Sonntag, 14. Mai 2017

DDP auf der Phantastika - Jetzt abstimmen und Tickets sichern!

Der traditionsreiche Publikums-Literaturpreis »Deutscher Phantastik Preis« (»DPP«) ehrt die besten Phantastik-Publikationen des vorherigen Kalenderjahrs. In diesem Jahr wird er erstmalig von der Zeitschrift »phantastisch!« und dem E-Book-Zine »Corona Magazine« präsentiert und im Zuge einer großen Gala auf der Phantastika am 2. September 2017 im Congress Centrum Oberhausen (NRW) verliehen.

Die Karten für das Festival der Phantastik und die Verleihung des »DPP« sind jetzt auf der Phantastika-Website erhältlich. Auf der modernisierten Webpräsenz des Veranstalters finden sich neben ausführlichen Informationen zu den nominierten Werken auch alles über die Gäste, Workshops, Walking Acts und Programmpunkte, die die Phantastika zu einem Erlebnis für die ganze Familie machen. Auf der Phantastika wird für die ganze Familie und damit für jede Altersklasse und jedes Interesse etwas geboten.

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des »Deutschen Phantastik Preis« am Samstagabend. Tausende Leser stimmen seit Monaten auf der Seite des DPP ab, wo die Hauptrunde des »DPP« gerade begonnen hat und noch bis zum 15. Juni 2017 läuft. Alle können mitmachen und wer sich ein genaueres Bild über die nominierten Werke machen möchte, findet auf dem extra neu gegründeten YouTube-Kanal des »DPP« zu allen Nominierten eine Kurzvorstellung.

Eine Verlosung gibt es auch unter allen Abstimmenden, denn sie haben die Chance, 5x2 Eintrittskarten für die Phantastika am 02. und 03.09.2017 in Oberhausen zu gewinnen.

Am Samstagabend, 2. September, werden dort die Gewinner des »DPP« in seinen zehn Kategorien bekannt gegeben:
Bester Deutscher Roman
Bestes Deutschsprachiges Romandebüt
Bester Internationaler Roman
Beste Deutschsprachige Anthologie/Kurzgeschichtensammlung
Beste Deutschsprachige Kurzgeschichte
Bestes Deutschsprachiges Hörspiel/Hörbuch
Beste Deutschsprachige Serie
Bester deutschsprachiger Grafiker
Bestes Deutschsprachiges Sekundärwerk
Bester Deutschsprachiger Comic
Jede Kategorie ist dabei mit je 500,00 € dotiert.

Ich habe schon für meine Favoriten abgestimmt. Und ihr?


Donnerstag, 11. Mai 2017

Danke für 40.000 Besucher

Am 01. Februar 2008 ging mein kleines Blog online. Damals schrieb ich über meine Erlebnisse in der virtuellen Welt Second Life und verzeichnete im Monat, wenn es hochkam, 50 Besucher. Erst als ich mein Blog mehr und mehr zum Autorenblog umwandelte, als Second Life keinen Platz mehr hatte, dafür aber Bücher, das Schreiben und alles, was damit zusammenhing, stiegen die Besucherzahlen langsam, aber kontinuierlich. Mehr als 1000 Besucher pro Monat erreichte ich zum allerersten Mal im März 2014, der besucherstärkste Monat aller Zeiten war übrigens der Dezember 2016 mit über 1.600 Besuchern.

Ich weiß, für viele gestandene Blogger sind das lächerliche Zahlen. Aber für mich ist das etwas Besonderes. Ich blogge nicht so häufig wie andere, veranstalte nur ganz wenige Gewinnspiele und veröffentliche nicht ständig neue Bücher, über die ich dann bloggen könnte. Noch dazu bediene ich thematisch eine Nische in der Nische: Ich konzentriere mich auf phantastische Kurzgeschichten, vorzugsweise solche, die gruseln (wenngleich ich auch andere Genres und Literaturgattungen lese, so engstirnig geht es bei mir auch nicht zu).

Jedenfalls hat mein Blog heute endlich wieder eine magische Grenze erreicht - und überschritten:

Ich hatte irgendwann im Lauf des Tages den 40.000sten Besucher!

!!!40.000!!!

Klingt das nicht genial?

