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Sonntag, 12. März 2023

Buchtipp: "Fairy Tale" von Stephen King

Ich merke gerade, dass mein letzter Buchtipp hier auf dem Blog ebenfalls ein Titel von Stephen King war. Aber egal, ich habe die Lektüre von "Fairy Tale" so sehr genossen, ich muss euch dieses Buch einfach unbedingt vorstellen - und wärmstens empfehlen.

Allen, die mit dem Namen Stephen King finsteren Horror à la "Friedhof der Kuscheltiere" oder "ES" verbinden, sei gesagt: Der Mann schreibt auch in ganz anderen Genres, und zwar verdammt gut. "Fairy Tale" ist eine astreine Fantasy-Geschichte, die aber die unverkennbare Handschrift des King of Horror trägt.

Dabei ist es nicht einmal sein erster Fantasy-Roman, allerdings der erste seit einer langen Zeit.

Worum geht es?

Wir lernen zunächst den 17-jährigen Charlie Reade kennen, einen auf den ersten Blick typisch amerikanischen Teenager, der in einer typisch amerikanischen Kleinstadt in eine typisch amerikanische High School geht, wo er unter anderem im Schulteam die wirklich super-typisch amerikanische Sportart Baseball trainiert. Aber unter seiner äußeren Erscheinung verbirgt sich eine verletzte Seele: Charlie verlor seine Mutter früh durch einen schlimmen Unfall, der Vater entwickelte eine schwere Alkoholsucht, aus der er es jahrelang nicht herausschaffte, Charlies Kindheit verlief alles andere als unbeschert. Dennoch ist er der nette, hilfsbereite junge Mann geworden, der eines Tages dem griesgrämigen, eigenbrötlerischen Howard Bowditch zur Hilfe eilt, als der sich bei einem Sturz schwere Knochenbrüche zuzieht. Vor allem über die alte Hundedame Radar findet Charlie einen Zugang zu dem Mann, der seit Ewigkeiten allein in seinem Haus lebt und nun zum ersten Mal auf fremde Hilfe angewiesen ist. Die soll Charlie ihm leisten, denn er ist der einzige, dem Mr. Bowditch halbwegs vertraut. Der Alte hütet auf seinem Grundstück nämlich nicht nur einen gewaltigen Goldschatz, sondern auch den Zugang zu einer fremden Welt. Bis es soweit ist, dass wir dort hindurchgeführt werden, vergehen einige Seiten - die jedoch lassen sich mit Genuss lesen.

Es kommt eines zum anderen, und Charlie findet sich selbst in jener fremden Welt wieder - zusammen mit Radar, der Hundedame, die so krank ist, dass sie bald sterben wird, wenn Charlie sie nicht zu einem bestimmten Ort in dieser Anderswelt bringt, wo sie geheilt werden kann. Er lernt freundlich gesonnene Bewohner kennen an diesem Ort, der gleichzeitig fremdartig und seltsam vertraut wirkt. Dabei erfährt Charlie nach und nach, unter welchem schrecklichen Fluch die Menschen hier leiden und dass diese Welt im Sterben liegt, wenn nicht eines Tages ein Held erscheint, der den Kampf gegen das Böse aufnimmt. Aber Charlie ist nur ein Teenager aus einer amerikanischen Kleinstadt und kein Held. Oder?

Mein Eindruck

Stephen King hat meine Erwartungen übertroffen. Er hat eine wundervolle, spannende, packende Fantasy-Geschichte geschrieben, die alles enthält, was ein Fantasy-Roman enthalten muss, um ihn als episch zu bezeichnen: Eine fremde Welt voller Magie und Wunder, einen mutigen jungen Helden, eine schöne Prinzessin, die von einem Fluch befreit werden muss, ein geknechtetes Volk, das auf seinen Retter wartet, kleinere Fieslinge, die auf der Heldenreise bezwungen werden müssen, bis hin zu großen Gegnern, die es zu überwinden gilt - bis am Ende der Showdown an einem düsteren Ort stattfinden kann - der Kampf gegen das übermächtige, ultimative Böse.

Und dennoch ist hier vieles anders, werden Klischees nur aufgegriffen, um gebrochen zu werden. Charlie Reade erzählt uns seine Geschichte rückblickend und kommentiert und bewertet vieles aus seiner heutigen Sicht und betont dabei immer wieder, dass das hier "nicht so eine Geschichte" sei. Das macht ihn greifbar, menschlich und kein bisschen heldenhaft, obwohl er im Lauf seines Abenteuers immer wieder ein Stück weiter über sich selbst hinauswachsen muss.

Hinzu kommen die vielen lebendigen Figuren, denen wir in dieser fremden Welt begegnen, von der Schuhflickerin Dora über den hinterhältigen Peterkin bis zu Snab, der großen roten Grille. Dann wären da noch die schöne Prinzessin Leah, der mutige, streitlustige Iota, die taube Claudia, der blinde Woody, die grässliche Riesin Hana und so viele mehr. Und das sind nur die Leute aus der Anderswelt. Auf unserer Seite lernen wir Charlies Vater kennen und natürlich Mr. Bowditch, den  granteligen Bewohner des Hauses am Ende der Sycamore Street, in dessen Schuppen sich ein echtes Weltentor verbirgt.

