Sonntag, 24. Oktober 2021

Endlich wieder Buchmesse - FBM 2021

Ich war heute zum ersten Mal seit Frühjahr 2019 wieder auf einer Buchmesse, und zwar auf der Frankfurter Buchmesse. Das ist seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie die erste große Buchmesse, die nicht nur online, sondern live, in Farbe und mit echten Menschen stattfindet. Ich hatte die Entscheidung, ob ich hingehe, bis knapp vor Schluss vor mich hergeschoben und mir erst vor zwei Tagen das Ticket für den Messebesuch besorgt. Damit war ich wahrscheinlich eine der letzten, die für den Samstag überhaupt noch ein Ticket bekam, denn knapp einen Tag später kam die Meldung, dass die auf 25.000 limitierten Eintrittskarten allesamt ausgebucht seien.

Nun habe ich heute also endlich wieder Messeluft schnuppern können. Es war insgesamt eine schöne Erfahrung. Nicht so ereignisreich und stressig, wie ich das von früheren Messebesuchen kannte, nicht so vollgedrängt mit Menschen, auch wenn es heute recht gut besucht war und man an den meisten Imbiss-Ständen ab mittags lange Schlange stehen musste. Ich war auch einfach als Besucherin da, hatte keine Termine, keine Verabredungen, keine Verpflichtungen. Stattdessen genoss ich die Atmosphäre, schlenderte gemütlich durch sämtliche Gänge von Halle 3 (auf allen Ebenen) und verbrachte eine Weile im faszinierend gestalteten Pavillon des diesjährigen Gastlandes Kanada. Wer am Sonntag noch zur Messe fährt, sollte sich das unbedingt anschauen und auf sich wirken lassen.

Besonders schön waren jedoch wieder die Begegnungen. Casandra Krammer winkte mir schon von weitem entgegen - wir trafen direkt vor Halle 3 auf der Agora aufeinander, wo wir beide zufällig gleichzeitig frische Luft schnappen wollten. Am Messestand von PAN fand ich eine ganze Reihe liebgewonnener Buchmenschen vor, allen voran Markus "Grummel" Heitkamp.
Dort durfte ich auch gleich noch ein Foto vor der Mottowand machen und mein persönliches Exemplar des PAN-Motivationskalenders entgegennehmen, das demnächst meinen Schreibtisch zieren und mich bestimmt inspirieren wird.

Zwei Messestände weiter traf ich auf Katharina Gerlach und David Pawn, zwei Kolleg*innen von Qindie, die diesmal mit einem gemeinsamen Stand ihre zahlreichen Bücher präsentierten. Wir hatten uns zuletzt kurz auf dem BuCon 2019 gesehen, den ich ja leider nur für einen kurzen Moment besuchen konnte. Trotz Maske haben wir uns alle sofort erkannt. Ich hätte bei den beiden gern gleich ein Printexemplar unserer neuesten Bloody-Qindie-Anthologie "Waldesdunkel" mitgenommen, aber leider waren die Taschenbücher nicht rechtzeitig bei Katharina eingetroffen - ob das schon die Auswirkungen der Knappheit im Buchdruckmarkt sind, die von vielen Expert*innen befürchtet bzw. als gesetzt angekündigt wird? (Leute, kauft eure Bücher, die ihr Weihnachten verschenken wollt, rechtzeitig, kein Scherz, das könnte sonst in die Hose gehen!)

Ich lernte bei PAN auch die Autorin Jessica Weber kennen, wir vernetzten uns gleich mal via Instagram, und sie gab mir ein paar Einblicke in die Probleme einer History-Autorin mit von Verlagen gewünschten Pseudonymen und unpassend überromantisierten Buchcovern. Mit der Schweizer Autorenkollegin Stella Delaney hatte ich mich schon einen Tag vorher via Twitter locker verabredet. Bis wir uns dann endlich trafen, brauchten wir noch ein paar Anläufe, da es ja doch voller und wuseliger geworden war, als wir erwartet hatten. Beim PAN-Stand klappte es dann schließlich. Dort stieß später noch Nora Bendzko dazu, und wir fachsimpelten und schwätzten zu dritt eine angenehme Weile über alles Mögliche. Janika Hoffmann und ich winkten uns im Vorbeigehen zu, mit Isa Theobald hatte ich (glaub zum ersten Mal) auch ein längeres Gespräch geführt - sie ist nicht nur Autorin und Lektorin, sondern auch Schauspielerin für Krimidinners. Und Diana Menschig erinnerte mich dann noch charmant-streng, dass ich endlich mal meine Autorenseite bei PAN aufsetzen müsste. Ist auf der To-Do-Liste notiert!

Insgesamt verbrachte ich ein paar schöne Stunden auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Buchmesse anschließend eine positive Bilanz ziehen und auch in den kommenden Jahren wieder stattfinden kann, und zwar so, wie sie am besten funktioniert: live, mit ausstellenden Verlagen, vielen Veranstaltungen und vor allem mit Menschen - echten Menschen.

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