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Montag, 26. Februar 2018

Heute ist Erzähl-ein-Märchen-Tag

Ich gebe es zu: Bis heute Morgen wusste ich selbst nicht, dass es einen solchen Tag überhaupt gibt. Aber doch, der 26. Februar ist der internationale Erzähl-ein-Märchen-Tag. An diesem Tag empfiehlt zum Beispiel der Kleine Kalender, seinen Kindern mal ein Märchen vorzulesen oder einfach selbst mal wieder in einem Märchenbuch zu schmökern.

Man könnte natürlich auch zur etwas dunkleren Variante greifen - dem Schauermärchen. Und da dachte ich, ich veranstalte heute ganz spontan ein kleines Gewinnspiel.



Was müsst ihr tun?

Verratet mir in den Kommentaren, welches Märchen, egal ob Grimms oder Hauff, ob nordisch, russisch oder orientalisch, ihr schon immer am gruseligsten fandet und warum, und ihr habt die Chance, mein Schauermärchenbuch "Des Nachts im finstren Wald" zu gewinnen - ich verlose ein signiertes Taschenbuch!

Ihr habt Zeit bis Mittwoch, 28.02.2018, 20 Uhr. Anschließend wird ausgelost.

Auf los geht's los.

Viel Glück!

Mittwoch, 11. Februar 2015

NEU: Des Nachts im finstren Wald - Dunkle Märchen

Es war einmal ... So fangen sie meist an, die Märchen, mit denen wir aufgewachsen sind. Und oft genug enden sie mit den magischen Worten "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute." Hat über die Bedeutung dieser Worte eigentlich mal irgendjemand genauer nachgedacht? Diese Geschichten passierten doch alle vor langer Zeit. Wenn die Figuren aus den Märchen wirklich noch "leben", dann kann da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen. Dann sind das Geister, Untote, Zombies! Moment mal ...

Wie viel Horror steckt eigentlich in so einem Märchen? Ich würde sagen, mehr als genug, so viel, dass ich mich beim Vorlesen der Grimm-Märchen für meine Kinder schon innerlich fragte: Oh Gott, wie schrecklich ist das denn? Hoffentlich bereite ich ihnen jetzt keine Alpträume! Wieso ist mir das als Kind nie aufgefallen? Interessanterweise ist den lieben Kleinen das nicht so wichtig. Sie wollen hören, dass das Böse abgrundtief böse ist, dass das Gute so richtig gut und wunderschön ist und dass am Ende das Gute über das Böse siegt. Dann ist alles gut.

Solche Gedanken brachten mich schließlich dazu, mir zu überlegen, wie der sowieso schon in den meisten Märchen steckende Horror noch deutlicher herausgestellt werden, mehr Gewicht bekommen kann, ohne das zu verlieren, was Märchen letzten Endes ausmacht: die zauberhafte Atmosphäre, die Archetypen, eben das Märchenhafte. Ich fragte mich: Muss die Stiefmutter von Schneewittchen wirklich die Böse sein? Kann diese Rolle nicht jemand anderes übernehmen? Was wäre, wenn die wahre Gefahr im Märchenwald nicht vom Wolf, sondern von Rotkäppchen ausgeht? Außerdem fand ich ja immer schon schlimm und kein bisschen gerecht, wie die Geschichte vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern ausging - das arme Kind hat so ein Ende doch nicht verdient! Oder die Sache mit Dornröschen: Wie ist die Gute wirklich drauf, wenn so ein dahergelaufener "tapferer Recke" sie aus ihrem hundertjährigen Schlaf reißt? Ob er es nicht sogar bereut?

Ich beschloss, diese Ideen weiterzuspinnen und begann, ausgelöst durch Impulse wie Wettbewerbe und Einladungen zu Anthologiebeiträgen, meine eigenen Märchen zu kreieren. Ich drehte den Spieß um oder hob einen oder mehrere sowieso schon unheimliche Aspekte aus dem Originalmärchen hervor. Hänsel und Gretel versetzte ich in die Gegenwart, noch dazu in meinen realen Wohnort. Sterntaler erhielt einen dystopisch-apokalyptischen Anstrich. Aus Rotkäppchen machte ich eine kleine Psychopathin, aus Dornröschen etwas Dämonisches, und Schneewittchen wurde bei mir zur listigen Heldin. Und dann fand ich es noch eine witzige Idee, ein Märchen, das keiner konkreten Vorlage folgt, mit dem Tod des Königs beginnen zu lassen. Herausgekommen ist schließlich meine Märchensammlung, die sich speziell an ein erwachsenes Publikum richtet, eines, das mutig genug ist, den finstren Wald zu betreten.

Seit kurzem ist das Buch als eBook und Taschenbuch auf Amazon erhältlich, und ich würde mich sehr freuen, euch demnächst auf einem der verschlungenen Pfade durch meinen finstren Schauermärchenwald zu begegnen!

"Des Nachts im finstren Wald" ist definitiv kein Buch, das ihr euren Kindern zum Einschlafen vorlesen solltet, aber schon allein wegen des wunderschönen Covers - an dieser Stelle meinen Dank aus tiefstem Herzen an die fantastische F. Riedel - in keinem Märchenbücherregal fehlen sollte - finde ich zumindest, und ich muss es ja wissen, schließlich ist das mein finstrer Wald, aus dem diese Geschichten ihren Weg in eure Regale oder auf eure Reader finden werden!

Ich wünsche angenehme Schauer und hoffe, die Lektüre bereitet euch ein ebenso diebisches Vergnügen, wir es mir das Aufschreiben gebracht hat!

Klappentext:
 
Willkommen im finstren Wald. Kommen Sie mit in die dunklen Ecken des Märchenlandes, dorthin, wo die Stiefmutter nicht die Erzfeindin, sondern Schneewittchens beste Freundin ist und ihr beim Kampf gegen die bösen sieben Räuber hilft. Wo das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern zurückkehrt – ein Jahr nach seinem Tod. Wo die vom Himmel fallenden Sterntaler keinen Segen, sondern tödliches Verderben bringen. Wo Rotkäppchen ein hinterhältiges Biest mit psychopathischen Ambitionen ist. Und wo der mutige Recke mitten im verzauberten Schloss plötzlich feststellt, dass es besser gewesen wäre, Dornröschen niemals in seinem Schlaf zu stören. Sieben Märchen für Hartgesottene – schaurig, abgründig, unheimlich, ungewöhnlich und auf dunkle Weise … märchenhaft!

eBook -- KLICK
Taschenbuch -- KLICK
 

Donnerstag, 15. Januar 2015

Buchtipp - Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße

 
Foto ausgeliehen bei umblaettern.com
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr ein Buch zu Ende gelesen habt und ein Teil von euch immer noch in der Geschichte steckt und nicht wieder hervorkommen will? Wenn ihr es fast ein wenig bedauert, schon fertig zu sein mit der Lektüre? Wenn ihr glaubt, dass schon lange oder vielleicht noch nie ein Buch euch so berührt hat wie dieses? So ein bisschen wehmütig, verzaubert, auf melancholische Art glücklich?

Kennt ihr das? Dieses Gefühl hatte ich nach dem Lesen von Neil Gaimans "Der Ozean am Ende der Straße".

Das Buch war mein erster Gaiman, und ich glaube, es wird nicht mein letzter sein. Das geheimnisvoll anmutende Cover hatte mich schon auf der Frankfurter Buchmesse in seinen Bann gezogen. Nachdem mir dann auch noch von ein paar Leuten, auf deren Meinung über Bücher ich viel Wert lege, dieses Buch empfohlen wurde und ich es schließlich zufällig (nein, wirklich!) in einer Buchhandlung liegen sah, kaufte ich es und packte es nach ganz oben auf meinen Stapel ungelesener Bücher. Nicht nur das Cover ist magisch schön, auch die restliche Gestaltung der Hardcover-Ausgabe ist traumhaft: Mehrere großartige Illustrationen begleiten die Geschichte, und die Handschrift auf den Innenseiten des Einbandes - ist das etwa die von Gaiman persönlich??? Wirklich ganz außergewöhnlich.

