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Montag, 23. März 2020

Buchtipp: "Fressen oder gefressen werden" von Thomas Williams

Zombiefans aufgepasst! Wenn ihr Lektüre mit Untoten mögt, wird euch die Zombie Zone Germany vielleicht längst ein Begriff sein. Unter diesem Titel veröffentlicht der Amrûn Verlag schon seit ein paar Jahren eine Reihe, in der Deutschland von der Zombieapokalypse heimgesucht wird. Es gibt inzwischen zwei Anthologien und eine Reihe von Novellen bzw. Kurzromanen. In der ersten Anthologie, mit der die ZZG begann, werde ich sogar namentlich erwähnt - in der darin enthaltenen Kurzgeschichte von Vincent Voss.

Am vergangenen Wochenende habe ich mir eine der Novellen vorgenommen, die einer meiner aktuellen Lieblingshorrorautoren, Thomas Williams, geschrieben hat. Er hat das große Thema Zombies in Deutschland von einer speziellen Seite beleuchtet, und interessanterweise treten die geliebten Untoten dadurch nur als Randfiguren in wenigen Schlüsselszenen in Aktion. Bei Williams geht es nämlich um Kannibalen. Dass die Überlebenden einer Zombieapokalypse irgendwann anfangen, ihren Mitüberlebenden sehr schlimme Dinge anzutun, wissen Kenner des Genres schon lange. Hier also fressen sie die Mitüberlebenden auf. Mitten in ein Nest von Kannibalen geraten die Protagonisten Natalie und der Doc. Die zwei haben sich unter widrigsten Umständen getroffen und retten seitdem einander das Leben auf der Flucht aus dem abgeriegelten Deutschland. Nun sind die Untoten und der Weg raus aus der ZZG erst einmal zweitrangig, denn ab sofort gilt das Motto "Fressen oder gefressen werden".

Ich liebe Williams' Humor, der in jeder seiner Geschichten mal mehr, mal weniger stark durchblitzt. Auch in "Fressen oder gefressen werden", das im Großen und Ganzen recht ernst und durchgehend spannend daherkommt, gibt es ein paar Stellen, die mir ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert haben. Highlight ist mit Sicherheit eine Szene, in der ein Mann splitterfasernackt gegen Zombies und Kannibalen antreten muss. Mehr Details verrate ich jetzt nicht, aber ich fand es genial.

"Fressen oder gefressen werden" von Thomas Williams ist ein gut gemachter, actionreicher Zombiekurzthriller, den ich mit großem Vergnügen gelesen habe.

Dafür gibt es von mir gerne 5 von 5 blutigen Metzgermessern.

Am besten holt ihr euch euer Exemplar direkt im Onlineshop des Verlags - bitte hier entlang.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Vorfreude auf Leipzig - #LBM2020

Heute in einem Monat habe ich um diese Uhrzeit hoffentlich schon Buchmesseluft geschnuppert, denn an diesem Tag reise ich nach Leipzig, und an diesem Tag fängt das wohl schönste Fest für Buchmenschen an - die Leipziger Buchmesse 2020.




Viel vor, (fast) nix geplant


Wenn ich mir meinen persönlichen LBM-Terminkalender vom letzten Jahr ins Gedächtnis rufe, dann fällt er dieses Jahr im Vergleich so klein aus, dass ich einen Terminkalender im Grunde gar nicht brauche. Voraussichtlich werde ich wieder wenigstens einen Vor- oder Nachmittag Standdienst bei Qindie haben - wie immer in Halle 5, Stand C301. Und am Freitagabend werde ich - das ist wirklich schon eine Tradition - in der SoupBar Summarum anzutreffen sein, wo ich wohl auch etwas vorlese. Aber eins nach dem anderen.

Donnerstag steht erst einmal die Anreise auf dem Plan. Dann beziehen wir unsere Autoren-WG, auf die ich schon gespannt bin. Es ist zum ersten Mal seit Jahren eine ganz neue Wohnung an einer anderen Adresse. Und es ist keine Qindie-WG mehr, aber meine Mitbewohner*innen sind trotzdem Lieblingsmenschen, mit denen ich schon einige Buchmesseabenteuer bestritten habe. Ich freue mich riesig, sie schon bald wiederzusehen. Dann hoffe ich, dass wir früh genug in Leipzig sein werden, um schon einen ersten Abstecher zum Messegelände machen zu können.

