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Donnerstag, 11. März 2021

Leipziger Buchmesse 2021 - Lasst uns lesen!

Es bleibt dabei, die klassische Leipziger Buchmesse, wie wir sie kennen und lieben (!), wird auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Das heißt jedoch nicht, dass in Leipzig Ende Mai gar nichts los ist. Und wir müssen auch nicht unbedingt extra hinfahren, um daran teilzuhaben. Ganz coronakonform hat sich die Leipziger Buchmesse einiges überlegt, um uns die Welt der Bücher dennoch erlebbar zu machen und näherzubringen.


Leipziger Buchmesse veranstaltet Leipzig liest extra


Persönliche Begegnungen mit Autor:innen – trotz pandemischer Regeln. Literatur sichtbar machen – trotz fehlender Plattformen. Blickwinkel aus aller Welt – trotz eingeschränkter Mobilität. Das alles wird es vom 27. bis 30. Mai geben. Dann veranstaltet die Leipziger Buchmesse ein Leipzig liest extra mit Lesungen im Stadtgebiet, der Prämierung herausragender Bücher und digitalen internationalen Begegnungen. Das detaillierte Programm wird Anfang Mai veröffentlicht.
 
„Wenn der Branche im Moment eines fehlt, dann ist es die persönliche Begegnung“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Nach der Absage der diesjährigen Leipziger Buchmesse haben wir uns daher entschieden, den Fokus in diesem Jahr genau auf dieses persönliche Miteinander zu setzen – natürlich soweit es das pandemische Geschehen zulässt. Leser:innen und Autor:innen sollen sich wieder begegnen, diskutieren, einander inspirieren. Ideen sollen wieder sichtbarer werden. Lasst uns lesen – das ist das Credo für unser Leipzig liest extra. Und darauf freue ich mich sehr.“
 
Den Kern der Sonderausgabe des Lesefests bilden – sofern es die pandemischen Bedingungen erlauben – rund 300 Veranstaltungen im Leipziger Stadtgebiet. An ausgewählten Orten werden Autor:innen und Leser:innen einander treffen können, natürlich unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen. Um die Lesungen einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen, werden einzelne Veranstaltungen zusätzlich auf der Plattform der Leipziger Buchmesse gestreamt – für alle interessierten Leser:innen zugänglich und kostenfrei.

Bild: Leipziger Buchmesse/Leipzig liest extra


Auf zwei eigens geschaffenen „Leipzig liest“-Bühnen präsentieren die öffentlich-rechtlichen Programmanbieter die Novitäten des Frühjahrs. So planen MDR und ARD vom 27. bis 30. Mai zahlreiche Literaturerlebnisse im digitalen Raum. Unter anderem startet am 29. Mai von 10 bis 20 Uhr ein Lesemarathon im ARD-Forum in der Alten Handelsbörse. Im Halbstundentakt präsentieren hier Kulturjournalist:innen aus der ganzen ARD Autor:innen und ihre Bücher. Auch das Blaue Sofa ist bei Leipzig liest extra mit einem Sonderprogramm dabei. Das Autorensofa von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat wechselt von der Glashalle in die Kongresshalle am Zoo Leipzig und präsentiert täglich Lesungen und Autor:innengespräche. Diese werden ebenfalls gestreamt und auf der Plattform der Leipziger Buchmesse präsentiert.
 

Ausgezeichnete Literatur: Preis der Leipziger Buchmesse und Preis zur europäischen Verständigung


Großartige Bücher werden auch in pandemischen Zeiten geschrieben. Die Würdigung dieser Bücher darf daher bei Leipzig liest extra nicht fehlen. Die Verleihung des Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung an Johny Pitts findet am Abend des 26. Mai 2021 in der Nikolaikirche statt. Die Laudatio hält die Lektorin, Verlegerin und Literaturagentin Elisabeth Ruge. Im Rahmen des Festaktes wird zudem der Preisträger 2020 László Földényi coronabedingt nachträglich geehrt. Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in diesem Jahr am Freitag, 28. Mai, 16 Uhr vergeben. In der Kongresshalle am Zoo Leipzig werden die Preisträger in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung geehrt. Beide Veranstaltungen werden zusätzlich über die Plattform von Leipzig liest extra gestreamt.
 