Ich bin damit sehr zufrieden und fühle mich motiviert weiterzumachen. Es ist schön zu wissen, dass ich nicht nur für mich selber blogge, sondern dass es wirklich Leute gibt, die gerne lesen, was ich schreibe, die mein Blog sogar regelmäßig besuchen.

Ich bedanke mich bei jedem Einzelnen!


Sonntag, 7. Mai 2017

Buchtipp: Andreas Gruber - Apokalypse Marseille

Ich lese in letzter Zeit wieder verstärkt Anthologien und Kurzgeschichtensammlungen. Und da sind ein paar echte Perlen dabei, schließlich konzentriere ich mich auf die Kandidaten der Midlist für den Skoutz Award Anthologie. Denn diese Midlist habe ich ja als Jurorin zusammenstellen dürfen.

Das erste Buch, das ich aus dieser Liste komplett gelesen habe, ist "Apokalypse Marseille" von Andreas Gruber. Von diesem Autoren hatte ich schon vorher viel Gutes gehört, aber tatsächlich noch nichts gelesen. Bei "Apokalypse Marseille" handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich grob ins Genre Science Fiction einordnen lassen, wobei auch Elemente aus Horror und Thriller hineinspielen. Von Aliens über Zeitreise und Cyborgs bis zu Weltuntergang ist alles dabei. Und Gruber versteht es hervorragend, eine beklemmende, spannende, unheimliche Atmosphäre zu schaffen.

Werfen wir einen Blick auf die einzelnen Geschichten ...


Sieben Ampullen

Wir begleiten einen Mann bei seinem Amoklauf. Er tötet seine komplette Familie, obwohl er sie über alles liebt. Warum nur tut er das? Diese Geschichte gibt eine unglaubliche Antwort.

Ramada Inn

Als Busfahrer für die Regierung zu arbeiten, ist kein Zuckerschlecken. Insbesondere wenn die Passagiere aus einer Gruppe von Qaarteln bestehen. Was Qaarteln sind? Keine angenehmen Zeitgenossen, so viel darf ich schon einmal verraten.

Biohybriden

Kennt ihr diese düsteren Krimis von damals, wo ein Detektiv in seinem Büro von einer attraktiven, geheimnisvollen Frau besucht wurde, die ihm einen seltsamen Auftrag gab? Dieses Setting hat Gruber in ein New York der Zukunft verlegt, und der Detektiv erledigt seinen Job mit einigen raffinierten Hilfsmitteln.

Einundvierzig Grad nördliche Breite

Eine unglaublich spannende Zeitreisegeschichte, die ein ganz neues Licht auf den spektakulären Untergang der Titanic wirft - davon hätte ich sehr gern eine Verfilmung!

Weiter oder Raus

Oh Gott, das Lesen dieser Story hat mir dermaßen körperliches Unbehagen beschert wie kaum eine Geschichte zuvor. In einer perversen Spielshow lassen sich Kandidaten freiwillig und für viel Geld körperlich quälen und verstümmeln. Fast nicht zu ertragen, aber verdammt gut.

Wenn der Himmel gefriert

Die ganze Welt wurde von einer fremdartigen Macht erobert, die alles menschliche Leben auslöschen will, doch die Überlebende Naluk gibt nicht auf und benutzt einen einfachen wie genialen Trick, um den Feinden zu entkommen. Wie lange wird es aber noch funktionieren?

Parkers letzter Auftrag

Nanotechnologie ist mir ehrlich gesagt ziemlich unheimlich. Um genau diese Technologie geht es in der Geschichte, und sie zeigt einmal mehr, was an Nanorobotern und Co. so unheimlich ist.

Der Maya-Transmitter

Steampunk in Mittelamerika. Eine Maya-Pyramide birgt ein dunkles Geheimnis, und ein paar mutige Forscher versuchen, diesem auf den Grund zu gehen.

Sabrina

Ein Student verliebt sich in ein Mädchen, das irgendwie ... anders ist. Sagen wir es so: Sabrina kommt nicht von hier. Aber mehr verrate ich nicht!

Raum Nr. 7

Hamburg irgendwann in der Zukunft. Bender arbeitet bei der Polizei und verwendet zur Aufklärung von Todesfällen eine besondere Methode: Memory Reconstruction. Sein neuester Fall bringt ihn an seine Grenzen.

