Posts mit dem Label Ukraine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ukraine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 15. Oktober 2023

Ukraine auf der Frankfurter Buchmesse: „Fragilität der Existenz”

Die Ukraine ist dank eines Zusammenschlusses zahlreicher Institutionen auf der Frankfurter Buchmesse wieder stark vertreten. Vom 18. bis 22. Oktober 2023 präsentieren das Ukrainische Buchinstitut, das Goethe-Institut, das Mystetskyi Arsenal (Art Arsenal) und das Ukrainische Institut die Verlags- und Kulturlandschaft der Ukraine auf der Frankfurter Buchmesse. Das Veranstaltungsprogramm bringt renommierte ukrainische Autor*innen, Übersetzer*innen und Intellektuelle zusammen, die sich auf internationalen Diskussionsbühnen austauschen.

Am 18. Oktober um 11:00 Uhr, am Länderstand (Halle 4.1 B 82), geben die Referent*innen Olena Odynoka (stellvertretende Direktorin des ukrainischen Buchinstituts), Fabian Mühlthaler (Direktor des Goethe-Instituts Ukraine), Yuliia Kozlovetz (Generalkoordinatorin des Internationalen Book Arsenal Festival), Volodymyr Sheiko (Direktor des ukrainischen Instituts) und Peter Kraus vom Cleff (Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) einen Überblick über Themen, die durch den russischen Angriffskrieg besonders akut geworden sind und am Ukraine-Stand diskutiert werden.

Unter dem Motto „Fragilität der Existenz“ steht beim Programm die Anfälligkeit und Zerstörung von Natur und Umwelt in Kriegszeiten im Mittelpunkt. Der Stand hat eine Bühne, auf der täglich Veranstaltungen in englischer und deutscher Sprache stattfinden.

Neben Diskussionen über die aktuelle Situation in der Ukraine werden die Besucher*innen auch die ukrainische Kultur, Buchgestaltung und Buchkunst kennenlernen. Unter den Autor*innen und Gästen befinden sich Iryna Tsilyk, Maxym Yakovlyev, Kateryna Mykhailitsyna, Anna Novosad, Olesia Ostrovska-Liuta, Kateryna Botanova, Evhenia Lopata, Sevgil Musayeva Yuliia Kozlovets, Alona Karavai, Vakhtang Kebuladze, Svitlana Oslavska, Oksana Sabuzhko und Yaryna Chornohuz und viele andere. 

Weitere Themen sind „Krieg und Lesen“, „Frauenstimmen aus der Ukraine an die Welt“, „Nuancen des Übersetzens: Literatur rund um den Krieg“ und „Kreatives Europa: Chancen für ukrainische Verleger*innen“.Das ukrainische Online-Fachmagazin für Buch und Kultur Chytomo wird am Messemittwoch den neuen Preis für herausragende Leistungen im Verlagswesen präsentieren.

„Presence vs. Absence“

Mystetskyi Arsenal (Halle 3.1 J 103) präsentiert unter dem Motto „Presence vs. Absence“ die Arbeiten des ukrainischen Fotographen Andrii Denysenko. Die Aussteller beleuchten den Alltag der Freiwilligen im Dorf Kolychivka in der Region Tschernihiw, welche beim Wiederaufbau der Häuser geholfen haben. Bereits im Februar 2022 begann das Mystetskyi Arsenal mit der Erforschung von Werken ukrainischer Künstler*innen, die den Russland-Krieg gegen die Ukraine von 2014 bis heute reflektieren.

Quelle: Goethe Institut


Illustrationsausstellung "When Everything Matters"

Pictoric und das International Book Arsenal Festival präsentieren auf der Agora die internationale Illustrationsausstellung "When Everything Matters". Sie wurde erstmals während des 11. Internationalen Book Arsenal Festivals gezeigt, das im Juni 2023 in Kiew stattfand. Die Ausstellung präsentiert neue Werke von führenden ukrainischen und internationalen Künstler*innen.

Multimediale Projekte zur Ukraine

In zwei multimedialen Projekten des Ukrainischen Instituts am THE ARTS+ Stand (Halle 4.1 H 36) werden Geschichte und Gegenwart der Kultur in der Ukraine vorgestellt. Dabei werden die verheerenden Auswirkungen des Krieges auf die Kunst thematisiert. Eine kuratierte Auswahl von Kunstbüchern ergänzt den Stand. Der Stand ist Teil der Plattform THE ARTS+ der Frankfurter Buchmesse, die als Schnittstelle zwischen der Verlagsbranche und der Kreativwirtschaft dient. 

