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Sonntag, 31. März 2019

Leipziger Buchmesse 2019 - Nachlese

Eine Woche ist es her, dass ich randvoll mit Eindrücken und etwas erschlagen aus Leipzig zurückkam. Buchmesse ist genial und hat wieder wahnsinnig viel Spaß gemacht. Buchmesse ist aber auch ein bisschen Ausnahmezustand. Wie ein mehrtägiges Festival: viel Lärm, viele Menschen, viel Spaß, viel Alles irgendwie, wenig Schlaf und alles so intensiv. Es überwältigt jedes Mal aufs Neue und hinterlässt bei mir in den darauffolgenden Tagen immer so ein merkwürdig leeres Gefühl. Einerseits fühle ich mich vor lauter Inspiration und Motivation bis zum Zerreißen gespannt, andererseits fällt es mir schwer, mich zu fokussieren, wieder in meinen normalen Alltag hineinzufinden und gleichzeitig all die Ideen und Gedanken zu sortieren und etwas Konstruktives daraus zu machen. Ein bisschen wie Jetlag.
LBM Impressionen 2019

Festival der Bücher

Qindie auf der LBM 2019
"Buchmesse, aha. Und was gibt es da so? Also außer Büchern?"

Meine Begeisterung für die LBM können in meinem persönlichen Umkreis viele nicht nachvollziehen. Wie oft habe ich schon die Frage gestellt bekommen, was das Besondere an einer Buchmesse sei, wo man doch auch ganz normal in einen Buchladen gehen oder seinen Lesestoff online kaufen könne.

Fragt doch mal einen Autofan, was so toll an der IAA sein soll, wo er doch täglich auf der Straße von Autos umgeben ist. Seht ihr. Es ist mehr als das. Es geht um so viel mehr als Bücher. Es geht bei der Leipziger Buchmesse vor allem um die Menschen. Wo sonst treffe ich so viele Gleichgesinnte auf einem Haufen? Wo sonst kann ich fachsimpeln über alles, was mit dem Schreiben, dem Lesen und Geschichten an sich zu tun hat?

Nicht alle, aber die meisten Autoren der Anthologie
"Ghost Stories of Flesh and Blood" bei der Signierstunde
Die LBM ist inzwischen für mich so viel mehr als eine simple Messe. Sie ist ein großes Fest, eine Art Familienfeier, auf der ich ganz viele liebgewonnene Buchmenschen wiedersehe, die ich sonst nirgends persönlich treffe. Auf der LBM finden wir zueinander, kommen ins Gespräch, gehen gemeinsam zu Lesungen. Ich kann dort natürlich auch Bücher kaufen, aber dann sind das Bücher, in die der Autor gleich noch eine persönliche Widmung schreibt und auf Wunsch ein Foto mit mir macht. Denn die LBM ist zugleich ein wahrer Hotspot für Vertreter der schreibenden Zunft, vom Debütanten über den unabhängig veröffentlichenden Selfpublisher bis zum Bestsellerschwergeschwicht à la Sebastian Fitzek (der da war, den ich aber nicht gesehen habe - Prioritäten und so).



Ich kam, ich las, ich hörte zu

Die LBM Guerillas 2019

In diesem Jahr fuhr ich mit vier Lesungsterminen im Gepäck nach Leipzig. Leider erfuhr ich direkt nach der Ankunft, dass einer der Termine ausfiel, weil der Inhaber der geplanten Location absagen musste. Es betraf die Gemeinschaftslesung von Qindie. Es gab zwar einen Ausweichtermin, aber der war zu kurz für alle geplanten Lesenden, so dass ich da raus war und mich auf die immerhin verbliebenen drei Lesungen konzentrierte. Nummer 1 fand vormittags zusammen mit den LBM-Guerillas statt.

Mein Auftritt bei den LBM Guerillas
Eine Art literarischer Spaziergang durch Leipzigs Innenstadt vom Mendebrunnen am  Augustusplatz bis zum Hauptbahnhof mit vielen coolen AutorInnen, die alle ihre extra für dieses Event verfassten 500-Wort-Geschichten vortrugen. Zum Glück war uns das Wetter diesmal hold. Bei bestem Frühlingsfeeling mit Sonnenschein und Temperaturen bis 20 Grad machte es wesentlich mehr Spaß - Apokaleipzig fiel Gott sei Dank aus. Unsere Aktion kam gut an - die Geek Germany berichtete sogar über uns in ihrem Messebericht.

