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Dienstag, 12. September 2023

Lesung im Garten - Neulich in Dietzenbach

Am 26. August 2023, einem herrlichen, sommerlich-warmen Samstag, war es für mich das erste Mal seit mehr als drei Jahren soweit: Ich durfte vor Publikum lesen!

In einem Festzelt auf dem wunderschönen Gelände des Dietzenbacher Obst- und Gartenbauvereins gestalteten die Frankfurter Autorin Martina Peukert und ich einen lauschig-gemütlichen Nachmittag mit Passagen aus unseren Büchern.



Endlich wieder vorlesen!

Ich kannte Martina Peukert vorher gar nicht, wir waren beide unabhängig voneinander zur Lesung eingeladen worden. Martina, für die das Schreiben von Büchern nur eine ihrer vielen Facetten ist, begann den Nachmittag und gab erst einmal einen Einblick in ihren Krimi "Mord im Cluburlaub". Das fing schon mal amüsant an und wurde nur noch gesteigert, als Martina zu ihrem zweiten Buch überging: "Oma Gisela geht ins Internet". Das Buch über Oma Gisela und wie sie das Internet entdeckte, basiert tatsächlich auf echten Erfahrungen, die Martina Peukert in ihrem Beruf als IT-Coach mit Senior:innen gemacht hat. Das Publikum, das - wie es sich zufällig ergab - vorwiegend aus gutgelaunten Damen im eher rüstigen Alter bestand, amüsierte sich prächtig. Das eine oder andere Kichern klang auch ein bisschen, als fühlte sich da jemand ertappt, was die anderen erst recht zum Lachen brachte. 

Nach einer Pause mit Sekt und Snacks war dann endlich ich dran. Man hatte mich angekündigt als die "Autorin mit den blutigen Geschichten". Es blieben aber alle Gäste mutig sitzen und lauschten andächtig, als ich zunächst mit einer meiner Mikrogeschichten startete. Ich nahm mir auch die Zeit, das Konzept der Kurzgeschichte und warum ich es so liebe, mich (und andere) zu gruseln, näherzubringen. Das kam gut an. Besser kam nur noch meine Geschichte an, die ich komplett vorlas: "Die Lektüre der alten Dame". Mein Garten-Publikum hatte sozusagen die Ehre, einer exklusiven Preview beizuwohnen, denn diese Geschichte habe ich gerade erst geschrieben. Sie wird im Oktober in der nächsten Bloody-Qindie-Anthologie erscheinen.

Gänsehautfaktor mit Lokalkolorit

Dass ich mit der Geschichte einen Nerv traf, lag weniger am Grusel- oder Blutfaktor. Blut kam so gut wie gar nicht vor, dafür jede Menge Lokalkolorit, denn diese Geschichte spielt komplett in Dietzenbach. Der Bücherschrank auf dem Platz gleich bei mir um die Ecke spielt eine zentrale Rolle darin. Die Seniorenwohnanlage, die hundert Meter von unserem Lesegarten entfernt liegt, finden darin ebenso Erwähnung wie die Christuskirche in der Altstadt und das gerade erst eingeweihte 3D-Relief auf dem Roten Platz. Aber es gibt darin auch einen Geist und ein besonderes Buch, um das sich am Ende alles dreht.

Martina und ich konnten anschließend beide einige Exemplare unserer Bücher verkaufen und erhielten von den Besucherinnen viel Lob und sehr schönes Feedback. Es war ein rundum gelungener Nachmittag, perfekt organisiert von Jenny und Gisela, unseren persönlichen Ansprechpartnerinnen vom Gartenverein - mein besonderer Dank an euch beide!

Sollte der Verein ein solches Event wiederholen - mit anderen Autor:innen und Geschichten -, bin ich auf jeden Fall wieder dabei - als Gast und aufmerksame Zuhörerin.




Dienstag, 27. Oktober 2020

"Süßes für den Teufel" - Meine kleine neue Halloween-Geschichte

In wenigen Tagen ist Halloween. Und nachdem es schreibtechnisch lange ruhig bei mir war, könnt ihr euch endlich wieder ein bisschen Gruselgänsehaut bereiten lassen - mit einer neuen Halloween-Geschichte aus meiner Feder!

