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Mittwoch, 9. November 2022

Nachlese: Frankfurter Buchmesse und BuCon 2022

Kinder, wie die Zeit vergeht. Es ist ja schon November.

Höchste Zeit für einen kleinen, persönlichen Rückblick auf die Frankfurter Buchmesse und den Buchmesse Convent 2022. Endlich wieder Buchmesse im großen Stil. Ich hatte in diesem Jahr keine Presseakkreditierung erhalten, dafür war mein Blog einfach monatelang zu "ruhig" gewesen.

Aber zum Glück ist ja inzwischen auch der Freitag offen fürs Publikum, also habe ich mich am Freitag nach Frankfurt aufgemacht.

Weit ist der Weg für mich ja nicht, ich wohne mitten im Rhein-Main-Gebiet und habe es dadurch weder zur FBM noch zum BuCon weit. Gut organisiert ist die Anreise wie immer auch gewesen.

Frankfurter Buchmesse

Ich habe mich dieses Jahr wegen des schlechten Wetters fürs Auto entschieden, parkte entspannt im Parkhaus und fuhr im Shuttlebus rüber aufs Messegelände. In Halle 3 an der Garderobe hatte ich direkt mein erstes bemerkenswertes Erlebnis: Ich traf einen echten Jana-Oltersdorff-Fan. 😊

Julia ist eigentlich Archäologin, jobbt aber als leidenschaftliche Leseratte auf der FBM an der Garderobe. Sie hatte mich ein paar Tage zuvor angeschrieben, und wir hatten uns verabredet, dass ich meine Sachen bei ihr abgebe. Die Gelegenheit nutzten wir direkt für ein ausgiebiges Schwätzchen, Fotos und ein Autogramm, das sie sich von mir wünschte. Ich fühlte mich außerordentlich gebauchpinselt und fast schon ein wenig überfordert von so viel Begeisterung. Julia hat alle meine Geschichten geradezu verschlungen und war schrecklich aufgeregt, als ich auf einmal leibhaftig vor ihr stand. Auf jeden Fall habe auch ich aus dem Gespräch mit ihr einige spannende Impulse mitnehmen können. Julia - falls du das hier liest - ich trinke gern mal mit dir einen Kaffee, es gibt da ein paar Themen, die ich unbedingt noch mit dir vertiefen muss - Stichwort Wikingerstaub ...

Tatsächlich habe ich von der FBM wieder mal gar nicht so viel gesehen. Die meiste Zeit verbrachte ich in Halle 3, besuchte aber zumindest auch mal den von Spanien gestalteten Gastpavillon, der mir außerordentlich gut gefiel. Ich traf David Pawn und Katharina Gerlach, zwei Mit-Qindianer, die wie im Jahr zuvor mit eigenem Stand vertreten waren und dort gut zu tun hatten, denn es war wirklich viel Publikum in den Gängen unterwegs. Ich stattete PAN einen Besuch ab und traf dann endlich meine Freundin Michaela Harich - Autorin, Verlegerin und absoluter Buchnerd. Mit Michaela verbindet mich so viel. Wir haben uns vor Jahren auf der Leipziger Buchmesse kennengelernt. Ich habe schon Bücher von ihr lektoriert, an der Entstehung bzw. der Idee zu ihrem Buch "Das Einhorn, der Zombie und ich" war ich mitschuldig.

Wir verbrachten den Großteil des Messetages zusammen. Michaela ist gut vernetzt, und auf diese Weise traf ich einige neue Gesichter. Am späten Nachmittag supporteten wir Michaela dann noch auf der Bühne des Forums Rheinland-Pfalz, wo sie einen Vortrag zum Thema "Zombies" halten durfte. Ja, Zombies, ihr habt richtig gelesen. Michaela ist nämlich auch eine echte Spezialistin, was das Thema angeht, und konnte es informativ und unterhaltsam rüberbringen. Und entgegen ihrer Befürchtung, dass kaum Zuhörer da sein würden, kamen immer mehr Leute dazu. Sämtliche Sitzplätze waren belegt, drumherum standen locker noch einmal 100 Leute.

