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Freitag, 27. Oktober 2023

BuCon und Frankfurter Buchmesse 2023 - Kleiner Rückblick

Fast eine Woche ist es schon wieder her, dass ich mich kopfüber ins Buchmessegetümmel gestürzt habe. Da ich direkt danach die hessische Herbstferienwoche für einen Wellnessausflug mit der Familie genutzt habe, komme ich erst heute, gut erholt und ausgeschlafen, dazu zurückzublicken.

Frankfurter Buchmesse

Am Freitag ging es für mich zur FBM. Ich hatte das Glück, ein Fachbesucherticket zu bekommen (danke an den Alea Libris Verlag!), und konnte schon vormittags aufs Messegelände. Als ich nämlich gegen 14 Uhr in der Zwischenebene von Halle 3 runter in den Eingangsbereich blickte, entdeckte ich dort eine richtig große Menschentraube - ab 14:30 Uhr öffnete die Messe für Privatbesucher, und gefühlt waren die meisten schon dort und bereit, die Hallen zu stürmen. Am Nachmittag wurde es zumindest in Halle 3.0 auch extrem voll, wobei ich von genügend Berichten über den Messesamstag weiß, dass ich nur einen Vorgeschmack auf das Chaos erlebt hatte - der aber hatte mir bereits gereicht.

Was erlebte ich alles am Freitag auf der FBM? Nun, ich habe wieder einmal die meiste Zeit in Halle 3.0 verbracht. Ich traf meinen Qindie-Kollegen David Pawn, ein paar der Leute vom PAN-Team und meine liebe Freundin Michaela Harich, die diesmal mit eigenem Stand und ihrem eigenen Verlag Alea Libris am Start war. Dementsprechend gefragt war sie und hatte zwischen den Terminen auch leider gar nicht so viel Zeit. Aber die Freude über unser Wiedersehen war groß, und da auch ihr restliches Standteam zauberhaft und sehr lieb zu mir war (ich bekam jederzeit Kaffee!), verbrachte ich dennoch viel Zeit bei Alea Libris. Besonders groß war meine Freude, Vicky Lubomski nach etlichen Jahren wiederzusehen. Sie ist so eine begnadete Künstlerin, und ich hoffe, ich komme demnächst wieder in den Genuss ihrer Coverdesignskills.

Ich machte auch einen kurzen Abstecher zum Pavillon des diesjährigen Gastlandes Slowenien, lauschte eine Weile an der ARD-Bühne, wo Michel Friedman wieder sehr kluge Dinge sagte. Durch Halle 4.1 schlenderte ich auch, vor allem, weil ich mir diese groß angekündigte Meet-the-Author-Area anschauen wollte. Als ich da war, war alles leer und sah ernüchternd steril aus. Aber immerhin schien es wirklich viel Platz zu geben, falls da mal eine Autorin mit besonders großer Fanbase sitzen sollte, die da dann drängeln würden. Das Wetter spielte einigermaßen mit, sodass ich auf der Agora, also dem Außengelände, noch gemütlich einen Snack unter freiem Himmel genießen konnte.

Als ich gegen 17 Uhr das Messegelände verließ, war ich erleichtert, aus den Menschenmassen entkommen zu sein. Ich bin auch irgendwie ganz froh, den FBM-Zirkus nur als Gast und nur für einen Tag "ertragen" zu haben - Respekt an alle, die als Ausstellerinnen das Ganze die vollen fünf Tage mitgemacht haben!

Buchmesse Convent - die gar nicht mehr so kleine Messeschwester

Oder ist es der Bruder? Immerhin heißt es DER BuCon und nicht die BuCon. Dieser fand wieder am Samstag im Bürgerhaus Dreieich statt. Das Besondere für mich war in diesem Jahr der Umstand, dass ich selbst als Ausstellerin teilnehmen würde. Ich hatte mich für Qindie um einen Tisch beworben und diesen auch tatsächlich bekommen. So traf ich also gegen 9 Uhr im großen Saal ein, wo unser Tisch schräg gegenüber vom Catering stand. Mit schwarzen Tischdecken und passenden Kerzenständern war schnell die passende Rahmendeko geschaffen, um unsere Bloody Qindie Anthologien zu präsentieren. Auf diese wollte ich nämlich den Fokus richten und platzierte um die inzwischen 8 Bände nur wenige ausgewählte andere Titel. Mehr wäre auch gar nicht gegangen, denn so ein Tisch ist schnell voll.

Mit Martina Bauer, die extra für den BuCon angereist war, bekam ich hervorragende Unterstützung für unseren Tisch. Martina ist langjähriges Qindie-Mitglied und schreibt für die Bloody Qindie Anthologien auch fast immer passende Geschichten. So konnten wir uns abwechseln, eine konnte auch mal eine Runde drehen, Pause machen oder am vollgepackten BuCon-Programm teilnehmen, während die andere die Stellung hielt. Wir hätten am Ende des Tages zwar gerne viel mehr Bücher verkauft (wobei der Umsatz doch ganz ordentlich war), aber wichtiger war, dass wir eine Menge Spaß hatten und viele gute Gespräche mit Menschen führen konnten, die bei uns vorbeischauten.

Tatsächlich hatte ich auch einen eigenen Programmpunkt. Um 17 Uhr präsentierte Herausgeber Constantin Dupien die frisch erschienene Mängelexemplare Anthologie-Dilogie (ja, richtig gelesen: eine Anthologie, die aus zwei Bänden besteht). Ich hatte für den Band "Am Ende der Zeit" eine Geschichte  mit dem Titel "Steve und Gypsy" beigesteuert, die ich an anderer Stelle vorstellen werde, und durfte zusammen mit Constantin und einigen weiteren anwesenden Autorinnen die Bücher vorstellen und ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.

Riesig gefreut habe ich mich, Vincent Voss und Arthur Gordon Wolf wiederzusehen. Beide sind begnadete Autoren, besonders von Vincent bin ich ja schon seit etlichen Jahren Fan. Und es war ewig her, seit wir uns das letzte Mal begegnet waren. Und nun sind wir wieder vereint in den Mängelexemplaren von Constantin Dupien. Ein großartiges Gefühl! Neu kennengelernt habe ich die Autorin Sanjina Karma, die mit der neuen Anthologie zur Mängelexemplare-Familie dazugestoßen ist. Sie las eine kurze Passage aus ihrer Geschichte "Idas Augen", die mich total fasziniert hat. Auf dem Foto seht ihr von links: Verleger Jürgen Eglseer (Amrûn Verlag), die Mitautorinnen Lisanne Surborg, Sanjina Karma und mich sowie Herausgeber Constantin Dupien.

Der BuCon war auch sonst in jeder Hinsicht überwältigend. Noch nie gab es so viele Aussteller, nämlich 95 insgesamt, und auch einen Besucherrekord gab es zu feiern. Irgendwann am Nachmittag traf die 1000. Besucherin ein (tatsächlich mit Lena Falkenhagen ein ziemlich prominenter Gast). Irre. Dennoch konnte man durch alle Räumlichkeiten entspannt schlendern, kam an die Tische meist problemlos heran und leicht ins Gespräch mit den Verlegerinnen und Autorinnen, die natürlich wieder zahlreich vertreten waren. Auf die Gefahr hin, dass ich jemanden vergesse, möchte ich trotzdem ein paar liebgewonnene Buchmenschen nennen, mit denen ich wenigstens mal ein paar Worte wechseln konnte: Thomas Williams, Torsten Scheib, Marc Hamacher, Grit Richter, Janika Hofmann, Jeanette Lagall, Emma Marten (unsere charmante Tischnachbarin), Michaela Harich (ja, auch hier war Alea Libris mit eigenem Tisch vertreten), Melanie Lübker, Thomas Heidemann, Claudia Rapp, Thomas Karg, Carolin Gmyrek, Markus Heitkamp, Hanna Nolden und, und, und ...

