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Mittwoch, 23. März 2016

Neulich in Leipzig - Messebericht Teil 2

Heute geht es in meinem Messebericht endlich auch mal um Bücher! Denn schließlich war ich auf einer BUCH-Messe und nicht auf einer Büchermenschen-Messe. Obwohl das eine das andere ja nicht ausschließt, weshalb auch die Büchermenschen heute noch einmal besondere Erwähnung finden. Hier kommt also Teil 2.

Bücher, Bücher, noch mehr Bücher

LBM Ausbeute :-)
Selbst gekauft habe ich mir eigentlich nur zwei Bücher, und zwar mein Printexemplar der Anthologie "Hinter den Kulissen", in der ich ja auch mit einer Kurzgeschichte vertreten bin, und ein Buch von Michael Marrak, nämlich "Morphogenesis". Aber als ich alle mitgebrachten Bücher auf dem Fußboden auslegte, staunte ich nicht schlecht. Das erklärt, wieso der Koffer auf der Heimreise so schwer geworden war!
In die meisten Bücher habe ich mir persönliche Widmungen schreiben lassen. Fünf davon waren Geschenke der Lieblingsautoren, bei denen ich am Sonntag ja den Frühschoppen mitmachen und am Glücksrad drehen durfte. Eines der abgebildeten Bücher werde ich übrigens nicht behalten, sondern werde es am Tag des Buches verschenken. Es enthält ein Autogramm der Autorin. Ihr dürft gern schon einmal raten, welches es wohl sein wird ...
Besonders freue ich mich über mein Belegexemplar von "Maleficus" von Melanie Vogltanz, das ich seinerzeit lektoriert hatte und das nun endlich als Print erhältlich ist. Und das Buch "Aus dunklen Federn 2" ist dank Herausgeberin Sonja Rüther auch zu einem besonderen Unikat in meinem Bücherregal geworden, denn sie schrieb nicht nur eine Widmung hinein, sondern zeichnete mir auch noch einen Zombie! *hach* Wenn ich die schon auf meinem Stapel ungelesener Bücher befindlichen Exemplare sowie die eBook-Ausgaben in der App meines Tablets dazurechne, werde ich wohl in den nächsten 12 Monaten kein neues Buch brauchen - an Lesestoff dürfte es mir für eine ganze Weile nicht mangeln!
 
Get together, Meet'n'Greet, Stammtisch - Zusammensein

Mit Matthias Matting bei den "Lieblingsautoren"
Das ist doch eigentlich das Wichtigste an so einer Messe. Man trifft aufeinander, man sieht sich wieder, trifft sich zum ersten Mal persönlich, lernt sich kennen, tauscht sich aus. Das habe ich nicht nur bei uns am Qindie-Stand jederzeit machen können, sondern auch bei vielen anderen Veranstaltungen und Gelegenheiten. Sehr gemütlich und spannend war ja schon der Workshop am Donnerstagabend. Die Lesung am Freitagabend bot ebenfalls reichlich Gelegenheit, auch wenn es dort ums Zuhören oder eben selbst Vorlesen ging.
Ein weiteres Highlight war das Treffen am Samstagabend, bei dem ich endlich ein paar der Autoren persönlich kennenlernen konnte, mit denen ich in der Charity-Anthologie "Hinter den Kulissen" vertreten bin. Man möge es mir nachsehen, ich und Namensgedächtnis - keine erfolgreiche Beziehung, aber es waren mit dabei: Uwe Tiedje, Silvia Nagels, Bernd Daschek und Vero KaA. Ich fand es schön, euch einmal persönlich zu treffen. Meine Facebook-Freundesliste ist auch gleich wieder gewachsen. ;-)
Ein letztes Highlight gab es für mich am Sonntagvormittag, als ich als VIP-Gast von Selfpublishing-Papst Matthias Matting persönlich am Stand der Lieblingsautoren begrüßt wurde und dort unter anderem mal am Glücksrad drehen durfte. Bis zu 4 Bücher konnte man gewinnen, und ich gewann: 4! Ich Glückskind. Obendrauf schenkte mir David Gray noch sein Buch "Kanakenblues", nachdem er mitbekommen hatte, dass ich danach gefragt hatte und es zunächst hieß, das gäbe es hier nicht. Gab es nämlich doch! Also nahm ich am Ende sogar 5 Bücher vom Frühschoppen der Lieblingsautoren mit. :-)