Buchmesse Convent

Am Samstag war BuCon-Tag. Wie sagen wir BuCon-Insider so gern: "Die coolen Kids sind am Samstag in Dreieich-Sprendlingen." 😄 Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie fand der BuCon wieder live, in Farbe und mit Publikum statt. Tickets musste man diesmal schon vorher online kaufen, aber das ging ja auch noch einen Tag vorher, also alles kein großes Problem. Der BuCon ist für mich wie für viele langjährige Wiederholungstäter:innen ein großes Familienfest. Ich habe so viele geliebte Buchmenschen zum ersten Mal seit Jahren wiedergesehen, und das war so schön! Michaela Harich war mit ihrem Verlag Alea Libris erstmals mit eigenem Stand vertreten. Ich verbrachte dort recht viel Zeit, schlenderte aber auch zig Runden durch die Hallen und ging zusammen mit Freunden zu einigen Lesungen - das BuCon-Programm war wieder pickepackevoll.

Ein Buch kam mit, an dem ich nicht so richtig vorbeikam, schon allein wegen des großartigen Covers. Aber auch die Liste der beitragenden Autor:innen der Anthologie "Mysterien der See" von den Herausgebern Vanessa Kaiser und Thomas Karg liest sich ein bisschen wie das Who-is-Who der deutschsprachigen Phantastikszene. Außerdem haben wir mit "Dunkle Wasser" bei Bloody Qindie ja vor kurzem ein ähnlich thematisiertes Buch herausgebracht, deshalb fand ich es spannend zu sehen, was andere daraus gemacht haben. Zum Inhalt kann ich allerdings noch nichts sagen, ich habe es noch nicht gelesen. Das hole ich dann beizeiten hier nach. Allerdings nutzte ich die hohe Dichte anwesender Autor:innen dieser Anthologie, um ordentlich Autogramme zu sammeln.

Ich habe meine zwei Buchmessetage im Oktober sehr genossen. Das Beste waren jedenfalls wieder die Menschen, die ich dort treffen konnte. Das zeigt mir wieder einmal: Eine Buchmesse ist dann am besten, wenn sie live vor Ort mit echten Menschen stattfinden kann. Bleibt mir nur zu hoffen, dass ich dies auch im kommenden Jahr wieder tun kann - dass wir uns dann wiedersehen!

Donnerstag, 5. März 2020

Skoutz Award 2020 - Die Longlists sind da!

Der Skoutz-Kauz (Bild: skoutz.de)
Vor wenigen Tagen wurden die Longlists für einen meiner Lieblingspreise in der deutschsprachigen Literaturlandschaft verkündet. Der Skoutz Award geht in diesem Jahr in die fünfte Runde, und nach Aussage der Skoutz-Redaktion gewinnt er weiter an Aufmerksamkeit und damit an Bedeutung.

Für die Longlist sollten die Leser*innen ihre Favoriten in den einzelnen Kategorien vorschlagen. Am Ende waren es so viele wie noch nie, aus denen das Skoutz-Team seine halbwegs übersichtlichen Longlists basteln konnte. Die Betonung liegt also auf Long, selbst in den "Außenseiter"-Kategorien muss man lange scrollen, um bis ans Ende der Liste zu gelangen.

Ich habe mir meine Lieblingskategorien etwas genauer angesehen und kommentiere das Ganze hier mal - völlig subjektiv, versteht sich - für euch.

Longlist Anthologie


Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist, hier eine ausgewogene Midlist hinzukriegen, die nicht ausschließlich aus Anthologie-typischen Genres wie Horror und Science Fiction besteht. Es könnte aber durchaus passieren und wäre völlig gerechtfertigt, denn auf dieser Longlist sind unglaublich viele großartige Titel zu finden. Jurorin Mi Schäfer ist um ihre Aufgabe wahrlich nicht zu beneiden. Ich persönlich würde mich natürlich besonders darüber freuen, wenn es die "Lückenfüller 2" schaffen, schon weil es die einzige Anthologie aus dem letzten Jahr ist, an der ich mit einer eigenen Geschichte beteiligt bin. Die Lückenfüller haben jedoch jede Menge starker Konkurrenz. Große Chancen sehe ich für "German Kaiju" (Riesenmonster bedrohen/zerstören deutsche Städte), "Erntenacht" (Folklore-Horror) und "Aeronautica" (Steampunk, wunderschön in Szene gesetzt).

