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Donnerstag, 18. Juli 2019

Buchtipps für eure Urlaubslektüre - Gänsehaut garantiert - Teil 1

Ich bin zurück aus meinem Sommerurlaub und habe mich nicht nur gut erholt, sondern auch endlich Zeit gehabt, um mal wieder in Ruhe zu lesen. Zwei Bücher habe ich während meines Urlaubs gelesen, zwei ganz unterschiedliche Bücher, beide verdammt gut und deshalb heute meine unbedingte Empfehlung wert.

Heute kommt Buchtipp Nr. 1:

"Zombie Inc." von Chris Dougherty

Ihr habt es sicher schon gemerkt: Ich lese liebend gern Zombiegeschichten. Inzwischen ist es jedoch nicht mehr so leicht, die originelleren darunter zu finden. Mit "Zombie Inc." habe ich einen Volltreffer gelandet. Der Titel erschien bereits 2015 im Luzifer Verlag, die Originalversion stammt aus dem Jahr 2013.

Wir haben es hier mit einem Amerika Mitte des 21. Jahrhunderts zu tun, das sich durch den Ausbruch der Zombieseuche von Grund auf verändert hat. Mal davon abgesehen, dass der Großteil der Zivilisation sich in wandelnde Leichen verwandelt hat, zerfielen die USA in mehrere Splitterstaaten. Man darf davon ausgehen, dass so etwas auch im Rest der Welt passiert ist, das Buch konzentriert sich jedoch auf seine Protagonisten Carl und Dill, die in einem dieser neu formierten US-Splitterstaaten leben und für den größten (und wohl einzigen) Arbeitgeber arbeiten: Zombie Inc.

Die Firma hat aus dem Problem mit den Zombies eine äußerst profitable Geschäftsidee entwickelt. So verkauft sie Sicherheitssysteme an Hausbesitzer, um sich gegen Angriffe durch Untote oder Räuber zu wehren, bei denen die Zombies selbst als Waffe eingesetzt werden. Innerhalb der Mauern von Zombie Inc. ist es sicher, das garantiert die Firma. Für jeden gibt es einen Job, ob als Buchhalter, Verkäufer, Hausmeister oder im Außendienst. Dafür fordert sie von ihren Angestellten quasi 100% Treue und Aufopferung. Dinge wie Wochenende oder gar Urlaub kennen die Leute nur noch aus Erzählungen von früher.

Carl gehört zum Assessment und muss viel in den Außendienst, zum Beispiel, um Probleme mit Fehlfunktionen bei den Sicherheitszombies zu lösen. Die junge Dill, die bisher in der Nachtschicht der Putztruppe gearbeitet hat, will aufsteigen und begleitet Carl als Praktikantin und Aspirantin für den Assessment-Job. Allerdings gehört sie auch zu einer Untergrundorganisation, die für den Schutz von Zombies kämpft und dagegen ist, dass diese "bedauernswerten Geschöpfe" von Zombie Inc. so ausgenutzt werden. Da sind die Konflikte schon vorprogammiert. Als Carl auch noch den Verdacht schöpft, dass bei seinem Arbeitgeber nicht alles so toll ist, wie es scheint, fehlt nicht viel, und die Situation eskaliert.

Mehr kann ich euch gar nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selbst lesen. Es ist großartig geschrieben. Es ist brutal, packend, spannend, traurig, tiefsinnig, gesellschaftskritisch, ironisch und durch und durch zynisch.

Ihr bekommt das Buch zum Beispiel bei Amazon oder direkt im Shop des Luzifer-Verlags.

Ich vergebe 4,5 von 5 abgeschlagenen Zombieköpfen!
(bisschen Abzug für das recht abrupte Ende)

Montag, 24. Juli 2017

Skoutz Award 2017 - Das sind die Finalisten

Endlich wurde die heiß ersehnte Shortlist zum Skoutz Award 2017 veröffentlicht. Als Jurorin für die Kategorie Anthologie habe ich das natürlich besonders neugierig verfolgt.

Konnten sich meine Favoriten am Ende durchsetzen?


Wie finde ich denn das?

Insbesondere zwei Kategorien interessieren mich in erster Linie, weil ich mir dort ja auch bevorzugt mein Lesefutter herhole: Anthologie (war ja klar) und Horror. Die Liste entstand aus den Stimmen der Leser und der Jury zu jeweils 50 Prozent. Jeder Juror durfte pro Kategorie einen Favoriten benennen, genau wie es auch jeder Leser durfte. Interessanterweise haben es von meinen gewählten Favoriten nur drei auf die Shortlist geschafft: in meiner eigenen Kategorie, bei History und bei Science Fiction (ich verrate aber nicht, welcher).

Beim Horror blieb mein Favorit "Interitus Vermibus" von Fred Ink leider auf der Strecke. Das bleibt wohl ein Geheimtipp, obwohl er eine wachsende, begeisterte und treue Fangemeinde hat, zu der ich mich auch zähle. Die Bücher muss ich euch unbedingt mal separat vorstellen. Seine Westernnovelle habe ich euch ja schon wärmstens empfohlen. Dafür hat es ein Titel aus dem Luzifer-Verlag auf die Shortlist geschafft, was mich persönlich freut, weil der Luzifer-Verlag zu meinen Lieblingsverlagen zählt und ständig großartige neue Titel herausbringt. Ich bin gespannt, ob "Suicide Forest" von Jeremy Bates es am Ende schafft. Ich habe es noch nicht gelesen, habe es aber definitiv vor.

Anthologie - Tolle Mischung

Bei den Finalisten der Kategorie Anthologie haben es drei meiner Favoriten geschafft, allerdings hatte ich da noch ein paar weitere Favoriten - im Grunde hätten es fünf Titel ins Finale schaffen müssen, wäre es nach mir gegangen, zum Beispiel der letzte Mängelexemplare-Band von Herausgeber Constantin Dupien. Aber wie es schon bei anderen Wettbewerben heißt: Es kann nur einen geben, deshalb wurden aus neun Midlist-Titeln jetzt drei, die noch im Rennen sind. Als Jurorin ist es meine besondere Aufgabe, jeden Finale-Titel mit eigenen Worten auf der Skoutz-Seite vorzustellen. Darauf freue ich mich besonders. Einen Titel hatte ich ja schon hier im Blog präsentiert, einen weiteren habe ich fast durchgelesen, durch den anderen blättere ich mich schon seit Wochen immer mal durch und lese hier eine Perle und da eine Perle - da ist jeder Text eine kleine Entdeckung. Auf jeden Fall gefällt mir die Mischung in meiner Kategorie sehr: Science Fiction, Märchen und Contemporary bzw. Slam Poetry.




Wie geht es weiter?

Erst einmal dürfen sich alle Finalisten ausgiebig freuen und von ihren Fans feiern lassen. Am 22. September gehen die Votings los und enden am 01.10.2017. Dabei hat die Jury keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis - da zählt nur noch, wer am Ende die meisten Stimmen für sich gewinnen kann.

Also liebe Autoren und Verleger, die ihr noch im Rennen seid, gebt Gas und geht auf Stimmenfang. Und ihr, liebe Leser, liebe Fans - sind eure Favoriten dabei? Dann merkt euch den 22.09.2017 und schenkt ihnen eure Stimme!