Discover Ukraine: Bits Destroyed lässt den Betrachter in die ukrainische Monumentalkunst der 1960er und 70er Jahre eintauchen. Das animierte Projekt zeigt Bilder von 56 Mosaiken von Alla Horska, Hryhorii Pryshedko, Halyna Zubchenko und anderen ukrainischen Künstlern. Mehr als ein Viertel dieser Werke wurde seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine beschädigt oder zerstört. Die Installation basiert auf Dokumentarfotos von Yevhen Nikiforov und wurde vom Ukrainischen Institut und dem Rock 'n' Light Studio erstellt.    

Insight.UA deckt als digitaler Wegweiser verschiedene Bereiche ab: Musik, Literatur, Theater, Kino, bildende Kunst, Krimi und Analyse. Die Plattform lädt dazu ein, die ukrainische Kultur in verschiedenen Formaten zu erkunden - von einer Auswahl ukrainischer Filme, Ausstellungen und Bücher bis hin zu Playlists.

Austausch der deutschen und ukrainischen Buch- und Literaturbranche

Die meisten ukrainischen Präsenzen auf der diesjährigen FBM finden im Rahmen des Projekts „Austausch der deutschen und ukrainischen Buch- und Literaturbranche“ statt, gefördert von der Staatsministerin für Kultur und Medien. Das Projekt soll mit einer Reihe von Einzelprojekten die Arbeit ukrainischer Autor*innen, Verleger*innen und Medienschaffender unterstützen sowie in Deutschland Kenntnis über und Verständnis für die ukrainische Kultur und Geschichte schaffen. Das Projekt wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels durchgeführt, in enger Zusammenarbeit mit der Frankfurter Buchmesse und dem Ukrainian Book Institute sowie der ukrainischen Kulturinstitution Mystetskyi Arsenal, dem Online-Fachmagazin für Buch und Kultur Chytomo und dem Goethe-Institut Ukraine.

Zusätzlich gibt es das Special Programme for Publishers from Ukraine and neighbouring countries: ein intensives Fortbildungs- und Vernetzungsprogramm für Verleger*innen, Lektor*innen, Lizenzverantwortliche und literarische Agent*innen. Vor Ort besteht das Programm aus einem eintägigen Seminar mit deutschen Expert*innen, gefolgt von der Teilnahme an der offiziellen Eröffnung der Frankfurter Buchmesse und zahlreichen internationalen Networking-Angeboten bis zum Messesamstag. Dieses Förderprogramm wird vom Auswärtigem Amt der Bundesrepublik Deutschland unterstützt und von der Frankfurter Buchmesse GmbH kuratiert und organisiert, in Zusammenarbeit mit dem International Book Arsenal Festival und dem Goethe-Institut Ukraine.

Zum Programm: www.goethe.de/ins/ua/de/kul/uap/fbm.html


Donnerstag, 20. Oktober 2022

United in the fight for freedom - Wolodomir Selenskyis Ansprache auf der FBM 2022

Auf gemeinsame Einladung der Frankfurter Buchmesse (19.-23. Oktober 2022) und des Europäischen Verlegerverbandes (Federation of European Publishers FEP) richtete der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, heute, am Donnerstag, den 20. Oktober, auf der Frankfurter Buchmesse das Wort per Videobotschaft an die internationale Buch- und Verlagsbranche. 

„Thank you for all the attention you pay to Ukraine! Such attention means that you indeed value freedom and are ready to defend it. This is what Europe needs most these days: to be united in the fight for freedom”, sagte Präsident Selenskyj zu Beginn seiner Rede. 

Die Videobotschaft in voller Länge finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Frankfurter Buchmesse.


Im Rahmen der Veranstaltung sprachen zudem Peter Kraus vom Cleff (Präsident der FEP und Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels), Juergen Boos (Direktor der Frankfurter Buchmesse), Oleksandr Afonin (Präsident Ukrainian Publishers and Booksellers Association) und Jesús Badenes del Río (CEO, Grupo Planeta).

Am Messesamstag wird Olena Selenska, Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, persönlich vor Ort auf der Frankfurter Buchmesse sein. 

Unter dem Motto "WAS KÖNNEN SIE UNS ANHABEN, SOLANGE WIR EINANDER HÖREN" findet am Freitag und Samstag, 21. und 22. Oktober im Frankfurt Pavilion der Programmschwerpunkt der Bundeszentrale für politische Bildung und des Goethe-Instituts Ukraine in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Buchmesse und dem Ukrainian Book Institute statt. Es nehmen teil: Andrei Kurkow, Kateryna Mischenko, Mykola Rjabtschuk, Karl Schlögel und Serhij Zhadan u.v.m.


Quelle: Frankfurter Buchmesse, Pressemitteilung 20.10.2022