Ich merke gerade, dass mein letzter Buchtipp hier auf dem Blog ebenfalls ein Titel von Stephen King war. Aber egal, ich habe die Lektüre von "Fairy Tale" so sehr genossen, ich muss euch dieses Buch einfach unbedingt vorstellen - und wärmstens empfehlen.
Allen, die mit dem Namen Stephen King finsteren Horror à la "Friedhof der Kuscheltiere" oder "ES" verbinden, sei gesagt: Der Mann schreibt auch in ganz anderen Genres, und zwar verdammt gut. "Fairy Tale" ist eine astreine Fantasy-Geschichte, die aber die unverkennbare Handschrift des King of Horror trägt.
Dabei ist es nicht einmal sein erster Fantasy-Roman, allerdings der erste seit einer langen Zeit.
Worum geht es?
Wir lernen zunächst den 17-jährigen Charlie Reade kennen, einen auf den ersten Blick typisch amerikanischen Teenager, der in einer typisch amerikanischen Kleinstadt in eine typisch amerikanische High School geht, wo er unter anderem im Schulteam die wirklich super-typisch amerikanische Sportart Baseball trainiert. Aber unter seiner äußeren Erscheinung verbirgt sich eine verletzte Seele: Charlie verlor seine Mutter früh durch einen schlimmen Unfall, der Vater entwickelte eine schwere Alkoholsucht, aus der er es jahrelang nicht herausschaffte, Charlies Kindheit verlief alles andere als unbeschert. Dennoch ist er der nette, hilfsbereite junge Mann geworden, der eines Tages dem griesgrämigen, eigenbrötlerischen Howard Bowditch zur Hilfe eilt, als der sich bei einem Sturz schwere Knochenbrüche zuzieht. Vor allem über die alte Hundedame Radar findet Charlie einen Zugang zu dem Mann, der seit Ewigkeiten allein in seinem Haus lebt und nun zum ersten Mal auf fremde Hilfe angewiesen ist. Die soll Charlie ihm leisten, denn er ist der einzige, dem Mr. Bowditch halbwegs vertraut. Der Alte hütet auf seinem Grundstück nämlich nicht nur einen gewaltigen Goldschatz, sondern auch den Zugang zu einer fremden Welt. Bis es soweit ist, dass wir dort hindurchgeführt werden, vergehen einige Seiten - die jedoch lassen sich mit Genuss lesen.
Es kommt eines zum anderen, und Charlie findet sich selbst in jener fremden Welt wieder - zusammen mit Radar, der Hundedame, die so krank ist, dass sie bald sterben wird, wenn Charlie sie nicht zu einem bestimmten Ort in dieser Anderswelt bringt, wo sie geheilt werden kann. Er lernt freundlich gesonnene Bewohner kennen an diesem Ort, der gleichzeitig fremdartig und seltsam vertraut wirkt. Dabei erfährt Charlie nach und nach, unter welchem schrecklichen Fluch die Menschen hier leiden und dass diese Welt im Sterben liegt, wenn nicht eines Tages ein Held erscheint, der den Kampf gegen das Böse aufnimmt. Aber Charlie ist nur ein Teenager aus einer amerikanischen Kleinstadt und kein Held. Oder?
Mein Eindruck
Stephen King hat meine Erwartungen übertroffen. Er hat eine wundervolle, spannende, packende Fantasy-Geschichte geschrieben, die alles enthält, was ein Fantasy-Roman enthalten muss, um ihn als episch zu bezeichnen: Eine fremde Welt voller Magie und Wunder, einen mutigen jungen Helden, eine schöne Prinzessin, die von einem Fluch befreit werden muss, ein geknechtetes Volk, das auf seinen Retter wartet, kleinere Fieslinge, die auf der Heldenreise bezwungen werden müssen, bis hin zu großen Gegnern, die es zu überwinden gilt - bis am Ende der Showdown an einem düsteren Ort stattfinden kann - der Kampf gegen das übermächtige, ultimative Böse.
Und dennoch ist hier vieles anders, werden Klischees nur aufgegriffen, um gebrochen zu werden. Charlie Reade erzählt uns seine Geschichte rückblickend und kommentiert und bewertet vieles aus seiner heutigen Sicht und betont dabei immer wieder, dass das hier "nicht so eine Geschichte" sei. Das macht ihn greifbar, menschlich und kein bisschen heldenhaft, obwohl er im Lauf seines Abenteuers immer wieder ein Stück weiter über sich selbst hinauswachsen muss.
Hinzu kommen die vielen lebendigen Figuren, denen wir in dieser fremden Welt begegnen, von der Schuhflickerin Dora über den hinterhältigen Peterkin bis zu Snab, der großen roten Grille. Dann wären da noch die schöne Prinzessin Leah, der mutige, streitlustige Iota, die taube Claudia, der blinde Woody, die grässliche Riesin Hana und so viele mehr. Und das sind nur die Leute aus der Anderswelt. Auf unserer Seite lernen wir Charlies Vater kennen und natürlich Mr. Bowditch, den granteligen Bewohner des Hauses am Ende der Sycamore Street, in dessen Schuppen sich ein echtes Weltentor verbirgt.
Extra erwähnen muss ich Radar. Sie ist ein bezaubernder Charakter in dieser Geschichte. Eine Schäferhündin, die Mr. Bowditch gehört, an die Charlie aber sein Herz verliert - wie ich als Leserin übrigens auch, dabei bin ich gar kein "Hundemensch". Radar ist diejenige, mit der ich von allen Figuren in "Fairy Tale" am meisten mitgefiebert habe.
Wie schon erwähnt, wäre dies kein Stephen-King-Buch, wenn nicht hier und dort das eine oder andere Horrorelement durchschimmern würde - von den untoten Nachtsoldaten bis zu Gogmagog, einem Wesen, das direkt aus Lovecrafts Cthulhu-Universum entsprungen sein könnte.
Fazit
Ich darf gar nicht viel mehr verraten, deshalb nur noch einmal zusammengefasst: "Fairy Tale" ist ein großartiger Fantasy-Roman, wunderbar und episch. Es zeigt, dass man das Rad literarisch nicht komplett neu erfinden muss, sondern dass man "nur" die richtigen Zutaten kennen und auf ganz eigene, originelle Weise miteinander kombinieren und vermischen können muss - und dass Stephen King das kann, hat er hier auf eindrucksvolle Weise bewiesen.