Extra erwähnen muss ich Radar. Sie ist ein bezaubernder Charakter in dieser Geschichte. Eine Schäferhündin, die Mr. Bowditch gehört, an die Charlie aber sein Herz verliert - wie ich als Leserin übrigens auch, dabei bin ich gar kein "Hundemensch". Radar ist diejenige, mit der ich von allen Figuren in "Fairy Tale" am meisten mitgefiebert habe.

Wie schon erwähnt, wäre dies kein Stephen-King-Buch, wenn nicht hier und dort das eine oder andere Horrorelement durchschimmern würde - von den untoten Nachtsoldaten bis zu Gogmagog, einem Wesen, das direkt aus Lovecrafts Cthulhu-Universum entsprungen sein könnte.

Fazit

Ich darf gar nicht viel mehr verraten, deshalb nur noch einmal zusammengefasst: "Fairy Tale" ist ein großartiger Fantasy-Roman, wunderbar und episch. Es zeigt, dass man das Rad literarisch nicht komplett neu erfinden muss, sondern dass man "nur" die richtigen Zutaten kennen und auf ganz eigene, originelle Weise miteinander kombinieren und vermischen können muss - und dass Stephen King das kann, hat er hier auf eindrucksvolle Weise bewiesen.

Ich vergebe volle 5 von 5 Monarchenfaltern!

Übrigens:

Schon kurz nach Erscheinen des Buches wurde bekannt, dass Stephen King die Filmrechte für einen symbolischen Dollar an den Regisseur Paul Greengrass verkauft haben soll, von dem der Autor ein Fan sei. Ob aus dem Stoff ein Kinofilm oder eine Netflixproduktion wird, ein Einteiler oder eine Serie, ist noch nicht bekannt. Genug Material würde die Geschichte bieten. Ich kenne mich: Ich werde es auf jeden Fall anschauen. Drüben auf meinem Filmblog würde ich es dann natürlich beizeiten vorstellen.

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Buchtipp: Stephen King - "Das Institut"

Ich habe endlich wieder ein Buch von Stephen King gelesen. Meine Leidenschaft für Bücher im Allgemeinen und für Horror im Speziellen hing schon immer eng mit diesem Autor zusammen. Eigentlich wollte ich bei King auch stets auf dem aktuellsten Stand bleiben, wollte jedes Buch quasi sofort nach Erscheinung lesen, aber das konnte ich irgendwann nicht mehr wuppen. Inzwischen stehen etliche Stephen-King-Titel noch auf meiner Muss-ich-unbedingt-noch-lesen-Liste. Bei "The Institute" kann ich endlich einen Erledigt-Haken setzen.

Worum geht's?

(Ich habe die englische Originalversion gelesen, möglicherweise verwende ich hier und da abweichende Begriffe, die ich mir selbst übersetzt habe, oder die originalen englischen Namen.)

Luke Ellis, ein zwölfjähriger Junge, führt ein ganz normales Leben in einem Vorort von Minneapolis. Er ist verdammt schlau für sein Alter, und manchmal gelingt es ihm, leere Pizzakartons vom Tisch zu schubsen - nur mit seinen Gedanken. Aber das ist an sich unspektakulär, glaubt zumindest Luke. Bis eines Nachts Fremde in das Haus der Familie Ellis eindringen, Lukes Eltern kaltblütig ermorden und den Jungen entführen. Als er zu sich kommt, befindet er sich in einer fast exakten Kopie seines echten Zimmers, aber dieser Raum liegt im Inneren eines unheimlichen, vor der Welt verheimlichten Ortes, der von seinen Betreibern nur das Institut genannt wird.

Hierher wurden andere Kinder auf ähnliche Weise verschleppt, und sie alle haben etwas gemeinsam: Sie besitzen paranormale Kräfte - Telekinese oder Telepathie, die einen nur schwach, die anderen etwas stärker. Die Menschen im Institut führen seltsame Untersuchungen an Luke durch, injizieren Substanzen, bedrohen und bestrafen ihn. Luke erkennt bald, dass es darum geht, seine übersinnlichen Fähigkeiten zu verstärken, auch wenn er keine Ahnung hat, zu welchem Zweck. Nach und nach verschwinden die Kinder, mit denen er sich im Institut angefreundet hat. Er erfährt, dass es hinter dem Teil, in dem er untergebracht ist, der Front Half, einen weiteren Bereich gibt, die Back Half. Dorthin werden die Kinder gebracht, und von dort ist noch niemals jemand zurückgekommen. Luke weiß, wenn er dran ist und in die Back Half umziehen muss, ist er verloren. Also schmiedet er einen waghalsigen Fluchtplan, aber noch nie konnte ein Kind entkommen. Doch Luke muss es versuchen - für sich selbst und für seine Freunde.

So. Mehr kann und sollte ich an dieser Stelle gar nicht verraten.

