Dienstag, 27. September 2022

Buchtipp: Vincent Voss "Im Eis"

Es ist schon ein paar Monate her, dass ich das Buch gelesen habe, aber sobald ich daran zurückdenke, überzieht mich sofort eine Gänsehaut, und das Gefühl von Kälte ist wieder da.

Darum geht's:

Die Ethnologin Amelie entdeckt die verschollenen Tagebuchaufzeichnungen des Kapitäns Johannes Werkmeister, der mit seinem Schiff Teutonia an der legendären 3. Nordpolexpedition im Jahr 1878 teilgenommen hatte. Die Lektüre eröffnet ihr ganz neue Erkenntnisse, die sie nicht nur beunruhigen, sondern ihre Neugierde nähren. Sie schafft es, eine neue Expedition auf die Beine zu stellen, um dem Weg der Schiffe zu folgen und herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Dabei muss sie schon bald erkennen, dass sie das Leben aller in Gefahr bringt, die sie auf dieser Reise begleiten. Der Horror wartet im ewigen Eis ...

Hat es mir gefallen?

Aber sowas von. Es ist wieder ein großartiger, spannender, gänsehauttreibender Roman aus der Feder eines meiner Lieblingsautoren im Horrorgenre - Vincent Voss. Und dass er diesmal sehr intensiv und ausführlich recherchiert und entsprechend lange gebraucht hat, um das Buch zu schreiben, merkt man dem Skript an. Es ist mit vielen Details gespickt, sowohl in dem Handlungsstrang über die 3. Expedition, die in Form von Tagebucheinträgen eingebaut wurde, als auch in dem in der Gegenwart spielenden zweiten Handlungsstrang, dessen Mittelpunkt die Wissenschaftlerin Amelie bildet. Wie eingangs erwähnt, schafft es das Buch durch seine intensiven Beschreibungen von Landschaft und Nordpolarmeer, das Gefühl von durchdringender Kälte zu vermitteln. Der Horror schwingt zunächst eher unterschwellig mit, wie eine Ahnung, dass unter der Oberfläche etwas lauert, das jederzeit hervorbrechen könnte - und es dann auch tut. Oh, und wie es das tut. Ich erwähnte es ja schon: ein echter Voss.

Fazit:

Ich hätte das Buch vielleicht besser im Sommer vorgestellt, da hätte es für willkommene Abkühlung gesorgt. Wenn ihr also jetzt im Herbst und kommenden Winter dazu greift, sorgt dafür, dass ihr kuschelige Socken an den Füßen tragt, eine Wolldecke um eure Schultern gelegt ist und ein wärmendes Heißgetränk in greifbarer Nähe bereitsteht!

Ich vergebe 4,5 von 5 blutbesudelten Eisschollen.

Wenn ihr das Buch nun unbedingt lesen wollt (wovon ich ausgehe), empfehle ich, es direkt beim Verlag Torsten Low zu bestellen - und zwar hier.

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