Freitag und Samstag werde ich nutzen, um die Messehallen zu erkunden und viele liebgewonnene Buchmenschen wiederzutreffen. Allein in Halle 2 rund um die Phantastikleseinsel sind wieder so viele großartige Kleinverlage vertreten, dass ich wahrscheinlich gar nicht weit kommen werde, wenn ich überall in Ruhe Halt mache. Aber auch in Halle 5 erwarten mich neben meinen Qindie-Mitstreitern eine Menge interessanter Autor*innen und Aussteller. Außerdem gibt es ja überall beinahe rund um die Uhr Lesungen, und da werden wir bestimmt auch bei ein paar hängenbleiben und lauschen.

Das LBM-Netzwerk


Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Leuten von Skoutz. Möglicherweise werden dann ja schon die diesjährigen Midlists zum Skoutz Award veröffentlicht, und da gibt es dann so oder so reichlich Gesprächsstoff. Bei PAN vorbeizuschauen, ist natürlich auch Pflicht, seit ich dort Mitglied bin. Außerdem gibt es dort Kaffee und die Möglichkeit, mal die müden Beine auszuruhen, und das Who-is-Who der deutschen Phantastik gibt sich dort quasi die Klinke in die Hand.

Ohne Qindie kann ich mir die LBM auch nicht mehr vorstellen. Die Vorbereitungen für unseren Messestand, wieder gleich gegenüber von Amazon KDP,  laufen bereits auf Hochtouren, und es erwarten euch eine ganze Reihe Neuzugänge auf unserem Bücherregal. Vorbeischauen lohnt sich immer, und die Wahrscheinlichkeit, eure Lieblingsautoren bei Qindie zu treffen, ist wieder hoch, denn es haben sich einige angekündigt.

Besonders freue ich mich, den Science Fiction Autor Thor Ansell zu treffen. Er wohnt zwar um die Ecke, und wir treffen uns alle paar Monate sowieso auf einen Kaffee, aber er ist zum ersten Mal als Aussteller auf der LBM und wird seine Bücher zusammen mit einer Gruppe von SciFi-Autoren am eigenen Stand präsentieren. Gerade lese ich sein neues Projekt "Phobos" Korrektur. Teil 1 ist bereits erschienen, Teil 2 soll noch pünktlich zur Messe fertig werden - und wird sehnlichst von den Leser*innen erwartet.

Keine LBM ohne Lesung!


Am Freitagabend geht es in die gemütliche SoupBar Summarum, und ihr kommt auch alle, ja? Denn dann lernt ihr sympathische Verleger, liebenswerte Autor*innen und ihre fantastischen Geschichten kennen und könnt die leckeren Suppen probieren, die dort frisch zubereitet serviert werden, von den leckeren Cocktails fangen wir gar nicht erst an. Michaela Harich von Alea Libris und Jürgen Eglseer vom Amrun Verlag präsentieren dann nämlich "Fairytales & Fremde Welten", und diese Autor*innen sind mit dabei: Stephanie Kempin, Mario Steinmetz, Holger Vos, Michaela Harich und ich! Von mir werdet ihr übrigens die eine oder andere neue Gänsehautpraline zu hören bekommen - ja, dieses Buchprojekt ist immer noch in Arbeit und wächst, langsam zwar, aber stetig.
Bei welcher Lesung (oder Messeparty?) wir am Samstagabend landen werden, steht noch in den Sternen, aber in der WG bleiben wir sicher nicht sitzen.

Die LBM - Geburtsort der besten Ideen


Was wäre die Leipziger Buchmesse ohne kreativ-konstruktive Gespräche? Ich muss euch nicht daran erinnern, dass die Idee zu Michaela Harichs "Das Einhorn, der Zombie und ich" während eines solchen Messegesprächs geboren wurde (übrigens in der Soupbar Summarum - ein wahrhaft historischer Ort!). Oder die Bloody-Qindie-Anthologien - die Ideen entstanden abends in der Qindie-Messe-WG.

Gelegenheiten zum lustigen Brainstormen und Entwickeln durchgeknallter Ideen wird es bestimmt zahlreiche geben. Wer weiß, mit welchen kühnen Projekten und wahnwitzigen Ideen ich dieses Jahr heimkomme?

So, ich muss weiter, habe selbst noch ein paar Messevorbereitungen zu treffen.
Also, sehen wir uns in Leipzig? 

P.S. Ich werde wahrscheinlich erst nach der LBM ausführlich hier auf dem Blog berichten, aber vor Ort könnt ihr mir auf Twitter oder Instagram (gern auch bei Qindie - Twitter und Instagram) folgen, dort werde ich quasi die Liveberichterstattung machen.



Montag, 14. Oktober 2019

Frankfurter Buchmesse - Fahrplanänderung

In eigener Sache


Der Oktober 2019 ist für unsere Familie ein sehr trauriger Monat. Das ganze Jahr stand unter keinem guten Stern, ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen. Nun verstarb mein Schwiegervater nach schwerer Krankheit. Wir sind alle sehr traurig - keine leichte Zeit für unsere Familie.