Longlist Science Fiction


Eine spannende Liste, die für mich vor allem viele Buchtipps enthält, da ich hier noch nicht so viele Titel kenne, geschweige denn gelesen habe. Juror Cliff  Allister ist ein SciFi-Autor der ersten Liga. Ob er auch ein Bücherwurm erster Klasse ist? Wir werden sehen. Ich hoffe, er gibt wenigstens einem der zwei Titel von Thor Ansell einen Platz auf der Midlist: "Anteros" (KI, Weltall, Action, eine Prise Humor, etwas Horror und überbordende Fantasie) und "Phobos" (Auftakt einer SciFi-Horror-Saga, Teil 2 erscheint bald). "Shape Me" von Melanie Vogltanz habe ich gerade erst im Rahmen der #buecherhamstern Aktion für meinen Kindle gekauft. Noch nicht gelesen, aber viel Gutes gehört. Außerdem weiß ich, dass Melanie super schreibt. Auch diesem Titel wünsche ich viel Erfolg. Und einen Titel sollte Cliff Allister sich unbedingt auch noch genauer anschauen: "Wasteland" von Judith C. und Christian Vogt. Das Buch habe ich vor kurzem ausführlich vorgestellt und finde, schon allein aufgrund seines Alleinstellungsmerkmals als SciFi-Roman in gendergerechter Sprache hat es einen Platz auf der Midlist verdient!

Nachtrag: Wie konnte ich das übersehen? Da sieht man mal, wie lang diese Longlists sind ... Da ist ja noch ein besonderer Titel bei Science Fiction: "U.N.E. - Funke der Rebellion" von Michaela Harich. Dystopischer Roman, der in einem Europa nach dem Ende der Europäischen Union angesiedelt ist. Ich durfte als Lektorin an der Entstehung mitwirken. Auch diesem Buch wünsche ich ganz viel Glück, Erfolg und viele neue Leser*innen!







Longlist Horror


Ob ihr es glaubt oder nicht, aber ich habe von der gesamten Longlist Horror erst einen einzigen Titel wirklich gelesen: "Infiltriert" von Vincent Voss. Der hatte es aber in sich, und ich denke, Vincent hat gute Chancen, seinen Namen auf der Midlist wiederzufinden. Aber natürlich gibt es einige Bücher, die ich zumindest schon einmal auf meiner To-Read-Liste notiert habe. Dazu gehört "Das Institut" von Stephen King ebenso wie "Die Nacht der Blumen" von Michaela Harich. Insgesamt hoffe ich, dass die Titel die größeren Chancen auf einen Midlist-Platz haben, die meine bevorzugte Art von Horror enthalten, den mit der Gänsehaut, mit dem Gefühl, dass du das Licht anlassen musst, wenn du schlafen gehst, und dass du deine Füße lieber nicht über die Bettkante hängen lässt, weil es ja vielleicht doch die Monster unter dem Bett gibt. Mal abwarten, ob Jurorin Mari März das ähnlich sieht.



Insgesamt gefallen mir die Longlists wieder sehr gut. Sie bieten eine ausgewogene Mischung aus Titeln aus Großverlagen, Kleinverlagen und von Selfpublisher*innen, aus Bestsellern, Nischenfüllern und Geheimtipps und zeigen, wie bunt und abwechslungsreich die Buchlandschaft ist. Ich vertraue ganz dem Urteil der diesjährigen Juroren und Jurorinnen, dass sie den richtigen Riecher und das richtige Bauchgefühl mitbringen und uns am 12. April 2020 die Midlists präsentieren. Darauf freue ich mich schon jetzt!

Mittwoch, 12. Februar 2020

Vorfreude auf Leipzig - #LBM2020

Heute in einem Monat habe ich um diese Uhrzeit hoffentlich schon Buchmesseluft geschnuppert, denn an diesem Tag reise ich nach Leipzig, und an diesem Tag fängt das wohl schönste Fest für Buchmenschen an - die Leipziger Buchmesse 2020.