Und nun bin ich auch schon durch. Mit knapp 238 Seiten handelt es sich auch nicht gerade um einen fetten Wälzer - der Inhalt dagegen, der ist wahrhaft groß, episch geradezu. Und dabei kann ich gar nicht genau erklären, worum es in diesem Buch geht. Laut Klappentext geht es um ein Mädchen namens Lettie Hempstock, die an einem kleinen Teich lebte, den sie aber stets als Ozean bezeichnete. Und das war nur ein Teil eines großen Geheimnisses, das Lettie und ihre Familie umgab. Ein Mann mittleren Alters kehrt wegen einer Beerdigung an den Ort zurück, an dem er seine Kindheit verbrachte und wo er Lettie Hempstock einst kennenlernte. Plötzlich erinnert er sich wieder an jedes Detail jener verwunschenen Zeit und erzählt uns, was es wirklich mit dem Ozean am Ende der Straße auf sich hat. Viel mehr kann und will ich nicht preisgeben.

Was genau ist das eigentlich für eine Geschichte? Ein Fantasyroman? Ein Märchen? Eine Gruselgeschichte? Daniel Kehlmann, dessen Lob über dieses Buch auf der Umschlagseite prangt, nannte es ein kleines Meisterwerk der Schauerromantik, und da hat er irgendwie Recht: Diese Geschichte ist zugleich schaurig und romantisch - auf jeden Fall berührte sie meine düster-romantische Seele.

Dürfte ich ein Fazit auf den Umschlag dieses Buches schreiben, wäre es dieses:

"Diese Geschichte ist für alle Menschen mit einem träumenden Herzen."

In diesem Sinne vergebe ich 5 von 5 frisch aus der Erde gepflückten Kätzchen. ;-)

P.S. Könnte ich die Erinnerung an dieses Buch aus meinem Gedächtnis löschen, ich würde es glatt tun, nur um die Geschichte noch einmal neu zu erleben ...

Donnerstag, 24. Juli 2014

Sommerpause ... nicht so ganz


Bild: l-vista / pixelio.de

Morgen gibt es in Hessen Zeugnisse, dann beginnen endlich die Sommerferien. Auch bei mir heißt es dann für zwei Wochen: Urlaub! Aber so richtig Sommerpause mache ich wohl nicht. Auch wenn es seit der Anthologie "Mängelexemplare: Dystopia" keine neuen Veröffentlichungen von mir gegeben hat, heißt das nicht, dass ich untätig herumgesessen oder mich mit anderen Dingen beschäftigt hätte.

Also gebe ich mal einen kleinen Überblick über laufende und kommende Projekte, bevor ich mich hier sommerlich rar mache.

Geplante Veröffentlichungen

Nach wie vor habe ich fest vor, meinen Debütroman, derzeitiger Arbeitstitel "Vincents Treppe" (nein, Vincent Voss, damit bist nicht du gemeint ;-) ), fertigzuschreiben. Dafür war ich ja Ende Mai auch auf einem Autorenseminar in München. Nach jenem Seminar war mir klar geworden, dass ich die komplette Geschichte neu aufziehen und meinen Schwerpunkt anders legen muss, um sie rund zu machen. Ich freue mich darauf, aber ich benötige mehr Zeit und Ruhe, um auch mal am Stück was zu schaffen. Zeit und Ruhe sind leider gerade Mangelware, zumindest für ein Romanprojekt. Also schiebe ich das (mal wieder) vor mich her, ich Meisterin der Prokrastination, ich.

Was besser läuft, weil leichter in Häppchen einzuteilen, ist mein zweites Buchprojekt: Das Märchenbuch für Hartgesottene, eine Sammlung meiner Schauermärchen. Komplett fertig sind fünf Märchen, ein weiteres ist geschrieben, muss aber noch überarbeitet werden. Außerdem entsteht gerade ein ganz neues, dystopisch angehauchtes Schauermärchen. Und es existiert bereits die grobe Idee für ein achtes Märchen, bei dem es sich um eine sehr gruselige Variante von Rumpelstilzchen handeln wird. Wenn es gut läuft, kriege ich auch noch eine Schauermärchen-Version vom Froschkönig hin. Aber eins nach dem anderen. Ich hoffe, für dieses Buch dieselbe Coverdesignerin gewinnen zu können wie für "Die Brezelfrau", denn das Cover hat nicht nur mir selbst unglaublich gut gefallen, es kam auch bei den Lesern extrem gut an.

Inflagrantibooks über die "Mängelexemplare: Dystopia"

Vor wenigen Tagen erschien auf dem Blog der umtriebigen Inflagranti-Blogger eine ausführliche und äußerst begeisterte Rezension der Anthologie, zu der ich das Schauermärchen "Das schlafende Schloss" beigesteuert hatte. Jack & Tilly machen das immer toll: Sie besprechen nicht nur das Buch an sich, sondern geben zu jeder einzelnen Geschichte ein wortreiches Feedback ab. Das sagten sie zu meinem Beitrag:

Eine der besten Geschichten neben „Die Gartenpforte“, die ich von der Autorin kenne. Ihre kleine Gruselmärchen-Obsession kennen wir ja nun schon, aber diesmal hat sie sich selbst übertroffen! Scheinbar kinderleicht verknüpft sie den Horror mit dem Märchen, altbekanntes mit Neuem und erzeugt so eine ganz eigene Atmosphäre, die die Geschichte durchweg innehat. Eine Horrorgeschichte auf hohem Niveau! Denkt man am Anfang noch, dass eine neue Gruselmärchen-Interpretation kommt, irrt man sich gewaltig! 

Zwar erkennt man glasklar, welches Märchen sich hier dem Horror beugen muss, dennoch greift Jana Oltersdorff diesmal ganz tief in die Horrorgrusel-Kiste und überzeugt mit mehr Spannung, mehr Horror und dezentem Ekel. Habgier ersetzt an dieser Stelle einen Großteil des Antriebs der Protagonisten. Es geht nicht, wie in den anderen Geschichten, um das Überleben in der zerstörten Welt. Die beängstigende Horrorwelt ist hier begrenzt/eingegrenzt und wirkt dadurch noch gefährlicher, als wenn es die ganze Welt betreffen würde. Wie auch immer Jana das macht, aus harmlosen, liebenswürdigen, Happy-End habenden Märchen solche Geschichten zu erschaffen, die voll Düsternis und Dunkelheit sind, sie soll damit nicht aufhören!!
Ich bin hin und weg. <3>

Und sonst so?

Ich weiß gar nicht, wie es überhaupt dazu kam, aber mittlerweile bin ich ziemlich aktiv in Sachen Korrektorat und neuerdings auch Lektorat unterwegs. Mir persönlich macht es sehr viel Spaß, und mir gefällt, dass ich aus der Arbeit an Manuskripten anderer Autoren auch viel für mich selbst und mein eigenes Schreiben lernen kann. Ihr kennt das vielleicht: Fehler in fremden Texten zu entdecken, ist wesentlich einfacher, als die gleichen Fehler im eigenen Manuskript zu finden. Vor kurzem jedenfalls beendete ich mein erstes Lektorat und befinde mich derzeit mitten im zweiten. Der dritte Lektoratsauftrag wartet bereits auf mich.