Wie hat es mir gefallen?

Der Roman ist - wie ich es von King gewohnt bin - wahnsinnig komplex und mit einem zahlreichen Cast ausgestattet. Tatsächlich dauert es eine Weile, bis die eigentliche Geschichte um Luke Ellis richtig losgeht. Am Anfang geht es nämlich erst einmal um eine andere Figur, der wir Lesenden folgen, bis wir sie plötzlich zurücklassen und uns Lukes Geschichte zuwenden. Das hat natürlich alles seine Gründe, und irgendwann werden die Schicksale aller Figuren an einem Ort zusammengeführt, aber bis dahin ist es ein weiter Weg. Vermutlich war auch dieser verwirrende Anfang ein Grund, dass ich das Buch vor sicher zwei Jahren anfing zu lesen und dann erst einmal beiseite legte. Erst in diesem Jahr nahm ich es mir wieder vor und las weiter. Und als die Dinge im Institute ins Rollen kamen - sagen wir: spätestens, als Luke begann, die Punkte zu sehen -, war ich gefesselt und wollte unbedingt lesen und weiterlesen.

Also hat es mir gefallen? Ja, definitiv ja. Vermutlich lag es an mir selbst und dem Zeitpunkt, als ich mit der Lektüre begann, dass ich nicht so richtig reinfand. Was ich sehr mochte, waren die Kinder im Institut. Jedes hatte seine Geschichte, war besonders, merkwürdig auf eine Weise, aber liebenswert. Mit den Kids, allen voran Luke und Avery, bangte und litt ich am meisten. Es war schön, wieder eine Geschichte von Stephen King zu lesen, in der Kinder die Hauptrolle spielten. Er hat es immer noch drauf, ihre Gefühle, Ängste und kindliche Sicht auf die Welt einfühlsam und glaubhaft zu vermitteln. Aber auch die Bösewichte haben Spaß gemacht, allen voran Mrs. Sigsby. Eine wirklich durchtriebene Antagonistin! Hätte nur noch gefehlt, dass sie rosa Outfits trägt und lauter Katzenbilder in ihrem Büro hat.

Fazit

"The Institute" ist nach meinem Verständnis kein Horror-Roman, zumindest kein reiner. Es ist ein Thriller mit politischer Botschaft und - typisch King - klarer Kritik an Donald Trump und seiner Art, Politik zu betreiben. Das Buch ist Science Fiction, Mystery, und es bedient sich einiger klassischer Verschwörungstheorien, allen voran der, nach der hinter den Kulissen geheime Organisationen die Fäden der Macht in der Hand halten und die Geschicke der Menschheit lenken. Aber das Gefühl des Horrors, des Terrors, insbesondere immer dann, wenn Kinder in Gefahr geraten, ist nicht zu rar gesät und gipfelt in einem epischen Showdown. Überhaupt mochte ich das Ende, es fühlte sich richtig an und wirkte auf mich so, als hätte King es wirklich so geplant und gewusst, was er tat. (Tatsächlich wird King häufig für seine schwachen Enden kritisiert, aber das kann man ihm hier meiner Meinung nach wirklich nicht vorwerfen.)

Ich vergebe für "The Institute" 4,5 von 5 Kaugummi-Zigaretten.

P. S. Oben seht ihr übrigens das amerikanische Cover, weiter unten das deutsche, wie es bei Heyne erschien. Ich mag beide, finde das amerikanische aber ein wenig atmosphärischer.

P. P. S. Übrigens gibt es auch für "The Institute" Pläne, es zu verfilmen. Auf imdb.com existiert bereits ein Eintrag, der aber nicht viel mehr als die Kurzzusammenfassung sowie den Hinweis enthält, dass eine TV-Miniserie geplant sei. Dies wurde auch schon 2019 bei Filmstarts bestätigt. Wir werden es rechtzeitig erfahren, und ich setze es zumindest gedanklich schon einmal auf meine Watchlist.

Donnerstag, 21. September 2017

Happy Birthday, Mr. King!

Bild: stephenking.com
Amy Guip © 2006
Heute vor 70 Jahren erblickte ein Mann das Licht das Welt, dessen literarisches Werk mich wie kein zweites beeindruckt und beeinflusst hat.

Stephen King hat Geburtstag - und ich gratuliere ihm von Herzen!

Wenn man Horrorautoren nach ihren Vorbildern und Einflüssen fragt, nennen viele erst einmal die Klassiker, erwähnen Lovecraft und Poe. Doch gleich danach - und in meinem Fall sogar an erster Stelle - wird Stephen King genannt. Er hat das Genre geprägt, er hat es dank etlicher Bestseller aus seiner Feder salonfähig gemacht. Ganz viele meiner Lieblingsbücher wurden von ihm geschrieben. Ich bin außerdem ein großer Fan seiner Kurzgeschichten, besonders da ist er mein Vorbild: Er schafft es immer wieder, aus alltäglich wirkenden Situationen etwas durch und durch Unheimliches zu machen. Genau das versuche ich auch immer wieder in meinen eigenen Kurzgeschichten.