Viel vor, (fast) nix geplant


Wenn ich mir meinen persönlichen LBM-Terminkalender vom letzten Jahr ins Gedächtnis rufe, dann fällt er dieses Jahr im Vergleich so klein aus, dass ich einen Terminkalender im Grunde gar nicht brauche. Voraussichtlich werde ich wieder wenigstens einen Vor- oder Nachmittag Standdienst bei Qindie haben - wie immer in Halle 5, Stand C301. Und am Freitagabend werde ich - das ist wirklich schon eine Tradition - in der SoupBar Summarum anzutreffen sein, wo ich wohl auch etwas vorlese. Aber eins nach dem anderen.

Donnerstag steht erst einmal die Anreise auf dem Plan. Dann beziehen wir unsere Autoren-WG, auf die ich schon gespannt bin. Es ist zum ersten Mal seit Jahren eine ganz neue Wohnung an einer anderen Adresse. Und es ist keine Qindie-WG mehr, aber meine Mitbewohner*innen sind trotzdem Lieblingsmenschen, mit denen ich schon einige Buchmesseabenteuer bestritten habe. Ich freue mich riesig, sie schon bald wiederzusehen. Dann hoffe ich, dass wir früh genug in Leipzig sein werden, um schon einen ersten Abstecher zum Messegelände machen zu können.

Freitag und Samstag werde ich nutzen, um die Messehallen zu erkunden und viele liebgewonnene Buchmenschen wiederzutreffen. Allein in Halle 2 rund um die Phantastikleseinsel sind wieder so viele großartige Kleinverlage vertreten, dass ich wahrscheinlich gar nicht weit kommen werde, wenn ich überall in Ruhe Halt mache. Aber auch in Halle 5 erwarten mich neben meinen Qindie-Mitstreitern eine Menge interessanter Autor*innen und Aussteller. Außerdem gibt es ja überall beinahe rund um die Uhr Lesungen, und da werden wir bestimmt auch bei ein paar hängenbleiben und lauschen.

Das LBM-Netzwerk


Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Leuten von Skoutz. Möglicherweise werden dann ja schon die diesjährigen Midlists zum Skoutz Award veröffentlicht, und da gibt es dann so oder so reichlich Gesprächsstoff. Bei PAN vorbeizuschauen, ist natürlich auch Pflicht, seit ich dort Mitglied bin. Außerdem gibt es dort Kaffee und die Möglichkeit, mal die müden Beine auszuruhen, und das Who-is-Who der deutschen Phantastik gibt sich dort quasi die Klinke in die Hand.

Ohne Qindie kann ich mir die LBM auch nicht mehr vorstellen. Die Vorbereitungen für unseren Messestand, wieder gleich gegenüber von Amazon KDP,  laufen bereits auf Hochtouren, und es erwarten euch eine ganze Reihe Neuzugänge auf unserem Bücherregal. Vorbeischauen lohnt sich immer, und die Wahrscheinlichkeit, eure Lieblingsautoren bei Qindie zu treffen, ist wieder hoch, denn es haben sich einige angekündigt.

Besonders freue ich mich, den Science Fiction Autor Thor Ansell zu treffen. Er wohnt zwar um die Ecke, und wir treffen uns alle paar Monate sowieso auf einen Kaffee, aber er ist zum ersten Mal als Aussteller auf der LBM und wird seine Bücher zusammen mit einer Gruppe von SciFi-Autoren am eigenen Stand präsentieren. Gerade lese ich sein neues Projekt "Phobos" Korrektur. Teil 1 ist bereits erschienen, Teil 2 soll noch pünktlich zur Messe fertig werden - und wird sehnlichst von den Leser*innen erwartet.

Keine LBM ohne Lesung!


Am Freitagabend geht es in die gemütliche SoupBar Summarum, und ihr kommt auch alle, ja? Denn dann lernt ihr sympathische Verleger, liebenswerte Autor*innen und ihre fantastischen Geschichten kennen und könnt die leckeren Suppen probieren, die dort frisch zubereitet serviert werden, von den leckeren Cocktails fangen wir gar nicht erst an. Michaela Harich von Alea Libris und Jürgen Eglseer vom Amrun Verlag präsentieren dann nämlich "Fairytales & Fremde Welten", und diese Autor*innen sind mit dabei: Stephanie Kempin, Mario Steinmetz, Holger Vos, Michaela Harich und ich! Von mir werdet ihr übrigens die eine oder andere neue Gänsehautpraline zu hören bekommen - ja, dieses Buchprojekt ist immer noch in Arbeit und wächst, langsam zwar, aber stetig.
Bei welcher Lesung (oder Messeparty?) wir am Samstagabend landen werden, steht noch in den Sternen, aber in der WG bleiben wir sicher nicht sitzen.