Am späten Nachmittag dann hatte ich meine eigene Gänsehautpralinen-Lesung in Halle 5 auf dem Messegelände. Wie befürchtet hielt sich die Zuhörerzahl in überschaubaren Grenzen, denn da die Messe um 18 Uhr schloss, waren viele schon auf dem Rückweg. Aber die, die gekommen waren, lauschten gebannt, grinsten, verzogen das Gesicht und applaudierten nach jeder Mikrogeschichte. Auch die Pralinen, die von meiner Autorenfreundin Michaela Harich in Handarbeit gefertigt worden waren, fanden begeisterte Abnehmer. Und Bücher verkaufte ich anschließend auch. So gesehen war es ein Erfolg, und wer weiß, wie gut die Lesung angekommen wäre, hätte man mir einen früheren Slot eingeräumt.

Lesung in der Soupbar
Abends trafen sich die Autoren der Anthologie "Ghost Stories of Flesh and Blood" in der wunderbaren Soupbar Summarum, in der ich nicht zum ersten Mal vor Publikum las. Leider waren beide Herausgeber, die wunderbare Faye Hell und der geniale Mario Steinmetz, verhindert, aber es waren genügend Antho-Autoren da und gaben Auszüge aus ihren Geschichten zum Besten. Ich hatte viel Spaß dabei, meinen KollegInnen zu lauschen, sie schafften es teilweise sogar, mir Gänsehaut zu bereiten. Und auch mein Auszug aus "Das Haus am Friedhof" konnte begeistern.

Samstagabend waren wir dann "nur" Gäste. Zusammen mit Michaela Harich und Thomas Williams schaffte ich es nach einer mehr als abenteuerlichen Odyssee von der Messe inklusive brennender Tram noch rechtzeitig in die Getränkefeinkost Leipzig, wo der erste Teil der Veranstaltung "Phantastische Bierwesen und wo sie zu finden sind" stattfand.

Das Bier hatte es in sich ...

Überlebende Apokaleipzig 2.0
Nicht einmal die brennende Tram konnte uns stoppen!
(Michaela Harich, Thomas Williams et moi)
Organisatorin Carolin Grzymek gab tiefgründige Gedichte zum Besten, anschließend lasen Torsten Scheib und Simona Turini vor. Bei Bier (mit wahnsinnigen 9,1 % Alkohol!!!) und Nüsschen, die uns die leeren Mägen vor dem Hungertod retteten, lauschten wir den dreien. Mit einem weiteren Bier (mit etwas weniger Umdrehungen) in der Hand machte sich die ganze Truppe dann auf zur nächsten Location - das Dr. Hops, eine Craftbeer-Manufaktur. Ein richtig cooler Laden, in dem es dann endlich auch etwas zu essen gab. Zwar waren es "nur" Schnittchen, aber Leute: Noch nie hat mir ein Schmalzbrot mit Gewürzgurke so gut geschmeckt! Im Dr. Hops erlebte ich den ersten Live Poetry Slam meines Lebens, und das war so genial. Besonders die Slammerin Caro aus Hamburg mit ihrer Liebesode an Luigi (ja, den Bruder von Super Mario!) war der Hammer. Auch Vincent Voss war da und mogelte sich mit eigenem Text auf die Bühne - nicht umsonst wird er die "Helene Fischer des deutschen Horrors" genannt. Es wurde verdammt spät, aber wir hatten so viel Spaß - ich bereue nichts!

Sonntag stand dann nur noch die Heimfahrt an. Michaela Harich war ja meine Fahrerin. Sie holte mich auf der Hinreise an der Haustür ab und brachte mich auch wieder sicher heim, und während der zwei Fahrten plauderten wir stundenlang - natürlich - über Bücher und Geschichten, Autoren, Verlage, schmiedeten Pläne zur Welterob... äh ... zu gemeinsamen Buchprojekten, und es könnte sein, dass wir auch ein bisschen über die eine oder andere Buchmessesache lästerten - wie Mädchen das nun mal so machen. Man möge es uns nachsehen.

