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Montag, 23. März 2020

Buchtipp: "Fressen oder gefressen werden" von Thomas Williams

Zombiefans aufgepasst! Wenn ihr Lektüre mit Untoten mögt, wird euch die Zombie Zone Germany vielleicht längst ein Begriff sein. Unter diesem Titel veröffentlicht der Amrûn Verlag schon seit ein paar Jahren eine Reihe, in der Deutschland von der Zombieapokalypse heimgesucht wird. Es gibt inzwischen zwei Anthologien und eine Reihe von Novellen bzw. Kurzromanen. In der ersten Anthologie, mit der die ZZG begann, werde ich sogar namentlich erwähnt - in der darin enthaltenen Kurzgeschichte von Vincent Voss.

Am vergangenen Wochenende habe ich mir eine der Novellen vorgenommen, die einer meiner aktuellen Lieblingshorrorautoren, Thomas Williams, geschrieben hat. Er hat das große Thema Zombies in Deutschland von einer speziellen Seite beleuchtet, und interessanterweise treten die geliebten Untoten dadurch nur als Randfiguren in wenigen Schlüsselszenen in Aktion. Bei Williams geht es nämlich um Kannibalen. Dass die Überlebenden einer Zombieapokalypse irgendwann anfangen, ihren Mitüberlebenden sehr schlimme Dinge anzutun, wissen Kenner des Genres schon lange. Hier also fressen sie die Mitüberlebenden auf. Mitten in ein Nest von Kannibalen geraten die Protagonisten Natalie und der Doc. Die zwei haben sich unter widrigsten Umständen getroffen und retten seitdem einander das Leben auf der Flucht aus dem abgeriegelten Deutschland. Nun sind die Untoten und der Weg raus aus der ZZG erst einmal zweitrangig, denn ab sofort gilt das Motto "Fressen oder gefressen werden".

Ich liebe Williams' Humor, der in jeder seiner Geschichten mal mehr, mal weniger stark durchblitzt. Auch in "Fressen oder gefressen werden", das im Großen und Ganzen recht ernst und durchgehend spannend daherkommt, gibt es ein paar Stellen, die mir ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert haben. Highlight ist mit Sicherheit eine Szene, in der ein Mann splitterfasernackt gegen Zombies und Kannibalen antreten muss. Mehr Details verrate ich jetzt nicht, aber ich fand es genial.

"Fressen oder gefressen werden" von Thomas Williams ist ein gut gemachter, actionreicher Zombiekurzthriller, den ich mit großem Vergnügen gelesen habe.

Dafür gibt es von mir gerne 5 von 5 blutigen Metzgermessern.

Am besten holt ihr euch euer Exemplar direkt im Onlineshop des Verlags - bitte hier entlang.

Montag, 14. Januar 2019

Da waren es plötzlich 14 ... Einhörner

Wisst ihr noch? Die Einhorn-Anthologie? Sie erschien im Frühjahr 2017 in einem kleinen Verlag, den es kurz darauf schon nicht mehr gab, weshalb auch das Buch nicht mehr verlegt wurde. Dabei war ich verdammt stolz auf dieses wundervolle, durchgeknallte, abgefahrene Buch mit den wohl wahnsinnigsten Einhorngeschichten, die es bis dato gegeben hatte. Dementsprechend frustriert hatte es mich dann auch, dass es mit der Antho zu Ende ging, bevor sie wirklich loslegen konnte.

Wenig Einhorn, aber schön bunt - das
neue Cover der Einhorn-Anthologie
Doch im letzten Jahr gab es gute Nachrichten für uns Autoren der Anthologie: Ein anderer Verlag hatte Interesse gezeigt. Eine Neuauflage sollte her. Das Ganze hat sich fast noch einmal ein Jahr hingezogen, denn es ging nicht einfach nur darum, dass das Buch eine neue Verlagsheimat bekam. Sämtliche Verträge mit allen Autoren mussten neu verhandelt werden, ein paar Geschichten wurden zurückgezogen, andere kamen neu dazu, ein neues Cover musste her, alle Beiträge wurden noch einmal intensiv lektoriert, so etwas kann dauern, denn schließlich soll es gut werden.

