Posts mit dem Label Pandemie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pandemie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 10. November 2020

Wenn die Welt klein wird und bedrohlich

Es ist nun soweit: Die Anthologie, die mitten in der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 entstand, ist nun erhältlich. Es mag zynisch klingen, aber der Zeitpunkt der Veröffentlichung fällt zufällig mit dem vorläufigen Höhepunkt der zweiten Welle und dem "Lockdown Light" zusammen, und das ist ja mal ein Timing, wie es kein Drehbuchautor hätte besser planen können.

Auf jeden Fall ist es höchste Zeit, dass ich eure geschätzte Aufmerksamkeit nun wieder auf dieses besondere Buch lenke.




Wenn die Welt klein wird und bedrohlich - Schreiben aus der Corona-Isolation

Ich konnte selbst leider noch keinen Blick ins Buch werfen, kenne also nur meinen eigenen Beitrag, der euch hoffentlich wieder gefallen wird. Aber die namhafte Liste der beitragenden Autor*innen signalisiert ganz deutlich, dass die Anthologie prall gefüllt ist mit hervorragenden Texten, Essays, Gedichten und Kurzgeschichten. Ich fühle mich jedenfalls sehr geehrt, mich in diese großartige Riege einreihen zu dürfen.

Das Taschenbuch könnt ihr direkt beim Blitz-Verlag bestellen, und ich rate dazu, nicht zu lange zu zögern, denn die exklusive Sammlerausgabe ist limitiert. Das E-Book bekommt ihr bei Amazon und bei Thalia. Da ist also hoffentlich für jeden Interessierten der passende Kanal vertreten.

Übrigens könnt ihr dem Buch neuerdings auf Facebook folgen. Eine ganze Seite wurde ihm gewidmet, und ihr könnt euch dort stets auf dem Laufenden halten, wenn es Neuigkeiten rund um die Anthologie, den Herausgeber Felix Woitkowski und die Autor*innen gibt.

Bleibt bitte gesund, passt auf euch und eure Lieben gut auf
und nutzt die Zeit, um zu lesen - zum Beispiel dieses Buch.


Sonntag, 4. Dezember 2016

2. Advent - Gewinnspiel mit Thor Ansell

Ich wünsche einen frohen 2. Advent allerseits! Schön, dass ihr wieder bei mir vorbeischaut. Ihr kommt genau richtig, denn soeben ist die zweite Runde meines Adventsgewinnspiels gestartet. Diesmal wird es sauspannend.

Ich präsentiere euch:

"Pandemie" von Thor Ansell

Stellt euch eine mysteriöse Krankheit vor, die langsam, aber sicher um sich greift. Stellt euch vor, diese Krankheit bewirkt bei Männern außergewöhnlich aggressives, brutales Verhalten, sie greifen andere Menschen an, vergewaltigen Frauen und übertragen den Krankheitserreger auf noch mehr Menschen. Stellt euch vor, eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern und ein paar Militärs, in aller Eile zusammengestellt, wird in einem riesigen unterirdischen Bunker eingesperrt, um dort nach der Ursache für die Krankheit und einem Heilmittel zu forschen. Sie kämpfen gegen die Zeit und gegen Gefahr aus den eigenen Reihen, während draußen die Seuche weiter unbarmherzig um sich greift.

Klingt nach einem hollywoodreifen Thriller? Gut. Dann stellt euch jetzt vor, dass all dies in Deutschland geschieht. Mitten unter uns. Die ersten Opfer gibt es in Berlin, weshalb die Krankheit auch den Beinamen "Berlin-Syndrom" erhält. Deutsche Wissenschaftler, Bundeswehrsoldaten, ein zum Hightech-Forschungslabor umgebauter ehemaliger Bundeswehrbunker irgendwo in der Sächsischen Oberlausitz, unheimliche Vorkommnisse mitten in Berlin. Und die Krankheit scheint sich durch nichts aufhalten zu lassen. Nicht umsonst trägt der Roman den Titel "Pandemie".

Horror auf deutschem Boden - Warum eigentlich nicht?

Erst vor ein paar Tagen kam in einer Facebookgruppe die Diskussion auf, ob Fantasyromane in Deutschland überhaupt funktionieren können, und erstaunlich viele Teilnehmer beantworteten die Frage mit Nein. Viele waren sogar davon überzeugt, dass Genres wie Fantasy, Horror und selbst der gute alte Thriller auf deutschem Boden nicht oder nur bedingt funktionieren. Sie greifen bewusst lieber zu Geschichten, die in England oder gleich den USA spielen. Sie empfinden Deutschland als Schauplatz als lahm, langweilig, öde. Kennt man ja alles schon.

