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Mittwoch, 28. Februar 2024

Qindie auf der Leipziger Buchmesse - Mit den Bloody Qindie Anthologien

Vor kurzem habe ich die Lektüre von "Bloody Qindie präsentiert: Gefährliche Bücher" beendet, und zwar mit einem Grinsen. Was für eine großartige Anthologie das wieder geworden ist! Ja, ich weiß, ich bin befangen und kann ja gar nicht anders als zu sagen: Super Buch! Müsst ihr lesen! Schließlich bin ich an dieser Anthologie mit zwei eigenen Geschichten beteiligt. Aber glaubt mir: Es ist wirklich ein super Buch, und ihr müsst das unbedingt alle lesen!

Ich hätte selbst nicht erwartet, dass wir aus dem vermeintlich harmlosen Thema alle so viel herausgeholt und hier den wahren Horror, da die eiskalte Gänsehaut hervorgerufen haben. Jede Autorin, jeder Autor hat das Thema auf seine ganz eigene Weise angepackt und lässt die Leserschaft zukünftig sicher behutsamer, vielleicht sogar misstrauischer mit Büchern umgehen, die plötzlich auftauchen, die einen komisch riechenden Einband haben oder deren Seiten sich erst füllen, wenn man sie durchblättert.

Wenn ihr im März einen Besuch auf der Leipziger Buchmesse plant, lade ich euch herzlich ein, unseren Qindie-Stand in Halle 3 C406 besuchen. Wir werden auch unsere neueste Bloody Qindie Anthologie "Gefährliche Bücher" dabei haben, und ein paar der beteiligten Autorinnen werden persönlich anwesend sein und sehr gern die bei uns erworbenen Exemplare signieren. Auch die bereits erschienenen sieben weiteren Bände unserer Bloody-Qindie-Reihe werdet ihr bei uns finden.

Ein Highlight wird außerdem unsere gemeinsame Bloody-Qindie-Lesung am Samstagabend sein. Wer sich traut, wird von einigen unserer Autorinnen, mich eingeschlossen, Leseproben einiger ausgewählter Geschichten aus unseren Horror-Anthologien zu hören bekommen. Die Kulisse wird wieder atmosphärisch passend, da wird Gänsehaut garantiert! Traut euch, ihr werdet mit Sicherheit eine phantastische Zeit mit uns erleben.



Wir freuen uns auf euch!

Freitag, 27. Oktober 2023

Leserunde für "Bloody Qindie: Gefährliche Bücher" - Jetzt bewerben!

Ich hatte ja versprochen, hier Bescheid zu geben, wenn die Leserunde zu unserer neuesten Bloody Qindie Anthologie losgeht. Also: Bescheid!

Auf Lovelybooks könnt ihr euch noch bis 31. Oktober 2023 um eines von 15 Freiexemplaren bewerben. Oder ihr habt das Buch bereits erworben oder habt es noch vor, dann macht einfach mit und diskutiert mit allen Teilnehmenden sowie den Autorinnen der Anthologie.

Bitte hier entlang: Lovelybooks Leserunde für Bloody Qindie: Gefährliche Bücher

Viel Glück für den Lostopf und viel Spaß bei der Lektüre!


BuCon und Frankfurter Buchmesse 2023 - Kleiner Rückblick

Fast eine Woche ist es schon wieder her, dass ich mich kopfüber ins Buchmessegetümmel gestürzt habe. Da ich direkt danach die hessische Herbstferienwoche für einen Wellnessausflug mit der Familie genutzt habe, komme ich erst heute, gut erholt und ausgeschlafen, dazu zurückzublicken.

Frankfurter Buchmesse

Am Freitag ging es für mich zur FBM. Ich hatte das Glück, ein Fachbesucherticket zu bekommen (danke an den Alea Libris Verlag!), und konnte schon vormittags aufs Messegelände. Als ich nämlich gegen 14 Uhr in der Zwischenebene von Halle 3 runter in den Eingangsbereich blickte, entdeckte ich dort eine richtig große Menschentraube - ab 14:30 Uhr öffnete die Messe für Privatbesucher, und gefühlt waren die meisten schon dort und bereit, die Hallen zu stürmen. Am Nachmittag wurde es zumindest in Halle 3.0 auch extrem voll, wobei ich von genügend Berichten über den Messesamstag weiß, dass ich nur einen Vorgeschmack auf das Chaos erlebt hatte - der aber hatte mir bereits gereicht.

Was erlebte ich alles am Freitag auf der FBM? Nun, ich habe wieder einmal die meiste Zeit in Halle 3.0 verbracht. Ich traf meinen Qindie-Kollegen David Pawn, ein paar der Leute vom PAN-Team und meine liebe Freundin Michaela Harich, die diesmal mit eigenem Stand und ihrem eigenen Verlag Alea Libris am Start war. Dementsprechend gefragt war sie und hatte zwischen den Terminen auch leider gar nicht so viel Zeit. Aber die Freude über unser Wiedersehen war groß, und da auch ihr restliches Standteam zauberhaft und sehr lieb zu mir war (ich bekam jederzeit Kaffee!), verbrachte ich dennoch viel Zeit bei Alea Libris. Besonders groß war meine Freude, Vicky Lubomski nach etlichen Jahren wiederzusehen. Sie ist so eine begnadete Künstlerin, und ich hoffe, ich komme demnächst wieder in den Genuss ihrer Coverdesignskills.

Ich machte auch einen kurzen Abstecher zum Pavillon des diesjährigen Gastlandes Slowenien, lauschte eine Weile an der ARD-Bühne, wo Michel Friedman wieder sehr kluge Dinge sagte. Durch Halle 4.1 schlenderte ich auch, vor allem, weil ich mir diese groß angekündigte Meet-the-Author-Area anschauen wollte. Als ich da war, war alles leer und sah ernüchternd steril aus. Aber immerhin schien es wirklich viel Platz zu geben, falls da mal eine Autorin mit besonders großer Fanbase sitzen sollte, die da dann drängeln würden. Das Wetter spielte einigermaßen mit, sodass ich auf der Agora, also dem Außengelände, noch gemütlich einen Snack unter freiem Himmel genießen konnte.

Als ich gegen 17 Uhr das Messegelände verließ, war ich erleichtert, aus den Menschenmassen entkommen zu sein. Ich bin auch irgendwie ganz froh, den FBM-Zirkus nur als Gast und nur für einen Tag "ertragen" zu haben - Respekt an alle, die als Ausstellerinnen das Ganze die vollen fünf Tage mitgemacht haben!

Buchmesse Convent - die gar nicht mehr so kleine Messeschwester

Oder ist es der Bruder? Immerhin heißt es DER BuCon und nicht die BuCon. Dieser fand wieder am Samstag im Bürgerhaus Dreieich statt. Das Besondere für mich war in diesem Jahr der Umstand, dass ich selbst als Ausstellerin teilnehmen würde. Ich hatte mich für Qindie um einen Tisch beworben und diesen auch tatsächlich bekommen. So traf ich also gegen 9 Uhr im großen Saal ein, wo unser Tisch schräg gegenüber vom Catering stand. Mit schwarzen Tischdecken und passenden Kerzenständern war schnell die passende Rahmendeko geschaffen, um unsere Bloody Qindie Anthologien zu präsentieren. Auf diese wollte ich nämlich den Fokus richten und platzierte um die inzwischen 8 Bände nur wenige ausgewählte andere Titel. Mehr wäre auch gar nicht gegangen, denn so ein Tisch ist schnell voll.