Besondere Grüße und ein riesiges Dankeschön gehen raus an Katharina Gerlach (Foto rechts). Ohne sie wäre unser Tisch leer geblieben. Katharina ist quasi Qindie-Urgestein und Organisationstalent für unsere Messeauftritte. Sie lagert sämtliche Bücher ein, die wir auf den Messen präsentieren, und hat mich mit allen Exemplaren versorgt, die ich für unseren Tisch benötigte. Katharina war mit eigenem Tisch am Start. Sie schreibt übrigens Märchen, Fantasy und Science Fiction, noch dazu sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Sie ist ein richtiges Multitalent und hatte bei ihrer eigenen BuCon-Lesung am Nachmittag auch begeistern können. Wenn ihr noch nichts von ihr gelesen habt, schaut mal bei ihr vorbei!

Mir bleibt nur noch zu sagen: Danke an das BuCon-Team, danke an alle Besucherinnen, danke an alle, die uns am Stand besucht haben, besonderen Dank an alle, die auch ein Buch bei uns gekauft haben - ihr habt euch hoffentlich alle bei der Lektüre schön gegruselt!

Im nächsten Jahr wären wir mit Qindie gern wieder aktiv dabei, schauen wir mal, ob es wieder klappt. Und wer eigentlich am liebsten Phantastik liest und sich über das Ölsardinengefühl auf der Frankfurter Buchmesse am Samstag geärgert hat: Kommt besser nach Dreieich. Hier gibt es die richtigen Bücher, hier erlebt ihr die Autorinnen hautnah, hier habt ihr Platz und Luft!

Wir sehen uns wieder am Samstag, 19. Oktober 2024, in Dreieich!

Freitag, 23. Februar 2018

Darf ich vorstellen: Blind Date

Die zweite Geschichte in "Dunkle Begegnungen" entführt euch in die virtuelle Welt, in der alles möglich ist, wo aber der Schein trügt und so manche Bedrohung zur ganz realen Gefahr wird.

Worum geht's?

Meine Protagonistin Marie ist unzufrieden mit ihrem Leben und projiziert ihren Frust am liebsten auf die attraktive, arrogante Nachbarin Sibylle. Um dem grauen Alltag zu entfliehen, führt sie ein virtuelles Leben in der Onlinewelt Beyond Reality, in der sie alles sein kann, was sie will, nämlich wunderschön, beliebt und cool. Bei einer Party in dieser Welt trifft sie auf einen außergewöhnlichen Spieler, der von sich behauptet, ein Dämon zu sein. Marie lässt sich auf ein gefährliches Spiel mit fatalen Folgen ein.

Wie die Geschichte entstand

Die erste Fassung von "Blind Date" entstand 2012 für einen Wettbewerb auf Bookrix. Ich glaube, das Motto dieses Wettbewerbs lautete "Der Tod wartet im Netz" oder etwas in der Art. Da ich zu jener Zeit noch recht intensiv in der tatsächlich existierenden virtuellen Welt von Second Life unterwegs war, wusste ich schnell, dass meine Geschichte auch in so einer Welt spielen würde. Nur konnte ich sie aus markenrechtlichen Gründen nicht so nennen, weshalb ich mir den Namen Beyond Reality ausdachte. Wer Second Life kennt, wird allerdings bei der Lektüre meiner Geschichte problemlos Parallelen und Ähnlichkeiten entdecken.

Kurz zuvor hatte ich eine andere Geschichte, nämlich "Willkommen in Crystal Creek", bei einer Ausschreibung unterbringen können. Noch bevor die Anthologie erschien, trennten sich der Herausgeber und Verlag. Der Herausgeber, niemand Geringeres als Constantin Dupien, Schöpfer der Kultreihe "Mängelexemplare", wollte die Anthologie nun allein bzw. mit einem anderen Verlag herausbringen. Um rechtlichen Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen, schlug Constantin mir vor, die Crystal-Creek-Geschichte gegen "Blind Date" auszutauschen, denn auch diese Geschichte fand er Klasse und passend für seine Anthologie. So kam also "Blind Date" zur Veröffentlichung im allerersten Band der "Mängelexemplare", und "Willkommen in Crystal Creek" erschien stattdessen in meiner eigenen Kurzgeschichtensammlung "Zwischenstopp - Dunkle Geschichten".

Lesepröbchen

Natürlich könnt ihr an dieser Stelle auch in "Blind Date" schon einmal reinlesen. Ich habe die Szene ausgewählt, in der Marie den Dämon zum ersten Mal trifft. Viel Spaß dabei!