Ich vergebe volle 5 von 5 Monarchenfaltern!
Übrigens:
Schon kurz nach Erscheinen des Buches wurde bekannt, dass Stephen King die Filmrechte für einen symbolischen Dollar an den Regisseur Paul Greengrass verkauft haben soll, von dem der Autor ein Fan sei. Ob aus dem Stoff ein Kinofilm oder eine Netflixproduktion wird, ein Einteiler oder eine Serie, ist noch nicht bekannt. Genug Material würde die Geschichte bieten. Ich kenne mich: Ich werde es auf jeden Fall anschauen. Drüben auf meinem Filmblog würde ich es dann natürlich beizeiten vorstellen.
Jahrelang machte ich um Fantasyliteratur einen Bogen. Der letzte Fantasyroman, den ich gelesen habe, war Tolkiens "Herr der Ringe", und das ist verdammt lange her, nämlich noch rechtzeitig, bevor der erste Film dazu in die Kinos kam. Fantasy hatte sich für mich lesetechnisch irgendwie ausgelutscht angefühlt. Ich fand nichts Neues mehr, hatte das Gefühl, alles schon zu kennen, die immer gleiche Geschichte in neuem Gewand. Auch das, was sich in der Fantasy in den letzten Jahren auf dem Buchmarkt etabliert hat, weckte mein Interesse so gar nicht. Also wandte ich mich anderen Genres zu und hatte da keine Langeweile oder das Gefühl, dass etwas fehlt. Bis ich den "Fehler" beging, mir mal die ersten zwei Folgen der Serie "The Shannara Chronicles" auf Amazon Prime anzuschauen.
Magie, Abenteuer und schöne Menschen vor dystopischer Kulisse
Was hatten wir denn da? Kriegerische Elfen, mächtige Druiden, böse Dämonen mit Weltzerstörungsambitionen, hübsche weibliche Heldinnen und einen jungen, ebenfalls adrett anzusehenden, männlichen Helden, der im Lauf der Geschichte erst einmal begreifen muss, was in ihm steckt und dass das Schicksal der Welt von ihm abhängt. Ja, klar, wieder auf den ersten Blick die alte Geschichte der Heldenreise im neuen Gewand. Aber ich weiß auch nicht, irgendwas daran weckte meine alte Liebe zur Fantasy, brachte mich dazu, beide Staffeln am Stück hintereinander anzuschauen und direkt danach gleich noch einmal. Das Dumme an dieser Serie: Sie wurde eingestellt - nach nur zwei Staffeln, und die zweite Staffel endet dann auch noch mit einem kleinen, echt fiesen Cliffhanger. Ob sich da noch etwas hinsichtlich einer dritten Staffel tut, bleibt fraglich. Aber man weiß ja nie.
Angefixt und hängengelassen - und nun?
Ich war im Shannara-Fieber! Ich wollte mehr. Also fing ich an, mich mit Hilfe von Google, YouTube und den sozialen Netzwerken näher mit der Welt von Shannara zu beschäftigen. Inzwischen folge ich einigen der Darsteller und natürlich dem Erfinder, Erfolgsautor Terry Brooks, auf Twitter und Co., habe mir eine Playlist aus dem wundervollen Soundtrack zur Serie gebastelt und bin jetzt Fan von Ruelle, der Künstlerin, von der das eindrucksvolle "Until We Go Down" stammt, mit dem das Intro untermalt ist. Aber natürlich reicht das alles nicht. Ich wusste ja, dass die Serie auf einer Buchreihe basiert. Es war mir also klar: Ich würde wieder Fantasy lesen!
Nun musste ich mich erst einmal orientieren. Auf welchem Buch genau basiert die Serie überhaupt? Wie viele Bücher gibt es? In welcher Reihenfolge liest man die denn? Welches Buch war das erste? Bei der Menge an Shannara-Büchern war das gar nicht so leicht, zumal Terry Brooks verschiedene Zyklen in ganz unterschiedlichen Zeitaltern seiner über mehrere tausend Jahre verlaufenden Saga spielen lässt. Später erschienene Bücher erzählen Geschichten, die lange vor dem zuerst erschienenen "Schwert der Elfen" spielen, andere finden sehr viel später statt. Alles sehr verwirrend.
Los geht's mit der Lektüre - Das Schwert der Elfen
(Warnung: Die nachfolgenden Absätze enthalten Spoiler, sowohl für die Serie als auch die Bücher!)
Ich entschied mich letzten Endes dafür, mit besagtem Schwert-Buch zu beginnen, auch wenn ich inzwischen wusste, dass dieses Buch von vielen Kritikern als "Herr-der-Ringe-Kopie" abgetan wird. Ich kann bestätigen, dass diese Kritiker alle recht haben. Soweit ich weiß, gab Terry Brooks selbst zu, sich zu großen Teilen von Tolkiens Meisterwerk inspiriert haben zu lassen. Ja, es gibt bei Brooks dieselbe Gefährtentruppe aus Elfen, Zwergen, Menschen, Halblingen und einem Zauberer. Der Zauberer ist hier ein Druide namens Allanon, und inzwischen finde ich den weitaus cooler als Gandalf, echt jetzt, sowohl wegen seiner Taten als auch wegen seiner Beschreibung als irgendwie furchteinflößender, ehrfurchtgebietender, wortkarger Typ, mit dem man besser keine Diskussionen anfängt. Die Halblinge heißen hier Shea und Flick Ohmsford. Sie sind eigentlich ganz normale Menschen (okay, Shea ist ein Halbelf), werden aber in der Geschichte gerne als "kleine Talbewohner" beschrieben und geraten als einfache Leute ohne militärische Ausbildung auch nur wider Willen in das Abenteuer ihres Lebens.
Auch hier sind sie auf dem Weg an einen schwer erreichbaren Ort wegen eines Artefaktes. Anders als bei Tolkien besitzen sie dieses Artefakt noch nicht, sondern versuchen, es zu erreichen, bevor ihr Widersacher, der Hexenmeister Brona, es zerstören kann. Hier geht es nicht um einen Ring, sondern um ein Schwert, die einzige wirksame Waffe gegen den Hexenmeister. Und nur Shea kann es führen, weil er ein Nachfahre des untergegangenen Königsgeschlechts Shannara ist, dem dieses Schwert gehört. Die Minen von Moria kommen in abgewandelter Form ebenso vor wie das Auenland (das beschauliche Schattental, Heimat von Shea und Flick), die Schlacht um Helms Klamm und das Heimatland des Bösen - Mordor. Dennoch liest sich das "Schwert von Shannara" kurzweilig, und es kommen einige Figuren vor, die meine Sympathien gewinnen konnten, besonders der einarmige Bandit (kein Wortspiel!) Panamon.