Mit Martina Bauer, die extra für den BuCon angereist war, bekam ich hervorragende Unterstützung für unseren Tisch. Martina ist langjähriges Qindie-Mitglied und schreibt für die Bloody Qindie Anthologien auch fast immer passende Geschichten. So konnten wir uns abwechseln, eine konnte auch mal eine Runde drehen, Pause machen oder am vollgepackten BuCon-Programm teilnehmen, während die andere die Stellung hielt. Wir hätten am Ende des Tages zwar gerne viel mehr Bücher verkauft (wobei der Umsatz doch ganz ordentlich war), aber wichtiger war, dass wir eine Menge Spaß hatten und viele gute Gespräche mit Menschen führen konnten, die bei uns vorbeischauten.

Tatsächlich hatte ich auch einen eigenen Programmpunkt. Um 17 Uhr präsentierte Herausgeber Constantin Dupien die frisch erschienene Mängelexemplare Anthologie-Dilogie (ja, richtig gelesen: eine Anthologie, die aus zwei Bänden besteht). Ich hatte für den Band "Am Ende der Zeit" eine Geschichte  mit dem Titel "Steve und Gypsy" beigesteuert, die ich an anderer Stelle vorstellen werde, und durfte zusammen mit Constantin und einigen weiteren anwesenden Autorinnen die Bücher vorstellen und ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.

Riesig gefreut habe ich mich, Vincent Voss und Arthur Gordon Wolf wiederzusehen. Beide sind begnadete Autoren, besonders von Vincent bin ich ja schon seit etlichen Jahren Fan. Und es war ewig her, seit wir uns das letzte Mal begegnet waren. Und nun sind wir wieder vereint in den Mängelexemplaren von Constantin Dupien. Ein großartiges Gefühl! Neu kennengelernt habe ich die Autorin Sanjina Karma, die mit der neuen Anthologie zur Mängelexemplare-Familie dazugestoßen ist. Sie las eine kurze Passage aus ihrer Geschichte "Idas Augen", die mich total fasziniert hat. Auf dem Foto seht ihr von links: Verleger Jürgen Eglseer (Amrûn Verlag), die Mitautorinnen Lisanne Surborg, Sanjina Karma und mich sowie Herausgeber Constantin Dupien.

Der BuCon war auch sonst in jeder Hinsicht überwältigend. Noch nie gab es so viele Aussteller, nämlich 95 insgesamt, und auch einen Besucherrekord gab es zu feiern. Irgendwann am Nachmittag traf die 1000. Besucherin ein (tatsächlich mit Lena Falkenhagen ein ziemlich prominenter Gast). Irre. Dennoch konnte man durch alle Räumlichkeiten entspannt schlendern, kam an die Tische meist problemlos heran und leicht ins Gespräch mit den Verlegerinnen und Autorinnen, die natürlich wieder zahlreich vertreten waren. Auf die Gefahr hin, dass ich jemanden vergesse, möchte ich trotzdem ein paar liebgewonnene Buchmenschen nennen, mit denen ich wenigstens mal ein paar Worte wechseln konnte: Thomas Williams, Torsten Scheib, Marc Hamacher, Grit Richter, Janika Hofmann, Jeanette Lagall, Emma Marten (unsere charmante Tischnachbarin), Michaela Harich (ja, auch hier war Alea Libris mit eigenem Tisch vertreten), Melanie Lübker, Thomas Heidemann, Claudia Rapp, Thomas Karg, Carolin Gmyrek, Markus Heitkamp, Hanna Nolden und, und, und ...

Besondere Grüße und ein riesiges Dankeschön gehen raus an Katharina Gerlach (Foto rechts). Ohne sie wäre unser Tisch leer geblieben. Katharina ist quasi Qindie-Urgestein und Organisationstalent für unsere Messeauftritte. Sie lagert sämtliche Bücher ein, die wir auf den Messen präsentieren, und hat mich mit allen Exemplaren versorgt, die ich für unseren Tisch benötigte. Katharina war mit eigenem Tisch am Start. Sie schreibt übrigens Märchen, Fantasy und Science Fiction, noch dazu sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Sie ist ein richtiges Multitalent und hatte bei ihrer eigenen BuCon-Lesung am Nachmittag auch begeistern können. Wenn ihr noch nichts von ihr gelesen habt, schaut mal bei ihr vorbei!

Mir bleibt nur noch zu sagen: Danke an das BuCon-Team, danke an alle Besucherinnen, danke an alle, die uns am Stand besucht haben, besonderen Dank an alle, die auch ein Buch bei uns gekauft haben - ihr habt euch hoffentlich alle bei der Lektüre schön gegruselt!

Im nächsten Jahr wären wir mit Qindie gern wieder aktiv dabei, schauen wir mal, ob es wieder klappt. Und wer eigentlich am liebsten Phantastik liest und sich über das Ölsardinengefühl auf der Frankfurter Buchmesse am Samstag geärgert hat: Kommt besser nach Dreieich. Hier gibt es die richtigen Bücher, hier erlebt ihr die Autorinnen hautnah, hier habt ihr Platz und Luft!

Wir sehen uns wieder am Samstag, 19. Oktober 2024, in Dreieich!

Montag, 16. Oktober 2023

Neuerscheinung! Bloody Qindie präsentiert: Gefährliche Bücher: Halloween Special

Pünktlich zur herbstlichen Buchmessezeit haben wir es geschafft und können voller Stolz unsere neueste Bloody Qindie Anthologie präsentieren. Der Titel verrät: Diesmal dreht sich alles um Bücher. Gefährliche Bücher. Unheimliche Bücher. Bücher mit einem Eigenleben. Bücher mit geheimnisvollen Botschaften. Bücher, die mehr als nur die Geschichte erzählen, die in sie gedruckt wurde.

Ich bin diesmal mit zwei Geschichten vertreten. Da wäre zum Einen meine Kurzgeschichte "Das leere Buch". Diese war die allererste Geschichte aus meiner Feder, die jemals veröffentlicht wurde, und zwar im Jahr 2009. Mit dieser Geschichte fing alles an. Umso mehr freue ich mich, sie in leicht überarbeiteter Fassung in unserer Bloody Qindie Reihe präsentieren zu dürfen.

Die zweite Geschichte habe ich erst dieses Jahr extra für unsere Anthologie geschrieben. Sie trägt den Titel "Die Lektüre der alten Dame". Natürlich ist es eine eher unheimliche Geschichte, immerhin kommt ein Geist vor, es kommt sogar ein kompletter Geister-Bücherschrank vor! Doch diesmal wird bei mir kein Blut vergossen, und das Ende ist für meine Verhältnisse doch ziemlich versöhnlich, ja fast schon happy. Aber mehr verrate ich nicht - außer einer kurzen Leseprobe am Ende dieses Artikels.

Bloody Qindie präsentiert: Gefährliche Bücher: Halloween Special

Cover: Katharina Gerlach


Klappentext

Ein geerbtes Buch, das einen eigenen Willen entwickelt …

Ein Tagebuch, das über sehr spezielle Experimente berichtet …

Und ein Buch, das Leben gibt und Nichts verspricht …

Sie denken, Bücher sind einfach nur zum Lesen da? Doch was, wenn ein Buch Wünsche erfüllen kann? Und nicht nur die Guten … Was, wenn das schlichte Öffnen eines Buches einen Dämon entfesselt? Oder jeder Wetteinsatz, den Sie in ein Notizbuch schreiben, gnadenlos eingefordert wird?

Nicht jedes Buch unterhält Sie. In manchen lauert bittere Rache oder der Korrektor des Grauens. Passen Sie also auf, wenn Sie das nächste Mal auf dem Flohmarkt ein Buch erstehen oder ein achtlos liegengebliebenes mitnehmen. Und eines noch: Egal, was ein Buch verspricht, gehen Sie sorgsam mit Ihren Wünschen um.