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Die Location entpuppte sich als geschmackvoller Club, der mit seinen Neonverzierungen an den Film Tron erinnerte. Maries Avatar war nicht der erste Gast auf der Party. Über den auf der Tanzfläche herumwackelnden Figuren leuchteten die Namen, welche die anderen User ihren Avataren gegeben hatten. Die meisten von ihnen kannte Marie, und ein paar begrüßten sie gutgelaunt im öffentlichen Chat, den jeder Anwesende mitverfolgen konnte. Sie genoss die Aufmerksamkeit und die Komplimente für ihr heutiges Aussehen. Mit dem Mauszeiger klickte sie auf den Discoball, der unter der Decke schwebte. Er enthielt Animationen – kleine Programme, die dafür sorgten, dass ihr Avatar sich zu den anderen auf der Tanzfläche gesellte und akrobatisch-rhythmische Verrenkungen vollführte, die im wahren Leben wohl kein einziger der hier eingeloggten User zustande bringen würde.
Marie ließ Sibylle Fairyland das Tanzbein schwingen, lehnte sich zufrieden zurück und nahm einen Schluck Cola. Ja, hier fühlte sie sich zu Hause. Ein Geräusch aus dem Treppenhaus holte sie jäh zurück in die Wirklichkeit. Die Kemper stöckelte gerade wieder auf ihren High Heels nach unten. Kurz darauf hörte Marie das Aufheulen eines Motors und quietschende Reifen, als wahrscheinlich Sibylle Kempers Begleiter besonders schwungvoll in die Partynacht startete, um bei ihr Eindruck zu schinden.
Marie verdrehte unwillig die Augen. Sie beugte sich vor und konzentrierte sich wieder ganz auf ihre eigene Party drüben im virtuellen ‚Lalaland‘. Da fiel er ihr auf. Am Eingang stand ein sonderbar aussehender Avatar, der seinen Körper ständig hin und her drehte, als würde sein Besitzer sich aufmerksam umschauen. Marie zoomte näher heran und betrachtete ihn von oben bis unten. Ziemlich beeindruckende Erscheinung. In Beyond Reality war es nicht unüblich, dass die User sich lieber als Tier, Elfe, Drache oder sonstiges Fabelwesen präsentierten. Sie trugen spitze Ohren, Flügel oder Hörner zur Schau, hatten Vampirzähne oder blaue Haut wie die außerirdischen Naturvölker aus diesem Science-Fiction-Film. An solchen Verrückten verdienten viele 3D-Designer eine Menge Geld, indem sie immer neue Fantasy-Charaktere gestalteten und diese auf Online-Marktplätzen für Beyond Reality verkauften.
Aber einen Typen wie diesen hier hatte Marie noch nie zuvor gesehen. Er sah einfach unglaublich aus. Seine Haut war von Kopf bis Fuß rot. Er trug keine Kleidung, abgesehen von einer Art Lendenschurz. Sein muskelbepackter Körper stand auf Hufen mit nach hinten geknickten Beinen. Seine Hände waren krallenbewehrte Klauen. Auf seinem kahlen Schädel thronten zwei gedrehte Hörner, die in metallbeschlagenen Dornen endeten. Seine kleinen Ohren liefen spitz zu und standen etwas ab. Aus seinem Maul ragten zwei Hauer, und zwischen den messerscharf aussehenden Zähnen blitzte immer wieder eine gespaltene schwarze Zunge hervor.
Marie steuerte die Ansicht um den Fremden herum, so dass sie auch die Doppelreihe von scharfkantigen Knochenplatten sehen konnte, die entlang seiner Wirbelsäule aus seinem Rücken stachen. Am Steißbein saß außerdem ein Schwanz mit einem skorpionartigen Stachel am Ende, der permanent hin und her peitschte. Völlig hingerissen, bestaunte Marie minutenlang jedes Detail der geheimnisvollen fremden Gestalt.
Sie klickte auf eines der Hörner, um den Hersteller dieses außergewöhnlichen Avatars festzustellen, doch das Menü mit den gewünschten Infos ließ sich nicht öffnen.
Auch der Name des Unbekannten – dargestellt in fremdartigen Symbolen, die Marie an eine Mischung aus ägyptischen Hieroglyphen und arabischen Schriftzeichen denken ließen – war so eine merkwürdige Sache. Dass man seinen Avatarnamen in einer anderen Schriftart darstellen konnte, wusste Marie bisher nicht, und es weckte ihre Neugier. Heute Abend würde sie mit einem Dämon flirten. Marie schickte eine kurze Nachricht an Marcel, den Gastgeber der Veranstaltung. Sie wollte von ihm wissen, ob er den Neuankömmling kannte, denn eigentlich sollte die Einweihungs-party nur für geladene Gäste sein. Doch Marcel war anscheinend zu beschäftigt, um zu antworten. Sie beschloss, in die Offensive zu gehen, klickte den Dämonenavatar an, und das Fenster für den privaten Chat öffnete sich.
»Was bist du denn für einer?«, schrieb sie und fügte ein Smiley-Symbol hinzu. Der Fremde schien sofort zu wissen, von wem diese Nachricht kam, denn er richtete seine rot glühenden Augen auf die immer noch tanzende Sibylle Fairyland.
»Ich bin der, den du siehst«, kam als Antwort.
Na wundervoll, dachte Marie sarkastisch. Einer, der sich in dieser Welt komplett verloren hat. Solche Süchtigen traf man immer wieder, und meist machte Marie einen großen Bogen um sie. Sie erinnerten sie viel zu sehr an ihr eigenes zwanghaftes Verhalten. Doch heute war sie in der richtigen Stimmung für so einen Typen.
»Ich sehe eine Art Dämon«, tippte sie und wartete.
Die Antwort kam prompt: »Dann siehst du das, was ich bin.«
Das versprach, noch lustig zu werden.
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Freitag, 30. Dezember 2016

Das war mein Jahr 2016


Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de
Was war das für ein Jahr! 2016 war schon ganz schön anstrengend, privat und beruflich und ganz allgemein in der Welt, und ich glaube, das geht vielen so, wenn ich mich umhöre - aus den verschiedensten Gründen. Es ist eine Menge Unschönes, Trauriges, Entsetzliches, Ärgerliches und Bescheuertes passiert, aber darüber haben schon so viele andere geschrieben, da will ich mich mal auf das konzentrieren, was ich gut fand in diesem Jahr, und erzähle euch in meinem Jahresrückblick, was mir persönlich Gutes widerfahren ist.



Das Schreiben

Cover von Jacqueline Spieweg
Das ist so ein Knackpunkt in meinem Jahresrückblick. Richtig viel habe ich nämlich leider nicht geschrieben. Fertig geschrieben und veröffentlicht habe ich überhaupt nur eine einzige Kurzgeschichte, aber mit der bin ich sehr zufrieden. Es handelt sich um eine bösartige SciFi-Story mit dem schönen Titel "Rent a Body, Inc.". Sie erschien im Oktober in der Anthologie "Bloody Qindie: Besessen". Hier hatte ich seinerzeit eine Leseprobe veröffentlicht. Ich habe mittlerweile einige der Geschichten aus diesem hübschen Buch gelesen und finde sie richtig gut. Besonders "Der Jenseitsapparat" von matì hat es mir angetan. Wer neugierig geworden ist - hier gibt es das eBook und hier das Taschenbuch. Ich bedanke mich im Namen von Qindie.

Ansonsten haben sich Anfänge, überarbeitungsbedürftige Rohfassungen und Plotideen auf meiner Festplatte angesammelt, und ich habe mir fest vorgenommen, einige davon im kommenden Jahr erfolgreich abzuschließen.

Buchmessen 2016

Am Qindie-Stand auf der LBM
Auch in diesem Jahr hatte ich wieder das Vergnügen, die zwei großen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt zu besuchen. Jede Messe hat ihren Reiz, und jede erlebe ich anders.

In Leipzig verbrachte ich mehrere Tage, wohnte in der Qindie-Autoren-WG, machte Standdienst am Qindie-Stand in Halle 5 und war eine der Autoren, die die wohl coolste Lesung der LBM in der wohl gemütlichsten Location Leipzigs, der Soupbar Summarum, bestritten. Constantin Dupien, Herausgeber der Kult-Anthologie-Reihe "Mängelexemplare", hatte gerufen, und sie kamen alle. Mein persönliches Highlight war Michael Marrak, den ich seit der Lektüre von "Lord Gamma" verehre und der im vierten Band der Reihe vertreten ist. Ich als Mitautorin von Band 1 und 2 darf mich nun also als Kollegin von Michael Marrak bezeichnen und konnte mir bei der Gelegenheit meinen "Lord Gamma" signieren lassen und nahm mir gleich noch eine signierte Ausgabe von "Morphogenesis" mit.

Eröffnungsfeier FBM 2016 - Für das Wort & die Freiheit
Frankfurt beginnt für mich seit Jahren immer mit der Eröffnungsfeier am Dienstag, bei der von hohen Vertretern aus Kultur und Politik Deutschlands und des jeweiligen Gastlandes Reden gehalten werden und anschließend der Gastpavillon eingeweiht wird. Dieses Jahr waren die Niederlande mit Flandern dran. Den Pavillon fand ich nicht so spannend, aber es hatte was, die Royals beider Königreiche in natura zu sehen! Donnerstag und Freitag verbrachte ich auf dem Messegelände und traf ganz viele liebe Buchmenschen: Autoren, Verleger, Lektoren und viele mehr. Es wird von Jahr zu Jahr familiärer und schöner, und ich nahm zum ersten Mal bewusst wahr, wie gut ich doch mittlerweile vernetzt bin in der Buchwelt.