Und weiter geht's - Die Elfensteine
Direkt im Anschluss las ich dann "Die Elfensteine", und hier wurde die Sache für mich spannend. Das Buch ist nicht nur der Nachfolger in der Buchreihe, es bildet zugleich die Grundlage für die erste Staffel der TV-Serie. Wie so oft stimmen literarische Vorlage und Verfilmung nicht 100% überein, nicht einmal zu 50%, wenn ich genauer darüber nachdenke. Was es für mich so verwirrend machte: Ich kannte ja bereits die Verfilmung, und zwar sehr gut, weil mehrfach geschaut. Ich mochte die Figuren Wil Ohmsford, Eretria und Amberle genauso, wie sie dort gezeigt wurden, inklusive ihrer Love-Triangle-Beziehung und ihrer jeweiligen Aufgaben in der Geschichte. Dann las ich das Buch und staunte immer wieder verwirrt und fragte mich: Warum haben die das denn bloß so stark geändert in der Serie?
Wil ist in der Serie der Sohn von Shea Ohmsford, im Buch ist er der Enkelsohn, und Shea lebt noch, wenn er auch nur erwähnt wird und nicht persönlich vorkommt. Eretria steigt mit Wil schon sehr früh ins Bett und begleitet ihn und Amberle von Anfang an auf ihrer Suche nach dem Blutfeuer. Am Ende von Staffel 1 muss sie sich von der Gruppe trennen und wird einem ungewissen Schicksal überlassen - Cliffhanger für Staffel 2. Im Buch trifft Wil wesentlich später auf Eretria, verknallt sich zwar auch irgendwie sofort, weist sie aber zurück. Die beiden haben keinen Sex, küssen sich nicht einmal, da knistert erstmal gar nix. Ihre Wege kreuzen sich mehrfach, bevor Eretria erst kurz vor dem Finale endgültig bei Wil und Amberle bleibt. Sie hat auch keine so entscheidende Aufgabe, wird also nicht als "Kind des Armageddon" eingeführt wie in der Verfilmung, ohne die das Blutfeuer nicht geweckt werden könnte. Im Buch gelingt das Amberle ganz alleine.
Zwischen Amberle und Wil knistert es in der Serie gewaltig, die beiden kommen sich körperlich nahe, gestehen einander ihre Liebe. Wil entscheidet sich also für sie. Im Buch verbinden die beiden auch sehr innige Gefühle, aber von Liebe im Sinne von Liebe zwischen Mann und Frau inklusive Sex und der Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft als Liebespaar kann nicht die Rede sein. Sie sind eher wie Seelenverwandte, beste Freunde, Bruder und Schwester.
Ein Charakter spielt im Buch eine unglaublich wichtige Rolle, kommt in der Serie aber nur einmal vor, hilft kurz und verschwindet wieder: Perk, der junge Elf mit dem Riesenvogel (also Reittier, damit das klar ist). Und ein paar Figuren kommen im Buch überhaupt nicht vor, wurden also anscheinend extra für die Serie erfunden, unter anderem Bandon, der Elf mit seherischen Fähigkeiten, und Catania, Amberles Zofe. Beide Figuren spielen in der zweiten Staffel wichtige Rollen, also denke ich, dass sie aus dramaturgischen Gründen hier bereits eingeführt wurden.
Die zweite Staffel - wer hat sich das ausgedacht?
Überhaupt, die zweite Staffel. Versteht mich nicht falsch: Ich mag diese Staffel auch sehr! Aber ich vermute, dass es dazu gar keine "richtige" Buchvorlage gibt, sondern dass es sich hier eher um ein Potpourri von zusammengestückelten Elementen aus verschiedenen Büchern handelt, die für die Verfilmung miteinander kombiniert wurden. Wils Geschichte endet mit dem Buch "Die Elfensteine". Er bleibt mit Eretria zusammen, sie gründen eine Familie, wobei das im Buch noch nicht erwähnt wird. Das weiß ich nur, weil im Folgeband dann Brin, die Tochter von Wil, die Hauptrolle spielen wird - dieses Buch wird demnächst gelesen. In der Serie geht Wils Geschichte aber weiter. Er ist gebrochen, denn Amberle ist für ihn verloren, und wo Eretria steckt und ob sie noch lebt, weiß er nicht. In Staffel 2 lebt Wil in Storlock, dem Dorf der Heilergnome, wo er sich zum Heiler ausbilden lässt. Es läuft für ihn so lala, bis Merath in sein Leben stolpert. Sie entpuppt sich als Tochter von Allanon, verfügt selbst über erstaunliche magische Kräfte und will, dass Wil sie zu ihrem Vater bringt, der von ihrer Existenz nichts weiß. Weil gleichzeitig aber die Blutjäger, eine Gruppe abtrünniger Elfensoldaten, die sämtliche Magie aus den Vier Landen beseitigen wollen, hinter Wil und Allanon her sind, geraten die Dinge ins Rollen. Obendrein erweckt Bandon, der sich für die dunkle Seite entschieden hat, den totgeglaubten Hexenmeister Brona mittels eines Rituals wieder zum Leben, und was Brona will, wissen wir seit dem "Schwert von Shannara" ja. Wil muss also wieder einmal die Welt retten, ob er das gut findet oder nicht.
Der Reiz der TV-Verfilmung: Mehr Dystopie
Was mir in der Serie übrigens sehr viel besser gefällt als in den Büchern, ist der klare Bezug zu unserer heutigen Welt. Die Vier Lande, in denen die Geschichten spielen, befinden sich nämlich nicht in einer anderen Welt, sondern hier auf der Erde, auf dem Kontinent, den wir als Nordamerika kennen, nur eben in ziemlich ferner Zukunft. Vor tausenden Jahren, ungefähr jetzt, um die Jahrtausendwende herum, wurde unsere Welt, wie wir sie heute kennen, in einem großen nuklearen Weltkrieg zerstört. Diejenigen, die überlebten, bildeten die Grundlage der Rassen, die sich im Laufe der Zeit entwickelten: Menschen, Trolle, Gnome, Zwerge. Und die Elfen? Die waren laut Terry Brooks schon immer da gewesen, hatten sich aber im Verborgenen gehalten, traten erst nach den Großen Kriegen zum Vorschein und entwickelten sich zu einer der herrschenden Rassen.