LBM nicht ohne Qindie

Die Qindie-Truppe im Reuschels Weineck
Dank meiner Mitgliedschaft bei Qindie konnte ich mich ja auch wieder als Mitausstellerin präsentieren. Unser Stand befand sich wie gewohnt in Halle 5, in bester Nachbarschaft zu Amazon und BoD. Wir konnten uns nicht über Leerlauf beklagen. Es waren immer Besucher am Stand, mit denen wir ins Plaudern kamen. Auch Bücher wurden ordentlich verkauft. Nach ersten Zählungen haben wir wohl diesmal so viele Bücher in Leipzig verkauft wie noch nie. Das zeigt uns auch, dass Qindie angekommen ist und angenommen wird. Es waren jedenfalls auch einige "Wiederholungstäter" bei uns am Stand. Mit den Qindies wohnte ich auch wieder in unserer Autoren-WG, und am Donnerstagabend gingen wir - auch schon Tradition - in Reuschels Weineck essen. Den Laden kann ich nur empfehlen: ein sehr lieber Wirt, guter Wein und - das Wichtigste - superleckeres Essen, denn hier steht die Mutti in der Küche und so schmeckt es tatsächlich wie bei Muttern. Mein Tipp: Kohlroulade und der Gurkensalat vorneweg!

Qindie hat schon entschieden, dass es auch 2020 wieder eine Messebeteiligung geben wird. Und auch ich persönlich habe den Termin schon in meinen Kalender eingetragen. LBM 2020 - darauf freue ich mich jetzt schon!


Montag, 25. Februar 2019

Leipzig liest - und noch mehr Lesungen!

Bild: http://www.leipziger-buchmesse.de/ll
Ich weiß ja nicht, ob ihr das alle mitbekommen habt, deshalb verkünde ich es hier sicherheitshalber mal für euch:

Das Programm von Leipzig Liest ist jetzt online! Ihr findet es HIER.

Surft mal durch, es ist prall gefüllt. Für jeden Geschmack, jedes Publikum, quasi jede Art von Buchmensch lässt sich da etwas finden.

Auch meine Lesung wird dort ganz offiziell aufgeführt, und zwar genau hier. Wer es sich einfach in seinen Papierkalender notieren will: Freitag, 22. März 2019, 17:30 Uhr, Halle 5 Stand D302 Leseinsel der Autorengemeinschaftspräsentation. Es gibt Gänsehautpralinen - übrigens wird es auch richtige Pralinen geben, die könnt ihr dann genüsslich im Mund schmelzen lassen, während ich euch mit meinen Geschichten Gänsehaut bereite. :-)

Qindie liest auf der LBM 2019:

David Pawn

Katharina Gerlach

Und last, but not least: unsere Gemeinschaftslesung "Bloody Qindie - Gruselstunde im Blumenladen"


Flash Fiction, Baby!

Wo wir gerade bei Lesungen sind ... Ich werde an diesem Tag noch an einer weiteren Gemeinschaftslesung teilnehmen, also eigentlich sogar an zweien, die beide nicht im offiziellen Programm geführt werden. Die eine deshalb nicht, weil es 'ne Guerilla-Lesung ist. Und Guerillas kommen unangekündigt, ist klar, oder? (Psst, Interessierte und Mutige kommen am 22.03.2019 um 10 Uhr zum Mendebrunnen in der Leipziger Innenstadt, okay?) Ist übrigens schon die dritte Guerilla-Lesung, und diesmal haben alle AutorInnen extra dafür Geschichten mit maximal 500 Wörtern Länge geschrieben.

Die Geister, die ich rief

Die andere Lesung hat sich erst vor wenigen Tagen ergeben, da stand das offizielle Programm von Leipzig liest schon: Die Autoren der Horror-Anthologie "Ghost Stories of Flesh and Blood" laden am 22.03.2019 um 21 Uhr in die Soupbar Summarum, wo sie euch bei lecker Cocktails und vielleicht noch einem späten Süppchen das Fürchten lehren wollen.

Kommt zahlreich und pünktlich - der Laden ist nicht riesig, aber gemütlich. Das wird super.

Für beide Lesungen gibt es aber immerhin Facebook-Veranstaltungen, so entgeht euch nichts!