Ein besonderes Highlight war aber der BuCon am Samstag, den ich in diesem Jahr erstmals als Mitausstellerin erlebte - gemeinsam mit Qindie hatten wir einen eigenen Tisch und freuten uns über so viel positives Feedback und offenes Interesse an unseren Büchern und unseren Aktivitäten als Autorenkorrektiv. Auf dem BuCon trat auch das Qindianische Quartett erstmalig auf: David Pawn, Katharina Gerlach, matì und meinereiner lasen abwechselnd aus unseren Werken vor und erstaunten und begeisterten ein kleines, feines Publikum mit der Vielfalt unserer Geschichten.

Ein Platz auf der Shortlist

Hab mich gerade auf der Midlist entdeckt!
Das war wirklich eine unglaubliche Erfahrung. Insgeheim träumt wohl jeder Autor davon, mal für einen Preis nominiert zu sein. Ich erlebte das 2016. Ausgerechnet mit meinen Schauermärchen schaffte ich es bis auf die Shortlist des Skoutz Award - unter die besten drei in der Kategorie Horror. Dass ich es auf die Midlist geschafft hatte, erfuhr ich bereits im März auf der Leipziger Buchmesse. Meine Shortlist-Nominierung wurde bekanntgegeben, als ich gerade im Sommerurlaub war. Und die Gala mit Verkündung der Gewinner fand in Frankfurt zur Buchmesse statt. Am Ende gewann Simon Geraedts mit seinem Roman "Das Opfermesser". Aber das ist okay. Ich hätte nie gedacht, dass ich es mit einer Kurzgeschichtensammlung überhaupt so weit schaffen würde. Dritter Finalist war übrigens Vincent Voss mit "Wasser" - was ist das für eine Ehre, mit einem Autoren, den man selbst total bewundert, für denselben Preis nominiert zu sein! Skoutz bleibt für mich auch 2016 ein Thema, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Menschen 2016

Genau, Menschen. Ich habe die Zusammenarbeit mit "meinen" Autoren wieder sehr genossen. Und ich verfolge die Entwicklung ihrer Bücher sehr aufmerksam. Es macht mich stolz zu sehen, wie viele tolle Rezensionen Melissa David für ihre Vampirromane "Kruento" erhält oder wie begeistert die Fans von Bella Lamour/Annabelle Schiller sind, wenn sie wieder ein neues Buch herausbringt. Aber auch Sachbuchautorinnen wie Barbara Costa oder Autorinnen romantischer Romane wie Kathrin Fuhrmann verblüfften mich immer wieder aufs Neue mit ihrer Produktivität und ihrer Kreativität. Meine persönliche Entdeckung 2016 war übrigens das Debüt von Thor Ansell. "Pandemie" ist ein richtig spannender, apokalyptischer Pageturner, der das Kopfkino ständig befeuert. Das hat mich begeistert und verdammt viel Spaß gemacht!

Vorschau - was kommt 2017?

Tja, geplant habe ich einiges. Ob und wieviel ich davon am Ende umsetze - wir werden sehen. Drückt mir die Daumen, dass ich ein paar meiner Schreibprojekte zum Abschluss bringe und euch endlich mit neuen dunklen Geschichten und Schauermärchen Gänsehaut bereiten kann. Es mangelt nicht an Ideen, nur an Zeit, und die muss ich mir unbedingt nehmen! Außerdem steht ein spannendes Projekt an, über das ich bestimmt bald Einzelheiten verraten werde. Und bei Skoutz wartet eventuell noch eine weitere Herausforderung auf mich - auch dazu demnächst mehr!

Es bleibt spannend, und ich würde mich sehr freuen,
wenn ihr mich auch im nächsten Jahr auf meinem Weg begleitet!

Bild: momosu  / pixelio.de


Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch
und für das neue Jahr viel Erfolg, Gesundheit und Glück
und stets ein gutes Buch zur Hand!

Dienstag, 29. März 2016

Neulich in Leipzig - Nachtrag

Weil es ein so schöner Abend war und ich daran immer noch mit Gänsehaut-Feeling zurückdenke und weil Constantin Dupien es so schön zusammengefasst und bebildert hat, lade ich euch heute herzlich ein, seinen Artikel über unsere Mängelexemplare-Lesung am 18. März 2016 in Leipzig zu lesen. *hach*

Lesung: Mängelexemplare und andere makabre Autoren

Volles Haus in der Soupbar (Foto: Constantin Dupien)


Dienstag, 22. März 2016

Neulich in Leipzig - Messebericht Teil 1

Als hätte jemand den Zeitraffer aktiviert: Kaum in Leipzig angekommen, fand ich mich nach knapp vier intensiven Tagen voller Eindrücke auch schon am Fernbus-Stopp wieder - kurz nicht hingeguckt, schwupps, war sie auch schon wieder vorbei, die Leipziger Buchmesse. Aber dass mir diese Zeit so kurz vorkam, zeigt mir, was sie vor allem war: 'ne geile Zeit! Lasst mich den Versuch unternehmen, euch zu erklären, warum. Und weil es am Ende doch verdammt viel zu erzählen gab, kommt hier erst einmal Teil 1.

So viele Menschen, so viel zu sehen

Immer was los am Qindie-Stand
Zum Schlendern hätte ich gar keine Zeit gehabt. Ich war vorbereitet. Mein Notizbuch stets griffbereit, wusste ich, wo ich wen finde und wann welche Veranstaltungen stattfanden. Die meiste Zeit verbrachte ich natürlich an unserem kleinen, feinen Qindie-Messestand. Meine Kollegen hatten alles perfekt vorbereitet und eingerichtet, und die "Überraschungsboxen", extra für die Messe angefertigte Faltmappen, in denen Flyer, Leseproben und Lesezeichen unserer Autoren lagen, gingen weg wie warme Semmeln. Sie gefielen den Leuten sehr und weckten wesentlich mehr Interesse an uns als die einzeln ausliegenden Mitnehm-Unterlagen. Mein Standdienst war für Samstagnachmittag geplant, den besucherstärksten Zeitraum, aber so musste ich mich wenigstens nicht durch die Massen schieben, sondern konnte die Massen an mir vorbeiziehen lassen.

Wir befanden uns in Halle 5 und damit in bester Nachbarschaft zu Firmen, Verlagen und Organisationen rund um Selfpublishing, Schreiben und Buchmarketing. Amazon KDP lag direkt gegenüber, gleich dahinter die Lieblingsautoren und neobooks. Tolino Media, Skoutz/Publz, die Autorenwelt, Papyrus, der Selfpublishing-Verband, alle waren sie da. Somit verbrachte ich die meiste Zeit auch in Halle 5, dicht gefolgt von Halle 2, wo der Amrûn Verlag wieder gemeinsame Sache mit dem Art Skript Phantastik Verlag machte. Grit Richter (ASP) und Jürgen Eglseer (Amrûn) gaben alles, um dem nicht enden wollenden Ansturm gerecht zu werden. In direkter Nachbarschaft befand sich die stets mehr als gut gefüllte Fantasy-Leseinsel, eigentlich schon eine Lesearena, direkt dahinter hatte sich der Fantasy-Buchshop von Werkzeugs niedergelassen.