Cover für Staffel 2
Dieser Hintergrund ist in Buch und Serie gleich. Aber in der Serie wurde es optisch sehr schön vermittelt. Da reitet Wil an einem mitten im Wald liegenden, völlig überwucherten Flugzeugträger vorbei. Da werden Hinterlassenschaften wie Computertastaturen als Innendekoration verwendet. Amberle und Eretria landen auf ihrer Flucht vor Elfenjägern in einer Highschool-Turnhalle, die wie eine Zeitkapsel die Jahrtausende überdauert hat und noch für den letzten Abschlussball geschmückt ist. Da finden Wil, Amberle und Eretria das Blutfeuer mitten in den Ruinen von San Francisco in einer Kirchenruine, in der Amberle ehrfürchtig eine Marienstatue anstarrt. Diese dystopische Atmosphäre macht für mich den Reiz dieser Serie aus. In den Büchern werden die Hinterlassenschaften der untergegangenen Menschheit nur an ganz wenigen Stellen erwähnt. Ich hoffe, dass diese in späteren Büchern eine stärkere Rolle spielen, das würde mir gefallen.
Wie dem auch sei, ich habe dank Shannara wieder Lust auf Fantasy bekommen und genieße es sehr, mich gedanklich in dieser faszinierenden Welt, die Terry Brooks da geschaffen hat, zu verlieren. Demnächst also werde ich das "Lied der Elfen" lesen und danach bestimmt noch das nächste Buch und das nächste und so weiter.
Wenn ihr jetzt auch Lust habt, in diese faszinierende Welt einzutauchen, dann folgt diesem Link zum ersten Buch oder, wenn ihr lieber gucken mögt, sucht mal danach bei Amazon & Co. Vielleicht seid ihr anschließend ja genauso in Shannara verliebt wie ich!
Die deutsche Science Fiction & Fantasy-Literatur-Szene trifft sich in Dreieich-Sprendlingen bei Frankfurt/Main zum 33. Buchmesse Convent
Frankfurt/Dreieich. Zum 33. Mal treffen sich Fans von Science Fiction & Fantasy auf dem Buchmesse Convent (BuCon), Deutschlands führender Independent-Convention für phantastische Literatur.
Dieses von der Messe unabhängige Festival des phantastischen Genres mit über 700 Besuchern findet am 13. Oktober 2018 und damit wie gewohnt parallel zur Frankfurter Buchmesse statt.
"Wir mögen zwar nicht so bekannt sein wie die große Buchmesse, aber viele der Autoren, die bei uns vor Jahren zum ersten Mal zu Gast waren, liegen heute auf den Bestsellertischen der großen Buchhandlungen", sagt Roger Murmann vom Organisationsteam.
Zu den prominenten Gästen zählen:
Andreas Eschbach Kai Meyer Michael Peinkofer Bernhard Hennen Robert Corvus Tom Finn Juliane Honisch TS Orgel Bernd Perplies Oliver Plaschka Axel Kruse Tom Daut Ben Calvin Hary Carsten Steenbergen J.H.Praßl Lucian Caligo
...und viele andere Top-Autoren der deutschsprachigen Phantastik-Szene. Ebenfalls vertreten ist die größte Science-Fiction-Serie der Welt, Perry Rhodan. Auf phantastischen sieben mehrstündigen Programmschienen im Bürgerhaus und seinen Nebengebäuden mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionsrunden bieten die Veranstalter für jeden etwas - ganze 71 Veranstaltungen umfasst das diesjährige Programm. Autogramm- und Signierwünsche werden gerne (und vor allem kostenlos) erfüllt. Der Unterschied zum "großen Bruder" Buchmesse liegt denn auch darin, dass hier Fans den Autoren auf Augenhöhe begegnen und man im lockeren Umgangston das "Du" pflegt.
Höhepunkte der Convention sind traditionell die Verleihung des vom BuCon-Team vergebenen "BuCon-Ehrenpreises" und in diesem Jahr zusätzlich der "Preis der Storyolympiade". Begleitet wird die Veranstaltung von einer exzellent sortierten Phantastik-Börse. Zahlreiche Kleinverlage, Autoren, Medien- und Buchhändler füllen jede Lücke im Bücherregal auf.
Die Veranstaltung demonstriert seit vielen Jahren eindrucksvoll, dass utopisch-phantastische Literatur nicht zwangsläufig trivial sein muss. Bereits George Orwell, H.G. Wells und Jules Verne boten in ihren Werken Visionen und Voraussagen, die heute zur alltäglichen Realität gehören. Und Werke wie das Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe" des englischen Professors J.R.R. Tolkien zählen heute zur Weltliteratur, während die Verfilmung von George R.R. Martins Meisterwerk "Game of Thrones" Millionen TV-Zuschauer vor die Fernsehschirme zieht. Natürlich darf aber auch der unterhaltende Spannungsroman nicht fehlen.
Die Veranstalter zeigen, dass trotz des aktuellen "Star Wars"-Booms das phantastische Buch nicht tot ist, sondern durch den Einsatz moderner Technik, sowie der Möglichkeiten des Internets gerade heute wieder eine ungeahnte Renaissance erlebt. Gerade in Deutschland kann Science Fiction und Fantasy im Selfpublishing-Bereich ein durchaus eigenständiges, vom anglo-amerikanischen Raum unabhängiges Profil vorweisen. Der Buchmesse Convent präsentiert die gesamte Bandbreite, vom Groschenroman bis zum bibliophilen Werk. Wohl nirgendwo anders ist die bundesdeutsche Science Fiction- & Fantasy-Autoren & -Leserszene so lebendig wie auf dieser deutschlandweit bekannten, messeunabhängigen Traditionsveranstaltung.
Als besondere Ehre wurde der Buchmesse Convent im Jahr 2016 mit dem renommierten "Kurd-Laßwitz-Preis" ausgezeichnet, welcher jährlich von Deutschlands Literaturschaffenden im phantastischen Genre vergeben wird.
Wie jedes Jahr, kommt man bereits am Freitag, den 12.10., ab 20 Uhr zum Einstimmungstreffen zusammen (Treffpunkt steht auf der Homepage). Am Samstag, den 13.10., ist ab 10 Uhr Einlass. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse 10 Euro, Ermäßigungen sind möglich. Das Ende des Convents ist für 20 Uhr vorgesehen. "Convention Center" ist das Bürgerhaus in Dreieich-Sprendlingen, Fichtestrasse 50.