Da die Beerdigung diese Woche am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern stattfindet, werden wir am Donnerstag hin und am Samstag wieder zurückfahren. Das heißt also in Bezug auf die Buchmesse, dass ich sie ausfallen lasse - mehr oder weniger. Inzwischen habe ich mit meiner Familie einen "Plan B" ausgeknobelt, der es mir ermöglicht, doch noch ein bisschen Messeluft zu schnuppern.

Neuer Fahrplan


Morgen Abend nehme ich auf jeden Fall an der Eröffnungsfeier teil und werde hoffentlich noch Zeit finden, darüber zu berichten und ein paar Fotos zu zeigen. Wenn ihr mögt, folgt mir auf Instagram oder Twitter, dort werde ich bestimmt quasi live Bilder zeigen und ein bisschen kommentieren.

Am Samstag habe ich vor, am späten Nachmittag nach der  Rückfahrt aus dem Norden noch zum BuCon zu fahren, denn das ist dieses Jahr die letzte Gelegenheit für mich, viele meiner lieben Buchmenschen wiederzusehen. Außerdem wird dort am Tisch des Amrûn-Verlages die niegelnagelneue Anthologie "Lückenfüller 2" vorgestellt, zu der ich eine Geschichte über einen durchdrehenden Tintenfisch beisteuern durfte (wird demnächst hier ausführlich vorgestellt). Guckt mal links, das Cover - ein Träumchen! Ich möchte mir doch gern mein Autorenexemplar abholen und Autogramme meiner Anthologie-KollegInnen gleich dazu. Ach ja, wenn ihr auch zum BuCon kommt, schaut doch um 13 Uhr im Raum Battlebridge vorbei - da stellt Verlagschef Jürgen Eglseer zusammen mit allen anwesenden Autoren die Anthologie vor.



Die Frankfurter Buchmesse habe ich bisher an den besuchsstarken Wochenenden immer gemieden. In diesem Jahr werde ich es aber mal am Sonntag versuchen und bringe Verstärkung mit. Beide Söhne wollen mich begleiten. Sie waren noch nie auf der FBM. Das wird für uns drei eine interessante Erfahrung. Wenn alles klappt, werde ich mich zwischen 14 und 16 Uhr in Halle 3 irgendwo zwischen dem Stand von PAN, dem Signiertisch und dem Stand von Skoutz aufhalten. Also wenn ihr mich entdeckt - und erkennt - sprecht mich einfach an!



Ich wünsche allen, die zur #FBM19 und/oder zum #BuCon2019 fahren, viel Spaß, Erfolg und einfach eine gute Zeit!

Dienstag, 6. März 2018

Countdown zur LBM 2018

In nicht einmal 10 Tagen startet endlich wieder die Leipziger Buchmesse, und so langsam werde ich hibbelig, denn ich fahre wieder hin. Für mich ist es in diesem Jahr wieder besonders aufregend, denn ich habe eine Neuerscheinung aus eigener Feder im Gepäck und werde eine Autorin bei der Präsentation ihrer eigenen Neuerscheinung tatkräftig unterstützen. Ich werde vor Publikum lesen und eine Party für Buchmenschen besuchen. Ich werde Autoren treffen, mit denen mich schon eine jahrelange Freundschaft verbindet, und ich freue mich auf ein paar neue Gesichter und auf ein Wiedersehen mit alten Freunden aus längst vergangenen, aber nie vergessenen Zeiten wiedersehen.

Aber der Reihe nach, sonst komme ich noch selbst durcheinander!

Hier kommt also mein Fahrplan nach Leipzig.

Qindie-Power

Nur dank Qindie kann ich auch in diesem Jahr von mir sagen, dass ich als Aussteller zur Messe fahre. Denn wir haben wieder einen gemeinsamen Messestand. Wo? Genau hier, bitte notieren:

Halle 5 Stand C301

Ihr werdet uns am großen Q schon von weitem erkennen. Wir befinden uns wieder in hochkarätiger Gesellschaft mit Amazon KDP, Tolino Media, BoD & Co. Qindie hat auch ein paar spannende Termine auf der Buchmesse und in Leipzig, zum Beispiel Lesungen unserer Autoren in den Messehallen, eine Pressekonferenz am Freitagnachmittag am Stand und eine Gemeinschaftslesung am Samstagabend, bei der ich auch dabei sein werde.

Alle Infos rund um den Qindie-Messeauftritt findet ihr in übersichtlicher Form auf unserer Website.

