Unter diesem Link könnt ihr den Beitrag von mir zur wunderbaren Aktion unter dem Hashtag #WirLesenFrauen finden. Jeden Tag im Dezember sowie bis zum 06. Januar 2020 könnt ihr eine Autorin kennenlernen, erfahrt etwas über ihre Geschichten, ihre Art zu schreiben, wer ihre Vorbilder waren, wie sie sich selbst als schreibende Frau in der Buchwelt einordnen oder auch schlicht, welches ihr bevorzugtes Getränk in der Winterzeit ist.
Und heute, am 08. Dezember 2019, bin ich an der Reihe. Ihr erfahrt, von welchen Autoren und vor allem Autorinnen in meinem Bücherregal die meisten Bücher stehen, ob ich das Schreiben als Hobby oder mehr wahrnehme, woran ich gerade arbeite und was für außergewöhnliches Feedback ich zu meinen Geschichten schon erhalten habe.
Das Ganze ist übrigens mit einem Gewinnspiel verbunden. Einfach mal dem Link folgen, dann wisst ihr, was zu tun ist.
Ich wünsche euch allen einen frohen zweiten Advent und eine weiterhin friedliche, wundervolle Weihnachtszeit!
#WirLesenFrauen - Bitte hier entlang zum allerersten "Türchen" ..., und hier findet ihr mich: KLICK
Probiert den Hashtag #WirLesenFrauen einfach mal aus - auf Twitter, Facebook oder Google. Ihr werdet jede Menge spannender, lohnenswerter Artikel rund um Autorinnen und einige großartige Gewinnspiele finden!
Und hier exklusiv für alle, die an dieser Aktion teilnehmen, eine Leseprobe aus meinem Buch "Dunkle Begegnungen":
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Aus der Geschichte "Schwarzer Nebel"
Tim hatte ins Bett gemacht – zum ersten Mal seit über
einem Jahr. Schuldbewusst sah er seiner Mutter dabei zu, wie sie die nasse
Bettwäsche abzog und dabei die Nase rümpfte. Carolin merkte, was für ein
betroffenes Gesicht ihr Sohn machte, und hielt inne.
»Schatz, nicht traurig sein, ja? Das kann doch mal passieren.« Sie
lächelte ihm zu. Nachdem sie das Bettzeug in den Wäschekorb geworfen hatte,
legte sie Tim einen Arm um die schmalen Schultern und führte ihn ins Bad.
»Jetzt duschst du erst einmal, und dann gibt es Frühstück«,
erklärte sie mit sanfter Stimme. Tim ließ sich widerstandslos helfen. Als er
sauber war und Carolin ihn mit seinem Lieblingsbadetuch trockenrubbelte, sagte
er leise: »Bitte sag es keinem, Mama.«
Carolin sah ihn an. »Natürlich nicht, mein Schatz. Das bleibt unser Geheimnis.«
»Auch nicht Papa?«
»Auch nicht Papa.«
»Und Nina?«
Carolin sagte ernst: »Auch deine kleine Schwester
wird es nicht erfahren. Versprochen.«
Erst beim Frühstück entspannte er sich.
Carolin hielt einen Teil ihres Versprechens gegenüber Tim
nicht ein. Sie erzählte es doch ihrem Mann. Die Sache mit dem Einnässen war
nicht der einzige merkwürdige Zwischenfall mit dem Jungen. In letzter Zeit
wachte Tim fast jede Nacht auf und weinte bitterlich. Manchmal schlafwandelte
er auch.
Erst vorgestern Abend war er ins Wohnzimmer gekommen, wo
Carolin und Stefan vor dem Fernseher gesessen hatten. Als sie ihn ansprachen,
reagierte er nicht, ging zum geklappten Fenster und machte sich daran zu
schaffen, als wollte er es schließen.
»Was tust du da?«, wollte Carolin wissen.
»Der schwarze Nebel muss draußen bleiben«, nuschelte Tim abwesend.
»Er spricht im Schlaf«, bemerkte Stefan leise. »Siehst du, seine Augen sind gar
nicht richtig geöffnet.«
Carolin schüttelte die Gänsehaut ab, die ihr das, was ihr
Sohn soeben gesagt hatte, bereitete. Sie führte ihn weg vom Fenster und
begleitete ihn in sein Zimmer.
Als Tim wieder in seinem Bett lag, drehte er sich zur
Seite, und schon wenige Augenblicke später ging sein Atem tief und ruhig, als
wäre er nie wach gewesen. Er erinnerte sich später an nichts davon.
Als sie Stefan nun erzählte, dass Tim ins Bett gemacht
hatte, runzelte dieser die Stirn, tat es aber mit einem lapidaren Kann ja mal passieren ab.