Am Freitag, 13. Oktober 2017 (oh ein Freitag, der 13.! :-D), steigt die Galaparty wieder im Frankfurter Club Walden, wo ich auch dabei sein werde und den Gewinner in meiner Kategorie präsentieren darf. Ich bin total gespannt und hoffe, möglichst viele Finalisten und auch Fans und Buchmenschen dort zu treffen!

Keine Sorge, ihr verpasst nichts - ich halte euch natürlich auf dem Laufenden!

Sonntag, 7. Mai 2017

Buchtipp: Andreas Gruber - Apokalypse Marseille

Ich lese in letzter Zeit wieder verstärkt Anthologien und Kurzgeschichtensammlungen. Und da sind ein paar echte Perlen dabei, schließlich konzentriere ich mich auf die Kandidaten der Midlist für den Skoutz Award Anthologie. Denn diese Midlist habe ich ja als Jurorin zusammenstellen dürfen.

Das erste Buch, das ich aus dieser Liste komplett gelesen habe, ist "Apokalypse Marseille" von Andreas Gruber. Von diesem Autoren hatte ich schon vorher viel Gutes gehört, aber tatsächlich noch nichts gelesen. Bei "Apokalypse Marseille" handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich grob ins Genre Science Fiction einordnen lassen, wobei auch Elemente aus Horror und Thriller hineinspielen. Von Aliens über Zeitreise und Cyborgs bis zu Weltuntergang ist alles dabei. Und Gruber versteht es hervorragend, eine beklemmende, spannende, unheimliche Atmosphäre zu schaffen.

Werfen wir einen Blick auf die einzelnen Geschichten ...


Sieben Ampullen

Wir begleiten einen Mann bei seinem Amoklauf. Er tötet seine komplette Familie, obwohl er sie über alles liebt. Warum nur tut er das? Diese Geschichte gibt eine unglaubliche Antwort.

Ramada Inn

Als Busfahrer für die Regierung zu arbeiten, ist kein Zuckerschlecken. Insbesondere wenn die Passagiere aus einer Gruppe von Qaarteln bestehen. Was Qaarteln sind? Keine angenehmen Zeitgenossen, so viel darf ich schon einmal verraten.

Biohybriden

Kennt ihr diese düsteren Krimis von damals, wo ein Detektiv in seinem Büro von einer attraktiven, geheimnisvollen Frau besucht wurde, die ihm einen seltsamen Auftrag gab? Dieses Setting hat Gruber in ein New York der Zukunft verlegt, und der Detektiv erledigt seinen Job mit einigen raffinierten Hilfsmitteln.

Einundvierzig Grad nördliche Breite

Eine unglaublich spannende Zeitreisegeschichte, die ein ganz neues Licht auf den spektakulären Untergang der Titanic wirft - davon hätte ich sehr gern eine Verfilmung!

Weiter oder Raus

Oh Gott, das Lesen dieser Story hat mir dermaßen körperliches Unbehagen beschert wie kaum eine Geschichte zuvor. In einer perversen Spielshow lassen sich Kandidaten freiwillig und für viel Geld körperlich quälen und verstümmeln. Fast nicht zu ertragen, aber verdammt gut.

Wenn der Himmel gefriert

Die ganze Welt wurde von einer fremdartigen Macht erobert, die alles menschliche Leben auslöschen will, doch die Überlebende Naluk gibt nicht auf und benutzt einen einfachen wie genialen Trick, um den Feinden zu entkommen. Wie lange wird es aber noch funktionieren?

Parkers letzter Auftrag

Nanotechnologie ist mir ehrlich gesagt ziemlich unheimlich. Um genau diese Technologie geht es in der Geschichte, und sie zeigt einmal mehr, was an Nanorobotern und Co. so unheimlich ist.

Der Maya-Transmitter

Steampunk in Mittelamerika. Eine Maya-Pyramide birgt ein dunkles Geheimnis, und ein paar mutige Forscher versuchen, diesem auf den Grund zu gehen.

Sabrina

Ein Student verliebt sich in ein Mädchen, das irgendwie ... anders ist. Sagen wir es so: Sabrina kommt nicht von hier. Aber mehr verrate ich nicht!

Raum Nr. 7

Hamburg irgendwann in der Zukunft. Bender arbeitet bei der Polizei und verwendet zur Aufklärung von Todesfällen eine besondere Methode: Memory Reconstruction. Sein neuester Fall bringt ihn an seine Grenzen.

Apokalypse Marseille

Die titelgebende Geschichte spielt an der südfranzösischen Küste, die nach einer globalen Nuklearkatastrophe im Sterben liegt. Mittendrin Guyenne, ein Handlanger, der für seinen fiesen Boss die dreckigen Aufträge erledigt - dabei ist er selbst bereits todsterbenskrank. Das sind aber irgendwie alle, die bis hierher überlebt haben. Trostloser und düsterer geht Dystopie kaum noch.

Asteroid CMG 8

Endlich. SciFi, die auch so richtig im Weltall spielt. Ein Astronaut macht eine Bruchlandung auf einem Asteroiden. Wundersamerweise entdeckt er eine Art Bunker, in den er sich retten kann. Aber was hat es damit auf sich? Wer hat ihn einst gebaut, und welchem Zweck dient er?

Die Weltmaschine

Steampunk vom Feinsten. Wien im Jahr 1899. Moritz Cernizky ist Wissenschaftler und am Bau der größten Maschine beteiligt, die die Menschheit je gesehen hat. Das streng geheime Projekt findet unter der Erde statt und löst von Zeit zu Zeit Erdbeben in der österreichischen Metropole aus. Cernizky erhält Besuch von einem Mann aus der Zukunft, der den Auftrag hat, ihn zu töten. Doch bevor er das tun kann, verwickelt Cernizky ihn in ein Gespräch, denn er ist neugierig: Wer hat den Mörder aus der Zukunft geschickt, und warum soll der Wissenschaftler sterben?

Und da sind wir am Ende angelangt. Gruber hat für dieses Buch noch ein interessantes Vorwort darüber verfasst, wie er seine Liebe zur Science Fiction entdeckte und pflegte. Außerdem gibt es zu jeder Geschichte ein kurzes Vorwort, in dem er dem geneigten Leser ein paar Hintergrundinfos über die Entstehung präsentiert.

Ich weiß nun, dass es dieses Buch mehr als verdient hat, auf der Midlist für den Skoutz Award zu stehen. "Apokalypse Marseille" hätte es auch verdient, noch viel weiter zu kommen. Es sind allesamt originelle, sauspannende Geschichten, gespickt mit Überraschungen und Wendungen, die einem noch beim Lesen das eigene Bild komplett über den Haufen werfen. Dieses Buch ist außerdem der beste Beweis dafür, dass gerade das Genre SciFi hervorragend als Kurzgeschichte funktioniert.

Meine Favoriten sind übrigens "Sieben Ampullen", "Weiter oder Raus" und "Einundvierzig Grad nördliche Breite".

Ich gebe eine ganz klare Empfehlung nicht nur für SciFi-Fans, sondern für alle, die spannende (Kurz-)Geschichten mögen.

Dafür gibt es von mir 5 von 5 Sternen aus weit entfernten Galaxien!