Am Samstagvormittag habe ich dann auch ganz offiziell Standdienst, werde mich aber auch sonst immer wieder an unserem Stand blicken lassen.

Psst - Guerillas in der Stadt

Am Freitagvormittag solltet ihr, sofern ihr keine festen Termine auf der LBM habt, nicht sofort zum Messegelände fahren, sondern erst einmal gemütlich frühstücken und dann um 10 Uhr zum Mendebrunnen am Augustusplatz kommen, wo sich zum zweiten Mal eine illustre Schar von Autoren zur gemeinsamen unangemeldeten Lesung verabredet hat.

Mit dabei sind zum Beispiel Faye Hell, die Initiatorin dieser genialen Aktion, Simona Turini, Michaela Harich, M.H. Steinmetz, Melanie Vogltanz, meine Wenigkeit und noch einige andere "Buchstaben-Rebellen".

Wir machen einen gemeinsamen Spaziergang bis zum Hauptbahnhof mit mehreren Stationen, an denen jeweils ein paar aus unseren Reihen ein paar düster-unterhaltsame Kostproben ihres schriftstellerischen Könnens zum Besten geben.

Könnte sein, dass auch ein paar Goodies verteilt werden. Und Süßigkeiten. Also, was ich eigentlich sagen will: Es lohnt sich!

Es gibt eine Facebook-Veranstaltung für unsere streng geheime Lesung. Sucht mal danach (Guerilla Lesung LBM18) oder schreibt mir eine PN, ich lade euch gern ein!








Zombies, Einhörner und fliegende Penisse

Klingt bekloppt? Ist es auch. Auf eine gute, völlig abgefahrene Weise. Michaela Harich ist mittlerweile eine sehr gute Freundin von mir und eine ungewöhnliche Autorin. Sie wird auf der LBM ihr neuestes Machwerk vorstellen, das pünktlich zur Buchmesse beim Amrûn Verlag erscheint. Und wer durfte das Lektorat dafür machen? Ich!

Aber wie kam ich zu der Ehre (Ehre? Ja, doch, Ehre!), an diesem wohl wahnsinnigsten Buch des Jahres beteiligt zu sein? Erinnert ihr euch an die LBM 2017? Am Freitagabend ging das, meine ich, schon los. In der Soupbar. Lag es an der Suppe? Eher wohl an den Cocktails. Man weiß es nicht. Am Sonntag beim Frühstück am Hauptbahnhof kristallisierte sich dann eine konkrete Idee heraus, und so ungefähr zwei Monate später fragt Michaela mich doch tatsächlich an, ob ich bereit sei, das Lektorat ebenjenes Machwerks zu übernehmen, das sie wirklich, ernsthaft, echt jetzt, niedergeschrieben hat. Und es kam alles drin vor, worüber wir vorher herumgealbert hatten: Einhörner, Millionäre, Sex, Zombies und ganz viele Penisse.

Der Oberhammer war aber, als ich nach vollendetem Lektorat erfuhr, dass niemand Geringeres als der Amrûn Verlag die Geschichte verlegen würde. Whooaat? Jürgen Eglseer ist halt auch so ein Bekloppter. Und ein Visionär. Er hat das Potential dieser Geschichte sofort erkannt und zugeschlagen, bevor es ein anderer tun konnte. Tja, und so kam es, dass ich mich Verlagslektorin bei Amrun nennen darf und mit meiner Lieblingsverrückten zusammen ein Buchbaby zur Welt gebracht habe. Und ist das Cover nicht der Hammer? Michaela wird am Freitag um 13 Uhr am Stand von Amrûn (Halle 2 H329 direkt neben der Fantasy-Leseinsel) zu finden sein und signiert euch bestimmt gern eines ihrer Bücher!

LBM nicht ohne Skoutz

Ich fühle mich ja schon mit Skoutz verbunden, seit sie vor zwei Jahren zum ersten Mal den Skoutz Award verliehen und ich es bis ins Finale schaffte. Auf jeder LBM besuche ich das Team auf dessen Stand. Zum mittlerweile 6. Mal steigt am Freitagabend die Skoutz Leserparty, und ich werde wieder mit von der Partie sein. Zusammen mit ein paar Freunden werden wir die BB Eventbar unsicher machen.

An diesem Abend werden auch die Midlists zu den Skoutz Awards 2018 verkündet, und ich hege ja ein wenig die Hoffnung, dass Qindie es mit der wunderbaren Anthologie "Letzte Fahrt" schafft. Mal schauen, ob wir Antho-Juror Thorsten Küper überzeugen konnten. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Dunkle Begegnungen auf der LBM

Wenn ihr mögt, besucht mich am Qindie-Stand und werft einen Blick in mein frisch erschienenes Buch "Dunkle Begegnungen". Ich werde einen kleinen Vorrat an Taschenbüchern mitbringen und würde mich sehr freuen, das eine oder andere Exemplar mit Widmung an die Frau oder den Mann bringen zu dürfen.