Bloody Qindie präsentiert zum achten Mal düstere Kurzgeschichten mit und ohne Fantasy. Mit diesen zwölf Geschichten von elf Qindie-Autoren laden wir sie herzlich ein in die Untiefen der gebundenen Seiten. Doch wissen Sie folgendes: „Gefährliche Bücher“ lesen Sie auf eigene Gefahr!

Folgende Geschichten sind enthalten:

Pitch Black Jack – Selma J. Spieweg

Die Welt steht still, wenn die Königin es will – Regina Mengel

Das Tagebuch – Rainer Ruppersberg

Bocore – Martina Bauer

Die Lektüre der alten Dame – Jana Oltersdorff

Lebe dein Buch – Florian Tietgen

Das leere Buch – Jana Oltersdorff

Die Gier nach Macht – Divina Michaelis

Such dich selbst – Lotte R. Wöss

Zeit für ein gutes Buch – Katharina Gerlach

Wünsch’ dir was! – Patricia Strunk

Auf dem Buchmesse Convent am 21. Oktober 2023 in Dreieich werde ich das Buch an unserem Qindie-Tisch präsentieren. Kommt vorbei und holt euch eines der allerersten druckfrischen Exemplare!

Ansonsten könnt ihr das Buch schon bei Amazon käuflich erwerben (eBook und Taschenbuch) und außerdem als eBook in allen Online Shops der Tolino-Gruppe, z. B. bei Thalia.

In Kürze wird auf Lovelybooks dazu auch eine Leserunde starten. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden!

Aber nun wie versprochen die Leseprobe aus meiner Geschichte "Die Lektüre der alten Dame":

Den Bücherschrank auf dem kleinen Platz bemerkte Emma in der zweiten Nacht nach ihrem Einzug. Sie konnte nicht schlafen, weil sich alles noch fremd anfühlte. Also stand sie in der Küche mit einem Glas Wasser und starrte gedankenversunken nach draußen. Von hier oben im zweiten Stock hatte sie einen guten Blick. Die Straße lag verlassen da. Das gelbliche Licht der Straßenlaterne beleuchtete die großen Kastanienbäume. Zwischen ihnen stand er. Ein schmaler Quader, ungefähr so groß wie eine Telefonzelle. Und er schien randvoll mit Büchern zu sein, so viel konnte Emma erkennen.

Sie seufzte. Wie lange war es her, dass sie ein Buch gelesen hatte? Ein angefangener Roman lag auf dem Tischchen neben ihrem Bett. Ein Geschenk ihrer Mutter zu Weihnachten – vor drei Jahren. Seitdem hatte sie darin vielleicht fünfzig Seiten gelesen und es dann … ja, was? Vergessen? Abgebrochen? Die Lust am Lesen war ihr irgendwie verlorengegangen. Aber das Lesezeichen steckte noch an der Stelle, bis zu der sie gekommen war. Sie hatte das Buch gestern erst aus dem Umzugskarton genommen und sorgfältig auf dem Tischchen platziert, als sei es ein Dekogegenstand. Emma wusste noch, dass es ein Thriller von Cody McFadyen war, aber an den Titel oder die Handlung erinnerte sie sich nicht mehr. Sollte sie dieses Buch irgendwann weiterlesen wollen, würde sie wohl noch einmal von vorn beginnen müssen.

Oder sie könnte sich stattdessen etwas Anderes aus diesem Bücherschrank dort drüben holen. Womöglich beherbergte er den einen oder anderen Schatz. Aber nicht mehr heute Nacht. Sie gähnte herzhaft. Endlich spürte sie ein Gefühl der Bettschwere. Sie stellte das Glas neben die Spüle und warf einen letzten Blick nach draußen. Da bemerkte sie eine Bewegung bei einem der Bäume. Neugierig schaute Emma nach draußen. Kurz verschwand eine Gestalt hinter dem massiven Stamm, um gleich darauf wiederaufzutauchen. Es handelte sich um eine ältere Frau, wie Emma im Licht der Straßenbeleuchtung erkannte. Das weiße Haar zu einem Knoten gebunden, die Kleidung dunkel, wahrscheinlich ein Mantel über einem Kleid oder Rock. Die Frau ging nicht besonders schnell. Ihr Rücken war gekrümmt, bei jedem Schritt stützte sie sich auf einen Gehstock.

Vor dem Bücherschrank machte sie halt, öffnete die Tür und bückte sich. Als sie sich wieder aufrichtete, hielt sie ein Buch in der Hand. Sie ging damit zu der Parkbank, die gleich neben dem Bücherschrank stand, nahm darauf Platz und schlug das Buch auf.

Emma stieß mit der Nase an die Fensterscheibe und hinterließ einen kleinen Fettfleck auf dem Glas bei dem Versuch zu erkennen, um was für ein Buch es sich handelte. Welche Art Buch las eine alte Dame mitten in der Nacht im Schein einer Straßenlaterne? Es wollte Emma nicht gelingen, zumal sie inzwischen zu müde warum der Frau weiter zuzusehen. Bevor sie hier noch im Stehen einschlief, ginge sie besser wieder ins Bett. In diesem Augenblick klappte die Alte das Buch zu, stand auf, stellte es zurück in den Bücherschrank und verließ den Platz unter den Kastanien genauso langsam und bedächtig, wie sie gekommen war.

Emma schüttelte den Kopf und konnte sich ein amüsiertes Grinsen nicht verkneifen. Etwas an dem soeben Erlebten berührte sie im Inneren und bekräftigte ihren Entschluss, sich diesen Bücherschrank bei nächster Gelegenheit aus der Nähe anzuschauen.

***


Sonntag, 17. September 2023

BuCon 2023 - Mit Qindie dabei

Ihr Lieben, es ist offiziell: Qindie wird als Aussteller auf dem diesjährigen BuCon, dem Buchmesse Convent, dabei sein!

Seit heute ist die Liste der Aussteller online, und die kann sich wieder sehen lassen. Wir wissen noch nicht, wo genau unser Tisch stehen wird und wer unsere Standnachbarn sein werden, aber so groß ist die Location ja nicht, das passt schon.

So viel können wir heute schon mal ankündigen: Bei uns wird dieses Jahr der Fokus auf die Bloody Qindie Anthologien gerichtet. Passend dazu wird kurz vorher die neueste Bloody Qindie Anthologie "Gefährliche Bücher" erscheinen. Die bekommt natürlich einen extra Scheinwerfer! 😉

Weitere Infos demnächst!

Sehen wir uns in Dreieich?


Mittwoch, 28. September 2022

Neuerscheinung: "Bloody Qindie präsentiert: Dunkle Wasser - Halloween Special"

Schaut mal in den Kalender. Es ist nicht mehr lange hin bis Halloween, und da will die passende Lektüre rechtzeitig ausgewählt werden. Pünktlich vor Start des schönen Monats Oktober haben wir bei Qindie die neueste Anthologie ins Rennen geschickt. Heute ist der siebte Band unserer Grusel-Anthologie-Reihe erschienen, und diesmal nehmen wir euch mit in dunkle Gewässer.

"Bloody Qindie präsentiert: Dunkle Wasser - Halloween Special"

Nach mysteriösen Jahrmärkten, unheimlichen Dörfern, gruseligen Hotels und düsteren Wäldern dreht sich in der neuen Ausgabe alles um das Wasser und die Dinge, die sich unter seiner Oberfläche verbergen. Auch ich habe eine Geschichte beigetragen, in der ein Mädchen etwas am Strand findet und zunächst nicht ahnt, welche Gefahr davon ausgeht.