Ich verlinke an dieser Stelle zur Lobhudelei vom Rolling Stone. Ein schöner Artikel, der auch ganz viel über die beschwerlichen Anfänge des Großmeisters erzählt.

Hoch lebe der King - möge er uns noch viele weitere dunkle Lesestunden bereiten!

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Jahresrückblick, die erste: Meine Lesehighlights 2015

Kaum noch 24 Stunden, bis das Jahr vorbei ist. Höchste Zeit, mich mit dem Zurückblicken zu befassen. 2015 ist wahnsinnig viel passiert, vor allem viel Schönes und Aufregendes, deshalb teile ich meinen Jahresrückblick mal ein wenig auf.

Heute schaue ich zunächst auf die Bücher und Geschichten zurück, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Literarisch betrachtet bestand 2015 für mich fast nur aus Highlights, da wird es es schwierig, jedem gelesenen Buch wirklich die Ehre zu erweisen, die es meiner Meinung nach verdient hat. Ich mache einfach ein Best-of draus und präsentiere euch nun eine sehr subjektive Auswahl meiner persönlichen Lesehighlights 2015.

Wiederentdeckung 2015

"Die unendliche Geschichte" von Michael Ende
Was habe ich dieses Buch geliebt! Ach was, ich liebe es immer noch. Dieses Buch gehört definitiv auf meine Liste der Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Als Kind besaß ich immer nur die dtv-Taschenbuchausgabe. Die war zwar auch ganz schön, aber eben kein Hardcover. Anfang des Jahres entdeckte ich auf einem Bücherbasar die gebundene Erstausgabe des Thienemann Verlages und musste einfach zuschlagen. Ich habe das Buch nicht noch einmal ganz gelesen, aber es liegt seitdem stets in Reichweite, und ich liebe es, darin zu blättern und die eine oder andere Passage zu genießen.

Genre-Ausreißer 2015

"7 Days of Black" - Reihe von Bella Lamour
Ich führe ja Lektorat und Korrektorat für andere Autoren durch, und auf diesem Wege lerne ich auch immer wieder Geschichten und Genres kennen, die ich normalerweise überhaupt nicht auf dem Schirm hätte. So geschehen mit den Erotikthrillern von Bella Lamour. Wir lernten uns im Frühjahr kennen, ich korrigierte eine kürzere SM-Story und war beeindruckt davon, wie elegant und zugleich prickelnd man sich ausdrücken kann, wie treffend man erotische Szenen beschreiben kann, ohne kitschig zu werden oder ins Klischee abzudriften. Bis dahin hatte ich "solche Geschichten" immer von meinem Leseradar verbannt. Keine Angst, ich bin immer noch kein Fan des Genres - Stilblüten wie "50 Shades of Grey" werde ich weiterhin meiden. Aber die Bücher von Bella Lamour haben einen besonderen Platz in meinem Bücherherzen, seit ich mit dieser tollen Autorin zusammenarbeite. Sie kann nicht nur Erotik, sie kann auch Thriller und Horror und weiß, wie sie das geschickt miteinander verwebt. Ihre Reihe "7 Days of Black" ist deshalb mein Geheimtipp für Liebhaber(innen) des Genres.

Anthologie-Highlights 2015

Ihr wisst mittlerweile, wie gern ich Kurzgeschichten lese. Wenn dann Anthologien auf den Markt kommen, die das Thema Horror behandeln, in denen Lieblingsautoren wie Vincent Voss mit von der Partie sind und die bei so tollen Verlagen wie dem Amrûn Verlag erscheinen, kann ich einfach nicht Nein sagen. In diesem Jahr waren es zwei Anthologien, die mir besonders gut gefallen haben. Beide aus dem Amrûn Verlag, einmal geht es um Zombies, einmal um Haunted Places, also Orte, an denen es spukt.
Die "Zombie Zone Germany" habe ich noch nicht komplett durchgelesen, deshalb werde ich meine ausführliche Buchbesprechung im nächsten Jahr abgeben. Dagegen habe ich die dritte Ausgabe der "Mängelexemplare: Haunted" schon gelesen, bin aber seit Wochen nicht mehr dazu gekommen, darüber etwas im Blog zu veröffentlichen. Auch das werde ich nachholen. So viel darf ich verraten: Beide Bücher sind etwas Besonderes, beide enthalten ein paar großartige Stories, die mich mächtig begeistern konnten. Must-Reads für Freunde des Horrors in Kurzform!


Abgefahrenster Horrorschmöker 2015

"Crossover: Es wird dich verändern" von Fred Ink
Was für ein Hammerbuch! Seit "Wurmstichig" bin ich ein Fan des Autors. Auch mit "Crossover" konnte er mich restlos begeistern. Das ist eines dieser Bücher, bei denen ich nicht aufhören konnte zu lesen und mich gleichzeitig davor gefürchtet habe, welcher Schrecken mir beziehungsweise den armen Protagonisten auf der nächsten Seite begegnen würde. Mehrere Menschen, die sich nicht kennen, erwachen an einem fremden Ort, der von massivem Zerfall gezeichnet ist. Sie wissen nicht, wo sie sind, wie sie hergekommen sind und wie sie wieder rauskommen. Und als ob das nicht reichen würde, um durchzudrehen, werden sie von furchterregenden Viechern und seltsamen, menschenähnlichen Geschöpfen bedroht. Mehr will ich darüber nicht verraten. Lesen, okay? Unbedingt lesen!