Aber auch sonst freue ich mich auf euren Besuch und viele gute Gespräche. Wer mich noch nicht persönlich kennt: So bedrohlich bin ich gar nicht! Ich kann auch ganz lieb sein.

So, ich habe bestimmt was vergessen, aber ihr seht schon, mein LBM-Terminkalender ist pickepackevoll. Und ich freue mich ja so darauf!

Sehen wir uns?




Mittwoch, 18. Oktober 2017

BuCon 2017 - Mein Rückblick

Das BuCon-Mobil
Ich muss mich sputen. Es wurden schon einige Berichte und Fotostrecken zum BuCon 2017 veröffentlicht. Erst heute hat mein lieber Kollege Thomas Williams einen schönen Rückblick auf seinem Blog veröffentlicht. Da wird es jetzt wirklich Zeit für meinen.

Ich ließ mir Zeit und gehörte nicht zu den ersten, die in die Hallen des Bürgerhauses Dreieich-Sprendlingen strömten. Dafür war es am Abend zuvor einfach zu spät geworden (ihr wisst schon: Skoutz Award und so).

Gegen 11 Uhr war ich dann endlich da und lief direkt in Joachim Sohn hinein, was ein Glück war, denn er befand sich schon auf dem Sprung zur FBM, nahm sich aber noch Zeit für ein Gespräch. Als nächstes steuerte ich den Stand von Amrûn an und fachsimpelte erst einmal mit dem Verleger - über Maden und welche Bedeutung sie in der Medizin haben. Ich vermute, das war nicht einmal das seltsamste Gespräch, das an diesem Tag während des BuCons stattfand.

Tommy Krappweis in seinem Element
Von Amrûn nahm ich mir ein Exemplar der frisch erschienenen Horror Legionen 3 mit. In dieser Anthologie sind einige meiner deutschsprachigen Lieblingsautoren vertreten, außerdem waren ein paar von ihnen anwesend. Die Gelegenheit musste ich doch gleich nutzen und machte mich erst einmal auf Autogrammjagd. Am Ende des Tages hatte ich die Unterschriften von Simona Turini, Piper Marou, Bernar LeSton, Torsten Scheib und Markus K. Korb ergattert.

Es ist schon ein Wahnsinn, wen man alles auf dem BuCon treffen kann. Nicht nur viele befreundete Autoren, auch ein paar richtig große Namen der phantastischen Literatur waren wieder dabei, zum Beispiel Markus Heitz oder die Orgel-Brüder. Und diesmal schaffte ich es, mir einen Vortrag von Tommy Krappweis anzuhören. Er sprach über Fantasy und Humor, zeigte anhand von ein paar Beispielen aus seinen eigenen Werken, wie Humor in einer Fantasygeschichte funktionieren kann und machte das auf eine sehr sympathische, unglaublich lustige Art und Weise.

Unterhaltsam war auch das Amrûn-Panel, das ich - genau wie den Krappweis-Vortrag zuvor - zusammen mit Thomas Williams (noch so ein Lieblingsautor) besuchte. Jürgen Eglseer stellte acht Autoren nebst ihrer neuesten Werke vor: Susanne Pavlovic stellte ihren neuen "Feuerjäger"-Band vor. Das Buch ist so ein Klotz, das steht von alleine und enthält mit Sicherheit wieder eine großartige Geschichte. Der erste Teil gewann im letzten Jahr den Deutschen Phantastik Preis. Janika Hoffmann präsentierte ihren Jugendfantasyroman "Drachenkralle". Carolin Gmyrek plauderte über ihre Zombienovelle "Zirkus", die innerhalb des Zombie Zone Germany Universums spielt. Um Zombies geht es auch bei Simona Turini, allerdings eher wissenschaftlich, denn sie verarbeitete in ihrem als Magisterarbeit entstandenen Sachbuch "Sie sind da" Zombies als Figuren in Literatur und Film.
Von links: Jürgen Eglseer, Susanne Pavlovic, Janika Hoffmann, Carolin Gmyrek, Torsten Scheib, Simona Turini,
Christian Günther, Markus K. Korb. Nicht im Bild: Michael Marrak. Zufällig im Bild: BuCon-Organisator Roger Murman