Hier habe ich für euch erst einmal den Klappentext zur Einstimmung:

Eine Hochzeitsfahrt ins Ungewisse …

Ein zurückgelassenes Kostüm …

Eine Überraschung im Packeis …

Wasser. Lebenselixier. Ort der Erholung. Ein Urlaub am Meer, ein Bad im Fluss oder einfach nur die Füße im nahegelegenen Bach abkühlen, all dies birgt einen ganz eigenen Reiz. Und doch haftet gerade daran auch etwas Unheimliches. Warum sonst fürchten so viele Menschen das tiefe Wasser? Wir wissen nicht, was sich unter der Oberfläche abspielt. Ist es wirklich eine gute Idee mit dem Boot ins Blaue zu fahren? Oder locken wir sie so erst an: die Lebewesen, die uns nicht wohlgesonnen sind? Doch nicht nur im, sondern auch am Wasser lauern Gefahren. Die Wellen spülen sie ans Ufer und nicht immer sind wir in der Lage, Gut und Böse voneinander zu unterscheiden.

Begleiten Sie uns auf unserem Weg durch die Gewässer dieser Welt. Aber entscheiden Sie weise, ob Sie ihrem Forscherdrang nachgeben oder das Ruder in die Hand nehmen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Zum siebten Mal präsentiert Bloody Qindie düstere Kurzgeschichten mit Gänsehautfeeling. Zehn Qindie-Autor:innen laden Sie ein, eine Exkursion ins nasse Element zu unternehmen. Legen Sie sich schon mal ein Handtuch bereit – oder vielleicht doch lieber ein Schwert, denn „Dunkle Wasser“ sind tief!

Und das sind die Geschichten, die euch im Buch erwarten:

Das Ding am Strand – Jana Oltersdorff

Definiere Monster – Katharina Gerlach

legionella roeberdorferis – Divina Michaelis

Der Hai von Sonndorf – David Pawn

Die Nixe vom Schwarzen Grund – Patricia Strunk

Das falsche Element – Martin Hühn

Von Wasser und Verwandlung – Florian Tietgen

Zwischenfall auf See – Patricia Strunk

Ewiges Eis – Lisa-Marie Reuter

Delikatesse – Mika Krüger

Die Braut des Wasserdrachen – Divina Michaelis

Krakenlähmung – Martin Hühn

Der zehnte Kreis – Martina Bauer

Ja, ihr habt richtig gesehen: Diesmal darf ich die Anthologie mit meinem Schauermärchen, einer sehr freien Adaption des bekannten Märchens "Die kleine Meerjungfrau" von Hans-Christian Andersen, eröffnen. Ich hoffe, es wird euch gefallen - wie auch alle anderen Geschichten in diesem Buch.

Und das Cover? Wieder ein Träumchen, oder besser gesagt: Albträumchen, gestaltet von Katharina Gerlach und Jacqueline Spieweg. Ich finde sogar, es passt perfekt zu meiner Geschichte, obwohl das Zufall war.

Und wo bekommt ihr dieses feine Buch für euren Halloween-Lesestoff? Seit heute bei Amazon als E-Book und Taschenbuch, weitere Shops folgen demnächst.

Noch ein Tipp: Haltet auch gern die Augen auf Lovelybooks auf, denn dort werden wir in Kürze eine Leserunde veranstalten und freuen uns über rege Teilnahme!


Mittwoch, 21. September 2022

Nachlese: Buch Berlin 2022

Nach fast drei Jahren pandemiebedingter Abstinenz habe ich am vergangenen Woche endlich wieder Buchmesseluft schnuppern dürfen - auf der Buch Berlin. Diese kleine, feine Buchmesse findet seit einigen Jahren mitten in Berlin statt. Bisher war der November der Messemonat, in diesem Jahr wurde der Termin auf Mitte September vorgezogen. Mir kam das entgegen, und so beschloss ich recht spontan, auch nach Berlin zu fahren - auf meine erste Buch Berlin.

Die Buch Berlin ist eine kleine Messe. Große Publikumsverlage suchte man hier vergebens. Dafür präsentierten sich kleinere und größere Autorenvereinigungen wie PAN, Selfpublisher*innen und Kleinverlage und boten den Besucher*innen neben jeder Menge Lesestoff auch häufig den persönlichen Kontakt zu den Autor*innen und nahmen sich Zeit für Gespräche, Autogramme und Erinnerungsfotots.

Alles spielte sich in einer einzigen Halle auf dem schönen Gelände der Arena Berlin am Treptower Park direkt an der Spree ab. Wer sich hinter der Halle mal kurz frische Luft schnappen oder einen Snack an einem der Foodtrucks essen wollte, konnte das mit tollem Blick über die Spree bis hin zum Fernsehturm tun.

Ich habe das Wochenende sehr genossen. Endlich konnte ich wieder ein paar meiner lieben Qindie-Kolleg*innen wiedersehen und verbrachte mit ihnen viel Zeit am Messestand, der gut besucht war und wo wir wohl auch ordentlich Bücher verkauften - selbst von meinen Titeln, die ja nicht mehr ganz taufrisch sind, gingen ein paar Exemplare über den Tisch.

Ich nahm mir die Zeit, zwischen den vielen Ständen zu schlendern, und traf immer wieder auf alte Bekannte und liebgewonnene Buchmenschen, die ich zum größten Teil seit Jahren nicht mehr gesehen hatte, wie Claudia Rapp oder Melissa David. Einige neue Gesichter waren auch dabei. Manche Menschen kannte ich nur aus dem Internet von gemeinsamen Projekten und ähnlichem, und nun stand ich ihnen endlich gegenüber - live und in Farbe - hallo, Jeanette Lagall!

Besonders freute ich mich, David Reimer persönlich kennenzulernen. Mit dem Science Fiction Autor hatte ich vor gut zwei Jahren an seiner Romanreihe Mars Ultor gearbeitet. Ich war ganz überrascht, ihn in Berlin zu treffen, und auch beeindruckt, wie viele Bücher er an seinem eigenen Stand präsentierte und welche Projekte und Ideen er noch in der Planung hat.

Ein weiteres Highlight war das Sommerfest der Hörbuchmanufaktur am Samstagabend. Die Manufaktur hat ihren Sitz in Berlin-Charlottenburg, und Verlagschefin Ines Zimzinski wollte endlich einmal das Team, die Sprecher*innen und Autor*innen zusammenbringen. Da ja meine Bücher alle dort vertont worden sind, war ich gespannt auf Ines und auf die Gesichter hinter den Stimmen, und da fast jede meiner Geschichten von einer anderen Person eingesprochen worden war, durfte ich einige Leute kennenlernen, wobei längst nicht alle dort waren. Es war auch toll, mal einen Blick ins Studio zu werfen und die Räumlichkeiten zu sehen, wo die Hörbücher entstehen. Wir hatten einen großartigen Abend und unterhielten uns bis spät in die Nacht, und natürlich entstanden dabei auch wieder neue Ideen für weitere spannende Hörbuchprojekte. Darüber werde ich euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

Für mich war das Buch-Berlin-Wochenende eine wunderbare Erfahrung. Ich hoffe und wünsche mir, dass ich das wiederholen kann.

