten für euch parat, ob die nun von einem Verlag oder später durch mich veröffentlicht werden.
Mit Sicherheit werde ich wieder Korrektorat und Lektorat für Autoren und Verlage machen. In der Zeit, die ich nicht mit Brotjob, Alltag, Familie oder Lektorat beschäftigt bin, werde ich schreiben, plotten, überarbeiten - und hoffentlich endlich wieder veröffentlichen.
Ach, fast vergessen: Lesen will ich natürlich auch wieder - und drüber bloggen, wenn ich was Feines gefunden habe. Zum Beispiel liegt mein erstes Neil-Gaiman-Buch auf meinem SuB. Es wird also auch im nächsten Jahr Buchtipps von mir geben. Ich bin gespannt - ihr hoffentlich auch.
In diesem Sinne: Rutscht gesund und munter ins neue Jahr - möge euch der Lesestoff niemals ausgehen!
Eure Jana
Donnerstag, 9. Oktober 2014
Live von der Frankfurter Buchmesse 2014
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| Matthias Matting & Hilke-Gesa Bußmann |
Gleich um 10 Uhr fand eine Podiumsdiskussion mit Matthias Matting und Hilke-Gesa Bußmann in der Self-Publishing Area statt. Rund um das Thema "Self-Publishing aktuell" plauderten sie über den State of the Art der Self-Publishing-Szene, über die zukünftige Entwicklung und vor allem über die Ergebnisse der Self-Publishing-Studie, die aus einer Umfrage unter mehr als 800 Autoren hervorgegangen ist. Später am Tag treffe ich Hilke-Gesa noch persönlich, wir konnten uns schon einmal zuwinken, und sie weiß jetzt, wie sie mich erkennt. :-)
Dann ließ ich mir von den Machern von Ebooxbox.com ihre neue Plattform vorstellen, die sich erst seit kurzem in der Beta-Phase befindet. Es handelt sich um eine schön gestaltete Self-Marketing Seite, die alle positiven Aspekte aus anderen sozialen Plattformen wie Facebook, Youtube und Co. vereint und kreativen Leuten eine praktische, easy-to-handle Möglichkeit bieten will, sich und ihre Werke, egal ob Bücher, Musik oder sonstige Kunst, einem Publikum aus Freunden und Fans zu präsentieren. Zur Beta-Phase wurde ich kurzerhand auch eingeladen. Klingt erst einmal ziemlich spannend, also schaue ich mir das bestimmt noch in Ruhe an.
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| Globusse? Globen? Globuli! |
Weiter ging es zum Papyrus-Stand. Ich hielt gleich mal Ausschau nach Qindie-Werken, und siehe da: Ich habe welche entdeckt. Von einem habe ich sofort ein Beweisfoto gesichert. "Rattenauge" von Jacqueline Spieweg steht direkt neben dem Papyrus-Schild. Schon erstaunlich, wie viele Autoren mit Papyrus arbeiten. Ich glaube, ich sollte mich damit auch einmal näher beschäftigen.
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| Marah Woolf |
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| Qindie undercover auf der FBM 2014 |
So, das war mein erster Live-Bericht von der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Ich stürze mich wieder ins Getümmel, und ihr dürft euch schon einmal freuen, denn wenn ich weiterhin so schöne Souvenirs und Buchgeschenke sammle, wird es noch ein feines Gewinnspiel im Anschluss an die Buchmesse geben!
| Unten links: Mein "Zwischenstopp" bei KDP/Createspace auf der FBM! |
Samstag, 13. September 2014
Frankfurter Buchmesse - Der Countdown läuft
Heute in einem Monat hat die Frankfurter Buchmesse schon fast wieder ihre Tore geschlossen. Höchste Zeit also, mit den Vorbereitungen meines Messebesuchs zu beginnen.
Meine Presse-Akkreditierung habe ich bereits erledigt, das Ticket liegt vor und muss nur noch ausgedruckt werden. Neue Visitenkarten habe ich heute geordert, die werden rechtzeitig geliefert. Um eine Unterkunft muss ich mich ja nicht kümmern, schließlich wohne ich im Frankfurter Speckgürtel und kann bequem mit der S-Bahn hinfahren. Aber was genau werde ich dort alles machen? Wen werde ich treffen, welche Vorträge anhören, was ist überhaupt Thema auf der diesjährigen Buchmesse?
Platz da, hier kommen die Indies!
Fakt ist, dass Self-Publishing einen immer größeren Stellenwert erhält. Im letzten Jahr gab es bereits eine Self-Publisher Area in Halle 3.1. Die wird es auch dieses Jahr wieder geben, doch habe ich nach dem Durchforsten des Veranstaltungskalenders den Eindruck, dass diese Area größer sein wird, dass noch mehr Teilnehmer erwartet werden und dass es noch mehr spannende Veranstaltungen speziell für Indie-Autoren und Self-Publisher geben wird. Ich habe mir schon nur die am interessantesten klingenden Events aus dem Messekalender herausgepickt und befürchte, ich werde es dennoch nicht schaffen, alle mitzunehmen.
Alles Wissenswerte für Self-Publisher rund um die FBM gibt es auf der offiziellen FBM-Website hier. Das eigene E-Book können Indie-Autoren erstmals in der E-Book-Einzelpräsentation vorstellen. Dieses Angebot ist zwar mit Kosten verbunden, dürfte sich aber dennoch für so manchen Autor lohnen, der sein neuestes Werk auf der größten Buchmesse der Welt präsentieren möchte. Witzig stelle ich mir das Interaktive Speed-Marketing auf der Bühne der Self-Publishing-Area vor. Laut Programm sollen dann jeweils drei Autoren die Möglichkeit erhalten, ihre Buchprojekte dem Publikum zu präsentieren und gemeinsam mit Fachpublikum und weiteren Teilnehmern kreative Marketing- und PR-Ideen zu entwickeln.
Worauf ich mich freue
Am Nachmittag des 09. Oktobers werde ich mich mit Hilke-Gesa Bußmann von Narcissus Deutschland treffen. Ich bin gespannt darauf, was sie mir über diesen in Deutschland noch recht neuen Dienstleister für Self-Publisher erzählen wird und bereite schon mal meine Fragen vor. Florian Lauermann vom Verlag Die Graue Edition hat mich eingeladen, ihn an seinem Stand zu besuchen. Am Freitag Nachmittag wird Bestsellerautor Andreas Eschbach sein Buch "Der Jesus-Deal" vorstellen und gibt eine Signierstunde. Da würde ich auch gern hingehen. Und dann hoffe ich, dass sich wieder so ein schönes kleines Treffen mit Qindie-Mitgliedern ergibt, wie wir es auch auf der Leipziger Buchmesse im Frühjahr hingekriegt haben.