Die LBM - Geburtsort der besten Ideen


Was wäre die Leipziger Buchmesse ohne kreativ-konstruktive Gespräche? Ich muss euch nicht daran erinnern, dass die Idee zu Michaela Harichs "Das Einhorn, der Zombie und ich" während eines solchen Messegesprächs geboren wurde (übrigens in der Soupbar Summarum - ein wahrhaft historischer Ort!). Oder die Bloody-Qindie-Anthologien - die Ideen entstanden abends in der Qindie-Messe-WG.

Gelegenheiten zum lustigen Brainstormen und Entwickeln durchgeknallter Ideen wird es bestimmt zahlreiche geben. Wer weiß, mit welchen kühnen Projekten und wahnwitzigen Ideen ich dieses Jahr heimkomme?

So, ich muss weiter, habe selbst noch ein paar Messevorbereitungen zu treffen.
Also, sehen wir uns in Leipzig? 

P.S. Ich werde wahrscheinlich erst nach der LBM ausführlich hier auf dem Blog berichten, aber vor Ort könnt ihr mir auf Twitter oder Instagram (gern auch bei Qindie - Twitter und Instagram) folgen, dort werde ich quasi die Liveberichterstattung machen.



Montag, 29. April 2019

Skoutz Midlist 2019 - Die "Dunklen Begegnungen" sind dabei!

Fast einen Monat ist es her, dass die Midlists für den diesjährigen Skoutz Award verkündet wurden, und noch immer schleicht sich ein glückliches Grinsen in mein Gesicht, wenn ich daran denke - oder mir die Midlist Anthologie anschaue.

Denn es steht tatsächlich ein Buch aus meiner Feder drauf: "Dunkle Begegnungen" ist unter den besten 9 Anthologien/ Kurzgeschichtensammlungen 2018 - von ursprünglich mehr als 130 Longlistkandidaten!

Midlist Anthologie!
Die Jurorin ist die sympathische Stella Delaney, die im Vorjahr den Preis in dieser Kategorie abräumen konnte. Zu meinem Buch fand sie lobende Worte, die mein Autorenherz höher schlagen lassen:

Einmal mehr beweist die Autorin ihr großes Talent, ihrem unverwechselbaren eigenen Stil treu zu bleiben und trotzdem immer wieder Neues zu zu erschaffen.

Jede der düsteren Geschichten ist anders und abwechslungsreich, mal dunkle Fantasy, mal urbaner Horror. Eine Begegnung mit diesem Buch lässt den Leser so schnell nicht mehr los.

Hach! *.* Danke, Stella!

Neulich in Second Life: die Midlist Anthologie 2019
Die Midlists wurden diesmal nicht live in Leipzig, sondern eine Woche nach der LBM in Second Life, also in einer virtuellen, für den Anlass perfekt in Szene gesetzten Location verkündet. Ich konnte leider nicht "persönlich" dabei sein, obwohl ich meinen SL-Avatar Laetitia Koenkamp, die Namensgeberin dieses Blogs, erst vor kurzem aus ihrem langjährigen Dornröschenschlaf befreit habe. Aber dank lieber Autorenfreundinnen erfuhr ich fast in Echtzeit, dass ich es tatsächlich auf die Midlist geschafft hatte. Das, meine lieben Friends & Followers (*gnihihi*), das tut so gut und gibt mir das gute Gefühl, mit meinen dunklen Kurzgeschichten nicht völlig fernab vom Kurs durch die deutsche Buchlandschaft zu dümpeln.



Midlist Cover!
Und das Schönste: Nicht nur ich darf mich über eine Nominierung freuen, sondern auch meine geliebten Seelenschwestern Michaela Harich und Faye Hell sowie die famose Jacqueline Spieweg.

