Posts mit dem Label Ausschreibung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ausschreibung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 20. September 2019

#KGFestival - Der erste und der letzte Satz und das Kurze dazwischen

Für Meara Finnegans wundervolle Idee, die Kurzgeschichte in einem eigenen Festival zu lobhudeln, dem #KGFestival, wurde ich gebeten, mir ein paar Gedanken darüber zu machen, wie ich meine Texte überarbeite, was ich alles damit veranstalte, bevor ich es einsende. Ob ich Tipps an andere Autor*innen geben könnte, die mal an einer Ausschreibung teilnehmen möchten. Ich bin ja nicht nur leidenschaftliche Kurzgeschichtenautorin, sondern auch noch als Lektorin unterwegs – und damit wohl meine eigene strenge Kritikerin Nummer 1.

Tja, und jetzt sitze ich hier und überlege, ob ich in meinem Tun überhaupt ein Muster und eine Art Struktur oder gar Strategie erkennen kann. Auf den ersten Blick würde ich spontan sagen: Nein, es kommt, wie es kommt. Aber nach längerem Nachdenken habe ich doch ein paar Dinge entdeckt, auf die ich besonders achte und die ich beinahe jedes Mal mache, wenn ich eine Kurzgeschichte für eine Anthologie schreibe.

An die Anforderungen halten

Bettina Ickelsheimer-Förster von Shadodex – Verlag der Schatten hat es hier schon ausführlich erläutert, aber ich finde, man kann nicht oft genug darauf hinweisen, deshalb ist das mein erster Tipp für euch:

Die meisten Ausschreibungen für Anthologien geben klare Themen vor und nennen oft noch ein paar weitere Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit die eingereichten Texte eine Chance haben. Dazu gehören so formelle Dinge wie minimale und maximale Zeichenzahl oder das Format, in welchem der Text geschickt werden soll. Dazu gehören aber auch inhaltliche Kriterien. Welche Genres sind zugelassen? Darf Sex enthalten sein? Wie explizit darf Gewalt dargestellt werden? Werden bestimmte Figuren erwünscht oder ausgeschlossen?

Wenn eine Ausschreibung Geschichten über Vampire sucht, die sich explizit nicht von Menschenblut ernähren, dann sollte man eben keine Geschichte über einen Vampir schreiben, der Menschen aussaugt, und sich anschließend wundern, warum man abgelehnt wurde. Manchmal MUSS die Geschichte ein bestimmtes Element enthalten, manchmal MÜSSEN konkrete Begriffe vorkommen. Ich habe von Anfang an immer darauf geachtet, die Vorgaben genauestens einzuhalten, damit ich zumindest aufgrund der Kriterien nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Meiner Kreativität indes hat das nie einen Abbruch getan.

Kürzen, kürzen, kürzen

Auch wenn meine letzten Kurzgeschichten schon Ausmaße angenommen haben, die ein strenger Literat gar nicht mehr als Kurzgeschichten anerkennen würde, ist die Betonung auf Kürze bei einer Kurzgeschichte für mich immer noch das A und O. Zunächst schreibe ich drauflos und versuche, überhaupt erst einmal eine Geschichte hinzukriegen, die Anfang, Mittelteil und Ende hat und mir gefällt und vermutlich auch dem Veranstalter der Ausschreibung gefallen könnte. Aber wenn es ans Überarbeiten geht, fange ich an, im großen Stil zu kürzen.

Gute Geschichten brauchen kein Füllmaterial!

All diese Füllwörter, die „dann’s“, die „ja’s“, die „eigentlich’s“ und „eben’s“ und die überflüssigen „und’s“, die sich bei der Rohfassung im Schreibflow automatisch reinmogeln, fliegen in hohem Bogen raus. Probiert es aus: Eure Sätze funktionieren auch und sogar besser, wenn ihr die Füllwörter weglasst. Es fliegen aber auch Adjektive raus, wenn ich merke, dass sich Sätze viel flüssiger und knackiger ohne sie lesen. Adjektive und Adverbien sind in vielen Fällen nichts weiter als Füllmaterial, das einen gefühlt „nackten Text“ aufrüschen soll, was aber so gut wie nie nötig ist. Finde ich die richtigen Worte, insbesondere Verben, für meine Botschaft, kann ich auf die Adjektive und das ganze Füllmaterial verzichten.

Manchmal müssen bei mir ganze Sätze oder sogar Absätze dran glauben, wenn ich feststelle, dass ich dieselbe Aussage auch wesentlich kürzer machen kann oder – auch das kommt vor – längst in einem Satz davor oder danach treffender gemacht habe. Wiederholung, ob nun von einzelnen Wörtern oder ganzen Aussagen, ist nie gut, für keine Art von Text. In einer Kurzgeschichte ist sie geradezu tödlich, denn sie killt vor allem eins: die Spannung. Und um die geht es in Kurzgeschichten doch irgendwie immer, egal, in welchem Genre.

Kürzen ist wahrscheinlich der wichtigste Tipp überhaupt, den ich geben kann. Ich bin überzeugt, dass jede Kurzgeschichte nur besser wird, wenn man sie kürzt und strafft. Dass man gar nicht viele Worte braucht, um etwas Spannendes zu erzählen, habe ich zum Beispiel durch meine Teilnahme an den monatlichen Mikrofiction-Wettbewerben bei Sweek gelernt. Da darf kein eingereichter Text länger als 250 Wörter sein. Und wie lang waren 99% meiner Beiträge? Richtig: exakt 250 Wörter. Es macht sogar richtig Spaß, eine Idee so lange zu biegen und umzuformulieren, bis sie die 250-Wort-Grenze erfüllt.

Der erste und der letzte Satz

Ich erzähle jetzt sicherlich nichts Neues, wenn ich behaupte, dass für den Einstieg in eine Geschichte nichts so wichtig ist wie ein gelungener erster Satz. Im Grunde gilt das für alle Arten von Geschichten in jedem Genre. Aber gerade in der Kurzgeschichte, wo es, wie der Name schon sagt, um die Kürze geht, sollte der erste Satz sitzen wie die Faust aufs Auge. Mit ihm kann man bereits den Protagonisten einführen und charakterisieren, man kann auf den zentralen Konflikt hinweisen oder etwas über die Atmosphäre verraten, in der die Geschichte spielt. Idealerweise steigt gleich der erste Satz direkt in die Handlung ein.

Kurzum: Der erste Satz darf alles, außer langweilig sein. Er muss Neugier wecken.

Während potenzielle Leser*innen einem ganzen Roman durchaus mindestens die komplette erste Seite oder das erste Kapitel gönnen, bevor sie entscheiden, ob das Buch es wert ist, vollständig gelesen zu werden, sind sie bei Kurzgeschichten nicht ganz so geduldig. Aber da das hier ja ein Tipp für Autor*innen sein soll, die ihre Texte einsenden wollen, ist die erste Leserin nicht die Person, die am Ende das fertige Buch kauft, sondern die Herausgeberin oder Verlegerin.

Bei einer Ausschreibung kommen schnell mehrere hundert Einsendungen zusammen, die alle von den Herausgeber*innen gelesen werden wollen. Was denkt ihr, welche Geschichte die größeren Chancen hat, nicht nur vollständig gelesen zu werden, sondern am Ende auch in die engere Auswahl zu kommen? Die Geschichte, die mit einem harmlosen Satz wie „Es war ein schöner, milder Frühlingstag“ beginnt? Oder vielleicht doch eher die Geschichte, die so anfängt: „Michaels Freude darüber, ein echtes, leibhaftiges Einhorn zu erblicken, währte nicht lange.“ (Das ist übrigens der Beginn meiner Horror-Kurzgeschichte „Die Sache mit dem Einhorn“, mit der ich es nicht nur in die Anthologie geschafft hatte, sondern diese als erste im Buch auch noch eröffnen durfte.)