Ich bin hier in Frankfurt
Ja, doch, so langsam steigt sie, die Vorfreude auf die Frankfurter Buchmesse. Wie ganz viele andere Teilnehmer habe auch mich wieder auf der virtuellen Pinwand der Aktion "Wir sind hier in Frankfurt" mit Foto und Kommentar verewigt. Seid ihr auch hier? ;-)
Montag, 30. Dezember 2013
Was für ein Jahr - Mein persönlicher Rückblick auf 2013
In diesem Jahr ist wieder viel passiert in der Welt - ich beschränke mich also auf das, was mich aus literarisch-schriftstellerischer Sicht beschäftigt hat. Immerhin hat es da für mich so einige Highlights gegeben, auf die ich nun, am Ende des Jahres angekommen, recht zufrieden zurückblicken kann.
Ich schrieb, ich las, ich bloggte, ich gewann, ich erlebte. Deshalb vorab eine Warnung: Das wird lang, auch wenn ich mich aufs Wesentliche beschränke. :-)
Neue Geschichten
Blind Date
Ein Cyberthriller, den ich für den letzten großen Bookrix-Wettbewerb schrieb. Darin trifft eine junge Frau in einer virtuellen Welt auf einen Typen, der von sich behauptet, ein Dämon zu sein. Sie lässt sich auf sein Spielchen ein und ahnt nicht, welcher Gefahr sie sich aussetzt. Beim Schreiben halfen mir meine eigenen Erfahrungen in der virtuellen Welt von Second Life. Ich konnte mich recht weit vorn platzieren, fürs Siegertreppchen reichte es aber nicht. Dafür erhielt die Geschichte einen Platz in der sehr coolen Anthologie "Mängelexemplare" von Constantin Dupien, die von vielen Genrekennern als eines der Anthologie-Highlights der deutschen Horrorliteratur 2013 bezeichnet wurde.
Redrum kommt nach Hause
Noch ein Wettbewerbsbeitrag. Diesmal ausgerichtet von neobooks. Mein Hauptmotivator war der Umstand, dass Thriller-Bestsellerautor Sebastian Fitzek in der Jury saß. Ich schrieb den Kurzthriller an einem einzigen Abend. Darin nimmt ein Büchersammler den Fahrstuhl, um seinen neuesten Kauf, eine seltene Ausgabe von Stephen Kings "Shining" abzuholen. Als der Strom ausfällt und der Fahrstuhl stecken bleibt, erlebt der Sammler das nackte Grauen.
Die Brezelfrau
Das Schauermärchen ist meine Neu-Interpretation des Grimm-Märchens "Hänsel & Gretel" und meine erste Geschichte, die ich gezielt für den Self-Publishing-Markt schrieb. Die talentierte Grafikdesignerin F. Riedel lieferte mir das wunderschöne Cover. Ich hatte großen Spaß am Schreiben dieser Geschichte und plane bereits weitere schaurige Neu-Interpretationen.
Der Narrenkönig und Endstation
Das eine ist ein Märchen für Erwachsene, in dem ein Hofnarr notgedrungen die Geschäfte des Königs übernehmen muss, das andere eine deprimierende Scifi-Kurzgeschichte über einen Mann, der zum Sterben ans Ende der Welt reist. Beide Texte entstanden bei so genannten Duellen in einer kleinen, geschlossenen Autorengruppe. Den „Narrenkönig“ kann man bis auf weiteres auf Bookrix nachlesen, die „Endstation“ ist (noch) nicht öffentlich lesbar.
Wettbewerbe, Ausschreibungen und Preise
Mängelexemplare und andere makabre Geschichten
Diese Kurzgeschichtensammlung ist eine meiner Lieblingsanthologien. Warum? Ich liebe das Cover, das von einer Künstlerin gemalt (!) wurde und das die Initialen aller teilnehmenden Autoren enthält. Ich bin ganz stolz, in dieser Anthologie mit solchen Autoren wie Vincent Voss oder Stefanie
Maucher zusammen vertreten sein zu dürfen. Und: Als Opener fand mein kleines Gedicht "Feuertanz" auch noch Einzug in das Buch. Es darf derzeit übrigens für den Vincent Preis 2013 nominiert werden, nur mal so am Rande erwähnt.
Die kleine Meerjungfrau weint nicht um ihren Prinzen
Dieses Märchenbuch erschien Ende August im Machandel-Verlag und richtet sich an Erwachsene. Es enthält neu interpretierte oder ganz neue Märchen im Stil von Hans Christian Andersen. Von mir ist das Schauermärchen "Schwefelhölzchen" dabei, meine düstere Rachestory vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern. Das Buch ist unglaublich liebevoll gestaltet mit einem sehr schönen Cover und vielen Schwarz-Weiß-Illustrationen im Inneren.
Best of net-Verlag
Der net-Verlag brachte Mitte des Jahres einen Sammelband heraus, in dem all jene Kurzgeschichten versammelt sind, die in den Anthologien, zu denen sie gehörten, die jeweils besten Beiträge darstellen. Ich bin mit "Die Gartenpforte" dabei, nach wie vor eine meiner liebsten Geschichten.
neobooks-Wettbewerb "Wenn es dunkel wird"
Ich kann es bis heute nicht glauben, dass ich mich mit meinem Kurzthriller „Redrum kommt nach Hause“ gegen mehr als 300 Konkurrenten durchgesetzt und den Wettbewerb gewonnen habe. Mein Highlight des Jahres!
| Deutscher Phantastik Preis 2013 für Beste Originalanthologie |
Deutscher Phantastik-Preis
Dieser Preis für herausragende Werke der deutschsprachigen phantastischen Literatur wird jedes Jahr auf der Dreieich Bucon, die parallel zur Frankfurter Buchmesse stattfindet, verliehen. In der Kategorie „Beste Anthologie“ waren sogar zwei Werke nominiert, in denen ich mit eigenen Geschichten vertreten war: Der „Vampire Cocktail“ und „Wenn das die Grimms wüssten“. Am Ende konnte sich das Märchenbuch aus dem art&words Verlag durchsetzen. Indirekt fühle ich mich also auch als Preisträgerin, auch wenn die Trophäe jetzt den Schreibtisch von Herausgeber Peter Hellinger schmückt (nehme ich an).