Apokalypse Marseille

Die titelgebende Geschichte spielt an der südfranzösischen Küste, die nach einer globalen Nuklearkatastrophe im Sterben liegt. Mittendrin Guyenne, ein Handlanger, der für seinen fiesen Boss die dreckigen Aufträge erledigt - dabei ist er selbst bereits todsterbenskrank. Das sind aber irgendwie alle, die bis hierher überlebt haben. Trostloser und düsterer geht Dystopie kaum noch.

Asteroid CMG 8

Endlich. SciFi, die auch so richtig im Weltall spielt. Ein Astronaut macht eine Bruchlandung auf einem Asteroiden. Wundersamerweise entdeckt er eine Art Bunker, in den er sich retten kann. Aber was hat es damit auf sich? Wer hat ihn einst gebaut, und welchem Zweck dient er?

Die Weltmaschine

Steampunk vom Feinsten. Wien im Jahr 1899. Moritz Cernizky ist Wissenschaftler und am Bau der größten Maschine beteiligt, die die Menschheit je gesehen hat. Das streng geheime Projekt findet unter der Erde statt und löst von Zeit zu Zeit Erdbeben in der österreichischen Metropole aus. Cernizky erhält Besuch von einem Mann aus der Zukunft, der den Auftrag hat, ihn zu töten. Doch bevor er das tun kann, verwickelt Cernizky ihn in ein Gespräch, denn er ist neugierig: Wer hat den Mörder aus der Zukunft geschickt, und warum soll der Wissenschaftler sterben?

Und da sind wir am Ende angelangt. Gruber hat für dieses Buch noch ein interessantes Vorwort darüber verfasst, wie er seine Liebe zur Science Fiction entdeckte und pflegte. Außerdem gibt es zu jeder Geschichte ein kurzes Vorwort, in dem er dem geneigten Leser ein paar Hintergrundinfos über die Entstehung präsentiert.

Ich weiß nun, dass es dieses Buch mehr als verdient hat, auf der Midlist für den Skoutz Award zu stehen. "Apokalypse Marseille" hätte es auch verdient, noch viel weiter zu kommen. Es sind allesamt originelle, sauspannende Geschichten, gespickt mit Überraschungen und Wendungen, die einem noch beim Lesen das eigene Bild komplett über den Haufen werfen. Dieses Buch ist außerdem der beste Beweis dafür, dass gerade das Genre SciFi hervorragend als Kurzgeschichte funktioniert.

Meine Favoriten sind übrigens "Sieben Ampullen", "Weiter oder Raus" und "Einundvierzig Grad nördliche Breite".

Ich gebe eine ganz klare Empfehlung nicht nur für SciFi-Fans, sondern für alle, die spannende (Kurz-)Geschichten mögen.

Dafür gibt es von mir 5 von 5 Sternen aus weit entfernten Galaxien!

"Apokalypse Marseille" von Andreas Gruber ist im Luzifer Verlag erschienen und kann hier direkt im Verlagsshop oder hier beim großen A als E-Book oder Taschenbuch erworben werden.


Dienstag, 11. April 2017

Die Einhörner sind los!

Seit dem 1. April 2017 machen sie Amazon unsicher. Seit wenigen Tagen auch als Taschenbuch-Ausgabe. 13 Geschichten über das wohl verkannteste Wesen der Fabelwelt. Ja, Einhörner sehen wunderschön aus. Wie sie mit ihrem strahlendweißen Fell und ihrer im Winde wehenden Flauschmähne über grüne, blumengesprenkelte Wiesen stolzieren, wie sie ihr glänzendes Horn in den Himmel recken und anmutig mit den feingliedrigen Hufen scharren.

Aber passt bloß auf! Das ist alles Tarnung! Einhörner sind gemeine, hinterhältige Biester, sie sind gefährlich, sie sind angriffslustig, sie sind böse durch und durch. Einhörner, das sind ... bewaffnete Pferde! Jawohl!

Es wurde wirklich Zeit, dass mit all den Mythen über das sanftmütige Wesen aufgeräumt und die Wahrheit ans hässlich-grelle Licht gezerrt wird.