Übrigens: Den ersten Satz eurer Geschichte müsst ihr nicht als ersten Satz überhaupt schreiben. Ihr könnt den irgendwann ausformulieren, bis er für euch perfekt ist. Das kann auch der allerletzte Schritt beim Schreiben einer Kurzgeschichte sein. Ich selbst schreibe den ersten Satz tatsächlich oft als allererstes, ich brauche den wie einen Leuchtturm in der Nacht, an dem ich mich orientieren kann. Aber ein Muss ist das nicht.

Und der letzte Satz? Richtig, der ist auch wichtig. Wobei ich da mehr vom „letzten Absatz“ sprechen würde. Bei Kurzgeschichten ist das Ende so eine Sache. Sie enden gerne „offen“. Ich persönlich mag offene Enden sehr gern, fast genauso gern wie „Bad Ends“. Kurzgeschichten funktionieren oft viel besser, wenn sie offen oder ziemlich schlecht für alle Beteiligten enden. Die Guten müssen nicht unbedingt gewinnen, der zentrale Konflikt muss nicht eindeutig gelöst werden, oft genug zerbricht der Protagonist einfach daran, auf welche Weise auch immer. Wichtig ist es aber, die Leser*innen mit einem knackigen letzten Satz oder eben Absatz zu verabschieden, damit die Geschichte wirkt, nachhallt und zum Grübeln anregt. Hier mal als Beispiel das Ende meiner Geschichte „Die Gartenpforte“. Darin geht es um ein unheimliches Gartentor, das irgendwie im Zusammenhang mit dem Verschwinden einiger Menschen steht. Das also sind die letzten Sätze dieser Geschichte:

„Während ich zwischen zerbrochenen Blumentöpfen, überlagertem Saatgut und uralten Gartengeräten herumwühle, höre ich ein Geräusch. Quietschend, knarrend, rostig. Nerven zerfetzend. Uralte Scharniere, die schon lange nicht mehr bewegt worden sind. Ich vergesse für einen Augenblick die Schaufel und gehe nachsehen.“

Wie war das noch gleich?
An dieser Stelle noch einmal der Schnelldurchlauf für die Eiligen:
  1. Genau die Kriterien beachten, die bei einer Ausschreibung/einem Wettbewerb für Kurzgeschichten vorgegeben sind.
  2. Kurz, kürzer, am besten.
  3. Genialer erster Satz, raffiniertes Ende.

Alles klar? Dann ab ins Internet, sucht euch die zu euch passende Ausschreibung raus und legt los. Ich wünsche euch ganz viel Erfolg!

Montag, 30. Dezember 2013

Was für ein Jahr - Mein persönlicher Rückblick auf 2013

In diesem Jahr ist wieder viel passiert in der Welt - ich beschränke mich also auf das, was mich aus literarisch-schriftstellerischer Sicht beschäftigt hat. Immerhin hat es da für mich so einige Highlights gegeben, auf die ich nun, am Ende des Jahres angekommen, recht zufrieden zurückblicken kann.


Ich schrieb, ich las, ich bloggte, ich gewann, ich erlebte. Deshalb vorab eine Warnung: Das wird lang, auch wenn ich mich aufs Wesentliche beschränke. :-)

Neue Geschichten

Blind Date

Ein Cyberthriller, den ich für den letzten großen Bookrix-Wettbewerb schrieb. Darin trifft eine junge Frau in einer virtuellen Welt auf einen Typen, der von sich behauptet, ein Dämon zu sein. Sie lässt sich auf sein Spielchen ein und ahnt nicht, welcher Gefahr sie sich aussetzt. Beim Schreiben halfen mir meine eigenen Erfahrungen in der virtuellen Welt von Second Life. Ich konnte mich recht weit vorn platzieren, fürs Siegertreppchen reichte es aber nicht. Dafür erhielt die Geschichte einen Platz in der sehr coolen Anthologie "Mängelexemplare" von Constantin Dupien, die von vielen Genrekennern als eines der Anthologie-Highlights der deutschen Horrorliteratur 2013 bezeichnet wurde.

Redrum kommt nach Hause

Noch ein Wettbewerbsbeitrag. Diesmal ausgerichtet von neobooks. Mein Hauptmotivator war der Umstand, dass Thriller-Bestsellerautor Sebastian Fitzek in der Jury saß. Ich schrieb den Kurzthriller an einem einzigen Abend. Darin nimmt ein Büchersammler den Fahrstuhl, um seinen neuesten Kauf,  eine seltene Ausgabe von Stephen Kings "Shining" abzuholen. Als der Strom ausfällt und der Fahrstuhl stecken bleibt, erlebt der Sammler das nackte Grauen.

Die Brezelfrau

Das Schauermärchen ist meine Neu-Interpretation des Grimm-Märchens "Hänsel & Gretel" und meine erste Geschichte, die ich gezielt für den Self-Publishing-Markt schrieb. Die talentierte Grafikdesignerin F. Riedel lieferte mir das wunderschöne Cover. Ich hatte großen Spaß am Schreiben dieser Geschichte und plane bereits weitere schaurige Neu-Interpretationen.

Der Narrenkönig und Endstation

Das eine ist ein Märchen für Erwachsene, in dem ein Hofnarr notgedrungen die Geschäfte des Königs übernehmen muss, das andere eine deprimierende Scifi-Kurzgeschichte über einen Mann, der zum Sterben ans Ende der Welt reist. Beide Texte entstanden bei so genannten Duellen in einer kleinen, geschlossenen Autorengruppe. Den „Narrenkönig“ kann man bis auf weiteres auf Bookrix nachlesen, die „Endstation“ ist (noch) nicht öffentlich lesbar.

Wettbewerbe, Ausschreibungen und Preise

Mängelexemplare und andere makabre Geschichten

Diese Kurzgeschichtensammlung ist eine meiner Lieblingsanthologien. Warum? Ich liebe das Cover, das von einer Künstlerin gemalt (!) wurde und das die Initialen aller teilnehmenden Autoren enthält. Ich bin ganz stolz, in dieser Anthologie mit solchen Autoren wie Vincent Voss oder Stefanie
Maucher zusammen vertreten sein zu dürfen. Und: Als Opener fand mein  kleines Gedicht "Feuertanz" auch noch Einzug in das Buch. Es darf derzeit übrigens für den Vincent Preis 2013 nominiert werden, nur mal so am Rande erwähnt.

Die kleine Meerjungfrau weint nicht um ihren Prinzen

Dieses Märchenbuch erschien Ende August im Machandel-Verlag und richtet sich an Erwachsene. Es enthält neu interpretierte oder ganz neue Märchen im Stil von Hans Christian Andersen. Von mir ist das Schauermärchen "Schwefelhölzchen" dabei, meine düstere Rachestory vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern. Das Buch ist unglaublich liebevoll gestaltet mit einem sehr schönen Cover und vielen Schwarz-Weiß-Illustrationen im Inneren.

Best of net-Verlag

Der net-Verlag brachte Mitte des Jahres einen Sammelband heraus, in dem all jene Kurzgeschichten versammelt sind, die in den Anthologien, zu denen sie gehörten, die jeweils besten Beiträge darstellen. Ich bin mit "Die Gartenpforte" dabei, nach wie vor eine meiner liebsten Geschichten.

neobooks-Wettbewerb "Wenn es dunkel wird"

Ich kann es bis heute nicht glauben, dass ich mich mit meinem Kurzthriller „Redrum kommt nach Hause“ gegen mehr als 300 Konkurrenten durchgesetzt und den Wettbewerb gewonnen habe. Mein Highlight des Jahres!