"Apokalypse Marseille" von Andreas Gruber ist im Luzifer Verlag erschienen und kann hier direkt im Verlagsshop oder hier beim großen A als E-Book oder Taschenbuch erworben werden.


Mittwoch, 30. Dezember 2015

Jahresrückblick, die erste: Meine Lesehighlights 2015

Kaum noch 24 Stunden, bis das Jahr vorbei ist. Höchste Zeit, mich mit dem Zurückblicken zu befassen. 2015 ist wahnsinnig viel passiert, vor allem viel Schönes und Aufregendes, deshalb teile ich meinen Jahresrückblick mal ein wenig auf.

Heute schaue ich zunächst auf die Bücher und Geschichten zurück, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Literarisch betrachtet bestand 2015 für mich fast nur aus Highlights, da wird es es schwierig, jedem gelesenen Buch wirklich die Ehre zu erweisen, die es meiner Meinung nach verdient hat. Ich mache einfach ein Best-of draus und präsentiere euch nun eine sehr subjektive Auswahl meiner persönlichen Lesehighlights 2015.

Wiederentdeckung 2015

"Die unendliche Geschichte" von Michael Ende
Was habe ich dieses Buch geliebt! Ach was, ich liebe es immer noch. Dieses Buch gehört definitiv auf meine Liste der Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Als Kind besaß ich immer nur die dtv-Taschenbuchausgabe. Die war zwar auch ganz schön, aber eben kein Hardcover. Anfang des Jahres entdeckte ich auf einem Bücherbasar die gebundene Erstausgabe des Thienemann Verlages und musste einfach zuschlagen. Ich habe das Buch nicht noch einmal ganz gelesen, aber es liegt seitdem stets in Reichweite, und ich liebe es, darin zu blättern und die eine oder andere Passage zu genießen.

Genre-Ausreißer 2015

"7 Days of Black" - Reihe von Bella Lamour
Ich führe ja Lektorat und Korrektorat für andere Autoren durch, und auf diesem Wege lerne ich auch immer wieder Geschichten und Genres kennen, die ich normalerweise überhaupt nicht auf dem Schirm hätte. So geschehen mit den Erotikthrillern von Bella Lamour. Wir lernten uns im Frühjahr kennen, ich korrigierte eine kürzere SM-Story und war beeindruckt davon, wie elegant und zugleich prickelnd man sich ausdrücken kann, wie treffend man erotische Szenen beschreiben kann, ohne kitschig zu werden oder ins Klischee abzudriften. Bis dahin hatte ich "solche Geschichten" immer von meinem Leseradar verbannt. Keine Angst, ich bin immer noch kein Fan des Genres - Stilblüten wie "50 Shades of Grey" werde ich weiterhin meiden. Aber die Bücher von Bella Lamour haben einen besonderen Platz in meinem Bücherherzen, seit ich mit dieser tollen Autorin zusammenarbeite. Sie kann nicht nur Erotik, sie kann auch Thriller und Horror und weiß, wie sie das geschickt miteinander verwebt. Ihre Reihe "7 Days of Black" ist deshalb mein Geheimtipp für Liebhaber(innen) des Genres.

Anthologie-Highlights 2015

Ihr wisst mittlerweile, wie gern ich Kurzgeschichten lese. Wenn dann Anthologien auf den Markt kommen, die das Thema Horror behandeln, in denen Lieblingsautoren wie Vincent Voss mit von der Partie sind und die bei so tollen Verlagen wie dem Amrûn Verlag erscheinen, kann ich einfach nicht Nein sagen. In diesem Jahr waren es zwei Anthologien, die mir besonders gut gefallen haben. Beide aus dem Amrûn Verlag, einmal geht es um Zombies, einmal um Haunted Places, also Orte, an denen es spukt.
Die "Zombie Zone Germany" habe ich noch nicht komplett durchgelesen, deshalb werde ich meine ausführliche Buchbesprechung im nächsten Jahr abgeben. Dagegen habe ich die dritte Ausgabe der "Mängelexemplare: Haunted" schon gelesen, bin aber seit Wochen nicht mehr dazu gekommen, darüber etwas im Blog zu veröffentlichen. Auch das werde ich nachholen. So viel darf ich verraten: Beide Bücher sind etwas Besonderes, beide enthalten ein paar großartige Stories, die mich mächtig begeistern konnten. Must-Reads für Freunde des Horrors in Kurzform!


Abgefahrenster Horrorschmöker 2015

"Crossover: Es wird dich verändern" von Fred Ink
Was für ein Hammerbuch! Seit "Wurmstichig" bin ich ein Fan des Autors. Auch mit "Crossover" konnte er mich restlos begeistern. Das ist eines dieser Bücher, bei denen ich nicht aufhören konnte zu lesen und mich gleichzeitig davor gefürchtet habe, welcher Schrecken mir beziehungsweise den armen Protagonisten auf der nächsten Seite begegnen würde. Mehrere Menschen, die sich nicht kennen, erwachen an einem fremden Ort, der von massivem Zerfall gezeichnet ist. Sie wissen nicht, wo sie sind, wie sie hergekommen sind und wie sie wieder rauskommen. Und als ob das nicht reichen würde, um durchzudrehen, werden sie von furchterregenden Viechern und seltsamen, menschenähnlichen Geschöpfen bedroht. Mehr will ich darüber nicht verraten. Lesen, okay? Unbedingt lesen!

Lustigstes Buch 2015

"Mad Jerry - Der postapokalyptische umherziehende Krieger" von Ben Wallace
Ein lustiger Endzeitroman? Ja, geht denn das? Klar! Dieses Buch aus dem Luzifer Verlag hat mich davon überzeugt, dass die Apokalypse eigentlich gar nicht so schlimm ist. Also hinterher. Natürlich ist das Leben für einen postapokalyptischen umherziehenden Krieger nicht leicht. Hat auch keiner behauptet. Aber lustig ist es durchaus. Zumindest aus Sicht des Lesers, also aus meiner Sicht. Das Schöne ist, dass der Autor seine Protagonisten sehr ernst nimmt und sie einfach nur in völlig absurde Situationen hineinstolpern lässt, wobei weder Action noch Spannung und Endzeithorror zu kurz kommen. Eine skurrile, geniale Mischung, die einfach Spaß macht. Wer Mad Max mag und gern dystopische Geschichten liest und Lust auf eine gelungene Genre-Parodie hat, der ist hier genau richtig. Mehr darüber schrieb ich bereits im Juni 2015 in diesem Artikel.

Überraschungshit 2015

"Basaltblitz" von Markus Tillmanns
Die Geschichte eines nerdigen Teenagers, der über Nacht Superkräfte erlangt, weil er versehentlich einen Kometen gegessen hat. Klingt bescheuert? Ja, irgendwie schon. Aber es ist so verdammt geil! Ich wäre von allein wohl nie auf die Idee gekommen, dieses Buch zu lesen, aber der Autor hatte zum Glück die Idee, mir ein Rezensionsexemplar anzubieten, und nach der Lektüre des Klappentextes und einer Leseprobe wusste ich: Das wird ein Riesenspaß! Ich bin total begeistert von diesem Buch, nicht nur von der Idee der Geschichte selbst, auch nicht nur von dem krass-genialen Cover, sondern vor allem von dem unglaublich guten Stil des Autors. Markus Tillmanns versteht es exzellent, peinliche Situationen unterhaltsam zu beschreiben, und zwar so, dass man stets eine Mischung aus Mitleid und Fremdschämen für den Protagonisten empfindet. Ich habe selten solch treffenden Humor in einer Fantasy-Geschichte und so schöne Dialoge gelesen wie in diesem Buch! Für mich war "Basaltblitz" DIE Lese-Überraschung des Jahres! Meine ausführliche Buchbesprechung gibt es hier.