Bilder (von mir):

1 Unser Qindie-Messeteam von links: Patricia Strunk, Katharina Gerlach, ich, David Pawn, Jacqueline Spieweg

2 Der Qindie-Stand befand sich in der Winkelgasse. Alle Gänge hatten statt einer Nummer einen besonderen Namen.

3 Die Bloody Qindie Anthologien und meine Kurzgeschichtensammlungen - die dunkle Ecke am Qindie-Messestand.

4 Impressionen vom Qindie-Messestand

5 Buchmesse-Souvenirs: Anthologie "Gefährten der Nacht", überreicht von David Reimer; Met "Tränen des Ra" von Amandara Schulzke und ein Quietsche-Einhorn, gewonnen am Glücksrad bei Kathrin Fuhrmann

Sonntag, 24. Oktober 2021

Bloody Qindie präsentiert: Waldesdunkel - Halloween Special

Es ist Oktober, die Lieblingsjahreszeit aller Fans von Horror und Gänsehaut. Denn am 31. Oktober ist wieder Halloween, für unsereins das schönste Fest des Jahres! Mit anderen Worten: Die perfekte Zeit für Gruselgeschichten. Und da ihr bestimmt schon alles gelesen habt, was es da draußen an schaurigen Geschichten gibt, wird es Zeit für neuen Lesestoff, nicht wahr? Wie gut, dass auch in diesem Jahr die Qindie-Autor*innen in die Tasten gehauen haben, um für Nachschub zu sorgen. Pünktlich zum Fest der Geister und Dämonen präsentieren wir euch die niegelnagelneue Bloody Qindie Anthologie:



Waldesdunkel ... klingt schon mal gut, nicht wahr? Was erwartet euch? Natürlich jede Menge schaurige, makabre, böse Geschichten, die aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt sind, denn wir nehmen euch mit in den Wald.

Kommen wir direkt zum Klappentext:

Eine Autopanne, die Erinnerungen kostet …

Eine verfluchte Lichtung …

Und ein Holzfäller, der nicht tot zu kriegen ist …

Nichts ist erholsamer, als bei einem Waldspaziergang tief durchzuatmen. Aber Achtung. Eines Morgens steht der Wald vor Ihrer Tür. Und der böse Wolf wohnt nebenan. Dann hält die Dunkelheit Einzug.

Was ist, wenn Sagengestalten Besitz von Ihnen ergreifen oder Blut im Mondlicht glitzert? Auf keinen Fall möchten Sie dem Jungen begegnen, dessen Wunden alles Leben im Wald vernichten, oder als ungebetener Gast in die Feier einer Waldhexe platzen.

Zum sechsten Mal präsentiert Bloody Qindie düstere Kurzgeschichten mit Gänsehautfeeling. Lassen Sie sich von 14 Qindie-Autor:innen an fantastische Orte im „Waldesdunkel“ locken!

Und die Playlist sieht dann im Einzelnen so aus:

Der dunkle Morogin – Florian Tietgen
Bestia Palatinensis – Martina Bauer
Der Wald ist mein Freund – Lotte R. Wöss
Festgewurzelt – Patricia Strunk
Waldsterben – Eva Markert
… lebt noch … – David Pawn
Schnatermann – Doro May
Holz, Fleisch und Feuer – Lisa-Marie Reuter
Befremdliches Intermezzo oder Ein nächtliches Selbstgespräch – Regina Mengel
Nachtwald – Jana Oltersdorff
Die Axt – Patricia Strunk
Die Siedlung – David Pawn
Wald ist Kapital – Divina Michaelis
Ein Wald, ein Wolf und ein rotes Basecap – Regina Mengel
Die Rote Zone – Rainer Ruppersberg und Robert Odei
Bei Vollmond am Hexenberg – Katharina Gerlach
Titelbild: Katharina Gerlach & Jaqueline Spieweg

Ja, richtig gesehen: Auch von mir ist eine Geschichte dabei. Und ich bin sehr froh darüber, dass ich es endlich wieder geschafft habe, etwas zu schreiben, denn bei den letzten zwei Bloody Qindie Anthologien musste ich leider passen. Meine Geschichte trägt den Titel "Nachtwald", und ich präsentiere euch heute am Ende dieses Blogartikels exklusiv den Anfang.

Wenn der euch neugierig gemacht hat, holt euch doch das ganze Buch. Es ist als E-Book in allen Online-Shops und als Taschenbuch bei Amazon erhältlich. Dann könnt ihr auch gleich bei der Leserunde auf Lovelybooks mitmachen. Die Verlosung ist zwar schon vorbei, aber mitdiskutieren könnt ihr selbstverständlich auch mit selbst besorgtem Leseexemplar - viele der Autor*innen werden sich ebenfalls beteiligen und freuen sich auf euer Feedback. Wir sind schon ganz gespannt, wie es bei euch ankommen wird.

Nun aber die kleine Leseprobe aus meiner Geschichte "Nachtwald":

***

    Wie schnell können Bäume wachsen?, fragte sich Helga, als sie an diesem Morgen aus dem Fenster blickte. Sie hielt die nur noch lauwarme Tasse mit dem starken Kaffee mit beiden Händen fest und starrte seit bestimmt zwanzig Minuten nach draußen. Wo gestern das Rapsfeld gelb geleuchtet hatte, stand nun ein Wald, und was für einer: eine dunkelgrüne Mauer aus Stämmen, Blättern, Ästen, Zweigen und wild wucherndem Unterholz. Sie begann direkt hinter ihrem Grundstück und verlief in beide Richtungen, ohne dass ein Ende zu erkennen war. So dicht standen die hohen Bäume beieinander, dass Helga von ihrem Standort am Küchenfenster nur die erste Reihe ausmachen konnte. Gleich dahinter verlor sich alles im Dunkel. Dort drinnen musste es stockfinster sein.
    Ein Geräusch an der Küchentür ließ Helga aufschrecken, sodass sie etwas von ihrem Kaffee verschüttete, als sie sich umdrehte. Peter schlurfte mit halbgeöffneten Augen herein, seine ausgetretenen Pantoffeln schleiften über den Boden. Die wenigen Haare standen wie ein Heiligenschein von seinem Schädel ab. Der blaue Bademantel schlackerte lose um seinen Körper, als wäre er zwei Nummern zu groß. Hager war er geworden, fand Helga. Sein Gesicht wirkte irgendwie grau. Seit sie die Diagnose erfahren hatten, war er jeden Tag ein wenig grauer geworden.
    Helga verfolgte ihren Mann, wie er sich an die Kaffeemaschine stellte, scheinbar blind seinen Getränkewunsch eingab und den Startknopf drückte. Er stützte sich mit beiden Händen auf der Arbeitsfläche ab, während er auf sein Getränk wartete. Café Americano, schwarz, wie immer. Für Helgas Geschmack zu dünn, aber Peter behauptete, das bekäme seinem Magen besser. Wenn es danach gegangen wäre, was gut für Peters Magen war, hätte er besser komplett auf Kaffee verzichtet. Aber die Diskussion hatte Helga längst aufgegeben. Er trank keinen Alkohol, rauchte nicht, naschte kaum, da musste sie ihm doch nicht auch noch dieses letzte kleine Laster ausreden.
    Mit der Tasse in der Hand trat Peter zu seiner Frau.
    „Guten Morgen, Schlafmütze“, begrüßte sie ihn.
    Peter lächelte schief und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. Sein Atem roch säuerlich. Als er sich von ihr abwandte, blieb sein Blick am Fenster hängen. Seine Augen verengten sich erst skeptisch, dann wurden sie groß.
    „Was ist das denn?“, fragte er verblüfft.
    Helga blinzelte irritiert. Fast hatte sie es vergessen.
    „Du siehst es also auch. Das beruhigt mich dann doch“, sagte sie trocken, machte eine ausholende Geste und ergänzte: „Schatz, wir wohnen jetzt nicht mehr am Feld, sondern am Wald.“ Sie schickte ein Lachen hinterher, doch es klang gekünstelt und sie würgte es rasch ab.
    Peter stellte seine Tasse, von der er nur genippt hatte, langsam neben der Spüle ab.
„Seit wann entstehen denn Wälder über Nacht?“, murmelte er mehr zu sich selbst. Dann öffnete er das Fenster. Kühle Morgenluft strömte herein, doch sie brachte noch etwas mit sich: den Geruch nach altem, feuchtem Holz, nach Moos und Pilzen. Es roch intensiv nach Wald. Peter atmete tief ein und stieß die Luft mit einem langgezogenen „Aaah“ wieder aus.
    Als er zu Helga schaute, umspielte ein spitzbübisches Lächeln seine Lippen. Wie lange war es her, dass er sie so angeschaut hatte? Abenteuerlust hatte er seit Jahren nicht mehr versprüht. Helga ahnte, was das bedeutete, und war sich nicht sicher, ob ihr das gefiel.
    „Lust auf einen Spaziergang?“, fragte er.