Carolin wollte es jedoch nicht auf sich beruhen lassen. »Das ist
kein Zufall, Stefan. Das alles macht er erst seit …«
»Oh bitte«, unterbrach ihr Mann sie. »Fängst du schon wieder mit diesem Halloween-Quatsch an?«
»Das ist kein Quatsch«, erwiderte sie ungehalten. »Tim
hatte vor dieser dämlichen Übernachtungsparty keine Albträume, hat nie
geschlafwandelt und ist seit über einem Jahr sauber. Ich hatte von Anfang an
kein gutes Gefühl, ihn da mitmachen zu lassen.«
»Aber es hat ihm doch gefallen. Er hätte uns bestimmt erzählt, wenn
irgendetwas Seltsames vorgefallen wäre.«
»Ich weiß, aber was ist, wenn etwas passiert ist, was Tim vielleicht nicht als
schlimm empfunden hat, was ihn aber unbewusst verstört hat?«,
überlegte Carolin. Tim war vor allem eines gewesen, als sie ihn am Morgen nach
Halloween aus der Kita abgeholt hatten: ungewöhnlich schweigsam. Von dem
quirligen kleinen Jungen, der sonst übersprudelte vor Energie und am liebsten
alles gleichzeitig erzählt hätte, was er erlebt hatte, fehlte jede Spur. Ihre
Fragen nach der Übernachtungsparty hatte er einsilbig beantwortet, und als sie
zu Hause angekommen waren, hatte er gefragt, ob er schlafen gehen dürfe.
Stefan seufzte. »Hast du es im Kindergarten denn angesprochen, wie du es
vorhattest?«
Carolin nickte, winkte aber ab. »Die halten
mich da sowieso für eine überdrehte, überfürsorgliche Glucke.
Selbstverständlich hat die Kramer mich beruhigt und gemeint, das sei in dem
Alter ganz normal und hätte nichts damit zu tun, dass unser Kind eine Nacht in
der Kita verbracht hat.« Ihr schwoll jetzt noch der Kamm, wenn sie sich an das selbstgefällige
Gesicht der Kita-Leiterin erinnerte, als sie ihr versichert hatte, die Kinder
hätten alle wahnsinnig viel Spaß in der Halloween-Nacht im Kindergarten und
dass es stets das Highlight eines
jeden Kita-Abschlussjahres wäre. Frau Kramers Lächeln war nicht echt gewesen.
Stefan riss sie aus ihren Gedanken, als er nachhakte: »Und die
anderen Kinder? Wie geht es denen seit der Übernachtungsparty? Hast du mit
ihren Eltern gesprochen?«
»Ja, mit zwei Müttern, die ich immer treffe, wenn ich Tim und Nina abhole.«
»Und?« Stefan
sah sie fragend an.
»Nichts und«, gab Carolin zu. »Keines der anderen Kinder verhält sich komisch, angeblich
geht es allen gut.«
Bei Martina, der Mutter von Mike, war sie sich nicht
sicher, ob wirklich alles gut war. Martina hatte den Kopf weggedreht, als sie
ihr mit leicht schrill klingender Stimme erklärt hatte, dass Mike die
Halloween-Nacht im Kindergarten gut verdaut hätte. Als dann noch Sylvia
Mertens, die Erzieherin von Tim und Mike, in Hörweite kam, hatte Martina es
plötzlich sehr eilig und verschwand, ihren Sohn an der Hand, fast im
Laufschritt. Aber vielleicht entsprang das auch nur Carolins sensibilisierter
Einbildung, also ließ sie es lieber unerwähnt, schließlich schien Stefan sowieso
schon an ihrem Verstand zu zweifeln.
»Na also. Keine Verschwörung, keine Skandale, alles okay.« Stefan
griff nach seinem Feierabendbier und nahm einen kräftigen Schluck. Für ihn
schien das Thema beendet zu sein.
»Weißt du noch, was Frau Kramer zu uns Eltern sagte, als wir uns an dem
Abend in der Kita von unseren Kindern verabschiedeten?«,
fragte sie schließlich.
Stefan schien zu grübeln, kam aber nicht drauf.
»Sie sagte: 'Sehen Sie sich Ihre Kinder noch einmal genau an, denn morgen
früh werden sie nicht mehr dieselben sein.'«
»Ach natürlich«, antwortete er, »ich erinnere mich. Du weißt aber auch noch, wie sie das
gemeint hat, oder? Sie sprach von Reife und Entwicklung zur Selbstständigkeit.
Abnabelung und so.«
Mittlerweile kam es Carolin so vor, als wäre es ganz
anders gemeint gewesen.
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Ob Carolin wohl recht hat? Was ist wirklich in jener Nacht im Kindergarten passiert? Findet es heraus - in meinem Buch "Dunkle Begegnungen"!