Do-it-yourself: Erste Schritte als Self-Publisher
Zwischenstopp - Dunkle Geschichten
Ich fasste neun Kurzgeschichten und ein Gedicht zusammen und brachte meinen Storyband via neobooks auf den Markt. Später änderte ich die Veröffentlichungsweise etwas und publizierte bei Amazon direkt über KDP, zusätzlich noch bei Beam und Kobo. Neobooks deckt (fast) alle anderen Kanäle ab. Seit Oktober gibt es das Ganze auch noch als Taschenbuch, veröffentlicht über Createspace. Ein Bestseller ist es nicht geworden, aber auch kein Ladenhüter, der ein Mauerblümchendasein führt. Dank guter Vernetzung und Ausnutzung aller kostenlosen Marketingmöglichkeiten (Facebookgruppen, Leserforen, Autorengruppen, Twitter, das eigene Blog) heimste ich einiges an Lob ein und schaffte es immer wieder, das Buch in den Top 10.000 bei Amazon zu platzieren. Andere Selfpublisher lächeln darüber nur müde, aber ich bin ganz zufrieden, und ich muss davon ja auch nicht leben.
Die Brezelfrau
Mein Schauermärchen bekam ein professionelles Cover und durchlief etliche Korrekturen, bevor ich es kurz vor Halloween rausschickte. Es dauerte ein wenig, doch gerade im Dezember erhielt die Geschichte unerwartete, begeisterte Rezensionen und erlangte so einiges an Aufmerksamkeit. Wohl vor allem Weihnachten und den vielen zu diesem Fest verschenkten Christ-Kindles ist es zu verdanken, dass sich das Büchlein mittlerweile auch einigermaßen gut verkauft (was ich eben so unter gut verstehe). Bisher ist das Büchlein nur über Amazon KDP erhältlich, aber das werde ich im neuen Jahr noch ändern.
Gratisaktionen
Nur Dank meiner fünftägigen Gratisaktion für "Das leere Buch" schaffte ich es bis ganz nach vorn im Amazonranking und sammelte bisher 19 gute bis überwiegend sehr gute Amazon-Rezensionen ein. Nach Beendigung verkaufte ich sogar noch eine ganze Weile erstaunlich gut. Aber irgendwann ließ das nach, und mittlerweile verkaufe ich vielleicht fünf Exemplare im Monat. Aber: vor der Aktion verkaufte ich gerade mal ein Exemplar im ganzen Quartal!
Ich denke, man darf Gratisaktionen nicht per se verteufeln, aber sie sind auch nicht die perfekte Lösung. Für mich hat es mehr positive als negative Effekte gehabt, ich habe es auch für das Schauermärchen getan, aber nur für zwei Tage und nach 500 verschenkten Büchern abgebrochen. Ich würde es jedenfalls wieder tun, wenn mein nächstes Self-Publisher-Werk draußen ist.
Rezensionen
Oh ja. Rezensionen sind verdammt wichtig und sollten nicht unterschätzt werden. Sie schmeicheln dem Autoren-Ego, sie motivieren und machen Mut. Sie können potentielle Leser zum Kauf des eigenen Werkes bringen. Das ist mein Fazit aus einem Jahr als aktive Self-Publisherin. Ich habe nicht viele Rezensionen erhalten, aber einige unglaublich gute von Bloggern, die nach meinen Eindrücken eine gewisse Multiplikatorenwirkung haben (können). Insgesamt schrieb ich drei Blogger ganz gezielt an, nur ein Blog sagte zu und schrieb tatsächlich eine Rezi. Die übrigen kamen von ganz alleine auf mich zu bzw. schrieben einfach ihre Rezi, und ich entdeckte die einen Tag später bei Facebook und Co. Womit wir beim nächsten Thema wären.
Erfahrungen mit Werbung in Foren, Facebook & Co.
Was ich gelernt habe: der Spruch "Wer nicht wirbt, der stirbt" ist korrekt, und er trifft auf keinen Bereich so zu wie den der Indieautoren. Aber ich habe auch gelernt, dass nicht jede Form von Werbung überall gleich gut ankommt. Social Web ist toll und eignet sich super für eine kleine Autorin wie mich, die kein Geld für Werbung hat, aber trotzdem auf sich aufmerksam machen will. Jedoch gibt es dort auch Regeln, an die ich mich halten muss.
Wer Facebookgruppen oder Foren beitritt und dort nur Werbung für seine Werke macht, sich aber sonst in keinster Weise beteiligt, der hat schon verloren. Leser sind empfindsame Gemüter. Sie wollen zwar durchaus umworben werden, aber bitte subtil und mehr durch die Blume und hintenrum. Also nehme ich mir mittlerweile fast täglich die Zeit, mich an Diskussionen zu beteiligen, poste Links zu interessanten Artikeln und versuche, Leuten, die um Hilfe zu irgendeinem Thema bitten, entsprechend Hilfe zu geben. Wenn ich dann mal zwischendurch auf eine neue tolle Rezi zu meinem Buch aufmerksam mache, nimmt mir das keiner übel und bringt mehr Pluspunkte, als hätte ich nur den Link zum Buch und sonst gar nix gepostet.
Eine feine Sache ist es übrigens, sich Autorengruppen und -netzwerken anzuschließen, in denen Gleichgesinnte mit ähnlichen Ansprüchen an Qualität und Originalität zusammenkommen. Qindie ist so ein Netzwerk, und ich bin sehr stolz, dabei sein und das Logo auf meinen Büchern anbringen zu dürfen. Ich drücke Qindie auch für 2014 die Daumen, dass es stetig bergauf geht – Stück für Stück.
Gewinnspiele
Kurz und knapp: Gewinnspiele machen Spaß, aber Arbeit. Also wenn man selbst sie ausrichtet. Ich habe im Frühjahr anlässlich des Tages des Buches an der blogübergreifenden Aktion "Ich schenke Lesefreude" teilgenommen, bei der ich mein Blog in eine große Liste von Blogs eintragen ließ, die alle am selben Tag ein oder mehrere Bücher verlosten. Die Aktion machte Spaß und hatte den angenehmen Effekt, dass ich plötzlich viel mehr Blogbesucher verzeichnen konnte.