Deutscher Phantastik Preis 2013
für Beste Originalanthologie
Ich hatte eigentlich nur ein persönliches Feedback von Juror Sebastian Fitzek haben wollen. Das bekam ich auch - und so viel mehr. Ich erhielt ein Schreibseminar in der Textmanufaktur nach meiner Wahl. Ich habe mich noch nicht entschieden, aber ich will das Seminar auf jeden Fall im nächsten Jahr machen. Dann kommt "Redrum" zusammen mit den Plätzen 2 bis 10 in eine Anthologie mit dem Titel "Hüte dich". Meine erste Publikation in einem richtig großen Verlag! Einziger Wermutstropfen: es ist eine reine eBook-Veröffentlichung. Immerhin werden wir Autoren an den Erlösen beteiligt. Also wird es hoffentlich  ein Bestseller. Oder so. :-)

Deutscher Phantastik-Preis

Dieser Preis für herausragende Werke der deutschsprachigen phantastischen Literatur wird jedes Jahr auf der Dreieich Bucon, die parallel zur Frankfurter Buchmesse stattfindet, verliehen. In der Kategorie „Beste Anthologie“ waren sogar zwei Werke nominiert, in denen ich mit eigenen Geschichten vertreten war: Der „Vampire Cocktail“ und „Wenn das die Grimms wüssten“. Am Ende konnte sich das Märchenbuch aus dem art&words Verlag durchsetzen. Indirekt fühle ich mich also auch als Preisträgerin, auch wenn die Trophäe jetzt den Schreibtisch von Herausgeber Peter Hellinger schmückt (nehme ich an).

Do-it-yourself: Erste Schritte als Self-Publisher 

Zwischenstopp - Dunkle Geschichten

Ich fasste neun Kurzgeschichten und ein Gedicht zusammen und brachte meinen Storyband via neobooks auf den Markt. Später änderte ich die Veröffentlichungsweise etwas und publizierte bei Amazon direkt über KDP, zusätzlich noch bei Beam und Kobo. Neobooks deckt (fast) alle anderen Kanäle ab. Seit Oktober gibt es das Ganze auch noch als Taschenbuch, veröffentlicht über Createspace. Ein Bestseller ist es nicht geworden, aber auch kein Ladenhüter, der ein Mauerblümchendasein führt. Dank guter Vernetzung und Ausnutzung aller kostenlosen Marketingmöglichkeiten (Facebookgruppen, Leserforen, Autorengruppen, Twitter, das eigene Blog) heimste ich einiges an Lob ein und schaffte es immer wieder, das Buch in den Top 10.000 bei Amazon zu platzieren. Andere Selfpublisher lächeln darüber nur müde, aber ich bin ganz zufrieden, und ich muss davon ja auch nicht leben.

Die Brezelfrau

Mein Schauermärchen bekam ein professionelles Cover und durchlief etliche Korrekturen, bevor ich es kurz vor Halloween rausschickte. Es dauerte ein wenig, doch gerade im Dezember erhielt die Geschichte unerwartete, begeisterte Rezensionen und erlangte so einiges an Aufmerksamkeit. Wohl vor allem Weihnachten und den vielen zu diesem Fest verschenkten Christ-Kindles ist es zu verdanken, dass sich das Büchlein mittlerweile auch einigermaßen gut verkauft (was ich eben so unter gut verstehe). Bisher ist das Büchlein nur über Amazon KDP erhältlich, aber das werde ich im neuen Jahr noch ändern.

Gratisaktionen

Nur Dank meiner fünftägigen Gratisaktion für "Das leere Buch" schaffte ich es bis ganz nach vorn im Amazonranking und sammelte bisher 19 gute bis überwiegend sehr gute Amazon-Rezensionen ein. Nach Beendigung verkaufte ich sogar noch eine ganze Weile erstaunlich gut. Aber irgendwann ließ das nach, und mittlerweile verkaufe ich vielleicht fünf Exemplare im Monat. Aber: vor der Aktion verkaufte ich gerade mal ein Exemplar im ganzen Quartal!

Ich denke, man darf Gratisaktionen nicht per se verteufeln, aber sie sind auch nicht die perfekte Lösung. Für mich hat es mehr positive als negative Effekte gehabt, ich habe es auch für das Schauermärchen getan, aber nur für zwei Tage und nach 500 verschenkten Büchern abgebrochen. Ich würde es jedenfalls wieder tun, wenn mein nächstes Self-Publisher-Werk draußen ist.

Rezensionen

Oh ja. Rezensionen sind verdammt wichtig und sollten nicht unterschätzt werden. Sie schmeicheln dem Autoren-Ego, sie motivieren und machen Mut. Sie können potentielle Leser zum Kauf des eigenen Werkes bringen. Das ist mein Fazit aus einem Jahr als aktive Self-Publisherin. Ich habe nicht viele Rezensionen erhalten, aber einige unglaublich gute von Bloggern, die nach meinen Eindrücken eine gewisse Multiplikatorenwirkung haben (können). Insgesamt schrieb ich drei Blogger ganz gezielt an, nur ein Blog sagte zu und schrieb tatsächlich eine Rezi. Die übrigen kamen von ganz alleine auf mich zu bzw. schrieben einfach ihre Rezi, und ich entdeckte die einen Tag später bei Facebook und Co. Womit wir beim nächsten Thema wären.

Erfahrungen mit Werbung in Foren, Facebook & Co.

Was ich gelernt habe: der Spruch "Wer nicht wirbt, der stirbt" ist korrekt, und er trifft auf keinen Bereich so zu wie den der Indieautoren. Aber ich habe auch gelernt, dass nicht jede Form von Werbung überall gleich gut ankommt. Social Web ist toll und eignet sich super für eine kleine Autorin wie mich, die kein Geld für Werbung hat, aber trotzdem auf sich aufmerksam machen will. Jedoch gibt es dort auch Regeln, an die ich mich halten muss.

Wer Facebookgruppen oder Foren beitritt und dort nur Werbung für seine Werke macht, sich aber sonst in keinster Weise beteiligt, der hat schon verloren. Leser sind empfindsame Gemüter. Sie wollen zwar durchaus umworben werden, aber bitte subtil und mehr durch  die Blume und hintenrum. Also nehme ich mir mittlerweile fast täglich die Zeit, mich an Diskussionen zu beteiligen, poste Links zu interessanten Artikeln und versuche, Leuten, die um Hilfe zu irgendeinem Thema bitten, entsprechend Hilfe zu geben. Wenn ich dann mal zwischendurch auf eine neue tolle Rezi zu meinem Buch aufmerksam mache, nimmt mir das keiner übel und bringt mehr Pluspunkte, als hätte ich nur den Link zum Buch und sonst gar nix gepostet.

Eine feine Sache ist es übrigens, sich Autorengruppen und -netzwerken anzuschließen, in denen Gleichgesinnte mit ähnlichen Ansprüchen an Qualität und Originalität zusammenkommen. Qindie ist so ein Netzwerk, und ich bin sehr stolz, dabei sein und das Logo auf meinen Büchern anbringen zu dürfen. Ich drücke Qindie auch für 2014 die Daumen, dass es stetig bergauf geht – Stück für Stück.

Gewinnspiele

Kurz und knapp: Gewinnspiele machen Spaß, aber Arbeit. Also wenn man selbst sie ausrichtet. Ich habe im Frühjahr anlässlich des Tages des Buches an der blogübergreifenden Aktion "Ich schenke Lesefreude" teilgenommen, bei der ich mein Blog in eine große Liste von Blogs eintragen ließ, die alle am selben Tag ein oder mehrere Bücher verlosten. Die Aktion machte Spaß und hatte den angenehmen Effekt, dass ich plötzlich viel mehr Blogbesucher verzeichnen konnte.