Gestern nun war es soweit. Redrum Books, ein Kleinverlag aus Berlin, der sich einen Namen mit Horrorliteratur der härteren Gangart gemacht hat, hat das neue Cover veröffentlicht und das Erscheinungsdatum Februar 2019 verkündet. Ich bin gespannt auf die neue Version und vor allem auf die neuen Geschichten - ich werde das Buch wohl selbst noch einmal komplett lesen. Was mich vor allem freut, ist, dass die Geschichten meiner werten Kollegen Thomas Williams und Torsten Scheib weiterhin mit von der Partie sind und dass meine Story "Die Sache mit dem Einhorn" das Buch wieder eröffnet.

Merkt euch also schon einmal das neue Cover und vor allem den (leicht abgeänderten) Titel:

14 Shades of Unicorns

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden, sobald es Neuigkeiten gibt!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

BuCon 2017 - Mein Rückblick

Das BuCon-Mobil
Ich muss mich sputen. Es wurden schon einige Berichte und Fotostrecken zum BuCon 2017 veröffentlicht. Erst heute hat mein lieber Kollege Thomas Williams einen schönen Rückblick auf seinem Blog veröffentlicht. Da wird es jetzt wirklich Zeit für meinen.

Ich ließ mir Zeit und gehörte nicht zu den ersten, die in die Hallen des Bürgerhauses Dreieich-Sprendlingen strömten. Dafür war es am Abend zuvor einfach zu spät geworden (ihr wisst schon: Skoutz Award und so).

Gegen 11 Uhr war ich dann endlich da und lief direkt in Joachim Sohn hinein, was ein Glück war, denn er befand sich schon auf dem Sprung zur FBM, nahm sich aber noch Zeit für ein Gespräch. Als nächstes steuerte ich den Stand von Amrûn an und fachsimpelte erst einmal mit dem Verleger - über Maden und welche Bedeutung sie in der Medizin haben. Ich vermute, das war nicht einmal das seltsamste Gespräch, das an diesem Tag während des BuCons stattfand.

Tommy Krappweis in seinem Element
Von Amrûn nahm ich mir ein Exemplar der frisch erschienenen Horror Legionen 3 mit. In dieser Anthologie sind einige meiner deutschsprachigen Lieblingsautoren vertreten, außerdem waren ein paar von ihnen anwesend. Die Gelegenheit musste ich doch gleich nutzen und machte mich erst einmal auf Autogrammjagd. Am Ende des Tages hatte ich die Unterschriften von Simona Turini, Piper Marou, Bernar LeSton, Torsten Scheib und Markus K. Korb ergattert.

Es ist schon ein Wahnsinn, wen man alles auf dem BuCon treffen kann. Nicht nur viele befreundete Autoren, auch ein paar richtig große Namen der phantastischen Literatur waren wieder dabei, zum Beispiel Markus Heitz oder die Orgel-Brüder. Und diesmal schaffte ich es, mir einen Vortrag von Tommy Krappweis anzuhören. Er sprach über Fantasy und Humor, zeigte anhand von ein paar Beispielen aus seinen eigenen Werken, wie Humor in einer Fantasygeschichte funktionieren kann und machte das auf eine sehr sympathische, unglaublich lustige Art und Weise.

Unterhaltsam war auch das Amrûn-Panel, das ich - genau wie den Krappweis-Vortrag zuvor - zusammen mit Thomas Williams (noch so ein Lieblingsautor) besuchte. Jürgen Eglseer stellte acht Autoren nebst ihrer neuesten Werke vor: Susanne Pavlovic stellte ihren neuen "Feuerjäger"-Band vor. Das Buch ist so ein Klotz, das steht von alleine und enthält mit Sicherheit wieder eine großartige Geschichte. Der erste Teil gewann im letzten Jahr den Deutschen Phantastik Preis. Janika Hoffmann präsentierte ihren Jugendfantasyroman "Drachenkralle". Carolin Gmyrek plauderte über ihre Zombienovelle "Zirkus", die innerhalb des Zombie Zone Germany Universums spielt. Um Zombies geht es auch bei Simona Turini, allerdings eher wissenschaftlich, denn sie verarbeitete in ihrem als Magisterarbeit entstandenen Sachbuch "Sie sind da" Zombies als Figuren in Literatur und Film.
Von links: Jürgen Eglseer, Susanne Pavlovic, Janika Hoffmann, Carolin Gmyrek, Torsten Scheib, Simona Turini,
Christian Günther, Markus K. Korb. Nicht im Bild: Michael Marrak. Zufällig im Bild: BuCon-Organisator Roger Murman