Fitzek in a Box
Auch in Halle 3 schaute ich ein paar Mal vorbei, denn der Luzifer Verlag und der Papierverzierer Verlag hatten sich in diesem Jahr in exklusiver Nachbarschaft zum Riesenstand von Droemer Knaur (im gewohnten orange leuchtenden Design) aufgebaut und waren mit diesem Schritt mehr als zufrieden. Hier, fernab von der schillernden Fantasy-Leseinsel in Halle 2, würden sie noch einmal ganz andere Zielgruppen erreichen, so Steffen Janssen (Luzifer), und sicher profitierten sie dabei nicht nur vom stets überlaufenen Droemer Knaur Stand, sondern auch von der Fitzek-Box, einem echten Publikumsmagneten zum 10-jährigen Jubiläum von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek. Der Herr Fitzek dürfte nach der Messe Plattfüße und raue Hände gehabt haben. Wann immer ich an seiner Box vorbeikam, standen die Leute Schlange, und er stand davor, lächelte, umarmte Leute, schüttelte Hände, gab Autogramme, machte Fotos und plauderte mit seinen Fans - ich gebe zu, ich beneide ihn nicht um den Job, aber mein Mitleid hielt sich in Grenzen, denn er weiß ja, was er seinen Fans zu verdanken hat.

Gelesen wurde auch

Jana lauscht (Bild: Bernar LeSton)
Am ersten Abend wurde erst einmal geübt, als Florian Tietgen uns beim Qindie-Workshop seine praktischen Tipps vermittelte, um Lesungen spannender und effektiver zu gestalten. Am Freitagabend durfte ich das Gelernte dann gleich anwenden, denn bei der Mängelexemplare-Lesung gab ich zuerst mein Gedicht aus der ersten Anthologie zum Besten und später, sehr viel später, als letzte in der Runde, las ich aus meiner Kurzgeschichte "Blind Date" aus demselben Buch vor. Die Gäste, die tapfer durchgehalten hatten, lauschten mir trotz später Stunde noch genauso andächtig wie meinen KollegInnen vor mir. Die Lesung war großartig. Vincent Voss hätte bestimmt gesagt, sie hat gerockt. Leider war Vincent nicht in Leipzig, aber dafür hatten wir ein paar andere coole Autoren aus den Anthologien da, und so konnte ich die lieben Autorinnen Stefanie Maucher und Lisanne Surborg wiedersehen, außerdem den charmanten Bernar LeSton nebst seiner Freundin Christine, ebenso Torsten Scheib, den ich zum ersten Mal bei einer Lesung erlebte.
Jana liest (Bild: Bernar LeSton)
Auch Constantin Dupien, der den Abend organisiert und dankenswerterweise auf Musik von David Hasselhoff verzichtet hatte (*hint hint*), hatte alles trotz anfänglich chaotischer Umstände (wer hätte ahnen können, dass der Laden brechend voll sein würde!) im Griff und las auch selbst vor. Unser Verleger Jürgen Eglseer blieb cool und hielt sich im Hintergrund. Vielleicht war er auch bloß müde, schließlich wurde es wirklich sehr spät. Wir verließen den Laden nach ein Uhr nachts. Dennoch war mein persönliches Lesehighlight Michael Marrak, der extra zur Lesung angereist war, und den ich verehre, seit ich seinen "Lord Gamma" gelesen habe, und das, obwohl ich sonst nichts von ihm bis dato gelesen hatte. Aber das wird sich nun ändern, denn ich nahm mir ein von ihm signiertes Exemplar seines Romans "Morphogenesis" mit, nachdem mir Jürgen und Torsten unabhängig voneinander dringend empfohlen hatten, das Buch zu lesen. Wir haben sogar ein paar Exemplare der Anthologien verkaufen können - also alles richtig gemacht! Danke Constantin, es war ein richtig geiler Abend, was ihr in dem Video auch gut sehen könnt.



Teil 2 mit meinen Eindrücken von der LBM 2016 gibt es morgen. Ich empfehle euch dranzubleiben und aufmerksam zu lesen, denn das diesjährige Messe-Souvenir-Gewinnspiel wird mit meinen Messeberichten zusammenhängen!

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Jahresrückblick, die erste: Meine Lesehighlights 2015

Kaum noch 24 Stunden, bis das Jahr vorbei ist. Höchste Zeit, mich mit dem Zurückblicken zu befassen. 2015 ist wahnsinnig viel passiert, vor allem viel Schönes und Aufregendes, deshalb teile ich meinen Jahresrückblick mal ein wenig auf.

Heute schaue ich zunächst auf die Bücher und Geschichten zurück, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Literarisch betrachtet bestand 2015 für mich fast nur aus Highlights, da wird es es schwierig, jedem gelesenen Buch wirklich die Ehre zu erweisen, die es meiner Meinung nach verdient hat. Ich mache einfach ein Best-of draus und präsentiere euch nun eine sehr subjektive Auswahl meiner persönlichen Lesehighlights 2015.

Wiederentdeckung 2015

"Die unendliche Geschichte" von Michael Ende
Was habe ich dieses Buch geliebt! Ach was, ich liebe es immer noch. Dieses Buch gehört definitiv auf meine Liste der Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Als Kind besaß ich immer nur die dtv-Taschenbuchausgabe. Die war zwar auch ganz schön, aber eben kein Hardcover. Anfang des Jahres entdeckte ich auf einem Bücherbasar die gebundene Erstausgabe des Thienemann Verlages und musste einfach zuschlagen. Ich habe das Buch nicht noch einmal ganz gelesen, aber es liegt seitdem stets in Reichweite, und ich liebe es, darin zu blättern und die eine oder andere Passage zu genießen.

Genre-Ausreißer 2015

"7 Days of Black" - Reihe von Bella Lamour
Ich führe ja Lektorat und Korrektorat für andere Autoren durch, und auf diesem Wege lerne ich auch immer wieder Geschichten und Genres kennen, die ich normalerweise überhaupt nicht auf dem Schirm hätte. So geschehen mit den Erotikthrillern von Bella Lamour. Wir lernten uns im Frühjahr kennen, ich korrigierte eine kürzere SM-Story und war beeindruckt davon, wie elegant und zugleich prickelnd man sich ausdrücken kann, wie treffend man erotische Szenen beschreiben kann, ohne kitschig zu werden oder ins Klischee abzudriften. Bis dahin hatte ich "solche Geschichten" immer von meinem Leseradar verbannt. Keine Angst, ich bin immer noch kein Fan des Genres - Stilblüten wie "50 Shades of Grey" werde ich weiterhin meiden. Aber die Bücher von Bella Lamour haben einen besonderen Platz in meinem Bücherherzen, seit ich mit dieser tollen Autorin zusammenarbeite. Sie kann nicht nur Erotik, sie kann auch Thriller und Horror und weiß, wie sie das geschickt miteinander verwebt. Ihre Reihe "7 Days of Black" ist deshalb mein Geheimtipp für Liebhaber(innen) des Genres.

Anthologie-Highlights 2015

Ihr wisst mittlerweile, wie gern ich Kurzgeschichten lese. Wenn dann Anthologien auf den Markt kommen, die das Thema Horror behandeln, in denen Lieblingsautoren wie Vincent Voss mit von der Partie sind und die bei so tollen Verlagen wie dem Amrûn Verlag erscheinen, kann ich einfach nicht Nein sagen. In diesem Jahr waren es zwei Anthologien, die mir besonders gut gefallen haben. Beide aus dem Amrûn Verlag, einmal geht es um Zombies, einmal um Haunted Places, also Orte, an denen es spukt.
Die "Zombie Zone Germany" habe ich noch nicht komplett durchgelesen, deshalb werde ich meine ausführliche Buchbesprechung im nächsten Jahr abgeben. Dagegen habe ich die dritte Ausgabe der "Mängelexemplare: Haunted" schon gelesen, bin aber seit Wochen nicht mehr dazu gekommen, darüber etwas im Blog zu veröffentlichen. Auch das werde ich nachholen. So viel darf ich verraten: Beide Bücher sind etwas Besonderes, beide enthalten ein paar großartige Stories, die mich mächtig begeistern konnten. Must-Reads für Freunde des Horrors in Kurzform!