Weitere Preisverleihungen wie der Lesekompass zur Prämierung von Kinder- und Jugendbüchern, der Fantasypreis Seraph, der Kurt-Wolff-Preis für unabhängige Verlage, der prix de lyceens für französische Jugendliteratur und der Sales Award für herausragende verkäuferische Leistungen in der Buchhandelsbranche sind geplant.

Internationale Einblicke trotzt eingeschränkter Mobilität: Common Ground und Portugal


Nie war die Sehnsucht nach internationalen Eindrücken größer. Mit internationalen Lesungen und Diskussionen wirft Leipzig liest extra einen Blick auf die europäische Literatur. Literatur aus Südosteuropa rückt bei Common Ground in den Fokus. Schwerpunkt bildet in diesem Jahr „Archipel Jugoslawien – Von 1991 bis heute“. In digitalen Gesprächen, Diskussionen, Buchpräsentationen, Spiel- und Dokumentarfilmen werden Autor:innen und weitere Akteur:innen dieser Region zur Sprache kommen. Das Programm wird auf der Plattform von Leipzig liest extra gestreamt. Die genaue Umsetzung des ursprünglich geplanten Gastland-Auftritts Portugals „Unerwartete Begegnungen“, in deren Fokus die Präsentation der über 50 Novitäten steht, wird aktuell mit den Organisatoren besprochen. Informationen dazu folgen zeitnah.

Leipziger Autorenrunde: Digitaler Austausch zu aktuellen Herausforderungen


Die Corona-Pandemie hat das Arbeiten der Autor:innen grundlegend verändert. Es fehlt an Austausch und unmittelbarer Reflexion durch das Publikum. Umso mehr hat sich die Leipziger Autorenrunde – eine Kooperation der Leipziger Buchmesse mit Publisher und Community-Konzepter Leander Wattig – in diesem Jahr das Ziel gesetzt, diesen Austausch noch stärker zu fördern. Nach acht Jahren analoger Leipziger Autorenrunde findet diese erstmals digital statt. Am 29. Mai können sich Branchenvertreter:innen im digitalen Raum treffen, um über die drängenden Themen dieser Zeit zu diskutieren.

Bunte Farbtupfer: Manga-Comic-Con mit Community-Aktionen


Wenn die Community der Manga-Comic-Con (MCC) in den letzten Jahren eins bewiesen hat, dann ist es die Tatsache, dass sie bunt und vielfältig ist – eine gelungene Abwechslung in herausfordernden Zeiten. Im Rahmen von Leipzig liest extra präsentiert sich die MCC mit mehreren Community-Aktionen und MCC Kreativ Digital, einer Kunstausstellung im Netz. Detaillierte Infos folgen im April.

Über Leipzig liest extra – eine Veranstaltung der Leipziger Buchmesse

2021 musste die Leipziger Buchmesse aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Um dennoch Autoren und Leser zusammen zu bringen, veranstaltet die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr ein Leipzig liest extra – mit rund 300 Veranstaltungen im Leipziger Stadtgebiet, Preisverleihungen und digitalen Begegnungen. Ausgewählte Veranstaltungen werden zusätzlich auf der Website der Leipziger Buchmesse gestreamt und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht. #Leipzigliestextra #lbm21

Alle Informationen und Termine gibt es auf der offiziellen Seite der LBM.

Mittwoch, 19. März 2014

Leipziger Autorenrunde 2014 - Nachlese


 
Wilhelm Uschtrin

Während der LBM 2014 hatte ich das Vergnügen, an der Leipziger Autorenrunde teilzunehmen. Sie fand am Messesamstag im Congress Center der Messe statt und dauerte von 10 bis etwa 17 Uhr fast den ganzen Tag. Glücklicherweise hatte ich mich schon am Tag zuvor auf der LBM umsehen können, sonst hätte ich gar nichts weiter mitbekommen! Statt also durch überfüllte Hallen zu laufen, überteuertes Messejunkfood zu konsumieren und mein ganzes Taschengeld für Bücher auszugeben, blieb ich im CCL und erlebte eine Veranstaltung für Autoren, bis zum Bersten gefüllt mit Informationen, hilfreichen Tipps, interessanten Einsichten und vielen Inspirationen. Und lecker Schnittchen, Kuchen und Kaffee gab es auch noch!