Jacqueline, die ja das Cover für "Dunkle Begegnungen" kreiert hatte, steht als Designerin auf der Midlist Cover mit ihrem Design für Melanie Meiers Fantasy-Epos "Der Fourfold Clan: Der rote Drache". Damit gibt es immerhin zwei Qindie-Titel - der Skoutz-Award wurde offiziell qindifiziert!

Midlist Horror!
Ich gratuliere Faye Hell für ihren Platz auf der Horror-Midlist mit dem furiosen "Rigor Mortis" (das ich nun endlich mal lesen muss!).

Ganz besonders aber gratuliere ich Michaela Harich, die es in der Kategorie Humor mit ihrem einzigartigen "Das Einhorn, der Zombie und ich" auf die Midlist geschafft hat, schließlich habe ich das Buch als Lektorin und (leicht angesäuselte) Ideengeberin mit "verbrochen".

Nun drücke ich uns allen fest die Daumen, dass wir es mit unseren Werken noch bis auf die Shortlists schaffen. Sollte das passieren, könnt ihr uns gemeinsam live und in Farbe auf der Skoutz Gala im Oktober erleben - Faye, Michaela und ich auf dem roten Teppich ... also keine Ahnung, wie wir auf den Rest der Partygäste wirken werden, aber ich weiß jetzt schon, wer den meisten Spaß haben wird ...

Midlist Humor!
Sobald die nächste Abstimmungsphase beginnt, informiere ich euch hier auf dem Blog und in meinen Kanälen, aber ihr könnt euch auch jederzeit und sehr umfassend direkt auf der Website vom Skoutz Award informieren!

Und noch ein paar Links, damit ihr die Bücher direkt shoppen und lesen könnt:

Dunkle Begegnungen
Rigor Mortis
Das Einhorn, der Zombie und ich
Der Fourfold Clan: Der rote Drache

Immer schön skoutzig bleiben!
Qindianische Grüße
Eure Jana Oltersdorff


Dienstag, 6. März 2018

Countdown zur LBM 2018

In nicht einmal 10 Tagen startet endlich wieder die Leipziger Buchmesse, und so langsam werde ich hibbelig, denn ich fahre wieder hin. Für mich ist es in diesem Jahr wieder besonders aufregend, denn ich habe eine Neuerscheinung aus eigener Feder im Gepäck und werde eine Autorin bei der Präsentation ihrer eigenen Neuerscheinung tatkräftig unterstützen. Ich werde vor Publikum lesen und eine Party für Buchmenschen besuchen. Ich werde Autoren treffen, mit denen mich schon eine jahrelange Freundschaft verbindet, und ich freue mich auf ein paar neue Gesichter und auf ein Wiedersehen mit alten Freunden aus längst vergangenen, aber nie vergessenen Zeiten wiedersehen.

Aber der Reihe nach, sonst komme ich noch selbst durcheinander!

Hier kommt also mein Fahrplan nach Leipzig.

Qindie-Power

Nur dank Qindie kann ich auch in diesem Jahr von mir sagen, dass ich als Aussteller zur Messe fahre. Denn wir haben wieder einen gemeinsamen Messestand. Wo? Genau hier, bitte notieren:

Halle 5 Stand C301

Ihr werdet uns am großen Q schon von weitem erkennen. Wir befinden uns wieder in hochkarätiger Gesellschaft mit Amazon KDP, Tolino Media, BoD & Co. Qindie hat auch ein paar spannende Termine auf der Buchmesse und in Leipzig, zum Beispiel Lesungen unserer Autoren in den Messehallen, eine Pressekonferenz am Freitagnachmittag am Stand und eine Gemeinschaftslesung am Samstagabend, bei der ich auch dabei sein werde.

Alle Infos rund um den Qindie-Messeauftritt findet ihr in übersichtlicher Form auf unserer Website.

Am Samstagvormittag habe ich dann auch ganz offiziell Standdienst, werde mich aber auch sonst immer wieder an unserem Stand blicken lassen.

Psst - Guerillas in der Stadt

Am Freitagvormittag solltet ihr, sofern ihr keine festen Termine auf der LBM habt, nicht sofort zum Messegelände fahren, sondern erst einmal gemütlich frühstücken und dann um 10 Uhr zum Mendebrunnen am Augustusplatz kommen, wo sich zum zweiten Mal eine illustre Schar von Autoren zur gemeinsamen unangemeldeten Lesung verabredet hat.