Informationen, sowie eine ausführliche Programmübersicht mit allen 71 Programmpunkten gibt es auf der Website des BuCons oder auf der offiziellen Facebookseite. Es gibt auch eine Facebookgruppe für Fans und Freunde - die BuCon-Fans. Zur Einstimmung könnt ihr euch ja schon einmal in dieser umfangreichen Fotogalerie mit 216 Aufnahmen zum vergangenen BuCon 2017 umschauen.
Veranstalter ist der Jugendclub WIRIC im Bürgerverein Buchschlag e.V. in Kooperation mit dem Science Fiction Treff Darmstadt sowie den Bürgerhäusern Dreieich.
Ich muss mich sputen. Es wurden schon einige Berichte und Fotostrecken zum BuCon 2017 veröffentlicht. Erst heute hat mein lieber Kollege Thomas Williams einen schönen Rückblick auf seinem Blog veröffentlicht. Da wird es jetzt wirklich Zeit für meinen.
Ich ließ mir Zeit und gehörte nicht zu den ersten, die in die Hallen des Bürgerhauses Dreieich-Sprendlingen strömten. Dafür war es am Abend zuvor einfach zu spät geworden (ihr wisst schon: Skoutz Award und so).
Gegen 11 Uhr war ich dann endlich da und lief direkt in Joachim Sohn hinein, was ein Glück war, denn er befand sich schon auf dem Sprung zur FBM, nahm sich aber noch Zeit für ein Gespräch. Als nächstes steuerte ich den Stand von Amrûn an und fachsimpelte erst einmal mit dem Verleger - über Maden und welche Bedeutung sie in der Medizin haben. Ich vermute, das war nicht einmal das seltsamste Gespräch, das an diesem Tag während des BuCons stattfand.
Tommy Krappweis in seinem Element
Von Amrûn nahm ich mir ein Exemplar der frisch erschienenen Horror Legionen 3 mit. In dieser Anthologie sind einige meiner deutschsprachigen Lieblingsautoren vertreten, außerdem waren ein paar von ihnen anwesend. Die Gelegenheit musste ich doch gleich nutzen und machte mich erst einmal auf Autogrammjagd. Am Ende des Tages hatte ich die Unterschriften von Simona Turini, Piper Marou, Bernar LeSton, Torsten Scheib und Markus K. Korb ergattert.
Es ist schon ein Wahnsinn, wen man alles auf dem BuCon treffen kann. Nicht nur viele befreundete Autoren, auch ein paar richtig große Namen der phantastischen Literatur waren wieder dabei, zum Beispiel Markus Heitz oder die Orgel-Brüder. Und diesmal schaffte ich es, mir einen Vortrag von Tommy Krappweis anzuhören. Er sprach über Fantasy und Humor, zeigte anhand von ein paar Beispielen aus seinen eigenen Werken, wie Humor in einer Fantasygeschichte funktionieren kann und machte das auf eine sehr sympathische, unglaublich lustige Art und Weise.
Unterhaltsam war auch das Amrûn-Panel, das ich - genau wie den Krappweis-Vortrag zuvor - zusammen mit Thomas Williams (noch so ein Lieblingsautor) besuchte. Jürgen Eglseer stellte acht Autoren nebst ihrer neuesten Werke vor: Susanne Pavlovic stellte ihren neuen "Feuerjäger"-Band vor. Das Buch ist so ein Klotz, das steht von alleine und enthält mit Sicherheit wieder eine großartige Geschichte. Der erste Teil gewann im letzten Jahr den Deutschen Phantastik Preis. Janika Hoffmann präsentierte ihren Jugendfantasyroman "Drachenkralle". Carolin Gmyrek plauderte über ihre Zombienovelle "Zirkus", die innerhalb des Zombie Zone Germany Universums spielt. Um Zombies geht es auch bei Simona Turini, allerdings eher wissenschaftlich, denn sie verarbeitete in ihrem als Magisterarbeit entstandenen Sachbuch "Sie sind da" Zombies als Figuren in Literatur und Film.
Von links: Jürgen Eglseer, Susanne Pavlovic, Janika Hoffmann, Carolin Gmyrek, Torsten Scheib, Simona Turini,
Christian Günther, Markus K. Korb. Nicht im Bild: Michael Marrak. Zufällig im Bild: BuCon-Organisator Roger Murman
Torsten Scheib lässt es gleich so richtig krachen, denn in seinem Roman "Götterschlacht" geht es um nichts Geringeres als Ragnarök - das Ende der Welt. Christian Günther entführte nach Faar, die fantastische Welt, die er erfunden hat und die er als "Lovecraft mit Äxten" beschreibt. Markus K. Korb stellte seine Geschichtensammlung "Spuk!" vor und nannte die darin enthaltene Kurzgeschichte "Die Quote" als seinen persönlichen Favoriten. Zu guter Letzt - tatsächlich mit Verspätung - erzählte Michael Marrak ein bisschen über seinen "Kanon mechanischer Seelen", eine wahrscheinlich total verrückte Geschichte, die gut 12.000 Jahre in der Zukunft spielt. Das beobachte ich schon eine Weile und habe es vorgemerkt, denn Marrak schreibt hypnotisierend gut.
Mit Thomas Williams beim Krappweis
Danke für den Kaffee!
Ich hatte mir aufgrund meines ohnehin schon irre hohen Stapels ungelesener Bücher ein strenges Bücherkaufverbot auferlegt und dieses auch - bis auf die Horror Legionen - auch eingehalten. Aber auf dem BuCon kann man schon schwach werden. Allein bei Amrûn hätte ich mich um Kopf und Kragen kaufen können.
Also nutzte ich die Zeit lieber, um mit vielen lieben Buchmenschen zu plaudern, herumzualbern, zu fachsimpeln, Kaffee zu trinken und mir noch ein paar Lesungen anzuhören, so auch die von Tom Daut, der auf sehr charismatische Weise in seine dystopische Welt von "Anno Salvatio" entführte.
Ich verbrachte gut neun Stunden auf dem BuCon, aber die Zeit verging wie im Flug. So intensiv, so lustig, so spannend - das war wieder ein echtes Highlight, und ich weiß, ich bin mit diesem Eindruck nicht allein. Wollen wir hoffen, dass die Zeit bis zum nächsten BuCon ebenfalls wie im Flug vergeht.