David Gray
Die Leipziger Autorenrunde fand - passend zum Konzept - an insgesamt zehn runden Tischen statt, an denen sich immer ein Experte zu einem bestimmten Thema fand, um den sich dann die interessierten Autoren versammelten, erst aufmerksam lauschten und später ihre Fragen stellten und diskutierten. Es gab drei Sessions à zwei Runden. Leander Wattig, der das Ganze moderierte, achtete auf die Einhaltung der Zeiten und gab jeweils das Kommando, wenn eine Runde beendet werden musste, um der nächsten Platz zu machen. Dann gab es jedes Mal das große Gerenne und Stühlerücken, bis jeder Teilnehmer am Tisch seiner Wahl Platz genommen hatte.

André Hille

Erstaunlicherweise (obwohl, warum nicht?) liefen die fliegenden Wechsel trotz des Gewusels immer entspannt und friedlich ab; Streits um weggenommene Sitzgelegenheiten erlebte ich jedenfalls nicht. Und wenn sich mal mehr als die vorgesehenen zehn Teilnehmer für eine Runde interessierten, war es überhaupt kein Problem, dass sich weitere Zuhörer in zweiter Reihe dazugesellten. Auch die Lautstärke war gut auszuhalten. Die Experten gaben sich größte Mühe, laut und deutlich zu sprechen, und die Zuhörer sperrten ihre Lauscher so weit wie möglich auf und schwiegen konzentriert, damit sie alles mitbekamen.

Die Themen waren weit gefächert und boten ein Spektrum, aus dem sich jeder Teilnehmer in jeder Runde etwas herausfischen konnte, das ihn besonders interessierte. Eigentlich gab es sogar so viele spannende Themen, dass ich mehr als einmal eine Münze hätte werfen müssen, um mich zu entscheiden.

Das waren die Expertenrunden, bei denen ich dabei war:

Silke Buttgereit

Wilhelm Uschtrin stellte die ganz neu gegründete Autorenwelt vor und holte sich bei uns Anregungen und Wünsche ein, damit diese Community eines Tages die erste Adresse für Autoren und alle anderen Aktiven des Literaturbetriebs werden würde. Der Filmkritiker und Drehbuchautor David Gray sprach über die Gestaltung des Bösewichts im Spannungsroman - mein Lieblingsthema an diesem Tag. André Hille arbeitete mit uns an der Sprache und zeigte anhand von konkreten Beispielen die feinen Unterschiede zwischen richtig und falsch eingesetzten Metaphern, sprach über Kitsch, Klischee und Rhythmus und zeigte uns, wann man kitschig sein darf und in welchem Maße.

Silke Buttgereit, die WebAgentin, stellte die Möglichkeiten vor, die ein Autor hat, um mit Hilfe von sozialen Netzwerken zu werben und sein Image aufzubauen. Ein weiteres Highlight für mich war die Runde mit Matthias Matting, dem Mann, der hinter der Self-Publisher-Bibel steckt und den eBook-Markt so gut kennt wie seine Westentasche. Er zeigte uns, wie man sein eBook am effektivsten vermarktet. Zu guter Letzt saß ich am Tisch von Susanne Pavlovic, besser bekannt als die "Textehexe". Die Lektorin und Autorin plauderte aus dem Nähkästchen und verriet uns wertvolle, praktische Tipps zum Selbstlektorat.
 
Matthias Matting

Ein besonderes Schmankerl war das Angebot der Fotografin Birgit-Cathrin Duval, die nicht nur einen runden Tisch zum Thema "Das perfekte Autorenporträt" abhielt, sondern auch gleich noch alle Teilnehmer vor Ort ablichtete. Sie macht tolle Porträtfotos. Ich bin ganz gespannt auf mein Foto, das ich dann auch als Profilfoto im Internet verwenden darf.

Am Ende des Tages rauchte mir der Schädel, und ich genoss es, bei der Happy Hour zum Abschluss bei einem Glas Wein noch mit der einen oder anderen Kollegin zu fachsimpeln oder einfach nur zu klönschnacken, wie man in meiner nordischen Heimat sagt. Unglaublich, was ich an diesem Tag alles an Informationen aufgesaugt und mitgenommen habe. Auch schön, dass mancher Experte später noch seine Unterlagen per E-Mail an uns Teilnehmer schickte. An dieser Stelle ein großes Danke an André Hille von der Textmanufaktur und die Textehexe!
 