Ende des Jahres, kurz vor Weihnachten, startete ich noch eine eigene Gewinnspielaktion. Die Leute mussten in ihren Kommentar schreiben, was es bei ihnen am Heiligabend zu essen geben würde. Leider nahmen nur wenige Leute teil, sodass am Ende nicht einmal zehn Namen im Lostopf landeten.  Dafür freuten sich die drei Gewinner umso mehr über die Bücher, die ich ihnen rechtzeitig vor dem Fest zuschickte.

Ich werde bestimmt auch 2014 Gewinnspiele veranstalten. Wie genau die aussehen werden, überlege ich mir noch genau, denn mittlerweile gibt es so viele Gewinnaktionen von Bloggern und Autoren, dass man sich auch da etwas Besonderes einfallen lassen muss, um aus der Masse hervorzustechen.

Mein Stapel gelesener Bücher

Gelesen habe ich weit mehr Bücher, doch diese hier sind meine Lesehighlights 2013.

Alexander Odin - "Pandämonium"

Mein Überraschungshit des Jahres. Kostenlos abgestaubt, nix erwartet, in einem Rutsch durchgelesen und sehr begeistert.

Anonymous - "Das Buch des Todes"

Als Bourbon-Kid-Fan, der ich bin, ein absolutes Muss. Das Buch ist geil und schreit geradezu nach einer Verfilmung durch Quentin Tarantino. Mindestens.

Justin Cronin - "Die Zwölf"

Die epische Fortsetzung von „Der Übergang“. Dystopischer Horror allererster Klasse.

Madeleine Roux - "Sie kommen!"

Zombieapokalypse aus Sicht einer Bloggerin. Erfrischende, packende Bereicherung des Genres, das ich immer noch für mich entdecke.

Michael Dissieux - "Die Saat der Bestie"

Dissieux ist ein Meister, wenn es darum geht, Weltuntergangsstimmung zu verbreiten. Trostloser und gruseliger kann eine von Menschen verlassene Welt gar nicht mehr sein. Atmosphärisch dicht und verdammt spannend.

Fred Ink - "Wurmstichig"

Für mich die Indie-Entdeckung des Jahres. Die Novelle ergatterte ich in einer Gratisaktion und war komplett begeistert. Großartiges Cover, abartiger Horror, gespickt mit schwarzem Humor und einem Protagonisten, der so unsympathisch ist, dass man ihn einfach ins Herz schließen muss.^^ An Ink bleibe ich dran.

Rona Walter - "Gläsern"

Ein Schauermärchen im Gothic-Style, das Motive aus Schneewittchen und Blaubart geschickt miteinander verwebt. Herrliche Sprache, angenehm eingestreuter Humor und sehr liebenswerte Charaktere. Absolut empfehlenswert.

Anthologie "Diabolos"

Eine der besten Anthologien des Jahres. Ich ging darauf ausführlich in einer Rezension auf meinem Blog ein. Lauter fiese, gruselige, abartige, unterhaltsame Kurzgeschichten von deutschsprachigen Autoren. Dazu das mit Abstand geilste Cover, das ich 2013 auf einem Buch sah. Meine Lieblingsgeschichte ist „Wie die Lemminge“ aus der Feder von Torsten Scheib.

Anthologie "Mängelexemplare"

Meine Lieblingsanthologie 2013. Nicht nur, aber auch, weil ich selbst dabei bin. Weitere Gründe nannte ich bereits oben.

Und sonst so

Regina Mengel & ich auf der Knaur Messeparty 2013

Das waren ja immer noch nicht alle Highlights! Als da wäre die Frankfurter Buchmesse, über die ich ja ausführlich berichtete. Nicht zu vergessen die Knaur Messeparty, die mir so viel Spaß bereitet hat. Davon präsentiere ich hier übrigens ein Beweisfoto: Regina Mengel und meinereiner am Eingang zur Party vor dem „Knaur-Stern“. Schön war’s!

Und in der Zeitung war ich ja auch! Mit einem richtig großen Portraitartikel und einem ordentlichen Foto von mir. Das Ganze erschien in der Offenbach Post, leider nur im Lokalteil für Dietzenbach und leider nicht online und leider genau in der Woche, in der ich im Urlaub war, sodass es insgesamt etwas unterging. Aber cool fand und finde ich es trotzdem.

Außerdem schnupperte ich im August 2013 zum ersten Mal "Bühnenluft", als ich beim Fechenheimer Literaturfestival aus meiner Kurzgeschichte "Der perfekte Cocktail" live vor Publikum vorlesen  durfte. Grit Richter vom Art Skript Phantastik Verlag, die diese Lesung organisiert hatte, hat das Ganze ausführlich und mit Bildern auf ihrem Blog dokumentiert. War toll und hat mir Lust auf mehr gemacht.

Ausblick auf 2014

Nanowrimo

Ich habe es mir ganz fest vorgenommen. Den Nanowrimo 2013 ließ ich schweren Herzens ausfallen, weil mir nicht nur die Zeit fehlte, sondern auch der passende Plot. Für den nächsten Nano habe ich bereits jetzt eine reizvolle Idee, die ich in aller Ruhe auszubauen gedenke, um sie dann im November 2014 zu schreiben. Ich ahne zwar, dass 50.000 Wörter nicht reichen werden, um die ganze Geschichte zu erzählen, aber ich hätte dann zumindest eine Rohfassung, an der sich weiterarbeiten lässt.

Ausschreibungen und Wettbewerbe


Fechenheimer Literaturfestival

Ich liebäugele mit dem MDR Literaturwettbewerb. Dummerweise endet die Frist schon am 31.01.2014. Ob das noch was wird? Ansonsten schaue ich mal, was sich noch so ergibt. Wettbewerbe mit einigermaßen vernünftigen Vorgaben trieben mich bisher immer zu kreativen Höchstleistungen. Also selbst wenn ich keinen Blumentopf gewinne, hätte ich auf jeden Fall eine weitere schöne Kurzgeschichte in meinem Repertoire.

Neue Geschichten

2014 wird mein Jahr der Schauermärchen. Das erste ist bereits fertig konzipiert und wird Anfang des Jahres geschrieben. Ideen für weitere Schauermärchen liegen schon in meiner geistigen Schublade und werden rausgeholt, sobald ich dafür Luft habe. Mein Romanprojekt „Vincents Treppe“ würde ich auch gern vorantreiben. Und dann ist da diese Idee für einen neuen Roman, den ich im Rahmen des nächsten Nanowrimo schreiben möchte. Wenn er wirklich zustande kommt, hätte ich eine Art Horror-Chicklit-Romantasy-Crossover in der Hand.

Veröffentlichungen

Es ist mir zum ersten Mal passiert, dass ich mich nicht um einen Platz in einer Anthologie bewerben musste, sondern dass der Herausgeber mich eingeladen hat, daran mitzuwirken. Meine düstere Scifi-Kurzgeschichte „Endstation“ hätte einen sicheren Platz in dem geplanten Buch – es sei denn, ich kriege meine alternative Geschichte, die sich der Herausgeber wünscht, vorher fertig. Da das Konzept dafür bereits steht, sollte es also am Ende tatsächlich die Alternativgeschichte in diese Anthologie schaffen.

Am 14. Januar 2014 wird auch „Hüte dich“ erscheinen, die Anthologie, die aus dem neobooks-Wettbewerb hervorgegangen ist, den ich im September 2013 gewann. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich das eBook auf dem Markt schlagen wird und drücke mir und meinen Mitautoren fest die Daumen.

Ebenfalls geplant ist mein Märchenbuch für Erwachsene, das ich wieder als Self-Publisher veröffentlichen will. Rein sollen all jene Märchen, die ich schon geschrieben habe: „Die Brezelfrau“, „Vom Mädchen mit der roten Kappe“, „Schneewittchen und die sieben Räuber" und „Der Narrenkönig“. „Schwefelhölzchen“ darf (noch) nicht, weil ich die Exklusivrechte dafür zwei Jahre an den Machandel-Verlag abgetreten habe. Dann schaue ich mal, welche bösen Neu-Interpretationen ich noch so verbrochen kriege. Auf jeden Fall sollen es Schauermärchen werden, also nix für zarte Gemüter und nicht für Kinder.