Ghost Stories of Flesh and Blood - Führung durchs Geisterhaus
LBM Guerillas Lesung

Bald, schon bald ist Buchmesse - und ich freue mich drauf!

Dienstag, 22. Januar 2019

Die LBM 2019 wird ein (Vor-)Lesemarathon

Es geht langsam wieder los, das Hibbeln und die Vorfreude auf eines der schönsten Feste zu Ehren des geschriebenen Wortes: die Leipziger Buchmesse. Auch in diesem Jahr werde ich hinfahren und fange allmählich an, meine Vorbereitungen zu treffen.

Save the date: 22. März 2019

Eines kann ich jetzt schon feststellen: Die LBM 2019 wird ein Vorlesemarathon für mich. Ich habe drei (!) Lesungen, aber der Haken ist: Alle drei Lesungen finden an einem Tag statt. Also, liebe Freunde der unheimlichen Kurzgeschichte, notiert euch schon mal Freitag, den 22. März 2019, den Tag meines LBM-Vorlesemarathons.

Los geht es mit den LBM-Guerillas. Zum dritten Mal treffen sich mutige Vorleserebellen am Freitagvormittag in der Leipziger Innenstadt, um zufälligen Passanten und extra angereisten Groupies unsere exklusiv für dieses Event verfassten Kürzestgeschichten vorzutragen. Bleibt an mir dran, damit ihr rechtzeitig Startpunkt und Uhrzeit erfahrt, um die Guerillas bei ihrem literarischen Frühlingsspaziergang durch Leipzig zu begleiten!

Um 17.30 Uhr seid ihr dann bitte alle pünktlich auf dem Messegelände, und zwar in Halle 5, Stand D302, an der Leseinsel der Autorengemeinschaftspräsentation. Ich weiß, das ist schon kurz vor Feierabend, aber die Veranstalter von Leipzig liest nahmen wohl an, dass meine Gruselstories besser in den späten Nachmittag passen als in den Vormittag. Und es ist der Messefreitag, da werdet ihr doch bestimmt anschließend direkt vom Messegelände aus zu den Abendterminen strömen, die nicht vor 19 Uhr beginnen. Na also, da ist doch genügend Zeit für ein bisschen Gänsehaut, wenn ich unter dem Motto "Gänsehautpralinen" meine dunklen Kurz- und Kürzestgeschichten präsentiere.

Apropos Abendtermine. Ich hätte da gleich einen Tipp. Nachdem ich euch schon einmal in die richtige Schauerstimmung gebracht habe, könnt ihr mir direkt folgen - in den Blumenladen "Rosenkavalier", der am Freitagabend ab 20 Uhr Schauplatz der diesjährigen Bloody-Qindie-Gemeinschaftslesung sein wird. David Pawn, Katharina Gerlach, Regina Mengel und ich werden euch dann feinsten Grusel aus unseren inzwischen vier Bloody-Qindie-Anthologien und einiges mehr präsentieren. Die letzte unter dem Titel "Zimmerservice" habe ich gerade erst gelesen, die ist richtig gut geworden.

Ich bin auf diese Location schon sehr gespannt und hoffe, dass die Besitzer alles passend dekoriert haben werden. Vor zwei Jahren waren wir ja in einem Autohaus, und das war einfach genial gewesen. Dieses Jahr also ein Blumengeschäft, warum nicht?

Übrigens, Fun Fact am Rande: Die Stühle, auf denen ihr an diesem Abend sitzen werdet, leihen die Blumenhändler beim benachbarten Beerdigungsinstitut aus. Das kann nur gut werden!



Die Termine im Überblick:

Freitag, 22.03.2019

Vormittags - Leipziger Innenstadt - LBM-Guerilla Lesung (stay tuned for more information)

17.30 Uhr - Halle 5, D302 - Ich präsentiere meine Gänsehautpralinen

20.00 Uhr - Rosenkavalier, Prager Straße 189 04299 Leipzig Süd - Bloody Qindie liest

Ich freue mich auf Leipzig - und auf euch!