Abgefahrenster Horrorschmöker 2015

"Crossover: Es wird dich verändern" von Fred Ink
Was für ein Hammerbuch! Seit "Wurmstichig" bin ich ein Fan des Autors. Auch mit "Crossover" konnte er mich restlos begeistern. Das ist eines dieser Bücher, bei denen ich nicht aufhören konnte zu lesen und mich gleichzeitig davor gefürchtet habe, welcher Schrecken mir beziehungsweise den armen Protagonisten auf der nächsten Seite begegnen würde. Mehrere Menschen, die sich nicht kennen, erwachen an einem fremden Ort, der von massivem Zerfall gezeichnet ist. Sie wissen nicht, wo sie sind, wie sie hergekommen sind und wie sie wieder rauskommen. Und als ob das nicht reichen würde, um durchzudrehen, werden sie von furchterregenden Viechern und seltsamen, menschenähnlichen Geschöpfen bedroht. Mehr will ich darüber nicht verraten. Lesen, okay? Unbedingt lesen!

Lustigstes Buch 2015

"Mad Jerry - Der postapokalyptische umherziehende Krieger" von Ben Wallace
Ein lustiger Endzeitroman? Ja, geht denn das? Klar! Dieses Buch aus dem Luzifer Verlag hat mich davon überzeugt, dass die Apokalypse eigentlich gar nicht so schlimm ist. Also hinterher. Natürlich ist das Leben für einen postapokalyptischen umherziehenden Krieger nicht leicht. Hat auch keiner behauptet. Aber lustig ist es durchaus. Zumindest aus Sicht des Lesers, also aus meiner Sicht. Das Schöne ist, dass der Autor seine Protagonisten sehr ernst nimmt und sie einfach nur in völlig absurde Situationen hineinstolpern lässt, wobei weder Action noch Spannung und Endzeithorror zu kurz kommen. Eine skurrile, geniale Mischung, die einfach Spaß macht. Wer Mad Max mag und gern dystopische Geschichten liest und Lust auf eine gelungene Genre-Parodie hat, der ist hier genau richtig. Mehr darüber schrieb ich bereits im Juni 2015 in diesem Artikel.

Überraschungshit 2015

"Basaltblitz" von Markus Tillmanns
Die Geschichte eines nerdigen Teenagers, der über Nacht Superkräfte erlangt, weil er versehentlich einen Kometen gegessen hat. Klingt bescheuert? Ja, irgendwie schon. Aber es ist so verdammt geil! Ich wäre von allein wohl nie auf die Idee gekommen, dieses Buch zu lesen, aber der Autor hatte zum Glück die Idee, mir ein Rezensionsexemplar anzubieten, und nach der Lektüre des Klappentextes und einer Leseprobe wusste ich: Das wird ein Riesenspaß! Ich bin total begeistert von diesem Buch, nicht nur von der Idee der Geschichte selbst, auch nicht nur von dem krass-genialen Cover, sondern vor allem von dem unglaublich guten Stil des Autors. Markus Tillmanns versteht es exzellent, peinliche Situationen unterhaltsam zu beschreiben, und zwar so, dass man stets eine Mischung aus Mitleid und Fremdschämen für den Protagonisten empfindet. Ich habe selten solch treffenden Humor in einer Fantasy-Geschichte und so schöne Dialoge gelesen wie in diesem Buch! Für mich war "Basaltblitz" DIE Lese-Überraschung des Jahres! Meine ausführliche Buchbesprechung gibt es hier.

Epischstes Buch 2015

"Revival" von Stephen King
Natürlich durfte dieses Jahr nicht vorbeigehen, ohne dass ich mindestens einen King gelesen habe. Ich habe sogar zwei gelesen, denn "Joyland" war auch dabei. Doch "Revival" war definitiv das epischere Werk. Ein fetter Wälzer mit einer Geschichte, die sich über das gesamte Leben des Protagonisten Jamie erstreckt, der an verschiedenen Stationen immer wieder auf den Priester Charles Jacob trifft, einen komischen Kauz mit einer ungesunden Leidenschaft für Elektrizität. Düster, traurig, hypnotisierend. Ich habe die Lektüre genossen und fand das Ende mit dieser gewissen Reminiszenz an das Lovecraftsche Universum stimmig und auf bizarre Art schön. Ich habe das Buch ausführlich auf dem Blog besprochen.

Schönstes Buch 2015

Ausgerechnet weder ein Horror-Roman noch ein Thriller oder irgendeine andere Suspense-Spielart. Das "Ferienbegräbnis" ist ein großartiger deutscher Roman, der von Sarah und ihrem Lebensgefährten Ulf erzählt. Lebenskünstler, die ihr Geld mit dem Verkauf geklauter, bunt eingefärbter Toupets verdienen, sich um einen Hund mit drei Beinen und die hochschwangere Freundin kümmern, die ausgerechnet mit Pädo-Pallasch zusammen ist, dem ehemaligen Lehrer, der sie damals in der Schule immer belästigt hat. Plötzlich will Ulf auch ein Kind, doch Sarah fühlt sich dafür überhaupt nicht bereit, denn vor kurzem sind ihr Vater und ihr Hamster verstorben, und auf ihrer Lebens-To-Do-Liste stehen noch so viele unerledigte Dinge wie die Rache an ihrer Jugendliebe oder der Besuch eines Backstreet-Boys-Konzerts. Das Buch ist einfach nur wunderschön, geschrieben in einer Leichtigkeit, die manchmal über die tiefsinnigen Themen hinwegtäuscht, die darin auftauchen. Außerdem steckt es voller wunderschöner Sätze. Schon der Anfang liest sich für mich richtig poetisch: "Der Hamster ist tot. Ich weiß gar nicht, wie ich das finden soll. Ich gucke meinen Hund an, aber der weiß es auch nicht." Und so geht es weiter, zum Beispiel hier: "Um den Geldmangel nicht so sehr zu spüren, beschenkten wir uns gegenseitig mit Dingen, die nichts kosteten - Gutscheinen, Fotos von in der U-Bahn schlafenden Menschen, geklauten Straßenschildern und NPD-Wahlwerbekugelschreibern." Hach. Ich hatte es viel zu schnell durchgelesen, aber das macht nichts, ich will es irgendwann ein zweites Mal lesen. Dieses Buch ist es wert!