Ende des Jahres, kurz vor Weihnachten, startete ich noch eine eigene Gewinnspielaktion. Die Leute mussten in ihren Kommentar schreiben, was es bei ihnen am Heiligabend zu essen geben würde. Leider nahmen nur wenige Leute teil, sodass am Ende nicht einmal zehn Namen im Lostopf landeten. Dafür freuten sich die drei Gewinner umso mehr über die Bücher, die ich ihnen rechtzeitig vor dem Fest zuschickte.
Ich werde bestimmt auch 2014 Gewinnspiele veranstalten. Wie genau die aussehen werden, überlege ich mir noch genau, denn mittlerweile gibt es so viele Gewinnaktionen von Bloggern und Autoren, dass man sich auch da etwas Besonderes einfallen lassen muss, um aus der Masse hervorzustechen.
Mein Stapel gelesener Bücher
Gelesen habe ich weit mehr Bücher, doch diese hier sind meine Lesehighlights 2013.
Alexander Odin - "Pandämonium"
Mein Überraschungshit des Jahres. Kostenlos abgestaubt, nix erwartet, in einem Rutsch durchgelesen und sehr begeistert.
Anonymous - "Das Buch des Todes"
Als Bourbon-Kid-Fan, der ich bin, ein absolutes Muss. Das Buch ist geil und schreit geradezu nach einer Verfilmung durch Quentin Tarantino. Mindestens.
Justin Cronin - "Die Zwölf"
Die epische Fortsetzung von „Der Übergang“. Dystopischer Horror allererster Klasse.
Madeleine Roux - "Sie kommen!"
Zombieapokalypse aus Sicht einer Bloggerin. Erfrischende, packende Bereicherung des Genres, das ich immer noch für mich entdecke.
Michael Dissieux - "Die Saat der Bestie"
Dissieux ist ein Meister, wenn es darum geht, Weltuntergangsstimmung zu verbreiten. Trostloser und gruseliger kann eine von Menschen verlassene Welt gar nicht mehr sein. Atmosphärisch dicht und verdammt spannend.
Fred Ink - "Wurmstichig"
Für mich die Indie-Entdeckung des Jahres. Die Novelle ergatterte ich in einer Gratisaktion und war komplett begeistert. Großartiges Cover, abartiger Horror, gespickt mit schwarzem Humor und einem Protagonisten, der so unsympathisch ist, dass man ihn einfach ins Herz schließen muss.^^ An Ink bleibe ich dran.
Rona Walter - "Gläsern"
Ein Schauermärchen im Gothic-Style, das Motive aus Schneewittchen und Blaubart geschickt miteinander verwebt. Herrliche Sprache, angenehm eingestreuter Humor und sehr liebenswerte Charaktere. Absolut empfehlenswert.
Anthologie "Diabolos"
Eine der besten Anthologien des Jahres. Ich ging darauf ausführlich in einer Rezension auf meinem Blog ein. Lauter fiese, gruselige, abartige, unterhaltsame Kurzgeschichten von deutschsprachigen Autoren. Dazu das mit Abstand geilste Cover, das ich 2013 auf einem Buch sah. Meine Lieblingsgeschichte ist „Wie die Lemminge“ aus der Feder von Torsten Scheib.
Anthologie "Mängelexemplare"
Meine Lieblingsanthologie 2013. Nicht nur, aber auch, weil ich selbst dabei bin. Weitere Gründe nannte ich bereits oben.
Und sonst so
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| Regina Mengel & ich auf der Knaur Messeparty 2013 |
Das waren ja immer noch nicht alle Highlights! Als da wäre die Frankfurter Buchmesse, über die ich ja ausführlich berichtete. Nicht zu vergessen die Knaur Messeparty, die mir so viel Spaß bereitet hat. Davon präsentiere ich hier übrigens ein Beweisfoto: Regina Mengel und meinereiner am Eingang zur Party vor dem „Knaur-Stern“. Schön war’s!
Und in der Zeitung war ich ja auch! Mit einem richtig großen Portraitartikel und einem ordentlichen Foto von mir. Das Ganze erschien in der Offenbach Post, leider nur im Lokalteil für Dietzenbach und leider nicht online und leider genau in der Woche, in der ich im Urlaub war, sodass es insgesamt etwas unterging. Aber cool fand und finde ich es trotzdem.
Außerdem schnupperte ich im August 2013 zum ersten Mal "Bühnenluft", als ich beim Fechenheimer Literaturfestival aus meiner Kurzgeschichte "Der perfekte Cocktail" live vor Publikum vorlesen durfte. Grit Richter vom Art Skript Phantastik Verlag, die diese Lesung organisiert hatte, hat das Ganze ausführlich und mit Bildern auf ihrem Blog dokumentiert. War toll und hat mir Lust auf mehr gemacht.
Ausblick auf 2014
Nanowrimo
Ich habe es mir ganz fest vorgenommen. Den Nanowrimo 2013 ließ ich schweren Herzens ausfallen, weil mir nicht nur die Zeit fehlte, sondern auch der passende Plot. Für den nächsten Nano habe ich bereits jetzt eine reizvolle Idee, die ich in aller Ruhe auszubauen gedenke, um sie dann im November 2014 zu schreiben. Ich ahne zwar, dass 50.000 Wörter nicht reichen werden, um die ganze Geschichte zu erzählen, aber ich hätte dann zumindest eine Rohfassung, an der sich weiterarbeiten lässt.
Ausschreibungen und Wettbewerbe
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| Fechenheimer Literaturfestival |
Ich liebäugele mit dem MDR Literaturwettbewerb. Dummerweise endet die Frist schon am 31.01.2014. Ob das noch was wird? Ansonsten schaue ich mal, was sich noch so ergibt. Wettbewerbe mit einigermaßen vernünftigen Vorgaben trieben mich bisher immer zu kreativen Höchstleistungen. Also selbst wenn ich keinen Blumentopf gewinne, hätte ich auf jeden Fall eine weitere schöne Kurzgeschichte in meinem Repertoire.
Neue Geschichten
2014 wird mein Jahr der Schauermärchen. Das erste ist bereits fertig konzipiert und wird Anfang des Jahres geschrieben. Ideen für weitere Schauermärchen liegen schon in meiner geistigen Schublade und werden rausgeholt, sobald ich dafür Luft habe. Mein Romanprojekt „Vincents Treppe“ würde ich auch gern vorantreiben. Und dann ist da diese Idee für einen neuen Roman, den ich im Rahmen des nächsten Nanowrimo schreiben möchte. Wenn er wirklich zustande kommt, hätte ich eine Art Horror-Chicklit-Romantasy-Crossover in der Hand.