Lustigstes Buch 2015

"Mad Jerry - Der postapokalyptische umherziehende Krieger" von Ben Wallace
Ein lustiger Endzeitroman? Ja, geht denn das? Klar! Dieses Buch aus dem Luzifer Verlag hat mich davon überzeugt, dass die Apokalypse eigentlich gar nicht so schlimm ist. Also hinterher. Natürlich ist das Leben für einen postapokalyptischen umherziehenden Krieger nicht leicht. Hat auch keiner behauptet. Aber lustig ist es durchaus. Zumindest aus Sicht des Lesers, also aus meiner Sicht. Das Schöne ist, dass der Autor seine Protagonisten sehr ernst nimmt und sie einfach nur in völlig absurde Situationen hineinstolpern lässt, wobei weder Action noch Spannung und Endzeithorror zu kurz kommen. Eine skurrile, geniale Mischung, die einfach Spaß macht. Wer Mad Max mag und gern dystopische Geschichten liest und Lust auf eine gelungene Genre-Parodie hat, der ist hier genau richtig. Mehr darüber schrieb ich bereits im Juni 2015 in diesem Artikel.

Überraschungshit 2015

"Basaltblitz" von Markus Tillmanns
Die Geschichte eines nerdigen Teenagers, der über Nacht Superkräfte erlangt, weil er versehentlich einen Kometen gegessen hat. Klingt bescheuert? Ja, irgendwie schon. Aber es ist so verdammt geil! Ich wäre von allein wohl nie auf die Idee gekommen, dieses Buch zu lesen, aber der Autor hatte zum Glück die Idee, mir ein Rezensionsexemplar anzubieten, und nach der Lektüre des Klappentextes und einer Leseprobe wusste ich: Das wird ein Riesenspaß! Ich bin total begeistert von diesem Buch, nicht nur von der Idee der Geschichte selbst, auch nicht nur von dem krass-genialen Cover, sondern vor allem von dem unglaublich guten Stil des Autors. Markus Tillmanns versteht es exzellent, peinliche Situationen unterhaltsam zu beschreiben, und zwar so, dass man stets eine Mischung aus Mitleid und Fremdschämen für den Protagonisten empfindet. Ich habe selten solch treffenden Humor in einer Fantasy-Geschichte und so schöne Dialoge gelesen wie in diesem Buch! Für mich war "Basaltblitz" DIE Lese-Überraschung des Jahres! Meine ausführliche Buchbesprechung gibt es hier.

Epischstes Buch 2015

"Revival" von Stephen King
Natürlich durfte dieses Jahr nicht vorbeigehen, ohne dass ich mindestens einen King gelesen habe. Ich habe sogar zwei gelesen, denn "Joyland" war auch dabei. Doch "Revival" war definitiv das epischere Werk. Ein fetter Wälzer mit einer Geschichte, die sich über das gesamte Leben des Protagonisten Jamie erstreckt, der an verschiedenen Stationen immer wieder auf den Priester Charles Jacob trifft, einen komischen Kauz mit einer ungesunden Leidenschaft für Elektrizität. Düster, traurig, hypnotisierend. Ich habe die Lektüre genossen und fand das Ende mit dieser gewissen Reminiszenz an das Lovecraftsche Universum stimmig und auf bizarre Art schön. Ich habe das Buch ausführlich auf dem Blog besprochen.

Schönstes Buch 2015

Ausgerechnet weder ein Horror-Roman noch ein Thriller oder irgendeine andere Suspense-Spielart. Das "Ferienbegräbnis" ist ein großartiger deutscher Roman, der von Sarah und ihrem Lebensgefährten Ulf erzählt. Lebenskünstler, die ihr Geld mit dem Verkauf geklauter, bunt eingefärbter Toupets verdienen, sich um einen Hund mit drei Beinen und die hochschwangere Freundin kümmern, die ausgerechnet mit Pädo-Pallasch zusammen ist, dem ehemaligen Lehrer, der sie damals in der Schule immer belästigt hat. Plötzlich will Ulf auch ein Kind, doch Sarah fühlt sich dafür überhaupt nicht bereit, denn vor kurzem sind ihr Vater und ihr Hamster verstorben, und auf ihrer Lebens-To-Do-Liste stehen noch so viele unerledigte Dinge wie die Rache an ihrer Jugendliebe oder der Besuch eines Backstreet-Boys-Konzerts. Das Buch ist einfach nur wunderschön, geschrieben in einer Leichtigkeit, die manchmal über die tiefsinnigen Themen hinwegtäuscht, die darin auftauchen. Außerdem steckt es voller wunderschöner Sätze. Schon der Anfang liest sich für mich richtig poetisch: "Der Hamster ist tot. Ich weiß gar nicht, wie ich das finden soll. Ich gucke meinen Hund an, aber der weiß es auch nicht." Und so geht es weiter, zum Beispiel hier: "Um den Geldmangel nicht so sehr zu spüren, beschenkten wir uns gegenseitig mit Dingen, die nichts kosteten - Gutscheinen, Fotos von in der U-Bahn schlafenden Menschen, geklauten Straßenschildern und NPD-Wahlwerbekugelschreibern." Hach. Ich hatte es viel zu schnell durchgelesen, aber das macht nichts, ich will es irgendwann ein zweites Mal lesen. Dieses Buch ist es wert!