Zwischendurch gibt es immer mal das eine oder andere Manuskript zum Korrekturlesen. Das Schöne ist, dass diese Bücher sich thematisch alle in meinem Interessenfeld bewegen: Horror, Dystopie, Dark Fantasy, SciFi. Ein weiterer Vorteil: Ich komme so dazu, überhaupt mal Bücher zu lesen, denn mein eigener Stapel ungelesener Bücher wächst und wächst, sowohl auf meinem Nachttisch als auch in der Reader-App meines Tablets. Ich möchte gar nicht daran denken, wer alles noch auf eine Rezension von mir wartet ... Aber das wird schon noch, ganz sicher!

Insofern wird meine Sommerpause keine faule Auszeit. Dafür gibt es einfach viel zu viel zu tun. Aber ich habe Spaß daran, und das allein zählt.

So. Das wär's von mir.
Ich wünsche euch einen wundervollen Sommer mit jeder Menge spannender Urlaubslektüre!

Freitag, 2. Mai 2014

Gewinnspiel beendet - 3 x Lesefreude geht an ...

Auch auf meinem Blog ist die Entscheidung nun gefallen. Fortuna hat mitgeholfen und aus den 3 Lostöpfen für die 3 Bücher die 3 Gewinner gezogen.
Und das sind sie:

Das zauberhafte Märchenbuch "Andersens Märchen Update 1.1" geht an Claudia Junger.

Die wundervolle Anthologie "Mängelexemplare: Dystopia" hat Christine Frank gewonnen.

Über meine unheimliche Kurzgeschichtensammlung "Zwischenstopp" darf sich Martin Baier freuen.



Euch allen herzlichen Glückwunsch und ganz viel Lesefreude!

Ich kontaktiere euch noch persönlich wegen der Adresse.

Vielen Dank allen, die bei meinem kleinen Gewinnspiel mitgemacht haben. Wenn es die Aktion "Blogger schenken Lesefreude" im nächsten Jahr wieder gibt, bin ich mit Sicherheit auch dabei, denn sie hat viel Spaß gemacht.

P.S. Ihr lieben Buchgewinner, wir, die Autoren dieser drei Bücher, würden uns riesig über Feedback in Form von Rezensionen u. ä. bei Amazon & Co. freuen. Wenn ihr mögt (und die Bücher euch hoffentlich gefallen haben).


Freitag, 25. April 2014

Die 10.000 sind voll - Dankeschön!


Geschafft! Passenderweise am Welttag des Buches, am 23. April 2014, knackte mein Blog irgendwann am Nachmittag die 10.000er-Marke! Und ich hatte das Glück, davon einen Screenshot zu machen!


Ich freue mich riesig und möchte mich nun bei allen wie angekündigt bedanken:

Ab sofort gibt es mein gruseliges Schauermärchen

Die Brezelfrau

gratis. Allerdings doch nur bei Amazon KDP.

Nach 500 verschenkten eBooks beende ich meine Dankeschön-Aktion wieder.

Greift also schnell zu!

Schaurige Grüße
Eure Jana
Gratis - nur für kurze Zeit!

Mittwoch, 23. April 2014

Lesefreude 2014: Es geht los!

 

Märchenhaft: Gewinn Nr. 1
 
Liebe Bücherfreunde, hier seid ihr richtig! Heute ist der Welttag des Buches. Lasst uns "unseren" höchsten Feiertag ganz festlich begehen und unserer Liebe zu Büchern und den Geschichten, die in ihnen verborgen sind, ausgiebig frönen!

Wie auf vielen anderen Blogs quer durchs Internet verschenke auch ich heute Bücher.

Ich habe für euch drei Bücher ausgesucht:

ein märchenhaftes Buch, ein dystopisches Buch
und ein gruseliges Buch.

Alle von mir signiert und
mit persönlicher Widmung versehen.

Besonderer Dank geht an dieser Stelle an Charlotte Erpenbeck vom Machandel-Verlag, die mir freundlicherweise ein Exemplar des Andersen-Märchenbuches für diese Aktion zur Verfügung gestellt hat!

Dystopisch: Gewinn Nr. 2

Was ihr dafür tun müsst, damit ihr eines davon geschenkt bekommt? Ich will es euch nicht allzu schwer machen, aber ganz ohne Hürde geht es auch nicht :-).


Schreibt mir per Kommentar hier unter den Beitrag oder per E-Mail oder bei Facebook, wo ich diesen Beitrag auch teilen werde, welches der drei Bücher ihr euch am meisten wünscht. Ihr dürft euch aber nur eines der drei Bücher wünschen! Jeder, der mitmacht, landet im Lostopf des Buches seiner Wahl.

Am 30. April 2014 endet die Einsendefrist.

Kurz darauf werde ich die drei Gewinner ziehen (lassen) und hier bekanntgeben.

Bitte achtet darauf, dass ihr nicht komplett anonym kommentiert, denn dann könnt ihr an der Verlosung leider nicht teilnehmen. Die Adressdaten der Gewinner werden lediglich zum Versand des Gewinns verwendet und danach wieder gelöscht.

Schaut auch auf den anderen Blogs vorbei! Die komplette Teilnehmerliste findet ihr hier. Ist der Wahnsinn, was manche so verschenken. Ich glaube, ich werde auch gleich mal stöbern gehen und meinen Namen in den einen oder anderen Lostopf schmeißen...

Euch allen viel Spaß, Glück und Lesefreude!


Gruselig: Gewinn Nr. 3
  


Montag, 21. April 2014

Bald feiert mein Blog 10.000 Besucher

Bald ist es soweit: Mein Blog gibt es seit dem 01. Februar 2008. 168 Blogartikel und 15 Follower später schaue ich auf insgesamt 9.884 Klicks. Ich stehe also kurz vor einer - für mich - enormen Hausnummer:

10.000 Besucher!

Überhaupt hat erst meine Schreiberei dafür gesorgt, dass die Besucherzahlen bei mir sprunghaft angestiegen sind. Anfangs ging es bei mir in erster Linie um meine Erfahrungen in und um die virtuelle Welt von Second Life - daher auch die URL: Laetitia Koenkamp ist der Name meines "zweiten Ichs", meines virtuellen Alter ego. Da dümpelte ich bei schlappen 20 bis 50 Klicks im Monat (!) herum. Seither hat sich wahnsinnig viel getan.

Laetitia existiert immer noch; allerdings liegt sie auf Eis und harrt geduldig der Dinge. Da ich weiß, welcher wachsenden Beliebtheit sich Lesungen von Autoren in Second Life erfreuen, könnte es durchaus sein, dass ich eines Tages meinen Avatar wiederbelebe und zur Lesung auf den Grid einlade. Aber das ist erst einmal nur eine Idee, und ich konzentriere mich in nächster Zeit auf das Wichtigste am Autorendasein: das Schreiben.

Dennoch stehen zwei Highlights ins Haus, bei denen ihr, liebe Leser, wieder die Chance habt, feinsten Lesestoff zu gewinnen beziehungsweise geschenkt zu bekommen.

Auf meine Teilnahme an der Aktion Blogger schenken Lesefreude hatte ich schon aufmerksam gemacht - besucht auf jeden Fall am 23. April 2014 mein Blog, dann erfahrt ihr Genaueres und könnt mitmachen und euch die Chance auf einen Buchgewinn sichern.

Das zweite Highlight wartet auf die entscheidende Zahl in meiner Besucherstatistik: Sobald der 10.000ste Besucher gezählt worden ist, starte ich kurzfristig eine Gratisaktion für mein eBook "Die Brezelfrau". Ihr werdet es dann auf Amazon (mobi) und Beam (epub) kostenlos herunterladen können - wenn ihr flink seid. Denn sobald ich feststelle, dass 500 Exemplare über den virtuellen Ladentisch gegangen sind, stoppe ich die Aktion wieder. Da heißt es also: schnell sein und zugreifen!