Aussicht 2016 - Darauf freue ich mich


Zwei Titel liegen auf meinem Stapel ganz oben. Da wäre einmal die Kurzgeschichtensammlung "Auf dunklen Schwingen" von Melanie Vogltanz. Die österreichische Autorin konnte mich schon mit ihrem düsteren Vampirroman "Maleficus - Schwarzes Blut", das ich damals für den Papierverzierer Verlag lektorierte, überzeugen. Nun bin ich auf ihre Kurzgeschichten gespannt, über die ich schon viel Gutes gehört habe. Dann wartet der Science Fiction Roman "Paradox" von Phillip P. Peterson auf mich. Der Gewinner des Kindle Storyteller Awards 2015 hat mich neugierig gemacht und wird der erste SciFi-Roman seit langem auf meiner Leseliste sein. Außerdem freue ich mich riesig auf die neue Kurzgeschichtensammlung von Stephen King. Sie wird den Titel "Basar der bösen Träume" tragen und erscheint genau an meinem Geburtstag - am 18. Januar 2016. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist!


Wie erwähnt - das war nur ein kleiner Ausschnitt - gelesen habe ich noch viel mehr - der aber genügen muss, ich will euch ja nicht langweilen. Und ihr? Was waren eure Lesehighlights 2015? Und auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch im kommenden Jahr?

Sonntag, 25. Oktober 2015

Neulich im TheSA: Lesung mit Melisa und Bernar

Am 17. Oktober 2015 verwandelte sich das gemütliche Theater Schöne Aussichten in Dietzenbach in das "Gruselkabinett zur Schaurigen Aussicht". An diesem Abend nämlich durfte ich gemeinsam mit Melisa Schwermer und Bernar LeSton auf der Bühne sitzen und einem gar nicht mal so kleinen Publikum aus meinen Geschichten vorlesen.

Auf die Idee, bei Reiner Wagner im Rahmen seiner "Literatour-Aktion" zu lesen, kam ich schon im Frühjahr 2015. Als ich im Mai zu einer Lesung der Dietzenbacher Fantasy-Autorin Eva M. Höreth und des von mir sehr geschätzten Frankfurter Bloggers und Autoren Jannis Plastargias zu Gast war, sprach ich Reiner darauf an, und er war sofort begeistert. Ich wollte mir aber Unterstützung suchen, denn allein einen solchen Abend zu bestreiten, das traute ich mir zu dem Zeitpunkt noch nicht zu (das tue ich auch jetzt noch nicht). Wie der Zufall es wollte, kam Melisa Schwermer, Thriller-Autorin aus Rödermark und noch dazu extrem erfolgreich (ich sage nur Platz 2 der Amazon Kindle Charts!), von sich aus auf mich zu mit der Idee, dass wir mal was gemeinsam organisieren. Da schlug ich ihr natürlich sofort vor, die Lesung im Theater Schöne Aussichten zu machen, weil mir diese Location einfach so wahnsinnig gut gefiel und ich mir wirklich gut vorstellen konnte, dass sie den perfekten Rahmen für einen Abend mit unheimlichen Geschichten bildete. Die Suche nach dem dritten Mitstreiter dauerte doch ein wenig. Wir hatten drei mögliche Kandidaten auf der Liste und konnten schließlich den Rüsselsheimer Autor Bernar LeSton gewinnen.

Es ist angerichtet.
Für Melisa war es die erste Live-Lesung vor Publikum überhaupt, für mich immerhin die dritte, das machte meine Aufregung aber auch nicht weniger. Bernar konnte schon auf einiges mehr an Lesungserfahrung zurückgreifen und hatte für uns einige hilfreiche Tipps und Tricks parat. Auch Reiner Wagner kümmerte sich rührend um uns, überließ uns die Künstlergarderobe, sorgte für unser leibliches Wohl und gab uns vor der Lesung und zwischendurch in der Pause enorm hilfreiche Tipps, die uns auch ein Stück unserer Nervosität nahmen. Trotzdem schlug uns allen das Herz bis in den Hals, als es endlich losging und wir die Bühne betreten durften - mit Applaus von gut 45 Gästen, die tatsächlich aus Neugier, Interesse und Sympathie gekommen waren, um uns (uns!) beim Vorlesen zuzuhören.

Melisa und ich - total nervös vor der Lesung
Als "Lokalmatadorin", da ich ja in Dietzenbach wohne, hatte ich die Ehre, den Abend mit ein paar Worten zu eröffnen und als erste etwas vorzulesen. Ich entschied mich für einen Auszug aus meinem dystopischen Schauermärchen "Das schlafende Schloss", das nicht nur in meinem eigenen Buch "Des Nachts im finstren Wald" erschienen war, sondern ein knappes Jahr zuvor auch in der preisgekrönten Anthologie "Mängelexemplare: Dystopia" von Herausgeber Constantin Dupien. Constantin und seine Mängelexemplar-Serie waren auch das bindende Glied zwischen Melisa, Bernar und mir. Ich war mit Geschichten in den ersten beiden Bänden vertreten, die anderen beiden in der dritten Ausgabe mit dem Untertitel "Haunted". Melisa las dann auch einen Auszug aus ihrer Mängelexemplare-Geschichte "Lost Place" vor, während Bernar die Vorgeschichte zu seinem eigenen Beitrag zu den Mängelexemplaren zum Besten gab.

Ich lese! Vor Publikum!
Nach der Pause waren wir alle zwar immer noch ziemlich aufgeregt - mir klopfte das Herz teilweise so heftig, dass ich das Gefühl hatte, mein ganzer Oberkörper würde rhythmisch zucken - aber so langsam fingen wir an, es zu genießen. Wir gingen weitaus zuversichtlicher in die zweite Runde, die inhaltlich deutlich blutiger ausfiel. Wieder ging es reihum. Ich startete mit einer echten Weltpremiere. Meine Kurzgeschichte "Nachts im Waschkeller", die gerade frisch in der Qindie-Anthologie "Dunkle Seelen" erschienen war, las ich zum allerersten Mal vor. Bis dahin hatten sie nur die an der Entstehung der Anthologie Beteiligten gekannt. Die Geschichte ist Horror mit schwarzem Humor, und diese Mischung kam beim Publikum Gottseidank sehr gut an. Ich hatte sogar Lacher an genau den Stellen, von denen ich gehofft hatte, dass sie lustig rüberkommen würden. Melisa stellte ihren Thriller "Abgewiesen" vor und las eine gruselige Szene vor, in der eine junge Frau in einem stockfinsteren alten Bunker eingesperrt wird. Bernar bot gleich zwei Kurzgeschichten aus seinem eigenen Buch "Dr. LeStons Kabinett der seltsamen Szenarien". Das Besondere an seinen Geschichten ist nicht, dass sie wirklich ganz schön kurz sind, sondern dass sie oft mit einer wirklich überraschenden Pointe aufwarten. Ich habe sein Buch noch auf meiner To-Read-List und werde hier sicher berichten, wenn ich durch bin.

Bernar - bestes Outfit des Abends!
Als wir fertig waren, bekamen wir richtig viel Applaus, und im Anschluss wollten tatsächlich noch ein paar Gäste Bücher mit Widmung von uns kaufen. Viele blieben noch ein wenig sitzen, unterhielten sich oder gaben uns persönliches Feedback, was vielleicht das Beste an der Lesung war. Wo sonst erhält man als Autor, der ja einer eher einsamen Tätigkeit nachgeht, so direktes Feedback? Ich muss noch mehrere große Lobe aussprechen. Einmal meinen beiden Mitstreitern. Melisa, Bernar, es hat wahnsinnig viel Spaß mit euch zusammen gemacht! Ich würde das jederzeit wiederholen. Dann den Gästen, von denen ich auch einige persönlich kannte und über deren Anwesenheit ich mich riesig gefreut habe, auch wenn mich das Wissen, dass da Freunde und Bekannte im Publikum sitzen, noch ein wenig nervöser als sowieso schon gemacht hat. Danke, dass ihr da wart! Ich hoffe, ihr hattet alle Spaß und erzählt es weiter! Zum Schluss noch ein Lob und Danke an Reiner Wagner, den Gastgeber des Abends. Reiner, du bist einfach eine Wucht und warst uns allen mit deiner herzlichen Art und deinen Tipps eine Riesenhilfe, diesen Abend nicht nur zu überstehen, sondern auch zu genießen.