Torsten Scheib lässt es gleich so richtig krachen, denn in seinem Roman "Götterschlacht" geht es um nichts Geringeres als Ragnarök - das Ende der Welt. Christian Günther entführte nach Faar, die fantastische Welt, die er erfunden hat und die er als "Lovecraft mit Äxten" beschreibt. Markus K. Korb stellte seine Geschichtensammlung "Spuk!" vor und nannte die darin enthaltene Kurzgeschichte "Die Quote" als seinen persönlichen Favoriten. Zu guter Letzt - tatsächlich mit Verspätung - erzählte Michael Marrak ein bisschen über seinen "Kanon mechanischer Seelen", eine wahrscheinlich total verrückte Geschichte, die gut 12.000 Jahre in der Zukunft spielt. Das beobachte ich schon eine Weile und habe es vorgemerkt, denn Marrak schreibt hypnotisierend gut.

Mit Thomas Williams beim Krappweis
Danke für den Kaffee!
Ich hatte mir aufgrund meines ohnehin schon irre hohen Stapels ungelesener Bücher ein strenges Bücherkaufverbot auferlegt und dieses auch - bis auf die Horror Legionen - auch eingehalten. Aber auf dem BuCon kann man schon schwach werden. Allein bei Amrûn hätte ich mich um Kopf und Kragen kaufen können.

Also nutzte ich die Zeit lieber, um mit vielen lieben Buchmenschen zu plaudern, herumzualbern, zu fachsimpeln, Kaffee zu trinken und mir noch ein paar Lesungen anzuhören, so auch die von Tom Daut, der auf sehr charismatische Weise in seine dystopische Welt von "Anno Salvatio" entführte.

Ich verbrachte gut neun Stunden auf dem BuCon, aber die Zeit verging wie im Flug. So intensiv, so lustig, so spannend - das war wieder ein echtes Highlight, und ich weiß, ich bin mit diesem Eindruck nicht allein. Wollen wir hoffen, dass die Zeit bis zum nächsten BuCon ebenfalls wie im Flug vergeht.




Regina Schleheck las vom "Dölfchen"

Markus Heitz von oben belauscht

Von Tom Daut mitreißen lassen


Mittwoch, 30. Dezember 2015

Jahresrückblick, die erste: Meine Lesehighlights 2015

Kaum noch 24 Stunden, bis das Jahr vorbei ist. Höchste Zeit, mich mit dem Zurückblicken zu befassen. 2015 ist wahnsinnig viel passiert, vor allem viel Schönes und Aufregendes, deshalb teile ich meinen Jahresrückblick mal ein wenig auf.

Heute schaue ich zunächst auf die Bücher und Geschichten zurück, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Literarisch betrachtet bestand 2015 für mich fast nur aus Highlights, da wird es es schwierig, jedem gelesenen Buch wirklich die Ehre zu erweisen, die es meiner Meinung nach verdient hat. Ich mache einfach ein Best-of draus und präsentiere euch nun eine sehr subjektive Auswahl meiner persönlichen Lesehighlights 2015.

Wiederentdeckung 2015

"Die unendliche Geschichte" von Michael Ende
Was habe ich dieses Buch geliebt! Ach was, ich liebe es immer noch. Dieses Buch gehört definitiv auf meine Liste der Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Als Kind besaß ich immer nur die dtv-Taschenbuchausgabe. Die war zwar auch ganz schön, aber eben kein Hardcover. Anfang des Jahres entdeckte ich auf einem Bücherbasar die gebundene Erstausgabe des Thienemann Verlages und musste einfach zuschlagen. Ich habe das Buch nicht noch einmal ganz gelesen, aber es liegt seitdem stets in Reichweite, und ich liebe es, darin zu blättern und die eine oder andere Passage zu genießen.

Genre-Ausreißer 2015

"7 Days of Black" - Reihe von Bella Lamour
Ich führe ja Lektorat und Korrektorat für andere Autoren durch, und auf diesem Wege lerne ich auch immer wieder Geschichten und Genres kennen, die ich normalerweise überhaupt nicht auf dem Schirm hätte. So geschehen mit den Erotikthrillern von Bella Lamour. Wir lernten uns im Frühjahr kennen, ich korrigierte eine kürzere SM-Story und war beeindruckt davon, wie elegant und zugleich prickelnd man sich ausdrücken kann, wie treffend man erotische Szenen beschreiben kann, ohne kitschig zu werden oder ins Klischee abzudriften. Bis dahin hatte ich "solche Geschichten" immer von meinem Leseradar verbannt. Keine Angst, ich bin immer noch kein Fan des Genres - Stilblüten wie "50 Shades of Grey" werde ich weiterhin meiden. Aber die Bücher von Bella Lamour haben einen besonderen Platz in meinem Bücherherzen, seit ich mit dieser tollen Autorin zusammenarbeite. Sie kann nicht nur Erotik, sie kann auch Thriller und Horror und weiß, wie sie das geschickt miteinander verwebt. Ihre Reihe "7 Days of Black" ist deshalb mein Geheimtipp für Liebhaber(innen) des Genres.