Bis dahin freue ich mich
auf die etwas mehr als 100 fehlenden Besucher,
bis ich die 10.000 feiern kann,
mit euch und dank euch!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Qindie sucht das Märchenbuch des Monats Februar

Bild: qindie.de
Wie jeden Monat sucht Qindie das Buch des Monats. Im Februar soll das Märchenbuch des Monats gekürt werden. Vier Beiträge bewerben sich um diesen Titel. Einer davon stammt aus meiner Feder. Wer mein Schauermärchen "Die Brezelfrau" bereits gelesen hat, wird mit Leichtigkeit herausfinden, hinter welchem Textschnipsel ich mich verberge.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch wieder an der Umfrage beteiligt und für euren Favoriten abstimmt. Voten kann man auch anonym, falls ihr lieber unerkannt bleiben wollt. ;-)

Auf zur Märchenschnipseljagd!

Montag, 30. Dezember 2013

Was für ein Jahr - Mein persönlicher Rückblick auf 2013

In diesem Jahr ist wieder viel passiert in der Welt - ich beschränke mich also auf das, was mich aus literarisch-schriftstellerischer Sicht beschäftigt hat. Immerhin hat es da für mich so einige Highlights gegeben, auf die ich nun, am Ende des Jahres angekommen, recht zufrieden zurückblicken kann.


Ich schrieb, ich las, ich bloggte, ich gewann, ich erlebte. Deshalb vorab eine Warnung: Das wird lang, auch wenn ich mich aufs Wesentliche beschränke. :-)

Neue Geschichten

Blind Date

Ein Cyberthriller, den ich für den letzten großen Bookrix-Wettbewerb schrieb. Darin trifft eine junge Frau in einer virtuellen Welt auf einen Typen, der von sich behauptet, ein Dämon zu sein. Sie lässt sich auf sein Spielchen ein und ahnt nicht, welcher Gefahr sie sich aussetzt. Beim Schreiben halfen mir meine eigenen Erfahrungen in der virtuellen Welt von Second Life. Ich konnte mich recht weit vorn platzieren, fürs Siegertreppchen reichte es aber nicht. Dafür erhielt die Geschichte einen Platz in der sehr coolen Anthologie "Mängelexemplare" von Constantin Dupien, die von vielen Genrekennern als eines der Anthologie-Highlights der deutschen Horrorliteratur 2013 bezeichnet wurde.

Redrum kommt nach Hause

Noch ein Wettbewerbsbeitrag. Diesmal ausgerichtet von neobooks. Mein Hauptmotivator war der Umstand, dass Thriller-Bestsellerautor Sebastian Fitzek in der Jury saß. Ich schrieb den Kurzthriller an einem einzigen Abend. Darin nimmt ein Büchersammler den Fahrstuhl, um seinen neuesten Kauf,  eine seltene Ausgabe von Stephen Kings "Shining" abzuholen. Als der Strom ausfällt und der Fahrstuhl stecken bleibt, erlebt der Sammler das nackte Grauen.

Die Brezelfrau

Das Schauermärchen ist meine Neu-Interpretation des Grimm-Märchens "Hänsel & Gretel" und meine erste Geschichte, die ich gezielt für den Self-Publishing-Markt schrieb. Die talentierte Grafikdesignerin F. Riedel lieferte mir das wunderschöne Cover. Ich hatte großen Spaß am Schreiben dieser Geschichte und plane bereits weitere schaurige Neu-Interpretationen.

Der Narrenkönig und Endstation

Das eine ist ein Märchen für Erwachsene, in dem ein Hofnarr notgedrungen die Geschäfte des Königs übernehmen muss, das andere eine deprimierende Scifi-Kurzgeschichte über einen Mann, der zum Sterben ans Ende der Welt reist. Beide Texte entstanden bei so genannten Duellen in einer kleinen, geschlossenen Autorengruppe. Den „Narrenkönig“ kann man bis auf weiteres auf Bookrix nachlesen, die „Endstation“ ist (noch) nicht öffentlich lesbar.

Wettbewerbe, Ausschreibungen und Preise

Mängelexemplare und andere makabre Geschichten

Diese Kurzgeschichtensammlung ist eine meiner Lieblingsanthologien. Warum? Ich liebe das Cover, das von einer Künstlerin gemalt (!) wurde und das die Initialen aller teilnehmenden Autoren enthält. Ich bin ganz stolz, in dieser Anthologie mit solchen Autoren wie Vincent Voss oder Stefanie
Maucher zusammen vertreten sein zu dürfen. Und: Als Opener fand mein  kleines Gedicht "Feuertanz" auch noch Einzug in das Buch. Es darf derzeit übrigens für den Vincent Preis 2013 nominiert werden, nur mal so am Rande erwähnt.

Die kleine Meerjungfrau weint nicht um ihren Prinzen

Dieses Märchenbuch erschien Ende August im Machandel-Verlag und richtet sich an Erwachsene. Es enthält neu interpretierte oder ganz neue Märchen im Stil von Hans Christian Andersen. Von mir ist das Schauermärchen "Schwefelhölzchen" dabei, meine düstere Rachestory vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern. Das Buch ist unglaublich liebevoll gestaltet mit einem sehr schönen Cover und vielen Schwarz-Weiß-Illustrationen im Inneren.

Best of net-Verlag

Der net-Verlag brachte Mitte des Jahres einen Sammelband heraus, in dem all jene Kurzgeschichten versammelt sind, die in den Anthologien, zu denen sie gehörten, die jeweils besten Beiträge darstellen. Ich bin mit "Die Gartenpforte" dabei, nach wie vor eine meiner liebsten Geschichten.

neobooks-Wettbewerb "Wenn es dunkel wird"

Ich kann es bis heute nicht glauben, dass ich mich mit meinem Kurzthriller „Redrum kommt nach Hause“ gegen mehr als 300 Konkurrenten durchgesetzt und den Wettbewerb gewonnen habe. Mein Highlight des Jahres!


Deutscher Phantastik Preis 2013
für Beste Originalanthologie
Ich hatte eigentlich nur ein persönliches Feedback von Juror Sebastian Fitzek haben wollen. Das bekam ich auch - und so viel mehr. Ich erhielt ein Schreibseminar in der Textmanufaktur nach meiner Wahl. Ich habe mich noch nicht entschieden, aber ich will das Seminar auf jeden Fall im nächsten Jahr machen. Dann kommt "Redrum" zusammen mit den Plätzen 2 bis 10 in eine Anthologie mit dem Titel "Hüte dich". Meine erste Publikation in einem richtig großen Verlag! Einziger Wermutstropfen: es ist eine reine eBook-Veröffentlichung. Immerhin werden wir Autoren an den Erlösen beteiligt. Also wird es hoffentlich  ein Bestseller. Oder so. :-)

Deutscher Phantastik-Preis

Dieser Preis für herausragende Werke der deutschsprachigen phantastischen Literatur wird jedes Jahr auf der Dreieich Bucon, die parallel zur Frankfurter Buchmesse stattfindet, verliehen. In der Kategorie „Beste Anthologie“ waren sogar zwei Werke nominiert, in denen ich mit eigenen Geschichten vertreten war: Der „Vampire Cocktail“ und „Wenn das die Grimms wüssten“. Am Ende konnte sich das Märchenbuch aus dem art&words Verlag durchsetzen. Indirekt fühle ich mich also auch als Preisträgerin, auch wenn die Trophäe jetzt den Schreibtisch von Herausgeber Peter Hellinger schmückt (nehme ich an).