Übrigens war auch eine Dame von der Presse da, und schon am Montag erschien im Lokalteil der Offenbach Post dieser schöne Artikel:

Also ihr Lieben, wenn ihr mal in der Dietzenbacher Ecke unterwegs seid und auf etwas Kultur Lust habt, schaut mal beim Reiner im TheSA vorbei - vielleicht findet ja wieder eine Lesung statt, oder es wird eines seiner tollen Stücke aufgeführt (Reiner ist nämlich auch ein fantastischer Schauspieler!). Und wenn ihr Autoren seid und auf der Suche nach einer Lesebühne, solltet ihr auf jeden Fall mal mit dem Reiner Kontakt aufnehmen. Der hat nämlich richtig Lust auf Leute wie uns und würde sein Theater sehr gern als Lesebühne etablieren.

Freitag, 14. August 2015

Ich bin dann mal weg - den Sommer genießen

Bild: Rike / pixelio.de
Kinder, wie die Zeit vergeht - war nicht eben gerade die Leipziger Buchmesse zu Ende gegangen? Und jetzt haben wir schon August! Trotzdem kann ich es kaum erwarten, endlich, endlich in meinen Jahresurlaub zu starten. Drei Wochen, die ich mit meiner Familie vor allem an der schönen Ostseeküste verbringen werde. Ich werde viel Zeit in meinem XXL-Strandkorb verbringen und lesen. Ich will ein bisschen braun werden, viel schlafen, lecker essen, Cocktails mit Blick aufs Meer genießen und einfach Zeit mit meinen Lieben verbringen.

Was fehlt in dieser Aufzählung? Richtig: Ich werde nicht gerade produktiv sein. Mein Lektorats- und Korrektoratsservice geht in die "Betriebsferien", meine eigenen Schreibprojekte ruhen bis mindestens September. Aber da ich ja nie weiß, wann mich mal eine gute Idee überfällt, werde ich natürlich Notizblock und Stift stets griffbereit halten. Nur die Umsetzung, die muss dann eben warten.

Auf meiner Leseliste für die Sommerpause stehen übrigens diese Titel:

"Revival" von Stephen King
Der im Frühjahr erschienene Roman liegt in wunderschöner Hardcover-Qualität seit Wochen auf meinem SuB. Jetzt wird er geschmökert. Ich habe viel Gutes von dem Buch gehört, ich mag Stephen Kings Bücher wahnsinnig gern - auf diese Lektüre freue ich mich!

"Zombie Zone Germany" von Herausgeber Torsten Exter
Die im Amrûn Verlag erschienene Anthologie enthält Kurzgeschichten von deutschsprachigen Autoren, die alle ihre eigene Antwort auf die Frage geben: Was wäre, wenn die Zombie-Apokalypse genau hier in unserem Land geschieht und wir daraufhin vom Rest der Welt abgeriegelt werden? Ich durfte während der Leipziger Buchmesse schon auf einer Lesung in die eine oder andere Geschichte reinhören. Jetzt werde ich mir das gesamte Buch geben.

"Mängelexemplare: Haunted" von Herausgeber Constantin Dupien
Gestern überraschend ins Haus geflattert: Mein persönliches Exemplar der auf 28 Stück superstreng limitierten Sonderedition im schönen Hardcover-Format. Signiert von Constantin und mit der Nummer "20 von 28" plus extra Zertifikat als besonderes Unikat gekennzeichnet. Dies ist die dritte Anthologie der Reihe. In den ersten zwei durfte ich mit eigenen Geschichten mitmischen, diesmal bin ich einfach nur Leserin und darf Geschichten über Spukhäuser, Geister und unheimliche Orte aus den Feder etlicher meiner Lieblingsautoren lesen. Darauf freue ich mich ganz besonders!

Und ich möchte mir unbedingt in meiner Lieblingsbücherei in meiner Heimatstadt noch "irgendein" Buch aussuchen, das mich da gerade anlacht. Wie ich mich und meine Vorlieben kenne, wird es wieder etwas Düsteres, Makabres oder Schwarzhumoriges. Mal schauen.

Und nach dem Urlaub? Da stehen eine ganze Menge spannender Punkte auf meinem Plan:

Ich werde meinen "Zwischenstopp" mit neuem Cover der Welt präsentieren. Die liebe Viktoria aka Gedankengrün designt es und erstellt derzeit noch die Umschlagrückseite und den Buchrücken, damit ich auch für die Taschenbuchausgabe alles parat habe. Noch vor der Buchmesse soll es fertig und erhältlich sein.
Ein neues Schauermärchen wird zu Ende geschrieben, es wird voraussichtlich den Umfang eines Kurzromans haben. Ich hätte es gern dem Waldhardt Verlag für seinen Reihenwettbewerb mit Thema Märchenadaptionen angeboten, aber dummerweise endet die Frist schon am 01. September 2015, und das kriege ich definitiv nicht mehr hin. Leider. Die Geschichte schreibe ich aber trotzdem.
Mein Romanprojekt wird vorangetrieben. Einen neuen Anfang, also etwa 6000 Wörter, der mir sehr viel besser gefällt als die alte Idee, habe ich schon einmal. Als nächstes werde ich am Plot und den Charakteren feilen, bevor ich endlich weiterschreibe.
Die Frankfurter Buchmesse steht ins Haus. Akkreditierung habe ich schon erledigt. Erste Verabredungen habe ich auch schon getroffen. Gestern flatterte die Einladung zur Eröffnungsfeier ins Haus. Ich habe mich gleich angemeldet und bin gespannt, wie das diesjährige Gastland Indonesien wohl den Pavillon gestalten wird.
Es warten auch schon die ersten neuen Projekte in Sachen Lektorat und Korrektorat auf mich. Besonders gespannt bin ich auf die Manuskripte von Melissa David und Bella Lamour ... ;-)

Auf zwei Highlights im Herbst freue ich mich richtig:

Da wäre einmal die große Party der Bücherwürmer, einer der größten Buchgruppen auf Facebook, die zum ersten Mal während der FBM eine Party veranstaltet, auf der Leser und ihre Lieblingsautoren einander treffen und gemeinsam feiern. Das wird sicher glamourös!
Das andere, noch viel geilere Highlight, wird aber einen Tag später stattfinden, wenn ich zusammen mit Melisa Schwermer und Bernar Leston einen gruseligen Leseabend im Theater Schöne Aussichten in Dietzenbach veranstalte, zu dem ich jetzt schon alle einlade, die sich am 17. Oktober 2015 in meine Wahlheimat begeben und sich von unseren unheimlichen Geschichten Gänsehaut bereiten lassen möchten. Details folgen schon bald!

Also, ihr Lieben,
habt noch einen schönen Sommer, lest tolle Bücher
und haltet stets die Augen offen - die Welt steckt voller Geheimnisse und Geschichten ...

Wir lesen uns im September!