Dienstag, 6. März 2018

Countdown zur LBM 2018

In nicht einmal 10 Tagen startet endlich wieder die Leipziger Buchmesse, und so langsam werde ich hibbelig, denn ich fahre wieder hin. Für mich ist es in diesem Jahr wieder besonders aufregend, denn ich habe eine Neuerscheinung aus eigener Feder im Gepäck und werde eine Autorin bei der Präsentation ihrer eigenen Neuerscheinung tatkräftig unterstützen. Ich werde vor Publikum lesen und eine Party für Buchmenschen besuchen. Ich werde Autoren treffen, mit denen mich schon eine jahrelange Freundschaft verbindet, und ich freue mich auf ein paar neue Gesichter und auf ein Wiedersehen mit alten Freunden aus längst vergangenen, aber nie vergessenen Zeiten wiedersehen.

Aber der Reihe nach, sonst komme ich noch selbst durcheinander!

Hier kommt also mein Fahrplan nach Leipzig.

Qindie-Power

Nur dank Qindie kann ich auch in diesem Jahr von mir sagen, dass ich als Aussteller zur Messe fahre. Denn wir haben wieder einen gemeinsamen Messestand. Wo? Genau hier, bitte notieren:

Halle 5 Stand C301

Ihr werdet uns am großen Q schon von weitem erkennen. Wir befinden uns wieder in hochkarätiger Gesellschaft mit Amazon KDP, Tolino Media, BoD & Co. Qindie hat auch ein paar spannende Termine auf der Buchmesse und in Leipzig, zum Beispiel Lesungen unserer Autoren in den Messehallen, eine Pressekonferenz am Freitagnachmittag am Stand und eine Gemeinschaftslesung am Samstagabend, bei der ich auch dabei sein werde.

Alle Infos rund um den Qindie-Messeauftritt findet ihr in übersichtlicher Form auf unserer Website.

Am Samstagvormittag habe ich dann auch ganz offiziell Standdienst, werde mich aber auch sonst immer wieder an unserem Stand blicken lassen.

Psst - Guerillas in der Stadt

Am Freitagvormittag solltet ihr, sofern ihr keine festen Termine auf der LBM habt, nicht sofort zum Messegelände fahren, sondern erst einmal gemütlich frühstücken und dann um 10 Uhr zum Mendebrunnen am Augustusplatz kommen, wo sich zum zweiten Mal eine illustre Schar von Autoren zur gemeinsamen unangemeldeten Lesung verabredet hat.

Mit dabei sind zum Beispiel Faye Hell, die Initiatorin dieser genialen Aktion, Simona Turini, Michaela Harich, M.H. Steinmetz, Melanie Vogltanz, meine Wenigkeit und noch einige andere "Buchstaben-Rebellen".

Wir machen einen gemeinsamen Spaziergang bis zum Hauptbahnhof mit mehreren Stationen, an denen jeweils ein paar aus unseren Reihen ein paar düster-unterhaltsame Kostproben ihres schriftstellerischen Könnens zum Besten geben.

Könnte sein, dass auch ein paar Goodies verteilt werden. Und Süßigkeiten. Also, was ich eigentlich sagen will: Es lohnt sich!

Es gibt eine Facebook-Veranstaltung für unsere streng geheime Lesung. Sucht mal danach (Guerilla Lesung LBM18) oder schreibt mir eine PN, ich lade euch gern ein!








Zombies, Einhörner und fliegende Penisse

Klingt bekloppt? Ist es auch. Auf eine gute, völlig abgefahrene Weise. Michaela Harich ist mittlerweile eine sehr gute Freundin von mir und eine ungewöhnliche Autorin. Sie wird auf der LBM ihr neuestes Machwerk vorstellen, das pünktlich zur Buchmesse beim Amrûn Verlag erscheint. Und wer durfte das Lektorat dafür machen? Ich!

Aber wie kam ich zu der Ehre (Ehre? Ja, doch, Ehre!), an diesem wohl wahnsinnigsten Buch des Jahres beteiligt zu sein? Erinnert ihr euch an die LBM 2017? Am Freitagabend ging das, meine ich, schon los. In der Soupbar. Lag es an der Suppe? Eher wohl an den Cocktails. Man weiß es nicht. Am Sonntag beim Frühstück am Hauptbahnhof kristallisierte sich dann eine konkrete Idee heraus, und so ungefähr zwei Monate später fragt Michaela mich doch tatsächlich an, ob ich bereit sei, das Lektorat ebenjenes Machwerks zu übernehmen, das sie wirklich, ernsthaft, echt jetzt, niedergeschrieben hat. Und es kam alles drin vor, worüber wir vorher herumgealbert hatten: Einhörner, Millionäre, Sex, Zombies und ganz viele Penisse.