Der traditionsreiche Publikums-Literaturpreis »Deutscher Phantastik Preis« (»DPP«) ehrt die besten Phantastik-Publikationen des vorherigen Kalenderjahrs. In diesem Jahr wird er erstmalig von der Zeitschrift »phantastisch!« und dem E-Book-Zine »Corona Magazine« präsentiert und im Zuge einer großen Gala auf der Phantastika am 2. September 2017 im Congress Centrum Oberhausen (NRW) verliehen.
Die Karten für das Festival der Phantastik und die Verleihung des »DPP« sind jetzt auf der Phantastika-Website erhältlich. Auf der modernisierten Webpräsenz des Veranstalters finden sich neben ausführlichen Informationen zu den nominierten Werken auch alles über die Gäste, Workshops, Walking Acts und Programmpunkte, die die Phantastika zu einem Erlebnis für die ganze Familie machen. Auf der Phantastika wird für die ganze Familie und damit für jede Altersklasse und jedes Interesse etwas geboten.
Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des »Deutschen Phantastik Preis« am Samstagabend. Tausende Leser stimmen seit Monaten auf der Seite des DPP ab, wo die Hauptrunde des »DPP« gerade begonnen hat und noch bis zum 15. Juni 2017 läuft. Alle können mitmachen und wer sich ein genaueres Bild über die nominierten Werke machen möchte, findet auf dem extra neu gegründeten YouTube-Kanal des »DPP« zu allen Nominierten eine Kurzvorstellung.
Eine Verlosung gibt es auch unter allen Abstimmenden, denn sie haben die Chance, 5x2 Eintrittskarten für die Phantastika am 02. und 03.09.2017 in Oberhausen zu gewinnen.
Am Samstagabend, 2. September, werden dort die Gewinner des »DPP« in seinen zehn Kategorien bekannt gegeben:
Bester Deutscher Roman
Bestes Deutschsprachiges Romandebüt
Bester Internationaler Roman
Beste Deutschsprachige Anthologie/Kurzgeschichtensammlung
Beste Deutschsprachige Kurzgeschichte
Bestes Deutschsprachiges Hörspiel/Hörbuch
Beste Deutschsprachige Serie
Bester deutschsprachiger Grafiker
Bestes Deutschsprachiges Sekundärwerk
Bester Deutschsprachiger Comic
Jede Kategorie ist dabei mit je 500,00 € dotiert.
Ich habe schon für meine Favoriten abgestimmt. Und ihr?
Guten Abend, ich hoffe, ihr habt einen wunderbaren, entspannten 3. Advent verbracht. Passend zur Abendstunde, wo die Sonne längst untergegangen ist, lasse ich das neue Gewinnspiel starten. Immerhin geht es heute um Vampire. Vampire? Hatten wir nicht schon Vampire zum 1. Advent? Ja, aber die, um die es heute geht, sind Vertreter einer ganz anderen Spielart.
Ich präsentiere:
Elke Aybar "Geheimnisse von Blut & Liebe"
Elke Aybar hat für ihre Reihe "Geheimnisse von Blut & Liebe" mit der Welt Lyathos ein ganzes Universum erschaffen, in dem es vor fantastischen Wesen geradezu wimmelt. Vampire gehören ebenso dazu wie Gestaltwandler und Drachen. Menschen und Vampire, geheimnisvolle sprechende Katerwesen, Brombeerhecken, in denen sich Weltentore verbergen. Blut, Leidenschaft, Intrigen und Machtspiele, Eifersucht, Liebe und jede Menge Geheimnisse. Wer sich auf diese fantastische Reise begibt, der läuft Gefahr, süchtig zu werden. Süchtig nach noch mehr Geheimnissen und Abenteuern rund um Aurelie, Demian, Ruben, David, Michio, Elody und Sarah.
Elke Aybar
Ich bin erst mit dem dritten Teil in Elke Aybars Saga eingestiegen, als sie mich bat, das Korrektorat für ihr Manuskript zu übernehmen. Dadurch erschienen mir einige Aspekte natürlich noch recht undurchsichtig und nicht immer allzu leicht nachvollziehbar. Spannend fand ich es aber allemal! Die Geheimnisse-Reihe sollte man also auf jeden Fall mit der Lektüre des ersten Bandes "Dunkle Jagd" beginnen. Lohnen tut es sich in jedem Fall, sich auf die opulent ausgeschmückte und mit vielen faszinierenden Figuren bevölkerte Geschichte einzulassen.
Aus diesem Grunde bietet Elke euch auch bei diesem Gewinnspiel an, dass ihr euch den Band selbst aussucht, den ihr gern gewinnen möchtet:
Band 1 "Dunkle Jagd" für Einsteiger
Band 2 "Machtsteine" für Fortgeschrittene
oder Band 3 "Phönixträume" für Kenner
Also, auf geht's, der Lostopf ist eröffnet.
Wer möchte eines dieser wunderschönen Bücher mit persönlicher Widmung von Elke Aybar gewinnen?
Hinterlasst bitte einen Kommentar hier unter diesem Artikel oder auf meiner Facebookseite.
Da ich mit Verspätung gestartet bin, bleibt der Lostopf bis Donnerstag, 15.12.2016, 12 Uhr geöffnet.
Liebe Fans und Freunde der phantastischen Literatur, zur Einstimmung teile ich heute mal die offizielle Ankündigung zum BuCon 2016. Seid ihr dabei?
Stars der Fantasy in Dreieich - 31. Festival der phantastischen Literatur zur Frankfurter Buchmesse
Deutsche Science Fiction & Fantasy-Literatur-Szene trifft sich in
Dreieich-Sprendlingen bei Frankfurt/Main zum 31. Buchmesse Convent - Kooperation mit den Bürgerhäusern Dreieich - Phantastische 56 Stunden Programm an einem Tag
Frankfurt/Dreieich. Zum 31. Mal treffen sich Fans von Science Fiction & Fantasy auf dem Buchmesse Convent (BuCon), Deutschlands führender Independent-Convention für phantastische Literatur. Dieses von der Messe unabhängige Festival des phantastischen Genres mit über 700 Besuchern findet am 22. Oktober 2016 und damit wie gewohnt parallel zur Frankfurter Buchmesse statt.