Torsten Scheib lässt es gleich so richtig krachen, denn in seinem Roman "Götterschlacht" geht es um nichts Geringeres als Ragnarök - das Ende der Welt. Christian Günther entführte nach Faar, die fantastische Welt, die er erfunden hat und die er als "Lovecraft mit Äxten" beschreibt. Markus K. Korb stellte seine Geschichtensammlung "Spuk!" vor und nannte die darin enthaltene Kurzgeschichte "Die Quote" als seinen persönlichen Favoriten. Zu guter Letzt - tatsächlich mit Verspätung - erzählte Michael Marrak ein bisschen über seinen "Kanon mechanischer Seelen", eine wahrscheinlich total verrückte Geschichte, die gut 12.000 Jahre in der Zukunft spielt. Das beobachte ich schon eine Weile und habe es vorgemerkt, denn Marrak schreibt hypnotisierend gut.

Mit Thomas Williams beim Krappweis
Danke für den Kaffee!
Ich hatte mir aufgrund meines ohnehin schon irre hohen Stapels ungelesener Bücher ein strenges Bücherkaufverbot auferlegt und dieses auch - bis auf die Horror Legionen - auch eingehalten. Aber auf dem BuCon kann man schon schwach werden. Allein bei Amrûn hätte ich mich um Kopf und Kragen kaufen können.

Also nutzte ich die Zeit lieber, um mit vielen lieben Buchmenschen zu plaudern, herumzualbern, zu fachsimpeln, Kaffee zu trinken und mir noch ein paar Lesungen anzuhören, so auch die von Tom Daut, der auf sehr charismatische Weise in seine dystopische Welt von "Anno Salvatio" entführte.

Ich verbrachte gut neun Stunden auf dem BuCon, aber die Zeit verging wie im Flug. So intensiv, so lustig, so spannend - das war wieder ein echtes Highlight, und ich weiß, ich bin mit diesem Eindruck nicht allein. Wollen wir hoffen, dass die Zeit bis zum nächsten BuCon ebenfalls wie im Flug vergeht.




Regina Schleheck las vom "Dölfchen"

Markus Heitz von oben belauscht

Von Tom Daut mitreißen lassen


Dienstag, 11. April 2017

Die Einhörner sind los!

Seit dem 1. April 2017 machen sie Amazon unsicher. Seit wenigen Tagen auch als Taschenbuch-Ausgabe. 13 Geschichten über das wohl verkannteste Wesen der Fabelwelt. Ja, Einhörner sehen wunderschön aus. Wie sie mit ihrem strahlendweißen Fell und ihrer im Winde wehenden Flauschmähne über grüne, blumengesprenkelte Wiesen stolzieren, wie sie ihr glänzendes Horn in den Himmel recken und anmutig mit den feingliedrigen Hufen scharren.

Aber passt bloß auf! Das ist alles Tarnung! Einhörner sind gemeine, hinterhältige Biester, sie sind gefährlich, sie sind angriffslustig, sie sind böse durch und durch. Einhörner, das sind ... bewaffnete Pferde! Jawohl!

Es wurde wirklich Zeit, dass mit all den Mythen über das sanftmütige Wesen aufgeräumt und die Wahrheit ans hässlich-grelle Licht gezerrt wird.

In der Anthologie "13 Shades of Unicorn" erfahrt ihr alles, was ihr schon immer über Einhörner wissen wolltet, aber nicht im Traum auf die Idee gekommen wärt, es auch zu fragen. Und wenn ihr mit der Lektüre durch seid, werdet ihr diese weißen Biester mit anderen Augen sehen, versprochen!

Hier der offizielle Klappentext:

Wenn ihr in diesem Buch sternenstaubfurzende, regenbogenkotzende, softeiskackende und marshmallowrülpsende Einhörner erwartet, dann legt es am besten gleich wieder zur Seite.
Wie das sooft mit der Wahrheit ist: sie tut weh.
Hier tut sie gleich dreizehn Mal weh, denn ebenso viele Autoren räumen mit Kleinmädchenträumen auf.