Der Oberhammer war aber, als ich nach vollendetem Lektorat erfuhr, dass niemand Geringeres als der Amrûn Verlag die Geschichte verlegen würde. Whooaat? Jürgen Eglseer ist halt auch so ein Bekloppter. Und ein Visionär. Er hat das Potential dieser Geschichte sofort erkannt und zugeschlagen, bevor es ein anderer tun konnte. Tja, und so kam es, dass ich mich Verlagslektorin bei Amrun nennen darf und mit meiner Lieblingsverrückten zusammen ein Buchbaby zur Welt gebracht habe. Und ist das Cover nicht der Hammer? Michaela wird am Freitag um 13 Uhr am Stand von Amrûn (Halle 2 H329 direkt neben der Fantasy-Leseinsel) zu finden sein und signiert euch bestimmt gern eines ihrer Bücher!

LBM nicht ohne Skoutz

Ich fühle mich ja schon mit Skoutz verbunden, seit sie vor zwei Jahren zum ersten Mal den Skoutz Award verliehen und ich es bis ins Finale schaffte. Auf jeder LBM besuche ich das Team auf dessen Stand. Zum mittlerweile 6. Mal steigt am Freitagabend die Skoutz Leserparty, und ich werde wieder mit von der Partie sein. Zusammen mit ein paar Freunden werden wir die BB Eventbar unsicher machen.

An diesem Abend werden auch die Midlists zu den Skoutz Awards 2018 verkündet, und ich hege ja ein wenig die Hoffnung, dass Qindie es mit der wunderbaren Anthologie "Letzte Fahrt" schafft. Mal schauen, ob wir Antho-Juror Thorsten Küper überzeugen konnten. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Dunkle Begegnungen auf der LBM

Wenn ihr mögt, besucht mich am Qindie-Stand und werft einen Blick in mein frisch erschienenes Buch "Dunkle Begegnungen". Ich werde einen kleinen Vorrat an Taschenbüchern mitbringen und würde mich sehr freuen, das eine oder andere Exemplar mit Widmung an die Frau oder den Mann bringen zu dürfen.

Aber auch sonst freue ich mich auf euren Besuch und viele gute Gespräche. Wer mich noch nicht persönlich kennt: So bedrohlich bin ich gar nicht! Ich kann auch ganz lieb sein.

So, ich habe bestimmt was vergessen, aber ihr seht schon, mein LBM-Terminkalender ist pickepackevoll. Und ich freue mich ja so darauf!

Sehen wir uns?




Dienstag, 28. März 2017

Leipziger Buchmesse - Rückblick Teil 1

Mängelexemplare-Familie: Carlo, Jürgen, Torsten, Constantin,
Vincent, Arthur, Michaela & moi
War das schön, oder war das schön? Es war mehr als das: überwältigend, aufregend, bunt, quirlig, interessant, unglaublich lustig und zum Niederknien schön. Wovon ich spreche? Natürlich von der Leipziger Buchmesse 2017, die ich wieder miterleben durfte. Von vier Messetagen verbrachte ich nur zwei wirklich auf der Messe, dafür aber so pickepackevoll mit Eindrücken, dass ich mich erst einmal sortieren musste, um nun davon zu berichten.

Tentakel, Skoutze und überall Bücher

Am Donnerstag reiste ich an, und wie das Schicksal es wollte, saß Qindie-Kollegin und WG-Mitbewohnerin Birgit Böckli bereits im Fernbus, als ich in Frankfurt zustieg. Da ging das anregende Fachsimpeln schon auf der Hinfahrt los. Abends gab es das erste große Wiedersehen bei Wein, Alsterwasser und lecker Leipziger Hausmannskost in Reuschels Weineck.