Meine Liebsten

Messekäffchen mit Melissa David
Ich habe wirklich viele gute Gespräche mit wirklich vielen tollen, lieben, interessanten Menschen auf der diesjährigen Messe geführt, ich kann hier gar nicht alle aufzählen, sonst haltet ihr nicht bis zum Ende des Artikels durch. Deshalb will ich - stellvertretend für viele großartige Begegnungen - ein paar liebe Menschen nennen, die einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben - hatten sie schon vor der LBM, jetzt aber haben sie Wurzeln geschlagen!

Melissa David, danke fürs Warten, bis wir einander gefunden haben! Danke für ein gemütliches Messekäffchen in Halle 2, für die süße Goodie-Bag und für viele spannende Einblicke in dein Schreiben und deine kommenden Projekte. Ich hoffe, ich darf dich dabei weiterhin begleiten! Bella Lamour, du bist der Hammer! Ich habe unsere Gespräche sehr genossen, danke für den Latte Macchiato und vor allem für die doch fast schon intimen Einblicke in deine Arbeitsweise und deine Recherchemethoden!
Mit Jenny Karpe bei neobooks
Jack und Tilly, ich liebe euch, und ihr wisst wofür - danke für den Muffin, die Knuddelattacken und vor allem für eure Geduld am Freitagabend, auch wenn ihr letzten Endes doch meinen Auftritt verpasst habt, weil ihr den Zug kriegen musstet. Wir kriegen das schon noch hin, eines schönen Tages (und dann erwarte ich tonnenweise Glitzer!). Jenny Karpe, danke für den Sekt, den du mir bei neobooks ergattert hast und für das kuschelige Beisammensein dort! Jürgen Eglseer, danke für deine herzlichen Umarmungen zu jeder Zeit und die guten Gespräche, die wir immer fetzenweise bei jeder unserer Begegnungen führten! Grit, danke für - ja auch! - die lieben Umarmungen und Knuddeleinheiten, werde schnell wieder fit!
Jasmin Zipperling, danke für unsere tolle 2er WG während der Messe. Wir haben uns immer nur ganz kurz gesehen, aber die Chemie stimmte, und die kurzen Gespräche waren intensiv. Ich halte die Daumen für deinen Pitch gedrückt! Sonja Rüther, ich habe mich riesig gefreut, dass wir es geschafft haben, uns spontan zu treffen. Danke für das gute Gespräch, das Rezensionsexemplar der neuen blutigen Federn und den "Personal Zombie", den du mir gezeichnet hast! Constantin Dupien, danke für einen geilen Abend in der Soupbar! Matthias Matting, danke, dass ich dein VIP-Gast sein durfte ^^ und danke vor allem für die hilfreichen Tipps zum Thema Facebook-Werbeanzeigen!
Selfie mit Bella Lamour

Auch auf die Gefahr hin, dass ich wieder jemanden vergesse, will ich es trotzdem versuchen und mich bei allen bedanken, die ich auf der Messe traf und mit denen ich den einen oder anderen schönen, erinnerungswürdigen LBM-Moment erleben durfte: Melanie Vogltanz, Schemajah Schuppmann, Katharina Groth, Anja Bauer, Stefanie Maucher, Lisanne Surborg, Joachim Sohn, Bernar LeSton, Michael Marrak, Torsten Scheib, Steffen Janssen, Lisa Wüllenweber, Annika Bühnemann, Poppy J. Anderson, Jens Schumacher, David Gray, Béla Bolten, Melanie Meier, Silvana Haagen, Peter T. Röder, Maria M. Lacroix, Kerstin Hornung, Asta Müller, Birgit Kluger, Susann Hauser, Kristina Schulze ...
Last, but noch least: Danke, danke, danke, ihr lieben Qindies! Ihr seid die Besten - wir waren ein geiles Team und haben die Buchmesse gerockt! Michael Siedentopf, Katharina Gerlach, Regina Mengel (weiterhin gute Besserung!), Florian Tietgen, Jacqueline Spieweg, Marny Leifers, Patricia Jankowski, Kathleen Stemmler - und auch hier habe ich wieder welche vergessen - bitte seht es mir nach und fühlt euch trotzdem gedrückt und geknuddelt!

Hach, wann ist wieder LBM? Ich kann es kaum erwarten ...

Und wenn ihr geglaubt habt, das wäre es gewesen - falsch gedacht! Morgen folgt der dritte und letzte Teil, und der enthält dann auch das Super-Duper-LBM-Souvenir-Gewinnspiel für euch!

Hier könnt ihr Teil 1 meines Messeberichts lesen. 


Sonntag, 21. Februar 2016

Die Verrückte mit dem 3-Tage-Roman - Jenny Karpe im Interview

Bild: Peter A  / pixelio.de
Vor wenigen Tagen ging ein literarisches Experiment zu Ende, das schon im Vorfeld für Wirbel, Aufregung und Empörung unter den Autoren und Buchmenschen gesorgt hat. Da wollte eine Jungautorin doch tatsächlich einen Roman mit einem Umfang von 60.000 Wörtern in nur drei Tagen schreiben, und neobooks und der dahinter stehende Verlag Droemer Knaur unterstützen und promoten das auch noch! Viele waren überzeugt, ohne mehr als die - zugegeben recht reißerisch formulierte - Überschrift zum Artikel gelesen zu haben: Das kann gar nicht gehen, das ist anmaßend, größenwahnsinnig und überhaupt, jetzt ist es soweit - das ist der Untergang des literarischen Abendlandes!

Ich verfolgte die Artikel, entrüsteten Blogartikel und die vielen Kommentare dazu mit amüsiertem Interesse. Ich bin ehrlich: Auch mir kam die Idee vor allem wahnsinnig vor. Auch ich konnte mir nicht vorstellen, wie so etwas zu schaffen sein soll. Aber ich reagierte, wie es zum Glück auch einige andere taten: Mit gesunder Skepsis und einer ordentlichen Portion Neugier beschloss ich, der Autorin viel Erfolg bei ihrem Vorhaben zu wünschen und das Ganze zu verfolgen - und mir ein eigenes Urteil erst im Anschluss zu erlauben. Dass man neuartige, unkonventionelle, wahnsinnig anmutende Ideen und Projekte schon im Vorfeld mit dem Daumen nach unten markiert, gefällt mir nicht.

Möglicherweise konnte ich auch deshalb die Angelegenheit entspannter betrachten, weil ich die Autorin schon eine Weile persönlich kenne. Jenny Karpe ist besessen vom Schreiben und Geschichtenerzählen, gleichzeitig verrückt und diszipliniert genug, um ein solches Vorhaben durchzuziehen - so mein subjektiver Eindruck.

Nachdem das Schreibexperiment nun zu Ende gegangen ist, fand Jenny auch noch die Kraft, mir meine neugierigen Interviewfragen zu beantworten. Was soll ich sagen: von Wahnsinn keine Spur! Aber lest selbst.

Jetzt mal ehrlich: Einen ganzen Roman in drei Tagen schreiben – wie soll das gehen? Und vor allem: Wie bist du auf so eine irre Idee gekommen?

Jenny: Im Schreibnacht-Forum haben wir über diese sogenannten „Schnelldreher“ diskutiert. Ich war immer skeptisch gegenüber den Leuten, die den NaNoWriMo am ersten Tag gewinnen. Darum – und weil ich gerade Semesterferien habe – dachte ich: Warum nicht mal selbst ausprobieren? Dann kannst du in Zukunft selbst sagen, welche Qualität so ein Schnelldreher hat. Ich war natürlich nicht die Erste, die so ein Projekt angegangen ist, Stichwort Michael Moorcock. Es gibt sogar einen jährlichen Schreibwettbewerb, bei dem man in den drei Tagen nicht nur schreibt, sondern auch plottet und überarbeitet. Das finde ich viel wahnsinniger als mein Vorhaben! :D

Worum genau geht es in deinem Roman? Erzähle doch mal in – sagen wir – drei prägnanten Sätzen darüber.

Jenny: Zwei verfeindete Völker müssen sich nach einer verheerenden Katastrophe ein kleines Stück Land teilen, eine instabile Insel. Die Streitigkeiten könnten die Insel kippen lassen, darum beschließen die Erwachsenen, die Kinder der Insel voneinander zu trennen – angeblich, um das Gleichgewicht zu wahren. Aaron und Kira – jeweils von unterschiedlichen Seiten – finden jedoch heraus, dass das nicht der wahre Grund für die Grenze ist.
Ich muss dazu anmerken, dass ich mich sehr schlecht kurzfassen kann. ;)

Was war zuerst da: die Idee zur Geschichte selbst oder die Idee zum Roman in drei Tagen?

Jenny: Während der Arbeiten an einem anderen Roman kam mir die Idee zu der instabilen Insel. Ich wusste nicht, wohin sich die Geschichte entwickelt, aber das Setting hat mir sehr gefallen. Einzelne Charaktere standen auch schon fest, bevor die Idee zu der Aktion kam.

Dein Schreibprojekt „Ein Roman in drei Tagen“ hat nach der offiziellen Ankündigung für einiges Aufsehen, ja fast schon einen Shitstorm gesorgt. Die Reaktionen reichten von „Tolle Sache!“ und „Verrückt, aber warum nicht?“ über „Was soll der Quatsch?“ bis hin zu „Sie zerstört den Buchmarkt!“ Wie viel davon hast du mitgekriegt, und wie hast du das Ganze aufgenommen?

Jenny Karpe (Bild: Victoria Birgel)
Jenny: Puh, das war teilweise wirklich hart. Leute, die mich nicht kannten und auch die Beweggründe hinter dem Experiment nicht verstanden haben, haben mich kritisiert. Ich habe die Gespräche in einigen Gruppen verfolgt und auch die Kommentare auf Facebookseiten gelesen, mich aber nirgends wirklich geäußert. Neobooks hat mir mitgeteilt, was für eine Reichweite der erste Post hatte, das hat mich völlig aus den Socken gehauen und auch sehr verunsichert. Eine Zeit lang wollte ich das Projekt gar nicht erst angehen. Andererseits gab es für diese Zweifel gar keinen Grund – es war immerhin ein Experiment. Die Leute von Neobooks und ich wollen einfach mal ausprobieren, was möglich ist. Ich bin sehr dankbar, dass Neobooks und viele meiner Freunde hinter mir standen, sonst wären diese Worte immer noch nicht geschrieben worden.

Du wurdest mit der Aktion auf gewisse Weise berühmt, und das noch, bevor du die erste Zeile geschrieben hast. Erhältst du persönliche Nachrichten? Wirst du auf der Straße oder an deiner Hochschule darauf angesprochen?

Jenny: Ohje, zum Glück ist letzteres nicht der Fall! Das wäre mir sehr unangenehm, vor allem in der Hochschule. Einige dort wissen ohnehin schon, dass ich schreibe; aber da ich ein kreatives Fach studiere, ist das da ganz normal. Man muss auch nicht alles über mich wissen – auf meiner privaten Facebookseite habe ich kein Sterbenswörtchen von der Aktion verraten. Persönliche Nachrichten habe ich hingegen extrem viele erhalten – Nachfragen, Motivationsschübe, Glückwünsche. Darüber habe ich mich sehr gefreut! Kritik ist bei mir hingegen nie persönlich eingeflattert, die musste ich immer erst in den Gruppen und auf Facebookseiten lesen.

Neobooks und der Knaur Verlag unterstützen dich bei deinem wahnsinnigen Schreibprojekt. Was genau tun sie denn für dich?

Jenny: Ich weiß gar nicht, wie viel ich davon verraten darf. ;) Ich hatte schon längere Zeit vor, bei Neobooks zu veröffentlichen. Umso überraschter war ich, als die Plattform auf mich zugekommen ist. Die Unterstützung gibt es vor allem in Sachen Marketing und Lektorat. Auch persönlich wurde immer nachgefragt, wie es mir geht, wie man helfen kann. Außerdem planen wir eine gemeinsame Aktion für die Leipziger Buchmesse, der ich schon aufgeregt entgegenfiebere!

Und wie ist es nun gelaufen - hast du geschafft, was du dir vorgenommen hast? Worauf hast du verzichtet, um die 60.000 Wörter in 72 Stunden zu wuppen? Wer oder was hat dir dabei geholfen?

Jenny: 50.001 Worte sind es insgesamt geworden, knapp 200 DinA5-Seiten. Ich habe bis auf eine Ausnahme normal geschlafen, normal gegessen – aber ansonsten eben nichts wirklich getan. Auf meinen Spanischkurs hätte ich auch verzichtet, wenn er nicht ausgefallen wäre. Mir hat es geholfen, nicht auf Facebook zu gehen, Mate zu trinken, Musik zu hören und von Freunden Drohungen zu bekommen, dass sie mir die Finger abschneiden, wenn ich nicht 600 Worte in 15 Minuten schaffe. Die Tage waren bis auf die Schreiberei recht unspektakulär, was gerade am zweiten Tag ziemlich demotivierend war. Es gab schließlich nichts, womit ich mich ablenken durfte.

Wie geht es mit deinem Roman nach der Rohfassung weiter? Gibt es schon konkrete Pläne und Deadlines? Wird neobooks dabei wieder eine Rolle spielen?

Jenny: Eine konkrete Deadline gibt es nicht, ich werde mich einfach so bald wie möglich (= sobald die Finger wieder wollen) an die Beendung des Romanes setzen. Anschließend wird mich Neobooks beim Lektorat unterstützen, damit ich noch in der ersten Jahreshälfte mein Debüt feiern kann. Ich kann gar nicht glauben, wie schnell das alles geht – immerhin liegen hier noch zwei andere Romane, die genau darauf warten. Im Grunde habe ich »Zwei Kontinente auf Reisen« zwischen drei andere Projekte geschoben, in die ich mich später wieder einarbeiten darf. Aber auch darauf freue ich mich!

Nach deiner Erfahrung, wie wirst du zukünftig an Romanprojekte herangehen? Hat sich etwas an deiner Arbeitsweise und/oder Einstellung grundlegend geändert?

Jenny: Ich weiß jetzt, welche Qualität 50.000 Worte haben, die an drei Tagen geschrieben wurden, also glaube ich auch zu wissen, welche Qualität 50.000 Worte an einem Tag haben – um auf die Autoren zurückzukommen, die den NaNoWriMo am ersten Tag stemmen. Natürlich weiß ich, dass das nur der erste Draft ist, trotzdem gefällt mir diese Arbeitsweise nicht unbedingt. In Zukunft wird es an meiner Tastatur wieder entspannter zugehen – dann spare ich mir vielleicht auch einige Überarbeitungszeit. Aber das wird sich alles erst in den kommenden Wochen ergeben.
Was sich hingegen verändert hat: Ich werde ab sofort immer so ausführlich plotten. Es hat mir gut getan, einen seitenlangen Plot neben mir liegen zu haben, bei dem ich einzelne Stationen abhaken konnte. Bei spontanen Einfällen wusste ich, woran ich etwas verändern darf und woran nicht – oder ob eine Szene gerade passt oder zu viel vorausnimmt. Das hat mich vor Schreibblockaden bewahrt, mir aber trotz allem viele Freiheiten gelassen.
Und zu guter letzt: Ich weiß jetzt, wie viel ich schaffen kann. Sollte ich einmal eine wirklich schlimme Deadline haben – zum Beispiel in der Uni – weiß ich, wie viele Worte an einem Tag entstehen können. Und das ist schon ein gutes Gefühl.

Das war’s auch schon. Ich wünsche dir noch viel Erfolg für deinen Roman!

Jenny: Es war mir ein Fest, liebe Jana! Vielen Dank für deine Fragen!