Veröffentlichungen
Es ist mir zum ersten Mal passiert, dass ich mich nicht um einen Platz in einer Anthologie bewerben musste, sondern dass der Herausgeber mich eingeladen hat, daran mitzuwirken. Meine düstere Scifi-Kurzgeschichte „Endstation“ hätte einen sicheren Platz in dem geplanten Buch – es sei denn, ich kriege meine alternative Geschichte, die sich der Herausgeber wünscht, vorher fertig. Da das Konzept dafür bereits steht, sollte es also am Ende tatsächlich die Alternativgeschichte in diese Anthologie schaffen.
Am 14. Januar 2014 wird auch „Hüte dich“ erscheinen, die Anthologie, die aus dem neobooks-Wettbewerb hervorgegangen ist, den ich im September 2013 gewann. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich das eBook auf dem Markt schlagen wird und drücke mir und meinen Mitautoren fest die Daumen.
Ebenfalls geplant ist mein Märchenbuch für Erwachsene, das ich wieder als Self-Publisher veröffentlichen will. Rein sollen all jene Märchen, die ich schon geschrieben habe: „Die Brezelfrau“, „Vom Mädchen mit der roten Kappe“, „Schneewittchen und die sieben Räuber" und „Der Narrenkönig“. „Schwefelhölzchen“ darf (noch) nicht, weil ich die Exklusivrechte dafür zwei Jahre an den Machandel-Verlag abgetreten habe. Dann schaue ich mal, welche bösen Neu-Interpretationen ich noch so verbrochen kriege. Auf jeden Fall sollen es Schauermärchen werden, also nix für zarte Gemüter und nicht für Kinder.
SuB
Mein Lesejahr 2014 startet furios: Unterm Weihnachtsbaum lag „Dr. Sleep“ von Stephen King. Ich habe auch schon reingelesen – sensationell. Ansonsten werde ich wohl einige eBooks „abarbeiten“, die ich bei Gratisaktionen erworben habe. Alles aus dem Horrorgenre, die meisten von deutschsprachigen Autoren. Überhaupt lege ich mein Hauptaugenmerk auf deutschsprachigen Horror und Phantastik, denn es ist wirklich enorm, was für Qualität und Kreativität von dort kommt – ob nun Verlagsveröffentlichung oder Indie-Publikation.
Schlusswort
Nicht wahr? Ist lang geworden. Aber ich hatte euch eingangs gewarnt. Deshalb nur ein ganz kurzes Schlusswort: 2013 war für mich ein phantastisches Jahr, und ich weiß gar nicht, ob und wie ich das in 2014 übertrumpfen kann. Aber ich freue mich sehr auf das neue Jahr und auf all die Projekte, die ich in Angriff nehmen möchte.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich wünsche euch Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und vor allem immer Zeit für ein gutes Buch!
Man liest sich.
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Zwischenstopp
Mittwoch, 20. November 2013
Buchtipp: Folgt der blutigen Spur des Bourbon Kid
Alles fing an mit dem Buch ohne Namen. Das fiel mir wegen des
Titels und des tollen Covers auf. Und angeblich verbirgt sich der Autor hinter
dem Pseudonym „Anonymous“. So heißt er aber nur in Deutschland. Sonst nennt er
sich Bourbon Kid. Angeblich steckt ein britischer Schriftsteller dahinter.Interessant für mich ist, dass der Bourbon Kid seine Bücher zuerst als Self-Publisher herausgebracht hat, weil sich damals kein Verlag für den Stoff erwärmen ließ. Er sei keinem Genre eindeutig zuzuordnen, und der Held sei kein richtiger Held, sondern ein gnadenloser, psychopathischer Antiheld – so was wolle doch keiner lesen. Tja, falsch gedacht. Passiert der Verlagsbranche ja nicht zum ersten Mal. Das namenlose Buch wurde ein Bestseller, letzten Endes doch von einem Verlag übernommen und in diverse Sprachen übersetzt.
Das Buch ohne Namen war geil. Schon die erste Szene in der Tapioca-Bar im „beschaulichen“ Ort Santa Mondega rockte. Das Buch ist eine aberwitzige Mischung aus Pulp Western, Splatter, Horror und bösartig schwarzem Humor. In meinem Kopf lief beim Lesen ein Film ab, der Quentin Tarantino als Regisseur hatte.
Es folgten das direkte Sequel Buch ohne Staben und das Buch ohne Gnade, das zu einem Zeitpunkt vor den Ereignissen aus dem Buch ohne Namen spielt. Das stabenlose Buch war erneut großartig. Sauspannend, brutal und mit etlichen unerwarteten Wendungen und skurrilen Charakteren. Insofern schloss es qualitativ und handlungstechnisch nahtlos an das erste Buch an.
Das gnadenlose Buch war ebenfalls unterhaltsam (es nahm die allseits beliebten Castingshows derbe auf den Arm), jedoch nicht ganz so packend wie die ersten beiden Bücher. Es enthielt aber viele liebgewonnene Charaktere aus den anderen Büchern wie Sanchez, den Barkeeper des "Tapioca", der unliebsamen Gästen gern seine eigene Pisse als Whiskey ausschenkt. Ja. Nur beim Bourbon Kid sollte man sich keine Scherze erlauben. Immer wenn der echten Bourbon trinkt, läuft er Amok und knallt alle ab. Er ist übrigens der Held dieser Buchreihe und mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen.
Vor kurzem habe ich das vierte Buch der Reihe ausgelesen. Es heißt Das Buch des Todes und knüpft direkt an das Buch ohne Staben an. Man trifft einige schon bekannte Charaktere wieder: den eitlen Vampir Vanity, die einfach nicht tot zu kriegende fiese Jessica, das naiv-süße Liebespaar Dante und Kacy, Psycho-Beth, Bourbon Kids große Liebe, und den trotteligen Barkeeper Sanchez, der mittlerweile Polizist geworden ist (die Polizei von Santa Mondega hat ein echtes Personalproblem, seit der Bourbon Kid in der Halloween-Nacht sämtliche Bullen niedergemetzelt hat - aber das waren ja eh alles Vampire, die hatten das also verdient).
Es ist jedes Mal wieder ein saugeiles, diebisches Vergnügen, dem Bourbon Kid auf seiner blutigen Spur durch das vampirverseuchte Santa Mondega zu folgen...