Ich kann diese Einstellung nicht nachvollziehen. Sprechen wir wirklich vom selben Land? Ich finde es gerade reizvoll, eine solche Geschichte zu lesen, die in meinem Land, meiner Gegend, vielleicht sogar meiner Stadt spielt. Der Horror wohnt gleich nebenan - Tür an Tür mit Fantasy und all ihren verwandten Genres. Ich schreibe selbst auch am liebsten unheimliche Geschichten, die oftmals gleich um die Ecke passieren. Alltägliches, vermeintlich Bekanntes wird plötzlich demaskiert, mutiert zur Gefahr, verwandelt sich in tödliche Bedrohung. Ganz normale Menschen, bei Ansell zwar Wissenschaftler oder Soldaten, aber mit Schwächen und Macken, stehen im Mittelpunkt - Leute, die auch meine Nachbarn sein könnten. Ich finde das toll, und ich finde es toll, dass der Autor Thor Ansell sich für Deutschland als Ort des Geschehens entschieden hat. Dies und Ansells bildhafter, mitreißender Erzählstil, der das Kopfkino permanent befeuert, sorgen dafür, dass "Pandemie" ein gelungener Pageturner geworden ist.

Zombies, die keine sind

Thor Ansell macht das wirklich geschickt: Er hat seinen Roman als Science Thriller eingeordnet. Der Thrill kommt auch auf fast keiner Seite zu kurz. Der Science-Aspekt wird bestens bedient - Fans von Michael Crichton oder Frank Schätzing werden ihre helle Freude an den gut recherchierten Fakten haben, auf denen die Geschichte fußt. Und kombiniert wird das Ganze mit ziemlich typischen Horrorelementen. Jeder Horrorfan kennt Zombiegeschichten, ob als Buch oder Film. Zombies, ob nun schlurfend oder rennend, ähneln sich in allen Geschichten ziemlich. Bei Thor Ansell gibt es eigentlich keinen einzigen Zombie im klassischen Sinne, aber die Kranken verhalten sich ähnlich wie die Untoten, und viele Aspekte, die das Thema Zombie so reizvoll machen - Isolation, die schnelle Verbreitung, der Zusammenbruch ganzer Strukturen und der Verfall von Moral und Anstand - werden hier verarbeitet. Darüberhinaus kommt der Splatterfaktor nicht zu kurz.

Der Autor

Thor Ansell kam Mitte des Jahres auf mich zu. Er suchte jemanden fürs Korrektorat von "Pandemie". Ich biss an, weil ich bei dem Thema einfach nicht Nein sagen konnte. Der Roman ist Ansells Debüt. Er kommt aus einem ganz anderen Bereich, obwohl es da durchaus Parallelen gibt: Er ist Filmemacher und Drehbuchautor. "Pandemie" ist übrigens aus einem Drehbuchmanuskript entstanden, das sogar für einen Preis nominiert war. Ich durfte Thor Ansell auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen und kann euch sagen: In dem Mann stecken noch ganz viele Geschichten, die er nun nach und nach aufschreiben will. Der nächste Roman steht quasi in den Startlöchern, und ich bin vor Spannung schon ganz hibbelig. Wir werden nämlich wieder zusammenarbeiten!

Aber erst einmal ...

So, bevor diese Lobhudelei noch völlig ausartet, kommen wir zum Gewinnspiel. Es ist ganz einfach:
Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, hinterlasst euren Kommentar unter diesem Artikel.
Ihr habt dafür Zeit bis Mittwoch, 07. Dezember 2016, 22 Uhr.
Danach lose ich aus und gebe den Gewinner hier und auf meiner Facebookseite bekannt.
Das Buch wird der- oder demjenigen dann von Thor Ansell persönlich mit Widmung zugeschickt.

Die Wartezeit bis zur Auslosung könnt ihr ja überbrücken, indem ihr dieses tolle Interview mit Thor Ansell auf der Leserkanone lest. Oder ihr werft schon einen ersten Blick ins Buch, zum Beispiel hier. Oder ihr guckt euch diese schöne Booktuber-Rezension von creepy creatures reviews an. Und wenn ihr mögt, besucht noch die Facebookseite und hinterlasst ein herzliches "Gefällt mir".

Bis bald, habt noch einen schönen zweiten Advent!
Bild: angelina.s...k....  / pixelio.de