Montag, 15. Oktober 2018

Viel zu schnell vorbei: BuCon und FBM 2018

Qindie-BuCon-Büchertisch
Der Oktober hat es in diesem Jahr in sich: Herbstferien in Hessen, Urlaub mit der Familie in Berlin und am Kyffhäuser, jede Menge Deadlines für Korrektorate und Lektorate und natürlich das Highlight - Buchmesse!

Wenn man wie ich so nah an Frankfurt und noch dazu in unmittelbarer Nachbarschaft zu Dreieich-Sprendlingen wohnt, ist klar, wo ich mich jeden Oktober herumtreibe.

Dieses Jahr musste mein Messebesuch ein wenig eingeschränkt werden, da ich erst am Messedonnerstag aus dem Urlaub zurückkam. Also Freitag FBM und Samstag BuCon.



Frankfurter Buchmesse

Mit Laura Gambrinus am Autorensofa
Obwohl ich nur einen Tag auf der diesjährigen FBM verbrachte, der auch noch wie im Flug verging, habe ich viele schöne Eindrücke mitgenommen und großartige Begegnungen und Gespräche mit lieben Buchmenschen genossen. Zusammen mit meiner Quasi-Nachbarin Melanie Lübker machte ich vor allem Halle 3 und dank des traumhaften Spätsommerwetters die Agora, die Freiluftarena der FBM, unsicher. Wir durchstreiften Gang für Gang und befanden schon nach wenigen Metern: Es gibt zu viele Bücher auf der Buchmesse. Wer soll die alle lesen? Geschweige denn anschauen? Zu schauen gab es viel, nicht nur schöne Cover, sondern auch liebevoll gestaltete Messestände und interessant herausgeputzte Messebesucher.



Volles Haus und volle Bühne bei der Ursula Lounge
Besonders freute ich mich, dass es wieder mit einem Treffen mit meinem derzeitigen Lieblings-SciFi-Autor Thor Ansell klappte. Ich korrigiere ja schon seit einer Weile seine Manuskripte und empfehle die Bücher jedem gerne, der mal etwas Neues aus der Welt der Science Fiction lesen möchte. Thor schloss sich unserem Streifzug durch Halle 3 an, und später gingen wir zusammen zu Ursula. Wer? Ja, genau. Ursula. Das in der Geschichte der FBM wohl erste SciFi-Panel überhaupt fand im Pavillon, einer Art futuristisch anmutendem überdimensionalem Muschelgehäuse auf der Agora, statt. Und der Laden war gerammelt voll. Hätte die Buchmesse wohl nicht gedacht, dass es so viele Fans und Interessierte für dieses Genre gibt. Auf der Bühne saßen spannende Größen der deutschsprachigen Literaturszene und führten ebenso spannende Gespräche über Weltenbau im All, Zukunftsvisionen und die politische Rolle der Science Fiction. Wir konnten leider nicht bis zum Ende bleiben, aber ich hatte längst den Eindruck gewonnen, dass es sich bei dieser Veranstaltung um einen vollen Erfolg handelte, der dringendst (!) wiederholt werden muss.

BuCon

Mit Michaela Harich und Sören Prescher
Buchmesse Convent bei strahlend blauem Himmel und fast 30 Grad im Schatten - das hat's wohl auch noch nie gegeben. Dennoch war das Bürgerhaus wieder sehr gut besucht. Es war eine gute Entscheidung der Veranstalter, den Bereich für die Ausstellertische zu vergrößern und einen Teil der Sitzgelegenheiten auf die Bühne zu verlagern. So kam in diesem Jahr auch Qindie wieder in den Genuss, nicht nur mit eigenem Tisch auf dem BuCon vertreten zu sein, sondern auch die farbenfrohe Welt der Qindie-Fantasy in einer Lesung im Rahmen des BuCon-Programms zu präsentieren. Mit Michael Siedentopf aka David Pawn und Katharina Gerlach hatten wir wieder erfahrene Messeschlachtrösser am Start. Die zauberhafte Marlene von Hagen, Qindie-Autorin aus Österreich, vervollständigte unsere Runde. Mit ihr und Katharina bildete ich dieses Jahr das lesende Qindie-Trio. Das Publikum war klein, dafür sehr aufmerksam und begeistert.




Frau O. schreibt ins Poesie-Album
(Bild: Markus Lawo)
Erstmals hatte ich auch noch Standdienst bei PAN. Ich bin nämlich seit kurzem Mitglied des Phantastik-Autoren-Netzwerks e.V., die ebenfalls einen Tisch ergattern konnten. Zusammen mit der wunderbaren Jenny Woods, die es mir verzieh, dass ich zu spät kam (man wird halt ständig aufgehalten, weil wirklich überall Leute sind, die man kennt), durfte ich PAN für eineinhalb Stunden repräsentieren.

Melanie Lübker stattete dem BuCon auch wieder einen Besuch ab, leider nur kurz, weil sie noch einen anderen Termin hatte. Dafür stand plötzlich Michaela Harich vor mir - noch so ein Lieblingsmensch - da war das Gekreische der Wiedersehensfreude natürlich groß! Mit ihr und ihrem Kumpel Jan drehten wir Runde um  Runde durch das Bürgerhaus, leerten die eine oder andere Flasche Schlappeseppel am Ententeich und hatten so viel Gesprächsbedarf, dass wir auch problemlos bis Sonntag Nachmittag durchgequatscht hätten.





BuCon-Tradition: Likörchen!
Und dann traf ich noch auf so viele "Verrückte", wie ich sie liebevoll nenne, blödelte herum, philosophierte über Bücher und probierte das eine oder andere Likörchen (danke für den leckeren Pistazien-Creme-Likör, Torsten Scheib!). Ich muss hier wenigstens noch diese Herzensmenschen erwähnen, auch auf die Gefahr hin, jemanden zu vergessen: Thomas Williams, Jürgen Eglseer, Mario Steinmetz, Thomas Karg, Susanne Pavlovic, Stefanie Kempin, Markus Lawo, Sören Prescher, Grit Richter, Melanie Vogltanz und ... äh ... es waren einfach zu viele. Der BuCon ist irgendwie auch Familientreffen mit dem Unterschied, dass man sich hier ausnahmslos auf die Menschen freut, die man auf diesem Familientreffen trifft.

Um zu vermeiden, dass ich noch mehr liebe Buchmenschen vergesse, lasst mich nur dies sagen: Ich habe mich über ein Wiedersehen gefreut mit vielen liebgewonnenen Autorinnen und Autoren und sonstigen Buchmenschen und habe auch ganz neue kennengelernt, die mir sofort sympathisch waren.

Fazit

Selfie kann ich: Mario Steinmetz, ich, Michaela Harich
und Jan (ey, hast du auch einen Nachnamen?)
Was soll ich sagen?

Gute Gespräche geführt, Pläne geschmiedet, Plotideen auseinandergenommen, Likörchen getrunken, Spaß gehabt, ein paar Bücher verkauft und wahnsinnig viele Gleichgesinnte getroffen - da freue ich mich doch jetzt schon auf 2019, denn die nächste FBM und der nächste BuCon stehen schon längst in den Startlöchern.

Ich werde definitiv dabei sein. Und ihr?

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