SuB

Mein Lesejahr 2014 startet furios: Unterm Weihnachtsbaum lag „Dr. Sleep“ von Stephen King. Ich habe auch schon reingelesen – sensationell. Ansonsten werde ich wohl einige eBooks „abarbeiten“, die ich bei Gratisaktionen erworben habe. Alles aus dem Horrorgenre, die meisten von deutschsprachigen Autoren. Überhaupt lege ich mein Hauptaugenmerk auf deutschsprachigen Horror und Phantastik, denn es ist wirklich enorm, was für Qualität und Kreativität von dort kommt – ob nun Verlagsveröffentlichung oder Indie-Publikation.

Schlusswort

Nicht wahr? Ist lang geworden. Aber ich hatte euch eingangs gewarnt. Deshalb nur ein ganz kurzes Schlusswort: 2013 war für mich ein phantastisches Jahr, und ich weiß gar nicht, ob und wie ich das in 2014 übertrumpfen kann. Aber ich freue mich sehr auf das neue Jahr und auf all die Projekte, die ich in Angriff nehmen möchte.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich wünsche euch Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und vor allem immer Zeit für ein gutes Buch!

Man liest sich.


Dienstag, 29. Oktober 2013

Redrum kommt ... ganz groß raus!

Ist es wirklich schon so lange her, dass ich hier im Blog meinen Kurzthriller Redrum kommt nach Hause vorgestellt habe? Doch, ich habe gerade nachgesehen: das war im Juni. Seitdem ist verdammt viel mit dieser Geschichte passiert. Wo fange ich an? Am besten hiermit:
 
Redrum hat den neobooks-Wettbewerb "Wenn es dunkel wird" gewonnen! Meine Geschichte konnte sich gegen mehr als 300 Mitbewerber durchsetzen und überzeugte die Jury, in der unter anderem der angesagte deutsche Bestseller-Thrillerautor Sebastian Fitzek saß. Zwei Tage vor der offiziellen Bekanntgabe wurde mir das Ergebnis schon neobooks-intern mitgeteilt, und man bat mich um Stillschweigen. Könnt ihr euch das vorstellen? Ich durfte zwei Tage lang nix sagen? Im Nachhinein waren das die schlimmsten zwei Tage meines schriftstellerischen Daseins! Natürlich erzählte ich es meiner Familie und ein paar Kollegen, aber weder bei Facebook noch bei sonst einem Online-Netzwerk verriet ich es. Ich war wirklich brav, aber so wahnsinnig erleichtert, als es endlich, endlich vom Bücher-Magazin und anschließend im neobooks-Blog veröffentlicht wurde! Denn ich schlief extrem schlecht und glaubte langsam, dass es sich nur um einen großen Irrtum handeln konnte - warum sollte ausgerechnet meine Geschichte gewinnen? Die meinten vielleicht Platz 10, aber doch nicht Platz 1?! Doch genau so war es.

Es folgte eine schöne Zeit, in der ich Lob und Glückwünsche aus allen Ecken und Enden entgegennehmen durfte. Einige neobooks-Autoren schrieben mir, auf Facebook machte ich es auch publik und natürlich in diversen Netzwerken und Communities wie Qindie oder Bookrix. Dann kam die Buchmesse und die Messeparty vom Droemer Knaur Verlag. Auch dort wurde ich etlichen Leuten vorgestellt mit dem Satz "Das ist Jana Oltersdorff, die den neobooks-Thrillerwettbewerb gewonnen hat." Schön war's!
 
Mittlerweile liegt mir der Autorenvertrag von Droemer Knaur vor. Ein Teil meines Gewinnes besteht nämlich in der Veröffentlichung in einer Anthologie. Diese wird den Titel "Hüte dich" tragen und voraussichtlich am 14. Januar 2014, also pünktlich zu meinem Geburtstag (ein paar Tage später), als Knaur eRiginal erscheinen, das heißt, als E-Book. Mit mir werden die Geschichten der neun anderen Gewinner veröffentlicht. Das Cover ist toll geworden. Das kann man nämlich schon unter anderem auf Amazon bewundern!
 
Ach ja, ein weiterer Teil des Gewinnes ist ein Autorenseminar bei der Textmanufaktur. Damit muss ich mich langsam mal näher beschäftigen, schließlich möchte ich dieses Seminar gern im nächsten Jahr in Angriff nehmen.
 
Oh, und wisst ihr, was das Beste ist? Ich hatte damals ja geschrieben, dass ich gern wüsste, was Sebastian Fitzek von meiner Geschichte hält. Tja, das Feedback habe ich tatsächlich erhalten:
Meisterhaft klaustrophobische Psycho-Spannung vom ersten Satz an. Mit feinem Sprachgefühl verwandelt Jana Oltersdorff eine alltägliche Situation in einen grauenhaften Albtraum und schafft einen ausgezeichneten Kurzthriller, den man einfach auszeichnen muss. Herzlichen Glückwunsch! Klaustrophobische Psycho-Spannung auf höchstem Niveau!

Nicht wahr? Geht runter wie Öl. Mission erfüllt. *uff*


Montag, 24. Juni 2013

Kurzthriller "Redrum kommt nach Hause"

Auf neobooks.com läuft gerade ein spannender Wettbewerb unter dem Titel “Wenn es dunkel wird”. Gesucht werden Thriller, in Kurzgeschichten von maximal 20.000 Zeichen verpackt, die in irgendeiner Form das Motto des Wettbewerbs verarbeiten.

Ich liebäugelte mit diesem Wettbewerb schon eine ganze Weile. Was mich besonders reizte, war die Tatsache, dass die Jury angeblich JEDEN Beitrag liest. In besagter Jury sitzt Sebastian Fitzek, seines Zeichens Thriller-Bestsellerautor aus Deutschland. Also ich hätte schon gern von Herrn Fitzek persönlich ein Feedback zu meiner Schreibe. Auch die zu gewinnenden Preise sind nicht schlecht: Veröffentlichung in einer Anthologie beim Drömer & Knaur Verlag, ein Schreibseminar, eine Einladung zur Frankfurter Buchmesse, E-Reader, Gutscheine.

Also nahm ich mir an einem einzigen Abend das Thema vor, bastelte mir erst eine Idee, aus der Idee einen groben Plot und schließlich den kompletten Kurzthriller. Nachts um halb zwei war die Geschichte fertig. Zwei Tage später hatte ich sie mehrfach überarbeitet und korrigiert und ein passendes Cover erstellt. Ab damit in den Wettbewerb!

Die ersten Rezensionen flatterten schon rein und klingen durchweg positiv. Irgendwas zu bekritteln gibt es ja immer. Aber die Kleinigkeiten, die von ein paar Kommentatoren moniert wurden, können in einer neuen Überarbeitung ziemlich schnell ausradiert/optimiert/korrigiert werden. Sogar von Marcus Johanus und Axel Hollmann, die beide selbst mit tollen Beiträgen teilnehmen, erhielt ich großes Lob.

So präsentiere ich heute hier mein jüngstes Machwerk:

Redrum kommt nach Hause


Ein Fahrstuhl in einem heruntergekommenen Plattenbau. Zwei Männer, die sich nie zuvor begegnet sind. Plötzlich bleibt der Fahrstuhl stecken, und das Licht geht aus.