Mit dabei sind zum Beispiel Faye Hell, die Initiatorin dieser genialen Aktion, Simona Turini, Michaela Harich, M.H. Steinmetz, Melanie Vogltanz, meine Wenigkeit und noch einige andere "Buchstaben-Rebellen".

Wir machen einen gemeinsamen Spaziergang bis zum Hauptbahnhof mit mehreren Stationen, an denen jeweils ein paar aus unseren Reihen ein paar düster-unterhaltsame Kostproben ihres schriftstellerischen Könnens zum Besten geben.

Könnte sein, dass auch ein paar Goodies verteilt werden. Und Süßigkeiten. Also, was ich eigentlich sagen will: Es lohnt sich!

Es gibt eine Facebook-Veranstaltung für unsere streng geheime Lesung. Sucht mal danach (Guerilla Lesung LBM18) oder schreibt mir eine PN, ich lade euch gern ein!








Zombies, Einhörner und fliegende Penisse

Klingt bekloppt? Ist es auch. Auf eine gute, völlig abgefahrene Weise. Michaela Harich ist mittlerweile eine sehr gute Freundin von mir und eine ungewöhnliche Autorin. Sie wird auf der LBM ihr neuestes Machwerk vorstellen, das pünktlich zur Buchmesse beim Amrûn Verlag erscheint. Und wer durfte das Lektorat dafür machen? Ich!

Aber wie kam ich zu der Ehre (Ehre? Ja, doch, Ehre!), an diesem wohl wahnsinnigsten Buch des Jahres beteiligt zu sein? Erinnert ihr euch an die LBM 2017? Am Freitagabend ging das, meine ich, schon los. In der Soupbar. Lag es an der Suppe? Eher wohl an den Cocktails. Man weiß es nicht. Am Sonntag beim Frühstück am Hauptbahnhof kristallisierte sich dann eine konkrete Idee heraus, und so ungefähr zwei Monate später fragt Michaela mich doch tatsächlich an, ob ich bereit sei, das Lektorat ebenjenes Machwerks zu übernehmen, das sie wirklich, ernsthaft, echt jetzt, niedergeschrieben hat. Und es kam alles drin vor, worüber wir vorher herumgealbert hatten: Einhörner, Millionäre, Sex, Zombies und ganz viele Penisse.

Der Oberhammer war aber, als ich nach vollendetem Lektorat erfuhr, dass niemand Geringeres als der Amrûn Verlag die Geschichte verlegen würde. Whooaat? Jürgen Eglseer ist halt auch so ein Bekloppter. Und ein Visionär. Er hat das Potential dieser Geschichte sofort erkannt und zugeschlagen, bevor es ein anderer tun konnte. Tja, und so kam es, dass ich mich Verlagslektorin bei Amrun nennen darf und mit meiner Lieblingsverrückten zusammen ein Buchbaby zur Welt gebracht habe. Und ist das Cover nicht der Hammer? Michaela wird am Freitag um 13 Uhr am Stand von Amrûn (Halle 2 H329 direkt neben der Fantasy-Leseinsel) zu finden sein und signiert euch bestimmt gern eines ihrer Bücher!

LBM nicht ohne Skoutz

Ich fühle mich ja schon mit Skoutz verbunden, seit sie vor zwei Jahren zum ersten Mal den Skoutz Award verliehen und ich es bis ins Finale schaffte. Auf jeder LBM besuche ich das Team auf dessen Stand. Zum mittlerweile 6. Mal steigt am Freitagabend die Skoutz Leserparty, und ich werde wieder mit von der Partie sein. Zusammen mit ein paar Freunden werden wir die BB Eventbar unsicher machen.

An diesem Abend werden auch die Midlists zu den Skoutz Awards 2018 verkündet, und ich hege ja ein wenig die Hoffnung, dass Qindie es mit der wunderbaren Anthologie "Letzte Fahrt" schafft. Mal schauen, ob wir Antho-Juror Thorsten Küper überzeugen konnten. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Dunkle Begegnungen auf der LBM

Wenn ihr mögt, besucht mich am Qindie-Stand und werft einen Blick in mein frisch erschienenes Buch "Dunkle Begegnungen". Ich werde einen kleinen Vorrat an Taschenbüchern mitbringen und würde mich sehr freuen, das eine oder andere Exemplar mit Widmung an die Frau oder den Mann bringen zu dürfen.