Susanne Pavlovic

Überhaupt geht mein Dank an die Organisatoren und Initiatoren der Leipziger Autorenrunde, ganz besonders noch einmal an neobooks, bei denen ich das Ticket für diese tolle Veranstaltung gewonnen hatte. Es wird auch im nächsten Jahr eine Leipziger Autorenrunde geben. Vielleicht werde auch ich wieder dabei sein.

Leipziger Autorenrunde

Literaturcafe

Dienstag, 18. März 2014

Leipziger Buchmesse 2014 Nachlese


LBM am Abend
 Wenn ein Wochenende wie im Flug vergeht, dann liegt es daran, dass es ein fantastisches Wochenende ist, eines, auf das man sich lange gefreut hat, das voll ist mit intensiven Erlebnissen, guten Gesprächen und ganz viel Input. Genau so ein Wochenende war das vergangene, das ich auf der Leipziger Buchmesse verbracht habe. Für mich war es die erste LBM, und ich kann jetzt schon sagen: Ich würde das gern wiederholen.

Autoren und andere Menschen

Die LBM habe ich vor allem als eines wahrgenommen: als einen Ort, an dem ich jede Menge lieber Menschen getroffen habe. Ein paar kannte ich vorher zumindest schon virtuell von Facebook, von anderen hatte ich nur schon gehört, wieder andere habe ich dort ganz neu kennengelernt. Eines hatten sie alle gemeinsam: die Liebe zu Geschichten, die Leidenschaft für Bücher, egal ob begeisterte Leser, kritische Buchblogger, emsige Verleger oder schreibwütige Autoren. Wenn ich jetzt anfange, alle Leute namentlich aufzuzählen, denen ich begegnet bin, könnte dieser Post recht lang werden, und ich würde bestimmt jemanden vergessen. Beschränke ich mich also auf ein paar ausgewählte Highlights.

Das Treffen der Kleinverlage

Steffen Janssen vom Luzifer-Verlag

Eine der ersten Anlaufstellen, kaum dass ich meinen Fuß auf das Messegelände setzte, war der Stand des Luzifer-Verlages. Steffen Janssen kannte ich bisher nur per E-Mail und Internet. Er nahm zum ersten Mal als Aussteller teil. Ich fand den kleinen, feinen Stand schnell und freute mich, dem sympathischen Verleger endlich einmal persönlich die Hand schütteln zu dürfen. Sein Verlag und dessen Programm haben in meinem Leserherz längst einen festen Platz in der vordersten Reihe.

Beim Herumschlendern entdeckte ich noch ein paar weitere Verlage, die auf der Frankfurter Buchmesse nicht vertreten gewesen waren und bei denen ich schon einmal Kurzgeschichten veröffentlicht hatte. So freute ich mich, Charlotte Erpenbeck vom Machandel Verlag und Maria Weise vom net-Verlag persönlich kennenzulernen. Ich empfand das als sehr angenehm, dass an der LBM etliche kleinere, engagierte Verleger, die sich auf Nischen und besondere Bücher konzentrierten, teilnahmen und die Buchmesse um einige Facetten bereicherten.

Kaffeekränzchen mit Q

Freitag Nachmittag auf der LBM

Mein richtiger Messetag war der Freitag, weil ich am Samstag schon komplett mit der Leipziger Autorenrunde ausgebucht war, über die ich noch separat berichten werde. Da ich erst mittags in Leipzig ankam, blieb mir gar nicht so viel Zeit, um mich umzuschauen. Mit Sicherheit habe ich einiges Spannendes verpasst, denn ich musste ja Prioritäten setzen. Ich war zum Beispiel auf keiner einzigen Lesung, obwohl es davon unzählige an diesem Wochenende gab. Ganz oben stand mein geplantes Treffen mit den Inflagranti-Bloggern Jack & Tilly. Am Ende war daraus ein kleines Qindie-Treffen geworden, denn zu uns gesellten sich auch noch Regina Mengel, David Pawn, Florian Tietgen und Maria M. Lacroix, alles Autoren mit dem Q-Siegel.