*** 


Endlich wieder Buchmesse - FBM 2021

Ich war heute zum ersten Mal seit Frühjahr 2019 wieder auf einer Buchmesse, und zwar auf der Frankfurter Buchmesse. Das ist seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie die erste große Buchmesse, die nicht nur online, sondern live, in Farbe und mit echten Menschen stattfindet. Ich hatte die Entscheidung, ob ich hingehe, bis knapp vor Schluss vor mich hergeschoben und mir erst vor zwei Tagen das Ticket für den Messebesuch besorgt. Damit war ich wahrscheinlich eine der letzten, die für den Samstag überhaupt noch ein Ticket bekam, denn knapp einen Tag später kam die Meldung, dass die auf 25.000 limitierten Eintrittskarten allesamt ausgebucht seien.

Nun habe ich heute also endlich wieder Messeluft schnuppern können. Es war insgesamt eine schöne Erfahrung. Nicht so ereignisreich und stressig, wie ich das von früheren Messebesuchen kannte, nicht so vollgedrängt mit Menschen, auch wenn es heute recht gut besucht war und man an den meisten Imbiss-Ständen ab mittags lange Schlange stehen musste. Ich war auch einfach als Besucherin da, hatte keine Termine, keine Verabredungen, keine Verpflichtungen. Stattdessen genoss ich die Atmosphäre, schlenderte gemütlich durch sämtliche Gänge von Halle 3 (auf allen Ebenen) und verbrachte eine Weile im faszinierend gestalteten Pavillon des diesjährigen Gastlandes Kanada. Wer am Sonntag noch zur Messe fährt, sollte sich das unbedingt anschauen und auf sich wirken lassen.

Besonders schön waren jedoch wieder die Begegnungen. Casandra Krammer winkte mir schon von weitem entgegen - wir trafen direkt vor Halle 3 auf der Agora aufeinander, wo wir beide zufällig gleichzeitig frische Luft schnappen wollten. Am Messestand von PAN fand ich eine ganze Reihe liebgewonnener Buchmenschen vor, allen voran Markus "Grummel" Heitkamp.
Dort durfte ich auch gleich noch ein Foto vor der Mottowand machen und mein persönliches Exemplar des PAN-Motivationskalenders entgegennehmen, das demnächst meinen Schreibtisch zieren und mich bestimmt inspirieren wird.

Zwei Messestände weiter traf ich auf Katharina Gerlach und David Pawn, zwei Kolleg*innen von Qindie, die diesmal mit einem gemeinsamen Stand ihre zahlreichen Bücher präsentierten. Wir hatten uns zuletzt kurz auf dem BuCon 2019 gesehen, den ich ja leider nur für einen kurzen Moment besuchen konnte. Trotz Maske haben wir uns alle sofort erkannt. Ich hätte bei den beiden gern gleich ein Printexemplar unserer neuesten Bloody-Qindie-Anthologie "Waldesdunkel" mitgenommen, aber leider waren die Taschenbücher nicht rechtzeitig bei Katharina eingetroffen - ob das schon die Auswirkungen der Knappheit im Buchdruckmarkt sind, die von vielen Expert*innen befürchtet bzw. als gesetzt angekündigt wird? (Leute, kauft eure Bücher, die ihr Weihnachten verschenken wollt, rechtzeitig, kein Scherz, das könnte sonst in die Hose gehen!)

Ich lernte bei PAN auch die Autorin Jessica Weber kennen, wir vernetzten uns gleich mal via Instagram, und sie gab mir ein paar Einblicke in die Probleme einer History-Autorin mit von Verlagen gewünschten Pseudonymen und unpassend überromantisierten Buchcovern. Mit der Schweizer Autorenkollegin Stella Delaney hatte ich mich schon einen Tag vorher via Twitter locker verabredet. Bis wir uns dann endlich trafen, brauchten wir noch ein paar Anläufe, da es ja doch voller und wuseliger geworden war, als wir erwartet hatten. Beim PAN-Stand klappte es dann schließlich. Dort stieß später noch Nora Bendzko dazu, und wir fachsimpelten und schwätzten zu dritt eine angenehme Weile über alles Mögliche. Janika Hoffmann und ich winkten uns im Vorbeigehen zu, mit Isa Theobald hatte ich (glaub zum ersten Mal) auch ein längeres Gespräch geführt - sie ist nicht nur Autorin und Lektorin, sondern auch Schauspielerin für Krimidinners. Und Diana Menschig erinnerte mich dann noch charmant-streng, dass ich endlich mal meine Autorenseite bei PAN aufsetzen müsste. Ist auf der To-Do-Liste notiert!

Insgesamt verbrachte ich ein paar schöne Stunden auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Buchmesse anschließend eine positive Bilanz ziehen und auch in den kommenden Jahren wieder stattfinden kann, und zwar so, wie sie am besten funktioniert: live, mit ausstellenden Verlagen, vielen Veranstaltungen und vor allem mit Menschen - echten Menschen.

Montag, 26. April 2021

Ankündigung: Die nächste Bloody Qindie Anthologie kommt

Eines der besten Gefühle beim Schreiben ist es, das Wort Ende unter eine Rohfassung zu setzen. So erlebte ich es letzte Woche endlich wieder, als ich meinen Beitrag für die nächste Bloody Qindie Anthologie beendete. Inzwischen ist die Kurzgeschichte überarbeitet worden und ging heute an die Qindie-Kollegin, die alle Texte sammelt und das Projekt koordiniert.

Damit habe ich nach langer Zeit mal wieder eine komplett neue Kurzgeschichte geschrieben. Die erste in diesem Jahr. Und wir haben schon April! Ich weiß auch nicht, aber die Pandemie und ihre vielen Begleiterscheinungen haben meine Kreativität und Produktivität nicht gerade beflügelt, sondern eher stark gebremst. Seit dem Ausbruch im Frühjahr 2020 habe ich gerade mal drei Geschichten vollendet, eine davon drehte sich sogar um das Thema Pandemie, die andere war eigentlich nur ein Director's Cut einer bereits existierenden Geschichte. Nun also wird es bald wieder etwas Neues aus meiner Feder zu lesen geben. Das bringt mich auch näher an die nächste Veröffentlichung einer Kurzgeschichten-sammlung, für die ich ja aus oben genannten Gründen recht langsam Material sammle. Aber zunächst wird die Geschichte mit dem Titel "Nachtwald" in der nächsten Bloody Qindie Anthologie erscheinen, und das freut mich umso mehr, da ich die letzten zwei Anthologien ausgelassen hatte, obwohl die Themen superspannend waren und ich eigentlich auch Ideen gehabt hätte, aber ich bekam es einfach nicht hin. Nun kann ich also endlich wieder bei Bloody Qindie mitspielen.

Bloody Qindie geht mit der neuen Anthologie bereits in die sechste Runde. Seit der zweiten Ausgabe gab es immer ein zentrales Thema, das wir teilnehmenden Autor:innen in unseren Geschichten verarbeiteten. Nach wie vor ist meine Lieblingsanthologie aus dieser Reihe "Letzte Fahrt", in der es auf den Jahrmarkt ging. Aber auch die anderen Teile können sich sehen lassen und behandeln teilweise Themen, die auf den ersten Blick gar nicht nach Horror klingen mögen. Oder findet ihr Geschichten vom Dorf per se unheimlich? Dann solltet ihr euch mal mit "Dorfidyll", dem fünften Band, beschäftigen, dort werdet ihr eines Besseren belehrt.