Wer jetzt neugierig geworden ist, befolge bitte diesen Rat: Unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen! Der Autor setzt Vorwissen beim Leser voraus und erklärt am Anfang eines neuen Buches nicht allzu viel. Bereits etablierte Charaktere werden nicht mehr großartig eingeführt.
Die richtige Reihenfolge wäre also:
"Das Buch ohne Namen"
"Das Buch ohne Staben"
"Das Buch ohne Gnade"
"Das Buch des Todes"
Ich hoffe, Mr. Tarantino arbeitet bereits an der Verfilmung.
Hier habe ich noch ein interessantes Interview mit dem Autor der Bücher ohne Namen/Staben/Gnade/des Todes entdeckt. Dort findet ihr auch das Trailervideo für das „Buch des Todes“.
Trinken wir auf den Bourbon Kid!
Für Nebenwirkungen übernehme ich keine Haftung.
Dienstag, 19. November 2013
(e)-BOOK-SALON: Was ist denn dieses Qindie?
Was die Elsa Rieger schreibt.
(e)-BOOK-SALON: Was ist denn dieses Qindie?: Das, liebe Leser, fragen sich viele, seit das Projekt im Mai dieses Jahres an den Start gegangen ist. Es gab einerseits freudiges Begrüßen, andererseits – wie meist bei neuen Ideen – Unkenrufe, Orakelbefragungen und krasse Ablehnung dieser Einladung für selbstverlegende Autoren, ihren Büchern eine Art „ausgehfein“ zu verleihen. Und das ohne Kosten.
(e)-BOOK-SALON: Was ist denn dieses Qindie?: Das, liebe Leser, fragen sich viele, seit das Projekt im Mai dieses Jahres an den Start gegangen ist. Es gab einerseits freudiges Begrüßen, andererseits – wie meist bei neuen Ideen – Unkenrufe, Orakelbefragungen und krasse Ablehnung dieser Einladung für selbstverlegende Autoren, ihren Büchern eine Art „ausgehfein“ zu verleihen. Und das ohne Kosten.
Montag, 4. November 2013
Von Geisterhexen und verzauberten Brezeln - Mein neues Schauermärchen
Endlich ist sie da, "Die Brezelfrau". Sie sucht seit Halloween die Gefilde von Amazon heim und wartet auf kaufwillige Opfer, die bereit sind, 0,99 EUR Einführungspreis für ein schaurig-kurzweiliges Lesevergnügen hinzublättern.
Ich konnte direkt in die Top 100 der Kategorie "Märchen, Sagen & Legenden" einsteigen und schaffte auch schon zeitweise eine Platzierung im 6000er Bereich des Amazon-Gesamtrankings. Bisher hat sich noch keine Rezension zur Brezelfrau verirrt, aber was nicht ist, kann ja noch werden, nicht wahr?
Mehr über mein Schauermärchen, seine Entstehungsgeschichte und eine Leseprobe habe ich schon vor einigen Tagen hier im Blog veröffentlicht. Nun kann ich auch endlich das wunderschöne Cover präsentieren, das von der lieben F. Riedel kreiert wurde. Wie gefällt es euch?
Also: Traut euch und greift zu. Holt euch "Die Brezelfrau", bevor sie euch holt ...
Bitte hier entlang: Die Brezelfrau - Ein Schauermärchen
Sonntag, 20. Oktober 2013
Märchen für Hartgesottene - Demnächst ...
Wann kommt denn mal neuer Lesestoff?, ist eine Frage, die ich mir in letzter Zeit öfter anhören musste. Endlich kann ich sie mit einem konkreten Datum beantworten. Am 31.10.2013, also zu Halloween, werde ich mein neuestes Machwerk veröffentlichen!
Einige werden es bereits wissen: Ich liebe es, bekannte Märchen neu zu interpretieren und ihnen dabei einen neuen, zumeist düsteren Stempel aufzudrücken. Auf die Weise verhalf ich bereits dem Rotkäppchen und dem Mädchen mit den Schwefelhölzern zu ganz neuen Dimensionen. Auch aus Schneewittchen habe ich bereits eine eigene Version gestrickt, die vielleicht noch in diesem Jahr in einem illustrierten Märchenbuch erscheinen wird (die Herausgeberin arbeitet daran jedenfalls intensiv).
Mein neuestes Werk passt in diese Riege perfekt hinein. Es handelt sich erneut um ein Schauermärchen. Dieses Mal habe ich das bekannte Grimms-Märchen von "Hänsel & Gretel" verhackstückt und in meiner ganz eigenen, düster-schaurigen Neuinterpretation niedergeschrieben. Sie trägt den Titel "Die Brezelfrau".
Angesiedelt ist die Geschichte wieder einmal in meiner Wahlheimat Dietzenbach, in dem es praktischerweise tatsächlich einen Stadtteil namens Hexenberg gibt - genau dort spielt "Die Brezelfrau".
Ein Cover kann ich leider noch nicht präsentieren, weil es sich noch bei einer Coverdesignerin in Arbeit befindet - ich bin selbst schon ganz neugierig auf das Ergebnis! Aber den Klappentext und eine klitzekleine Leseprobe kriegt ihr heute schon:
Klappentext:
Leseprobe:
"Die Brezelfrau" wird am 31.10.2013 bei Amazon KDP erscheinen. Save the date!
P.S. Solltet ihr auf Bookrix mit mir befreundet sein, könnt ihr bereits jetzt die komplette Geschichte kostenlos lesen!
Einige werden es bereits wissen: Ich liebe es, bekannte Märchen neu zu interpretieren und ihnen dabei einen neuen, zumeist düsteren Stempel aufzudrücken. Auf die Weise verhalf ich bereits dem Rotkäppchen und dem Mädchen mit den Schwefelhölzern zu ganz neuen Dimensionen. Auch aus Schneewittchen habe ich bereits eine eigene Version gestrickt, die vielleicht noch in diesem Jahr in einem illustrierten Märchenbuch erscheinen wird (die Herausgeberin arbeitet daran jedenfalls intensiv).
Mein neuestes Werk passt in diese Riege perfekt hinein. Es handelt sich erneut um ein Schauermärchen. Dieses Mal habe ich das bekannte Grimms-Märchen von "Hänsel & Gretel" verhackstückt und in meiner ganz eigenen, düster-schaurigen Neuinterpretation niedergeschrieben. Sie trägt den Titel "Die Brezelfrau".
Angesiedelt ist die Geschichte wieder einmal in meiner Wahlheimat Dietzenbach, in dem es praktischerweise tatsächlich einen Stadtteil namens Hexenberg gibt - genau dort spielt "Die Brezelfrau".