Aussicht 2016 - Darauf freue ich mich


Zwei Titel liegen auf meinem Stapel ganz oben. Da wäre einmal die Kurzgeschichtensammlung "Auf dunklen Schwingen" von Melanie Vogltanz. Die österreichische Autorin konnte mich schon mit ihrem düsteren Vampirroman "Maleficus - Schwarzes Blut", das ich damals für den Papierverzierer Verlag lektorierte, überzeugen. Nun bin ich auf ihre Kurzgeschichten gespannt, über die ich schon viel Gutes gehört habe. Dann wartet der Science Fiction Roman "Paradox" von Phillip P. Peterson auf mich. Der Gewinner des Kindle Storyteller Awards 2015 hat mich neugierig gemacht und wird der erste SciFi-Roman seit langem auf meiner Leseliste sein. Außerdem freue ich mich riesig auf die neue Kurzgeschichtensammlung von Stephen King. Sie wird den Titel "Basar der bösen Träume" tragen und erscheint genau an meinem Geburtstag - am 18. Januar 2016. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist!


Wie erwähnt - das war nur ein kleiner Ausschnitt - gelesen habe ich noch viel mehr - der aber genügen muss, ich will euch ja nicht langweilen. Und ihr? Was waren eure Lesehighlights 2015? Und auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch im kommenden Jahr?

Donnerstag, 10. September 2015

Hohe Auszeichnung für Stephen King

Heute, am 10. September 2015, wird mein Lieblingsautor Stephen King im Weißen Haus zu Gast sein, um von Präsident Barack Obama persönlich eine der höchsten Auszeichnungen überhaupt entgegenzunehmen:

Die National Medal of Arts, eine Art Bundesverdienstkreuz für Künstler, ist so ziemlich das Höchste, womit ein Künstler in den USA geehrt werden kann.

Ich finde das so großartig und aufregend - am liebsten wäre ich heute live dabei, wenn der coolste Präsident der Welt dem coolsten Schriftsteller der Welt die Hand schüttelt, ihm die Medaille überreicht (umhängt? ansteckt?) und eine sicher super lässige Laudatio hält. Vielleicht verrät Obama dabei ja, welches sein Lieblingsbuch von King ist, denn ich bin mir irgendwie sicher, dass er ein King-Leser ist. Ist so ein Gefühl.

Auf der deutschen Website Die King News ist nachzulesen, womit die Auszeichnung begründet wird. Frei übersetzt liest sich das in etwa so:
"Stephen King wird für seine Leistungen als Autor ausgezeichnet. Als einer der populärsten und produktivsten Schriftsteller unserer Zeit kombiniert Mr. King seine bemerkenswerte Erzählkunst mit seiner messerscharfen Analyse der menschlichen Natur. Seit Jahrzehnten haben seine Werke in den Genres Horror, Spannung, Science Fiction und Fantasy ein weltweites Publikum gleichzeitig begeistert und zu Tode erschreckt."
Und dabei wirkt dieser Mann immer noch so tiefenentspannt und bescheiden, wenn man ihn mal in Interviews und Reportagen zu Gesicht kriegt.

Lieber Stephen King, ich gratuliere Ihnen zu dieser Auszeichnung von ganzem Herzen und wünsche Ihnen noch ganz viel Produktivität. Bitte erschrecken Sie uns weiter!

Die King News hat auch einen Link bereitgestellt, über den Interessierte die Zeremonie heute abend um 21 Uhr deutscher Zeit verfolgen können.

Update 11.09.2015:

Es ist vollbracht! 
Die Live-Übertragung habe ich dann doch verpasst, aber auf den King News gab es nun das Beweisfoto, wie der Herr Obama dem Herrn King die Medaille umhängt.

Wow, die ist ja riesig, diese Medal of Arts!

Samstag, 5. September 2015

Buchtipp: "Revival" von Stephen King

Achtung, das ist jetzt eine Premiere:

Ich habe mein allererstes Buch vom "King of Horror" gelesen, da war ich noch keine 15 Jahre alt. Ich glaube, es war "Carrie" oder "Friedhof der Kuscheltiere". Seitdem habe ich schon so viele Bücher von diesem Wahnsinns-Autor gelesen und noch nie eines hier auf meinem Blog vorgestellt.