Do-it-yourself: Erste Schritte als Self-Publisher 

Zwischenstopp - Dunkle Geschichten

Ich fasste neun Kurzgeschichten und ein Gedicht zusammen und brachte meinen Storyband via neobooks auf den Markt. Später änderte ich die Veröffentlichungsweise etwas und publizierte bei Amazon direkt über KDP, zusätzlich noch bei Beam und Kobo. Neobooks deckt (fast) alle anderen Kanäle ab. Seit Oktober gibt es das Ganze auch noch als Taschenbuch, veröffentlicht über Createspace. Ein Bestseller ist es nicht geworden, aber auch kein Ladenhüter, der ein Mauerblümchendasein führt. Dank guter Vernetzung und Ausnutzung aller kostenlosen Marketingmöglichkeiten (Facebookgruppen, Leserforen, Autorengruppen, Twitter, das eigene Blog) heimste ich einiges an Lob ein und schaffte es immer wieder, das Buch in den Top 10.000 bei Amazon zu platzieren. Andere Selfpublisher lächeln darüber nur müde, aber ich bin ganz zufrieden, und ich muss davon ja auch nicht leben.

Die Brezelfrau

Mein Schauermärchen bekam ein professionelles Cover und durchlief etliche Korrekturen, bevor ich es kurz vor Halloween rausschickte. Es dauerte ein wenig, doch gerade im Dezember erhielt die Geschichte unerwartete, begeisterte Rezensionen und erlangte so einiges an Aufmerksamkeit. Wohl vor allem Weihnachten und den vielen zu diesem Fest verschenkten Christ-Kindles ist es zu verdanken, dass sich das Büchlein mittlerweile auch einigermaßen gut verkauft (was ich eben so unter gut verstehe). Bisher ist das Büchlein nur über Amazon KDP erhältlich, aber das werde ich im neuen Jahr noch ändern.

Gratisaktionen

Nur Dank meiner fünftägigen Gratisaktion für "Das leere Buch" schaffte ich es bis ganz nach vorn im Amazonranking und sammelte bisher 19 gute bis überwiegend sehr gute Amazon-Rezensionen ein. Nach Beendigung verkaufte ich sogar noch eine ganze Weile erstaunlich gut. Aber irgendwann ließ das nach, und mittlerweile verkaufe ich vielleicht fünf Exemplare im Monat. Aber: vor der Aktion verkaufte ich gerade mal ein Exemplar im ganzen Quartal!

Ich denke, man darf Gratisaktionen nicht per se verteufeln, aber sie sind auch nicht die perfekte Lösung. Für mich hat es mehr positive als negative Effekte gehabt, ich habe es auch für das Schauermärchen getan, aber nur für zwei Tage und nach 500 verschenkten Büchern abgebrochen. Ich würde es jedenfalls wieder tun, wenn mein nächstes Self-Publisher-Werk draußen ist.

Rezensionen

Oh ja. Rezensionen sind verdammt wichtig und sollten nicht unterschätzt werden. Sie schmeicheln dem Autoren-Ego, sie motivieren und machen Mut. Sie können potentielle Leser zum Kauf des eigenen Werkes bringen. Das ist mein Fazit aus einem Jahr als aktive Self-Publisherin. Ich habe nicht viele Rezensionen erhalten, aber einige unglaublich gute von Bloggern, die nach meinen Eindrücken eine gewisse Multiplikatorenwirkung haben (können). Insgesamt schrieb ich drei Blogger ganz gezielt an, nur ein Blog sagte zu und schrieb tatsächlich eine Rezi. Die übrigen kamen von ganz alleine auf mich zu bzw. schrieben einfach ihre Rezi, und ich entdeckte die einen Tag später bei Facebook und Co. Womit wir beim nächsten Thema wären.

Erfahrungen mit Werbung in Foren, Facebook & Co.

Was ich gelernt habe: der Spruch "Wer nicht wirbt, der stirbt" ist korrekt, und er trifft auf keinen Bereich so zu wie den der Indieautoren. Aber ich habe auch gelernt, dass nicht jede Form von Werbung überall gleich gut ankommt. Social Web ist toll und eignet sich super für eine kleine Autorin wie mich, die kein Geld für Werbung hat, aber trotzdem auf sich aufmerksam machen will. Jedoch gibt es dort auch Regeln, an die ich mich halten muss.

Wer Facebookgruppen oder Foren beitritt und dort nur Werbung für seine Werke macht, sich aber sonst in keinster Weise beteiligt, der hat schon verloren. Leser sind empfindsame Gemüter. Sie wollen zwar durchaus umworben werden, aber bitte subtil und mehr durch  die Blume und hintenrum. Also nehme ich mir mittlerweile fast täglich die Zeit, mich an Diskussionen zu beteiligen, poste Links zu interessanten Artikeln und versuche, Leuten, die um Hilfe zu irgendeinem Thema bitten, entsprechend Hilfe zu geben. Wenn ich dann mal zwischendurch auf eine neue tolle Rezi zu meinem Buch aufmerksam mache, nimmt mir das keiner übel und bringt mehr Pluspunkte, als hätte ich nur den Link zum Buch und sonst gar nix gepostet.

Eine feine Sache ist es übrigens, sich Autorengruppen und -netzwerken anzuschließen, in denen Gleichgesinnte mit ähnlichen Ansprüchen an Qualität und Originalität zusammenkommen. Qindie ist so ein Netzwerk, und ich bin sehr stolz, dabei sein und das Logo auf meinen Büchern anbringen zu dürfen. Ich drücke Qindie auch für 2014 die Daumen, dass es stetig bergauf geht – Stück für Stück.

Gewinnspiele

Kurz und knapp: Gewinnspiele machen Spaß, aber Arbeit. Also wenn man selbst sie ausrichtet. Ich habe im Frühjahr anlässlich des Tages des Buches an der blogübergreifenden Aktion "Ich schenke Lesefreude" teilgenommen, bei der ich mein Blog in eine große Liste von Blogs eintragen ließ, die alle am selben Tag ein oder mehrere Bücher verlosten. Die Aktion machte Spaß und hatte den angenehmen Effekt, dass ich plötzlich viel mehr Blogbesucher verzeichnen konnte.

Ende des Jahres, kurz vor Weihnachten, startete ich noch eine eigene Gewinnspielaktion. Die Leute mussten in ihren Kommentar schreiben, was es bei ihnen am Heiligabend zu essen geben würde. Leider nahmen nur wenige Leute teil, sodass am Ende nicht einmal zehn Namen im Lostopf landeten.  Dafür freuten sich die drei Gewinner umso mehr über die Bücher, die ich ihnen rechtzeitig vor dem Fest zuschickte.

Ich werde bestimmt auch 2014 Gewinnspiele veranstalten. Wie genau die aussehen werden, überlege ich mir noch genau, denn mittlerweile gibt es so viele Gewinnaktionen von Bloggern und Autoren, dass man sich auch da etwas Besonderes einfallen lassen muss, um aus der Masse hervorzustechen.

Mein Stapel gelesener Bücher

Gelesen habe ich weit mehr Bücher, doch diese hier sind meine Lesehighlights 2013.

Alexander Odin - "Pandämonium"

Mein Überraschungshit des Jahres. Kostenlos abgestaubt, nix erwartet, in einem Rutsch durchgelesen und sehr begeistert.

Anonymous - "Das Buch des Todes"

Als Bourbon-Kid-Fan, der ich bin, ein absolutes Muss. Das Buch ist geil und schreit geradezu nach einer Verfilmung durch Quentin Tarantino. Mindestens.

Justin Cronin - "Die Zwölf"

Die epische Fortsetzung von „Der Übergang“. Dystopischer Horror allererster Klasse.

Madeleine Roux - "Sie kommen!"

Zombieapokalypse aus Sicht einer Bloggerin. Erfrischende, packende Bereicherung des Genres, das ich immer noch für mich entdecke.

Michael Dissieux - "Die Saat der Bestie"

Dissieux ist ein Meister, wenn es darum geht, Weltuntergangsstimmung zu verbreiten. Trostloser und gruseliger kann eine von Menschen verlassene Welt gar nicht mehr sein. Atmosphärisch dicht und verdammt spannend.

