Am 26. August 2023, einem herrlichen, sommerlich-warmen Samstag, war es für mich das erste Mal seit mehr als drei Jahren soweit: Ich durfte vor Publikum lesen!
In einem Festzelt auf dem wunderschönen Gelände des Dietzenbacher Obst- und Gartenbauvereins gestalteten die Frankfurter Autorin Martina Peukert und ich einen lauschig-gemütlichen Nachmittag mit Passagen aus unseren Büchern.
Endlich wieder vorlesen!
Ich kannte Martina Peukert vorher gar nicht, wir waren beide unabhängig voneinander zur Lesung eingeladen worden. Martina, für die das Schreiben von Büchern nur eine ihrer vielen Facetten ist, begann den Nachmittag und gab erst einmal einen Einblick in ihren Krimi "Mord im Cluburlaub". Das fing schon mal amüsant an und wurde nur noch gesteigert, als Martina zu ihrem zweiten Buch überging: "Oma Gisela geht ins Internet". Das Buch über Oma Gisela und wie sie das Internet entdeckte, basiert tatsächlich auf echten Erfahrungen, die Martina Peukert in ihrem Beruf als IT-Coach mit Senior:innen gemacht hat. Das Publikum, das - wie es sich zufällig ergab - vorwiegend aus gutgelaunten Damen im eher rüstigen Alter bestand, amüsierte sich prächtig. Das eine oder andere Kichern klang auch ein bisschen, als fühlte sich da jemand ertappt, was die anderen erst recht zum Lachen brachte.
Nach einer Pause mit Sekt und Snacks war dann endlich ich dran. Man hatte mich angekündigt als die "Autorin mit den blutigen Geschichten". Es blieben aber alle Gäste mutig sitzen und lauschten andächtig, als ich zunächst mit einer meiner Mikrogeschichten startete. Ich nahm mir auch die Zeit, das Konzept der Kurzgeschichte und warum ich es so liebe, mich (und andere) zu gruseln, näherzubringen. Das kam gut an. Besser kam nur noch meine Geschichte an, die ich komplett vorlas: "Die Lektüre der alten Dame". Mein Garten-Publikum hatte sozusagen die Ehre, einer exklusiven Preview beizuwohnen, denn diese Geschichte habe ich gerade erst geschrieben. Sie wird im Oktober in der nächsten Bloody-Qindie-Anthologie erscheinen.
Gänsehautfaktor mit Lokalkolorit
Dass ich mit der Geschichte einen Nerv traf, lag weniger am Grusel- oder Blutfaktor. Blut kam so gut wie gar nicht vor, dafür jede Menge Lokalkolorit, denn diese Geschichte spielt komplett in Dietzenbach. Der Bücherschrank auf dem Platz gleich bei mir um die Ecke spielt eine zentrale Rolle darin. Die Seniorenwohnanlage, die hundert Meter von unserem Lesegarten entfernt liegt, finden darin ebenso Erwähnung wie die Christuskirche in der Altstadt und das gerade erst eingeweihte 3D-Relief auf dem Roten Platz. Aber es gibt darin auch einen Geist und ein besonderes Buch, um das sich am Ende alles dreht.
Martina und ich konnten anschließend beide einige Exemplare unserer Bücher verkaufen und erhielten von den Besucherinnen viel Lob und sehr schönes Feedback. Es war ein rundum gelungener Nachmittag, perfekt organisiert von Jenny und Gisela, unseren persönlichen Ansprechpartnerinnen vom Gartenverein - mein besonderer Dank an euch beide!
Sollte der Verein ein solches Event wiederholen - mit anderen Autor:innen und Geschichten -, bin ich auf jeden Fall wieder dabei - als Gast und aufmerksame Zuhörerin.




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