Aber auch sonst freue ich mich auf euren Besuch und viele gute Gespräche. Wer mich noch nicht persönlich kennt: So bedrohlich bin ich gar nicht! Ich kann auch ganz lieb sein.

So, ich habe bestimmt was vergessen, aber ihr seht schon, mein LBM-Terminkalender ist pickepackevoll. Und ich freue mich ja so darauf!

Sehen wir uns?




Sonntag, 9. April 2017

Buchtipp: Michaela Harich - LEA

"Lea" von Michaela Harich
Na? Woran denkt ihr, wenn ihr das Stichwort "Stuttgart 21" hört? Bestimmt nicht an das, worauf ich hinauswill. Denn nach der Lektüre des Buches, das ich heute empfehlen möchte, kann ich nicht mehr an Bahnhöfe, Wutbürger und fragwürdige Protestaktionen denken. Obwohl ...

Okay. Stuttgart ist der Schauplatz. Der Bahnhof ist eine der Locations, an denen die Geschichte spielt. Und Wutbürger? So könnte man die beißwütigen Infizierten, gegen die sich Titelheldin Lea zur Wehr setzen muss, auch nennen. Das Ganze findet im Jahr 2021 statt. In diesem Jahr geht es mit der Landeshauptstadt Baden-Württembergs steil bergab. Eine Art Zombievirus ist ausgebrochen und hat aus den Bewohnern fleischfressende Untote gemacht. Die Stadt wurde vollständig abgeriegelt, um die Seuche daran zu hindern, auch den Rest Deutschlands zu befallen. Lea ist eine der letzten Überlebenden. Sie will ihre Heimat nicht verlassen und hat sich stattdessen hinter einer Reihe raffinierter Zombiefallen in der Staatsgalerie verschanzt. Dort harrt sie aus, kämpft um ihr Überleben und das ihres einzigen Mitmenschen Andreas.

Der Leser wird mitten hineingeschleudert in diese kaputte Szenerie, erlebt, mit welchen äußeren, aber vor allem inneren Dämonen Lea zu kämpfen hat. Denn allmählich ahnt sie, dass sie anders ist als die anderen Überlebenden. Etwas stimmt nicht mit ihr, und sie muss herausfinden, was das ist, wenn sie weiter überleben will. Das ist rasant und spannend und lässt weder Lea noch dem Leser viel Raum zum Luftholen.

Bacon-Pflanze? Bitte was?
"Lea" ist ein Kurzroman mit knapp 130 Taschenbuchseiten und zugleich der Auftakt einer Reihe. Die weiteren Teile heißen ebenfalls wie ihre jeweiligen Protagonistinnen: "Sonja", "Isabelle" und "Jennie". In allen Büchern wird die Geschichte der Stuttgarter Zombieseuche weiter ausgeschmückt, erfährt man mehr und mehr Details über die Hintergründe, die Ursache und wer schuld an dem ganzen Schlamassel ist.

Ich kenne die Autorin Michaela Harich persönlich und schätze ihren Humor und ihren Hang zum Sarkasmus. Umso schöner ist es, ebenjene Wesenszüge in ihrer Geschichte und den Figuren zu entdecken. Lea ist wie ein dystopisches Alter ego seiner Schöpferin. Ich bin gespannt, ob sich diese Merkmale auch in den Folgebänden verstecken. Ich werde sie mir mit Sicherheit noch holen, denn eine Frage wurde im Auftaktband um Lea noch nicht beantwortet: Was hat es mit dieser verdammten Bacon-Pflanze auf sich???

Also, liebe Freunde der Zombies und Dystopien, ran an Stuttgart 21. Kurzweilig, knackig und spannend - so muss eine gute Zombiegeschichte sein.

Mit Michaela bei Skoutz (Foto: Peter T. Röder)
"Stuttgart 21 - Lea" ist im Papierverzierer Verlag erschienen und als E-Book und Taschenbuch erhältlich.