Frank sammelt seltene Bücher. Ein besonderes Exemplar will er bei Erwin Trabel abholen, der in einem heruntergekommenen Plattenbau in Frankfurt-Sossenheim wohnt. Den stinkenden Fahrstuhl teilt er sich mit einem Typen, dessen Gesicht unter seiner Kapuze verborgen bleibt. Als ein Stromausfall die Fahrt in den fünften Stock unterbricht und die zwei Männer im Dunkeln festsitzen, bereut Frank es bereits, nicht die Treppe genommen zu haben. Die Hölle muss nicht immer ein Ort voller Flammen und Feuer sein. Manchmal ist sie ein enges, stickiges, lichtloses Loch, randvoll gefüllt mit Finsternis und Wahnsinn.
Wenn ihr nun auch Lust bekommen habt, die Geschichte zu lesen, seid ihr herzlich eingeladen, diesem Link zu folgen. Ihr könnt den Text entweder online lesen oder ladet euch die Geschichte als Epub oder PDF herunter.

Und wenn ihr durch seid, lasst mich wissen, wie es euch gefallen hat!


Sonntag, 30. Dezember 2012

Was ich seit Oktober so getrieben habe

Auweia, mein letzter Eintrag ist schon eine Weile her... Dabei war es alles andere als ruhig in meinem Dasein als Schreiberling. Es gibt eine Menge Neuigkeiten. Was sonst noch los war? Eine Menge, vor allem viel Gutes rund um meine Geschichten ist passiert. Wo fange ich an? Am besten der Reihe nach.

Willkommen in Crystal Creek wird gedruckt!


Bild: Constantin Sauff
Am 31. Oktober 2012, an dem passenderweise auch das schaurig-schöne Halloween gefeiert wird, erfuhr ich, dass meine Gruselgeschichte "Willkommen in Crystal Creek" zu den drei besten Einsendungen für die Anthologie "Sarturia Macabre II" gehört, die irgendwann Anfang des neuen Jahres im Sarturia Verlag erscheinen wird. Der Herausgeber Constantin Sauff schreibt selbst gern gruselige Kurzgeschichten und hat die Texte für seine Anthologie persönlich ausgewählt. Ich habe mich darüber riesig gefreut. Momentan läuft der Lektoratsprozess wohl auf Hochtouren, wie Sauff in einem Interview verlauten ließ. Auch vom Cover gibt es schon Neuigkeiten. Von allen Autoren wurden die Initialen auf dem Cover verewigt, das von einer Künstlerin mit Tusche und Pinsel, so richtig alte Schule gemalt worden ist. Könnt ihr mich darauf entdecken? Ist noch nicht die endgültige Version, aber die Richtung finde ich extrem geil. Ich freue mich riesig auf diese Anthologie!


NaNoWriMo 2012

Was das ist? Na, der National Novel Writing Month natürlich! Ich kann ja nun auf Insider machen, denn ich war in diesem Jahr dabei. Ziel dieser von Amerikanern ins Leben gerufenen Aktion ist es, innerhalb von 30 Tagen im November eine zusammenhängende Geschichte von 50.000 Wörtern zu schreiben. Am Ende hat man im Idealfall einen abgeschlossenen Rohentwurf, an dem man arbeiten kann.
Bis Mitte November dachte ich noch über die Teilnehmer: Ihr seid ja alle verrückt! Aber zwei Tage vor dem Start habe ich mich aus einer total bekloppten Spontanlaune heraus auch angemeldet und das, obwohl ich so gut wie nichts vorbereitet hatte. Ich hatte lediglich eine grobe Idee und mir schon mal Gedanken über den Protagonisten gemacht. Mein Roman basiert lose auf meiner Kurzgeschichte „Die Treppe“, aber je länger ich daran schrieb, desto mehr entfernte ich mich von der Grundidee. Es geht irgendwie immer noch um eine Treppe, die zu einem Weltentor führt. Aber viel mehr ist von der Kurzgeschichte nicht mehr übrig im Roman. Jedenfalls habe ich mit Hängen und Würgen die magische Grenze von 50.000 Wörtern am letzten Tag im November überschritten und bin darauf immer noch total stolz.
Dank NaNoWriMo habe ich mich endlich überwunden und mich an etwas längeres als „nur“ Kurzgeschichten herangetraut. Ich will auch im nächsten Jahr wieder mitmachen und kann diese Erfahrung nur jedem empfehlen.

Märchenbuch "Und wenn sie nicht vergessen sind"

Hierbei handelt es sich um ein spannendes Projekt von den Bookrix-Autorinnen "Melodiederfinsternis" (Jennifer Jäger) und "Smaragdscherben" (Alea-Louise Mai), die zusammen mit Bookrix den gleichnamigen Wettbewerb veranstalteten. Am Ende wurden 20 Märchen ausgewählt, die zusammen in einem Sonderdruck veröffentlicht werden sollen. Das Besondere: Jedes Märchen wird individuell illustriert. Und das Beste: mein Märchen "Schneewittchen und die sieben Räuber" hat es geschafft und ist dabei! Ich darf mich als eine der Gewinnerinnen auf mein persönliches Freiexemplar des Sonderdrucks freuen. Bis dahin wird es aber sicher noch eine Weile dauern. Momentan durchlaufen die Beiträge Korrektorat und Lektorat und die Illustrationen selbst werden sicher den größten Anteil am Arbeitsaufwand innehaben. Auf das Ergebnis bin ich jedenfalls richtig gespannt!

LeseBlüten Weihnachtszauber 2012

Die Anthologie vom piepmatz Verlag ist kurz vor Weihnachten erschienen. Ich erhielt meine zehn Exemplare einen Tag vor Heiligabend, also pünktlich zum Fest. Worüber ich mich ganz besonders freue, ist die Platzierung meiner Geschichte "Weihnachtsmann in Nöten". Sie ist nämlich die allererste Geschichte in dem liebevoll gestalteten Buch, das neben vielen Geschichten auch Gedichte und Rezepte zum Fest enthält.

"Vampire Cocktail" und "Wenn das die Grimms wüssten"

Beide Anthologien scheinen sich auf dem deutschen Büchermarkt recht gut zu behaupten. Ich verfolge natürlich bei allen Anthologien, in denen ich vertreten bin, über meine Autorenseite auf amazon.de den Status, was die Verkaufszahlen und die erhaltenen Rezensionen angeht. Für das Märchenbuch fallen die wenigen abgegebenen Kommentare recht gemischt aus, was aber eben an der Mischung im Buch selbst liegt. Bei 86 Märchen von fast genauso vielen verschiedenen Autoren schwankt die Qualität von Beitrag zu Beitrag einfach und auch die Art und Weise, wie jeder von ihnen sein Märchen erzählt, trifft eben nicht jeden Geschmack. Trotzdem hat uns Autoren der Herausgeber über den Druck von Neuauflagen informiert - die ja nicht gedruckt werden, wenn sich ein Buch nicht verkauft. Möglicherweise erlebt die Anthologie im offiziellen Grimm-Jahr 2013 noch einen richtigen Hype, wer weiß? "Vampire Cocktail" zielt auf eine offensichtlich kleinere, wählerische Zielgruppe, denn noch kauft man die Exemplare der ersten Auflage. Aber immerhin, die Herausgeberin informierte uns vor Weihnachten, dass die Herstellkosten so gut wie reingeholt werden konnten, was für eine erste Veröffentlichung aus einem gerade erst gegründeten Verlag, noch dazu eine Anthologie, ein ziemlich gutes Ergebnis ist. Ich selbst habe ja nichts von den Verkaufszahlen, schließlich beziehe ich kein Honorar, aber ich freue mich immer wie ein Schneekönig, wenn ich sehe, dass "meine" Bücher wieder im Amazon-Ranking hochgeklettert sind oder wenn ich eine neue positive Rezension zu ihnen irgendwo im Internet entdecken kann.

Ihr seht, das letzte Quartal des Jahres 2012 hielt noch einmal ein paar richtige Highlights für mich bereit! Auch für das neue Jahr habe ich mir einiges vorgenommen, doch dazu ein anderes Mal.