Anschließend begleitete ich Jack & Tilly noch zum Autoren-Blogger-Treffen von Random House. Eine etwas unglücklich organisierte Veranstaltung, wie ich finde. Zwar waren die anwesenden Autoren an ihren grellgrünen Buttons zu erkennen, doch Namensschilder fehlten, und wir brauchten eine Weile, um in dem Gedränge überhaupt mal einen interessanten Autoren zu finden, dessen Buch die Inflagranti-Blogger ansprach. Sehr sympathisch kam der Däne Kristian Bang Foss rüber, der seinen Roman "Der Tod fährt Audi" vorstellte. Darüber wird es sicherlich demnächst eine Buchbesprechung bei Inflagrantibooks zu lesen geben.

Essen und Signieren

Am Samstagabend traf ich mich mit Constantin Dupien, dem Herausgeber der neuen Anthologie "Mängelexemplare: Dystopia", sowie einigen weiteren AutorenkollegInnen, mit denen ich in diesem Buch vertreten sein darf: Stefanie Maucher, Arthur Gordon Wolf und Lisanne Surborg. Außerdem lernte ich die quirlige, supersympathische Autorin und Bloggerin Michaela Harich kennen. Was für ein Energiebündel! Wir saßen in der gemütlichen Soupbar Summarum irgendwo in Leipzig, aßen leckere Suppen vom All-you-can-eat-Buffet, tranken Cocktails und feierten die Superspezialsonderausgabe der Anthologie, von der exklusiv und einmal 36 Stück hergestellt wurden. Jedes Exemplar enthält eine Seriennummer, und zu jedem Buch gibt es ein Zertifikat. Mein Buch hat die Nummer 5. Ich wählte diese Zahl, weil meine Geschichte die fünfte in der Anthologie ist. Die Bücher sind so schön geworden! Ich bin ganz gespannt darauf, wie die Anthologie bei den Lesern ankommt, wenn sie im April 2014 endlich regulär erhältlich ist. Vorbestellen kann man sie schon,  und was ich bisher aus den Leserkreisen mitbekommen habe, sind die Erwartungen ziemlich hoch. Aber ich bin ganz sicher, dass wir alle, Herausgeber, Verleger, Illustratoren und Autoren, diese Erwartungen erfüllen können.

Alles so schön bunt hier

Petterson & Findus waren auch da

Was die Leipziger von der Frankfurter Buchmesse unterscheidet? Zunächst einmal ist die LBM eine richtige Publikumsmesse. Es gibt keine Fachbesuchertage, Privatpersonen können an allen Tagen hingehen. Das Publikum erschien mir im Durchschnitt um einiges jünger. Es gab unglaublich viele jugendliche Messebesucher und auch jede Menge Kinder, die entweder gruppenweise mit Lehrer oder mit ihren Eltern durch die Hallen zogen. Das Gelände erschien mir nicht unbedingt kleiner, aber kompakter und übersichtlicher. Ich konnte mich wesentlich besser orientieren und fand alles schnell.

Was mich anfangs faszinierte: die vielen, vielen, bunten Cosplayer, die der LBM etwas Karnevalshaftes verliehen. Sie waren überall. Die ersten entdeckte ich schon am Hauptbahnhof, als ich noch nicht einmal den Bus verlassen hatte. Ich gestehe, ich kann mit Cosplay nicht viel anfangen. Ist nicht mein Ding, ich kenne mich damit auch absolut nicht aus. Soweit ich es verstehe, geht es bei Cosplay darum: Fans irgendwelcher japanischen Mangaserien und Animes verkleiden sich als ihre Lieblingsfiguren, schmücken sich mit schrillbunten Frisuren, Gummiohren, farbigen Kontaktlinsen und selbstgebastelten Fantasywaffen aus Kunststoff und Pappmaché. Dermaßen zurechtgemacht flanieren sie auf dem Messegelände herum, posieren gern für Fotos und betreiben teilweise eine Art Liverollenspiel, wenn sie in ihren Figuren vollkommen aufgehen.