Anthologie-Highlights 2015

Ihr wisst mittlerweile, wie gern ich Kurzgeschichten lese. Wenn dann Anthologien auf den Markt kommen, die das Thema Horror behandeln, in denen Lieblingsautoren wie Vincent Voss mit von der Partie sind und die bei so tollen Verlagen wie dem Amrûn Verlag erscheinen, kann ich einfach nicht Nein sagen. In diesem Jahr waren es zwei Anthologien, die mir besonders gut gefallen haben. Beide aus dem Amrûn Verlag, einmal geht es um Zombies, einmal um Haunted Places, also Orte, an denen es spukt.
Die "Zombie Zone Germany" habe ich noch nicht komplett durchgelesen, deshalb werde ich meine ausführliche Buchbesprechung im nächsten Jahr abgeben. Dagegen habe ich die dritte Ausgabe der "Mängelexemplare: Haunted" schon gelesen, bin aber seit Wochen nicht mehr dazu gekommen, darüber etwas im Blog zu veröffentlichen. Auch das werde ich nachholen. So viel darf ich verraten: Beide Bücher sind etwas Besonderes, beide enthalten ein paar großartige Stories, die mich mächtig begeistern konnten. Must-Reads für Freunde des Horrors in Kurzform!


Abgefahrenster Horrorschmöker 2015

"Crossover: Es wird dich verändern" von Fred Ink
Was für ein Hammerbuch! Seit "Wurmstichig" bin ich ein Fan des Autors. Auch mit "Crossover" konnte er mich restlos begeistern. Das ist eines dieser Bücher, bei denen ich nicht aufhören konnte zu lesen und mich gleichzeitig davor gefürchtet habe, welcher Schrecken mir beziehungsweise den armen Protagonisten auf der nächsten Seite begegnen würde. Mehrere Menschen, die sich nicht kennen, erwachen an einem fremden Ort, der von massivem Zerfall gezeichnet ist. Sie wissen nicht, wo sie sind, wie sie hergekommen sind und wie sie wieder rauskommen. Und als ob das nicht reichen würde, um durchzudrehen, werden sie von furchterregenden Viechern und seltsamen, menschenähnlichen Geschöpfen bedroht. Mehr will ich darüber nicht verraten. Lesen, okay? Unbedingt lesen!

Lustigstes Buch 2015

"Mad Jerry - Der postapokalyptische umherziehende Krieger" von Ben Wallace
Ein lustiger Endzeitroman? Ja, geht denn das? Klar! Dieses Buch aus dem Luzifer Verlag hat mich davon überzeugt, dass die Apokalypse eigentlich gar nicht so schlimm ist. Also hinterher. Natürlich ist das Leben für einen postapokalyptischen umherziehenden Krieger nicht leicht. Hat auch keiner behauptet. Aber lustig ist es durchaus. Zumindest aus Sicht des Lesers, also aus meiner Sicht. Das Schöne ist, dass der Autor seine Protagonisten sehr ernst nimmt und sie einfach nur in völlig absurde Situationen hineinstolpern lässt, wobei weder Action noch Spannung und Endzeithorror zu kurz kommen. Eine skurrile, geniale Mischung, die einfach Spaß macht. Wer Mad Max mag und gern dystopische Geschichten liest und Lust auf eine gelungene Genre-Parodie hat, der ist hier genau richtig. Mehr darüber schrieb ich bereits im Juni 2015 in diesem Artikel.

Überraschungshit 2015

"Basaltblitz" von Markus Tillmanns
Die Geschichte eines nerdigen Teenagers, der über Nacht Superkräfte erlangt, weil er versehentlich einen Kometen gegessen hat. Klingt bescheuert? Ja, irgendwie schon. Aber es ist so verdammt geil! Ich wäre von allein wohl nie auf die Idee gekommen, dieses Buch zu lesen, aber der Autor hatte zum Glück die Idee, mir ein Rezensionsexemplar anzubieten, und nach der Lektüre des Klappentextes und einer Leseprobe wusste ich: Das wird ein Riesenspaß! Ich bin total begeistert von diesem Buch, nicht nur von der Idee der Geschichte selbst, auch nicht nur von dem krass-genialen Cover, sondern vor allem von dem unglaublich guten Stil des Autors. Markus Tillmanns versteht es exzellent, peinliche Situationen unterhaltsam zu beschreiben, und zwar so, dass man stets eine Mischung aus Mitleid und Fremdschämen für den Protagonisten empfindet. Ich habe selten solch treffenden Humor in einer Fantasy-Geschichte und so schöne Dialoge gelesen wie in diesem Buch! Für mich war "Basaltblitz" DIE Lese-Überraschung des Jahres! Meine ausführliche Buchbesprechung gibt es hier.