Epischstes Buch 2015

"Revival" von Stephen King
Natürlich durfte dieses Jahr nicht vorbeigehen, ohne dass ich mindestens einen King gelesen habe. Ich habe sogar zwei gelesen, denn "Joyland" war auch dabei. Doch "Revival" war definitiv das epischere Werk. Ein fetter Wälzer mit einer Geschichte, die sich über das gesamte Leben des Protagonisten Jamie erstreckt, der an verschiedenen Stationen immer wieder auf den Priester Charles Jacob trifft, einen komischen Kauz mit einer ungesunden Leidenschaft für Elektrizität. Düster, traurig, hypnotisierend. Ich habe die Lektüre genossen und fand das Ende mit dieser gewissen Reminiszenz an das Lovecraftsche Universum stimmig und auf bizarre Art schön. Ich habe das Buch ausführlich auf dem Blog besprochen.

Schönstes Buch 2015

Ausgerechnet weder ein Horror-Roman noch ein Thriller oder irgendeine andere Suspense-Spielart. Das "Ferienbegräbnis" ist ein großartiger deutscher Roman, der von Sarah und ihrem Lebensgefährten Ulf erzählt. Lebenskünstler, die ihr Geld mit dem Verkauf geklauter, bunt eingefärbter Toupets verdienen, sich um einen Hund mit drei Beinen und die hochschwangere Freundin kümmern, die ausgerechnet mit Pädo-Pallasch zusammen ist, dem ehemaligen Lehrer, der sie damals in der Schule immer belästigt hat. Plötzlich will Ulf auch ein Kind, doch Sarah fühlt sich dafür überhaupt nicht bereit, denn vor kurzem sind ihr Vater und ihr Hamster verstorben, und auf ihrer Lebens-To-Do-Liste stehen noch so viele unerledigte Dinge wie die Rache an ihrer Jugendliebe oder der Besuch eines Backstreet-Boys-Konzerts. Das Buch ist einfach nur wunderschön, geschrieben in einer Leichtigkeit, die manchmal über die tiefsinnigen Themen hinwegtäuscht, die darin auftauchen. Außerdem steckt es voller wunderschöner Sätze. Schon der Anfang liest sich für mich richtig poetisch: "Der Hamster ist tot. Ich weiß gar nicht, wie ich das finden soll. Ich gucke meinen Hund an, aber der weiß es auch nicht." Und so geht es weiter, zum Beispiel hier: "Um den Geldmangel nicht so sehr zu spüren, beschenkten wir uns gegenseitig mit Dingen, die nichts kosteten - Gutscheinen, Fotos von in der U-Bahn schlafenden Menschen, geklauten Straßenschildern und NPD-Wahlwerbekugelschreibern." Hach. Ich hatte es viel zu schnell durchgelesen, aber das macht nichts, ich will es irgendwann ein zweites Mal lesen. Dieses Buch ist es wert!

Aussicht 2016 - Darauf freue ich mich


Zwei Titel liegen auf meinem Stapel ganz oben. Da wäre einmal die Kurzgeschichtensammlung "Auf dunklen Schwingen" von Melanie Vogltanz. Die österreichische Autorin konnte mich schon mit ihrem düsteren Vampirroman "Maleficus - Schwarzes Blut", das ich damals für den Papierverzierer Verlag lektorierte, überzeugen. Nun bin ich auf ihre Kurzgeschichten gespannt, über die ich schon viel Gutes gehört habe. Dann wartet der Science Fiction Roman "Paradox" von Phillip P. Peterson auf mich. Der Gewinner des Kindle Storyteller Awards 2015 hat mich neugierig gemacht und wird der erste SciFi-Roman seit langem auf meiner Leseliste sein. Außerdem freue ich mich riesig auf die neue Kurzgeschichtensammlung von Stephen King. Sie wird den Titel "Basar der bösen Träume" tragen und erscheint genau an meinem Geburtstag - am 18. Januar 2016. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist!


Wie erwähnt - das war nur ein kleiner Ausschnitt - gelesen habe ich noch viel mehr - der aber genügen muss, ich will euch ja nicht langweilen. Und ihr? Was waren eure Lesehighlights 2015? Und auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch im kommenden Jahr?

Samstag, 13. Juni 2015

Buchtipp - Ben Wallace: "Mad Jerry"

Heute habe ich ein besonderes Leckerli für all jene, die am liebsten von Endzeit, Weltuntergang und Ende der Menschheit lesen. "Mad Jerry" vom amerikanischen Autor Ben Wallace, erschienen im Luzifer-Verlag. Der Roman setzt genau da an, wo die Apokalypse quasi schon gelaufen ist: Vor sieben Jahren kam das Ende der Menschheit durch Bomben, chemische und biologische Waffen und manch weiteres Wunderwerk der Vernichtungstechnik, im Rahmen eines nicht näher beschriebenen, dafür weltweit wütenden und alles verheerenden Krieges über den Planeten.

Die wenigen Überlebenden versuchen seither, sich in Gruppen zusammenzutun, um gemeinsam zu überleben. Und weil sie nun einmal immer noch an die meisten der alten Werte glauben, gründen sie neue Gesellschaften und bauen neue Gemeinden, die irgendwie fast immer "New Hope" oder "Point Hope" heißen, auf jeden Fall immer gern was mit Hoffnung im Namen.

Aber da gibt es auch jene, die meinen, jetzt vollkommen auf Moral und Ehre verzichten zu dürfen. Die schmeißen sich in endzeitmäßige Outfits aus Reifenteilen und selbstgeklöppelten Kettenhemden, ziehen marodierend durchs Ödland, überfallen am liebsten ebenjene mühsam aufgebauten Siedlungen und nehmen sich, was sie brauchen, ohne vorher zu fragen. Da lassen sie lieber ihre Waffen sprechen.

Und dann gibt es noch solche wie Jerry. Fragt man ihn nach seiner Berufsbezeichnung, gibt er stets an: Postapokalyptischer umherziehender Krieger. Dumm nur, dass ihn in den Siedlungen, denen er seine Hilfe anbietet, niemand ernst nimmt und auch nicht braucht. Und so zieht "Mad Jerry" mit einer Hundedame namens Chewy in seinem hochgerüsteten Wohnmobil durchs Land und sucht nach seiner Bestimmung. Doch Jerry hat nicht umsonst alles über die Apokalypse und wie man sie überlebt, studiert. Als er im völlig zerstörten Ort Vita Nova auf die letzte Überlebende des Massakers trifft, weiß er, was zu tun ist.

