Montag, 20. August 2018

Gänsehautpralinen auf Sweek

Ende 2017 habe ich Sweek für mich entdeckt und Gefallen an den monatlich stattfindenden Mikrofiction-Wettbewerben gefunden. Seit Januar dieses Jahres nehme ich jeden Monat daran teil und schreibe eine kleine Geschichte, die es bisher nur auf Sweek zu lesen gibt.

Wie funktioniert dieses Mikrofiction-Dings?

Die Sweek-Redaktion gibt zu Beginn eines jeden Monats ein neues Stichwort bekannt. Dieses Wort muss auf irgendeine Weise im Wettbewerbsbeitrag vorkommen. Wie abstrakt oder wortwörtlich es genommen wird, steht dem Autor völlig frei. Unter dem Hashtag #Mikro(Wort des Monats), das in die Stichworte eingetragen werden muss, kann man alle Beiträge finden und das Ganze auch in den sozialen Medien bewerben und verfolgen. Es gibt eine Jury, die alle Beiträge liest und am Ende die 10 besten für die Shortlist auswählt. Schließlich werden zwei Gewinner bekanntgegeben: Der von der Jury als bester Beitrag gewählte Text und der beliebteste Beitrag, also der mit den meisten Gefällt-mir-Daumen. Zu gewinnen gibt es Ruhm und Ehre und ein kleines, feines Preisgeld, derzeit in Höhe von 50 Euro. Was mir den Wettbewerb so sympathisch macht, ist der Umstand, dass hier nicht nur nach Popularität und Followern entschieden wird, sondern auch nach einem (hoffentlich unbefangenen) Juryurteil.

Wo ist der Haken?

Ist ja klar, dass es einen Haken gibt, oder? In diesem Wettbewerb lautet er: Maximal 250 Wörter dürfen verwendet werden. Inzwischen weiß ich, dass es möglich, aber eine echte Herausforderung ist, eine ganze Geschichte in einem so eng gesteckten Rahmen zu erzählen. Bisher ist es mir jeden Monat gelungen, etwas Passendes zu schreiben.

Natürlich habe ich mir noch einen zusätzlichen Haken gesetzt: Alle meine Geschichten müssen in das Genre Horror passen. Dabei habe ich festgestellt, dass es mir leichter fällt, eine Idee zu finden und umzusetzen, wenn es sich bei dem Stichwort um etwas Konkretes handelt. Zuletzt war "Angst" das Stichwort gewesen, und obwohl man meinen möchte, dass es doch für mich wie die Faust aufs Auge passen müsste, habe ich mich verdammt schwergetan. Zu "Brief" oder "Tür" hatte ich viel schneller die passende Idee und eine ganze Geschichte. Aber nichtsdestotrotz macht es jeden Monat aufs Neue verdammt viel Spaß.

Das waren die Stichwörter seit Januar und meine zugehörigen Geschichten in Kurzform:


Feuer - Frau mit hellseherischen Fähigkeiten nutzt die letzte Chance, ihrer großen Liebe näherzukommen
Herz - Frau nimmt Rache auf eine sehr eigenwillige Weise
Brief - Hermann verteilt Post mit ziemlich ... blutigem Inhalt
Schlüssel - Während der Zombieapokalypse sollte man stets gut abschließen
Spiel - Wenn das Lieblingsspielzeug der Tochter der Mutter Gänsehaut bereitet
Tag - Buchhalter erlebt den schlimmsten Arbeitstag seines Lebens
Tür - Das wichtigste Verteidigungsmittel gegen Vampire ist natürlich ... eine Tür
Angst - Konfrontationstherapie in der Geisterbahn

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, in meine "Gänsehautpralinen" reinzulesen, dann seid ihr herzlich eingeladen. Einfach kostenlos auf Sweek registrieren und dann mein Profil besuchen, wo ihr alle meine Geschichten auf einen Blick findet. Dort habe ich übrigens noch ein paar andere Geschichten und Gedichte von mir hochgeladen, die mit den Mikrofiction-Wettbewerben nichts zu tun haben.

Drückt mir bitte die Daumen, dass ich es mindestens bis Dezember durchziehe und am Ende 12 feine Gänsehautpralinen zusammen habe. Könnte sein, dass ich daraus eine kleine Sonderedition für Amazon kreiere. 


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