Heute ist es soweit. Heute will ich mal etwas aus der Feder von Stephen King empfehlen. Und es ist "Revival", sein fetter, düsterer Roman über Jamie und seinen Fünften Mann, Charles Jacobs, der ihm zum ersten Mal begegnet, als er ein kleiner Junge ist und mit Spielzeugsoldaten im Sand vor dem Elternhaus spielt, und der zu Jamies Schicksal wird und ihm im Laufe seines Lebens immer wieder begegnet bis zu jenem schrecklichen Finale an dem Ort, an dem er einst seine Unschuld verlor.

Warum "Revival"? Weil es ein Meisterwerk ist? Weil mich die Lektüre so gepackt hat, dass ich schon nach zwei Tagen am Strand die gut 500 Seiten durchgelesen habe? Weil das Cover vom Heyne-Verlag so schön aussieht? Ja, das ist wohl alles so, aber der Grund ist ganz einfach: Es ist das letzte Buch, das ich von Stephen King gelesen habe. Ich hatte es als Sommerlektüre in den Urlaub an der Ostsee mitgenommen. Und da saß ich nun in meinem XXL-Strandkorb, einen King auf dem Schoß, am Horizont die Fähren nach Dänemark und die Segelboote vom International Dragon Cup, die Möven in der Luft und im Strandkorb neben mir eine Mutter von zwei Kleinkindern, die versuchte, sich auf ihre Lektüre von "After Passion" zu konzentrieren. (Sie war am Ende der Woche nicht über die Hälfte gekommen.)

Ich will gar nicht so sehr auf Details eingehen. Stattdessen gebe ich hier einfach mal meinen Gesamteindruck wider. Auch wenn der Roman als düsterer Horror-Roman angekündigt wurde, habe ich ihn nicht als solchen empfunden. Wer sich an "Revival" heranwagen will und gewisse Erwartungen an ein King-Buch hat, der sollte folgendes wissen: Der explizite, mit Reminiszenzen an H. P. Lovecraft durchwobene Horror kommt erst im letzten Teil des Buches zum Vorschein. Bis dahin ist es ein weiter Weg durch das Leben von Jamie Morton, von ihm selbst in Rückblicken erzählt. Aber keine Sorge, das ist alles andere als langweilig. Es entblättert sich eine packende, tragische, vielschichtige Geschichte, in deren Zentrum der kleine Jamie steht, aus dem im Lauf der Geschichte ein drogensüchtiger Gitarrist wird, der immer wieder mit Charles Jacobs zusammentrifft, dem Prediger, der durch ein traumatisches Unglück den Glauben an Gott verliert und der sich auf eine merkwürdige, geradezu ungesunde Weise für den Zauber der Elektrizität begeistert.

Dabei schafft es King, das Bedrohliche, das Dunkle, den Abgrund in den Seelen der Protagonisten stets durchschimmern zu lassen. Von Anfang ahnt der Leser: Das nimmt kein gutes Ende. Doch worauf es genau hinausläuft, was am Ende des dunklen Pfades auf Jamie und den Leser wartet, das bleibt bis zum Schluss ein großes Mysterium, für dessen Enthüllung sich Mr. King sehr viel Zeit lässt, ohne zu langweilen.

"Revival" ist nicht einfach ein düsterer Roman, es ist nicht einfach eine Horrorgeschichte, aber das sind die Spätwerke des Meisters sowieso selten. Für mich ist es vor allem die Geschichte über den Wandel am Abgrund, über Musik, Drogen, Liebe, Familienbande, den Tod, den Wahnsinn und die große Frage, die sich vielleicht jeder von uns früher oder später stellt: Was wird aus unseren Seelen, wenn wir sterben?

Ich persönlich finde, dass Stephen King diese Frage mit "Revival" meisterlich vage beantwortet. Ein wahrhafter Lesegenuss - wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen und den weiten Weg mit Jamie und Charles Jacobs bis an sein bitteres Ende gehen will.

Von mir gibt es dafür 5 von 5 Stromschlägen mit Heiligenschein!

Freitag, 14. August 2015

Ich bin dann mal weg - den Sommer genießen

Bild: Rike / pixelio.de
Kinder, wie die Zeit vergeht - war nicht eben gerade die Leipziger Buchmesse zu Ende gegangen? Und jetzt haben wir schon August! Trotzdem kann ich es kaum erwarten, endlich, endlich in meinen Jahresurlaub zu starten. Drei Wochen, die ich mit meiner Familie vor allem an der schönen Ostseeküste verbringen werde. Ich werde viel Zeit in meinem XXL-Strandkorb verbringen und lesen. Ich will ein bisschen braun werden, viel schlafen, lecker essen, Cocktails mit Blick aufs Meer genießen und einfach Zeit mit meinen Lieben verbringen.

Was fehlt in dieser Aufzählung? Richtig: Ich werde nicht gerade produktiv sein. Mein Lektorats- und Korrektoratsservice geht in die "Betriebsferien", meine eigenen Schreibprojekte ruhen bis mindestens September. Aber da ich ja nie weiß, wann mich mal eine gute Idee überfällt, werde ich natürlich Notizblock und Stift stets griffbereit halten. Nur die Umsetzung, die muss dann eben warten.