In der neuen Anthologie wird sich alles um das Thema "Wald" drehen. Zugegeben, da sind wir nicht die Ersten, die auf diese Idee kommen. Der Wald bot schon immer die perfekte Kulisse für gruselige Geschichten und schaurige Märchen. Nun hat sich Bloody Qindie der Sache angenommen und wird dem Thema sicher ein paar neue, spannende, haarsträubende, überraschende, makabre und hoffentlich schön gruselige Aspekte hinzufügen.

Bis Ende Mai sammeln wir noch Beiträge - eingeladen sind alle Autor:innen, die bei Qindie Mitglied sind, und das sind inzwischen schon weit über 100. Hinter den Kulissen wird bereits fleißig am Cover gearbeitet. Sobald ein Veröffentlichungstermin feststeht und ich mehr über die teilnehmenden Autor:innen und ihre Geschichten verraten kann, erfahrt ihr es hier!

Bis dahin lade ich euch ein, einen Blick in die bereits erschienenen ersten fünf Bloody Qindie Bücher zu werfen.


Dunkle Seelen - erschienen 2015 - unheimliche Geschichten

Besessen - erschienen 2016 - Besessenheit in all ihren Facetten

Letzte Fahrt - erschienen 2017 - Geschichten vom Jahrmarkt

Zimmerservice - erschienen 2018 - Check-in im Hotel des Grauens

Dorfidyll - erschienen 2020 - Der idyllische Schein trügt


Montag, 25. Februar 2019

Leipzig liest - und noch mehr Lesungen!

Bild: http://www.leipziger-buchmesse.de/ll
Ich weiß ja nicht, ob ihr das alle mitbekommen habt, deshalb verkünde ich es hier sicherheitshalber mal für euch:

Das Programm von Leipzig Liest ist jetzt online! Ihr findet es HIER.

Surft mal durch, es ist prall gefüllt. Für jeden Geschmack, jedes Publikum, quasi jede Art von Buchmensch lässt sich da etwas finden.

Auch meine Lesung wird dort ganz offiziell aufgeführt, und zwar genau hier. Wer es sich einfach in seinen Papierkalender notieren will: Freitag, 22. März 2019, 17:30 Uhr, Halle 5 Stand D302 Leseinsel der Autorengemeinschaftspräsentation. Es gibt Gänsehautpralinen - übrigens wird es auch richtige Pralinen geben, die könnt ihr dann genüsslich im Mund schmelzen lassen, während ich euch mit meinen Geschichten Gänsehaut bereite. :-)

Qindie liest auf der LBM 2019:

David Pawn

Katharina Gerlach

Und last, but not least: unsere Gemeinschaftslesung "Bloody Qindie - Gruselstunde im Blumenladen"


Flash Fiction, Baby!

Wo wir gerade bei Lesungen sind ... Ich werde an diesem Tag noch an einer weiteren Gemeinschaftslesung teilnehmen, also eigentlich sogar an zweien, die beide nicht im offiziellen Programm geführt werden. Die eine deshalb nicht, weil es 'ne Guerilla-Lesung ist. Und Guerillas kommen unangekündigt, ist klar, oder? (Psst, Interessierte und Mutige kommen am 22.03.2019 um 10 Uhr zum Mendebrunnen in der Leipziger Innenstadt, okay?) Ist übrigens schon die dritte Guerilla-Lesung, und diesmal haben alle AutorInnen extra dafür Geschichten mit maximal 500 Wörtern Länge geschrieben.

Die Geister, die ich rief

Die andere Lesung hat sich erst vor wenigen Tagen ergeben, da stand das offizielle Programm von Leipzig liest schon: Die Autoren der Horror-Anthologie "Ghost Stories of Flesh and Blood" laden am 22.03.2019 um 21 Uhr in die Soupbar Summarum, wo sie euch bei lecker Cocktails und vielleicht noch einem späten Süppchen das Fürchten lehren wollen.

Kommt zahlreich und pünktlich - der Laden ist nicht riesig, aber gemütlich. Das wird super.

Für beide Lesungen gibt es aber immerhin Facebook-Veranstaltungen, so entgeht euch nichts!

Ghost Stories of Flesh and Blood - Führung durchs Geisterhaus
LBM Guerillas Lesung

Bald, schon bald ist Buchmesse - und ich freue mich drauf!

Dienstag, 22. Januar 2019

Die LBM 2019 wird ein (Vor-)Lesemarathon

Es geht langsam wieder los, das Hibbeln und die Vorfreude auf eines der schönsten Feste zu Ehren des geschriebenen Wortes: die Leipziger Buchmesse. Auch in diesem Jahr werde ich hinfahren und fange allmählich an, meine Vorbereitungen zu treffen.

Save the date: 22. März 2019

Eines kann ich jetzt schon feststellen: Die LBM 2019 wird ein Vorlesemarathon für mich. Ich habe drei (!) Lesungen, aber der Haken ist: Alle drei Lesungen finden an einem Tag statt. Also, liebe Freunde der unheimlichen Kurzgeschichte, notiert euch schon mal Freitag, den 22. März 2019, den Tag meines LBM-Vorlesemarathons.

Los geht es mit den LBM-Guerillas. Zum dritten Mal treffen sich mutige Vorleserebellen am Freitagvormittag in der Leipziger Innenstadt, um zufälligen Passanten und extra angereisten Groupies unsere exklusiv für dieses Event verfassten Kürzestgeschichten vorzutragen. Bleibt an mir dran, damit ihr rechtzeitig Startpunkt und Uhrzeit erfahrt, um die Guerillas bei ihrem literarischen Frühlingsspaziergang durch Leipzig zu begleiten!

Um 17.30 Uhr seid ihr dann bitte alle pünktlich auf dem Messegelände, und zwar in Halle 5, Stand D302, an der Leseinsel der Autorengemeinschaftspräsentation. Ich weiß, das ist schon kurz vor Feierabend, aber die Veranstalter von Leipzig liest nahmen wohl an, dass meine Gruselstories besser in den späten Nachmittag passen als in den Vormittag. Und es ist der Messefreitag, da werdet ihr doch bestimmt anschließend direkt vom Messegelände aus zu den Abendterminen strömen, die nicht vor 19 Uhr beginnen. Na also, da ist doch genügend Zeit für ein bisschen Gänsehaut, wenn ich unter dem Motto "Gänsehautpralinen" meine dunklen Kurz- und Kürzestgeschichten präsentiere.

Apropos Abendtermine. Ich hätte da gleich einen Tipp. Nachdem ich euch schon einmal in die richtige Schauerstimmung gebracht habe, könnt ihr mir direkt folgen - in den Blumenladen "Rosenkavalier", der am Freitagabend ab 20 Uhr Schauplatz der diesjährigen Bloody-Qindie-Gemeinschaftslesung sein wird. David Pawn, Katharina Gerlach, Regina Mengel und ich werden euch dann feinsten Grusel aus unseren inzwischen vier Bloody-Qindie-Anthologien und einiges mehr präsentieren. Die letzte unter dem Titel "Zimmerservice" habe ich gerade erst gelesen, die ist richtig gut geworden.

Ich bin auf diese Location schon sehr gespannt und hoffe, dass die Besitzer alles passend dekoriert haben werden. Vor zwei Jahren waren wir ja in einem Autohaus, und das war einfach genial gewesen. Dieses Jahr also ein Blumengeschäft, warum nicht?