"Wir mögen zwar nicht so bekannt sein wie die große Buchmesse, aber viele der Autoren, die bei uns vor Jahren zum ersten Mal zu Gast waren, liegen heute auf den Bestsellerständern der großen Buchhandlungen", sagt Roger Murmann vom Organisationsteam. Prominente Gäste sind Grimmepreisträger und "Bernd-das-Brot"-Erfinder Tommy Krappweis, Markus Heitz, Kai Meyer, Tom Finn, Bernhard Hennen, Ivo Pala, Juliane Honisch, TS Orgel, Karsten Kruschel, Bernd Perplies,
Christian Humberg, Andrea Bottlinger, der Karl May Verlag, Thomas le Blanc, P.E.Jones, Oliver Plaschka und viele andere Top-Autoren der deutschsprachigen Phantastik-Szene. Ebenfalls vertreten ist die größte Science Fiction Serie der Welt, Perry Rhodan.
Auf phantastischen sieben mehrstündigen Programmschienen im Bürgerhaus und seinen Nebengebäuden mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionsrunden bieten die Veranstalter für jeden etwas. Autogramm- und Signierwünsche werden gerne (und vor allem kostenlos) erfüllt. Der Unterschied zum "großen Bruder" Buchmesse liegt denn auch darin, dass hier Fans den Autoren auf Augenhöhe begegnen und man im lockeren Umgangston das "Du" pflegt.
Im Foyer bieten Zeichnertische optische Kontraste. Eine Ausstellung widmet sich dem Titelbild-Illustrator Timo Kümmel.
Als besondere Ehre wurde der Buchmesse Convent in diesem Jahr mit dem renommierten "Kurd-Laßwitz-Preis" ausgezeichnet, welcher jährlich von Deutschlands Literaturschaffenden im phantastischen Genre vergeben wird (www.kurd-lasswitz-preis.de).
Veranstalter ist eine erfahrene Gruppe langjähriger, in der Phantastik-Szene aktiver Fans in Kooperation mit dem Science Fiction Treff Darmstadt, dem Science Fiction Club Deutschland e.V. (gegr. 1955), sowie dem Jugendclub WIRIC im Bürgerverein Buchschlag e.V. und den Bürgerhäusern Dreieich.
Es wird demonstriert, dass utopisch-phantastische Literatur nicht zwangsläufig trivial sein muss. Bereits George Orwell, H.G. Wells und Jules Verne boten in ihren Werken Visionen und Voraussagen, die heute zur alltäglichen Realität gehören. Und werke, wie das Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe" des englischen Professors J.R.R. Tolkien zählen heute zur Weltliteratur, während die Verfilmung von George R.R. Martins Meisterwerk "Game of Thrones" Millionen TV-Zuschauer vor die Fernsehschirme zieht. Natürlich darf aber auch der unterhaltende Spannungsroman nicht fehlen. Die Veranstalter zeigen, dass trotz des aktuellen "Star Wars"-Booms das phantastische Buch nicht tot ist,
sondern durch den Einsatz moderner Technik, sowie der Möglichkeiten des Internets gerade heute wieder eine ungeahnte Renaissance erlebt. Gerade in Deutschland kann Science Fiction und Fantasy im Selfpublishing-Bereich ein durchaus eigenständiges, vom anglo-amerikanischen Raum unabhängiges Profil vorweisen. Der Buchmesse Convent präsentiert die gesamte Bandbreite, vom Groschenroman bis zum bibliophilen Werk. Fan-Sein bedeutet nicht sturer Konsum, sondern kritische Auseinandersetzung mit dem Autor und seinem Werk. Wohl nirgendwo anders ist die bundesdeutsche Science Fiction- & Fantasy-Autoren & -Leserszene so lebendig, als auf dieser messeunabhängigen Traditionsveranstaltung. Kostümierte Besuchermassen wird man auf dieser literarisch orientierten Veranstaltung allerdings vergeblich suchen.
Höhepunkte der Convention sind traditionell die Verleihung des vom BuCon-Team vergebenen "BuCon-Ehrenpreises", sowie des "Deutschen Phantastik Preises" (DPP), der in mehreren Kategorien per Internetabstimmung (www.deutscher-phantastik-preis.de) ermittelt wird.
Wie jedes Jahr, kommt man bereits am Freitag, den 21.10., ab 20 Uhr zum Einstimmungstreffen zusammen. Den Ort findet man auf der Homepage. Am Samstag, den 22.10., ist ab 10 Uhr Einlass. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse 10 Euro, Ermäßigungen sind möglich. Das Ende des Convents ist für 20 Uhr vorgesehen. "Convention Center" ist das Bürgerhaus in Dreieich-Sprendlingen, Fichtestrasse 50.
Begleitet wird die Veranstaltung von einer gut sortierten Phantastik-Börse. Zahlreiche Kleinverlage, Autoren und Buchhändler füllen jede Lücke im Bücherregal auf.
Informationen, sowie eine ausführliche Programmübersicht findet man im Internet unter der Adresse: http://www.buchmessecon.de
...oder im Sozialen Netzwerk Facebook
Fanseite: http://www.facebook.com/BuchmesseConvent
Fangruppe: https://www.facebook.com/groups/buconfans
Eine Fotogalerie zum vergangenen BuCon 2015 findet man hier: https://flic.kr/s/aHskjassXf
Kontakt:
Roger Murmann
Wilhelm-Leuschner-Str.17
64859 Eppertshausen
Telefon 06071/38718 bzw. 01577/3885981
e-mail: buchmessecon@gmx.de
oder
Christian de Ahna
Postfach 301103
63274 Dreieich
Telefon 0178/6978501
e-mail: wiric@gmx.net
Der Buchmesse-Countdown hat begonnen, und überall fangen die Verlage, Autoren und viele weitere Buchmenschen an zu wuseln und sich auf die Frankfurter Buchmesse und den Buchmesse Convent vorzubereiten.
Damit ihr auch schon einmal mit dem Herumwuseln anfangen könnt, habe ich hier einen ganz wichtigen Termin für euch:
Samstag, 22. Oktober 2016
14 Uhr
Deep Space 4
Unwissende werden fragen: Häh? BuCon-Kenner jedoch werden Oh! und Ah! rufen und es sich gleich mal in ihre Terminkalender eintragen. Denn dann werden vier Autoren von Qindie sich auf dem BuCon die Ehre geben und dem geneigten Ohr eine knappe Stunde lang feinste phantastische Literatur vorlesen. Mit dabei sind:
matí
Katharina Gerlach
David Pawn
und ... ich!