Fred Ink - "Wurmstichig"

Für mich die Indie-Entdeckung des Jahres. Die Novelle ergatterte ich in einer Gratisaktion und war komplett begeistert. Großartiges Cover, abartiger Horror, gespickt mit schwarzem Humor und einem Protagonisten, der so unsympathisch ist, dass man ihn einfach ins Herz schließen muss.^^ An Ink bleibe ich dran.

Rona Walter - "Gläsern"

Ein Schauermärchen im Gothic-Style, das Motive aus Schneewittchen und Blaubart geschickt miteinander verwebt. Herrliche Sprache, angenehm eingestreuter Humor und sehr liebenswerte Charaktere. Absolut empfehlenswert.

Anthologie "Diabolos"

Eine der besten Anthologien des Jahres. Ich ging darauf ausführlich in einer Rezension auf meinem Blog ein. Lauter fiese, gruselige, abartige, unterhaltsame Kurzgeschichten von deutschsprachigen Autoren. Dazu das mit Abstand geilste Cover, das ich 2013 auf einem Buch sah. Meine Lieblingsgeschichte ist „Wie die Lemminge“ aus der Feder von Torsten Scheib.

Anthologie "Mängelexemplare"

Meine Lieblingsanthologie 2013. Nicht nur, aber auch, weil ich selbst dabei bin. Weitere Gründe nannte ich bereits oben.

Und sonst so

Regina Mengel & ich auf der Knaur Messeparty 2013

Das waren ja immer noch nicht alle Highlights! Als da wäre die Frankfurter Buchmesse, über die ich ja ausführlich berichtete. Nicht zu vergessen die Knaur Messeparty, die mir so viel Spaß bereitet hat. Davon präsentiere ich hier übrigens ein Beweisfoto: Regina Mengel und meinereiner am Eingang zur Party vor dem „Knaur-Stern“. Schön war’s!

Und in der Zeitung war ich ja auch! Mit einem richtig großen Portraitartikel und einem ordentlichen Foto von mir. Das Ganze erschien in der Offenbach Post, leider nur im Lokalteil für Dietzenbach und leider nicht online und leider genau in der Woche, in der ich im Urlaub war, sodass es insgesamt etwas unterging. Aber cool fand und finde ich es trotzdem.

Außerdem schnupperte ich im August 2013 zum ersten Mal "Bühnenluft", als ich beim Fechenheimer Literaturfestival aus meiner Kurzgeschichte "Der perfekte Cocktail" live vor Publikum vorlesen  durfte. Grit Richter vom Art Skript Phantastik Verlag, die diese Lesung organisiert hatte, hat das Ganze ausführlich und mit Bildern auf ihrem Blog dokumentiert. War toll und hat mir Lust auf mehr gemacht.

Ausblick auf 2014

Nanowrimo

Ich habe es mir ganz fest vorgenommen. Den Nanowrimo 2013 ließ ich schweren Herzens ausfallen, weil mir nicht nur die Zeit fehlte, sondern auch der passende Plot. Für den nächsten Nano habe ich bereits jetzt eine reizvolle Idee, die ich in aller Ruhe auszubauen gedenke, um sie dann im November 2014 zu schreiben. Ich ahne zwar, dass 50.000 Wörter nicht reichen werden, um die ganze Geschichte zu erzählen, aber ich hätte dann zumindest eine Rohfassung, an der sich weiterarbeiten lässt.

Ausschreibungen und Wettbewerbe


Fechenheimer Literaturfestival

Ich liebäugele mit dem MDR Literaturwettbewerb. Dummerweise endet die Frist schon am 31.01.2014. Ob das noch was wird? Ansonsten schaue ich mal, was sich noch so ergibt. Wettbewerbe mit einigermaßen vernünftigen Vorgaben trieben mich bisher immer zu kreativen Höchstleistungen. Also selbst wenn ich keinen Blumentopf gewinne, hätte ich auf jeden Fall eine weitere schöne Kurzgeschichte in meinem Repertoire.

Neue Geschichten

2014 wird mein Jahr der Schauermärchen. Das erste ist bereits fertig konzipiert und wird Anfang des Jahres geschrieben. Ideen für weitere Schauermärchen liegen schon in meiner geistigen Schublade und werden rausgeholt, sobald ich dafür Luft habe. Mein Romanprojekt „Vincents Treppe“ würde ich auch gern vorantreiben. Und dann ist da diese Idee für einen neuen Roman, den ich im Rahmen des nächsten Nanowrimo schreiben möchte. Wenn er wirklich zustande kommt, hätte ich eine Art Horror-Chicklit-Romantasy-Crossover in der Hand.

Veröffentlichungen

Es ist mir zum ersten Mal passiert, dass ich mich nicht um einen Platz in einer Anthologie bewerben musste, sondern dass der Herausgeber mich eingeladen hat, daran mitzuwirken. Meine düstere Scifi-Kurzgeschichte „Endstation“ hätte einen sicheren Platz in dem geplanten Buch – es sei denn, ich kriege meine alternative Geschichte, die sich der Herausgeber wünscht, vorher fertig. Da das Konzept dafür bereits steht, sollte es also am Ende tatsächlich die Alternativgeschichte in diese Anthologie schaffen.

Am 14. Januar 2014 wird auch „Hüte dich“ erscheinen, die Anthologie, die aus dem neobooks-Wettbewerb hervorgegangen ist, den ich im September 2013 gewann. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich das eBook auf dem Markt schlagen wird und drücke mir und meinen Mitautoren fest die Daumen.

Ebenfalls geplant ist mein Märchenbuch für Erwachsene, das ich wieder als Self-Publisher veröffentlichen will. Rein sollen all jene Märchen, die ich schon geschrieben habe: „Die Brezelfrau“, „Vom Mädchen mit der roten Kappe“, „Schneewittchen und die sieben Räuber" und „Der Narrenkönig“. „Schwefelhölzchen“ darf (noch) nicht, weil ich die Exklusivrechte dafür zwei Jahre an den Machandel-Verlag abgetreten habe. Dann schaue ich mal, welche bösen Neu-Interpretationen ich noch so verbrochen kriege. Auf jeden Fall sollen es Schauermärchen werden, also nix für zarte Gemüter und nicht für Kinder.

SuB

Mein Lesejahr 2014 startet furios: Unterm Weihnachtsbaum lag „Dr. Sleep“ von Stephen King. Ich habe auch schon reingelesen – sensationell. Ansonsten werde ich wohl einige eBooks „abarbeiten“, die ich bei Gratisaktionen erworben habe. Alles aus dem Horrorgenre, die meisten von deutschsprachigen Autoren. Überhaupt lege ich mein Hauptaugenmerk auf deutschsprachigen Horror und Phantastik, denn es ist wirklich enorm, was für Qualität und Kreativität von dort kommt – ob nun Verlagsveröffentlichung oder Indie-Publikation.

Schlusswort

Nicht wahr? Ist lang geworden. Aber ich hatte euch eingangs gewarnt. Deshalb nur ein ganz kurzes Schlusswort: 2013 war für mich ein phantastisches Jahr, und ich weiß gar nicht, ob und wie ich das in 2014 übertrumpfen kann. Aber ich freue mich sehr auf das neue Jahr und auf all die Projekte, die ich in Angriff nehmen möchte.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich wünsche euch Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und vor allem immer Zeit für ein gutes Buch!

Man liest sich.


Dienstag, 3. Dezember 2013

Weihnachtsgeschenke zu gewinnen!

Langsam kommt sie auf, die weihnachtliche Stimmung.