Ein Cover kann ich leider noch nicht präsentieren, weil es sich noch bei einer Coverdesignerin in Arbeit befindet - ich bin selbst schon ganz neugierig auf das Ergebnis! Aber den Klappentext und eine klitzekleine Leseprobe kriegt ihr heute schon:
Klappentext:
„Sie flüsterten nur, doch ich verstand jedes Wort. Von einem alten Fluch war die Rede. Von der Hexe aus dem Wald. Sie nannten sie die Brezelfrau.“
Von Anfang an fühlt sich Johanna in dem uralten Haus am Waldrand von Hexenberg nicht wohl. Ihre Zwillinge Hans und Greta aber lieben ihr neues Zuhause. Als eines Tages kleine geflochtene Körbe mit frisch gebackenen Brezeln auf der Türschwelle stehen, ahnt Johanna, dass es besser ist, das verführerisch duftende Gebäck nicht anzurühren. Doch es tauchen immer wieder Brezelkörbe auf, und Johanna kann nicht ewig verhindern, dass ihre Kinder davon naschen. Als sie von der alten Hilde Korpath die Legende erfährt, die sich um den Hexenberg rankt, erkennt sie die wahren Ausmaße der Gefahr, doch da ist es schon fast zu spät.
„Die Brezelfrau“ ist ein modernes Schauermärchen, angelehnt an Motive aus dem bekannten Märchen Hänsel und Gretel von den Gebrüdern Grimm.
„Doch der Geist der Brezelfrau ist nicht fort; er geht immer noch am Hexenberg um und sinnt auf Rache. Und von Zeit zu Zeit verschenkt sie ihre Brezeln, um sich neue Opfer zu holen …“
Leseprobe:
„Tja“, schloss Jakob seinen Bericht ab, „wenn du mich
fragst, dann haben sich die Leute am Hexenberg eine kleine urbane Legende
gestrickt und sie mit diesem Haus und seinen Bewohnern verbunden.“
Aber war das wirklich alles? Johanna versuchte, Jakobs
Worten zu glauben und diesem ganzen Brimborium um das Haus und die Brezeln
keine tiefere Bedeutung beizumessen. Sie versuchte es wirklich, doch es wollte
ihr nicht gelingen.
Nachdem Jakob gegangen war, ging sie in das Schlafzimmer
ihrer Kinder und beobachtete, wie sich ihre kleinen Brustkörbe ruhig und
gleichmäßig hoben und senkten. Wovon sie wohl gerade träumten? Von Brezeln in
kleinen geflochtenen Körben? Von unsichtbaren Spielkameraden, die im Keller auf
sie warteten?
Hans und Greta waren ihr Ein und Alles. Sie waren
glücklich hier. Nichts an diesem Haus schien sie zu ängstigen. Doch Johannas
Sorgen wuchsen. Mit gemischten Gefühlen ging sie zu Bett.
Für Johannas kleine Familie schien es ein wenig aufwärts
zu gehen. Jakob hatte ihr ein Vorstellungsgespräch in einer kleinen Firma im
Ort vermittelt. Der Chef war sehr freundlich gewesen und wollte sie gern zum
nächsten Monat einstellen. Annabelle, eine Nichte von Jakob, hatte sich
angeboten, ab und zu auf die Kinder aufzupassen, damit Johanna sich um die
Arbeitssuche oder einfach einmal nur um sich kümmern konnte. Für die Zwillinge
wurde endlich ein Kindergartenplatz frei. Nur noch diese Woche durchhalten,
sagte Johanna zu sich selbst, die sich jeden Tag aufs Neue zusammenreißen
musste, um nicht beim kleinsten Geräusch aufzuschreien. Ein so altes Haus
machte ständig Geräusche, und Johanna fragte sich, ob sie sich wohl jemals
daran gewöhnen würde. Immer wieder musste sie an Hilde Korpath und das denken,
was Jakob ihr erzählt hatte. An dieser ganzen Geschichte war noch viel mehr
dran, das spürte sie. Sie schaffte es nicht, ihre sorgenvollen Gedanken
abzuschütteln.
Als das nächste Brezelkörbchen auftauchte, reichte es
ihr. Die Kinder fanden es beim Spielen im Garten. Es musste irgendwo im Gebüsch
am Zaun versteckt gewesen sein. Johanna kam in letzter Sekunde dazu, ein
Tablett mit Getränken in den Händen, als sie sah, wie Hans gerade im Begriff
war, in das Gebäckstück zu beißen. Sie schrie auf, ließ das Tablett fallen, das
mit dem schrillen Klirren von zerbrechendem Glas auf den Terrassenstufen
aufschlug, und sprang zu ihren Kindern.
„Nein!“, rief sie panisch; ihre Stimme überschlug sich.
Hans saß mit großen Augen und offenem Mund da, die Hand mit der Brezel war kurz
vor seinem Mund zum Halten gekommen. Auch Greta hatte sich erschrocken zu ihrer
Mutter umgedreht, die wie eine Furie auf die beiden zu rannte. Johanna entriss ihrem
Sohn die Brezel und schleuderte sie, so weit sie konnte, in den Wald hinein.
Sie schnappte das Körbchen mit dem rot-weiß-karierten Tuch und hielt es von
sich wie etwas Ekliges, Abstoßendes. Ohne ein weiteres Wort zu den Kindern
marschierte sie steifbeinig um das Haus herum bis zur Mülltonne und warf das
Körbchen hinein.
Sie spürte, wie schnell ihr Herz klopfte und hörte, wie
laut und schnaufend ihr Atem ging. Als sie sich wieder einigermaßen im Griff
hatte, straffte sie sich und ging zurück zu ihren Kindern. Gretas Lippen
bebten; sie war kurz davor, in Tränen auszubrechen. Hans schaute seine Mutter
vorwurfsvoll und mit wütendem Blitzen in den Augen an. Johanna hob an, den
beiden zu erklären, warum sie das getan hatte, doch ihr wollten nicht die
richtigen Worte einfallen. Sie wusste ja selbst nicht genau, was das alles zu
bedeuten hatte. Also ließ sie es bleiben und bat die Zwei stattdessen, im Haus
weiterzuspielen.
Wortlos verschwanden die Kinder in ihrem Zimmer. Johanna
folgte ihnen schweigend. Bevor sie die Terrassentür schloss, warf sie einen
misstrauischen Blick in den Wald hinterm Garten. Dort war niemand zu sehen;
dennoch hatte sie das heftige Gefühl, beobachtet zu werden.