Auf meiner Leseliste für die Sommerpause stehen übrigens diese Titel:

"Revival" von Stephen King
Der im Frühjahr erschienene Roman liegt in wunderschöner Hardcover-Qualität seit Wochen auf meinem SuB. Jetzt wird er geschmökert. Ich habe viel Gutes von dem Buch gehört, ich mag Stephen Kings Bücher wahnsinnig gern - auf diese Lektüre freue ich mich!

"Zombie Zone Germany" von Herausgeber Torsten Exter
Die im Amrûn Verlag erschienene Anthologie enthält Kurzgeschichten von deutschsprachigen Autoren, die alle ihre eigene Antwort auf die Frage geben: Was wäre, wenn die Zombie-Apokalypse genau hier in unserem Land geschieht und wir daraufhin vom Rest der Welt abgeriegelt werden? Ich durfte während der Leipziger Buchmesse schon auf einer Lesung in die eine oder andere Geschichte reinhören. Jetzt werde ich mir das gesamte Buch geben.

"Mängelexemplare: Haunted" von Herausgeber Constantin Dupien
Gestern überraschend ins Haus geflattert: Mein persönliches Exemplar der auf 28 Stück superstreng limitierten Sonderedition im schönen Hardcover-Format. Signiert von Constantin und mit der Nummer "20 von 28" plus extra Zertifikat als besonderes Unikat gekennzeichnet. Dies ist die dritte Anthologie der Reihe. In den ersten zwei durfte ich mit eigenen Geschichten mitmischen, diesmal bin ich einfach nur Leserin und darf Geschichten über Spukhäuser, Geister und unheimliche Orte aus den Feder etlicher meiner Lieblingsautoren lesen. Darauf freue ich mich ganz besonders!

Und ich möchte mir unbedingt in meiner Lieblingsbücherei in meiner Heimatstadt noch "irgendein" Buch aussuchen, das mich da gerade anlacht. Wie ich mich und meine Vorlieben kenne, wird es wieder etwas Düsteres, Makabres oder Schwarzhumoriges. Mal schauen.

Und nach dem Urlaub? Da stehen eine ganze Menge spannender Punkte auf meinem Plan:

Ich werde meinen "Zwischenstopp" mit neuem Cover der Welt präsentieren. Die liebe Viktoria aka Gedankengrün designt es und erstellt derzeit noch die Umschlagrückseite und den Buchrücken, damit ich auch für die Taschenbuchausgabe alles parat habe. Noch vor der Buchmesse soll es fertig und erhältlich sein.
Ein neues Schauermärchen wird zu Ende geschrieben, es wird voraussichtlich den Umfang eines Kurzromans haben. Ich hätte es gern dem Waldhardt Verlag für seinen Reihenwettbewerb mit Thema Märchenadaptionen angeboten, aber dummerweise endet die Frist schon am 01. September 2015, und das kriege ich definitiv nicht mehr hin. Leider. Die Geschichte schreibe ich aber trotzdem.
Mein Romanprojekt wird vorangetrieben. Einen neuen Anfang, also etwa 6000 Wörter, der mir sehr viel besser gefällt als die alte Idee, habe ich schon einmal. Als nächstes werde ich am Plot und den Charakteren feilen, bevor ich endlich weiterschreibe.
Die Frankfurter Buchmesse steht ins Haus. Akkreditierung habe ich schon erledigt. Erste Verabredungen habe ich auch schon getroffen. Gestern flatterte die Einladung zur Eröffnungsfeier ins Haus. Ich habe mich gleich angemeldet und bin gespannt, wie das diesjährige Gastland Indonesien wohl den Pavillon gestalten wird.
Es warten auch schon die ersten neuen Projekte in Sachen Lektorat und Korrektorat auf mich. Besonders gespannt bin ich auf die Manuskripte von Melissa David und Bella Lamour ... ;-)

Auf zwei Highlights im Herbst freue ich mich richtig:

Da wäre einmal die große Party der Bücherwürmer, einer der größten Buchgruppen auf Facebook, die zum ersten Mal während der FBM eine Party veranstaltet, auf der Leser und ihre Lieblingsautoren einander treffen und gemeinsam feiern. Das wird sicher glamourös!
Das andere, noch viel geilere Highlight, wird aber einen Tag später stattfinden, wenn ich zusammen mit Melisa Schwermer und Bernar Leston einen gruseligen Leseabend im Theater Schöne Aussichten in Dietzenbach veranstalte, zu dem ich jetzt schon alle einlade, die sich am 17. Oktober 2015 in meine Wahlheimat begeben und sich von unseren unheimlichen Geschichten Gänsehaut bereiten lassen möchten. Details folgen schon bald!

Also, ihr Lieben,
habt noch einen schönen Sommer, lest tolle Bücher
und haltet stets die Augen offen - die Welt steckt voller Geheimnisse und Geschichten ...

Wir lesen uns im September!