Epischstes Buch 2015

"Revival" von Stephen King
Natürlich durfte dieses Jahr nicht vorbeigehen, ohne dass ich mindestens einen King gelesen habe. Ich habe sogar zwei gelesen, denn "Joyland" war auch dabei. Doch "Revival" war definitiv das epischere Werk. Ein fetter Wälzer mit einer Geschichte, die sich über das gesamte Leben des Protagonisten Jamie erstreckt, der an verschiedenen Stationen immer wieder auf den Priester Charles Jacob trifft, einen komischen Kauz mit einer ungesunden Leidenschaft für Elektrizität. Düster, traurig, hypnotisierend. Ich habe die Lektüre genossen und fand das Ende mit dieser gewissen Reminiszenz an das Lovecraftsche Universum stimmig und auf bizarre Art schön. Ich habe das Buch ausführlich auf dem Blog besprochen.

Schönstes Buch 2015

Ausgerechnet weder ein Horror-Roman noch ein Thriller oder irgendeine andere Suspense-Spielart. Das "Ferienbegräbnis" ist ein großartiger deutscher Roman, der von Sarah und ihrem Lebensgefährten Ulf erzählt. Lebenskünstler, die ihr Geld mit dem Verkauf geklauter, bunt eingefärbter Toupets verdienen, sich um einen Hund mit drei Beinen und die hochschwangere Freundin kümmern, die ausgerechnet mit Pädo-Pallasch zusammen ist, dem ehemaligen Lehrer, der sie damals in der Schule immer belästigt hat. Plötzlich will Ulf auch ein Kind, doch Sarah fühlt sich dafür überhaupt nicht bereit, denn vor kurzem sind ihr Vater und ihr Hamster verstorben, und auf ihrer Lebens-To-Do-Liste stehen noch so viele unerledigte Dinge wie die Rache an ihrer Jugendliebe oder der Besuch eines Backstreet-Boys-Konzerts. Das Buch ist einfach nur wunderschön, geschrieben in einer Leichtigkeit, die manchmal über die tiefsinnigen Themen hinwegtäuscht, die darin auftauchen. Außerdem steckt es voller wunderschöner Sätze. Schon der Anfang liest sich für mich richtig poetisch: "Der Hamster ist tot. Ich weiß gar nicht, wie ich das finden soll. Ich gucke meinen Hund an, aber der weiß es auch nicht." Und so geht es weiter, zum Beispiel hier: "Um den Geldmangel nicht so sehr zu spüren, beschenkten wir uns gegenseitig mit Dingen, die nichts kosteten - Gutscheinen, Fotos von in der U-Bahn schlafenden Menschen, geklauten Straßenschildern und NPD-Wahlwerbekugelschreibern." Hach. Ich hatte es viel zu schnell durchgelesen, aber das macht nichts, ich will es irgendwann ein zweites Mal lesen. Dieses Buch ist es wert!

Aussicht 2016 - Darauf freue ich mich


Zwei Titel liegen auf meinem Stapel ganz oben. Da wäre einmal die Kurzgeschichtensammlung "Auf dunklen Schwingen" von Melanie Vogltanz. Die österreichische Autorin konnte mich schon mit ihrem düsteren Vampirroman "Maleficus - Schwarzes Blut", das ich damals für den Papierverzierer Verlag lektorierte, überzeugen. Nun bin ich auf ihre Kurzgeschichten gespannt, über die ich schon viel Gutes gehört habe. Dann wartet der Science Fiction Roman "Paradox" von Phillip P. Peterson auf mich. Der Gewinner des Kindle Storyteller Awards 2015 hat mich neugierig gemacht und wird der erste SciFi-Roman seit langem auf meiner Leseliste sein. Außerdem freue ich mich riesig auf die neue Kurzgeschichtensammlung von Stephen King. Sie wird den Titel "Basar der bösen Träume" tragen und erscheint genau an meinem Geburtstag - am 18. Januar 2016. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist!


Wie erwähnt - das war nur ein kleiner Ausschnitt - gelesen habe ich noch viel mehr - der aber genügen muss, ich will euch ja nicht langweilen. Und ihr? Was waren eure Lesehighlights 2015? Und auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch im kommenden Jahr?