"Die Brezelfrau" wird am 31.10.2013 bei Amazon KDP erscheinen. Save the date!
P.S. Solltet ihr auf Bookrix mit mir befreundet sein, könnt ihr bereits jetzt die komplette Geschichte kostenlos lesen!
Samstag, 19. Oktober 2013
Frankfurter Buchmesse 2013 - Nachlese
Die Buchmesse liegt nun schon wieder eine Woche zurück. Ich bin für ein paar Tage im Schwarzwald untergetaucht und habe erholsamen Familienurlaub im Tonbachtal genossen. Nun aber soll mein kleiner Messebericht folgen.
Teil 1: Die Eröffnungsfeier
Meine Kollegin und ich kamen fast zu spät, und zwar nur, weil just in dem Moment, in dem wir zwei in den Gang Richtung Congress Center einbiegen wollten, dieser abgesperrt wurde - die Politprominenz wollte gerade in den Saal. Da durfte natürlich kein kleines Fußvolk wie unsereiner dazwischen sein. Also wurden wir gebeten, "außen herum" zu gehen. Wir latschten also innerhalb von 15 Minuten einmal komplett um das gesamte (!) Messegelände herum, um das Congress Center von der anderen Seite zu betreten. Nassgeschwitzt und ohne Prosecco vor der Zeremonie! Den gönnten wir uns aber später noch und hatten insgesamt eine Menge Spaß an dem Abend.
Anschließend wurde der Pavillon des Gastlandes Brasilien feierlich eröffnet, und es gab Fingerfood und Caipirinhas. Das war schon mal sehr schön, auch wenn ich die bunten, wenig bekleideten Sambatänzerinnen etwas vermisst habe. Die Herrenkapelle in den schwarzen Anzügen war auch ganz in Ordnung. Die Getränkeauswahl war okay, die Snacks - so man an welche kam - waren sensationell lecker. Der brasilianische Pavillon war sehr hell und freundlich gestaltet, bot viel Platz zum Lesen und Chillen (da hingen lauter Hängematten herum), aber irgendwie kam es mir so gar nicht brasilianisch vor. Naja, ich bin da wohl zu sehr in meiner klischeehaften Vorstellung von Karneval in Rio und Fußball verhangen.
Teil 2: Die Messeparty bei Droemer Knaur
Vielleicht nicht ganz die richtige Reihenfolge, die ich dieses Jahr verfolgte: erst feiern und dann zur Messe. Aber so war nun einmal die Planung. Die Party fand am Donnerstag Abend statt, und ich hatte vorher ein bisschen bei neobooks "herumgenervt", dass ich so gern kommen würde, bis ich endlich meine Einladung erhielt.
Am Freitag endlich war es soweit, und ich konnte die "heiligen Hallen" der Frankfurter Buchmesse betreten. Leider verpasste ich Astrid Keim, die ihren Auftritt auf dem Walk of Fame aufgrund des schlechten Wetters (war eine Outdoor-Aktion) auf den Sonntag verlegt hatte. Aber ihren Stern fand ich, siehe Foto, und beim Stand ihres Verlages (Größenwahn Verlag) schaute ich auch noch vorbei - sehr nette, witzige Leute und ein wirklich liebevoll gestalteter kleiner Stand (leider kein Foto).
Ein Highlight war der Auftritt von Nele Neuhaus in der Self-Publisher-Area. Sie gab ein Interview und plauderte sehr unterhaltsam und lehrreich über ihre holprigen Anfänge als Indie-Autorin. Warmherzig, humorvoll, authentisch und sehr motivierend.
| Der Bundes-Guido lauscht |
| Noch hing keiner herum. |
Die unterhaltsamste Rede kam ausgerechnet von unserem Außenminister Guido Westerwelle, Volker Bouffier war peinlich und nuschelte fürchterlich, als hätte er schon einen über den *ähem*. Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann hat gesprochen wie eingeschlafene Füße und pochte ständig auf der Buchpreisbindung rum. Die leidenschaftlichste Rede hielt Ehrengast Luiz Ruffato, der sogar stehende Ovationen erhielt.
| Sambarhythmen gehen auch im Anzug und sitzend. |
| Diese Sängerin heizte ordentlich ein! |
Es war eine richtig gute Party in der Union Halle Frankfurt. Ich habe Eliane Wurzer von neobooks endlich persönlich kennenlernen dürfen; eine nette! Und ich habe einige Autorinnen getroffen, die ich bisher nur namentlich aus dem Internet kannte. Ivonne Keller zum Beispiel (ne richtige Partylöwin) oder Carolin Wahl und Jo Jansen. Regina Mengel, die ich über Qindie gefragt hatte, ob sie Lust hätte mitzukommen, ist total nett und cool.
Die Drinks waren frei Haus (wie gut, dass ich mit öffentlichen unterwegs war), Häppchen-Fingerfood gab's auch. Der DJ war John Munich, der Sohn von Udo Jürgens, wie ich gelernt habe. Habe viel getanzt, getrunken, geschwitzt und witzige, aufschlussreiche Gespräche übers Schreiben, Bücher verkaufen, Qindie und Self-Publishing geführt.
Teil 3: Der Messebesuch
| Ein Stern, der Astrids Namen trägt :-) |
| Die Nele ist ne Nette! |
| Droemer Knaur Messestand |
Ich habe interessante Gespräche mit tredition, literareon und ein paar Leuten von Droemer Knaur geführt, die übrigens einen beeindruckend großen Stand hatten, hatte ich so nicht erwartet. Und wieder durfte ich ein paar AutorInnen und Blogger kennenlernen. Meine Facebook-Freundesliste ist um ein paar wirklich tolle Namen länger geworden, auf Twitter habe ich meinen Followerkreis auch etwas mehren können. Und ich besitze endlich ein Exemplar der Messeausgabe vom Bücher-Magazin, in der der Artikel über den neobooks-Wettbewerb und ein längerer Auszug aus meiner Gewinnergeschichte drin sind (aber dazu in einem späteren Blogpost mehr).
Das war's auch schon. Nun stecke ich schon wieder mitten in neuen oder laufenden Projekten und freue mich auf die nächste Buchmesse. Die Frankfurter wird es definitiv wieder sein, aber vielleicht klappt es auch endlich einmal mit der Leipziger Buchmesse im kommenden Frühjahr.
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