Vor ein paar Jahren fragte die Redaktion der Offenbach Post bei mir an, ob ich für den Lokalteil der Ausgabe vom 31.10.2015 eine passende Gruselgeschichte mit Bezug zur Stadt Dietzenbach parat hätte. Hatte ich nicht, also schrieb ich extra eine. Heraus kam eine zwar durchaus schaurige, aber insgesamt recht harmlose, familientaugliche Halloween-Geschichte, frei von Blut und Toten. Schließlich wurde sie in einer auflagenstarken Tageszeitung abgedruckt, auf die auch Kinder, ältere Menschen und andere Zartbesaitete Zugriff hatten.

An diese Geschichte erinnerte ich mich neulich wieder, als ich auf der Suche nach einem Parkplatz in Dietzenbach an der berühmten Deiwelchen-Figur vor dem Heimatmuseum vorbeifuhr. Mir fielen spontan ein paar Ideen ein, wie ich aus der „zahnlosen“ Ursprungsgeschichte eine echte Horror-Story machen konnte. Länger, mit Blut, Toten, mehr Action und Keksen. Also schrieb ich die Geschichte ein zweites Mal.

Und so liegt heute, fünf Jahre nach der Entstehung der jugendfreien Version, die Ausgabe für Erwachsene vor – und die ist nicht mehr für Zartbesaitete geeignet.

Ihr wurdet gewarnt!

Wo könnt ihr es herunterladen? Hier:


"Süßes oder Verderben!"
Wie jedes Jahr zu Halloween backt Luise ihre geheimnisvollen Kekse für einen ganz besonderen Gast. Doch diesmal läuft etwas schief, und die Situation eskaliert.
Enthält Gewalt, Blut und Spuren von Haselnüssen.


Wollt ihr euch die Geschichte gern vorlesen lassen? Auf dem Podcast Klausgesprochen wird das pünktlich zu Halloween möglich sein. Schaut dort gerne vorbei, Klaus Neubauer, der auch bei der Hörbuchversion von meinen "Dunklen Begegnungen" als einer der Sprecher dabei war, freut sich über euren Besuch!

Ich wünsche euch allen eine schaurig-schöne Herbstzeit, bleibt gesund!

Dienstag, 3. November 2015

Grüße aus Halloween-Town

Am vergangenen Wochenende hat sich für mich ein weiterer Wunsch meiner Autorenlaufbahn erfüllt: Einmal mit etwas Selbstgeschriebenem in der Zeitung veröffentlicht werden. Die Offenbach Post, eine große lokale Tageszeitung, hatte mich eingeladen, eine Halloween-Kurzgeschichte mit Dietzenbacher Bezug für den lokalen Teil der Wochenendausgabe zu verfassen. Die Idee entstand aus der Lesung am 17. Oktober, zu der ebenfalls eine Dame von der Zeitung anwesend war. Weil nun Halloween praktischerweise auf einen Samstag fiel, kam der Redakteur mit seinem Vorschlag auf mich zu. Ich hätte da ja vielleicht sogar was Passendes in der Schublade, meinte er freundlich.

Wie grandios war das denn? Eine quasi garantierte Veröffentlichung in der Presse? In der Wochenendausgabe, die wohl weitaus häufiger und intensiver gelesen wird, weil die Leute dann Zeit haben? Einziges Problem: Ich hatte nichts "Passendes in der Schublade". Hinzu kam, es durfte nicht wirklich gruselig, schon gar nicht brutal, sondern eher familientauglich werden. Also ran an die Tastatur und was Passendes zaubern. Am Ende kam die Geschichte von Oma Luise und dem Deiwelchen heraus. Letzteres ist ein Wahrzeichen unserer Stadt, dem ich nun Leben - und Lust auf Süßes - eingehaucht habe.

Die Geschichte wurde von einem kleinen Autorenporträt begleitet und füllte eine halbe Seite! Ich bin begeistert und teile meine Freude gern mit euch!

So sah der Artikel in der Offenbach vom 17. Oktober 2015 aus:

Hier könnt ihr meine Geschichte online nachlesen: Schleckermaul auf dem Dachbalken.

Ich hoffe, ihr alle hattet ein schönes Halloween-Fest und habt fleißig Süßes an die Kinder aus eurer Nachbarschaft verteilt. Meine Kids haben ordentlich gesammelt, und ich habe gefühlte drei Kilogramm Süßigkeiten verteilt, denn bei uns im Viertel ist an Halloween immer richtig was los. Übrigens - so sah unser selbstgeschnitzter Kürbis aus.



Ein kleines Kunstwerk, nicht wahr?