Um diese bei euch noch ein wenig zu verstärken, habe ich ein kleines Gewinnspiel vorbereitet. Zu gewinnen gibt es zweimal das schöne Weihnachtslesebuch "LeseBlüten Weihnachtszauber 2012", in dem es ganz viele Geschichten und Gedichte für kleine und große Kinder zu lesen gibt - inklusive meiner Geschichte "Weihnachtsmann in Nöten".

Außerdem verlose ich ein Exemplar der Anthologie "Best of net-Verlag", in der der net-Verlag nur die besten Beiträge aus jeder seiner Anthologien zusammengefasst hat. Von mir findet ihr darin die Mystery-Kurzgeschichte "Die Gartenpforte".

Alle Exemplare werden selbstverständlich von mir signiert!

Was ihr dafür tun müsst? Beantwortet mir folgende Frage:

Was gibt es dieses Jahr bei euch am Heilig Abend Leckeres zu essen?

Schreibt eure Antworten als Kommentare unter diesen Artikel, um im Lostopf zu landen. Jeder hat die gleiche Chance auf einen Gewinn - das hängt nicht vom subjektiv empfundenen Grad der "Leckerhaftigkeit" eures Beitrags ab! (Ich bin einfach nur neugierig.)

Bis zum 15. Dezember 2013 habt ihr Zeit. Danach werden die drei Gewinner ausgelost und gebeten, mir ihre Postanschriften mitzuteilen, damit die Bücher rechtzeitig vor Weihnachten bei ihnen eintreffen.

Euch allen wünsche ich eine schöne Vorweihnachtszeit und ganz viele leckere Naschereien.

Samstag, 30. November 2013

Bad öffnet sich das 1. Türchen am großen Qindie-Adventskalender

Bald ihr Lieben, bald ist es soweit: das erste Türchen am Adventskalender darf morgen geöffnet werden. Ich empfehle euch dieses Jahr eine besonders schöne Version für Bücherwürmer, Leseratten und Literaturfreunde:


Hinter jedem Türchen werdet ihr kleine, feine literarische Pralinen finden, gefüllt mit Geschichten, Gedichten und allerlei weihnachtlichem Krams zum Schönfinden und Genießen - komplett kalorienfrei und mit dem Q-Siegel drauf. Auch ich werde an einem Tag mit meiner Geschichte vom Weihnachtsmann in Nöten vertreten sein.

Euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit!

Mittwoch, 13. November 2013

In Flagranti Books: Die Brezelfrau - Buchbesprechung

Schaut mal, da ist sie, die allererste Rezension zu meiner Brezelfrau. Ich freue mich riesig und bedanke mich ganz artig bei Tilly und Jack. Ihr seid genial und meine ersten, sich offiziell bekennenden Fans. Danke!

In Flagranti Books: Die Brezelfrau - Buchbesprechung: Titel: Die Brezelfrau Autor: Jana Oltersdorff Format: Kindle Edition Dateigröße: 663 KB Seitenzahl der Print-Ausgabe: 4...

Montag, 4. November 2013

Von Geisterhexen und verzauberten Brezeln - Mein neues Schauermärchen

Cover: F. Riedel
Endlich ist sie da, "Die Brezelfrau". Sie sucht seit Halloween die Gefilde von Amazon heim und wartet auf kaufwillige Opfer, die bereit sind, 0,99 EUR Einführungspreis für ein schaurig-kurzweiliges Lesevergnügen hinzublättern.
 
Ich konnte direkt in die Top 100 der Kategorie "Märchen, Sagen & Legenden" einsteigen und schaffte auch schon zeitweise eine Platzierung im 6000er Bereich des Amazon-Gesamtrankings. Bisher hat sich noch keine Rezension zur Brezelfrau verirrt, aber was nicht ist, kann ja noch werden, nicht wahr?
 
Mehr über mein Schauermärchen, seine Entstehungsgeschichte und eine Leseprobe habe ich schon vor einigen Tagen hier im Blog veröffentlicht. Nun kann ich auch endlich das wunderschöne Cover präsentieren, das von der lieben F. Riedel kreiert wurde. Wie gefällt es euch?
 
Also: Traut euch und greift zu. Holt euch "Die Brezelfrau", bevor sie euch holt ...
 
 

Sonntag, 20. Oktober 2013

Märchen für Hartgesottene - Demnächst ...

Wann kommt denn mal neuer Lesestoff?, ist eine Frage, die ich mir in letzter Zeit öfter anhören musste. Endlich kann ich sie mit einem konkreten Datum beantworten. Am 31.10.2013, also zu Halloween, werde ich mein neuestes Machwerk veröffentlichen!

Einige werden es bereits wissen: Ich liebe es, bekannte Märchen neu zu interpretieren und ihnen dabei einen neuen, zumeist düsteren Stempel aufzudrücken. Auf die Weise verhalf ich bereits dem Rotkäppchen und dem Mädchen mit den Schwefelhölzern zu ganz neuen Dimensionen. Auch aus Schneewittchen habe ich bereits eine eigene Version gestrickt, die vielleicht noch in diesem Jahr in einem illustrierten Märchenbuch erscheinen wird (die Herausgeberin arbeitet daran jedenfalls intensiv).

Mein neuestes Werk passt in diese Riege perfekt hinein. Es handelt sich erneut um ein Schauermärchen. Dieses Mal habe ich das bekannte Grimms-Märchen von "Hänsel & Gretel" verhackstückt und in meiner ganz eigenen, düster-schaurigen Neuinterpretation niedergeschrieben. Sie trägt den Titel "Die Brezelfrau".

Angesiedelt ist die Geschichte wieder einmal in meiner Wahlheimat Dietzenbach, in dem es praktischerweise tatsächlich einen Stadtteil namens Hexenberg gibt - genau dort spielt "Die Brezelfrau".

Ein Cover kann ich leider noch nicht präsentieren, weil es sich noch bei einer Coverdesignerin in Arbeit befindet - ich bin selbst schon ganz neugierig auf das Ergebnis! Aber den Klappentext und eine klitzekleine Leseprobe kriegt ihr heute schon:

Klappentext:

„Sie flüsterten nur, doch ich verstand jedes Wort. Von einem alten Fluch war die Rede. Von der Hexe aus dem Wald. Sie nannten sie die Brezelfrau.“

Von Anfang an fühlt sich Johanna in dem uralten Haus am Waldrand von Hexenberg nicht wohl. Ihre Zwillinge Hans und Greta aber lieben ihr neues Zuhause. Als eines Tages kleine geflochtene Körbe mit frisch gebackenen Brezeln auf der Türschwelle stehen, ahnt Johanna, dass es besser ist, das verführerisch duftende Gebäck nicht anzurühren. Doch es tauchen immer wieder Brezelkörbe auf, und Johanna kann nicht ewig verhindern, dass ihre Kinder davon naschen. Als sie von der alten Hilde Korpath die Legende erfährt, die sich um den Hexenberg rankt, erkennt sie die wahren Ausmaße der Gefahr, doch da ist es schon fast zu spät.

„Die Brezelfrau“ ist ein modernes Schauermärchen, angelehnt an Motive aus dem bekannten Märchen Hänsel und Gretel von den Gebrüdern Grimm.

„Doch der Geist der Brezelfrau ist nicht fort; er geht immer noch am Hexenberg um und sinnt auf Rache. Und von Zeit zu Zeit verschenkt sie ihre Brezeln, um sich neue Opfer zu holen …“


Leseprobe:

„Tja“, schloss Jakob seinen Bericht ab, „wenn du mich fragst, dann haben sich die Leute am Hexenberg eine kleine urbane Legende gestrickt und sie mit diesem Haus und seinen Bewohnern verbunden.“

Aber war das wirklich alles? Johanna versuchte, Jakobs Worten zu glauben und diesem ganzen Brimborium um das Haus und die Brezeln keine tiefere Bedeutung beizumessen. Sie versuchte es wirklich, doch es wollte ihr nicht gelingen.