Übrigens, Fun Fact am Rande: Die Stühle, auf denen ihr an diesem Abend sitzen werdet, leihen die Blumenhändler beim benachbarten Beerdigungsinstitut aus. Das kann nur gut werden!



Die Termine im Überblick:

Freitag, 22.03.2019

Vormittags - Leipziger Innenstadt - LBM-Guerilla Lesung (stay tuned for more information)

17.30 Uhr - Halle 5, D302 - Ich präsentiere meine Gänsehautpralinen

20.00 Uhr - Rosenkavalier, Prager Straße 189 04299 Leipzig Süd - Bloody Qindie liest

Ich freue mich auf Leipzig - und auf euch!





Dienstag, 6. März 2018

Countdown zur LBM 2018

In nicht einmal 10 Tagen startet endlich wieder die Leipziger Buchmesse, und so langsam werde ich hibbelig, denn ich fahre wieder hin. Für mich ist es in diesem Jahr wieder besonders aufregend, denn ich habe eine Neuerscheinung aus eigener Feder im Gepäck und werde eine Autorin bei der Präsentation ihrer eigenen Neuerscheinung tatkräftig unterstützen. Ich werde vor Publikum lesen und eine Party für Buchmenschen besuchen. Ich werde Autoren treffen, mit denen mich schon eine jahrelange Freundschaft verbindet, und ich freue mich auf ein paar neue Gesichter und auf ein Wiedersehen mit alten Freunden aus längst vergangenen, aber nie vergessenen Zeiten wiedersehen.

Aber der Reihe nach, sonst komme ich noch selbst durcheinander!

Hier kommt also mein Fahrplan nach Leipzig.

Qindie-Power

Nur dank Qindie kann ich auch in diesem Jahr von mir sagen, dass ich als Aussteller zur Messe fahre. Denn wir haben wieder einen gemeinsamen Messestand. Wo? Genau hier, bitte notieren:

Halle 5 Stand C301

Ihr werdet uns am großen Q schon von weitem erkennen. Wir befinden uns wieder in hochkarätiger Gesellschaft mit Amazon KDP, Tolino Media, BoD & Co. Qindie hat auch ein paar spannende Termine auf der Buchmesse und in Leipzig, zum Beispiel Lesungen unserer Autoren in den Messehallen, eine Pressekonferenz am Freitagnachmittag am Stand und eine Gemeinschaftslesung am Samstagabend, bei der ich auch dabei sein werde.

Alle Infos rund um den Qindie-Messeauftritt findet ihr in übersichtlicher Form auf unserer Website.

Am Samstagvormittag habe ich dann auch ganz offiziell Standdienst, werde mich aber auch sonst immer wieder an unserem Stand blicken lassen.

Psst - Guerillas in der Stadt

Am Freitagvormittag solltet ihr, sofern ihr keine festen Termine auf der LBM habt, nicht sofort zum Messegelände fahren, sondern erst einmal gemütlich frühstücken und dann um 10 Uhr zum Mendebrunnen am Augustusplatz kommen, wo sich zum zweiten Mal eine illustre Schar von Autoren zur gemeinsamen unangemeldeten Lesung verabredet hat.

Mit dabei sind zum Beispiel Faye Hell, die Initiatorin dieser genialen Aktion, Simona Turini, Michaela Harich, M.H. Steinmetz, Melanie Vogltanz, meine Wenigkeit und noch einige andere "Buchstaben-Rebellen".

Wir machen einen gemeinsamen Spaziergang bis zum Hauptbahnhof mit mehreren Stationen, an denen jeweils ein paar aus unseren Reihen ein paar düster-unterhaltsame Kostproben ihres schriftstellerischen Könnens zum Besten geben.

Könnte sein, dass auch ein paar Goodies verteilt werden. Und Süßigkeiten. Also, was ich eigentlich sagen will: Es lohnt sich!

Es gibt eine Facebook-Veranstaltung für unsere streng geheime Lesung. Sucht mal danach (Guerilla Lesung LBM18) oder schreibt mir eine PN, ich lade euch gern ein!








Zombies, Einhörner und fliegende Penisse

Klingt bekloppt? Ist es auch. Auf eine gute, völlig abgefahrene Weise. Michaela Harich ist mittlerweile eine sehr gute Freundin von mir und eine ungewöhnliche Autorin. Sie wird auf der LBM ihr neuestes Machwerk vorstellen, das pünktlich zur Buchmesse beim Amrûn Verlag erscheint. Und wer durfte das Lektorat dafür machen? Ich!

Aber wie kam ich zu der Ehre (Ehre? Ja, doch, Ehre!), an diesem wohl wahnsinnigsten Buch des Jahres beteiligt zu sein? Erinnert ihr euch an die LBM 2017? Am Freitagabend ging das, meine ich, schon los. In der Soupbar. Lag es an der Suppe? Eher wohl an den Cocktails. Man weiß es nicht. Am Sonntag beim Frühstück am Hauptbahnhof kristallisierte sich dann eine konkrete Idee heraus, und so ungefähr zwei Monate später fragt Michaela mich doch tatsächlich an, ob ich bereit sei, das Lektorat ebenjenes Machwerks zu übernehmen, das sie wirklich, ernsthaft, echt jetzt, niedergeschrieben hat. Und es kam alles drin vor, worüber wir vorher herumgealbert hatten: Einhörner, Millionäre, Sex, Zombies und ganz viele Penisse.

Der Oberhammer war aber, als ich nach vollendetem Lektorat erfuhr, dass niemand Geringeres als der Amrûn Verlag die Geschichte verlegen würde. Whooaat? Jürgen Eglseer ist halt auch so ein Bekloppter. Und ein Visionär. Er hat das Potential dieser Geschichte sofort erkannt und zugeschlagen, bevor es ein anderer tun konnte. Tja, und so kam es, dass ich mich Verlagslektorin bei Amrun nennen darf und mit meiner Lieblingsverrückten zusammen ein Buchbaby zur Welt gebracht habe. Und ist das Cover nicht der Hammer? Michaela wird am Freitag um 13 Uhr am Stand von Amrûn (Halle 2 H329 direkt neben der Fantasy-Leseinsel) zu finden sein und signiert euch bestimmt gern eines ihrer Bücher!

LBM nicht ohne Skoutz

Ich fühle mich ja schon mit Skoutz verbunden, seit sie vor zwei Jahren zum ersten Mal den Skoutz Award verliehen und ich es bis ins Finale schaffte. Auf jeder LBM besuche ich das Team auf dessen Stand. Zum mittlerweile 6. Mal steigt am Freitagabend die Skoutz Leserparty, und ich werde wieder mit von der Partie sein. Zusammen mit ein paar Freunden werden wir die BB Eventbar unsicher machen.

An diesem Abend werden auch die Midlists zu den Skoutz Awards 2018 verkündet, und ich hege ja ein wenig die Hoffnung, dass Qindie es mit der wunderbaren Anthologie "Letzte Fahrt" schafft. Mal schauen, ob wir Antho-Juror Thorsten Küper überzeugen konnten. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Dunkle Begegnungen auf der LBM

Wenn ihr mögt, besucht mich am Qindie-Stand und werft einen Blick in mein frisch erschienenes Buch "Dunkle Begegnungen". Ich werde einen kleinen Vorrat an Taschenbüchern mitbringen und würde mich sehr freuen, das eine oder andere Exemplar mit Widmung an die Frau oder den Mann bringen zu dürfen.

Aber auch sonst freue ich mich auf euren Besuch und viele gute Gespräche. Wer mich noch nicht persönlich kennt: So bedrohlich bin ich gar nicht! Ich kann auch ganz lieb sein.

So, ich habe bestimmt was vergessen, aber ihr seht schon, mein LBM-Terminkalender ist pickepackevoll. Und ich freue mich ja so darauf!

Sehen wir uns?