Dreizehn Geschichten, von denen jede auf ihre Art ein Fünkchen Wahrheit enthält.
Endlich ist Schluss mit der Verniedlichung der horntragenden Fabelwesen!
Unsere Enthüllungen über die wahre Natur dieser Biester wird die Gesellschaft wie ein Erbeben erschüttern!
Nach der Lektüre dieses Buchs wird nichts mehr so sein, wie es einmal war!

Ladies and Gentlemen ...
Ring frei für einen Blick auf die Welt der Einhörner, wie ihr ihn zuvor bestimmt noch nicht hattet!
Ring frei für
13 SHADES OF UNICORN

Und hier die erlesene Riege der Autoren und ihre Geschichten:

DIE SACHE MIT DEM EINHORN - Jana Oltersdorff

TALYNN - Tobias Habenicht

DER HENGST DER RINGE - Rosa Leber

GRIMMS THEATER - Jane Breslin

»ZUM SCHWARZEN EINHORN« - Annika Leonhardt

DIE NACHT DER FLEISCHFRESSENDEN EINHÖRNER - Thomas Williams

DAS BLUTHORN - Andreas März

DIE GEDRECHSELTEN UNIKATE DES FRANZ Z. - Markus Kastenholz

JONNY GOES NACHTMAHR - Candy Hecht

EINHORN-JOE - A. M. Arimont

DER JÄGER UND DAS EINHORN - Julia Raschke

GOLDEN GLÄNZT DER EINHORNMOND - Jasmin Krieger

DER PROFI - Torsten Scheib

Ich freue mich total, dass Herausgeber Markus Kastenholz und seine nicht minder charmante Verlagspartnerin und Mitautorin Jasmin Krieger meine böse Einhorngeschichte ausgewählt haben. Noch mehr freue ich mich, dass ich wieder mit Torsten Scheib in einer Anthologie veröffentlicht bin. Und am allermeisten freue ich mich, dass es endlich geklappt hat, mit dem genialen Thomas Williams, dessen Kurzgeschichten ich total verehre, in einer Anthologie veröffentlicht zu werden. Mein Dank an Thomas, der zum einen ja der Vater des Gedanken hinter diesem Buch war und zum anderen mich drauf gebracht hat, daran mit einer eigenen Geschichte teilzunehmen.

Es war mir ein großes Vergnügen, und ich bin mir sicher, dass unsere Einhörner die Buchwelt rocken werden!

Gleichzeitig ist es die erste Veröffentlichung des frisch gegründeten Verlags K&K Books. Ich gratuliere euch, Markus und Jasmin, und wünsche euch noch viele weitere spannende und erfolgreiche Buchprojekte. Wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja bald wieder ...

Holt euch "13 Shades of Unicorn" als Taschenbuch oder E-Book.

Ich wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre!

Donnerstag, 30. März 2017

Thomas Williams writes: Schluss mit Glitzer!

Mein Kollege Thomas Williams hat mal erklärt, wie es zu dieser ominösen Einhorn-Anthologie kam, in der ich auch irgendwie mit drinhänge. Und er hat mich sogar lobend erwähnt! <3 p="">


By the way: Ab 1. April 2017 (kein Scherz!) machen die Einhörner Amazon unsicher. Vorbestellen könnt ihr jetzt schon. Aber seid gewarnt: Nach dieser Lektüre werdet ihr Einhörner mit anderen Augen betrachten - misstrauisch, ängstlich und besser mit ordentlich Sicherheitsabstand ...



Thomas Williams writes: Schluss mit Glitzer!: Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass ich mal in einer Einhornanthologie veröffentlicht werden würde, hätte ich wohl geantwortet: &qu...

Montag, 20. März 2017

Ich sehe pinke Einhörner ...

Ihr habt es bestimmt schon mitbekommen:
Bei mir liegen die Einhörner momentan besonders hoch im Kurs.
Das hat seine Gründe.
13 Gründe.
13 Shades of Unicorn.
Das.
Wird.
Die.
Beste.
Anthologie.
Des.
Jahres.
Ohne Scheiß.

Schaut es euch an: