Heute in einem Monat habe ich um diese Uhrzeit hoffentlich schon Buchmesseluft geschnuppert, denn an diesem Tag reise ich nach Leipzig, und an diesem Tag fängt das wohl schönste Fest für Buchmenschen an - die Leipziger Buchmesse 2020.
Viel vor, (fast) nix geplant
Wenn ich mir meinen persönlichen LBM-Terminkalender vom letzten Jahr ins Gedächtnis rufe, dann fällt er dieses Jahr im Vergleich so klein aus, dass ich einen Terminkalender im Grunde gar nicht brauche. Voraussichtlich werde ich wieder wenigstens einen Vor- oder Nachmittag Standdienst bei Qindie haben - wie immer in Halle 5, Stand C301. Und am Freitagabend werde ich - das ist wirklich schon eine Tradition - in der SoupBar Summarum anzutreffen sein, wo ich wohl auch etwas vorlese. Aber eins nach dem anderen.
Donnerstag steht erst einmal die Anreise auf dem Plan. Dann beziehen wir unsere Autoren-WG, auf die ich schon gespannt bin. Es ist zum ersten Mal seit Jahren eine ganz neue Wohnung an einer anderen Adresse. Und es ist keine Qindie-WG mehr, aber meine Mitbewohner*innen sind trotzdem Lieblingsmenschen, mit denen ich schon einige Buchmesseabenteuer bestritten habe. Ich freue mich riesig, sie schon bald wiederzusehen. Dann hoffe ich, dass wir früh genug in Leipzig sein werden, um schon einen ersten Abstecher zum Messegelände machen zu können.
Freitag und Samstag werde ich nutzen, um die Messehallen zu erkunden und viele liebgewonnene Buchmenschen wiederzutreffen. Allein in Halle 2 rund um die Phantastikleseinsel sind wieder so viele großartige Kleinverlage vertreten, dass ich wahrscheinlich gar nicht weit kommen werde, wenn ich überall in Ruhe Halt mache. Aber auch in Halle 5 erwarten mich neben meinen Qindie-Mitstreitern eine Menge interessanter Autor*innen und Aussteller. Außerdem gibt es ja überall beinahe rund um die Uhr Lesungen, und da werden wir bestimmt auch bei ein paar hängenbleiben und lauschen.
Das LBM-Netzwerk
Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Leuten von Skoutz. Möglicherweise werden dann ja schon die diesjährigen Midlists zum Skoutz Award veröffentlicht, und da gibt es dann so oder so reichlich Gesprächsstoff. Bei PAN vorbeizuschauen, ist natürlich auch Pflicht, seit ich dort Mitglied bin. Außerdem gibt es dort Kaffee und die Möglichkeit, mal die müden Beine auszuruhen, und das Who-is-Who der deutschen Phantastik gibt sich dort quasi die Klinke in die Hand.
Ohne Qindie kann ich mir die LBM auch nicht mehr vorstellen. Die Vorbereitungen für unseren Messestand, wieder gleich gegenüber von Amazon KDP, laufen bereits auf Hochtouren, und es erwarten euch eine ganze Reihe Neuzugänge auf unserem Bücherregal. Vorbeischauen lohnt sich immer, und die Wahrscheinlichkeit, eure Lieblingsautoren bei Qindie zu treffen, ist wieder hoch, denn es haben sich einige angekündigt.
Besonders freue ich mich, den Science Fiction Autor Thor Ansell zu treffen. Er wohnt zwar um die Ecke, und wir treffen uns alle paar Monate sowieso auf einen Kaffee, aber er ist zum ersten Mal als Aussteller auf der LBM und wird seine Bücher zusammen mit einer Gruppe von SciFi-Autoren am eigenen Stand präsentieren. Gerade lese ich sein neues Projekt "Phobos" Korrektur. Teil 1 ist bereits erschienen, Teil 2 soll noch pünktlich zur Messe fertig werden - und wird sehnlichst von den Leser*innen erwartet.
Keine LBM ohne Lesung!
Am Freitagabend geht es in die gemütliche SoupBar Summarum, und ihr kommt auch alle, ja? Denn dann lernt ihr sympathische Verleger, liebenswerte Autor*innen und ihre fantastischen Geschichten kennen und könnt die leckeren Suppen probieren, die dort frisch zubereitet serviert werden, von den leckeren Cocktails fangen wir gar nicht erst an. Michaela Harich von Alea Libris und Jürgen Eglseer vom Amrun Verlag präsentieren dann nämlich "Fairytales & Fremde Welten", und diese Autor*innen sind mit dabei: Stephanie Kempin, Mario Steinmetz, Holger Vos, Michaela Harich und ich! Von mir werdet ihr übrigens die eine oder andere neue Gänsehautpraline zu hören bekommen - ja, dieses Buchprojekt ist immer noch in Arbeit und wächst, langsam zwar, aber stetig.
Bei welcher Lesung (oder Messeparty?) wir am Samstagabend landen werden, steht noch in den Sternen, aber in der WG bleiben wir sicher nicht sitzen.
Die LBM - Geburtsort der besten Ideen
Was wäre die Leipziger Buchmesse ohne kreativ-konstruktive Gespräche? Ich muss euch nicht daran erinnern, dass die Idee zu Michaela Harichs "Das Einhorn, der Zombie und ich" während eines solchen Messegesprächs geboren wurde (übrigens in der Soupbar Summarum - ein wahrhaft historischer Ort!). Oder die Bloody-Qindie-Anthologien - die Ideen entstanden abends in der Qindie-Messe-WG.
Gelegenheiten zum lustigen Brainstormen und Entwickeln durchgeknallter Ideen wird es bestimmt zahlreiche geben. Wer weiß, mit welchen kühnen Projekten und wahnwitzigen Ideen ich dieses Jahr heimkomme?
So, ich muss weiter, habe selbst noch ein paar Messevorbereitungen zu treffen.
Also, sehen wir uns in Leipzig?
P.S. Ich werde wahrscheinlich erst nach der LBM ausführlich hier auf dem Blog berichten, aber vor Ort könnt ihr mir auf Twitter oder Instagram (gern auch bei Qindie - Twitter und Instagram) folgen, dort werde ich quasi die Liveberichterstattung machen.

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