LBM Guerillas Gruppenfoto mit Tentakel
Der Freitag startete in der Leipziger Innenstadt, wo sich unter dem Hashtag #LBMGuerillas auf den Aufruf der Autorin Faye Hell eine kleine, aber feine Truppe tapferer Autoren und Autorinnen zusammenfand, um gemeinsam an vier vorher festgelegten Stationen von Augustusplatz bis Hauptbahnhof aus ihren dunklen Geschichten vorzulesen. Obwohl es sich stets um Horror und Dark Fantasy handelte, hatten wir einen Heidenspaß und amüsierten uns köstlich über die dargebotenen literarischen Häppchen, in denen es zum Beispiel um verfluchte Orte, Tentakel, unheimliche Puppenspieler, notgeile Vampirgirls und mordsgefährliche Einhörner ging. Es handelte sich ja um die erste Guerilla-Aktion dieser Art, deshalb fiel unser spontanes Publikum aus vorbeikommenden Fußgängern eher bescheiden aus, aber wir wissen, dass wir Aufmerksamkeit erregt haben. Ich selbst wurde von etlichen interessierten Autoren und Lesern darauf angesprochen, die es über Facebook und Twitter verfolgt hatten. Es wird definitiv eine Wiederholung im nächsten Jahr geben, das hat Faye Hell schon versprochen.

Ab Mittag war ich dann auch endlich auf dem Messegelände angekommen und machte die Hallen zusammen mit Michaela Harich unsicher - liebe Michaela, es war mir ein allergrößtes Vergnügen, dich zu begleiten beziehungsweise von dir begleitet zu werden! Wir "fangirlten" immer im Wechsel und je nachdem, an welchem Stand und bei welchem Verlag wir uns gerade befanden. Ich wusste ja vorher schon, dass wir zumindest im Humor die gleiche Wellenlänge haben, aber wir zwei scheinen auch sonst so etwas wie Seelenschwestern zu sein. Sollte es mich jemals nach Tübingen verschlagen - bitte nur unter deinen Fittichen! Und ich freue mich auf die gemeinsamen Projekte mit dir!

Skoutzige Party & Tradition mit Eintopf

Mit Elke Aybar bei Skoutz
Am Freitagabend wartete das nächste Highlight - nein, da warteten sogar zwei Highlights: Erst einmal hatte ich einen wichtigen Termin mit Skoutz, denn schließlich wurden am Abend auf der Skoutz Leserparty die Midlists für den Skoutz Award verkündet. Weil ich eine der persönlich anwesenden Jurorinnen war, durfte ich meine Anthologie-Midlist auch höchstselbst verkünden, was ich auch in aller Ausführlichkeit tat - sorry fürs Überziehen, liebe Kay Noa!

Schnell mit Elke Aybar Selfies schießen und über die weitere Zusammenarbeit plaudern, dann wurde es Zeit, mich auf den Weg in die Soupbar Summarum zu begeben, denn die war - wie schon die Jahre zuvor - wieder Treffpunkt für die Mängelexemplare-Familie, zu der ich mich ja auch zählen darf. An diesem Abend lasen Arthur Gordon Wolf (leider verpasst), Constantin Dupien und Vincent Voss. Besonders Vincents Lesung aus "Frischfleisch Nullpersonen" war genial - er ist ein großartiger Vorleser, den jeder Horror-Fan mal live erlebt haben sollte.

Was ich dabei übrigens gelernt habe: Komme nie zu spät und ausgehungert zu einer Horrorlesung. Wenn du dann nämlich als Einzige am Tisch gern den hausgemachten, superleckeren Eintopf essen möchtest, während Constantin Dupien vorne auf der Lesebühne von eingeschlagenen Gesichtshälften, berstenden Knochen und Erbrochenem erzählt, dann haben alle am Tisch Spaß - nur du nicht so richtig ... Nicht wahr, Herr Eglseer?

Ehrlich: Die Suppe war megalecker!
Dennoch war es ein fantastischer Abend mit ganz vielen lieben Buchmenschen. Es fühlte sich ein bisschen wie Heimkommen an - so gemütlich und familiär. Auch wenn es wohl in nächster Zeit keine neue Mängelexemplare-Anthologie geben wird, hoffe ich, dass wir den Freitagabend in der Suppenbar beibehalten, denn der hat doch inzwischen schon Tradition!