Im Laufe der Handlung bekommt er es mit engstirnigen Endzeit-Bürokraten, tödlichem Eisenregen, Mutanten und - am allerschlimmsten - superschlauen Bären zu tun. Wird Jerry all diese Herausforderungen meistern? Wird er als strahlender Held in den Sonnenuntergang hinein oder von ihm weg reiten ... äh ... fahren? Kriegt er am Ende das Mädchen und wenn ja, welches? Oder fressen ihn vorher die superschlauen Bären? Und wann öffnet endlich wieder die McDonalds-Filiale?

Ihr merkt schon: In "Mad Jerry" geht es zwar äußerst rasant, aber nicht unbedingt immer bierernst zur Sache. Schon die legendäre Motivationsrede des postapokalyptischen umherziehenden Kriegers vor den Bewohnern von Eternal Hope (kurz vor dem Massaker von Eternal Hope) im Prolog zeigt, in welche Richtung sich die Geschichte bewegt. Keine Parodie im klassischen Sinne, aber dennoch ein aberwitziger, augenzwinkernder Schmöker mit jeder Menge schräger Figuren und alberner Szenen, die selbst aus der Apokalypse einen großen Spaß machen. Dabei nimmt der Autor seine Romanfiguren, allen voran den aufrichtigen Helden Jerry, stets ernst und lässt sie glaubhaft und liebenswürdig agieren. Und ebenfalls wichtig für Liebhaber des Genres: Weder Action noch Endzeithorror kommen zu kurz. Einige Szenen im Buch stehen den wilden Verfolgungsjagden aus "Mad Max" in nichts nach!

„Kaum jemand sieht das Gute in der Apokalypse.“

Dem kann ich nur zustimmen. Denn schließlich bietet so ein Weltuntergang jede Menge Möglichkeiten! Und Spaß.

"Mad Jerry" von Ben Wallace bekommt von mir fünf von fünf Punkten, überreicht vom einzig wahren postapokalyptischen umherziehenden Krieger.


Sonntag, 3. Mai 2015

Lesefreude - Gewonnen hat ...

Am 30. April 2015 ging meine Aktion zu "Blogger schenken Lesefreude" zu Ende. Zeit, die Gewinner zu verkünden!

Das XUN Taschenbuch der Fantastik Nr. 11 geht an ...

Kristina H.

Die Anthologie "Diabolos MMXIV" geht an ...

Marion Geier

Herzlichen Glückwunsch!
Ich werde euch noch persönlich kontaktieren, zwecks Mitteilung eurer Postanschriften und im Falle des XUN-Buches auch des Namens, auf den die Widmung, falls gewünscht, ausgestellt werden soll. Die Diabolos-Anthologie wird direkt vom Luzifer-Verlag verschickt.

Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben - ich wünsche euch allen ein Jahr voller Lesefreude und lade euch ein, jederzeit bei mir vorbeizuschauen!

Donnerstag, 23. April 2015

Ich verschenke wieder Lesefreude ... dunkle Lesefreude! (Teil 1)

Es ist wieder so weit: Heute, am 23. April 2015, feiern wir den Welttag des Buches, und zu diesem schönen Anlass nimmt mein Blog bereits zum dritten Mal an der Aktion "Blogger schenken Lesefreude" teil. Ich verschenke also ein Buch. Eigentlich verschenke ich sogar zwei Bücher. Aber eins nach dem anderen.

Wie der aufmerksame Leser meines Blogs sicher schon bemerkt haben wird, liebe ich Kurzgeschichten. Ich schreibe sie nicht nur gern, ich liebe es auch, sie zu lesen. Zu meiner großen Freude sind in den letzten Jahren besonders von den kleineren, deutschen Verlagen ein paar ganz herausragende Anthologien in meinem absoluten Lieblingsgenre, dem Horror, herausgebracht worden. Ich habe längst nicht alle gelesen und muss gestehen, dass ich auch aus dem Buch, das es bei mir zu gewinnen gibt, nicht alle Geschichten kenne. Aber die, die ich aus dieser Anthologie bereits gelesen habe, die fand ich großartig, von krass über igittigitt bis hin zu Gänsehaut XXL. Mit dabei sind namhafte amerikanische Autoren und einige, mir mittlerweile sehr gut bekannte und ans dunkle Herz gewachsene deutsche Autoren.

Ich finde Horror-Kurzgeschichten einfach perfekt, weil sie das richtige Format haben, um das Gefühl des namenlosen Grauens, des unerbittlichen Terrors, des Ekels und des Schocks auf kleinem Raum in wahrhaft große Worte zu packen. Einige der besten Horrorgeschichten, die ich in meinem Leben gelesen habe und die immer noch nachhallen (nach all den Jahren!), sind Kurzgeschichten. Und damit ihr, liebe Besucher meines Blogs, auch einmal erfahren könnt, was es heißt, sich auf so wenigen Seiten so krass zu gruseln, habe ich dieses Buch für euch ausgesucht:


Die Anthologie erschien im Frühjahr 2014 im Luzifer-Verlag und enthält unheimliche, makabre, abartige, bösartige Kurzgeschichten dieser illustren internationalen Autorenschar:

Simon Clark, Kealan Patrick Burke, Adam Nevill, Christopher Fowler, Mark Hodder, Craig DiLouie, Andreas Gruber, Michael Siefener, Christian Endres, George Mann, Jonathan Green, Uwe Vöhl, Malte S. Sembten, Markus K. Korb, Tobias Bachmann, Sören Prescher, Michael Dissieux, Arthur Gordon Wolf, Lars Maly, A.P. Glonn, Rona Walter, D.J. Franzen, Torsten Scheib

An dieser Stelle geht mein herzlicher Dank an Steffen Janssen vom Luzifer-Verlag, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat, ein Exemplar seiner extrem geilen Anthologie zur Verfügung zu stellen.

Wie könnt ihr nun das Buch gewinnen? Das geht so: Schreibt einen Kommentar unter diesen Blogartikel, in dem ihr mir erzählt, welche Geschichte die gruseligste war, die ihr jemals gelesen habt - das kann eine Kurzgeschichte genauso wie ein Roman sein.

Ihr habt dafür Zeit bis Donnerstag, 30. April 2015, 23:59 Uhr. Danach wird der Lostopf geschlossen, einmal kräftig durchgeschüttelt und der oder die glückliche GewinnerIn gezogen. Ich werde das Ergebnis hier im Blog und auf meiner Facebook-Seite bekanntgeben.

Bitte beachtet: Teilnehmen kann nur, wer mindestens 18 Jahre alt ist und eine Versandanschrift in Deutschland hat.

Dann mal los, möge die Finsternis euch wohlgesonnen sein!

P.S. Ihr habt gesehen, dass da "Teil 1" im Titel steht, nicht wahr? Ob das wohl heißt, dass das noch nicht alles war? Natürlich heißt es das: Teil 2 meiner Buch-Verschenk-Aktion folgt sogleich ...

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Live von der Frankfurter Buchmesse 2014

Matthias Matting & Hilke-Gesa Bußmann
Mittagszeit, Pressezentrum in Halle 4.1. Ich habe einen der PC-Arbeitsplätze ergattern können und mache meine erste Pause. Obwohl erst knapp drei Stunden vergangen sind, habe ich schon einiges zu berichten.

Gleich um 10 Uhr fand eine Podiumsdiskussion mit Matthias Matting und Hilke-Gesa Bußmann in der Self-Publishing Area statt. Rund um das Thema "Self-Publishing aktuell" plauderten sie über den State of the Art der Self-Publishing-Szene, über die zukünftige Entwicklung und vor allem über die Ergebnisse der Self-Publishing-Studie, die aus einer Umfrage unter mehr als 800 Autoren hervorgegangen ist. Später am Tag treffe ich Hilke-Gesa noch persönlich, wir konnten uns schon einmal zuwinken, und sie weiß jetzt, wie sie mich erkennt. :-)

Dann ließ ich mir von den Machern von Ebooxbox.com ihre neue Plattform vorstellen, die sich erst seit kurzem in der Beta-Phase befindet. Es handelt sich um eine schön gestaltete Self-Marketing Seite, die alle positiven Aspekte aus anderen sozialen Plattformen wie Facebook, Youtube und Co. vereint und kreativen Leuten eine praktische, easy-to-handle Möglichkeit bieten will, sich und ihre Werke, egal ob Bücher, Musik oder sonstige Kunst, einem Publikum aus Freunden und Fans zu präsentieren. Zur Beta-Phase wurde ich kurzerhand auch eingeladen. Klingt erst einmal ziemlich spannend, also schaue ich mir das bestimmt noch in Ruhe an.

Globusse? Globen? Globuli!
Total schön gestaltet war der Stand des Columbus-Verlages, der sich auf Globen in allen Größen und allen erdenklichen Ausführungen spezialisiert hat. Besonders die beleuchteten und mit Svarovski-Kristallen (!) verzierten Globen haben es mir angetan. Ich glaube, ich füge meinem Weihnachtswunschzettel eine weitere Position hinzu.

Weiter ging es zum Papyrus-Stand. Ich hielt gleich mal Ausschau nach Qindie-Werken, und siehe da: Ich habe welche entdeckt. Von einem habe ich sofort ein Beweisfoto gesichert. "Rattenauge" von Jacqueline Spieweg steht direkt neben dem Papyrus-Schild. Schon erstaunlich, wie viele Autoren mit Papyrus arbeiten. Ich glaube, ich sollte mich damit auch einmal näher beschäftigen.

Marah Woolf
Am Stand von KDP/Createspace machte ich auch noch einen Zwischenstopp, der sich in zweifacher Hinsicht lohnte. Zum Einen traf ich dort zufällig auf die bekannte KDP-Autorin Marah Woolf, die selbst gerade angekommen war und sich auf ihren Auftritt in der Self-Publishing Area vorbereitete. Ich gestehe, ich habe von Marah noch nie etwas gelesen, habe sie auch nur erkannt, weil sie neben dem Plakat mit ihrem Namen und Gesicht stand, aber ich habe selbstverständlich ihren Namen schon oft gehört und gelesen. Marah gehört zu den erfolgreichsten Self-Publishern im Land. Darüberhinaus ist sie sehr sympathisch und ließ sich dazu hinreißen, mit mir ein Foto zu machen. Für die Unschärfe bitte ich um Entschuldigung - die Dame von KDP kam mit meinem iPhone wohl nicht so ganz zurecht (wahrscheinlich Android-Nutzerin). Zum Anderen, und das freut mich riesig, habe ich es geschafft, mein Buch "Zwischenstopp" am Stand unterzubringen. Einfach freundlich-frech gefragt, und schon eine Minute später befand sich mein Büchlein in bester Gesellschaft auf dem KDP-Regal. So muss das.


Qindie undercover auf der FBM 2014
Übrigens traf ich am Stand der Leipziger Buchmesse zufällig (nein, wirklich!) Steffen Janssen vom Luzifer-Verlag und Schemajah Schuppmann vom Papierverzierer-Verlag. Steffen kannte ich ja schon von der Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2014, mit Schemajah hatte ich bisher nur per E-Mail und Co. zu tun. Nun ist meine Tasche gleich um zwei toll gemachte Taschenbücher schwerer, die ich von Steffen aus seinem Messe-Köfferchen geschenkt bekam. Steffen machte ein paar interessante Anmerkungen dazu, was er glaubt, wohin sich der Trend im Horror-Buchmarkt in den nächsten Jahren entwickeln wird. Dazu muss ich ihm beim nächsten Mal, wenn wir uns treffen (spätestens auf dem BuCon am Samstag) noch ein paar Fragen stellen, bevor ich näher darauf eingehen will.
So, das war mein erster Live-Bericht von der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Ich stürze mich wieder ins Getümmel, und ihr dürft euch schon einmal freuen, denn wenn ich weiterhin so schöne Souvenirs und Buchgeschenke sammle, wird es noch ein feines Gewinnspiel im Anschluss an die Buchmesse geben!


Unten links: Mein "Zwischenstopp" bei KDP/Createspace auf der FBM!

Samstag, 24. Mai 2014

Buchtipp: "900 Meilen" von S. Jonathan Davis

Im Frühjahr 2014 veranstaltete der Luzifer-Verlag eine Leserunde auf Lovelybooks für den Zombie-Roman "900 Meilen" von S. Johnathan Davis, und ich durfte daran teilnehmen. Erst jetzt komme ich dazu, euch das Buch vorzustellen - dafür aber mit großer Begeisterung und wärmster Empfehlung.

"900 Meilen" war eines dieser Bücher, die ich quasi in einem einzigen Rutsch inhaliert habe. Gerade einen Tag zuvor hatte ich den apokalyptischen Pageturner "Mit Zähnen und Klauen" zu Ende gelesen und wollte eigentlich mal Pause machen von all den Geschichten über Zombies, Apokalypse und den Untergang der Menschheit. Aber ich beging den "Fehler" und las nur mal den Anfang, um zu schauen, wie der Stil so war. Schon nach dem ersten Absatz war es um mich geschehen, und ich las doch weiter bis zum Schluss:
Das Leben erschien uns hart. Wir machten uns Gedanken darüber, dass wir den Job nicht bekamen, den wir unbedingt wollten, und waren angepisst, wenn Politiker sinnlose Gesetze erließen. Das Schlimmste was uns passieren konnte, war, dass der Barista unseren `Venti Coffee` verhunzte, oder dass unsere Lieblingsfernsehserie abgesetzt wurde. Wir lebten gedankenlos vor uns hin.
Banale Aufgaben in einer banalen Welt.
Was zur Hölle wussten wir schon?
Wir bettelten ja förmlich, dass es aufhörte …
Das ist es auch, was diesen unglaublich spannenden Roman über den plötzlichen Ausbruch einer mindestens amerikaweiten, wenn nicht sogar weltweiten, Zombie-Epidemie so Klasse macht: Immer wieder wird in wohldosierten Mengen Gesellschaftskritik eingestreut, werden vermeintliche Errungenschaften der westlichen Zivilisation als komplett idiotisch und im Ernstfall als überflüssig wie ein drittes Nasenloch enttarnt.

Protagonist John befindet sich am Anfang der Geschichte in New York, wo er an einem langweiligen Meeting mit seinen affigen Kollegen und seinem ätzenden Chef teilnimmt. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Untote auf, greifen die Lebenden an, töten sie und machen aus ihnen ebenso Zombies, die sich kurz darauf gegen ihre ehemaligen Mitmenschen wenden. John hat mitten in diesem Alptraum aus Blut und wandelnden Leichen nur ein Ziel: zu seiner hochschwangeren Frau Jenn zu gelangen, die sich die titelgebenden 900 Meilen entfernt von ihm aufhält. Ohne die zufällige Bekanntschaft mit dem Ex-Soldaten Kyle wäre John aber vermutlich nicht einmal aus dem Hochhaus lebend herausgekommen, in dem er arbeitet, als die Apokalypse ausbricht. Kyle ist es, der seinem Kumpel im Lauf der Geschichte immer wieder den Arsch rettet und dafür sorgt, dass sie nicht nur heil aus New York entkommen, sondern sich tatsächlich auf die abenteuerliche Irrfahrt durch das untote Amerika machen.

Den traurigen Höhepunkt des Romans bildet wohl der nicht ganz freiwillige Aufenthalt von John und Kyle in Avalon, einem angeblich sicheren Ort, zu dem nur die reichsten Leute Zutritt erhalten, die es sich leisten können, sich dort zu verschanzen und ein Leben in Saus und Braus zu führen. Alle anderen müssen sich wie Sklaven unterwerfen und werden von der Oberschicht zur Arbeit und Prostitution gezwungen und - wenn sie nicht spuren - den Zombies zum Fraß vorgeworfen. Irgendwie klar, dass so viel Dekadenz, die deutlich an das Alte Rom erinnert, zu keinem guten Ende führen kann. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber gar nicht verraten.

Mein Fazit: Ein atemraubender Pageturner, der mit brutal-blutigen Zombie-Szenen nicht geizt und auf angenehm dezente Art immer wieder Kritik an unserer heutigen, konsum- und leistungsorientierten Gesellschaft unterbringt. Hat mir irre gut gefallen. Ganz klar: Sollte ich mich eines Tages in einer Zombie-Apokalypse wiederfinden, hätte ich bitte auch gern so einen Kyle an meiner Seite, der mir die Viecher vom Leib hält und mir beim Überleben hilft.

Ich vergebe 5 von 5 mit Zombiematsche besudelten Hummern!

"900 Meilen" gibt es als Taschenbuch und eBook und sollte in keiner Sammlung von guten Zombie-Büchern fehlen.

Montag, 12. Mai 2014

Buchtipp: G. Michael Hopf - "The End 2 - Der lange Weg"

Heute mal eine kurze, knackige Buchbesprechung für einen Roman, den ich vor wenigen Tagen zu Ende gelesen habe.

"The End" ist ein apokalyptischer Endzeitroman, der in einem Amerika spielt, das nach verheerenden Nuklearanschlägen am Boden liegt. Die Ostküste ist quasi komplett verloren, der US-Präsident wird vermisst, der Rest der Welt ist nicht bereit zu helfen und überlässt das Land sich selbst. Größenwahnsinnige Mafiabosse, psychopathische Sektenführer und desertierte Militärs versuchen, ihre Vorstellung einer neuen Weltordnung durchzusetzen. Mittendrin Familien auf der Flucht und auf der Suche nach einem Ort, an dem sie sicher sind.

Erzählt wird aus Sicht verschiedener Hauptfiguren, die jeder für sich ums Überleben kämpfen müssen. Der durchgehend recht nüchtern gehaltene Erzählstil treibt die Handlung voran, hätte aber gern noch ein wenig emotionaler ausfallen dürfen. Mich packte das Buch trotzdem schon nach wenigen Kapiteln. Besonders eine Szene, in der eine der Hauptfiguren ihr Leben lassen muss, hat mich dermaßen mitgenommen, dass ich mich fühlte, als wäre es wirklich passiert. So heftig hat mich der Tod einer Romanfigur schon lange nicht mehr getroffen - eigentlich noch nie, wenn ich länger darüber nachdenke. Allein aus diesem Grund wird mir das Buch wohl ewig im Gedächtnis haften bleiben.

Natürlich hilft es, Teil 1 auch gelesen zu haben. Hab ich selbst allerdings nicht, und ich hatte trotzdem keine Probleme, in die Geschichte hineinzufinden.

Wer Bock auf Apokalypse, Endzeit und Survival of the Fittest mal ganz ohne Zombies hat, der ist mit diesem erschreckend realistisch anmutenden Schmöker bestens bedient.
 
"The End 2 - Der lange Weg" ist im Luzifer-Verlag erschienen und sowohl als eBook und Printausgabe überall erhältlich.
 
Ich vergebe 4 von 5 Punkten.


Dienstag, 18. März 2014

Leipziger Buchmesse 2014 Nachlese


LBM am Abend
 Wenn ein Wochenende wie im Flug vergeht, dann liegt es daran, dass es ein fantastisches Wochenende ist, eines, auf das man sich lange gefreut hat, das voll ist mit intensiven Erlebnissen, guten Gesprächen und ganz viel Input. Genau so ein Wochenende war das vergangene, das ich auf der Leipziger Buchmesse verbracht habe. Für mich war es die erste LBM, und ich kann jetzt schon sagen: Ich würde das gern wiederholen.

Autoren und andere Menschen

Die LBM habe ich vor allem als eines wahrgenommen: als einen Ort, an dem ich jede Menge lieber Menschen getroffen habe. Ein paar kannte ich vorher zumindest schon virtuell von Facebook, von anderen hatte ich nur schon gehört, wieder andere habe ich dort ganz neu kennengelernt. Eines hatten sie alle gemeinsam: die Liebe zu Geschichten, die Leidenschaft für Bücher, egal ob begeisterte Leser, kritische Buchblogger, emsige Verleger oder schreibwütige Autoren. Wenn ich jetzt anfange, alle Leute namentlich aufzuzählen, denen ich begegnet bin, könnte dieser Post recht lang werden, und ich würde bestimmt jemanden vergessen. Beschränke ich mich also auf ein paar ausgewählte Highlights.

Das Treffen der Kleinverlage

Steffen Janssen vom Luzifer-Verlag

Eine der ersten Anlaufstellen, kaum dass ich meinen Fuß auf das Messegelände setzte, war der Stand des Luzifer-Verlages. Steffen Janssen kannte ich bisher nur per E-Mail und Internet. Er nahm zum ersten Mal als Aussteller teil. Ich fand den kleinen, feinen Stand schnell und freute mich, dem sympathischen Verleger endlich einmal persönlich die Hand schütteln zu dürfen. Sein Verlag und dessen Programm haben in meinem Leserherz längst einen festen Platz in der vordersten Reihe.

Beim Herumschlendern entdeckte ich noch ein paar weitere Verlage, die auf der Frankfurter Buchmesse nicht vertreten gewesen waren und bei denen ich schon einmal Kurzgeschichten veröffentlicht hatte. So freute ich mich, Charlotte Erpenbeck vom Machandel Verlag und Maria Weise vom net-Verlag persönlich kennenzulernen. Ich empfand das als sehr angenehm, dass an der LBM etliche kleinere, engagierte Verleger, die sich auf Nischen und besondere Bücher konzentrierten, teilnahmen und die Buchmesse um einige Facetten bereicherten.