Nachdem Jakob gegangen war, ging sie in das Schlafzimmer ihrer Kinder und beobachtete, wie sich ihre kleinen Brustkörbe ruhig und gleichmäßig hoben und senkten. Wovon sie wohl gerade träumten? Von Brezeln in kleinen geflochtenen Körben? Von unsichtbaren Spielkameraden, die im Keller auf sie warteten?

Hans und Greta waren ihr Ein und Alles. Sie waren glücklich hier. Nichts an diesem Haus schien sie zu ängstigen. Doch Johannas Sorgen wuchsen. Mit gemischten Gefühlen ging sie zu Bett.

Für Johannas kleine Familie schien es ein wenig aufwärts zu gehen. Jakob hatte ihr ein Vorstellungsgespräch in einer kleinen Firma im Ort vermittelt. Der Chef war sehr freundlich gewesen und wollte sie gern zum nächsten Monat einstellen. Annabelle, eine Nichte von Jakob, hatte sich angeboten, ab und zu auf die Kinder aufzupassen, damit Johanna sich um die Arbeitssuche oder einfach einmal nur um sich kümmern konnte. Für die Zwillinge wurde endlich ein Kindergartenplatz frei. Nur noch diese Woche durchhalten, sagte Johanna zu sich selbst, die sich jeden Tag aufs Neue zusammenreißen musste, um nicht beim kleinsten Geräusch aufzuschreien. Ein so altes Haus machte ständig Geräusche, und Johanna fragte sich, ob sie sich wohl jemals daran gewöhnen würde. Immer wieder musste sie an Hilde Korpath und das denken, was Jakob ihr erzählt hatte. An dieser ganzen Geschichte war noch viel mehr dran, das spürte sie. Sie schaffte es nicht, ihre sorgenvollen Gedanken abzuschütteln.

Als das nächste Brezelkörbchen auftauchte, reichte es ihr. Die Kinder fanden es beim Spielen im Garten. Es musste irgendwo im Gebüsch am Zaun versteckt gewesen sein. Johanna kam in letzter Sekunde dazu, ein Tablett mit Getränken in den Händen, als sie sah, wie Hans gerade im Begriff war, in das Gebäckstück zu beißen. Sie schrie auf, ließ das Tablett fallen, das mit dem schrillen Klirren von zerbrechendem Glas auf den Terrassenstufen aufschlug, und sprang zu ihren Kindern.

„Nein!“, rief sie panisch; ihre Stimme überschlug sich. Hans saß mit großen Augen und offenem Mund da, die Hand mit der Brezel war kurz vor seinem Mund zum Halten gekommen. Auch Greta hatte sich erschrocken zu ihrer Mutter umgedreht, die wie eine Furie auf die beiden zu rannte. Johanna entriss ihrem Sohn die Brezel und schleuderte sie, so weit sie konnte, in den Wald hinein. Sie schnappte das Körbchen mit dem rot-weiß-karierten Tuch und hielt es von sich wie etwas Ekliges, Abstoßendes. Ohne ein weiteres Wort zu den Kindern marschierte sie steifbeinig um das Haus herum bis zur Mülltonne und warf das Körbchen hinein.

Sie spürte, wie schnell ihr Herz klopfte und hörte, wie laut und schnaufend ihr Atem ging. Als sie sich wieder einigermaßen im Griff hatte, straffte sie sich und ging zurück zu ihren Kindern. Gretas Lippen bebten; sie war kurz davor, in Tränen auszubrechen. Hans schaute seine Mutter vorwurfsvoll und mit wütendem Blitzen in den Augen an. Johanna hob an, den beiden zu erklären, warum sie das getan hatte, doch ihr wollten nicht die richtigen Worte einfallen. Sie wusste ja selbst nicht genau, was das alles zu bedeuten hatte. Also ließ sie es bleiben und bat die Zwei stattdessen, im Haus weiterzuspielen.

Wortlos verschwanden die Kinder in ihrem Zimmer. Johanna folgte ihnen schweigend. Bevor sie die Terrassentür schloss, warf sie einen misstrauischen Blick in den Wald hinterm Garten. Dort war niemand zu sehen; dennoch hatte sie das heftige Gefühl, beobachtet zu werden.

"Die Brezelfrau" wird am 31.10.2013 bei Amazon KDP erscheinen. Save the date!

P.S. Solltet ihr auf Bookrix mit mir befreundet sein, könnt ihr bereits jetzt die komplette Geschichte kostenlos lesen!

Dienstag, 3. September 2013

Die kleine Meerjungfrau weint nicht um ihren Prinzen

Meine letzte Veröffentlichung in einer Anthologie ("Mängelexemplare und andere makabre Geschichten") liegt noch gar nicht lange zurück, da kann ich schon mit Stolz und Vorfreude die nächste Anthologie mit meiner Beteiligung ankündigen:

Andersens Märchen Update 1.1: Die kleine Meerjungfrau weint nicht um ihren Prinzen

Unschwer zu erkennen: Es wird wieder eine Märchensammlung sein. Diesmal dreht sich alles um die romantisch-tragischen Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen. Dafür schrieb ich eine Neufassung vom "Kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern". Mein Märchen ist (wie konnte es anders sein?) ein Schauermärchen geworden; eigentlich eine Art Sequel, das ein Jahr nach dem Tod des armen kleinen Mädchens ansetzt. In "Schwefelhölzchen" kehrt der Geist des Mädchens zurück und nimmt feurige Rache an jenen Menschen, die einst für seinen Tod verantwortlich waren. Nichts für zartbesaitete Gemüter, nichts für Romantiker und erst recht nichts, um kleinen Kindern vorm Einschlafen vorgelesen zu werden.
Das "Märchen Update" richtet sich an Erwachsene und wird neben meinem Märchen noch weitere Neufassungen, Neuinterpretationen und sonstige Verhackstückelungen der bekannten Märchenstoffe enthalten. Die Anthologie erscheint im Machandel Verlag. Ich bin selbst schon ganz gespannt auf die anderen Autoren und deren Beiträge. Auf Amazon ist das Buch bereits gelistet, kann aber noch nicht vorbestellt werden. Ich warte jetzt jeden Tag sehnsüchtig auf mein Belegexemplar und habe vor, auch von diesem Buch wieder ein paar Exemplare zu bestellen, die interessierte Leser bei mir mit persönlicher Widmung (versandkostenfrei) bestellen können. Na dann, die Spannung steigt!

Donnerstag, 20. Juni 2013

Best of net-Verlag

 "Best of" kennt man vor allem aus der Musik, wenn die besten Stücke eines Musikers oder einer Band auf einem separaten Album zusammengefasst veröffentlicht werden. Aber so etwas gibt es auch bei Büchern, wie ich nun gelernt habe.

Vor kurzem hat der net-Verlag die Anthologie "Best of net-Verlag" herausgebracht. Ich hatte darüber schon kurz hier berichtet. Letzte Woche erhielt ich meine Exemplare mit der Post. Ich muss sagen, so in echt, live und in Farbe gefallen mir die Bücher doch sehr gut. Die knapp 440 Seiten im Hardcover haben eine angenehme Größe (21,5 x 14 cm), die gut in der Hand liegt. Die 39 Geschichten von 32 Autoren stammen aus verschiedenen Anthologien, die beim net-Verlag erschienen sind. Die Themen reichen von Märchen über Abenteuer, Fantasy bis hin zu Horror und Mystery.

Von meinen fünf Exemplaren gebe ich vier an interessierte Leser mit persönlicher Widmung ab. Ein Buch kostet 15,95 EUR. Schreibt mir, wenn ihr gern eines haben möchtet.

Ihr könnt das Buch aber auch hier online kaufen.