David Pawn aka Michael Siedentopf
Am Samstag verbrachte ich den ganzen Tag auf der Messe. Am schönsten war es, Melanie Lübker zu treffen, die ja genau wie ich in Dietzenbach wohnt, und ihre Freundin Ivonne Lembeck kennenzulernen. Wir liefen uns immer wieder über den Weg und hatten eine Menge Spaß. Gefreut habe ich mich auch über die Begegnung mit Daniela Heger, die extra noch einmal zum Stand gekommen war, um mich auch endlich mal persönlich zu treffen. Sie hatte nämlich meine Schauermärchen gekauft und wollte gern noch ein Autogramm und ein Foto. Das fühlt sich immer so lustig und ein bisschen surreal an, wenn man um solche Dinge gebeten wird, aber es ist cool!

Nicht ohne meine Qindies

Die LBM wäre nur halb so schön ohne das großartige Qindie-Team. Dank Qindie durfte ich die Buchmesse in Leipzig schon zum dritten Mal als Ausstellerin erleben, wohnte in der großen Qindie-WG in Leipzig-Plagwitz und erlebte eine der besten Lesungen überhaupt, über die ich noch separat berichten werde.

Immer was los bei Qindie!
Regina, Michael, Katharina, Jacqueline, Patricia, Martina, Kathleen, Divina, Kerstin, Birgit - es war so schön, ich fühlte mich pudelwohl in euren Reihen. Überhaupt war die Messe für Qindie ein unglaublicher Erfolg: Unser Stand war stets sehr gut besucht, viele Leute kamen ganz gezielt, es wurden so viele Bücher verkauft wie auf keiner Messe zuvor. Wir mussten auch nicht mehr so oft erklären, was Qindie eigentlich ist, wofür wir stehen - die Leute kannten uns bereits! Das motiviert ungemein. Wir alle können es kaum erwarten, uns auf der nächsten Messe wiederzutreffen.

Unter Paradiesvögeln

Sogar in die berüchtigte Halle 1 traute ich mich dieses Mal. Dort residiert ja die Manga-Convention und zieht buntes Volk in abgefahrenen Verkleidungen an. Cosplay nennt es sich, die Fans stellen ihre Lieblingscharaktere aus den Comics dar. Muss man nicht mögen - ich tue mich damit auch manchmal etwas schwer, aber es macht aus der Buchmesse immer ein farbenfrohes, lebensbejahendes Fest. Warum ich da rein bin? Mir war zu Ohren gekommen, dass eine liebe Freundin, die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte, dort einen eigenen Stand bei den Künstlern hatte. Und was zeichnet sie für süße Viecher! Herzallerliebst! Es war so schön, sie mal wiederzusehen und ein bisschen zu schwätzen. Dafür hat es sich gelohnt, mich todesmutig und mit angehaltenem Atem mitten ins Getümmel der Manga-Con zu schmeißen!

Die Menschen hinter den Büchern

Foto von Susanne Pavlovic
Ich habe bestimmt etliche Leute verpasst, die auch auf der LBM waren, aber das ist bei dem Gewusel fast kein Wunder. Umso schöner war es, doch so viele liebe Buchmenschen zu sehen, denn genau dafür ist die Leipziger Buchmesse da aus meiner Sicht: Die Menschen hinter den Geschichten live zu treffen, persönliche Gespräche, gemeinsames Gelächter und hier und da einen Likör oder anderes ominöses Zeugs drauf zu trinken.

Mit Michaela Harich über vegane Zombies und alternative Liebesgeschichten philosophieren. Mit Michael Siedentopf die Whiskey-Aversion bekämpfen und Writer's Tears trinken. Mit Jürgen Eglseer knuddeln und Likör trinken, mit Torsten Scheib und Arthur Gordon Wolf fachsimpeln, sich mit Constantin Dupien über die Nominierung zum Skoutz Award freuen, mit Elke Aybar gemeinsame Pläne schmieden. Juliane Schiesel und Katharina Groth wiedersehen, mit den Guerillas spontane Lesungen abhalten, alberne Einhornfachgespräche mit Thomas Williams führen, Besucher einer Lesung in einem Autohaus  mit Gruselgeschichten schocken - all das und noch viel mehr gehörte zu meinem diesjährigen LBM-Erlebnis.

Die Einhorn-Gang: Andreas März, meinereiner,
Candy Hecht und Thomas Williams
Ich freue mich auf nächstes Jahr. Egal, wie voll mein Terminkalender sein mag - die LBM muss unbedingt wieder sein!