Nun bleibt mir nur noch zu wünschen: Guten Rutsch und Gesundheit, Glück, Schaffenskraft und Kreativität für das neue Jahr!

Mittwoch, 29. August 2012

Waren Sie schon in Crystal Creek?


 

Ist immer eine  Reise wert. Die mögen dort Touristen. Haben sie richtig gern. Zum Fressen gern. Wir verstehen uns.

Das ist der Klappentext zu meiner neuesten Gruselgeschichte "Willkommen in Crystal Creek". Ich habe damit am gerade zu Ende gegangenen Bookrix-Wettbewerb "Reise in eine fremde Welt" teilgenommen und (für mich überraschend) den vierten Platz erreicht. Überraschend deshalb, weil ich wahrscheinlich die einzige Teilnehmerin war, die das Wettbewerbsthema in Form einer Horrorgeschichte umgesetzt hat. Ich hätte nicht erwartet, trotz dieses nicht jedem schmeckenden Genres so weit nach vorne im Ranking zu gelangen, denn es hatten immerhin etwa 70 Beiträge daran teilgenommen.

Worum geht es? Um das noch recht frisch verliebte Pärchen Sylvia und Tobias, das sich auf seinem ersten gemeinsamen Urlaub befindet. Sie reisen gerade mit einem Mietwagen quer durch Kalifornien und Nevada, als Sylvia dieses verheißungsvolle Hinweisschild sieht, das den Weg zum "ancient holy place" Crystal Creek weist. Sie will da unbedingt hin, Tobias hat eigentlich keine Lust, lässt ihr aber ihren Willen und biegt ab.

Wer Backwood Slasher Movies wie "The Hills have Eyes" kennt, weiß, dass Tobias besser daran getan hätte, seiner Freundin diesen Abstecher auszureden. Ich schrieb die Kurzgeschichte mit solchen Filmen als Vorbild im Hinterkopf und scheine das Thema recht gut umgesetzt zu haben, wenn ich den diversen Kommentaren glauben darf, die Leser unter mein eBook geschrieben haben. Den meisten hat die Geschichte gut bis sehr gut gefallen, viele haben sich richtig gegruselt - das freut mich! Ein paar bemängelten die Vorhersehbarkeit und das Fehlen völlig neuer Ideen. Gelobt haben aber fast alle meinen Erzählstil und die Art, wie ich mit Worten Bilder zu malen vermochte.

Jetzt werde ich den Text schleunigst überarbeiten, denn ich habe vor (wie nicht anders zu erwarten bei mir, nicht wahr?), ihn zu einer Ausschreibung einzureichen. Über die weitere Entwicklung erfahrt ihr hier natürlich!

Neugierig geworden? Lust auf einen kleinen Ausflug? Traut euch! Ein Klick auf's Cover, und ihr seid schon da: Willkommen in Crystal Creek!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Geheimnisvolle Weltentore - Es geht voran

Am Montag erhielt ich meine "Gartenpforte" aus dem Lektorat des net-Verlages. Wenn ich davon ausgehen darf, dass die auf den Seiten des PDFs angegebenen Seitenzahlen bereits denen im fertigen Buch entsprechen, dann ist meine Geschichte der erste Beitrag in der Anthologie! Das freut mich sehr, denn wie ich mir sagen ließ, sind es immer die ersten und letzten Geschichten in Anthologien, die am ehesten gelesen werden. Bestimmt spielte auch die Wahl meiner Geschichte als bester Beitrag eine Rolle bei der Platzierung im Buch.
Jedenfalls habe ich die Freigabe inklusive einiger weniger Änderungswünsche (ja, ich bin Perfektionistin und habe schon wieder ein paar "Fehler" entdeckt) an den Verlag zurückgeschickt. Ich hoffe, das Erscheinungsdatum wird auch bald verraten. Ihr erfahrt es natürlich sofort von mir!

Mittwoch, 4. Juli 2012

Neues zu "Geheimnisvolle Weltentore"

Bild: net-Verlag
Frisch erholt und (stellenweise) gut gebräunt melde ich mich aus dem Sommerurlaub zurück. Gleich drei Neuigkeiten, von denen mich eine ganz besonders freute, habe ich für euch für die kommende Anthologie "Geheimnisvolle Weltentore" des net-Verlages.
Zum Einen erhielt ich vom Verlag das frisch designte Cover für die Anthologie. Sieht ganz hübsch aus, nicht wahr? Auf jeden Fall passt das Motiv gut zum Thema.
Zweitens: Der net-Verlag hat mir freundlicherweise eine eigene Autorenseite auf seiner Website eingerichtet. Die kriegen dort alle Autoren, die etwas beim net-Verlag veröffentlichen, auch wenn es "nur" eine Kurzgeschichte ist. Der Text stammt von mir und das Foto folgt noch, wenn ich es endlich zum Fotografen geschafft habe, um mal ein vorzeigbares Portraitfoto von mir machen zu lassen.
Die dritte und beste Neuigkeit ist die, dass es im Rahmen der Ausschreibung auch noch einen Wettbewerb gab, bei dem die drei besten Einsendungen mit Buchpreisen beschenkt werden sollten. Diesen Punkt hatte ich total vergessen, bis mich die E-Mail mit der Gewinnbenachrichtigung aus dem Verlag erreichte. Meine "Gartenpforte" wurde vom net-Verlag auf Platz 1 gewählt!
Hier alle Gewinner auf einen Blick:
1. Preis: Jana Oltersdorff mit der Geschichte: Die Gartenpforte
2. Preis: Joanna Bäcker mit der Geschichte: A()way in time
3. Preis: Greta Zicari mit der Geschichte: Die neue Zeit
Das hat mich überrascht und zugleich wahnsinnig gefreut. Es ist eine Belohnung für ein ordentliches Stück Arbeit, denn wie ich schon erwähnte, habe ich viel Energie und Zeit in die Entstehung dieser Geschichte gesteckt. Es tut gut, sie dafür am Ende so reicht belohnt zu sehen.
Nun freue ich mich sowohl auf das Erscheinen der Anthologie als auch auf die Zusendung meines "Buchpreises", von dem ich annehme, dass er aus einem oder sogar mehreren Büchern aus dem verlagseigenen Programm des Herausgebers bestehen wird.

Freitag, 15. Juni 2012

Die Gartenpforte


Kurzgeschichte, Mystery, 2011

Zum Lesen einfach anklicken!