Was auch immer das ist... Faszinierend.
Ich will es mal diplomatisch ausdrücken: Die Selbstwahrnehmung so manches Cosplayers scheint in eine Richtung zu gehen, die so weit wie möglich von der Realität entfernt ist. Nicht jeder Anblick ist schön. Meine anfängliche Faszination schlug irgendwann in angenervte Übersättigung um. Das Gute: Ich muss nicht hingucken, ich muss nicht mitmachen, ich darf es ignorieren. Cosplay ist nicht als Provokation gedacht, sondern drückt ein Lebensgefühl und die Liebe zu Geschichten aus. Insofern: Leben und leben lassen. Die Cosplayer schienen sich wohlzufühlen und einen Riesenspaß zu haben. Sollen sie doch. Auch dafür ist so eine Buchmesse da. Ich kann nicht beurteilen, ob und wie stark Cosplay auf der Frankfurter Buchmesse vertreten ist, weil ich dort immer nur an den Fachbesuchertagen war, und da kommen die Verkleideten wohl eher selten vorbei. Ein herausragendes Beispiel, das sogar mich beeindruckt hat, zeige ich hier einmal. Ich möchte nicht wissen, wie lange die Dame (ich nehme an, es ist ein weibliches Wesen^^) für ihr Outfit inklusive Ganzkörpermakeup gebraucht hat. Respekt!

Was bleibt

LBM 2014 am Abend

Ich bin sehr angetan von der Leipziger Buchmesse, was sicher auch daran lag, dass an diesem Wochenende einfach alles gepasst und bestens funktioniert hat. Mein Fernbus (ja, ich reiste per Bus an) war pünktlich und superbequem, das Wetter am Freitag frühlingshaft schön, die Leute auf der Messe allesamt sehr nett und die Atmosphäre war insgesamt einfach Klasse und irgendwie so erfüllt von Tatendrang und spannenden neuen Ideen, die ihren Weg ans Licht der Welt suchten. Meine Ferien-WG-Mitbewohner, allesamt begeisterte Bücherjäger und leidenschaftliche Freizeitautoren, waren wunderbar. Wir hatten eine Menge Spaß miteinander und führten unsere mehr oder weniger "ernsthaften" Gesprächsrunden bis spät in die Nacht.

Alles in allem kann ich sagen, dass mein erster Besuch auf der Leipziger Buchmesse ein großartiges Erlebnis war, das ich auf jeden Fall wiederholen möchte. Sehen wir uns also alle 2015 wieder, ja?

Sonntag, 9. März 2014

Leipziger Autorenrunde - Ich bin dabei


Nicht mal eine Woche, bis ich zum ersten Mal Leipziger Buchmesseluft schnuppern darf, und es gibt noch so viel vorzubereiten. Eine großartige Neuigkeit gibt es auch noch zu vermelden:
Ich werde an der Leipziger Autorenrunde teilnehmen! Was das ist? Diese Veranstaltung findet am Samstag während der Buchmesse statt und richtet sich an Autoren wie mich, die während mehrerer Round-Table-Sessions jede Menge Input aufsaugen können - alles rund ums Schreiben, Netzwerken und Marketing für Autoren. Ich hatte an einem Gewinnspiel von neobooks teilgenommen und mich um eine Karte für dieses Event beworben, das Ganze aber wieder aus den Augen verloren, bis ich am Donnerstag eine E-Mail von neobooks erhielt, in der mir mitgeteilt wurde, dass ich eine der glücklichen Gewinnerinnen eines Tickets für die Leipziger Autorenrunde sei.

Das bedeutet zwar, dass ich weniger Zeit zum Stöbern und Sich-mal-umschauen haben werde, aber dafür werde ich so viel mehr von der LBM mitnehmen. Und ich denke, dass ich auf diese Weise mit einer ganzen Reihe netter, interessanter, spannender Leute in Kontakt kommen werde - lauter Gleichgesinnte! Darüber werde ich natürlich ausführlich berichten.

Für Freitag stehen schon Treffen mit befreundeten Autoren und Bloggern auf der Tagesordnung, nicht zu vergessen mein Besuch am Stand vom Luzifer-Verlag! Ich muss auf jeden Fall ganz genau planen, wann ich was mit wem auf der LBM mache, damit ich aus der kurzen Zeit so viel wie möglich raushole.