Kaffeekränzchen mit Q

Freitag Nachmittag auf der LBM

Mein richtiger Messetag war der Freitag, weil ich am Samstag schon komplett mit der Leipziger Autorenrunde ausgebucht war, über die ich noch separat berichten werde. Da ich erst mittags in Leipzig ankam, blieb mir gar nicht so viel Zeit, um mich umzuschauen. Mit Sicherheit habe ich einiges Spannendes verpasst, denn ich musste ja Prioritäten setzen. Ich war zum Beispiel auf keiner einzigen Lesung, obwohl es davon unzählige an diesem Wochenende gab. Ganz oben stand mein geplantes Treffen mit den Inflagranti-Bloggern Jack & Tilly. Am Ende war daraus ein kleines Qindie-Treffen geworden, denn zu uns gesellten sich auch noch Regina Mengel, David Pawn, Florian Tietgen und Maria M. Lacroix, alles Autoren mit dem Q-Siegel.

Anschließend begleitete ich Jack & Tilly noch zum Autoren-Blogger-Treffen von Random House. Eine etwas unglücklich organisierte Veranstaltung, wie ich finde. Zwar waren die anwesenden Autoren an ihren grellgrünen Buttons zu erkennen, doch Namensschilder fehlten, und wir brauchten eine Weile, um in dem Gedränge überhaupt mal einen interessanten Autoren zu finden, dessen Buch die Inflagranti-Blogger ansprach. Sehr sympathisch kam der Däne Kristian Bang Foss rüber, der seinen Roman "Der Tod fährt Audi" vorstellte. Darüber wird es sicherlich demnächst eine Buchbesprechung bei Inflagrantibooks zu lesen geben.

Essen und Signieren

Am Samstagabend traf ich mich mit Constantin Dupien, dem Herausgeber der neuen Anthologie "Mängelexemplare: Dystopia", sowie einigen weiteren AutorenkollegInnen, mit denen ich in diesem Buch vertreten sein darf: Stefanie Maucher, Arthur Gordon Wolf und Lisanne Surborg. Außerdem lernte ich die quirlige, supersympathische Autorin und Bloggerin Michaela Harich kennen. Was für ein Energiebündel! Wir saßen in der gemütlichen Soupbar Summarum irgendwo in Leipzig, aßen leckere Suppen vom All-you-can-eat-Buffet, tranken Cocktails und feierten die Superspezialsonderausgabe der Anthologie, von der exklusiv und einmal 36 Stück hergestellt wurden. Jedes Exemplar enthält eine Seriennummer, und zu jedem Buch gibt es ein Zertifikat. Mein Buch hat die Nummer 5. Ich wählte diese Zahl, weil meine Geschichte die fünfte in der Anthologie ist. Die Bücher sind so schön geworden! Ich bin ganz gespannt darauf, wie die Anthologie bei den Lesern ankommt, wenn sie im April 2014 endlich regulär erhältlich ist. Vorbestellen kann man sie schon,  und was ich bisher aus den Leserkreisen mitbekommen habe, sind die Erwartungen ziemlich hoch. Aber ich bin ganz sicher, dass wir alle, Herausgeber, Verleger, Illustratoren und Autoren, diese Erwartungen erfüllen können.

Alles so schön bunt hier

Petterson & Findus waren auch da

Was die Leipziger von der Frankfurter Buchmesse unterscheidet? Zunächst einmal ist die LBM eine richtige Publikumsmesse. Es gibt keine Fachbesuchertage, Privatpersonen können an allen Tagen hingehen. Das Publikum erschien mir im Durchschnitt um einiges jünger. Es gab unglaublich viele jugendliche Messebesucher und auch jede Menge Kinder, die entweder gruppenweise mit Lehrer oder mit ihren Eltern durch die Hallen zogen. Das Gelände erschien mir nicht unbedingt kleiner, aber kompakter und übersichtlicher. Ich konnte mich wesentlich besser orientieren und fand alles schnell.

Was mich anfangs faszinierte: die vielen, vielen, bunten Cosplayer, die der LBM etwas Karnevalshaftes verliehen. Sie waren überall. Die ersten entdeckte ich schon am Hauptbahnhof, als ich noch nicht einmal den Bus verlassen hatte. Ich gestehe, ich kann mit Cosplay nicht viel anfangen. Ist nicht mein Ding, ich kenne mich damit auch absolut nicht aus. Soweit ich es verstehe, geht es bei Cosplay darum: Fans irgendwelcher japanischen Mangaserien und Animes verkleiden sich als ihre Lieblingsfiguren, schmücken sich mit schrillbunten Frisuren, Gummiohren, farbigen Kontaktlinsen und selbstgebastelten Fantasywaffen aus Kunststoff und Pappmaché. Dermaßen zurechtgemacht flanieren sie auf dem Messegelände herum, posieren gern für Fotos und betreiben teilweise eine Art Liverollenspiel, wenn sie in ihren Figuren vollkommen aufgehen.

Was auch immer das ist... Faszinierend.
Ich will es mal diplomatisch ausdrücken: Die Selbstwahrnehmung so manches Cosplayers scheint in eine Richtung zu gehen, die so weit wie möglich von der Realität entfernt ist. Nicht jeder Anblick ist schön. Meine anfängliche Faszination schlug irgendwann in angenervte Übersättigung um. Das Gute: Ich muss nicht hingucken, ich muss nicht mitmachen, ich darf es ignorieren. Cosplay ist nicht als Provokation gedacht, sondern drückt ein Lebensgefühl und die Liebe zu Geschichten aus. Insofern: Leben und leben lassen. Die Cosplayer schienen sich wohlzufühlen und einen Riesenspaß zu haben. Sollen sie doch. Auch dafür ist so eine Buchmesse da. Ich kann nicht beurteilen, ob und wie stark Cosplay auf der Frankfurter Buchmesse vertreten ist, weil ich dort immer nur an den Fachbesuchertagen war, und da kommen die Verkleideten wohl eher selten vorbei. Ein herausragendes Beispiel, das sogar mich beeindruckt hat, zeige ich hier einmal. Ich möchte nicht wissen, wie lange die Dame (ich nehme an, es ist ein weibliches Wesen^^) für ihr Outfit inklusive Ganzkörpermakeup gebraucht hat. Respekt!

Was bleibt

LBM 2014 am Abend

Ich bin sehr angetan von der Leipziger Buchmesse, was sicher auch daran lag, dass an diesem Wochenende einfach alles gepasst und bestens funktioniert hat. Mein Fernbus (ja, ich reiste per Bus an) war pünktlich und superbequem, das Wetter am Freitag frühlingshaft schön, die Leute auf der Messe allesamt sehr nett und die Atmosphäre war insgesamt einfach Klasse und irgendwie so erfüllt von Tatendrang und spannenden neuen Ideen, die ihren Weg ans Licht der Welt suchten. Meine Ferien-WG-Mitbewohner, allesamt begeisterte Bücherjäger und leidenschaftliche Freizeitautoren, waren wunderbar. Wir hatten eine Menge Spaß miteinander und führten unsere mehr oder weniger "ernsthaften" Gesprächsrunden bis spät in die Nacht.

Alles in allem kann ich sagen, dass mein erster Besuch auf der Leipziger Buchmesse ein großartiges Erlebnis war, das ich auf jeden Fall wiederholen möchte. Sehen wir uns also alle 2015 wieder, ja?