Die Entstehung dieser Geschichte hat mich viel Kraft gekostet. Sie liegt mir von allen bisherigen Geschichten am meisten am Herzen. Ich habe sehr viel Arbeit und Zeit hineingesteckt und sie so oft überarbeitet wie keine andere. Fast ein Jahr hat es gedauert, bis sie fertig und ich endlich zufrieden war.
Laut Klappentext erzählt in dieser Geschichte ein Mann namens Theodor nach dreißig Jahren zum ersten Mal, wie seine Frau Theresa verschwand und was die seltsame Gartenpforte mitten in seinem Garten damit zu tun hat.
Dabei hatte ich ursprünglich eine ganz andere Idee im Kopf. Vielleicht sollte ich erst einmal erzählen, was mich inspiriert hat. Als meine Kinder noch kleine Babys waren, ging ich sehr viel mit dem Kinderwagen spazieren. Wir haben bei uns im Ort ein Viertel namens Westend, an dessen äußerem Ende Häuser mit sehr schönen Gärten liegen. Ein Weg führt an ihnen vorbei. Auf der anderen Seite liegen Wiesen, Felder und der Wald. Eine schöne Ecke. Einen Garten habe ich immer ganz besonders geliebt. An ihm hielt ich manchmal an und schaute ihn fasziniert an. Er lag allein auf der Wiesenseite und schien zu dem Haus gegenüber zu gehören. Er war ziemlich verwil
dert, doch das schien mit Absicht so zu sein. Er wirkte wie ein romantisches, verzaubertes Stückchen Erde, auf dem Magie selbstverständlich sein mochte. Ich dachte jedes Mal, wenn es Elfen wirklich gibt, dann findet man sie hier.
Dementsprechend fingen meine Gedanken an zu rotieren. Ich stellte mir den Garten als einen magischen Ort vor, einen Ort, an dem Dinge passieren konnten, der den Zugang zu fremden Welten ermöglichte. Theodor und Theresa waren von Anfang an dabei. Jedoch machte ich aus Theresa anfangs eine Elfe, die unerkannt unter den Menschen lebte, weil sie sich in Theodor verliebt hatte. Ich dichtete eine Nichte dazu, die ihren Sommer bei Theodor verbrachte und hinter das Geheimnis der beiden kam. Aber irgendwie kam ich damit nie so richtig weiter.
Zuerst definierte ich die Sache mit dem Tor. Ich entschied mich dafür, ein richtiges Tor zu verwenden, ebenjene Gartenpforte, die der Geschichte schließlich den Titel verlieh. Um sie noch ungewöhnlicher zu machen, setzte ich sie zusätzlich mitten in den Garten und nicht dorthin, wo Gartenpforten für gewöhnlich sind, nämlich im Zaun, der den Garten umgibt.
Aber das reichte noch nicht. Ich wollte der Geschichte insgesamt eine ganz andere Stimmung verpassen. Es sollte nicht so märchenhaft, sondern eher unheimlich-mysteriös werden. Also musste das mit den Elfen wieder raus. Und dann hatte ich die Idee, die ich am Ende auch genauso umgesetzt habe. Das Gartentor war keine tolle Möglichkeit, sondern eine Gefahr für jeden, der ihm nahe kam, der verrückt genug war, es zu öffnen. Und damit das auch für jeden Leser klar wurde, brauchte ich ein Opfer. Deshalb ließ ich Theresa in dem Tor verschwinden. Um das Ganze noch geheimnisvoller und spannender zu gestalten, schrieb ich die Geschichte wie einen Rückblick. Theodor erhält dreißig Jahre später Besuch von seiner Nichte (könnte aber auch ein Neffe sein…) und erzählt ihr (oder ihm…) die wahre Geschichte. Das gab mir am Ende die Möglichkeit, nach dem ersten Höhepunkt, nämlich Theresas Verschwinden, noch einen draufzusetzen, so dass Theresa nicht das einzige Opfer des unheimlichen Gartentors bleibt.
Ich habe die Geschichte auf Bookrix hochgeladen und sie dann noch einmal überarbeitet, weil ich immer noch Makel entdeckte. Mittlerweile bin ich an dem Punkt angelangt, an dem ich entschieden habe, dass sie fertig ist.
Die hier vorliegende Version habe ich zu einer Ausschreibung des Net-Verlages mit dem Thema „Weltentore“ eingesandt. Vor kurzem erhielt ich die gute Nachricht, dass sie angenommen wurde und demnächst in der Anthologie "Geheimnisvolle Weltentore - Band 1" erscheint.

Montag, 11. Juni 2012

Noch mehr gute Nachrichten

Es fühlt sich schon gut an, wenn man von einer Geschichte weiß, dass sie veröffentlicht wird. Wenn man aber wenige Tage später erfährt, dass NOCH EINE Geschichte in eine weitere Anthologie aufgenommen wird, dann ist das absolut fantastisch!
Ja, ihr lest richtig: Eine weitere meiner Kurzgeschichten hat es in eine Anthologie geschafft! Diesmal handelt es sich um die Mystery-Kurzgeschichte "Die Gartenpforte". Sie wird im Net-Verlag in der Anthologie "Geheimnisvolle Weltentore" erscheinen. Gerade habe ich den Vertrag erhalten und warte dann auf die Druckfahne. Auf der Website des Verlages wird mir auch eine kleine Autorenseite eingerichtet. Ich halte euch natürlich hier auf dem Laufenden und stelle auch die Gartenpforten-Story mal ausführlich vor. Ihr könnt sie übrigens derzeit kostenlos auf BookRix lesen. Klickt dazu einfach auf das Cover rechts.
Das ist alles so toll und gibt mir genug Motivation und Mut, mich endlich an etwas Größeres zu wagen. Mehr will ich an dieser Stelle noch gar nicht verraten, doch vielleicht, wenn alles gut läuft und ich durchhalte, wird es im Lauf des nächsten Jahres eine Geschichte von mir zu lesen geben, die ein eigenes Buch füllt und weit über das Format einer Kurzgeschichte hinausgeht.

Montag, 4. Juni 2012

"Der perfekte Cocktail" hat es geschafft!

Ich freue mich so und muss das unbedingt mit euch teilen:
Meine Kurzgeschichte "Der perfekte Cocktail", die ich extra für die geplante Anthologie "Vampire Cocktail" des Art Skript Phantastik Verlages geschrieben hatte, ist angenommen worden! Ich hatte es mir so sehr gewünscht und wäre wohl wirklich enttäuscht gewesen, wenn ich es nicht geschafft hätte.
Gestern erhielt ich die erlösende E-Mail mit der tollen Nachricht. Insgesamt haben es nun doch 16 statt der ursprünglich angekündigten 8 Geschichten in die Anthologie geschafft. Ich nehme an, dass die Texte jeweils doch deutlich unter dem Wörterlimit lagen, so dass insgesamt mehr Beiträge aufgenommen werden konnten. Nun warte ich auf den Vertrag und die lektorierte Fassung und sobald ein Erscheinungstermin feststeht oder es sonstige Neuigkeiten über dieses Thema gibt, werde ich hier darüber berichten.
Das fertige Cover sieht auch Klasse aus, finde ich. So schön nostalgisch-jugendstilmäßig, passt perfekt, wie ich finde.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Vampire Cocktail

Fast einen Monat habe ich an meiner neuen Kurzgeschichte herumgefeilt, bis ich heute Abend entschieden habe, dass sie reif ist für die Versendung. Die neue Geschichte trägt den Titel "Der perfekte Cocktail" und ich habe mich damit soeben um einen Platz in der geplanten Anthologie "Vampire Cocktail" des noch recht neuen Art Skript Phantastik Verlages beworben.

Gesucht werden Kurzgeschichten, die dem Genre Dark/Urban Fantasy zugeordnet werden können und in denen sowohl mindestens ein Vampir als auch ein Cocktail vorkommen. Ich finde das Thema Vampire ja eigentlich mittlerweile mehr als ausgelutscht, den Hypes um Twilight & Co. sei Dank. Doch das hier vorgegebene, sehr konkrete Thema weckte zum Glück meine Kreativität. Das Schreiben hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.

Da ich ja meine phantastischen Kurzgeschichten mit Vorliebe im Rhein-Main-Gebiet ansiedele, spielt auch meine Vampircocktail-Geschichte hier, und zwar in Frankfurt am Main, wo Harry Petersen, der Besitzer einer beliebten Cocktailbar und waschechter Vampir, mit Sorgen und Nöten und dem unangemeldeten Besuch einer Lebensmittelkontrolleurin kurz vor seiner exklusiven Bucket of Blood Party nur für Vampire zu kämpfen hat.

Ich hoffe, die leichtfüßige Erzählweise und der ironisch angehauchte Grundtenor erfüllen die Erwartungen und Ansprüche des Verlages. Da ausschließlich bisher nicht veröffentlichte Texte teilnehmen dürfen (auch nicht online), kann ich euch heute keinen Link zu meiner Geschichte anbieten. Ich bitte euch aber trotzdem um kräftiges Daumendrücken, denn in diese Anthologie würde ich es wahnsinnig gern schaffen.