Wir bilden sozusagen das Qindianische Quartett! Es gibt eine feine Mischung aus Zeitreise-Scifi, orientalisch angehauchter Fantasy, Magie in bester Harry-Potter-Manier und schaurig-schönen Märchen für Hartgesottene.
Also, liebe BuCon-Besucher und Interessierte, fahrt am Messesamstag nicht auf die hoffnungslos überfüllte FBM, wenn ihr euch eigentlich nur für Fantasy, SciFi, Horror & Co. interessiert. Kommt lieber nach Dreieich-Sprendlingen ins Bürgerhaus und genießt die familiäre Atmosphäre, die Nähe zu Verlegern, Autoren und Gleichgesinnten. Nirgendwo sonst werdet ihr so nah an eure Lieblingsautoren herankommen! Es gibt Kuchen, Kaffee, Bier und Sekt und viele, viele Bücher, und abends wird der Deutsche Phantastik Preis verliehen - ist das was, oder ist das was?
Vor und nach unserer Lesung begrüßen wir euch gern an unserem Stand, denn Qindie wird in diesem Jahr erstmals als Aussteller auf dem BuCon vertreten sein.
Wir freuen uns auf euch ... und so langsam steigt bei mir die Aufregung ...
Was geschieht, wenn ein schüchterner Comicfan versehentlich einen Kometen isst? Richtig: Er entwickelt über Nacht Superkräfte und verwandelt sich in einen Superhelden. Genau das passiert dem Schüler Nick Nieländer, der in seiner Schule den Ruf des Losers weg hat und von den coolen Kids nur wahrgenommen wird, wenn sie wieder ein Opfer für ihre fiesen Streiche und Gehässigkeiten brauchen. Doch kaum entdeckt Nick seine neuen Fähigkeiten, treten auch schon Superschurken und die Typen in den schwarzen Anzügen auf den Plan und lassen ihm und seinem Kumpel Be keine Zeit zum Nachdenken. Dabei müssen sie doch Antworten auf so viele Fragen finden: Was war das für ein komischer Komet? Warum schmeckte er nach Schokolade, und wo bekommen sie auch einen für Be her? Unter welchem Superheldennamen soll Nick ab sofort unterwegs sein? Und warum hat er plötzlich ständig so einen Riesendurst, und zwar nicht nach Wasser?
Klingt abgefahren? Ist es auch. Aber es ist gleichzeitig auch so gut, dass ich mir gleich im Anschluss die Fortsetzung besorgt habe und mich darauf freue, die Abenteuer des frischgebackenen Superhelden Nick weiter zu verfolgen.
Dabei hatte ich nicht erwartet, dass mich die Geschichte aus der Feder von Markus Tillmanns dermaßen begeistern könnte. Schließlich war es nach Aussage des Autors eine "Geschichte von einem Nerd für Nerds und über Nerds". Ein Nerd ist der Protagonist Nick auf jeden Fall. Vergräbt seine Nase in jeder freien Minute in Comicheften und kommt mit dem "normalen" Alltagsleben in der Schule so gar nicht klar. Ich fühlte mich dem angepeilten Zielpublikum (jugendlich, comicbegeistert, "nerdig") eigentlich überhaupt nicht zugehörig. Aber etwas an Tillmanns' Klappentext, der kurzen Leseprobe und dem Cover sprach mich an, als er mir sein Buch vorstellte und mich einlud, es zu lesen.
Jetzt bin ich froh, diesen Autor und seine Geschichte gefunden zu haben, denn so viel Spaß hatte ich bei der Lektüre eines Buches schon lange nicht mehr.
Zunächst das Cover: Das sieht großartig aus. Wahnsinnig gut gezeichnet, eben genau das richtige Cover für eine Geschichte über Comicfans, die zu Superhelden mutieren. Da hat der Illustrator Indra Renovstyawan wirklich eine Glanzleistung hingelegt!
Dann der Stil: Hammer! Ich wurde nicht nur angenehm überrascht von einem nahezu fehlerfreien Text hinsichtlich Orthografie und Grammatik, was ja heutzutage insbesondere bei Selfpublishern und Kleinstverlagen leider keine Selbstverständlichkeit ist. Ich wurde auch noch mit einem richtig guten, bildhaften, originellen, pointierten Erzählstil verwöhnt, der von einem sauguten Sinn für Humor an genau den richtigen Stellen verfeinert wurde.
Und die Story selbst? Die finde ich einfach witzig, originell, besetzt mit einem richtig sympathischen Protagonisten, dem ich die Verwandlung in den Superhelden voll abnehme, und mit einer ganzen Reihe interessanter Nebenfiguren, die Nick das Leben entweder schwer machen oder sich an seine Seite stellen. Da gibt es Be, den neuen Mitschüler, der genau wie Nick verrückt nach Comics ist und mit seiner stoischen Gelassenheit, egal wie heikel die Situation ist, den perfekten Sidekick abgibt. Da sind Sven und seine Gang, die coolen Kids, die nicht ahnen, mit wem sie sich anlegen, als sie Nick einmal zu viel ärgern. Und dann taucht ein maskierter Superschurke namens Frostfeuer in Bes Garten auf, der alles über Nick zu wissen scheint, sogar seinen Spitznamen, den ihm seine "Freunde" in der Schule gegeben haben.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Spaß an abgedrehten fantastischen Geschichten hat, in denen so manches Klischee aufs Korn genommen wird, ohne ins Alberne abzudriften, denn seine Figuren, die nimmt der Autor Markus Tillmanns sehr ernst, und das ist gut so.
Vergesst Peter Parker! Vergesst Clark Kent! Wer ist Bruce Wayne? Tony Stark? Pfffft! Hier kommt Nick Nieländer, der ... *trommelwirbel* ... Basaltblitz!
Ich verleihe fünf von fünf Superheldencapes!
So. Jetzt erstmal 'nen leckeren Schokotrüffel ...
Achso, bevor ich es vergesse: Hier gibt es das eBook, und weil ihr sowieso alle süchtig werdet, hier geht es weiter mit Teil 2 und Teil 3.
Übrigens: Wer sich jetzt auf Markus' Website für den Newsletter einträgt, der erhält dieses Büchlein hier kostenlos! Also jetzt weiß ich auch nicht mehr, was euch noch davon abhalten sollte ...