In der Anthologie "13 Shades of Unicorn" erfahrt ihr alles, was ihr schon immer über Einhörner wissen wolltet, aber nicht im Traum auf die Idee gekommen wärt, es auch zu fragen. Und wenn ihr mit der Lektüre durch seid, werdet ihr diese weißen Biester mit anderen Augen sehen, versprochen!

Hier der offizielle Klappentext:

Wenn ihr in diesem Buch sternenstaubfurzende, regenbogenkotzende, softeiskackende und marshmallowrülpsende Einhörner erwartet, dann legt es am besten gleich wieder zur Seite.
Wie das sooft mit der Wahrheit ist: sie tut weh.
Hier tut sie gleich dreizehn Mal weh, denn ebenso viele Autoren räumen mit Kleinmädchenträumen auf.

Dreizehn Geschichten, von denen jede auf ihre Art ein Fünkchen Wahrheit enthält.
Endlich ist Schluss mit der Verniedlichung der horntragenden Fabelwesen!
Unsere Enthüllungen über die wahre Natur dieser Biester wird die Gesellschaft wie ein Erbeben erschüttern!
Nach der Lektüre dieses Buchs wird nichts mehr so sein, wie es einmal war!

Ladies and Gentlemen ...
Ring frei für einen Blick auf die Welt der Einhörner, wie ihr ihn zuvor bestimmt noch nicht hattet!
Ring frei für
13 SHADES OF UNICORN

Und hier die erlesene Riege der Autoren und ihre Geschichten:

DIE SACHE MIT DEM EINHORN - Jana Oltersdorff

TALYNN - Tobias Habenicht

DER HENGST DER RINGE - Rosa Leber

GRIMMS THEATER - Jane Breslin

»ZUM SCHWARZEN EINHORN« - Annika Leonhardt

DIE NACHT DER FLEISCHFRESSENDEN EINHÖRNER - Thomas Williams

DAS BLUTHORN - Andreas März

DIE GEDRECHSELTEN UNIKATE DES FRANZ Z. - Markus Kastenholz

JONNY GOES NACHTMAHR - Candy Hecht

EINHORN-JOE - A. M. Arimont

DER JÄGER UND DAS EINHORN - Julia Raschke

GOLDEN GLÄNZT DER EINHORNMOND - Jasmin Krieger

DER PROFI - Torsten Scheib

Ich freue mich total, dass Herausgeber Markus Kastenholz und seine nicht minder charmante Verlagspartnerin und Mitautorin Jasmin Krieger meine böse Einhorngeschichte ausgewählt haben. Noch mehr freue ich mich, dass ich wieder mit Torsten Scheib in einer Anthologie veröffentlicht bin. Und am allermeisten freue ich mich, dass es endlich geklappt hat, mit dem genialen Thomas Williams, dessen Kurzgeschichten ich total verehre, in einer Anthologie veröffentlicht zu werden. Mein Dank an Thomas, der zum einen ja der Vater des Gedanken hinter diesem Buch war und zum anderen mich drauf gebracht hat, daran mit einer eigenen Geschichte teilzunehmen.

Es war mir ein großes Vergnügen, und ich bin mir sicher, dass unsere Einhörner die Buchwelt rocken werden!

Gleichzeitig ist es die erste Veröffentlichung des frisch gegründeten Verlags K&K Books. Ich gratuliere euch, Markus und Jasmin, und wünsche euch noch viele weitere spannende und erfolgreiche Buchprojekte. Wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja bald wieder ...

Holt euch "13 Shades of Unicorn" als Taschenbuch oder E-Book.

Ich wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre!

Montag, 10. April 2017

Neues Interview mit mir auf Bettinas Welt

Bild von Bettinas Welt entliehen
Bettina Lippenberger von "Bettinas Welt" pflegt seit einiger Zeit eine Interviewreihe, bei der sie Autoren und Buchmenschen befragt. Ganz frisch erschien dort nun das Interview mit mir.

Ich erzähle darin von meinen Inspirationsquellen, erkläre die Bedeutung von Kaffee, plaudere über meine bevorzugten Genres und nutze die Gelegenheit, um ausgiebig das Lesen von Kurzgeschichten zu belobhudeln.


Aber lest einfach selbst:


Sonntag, 9. April 2017

Buchtipp: Michaela Harich - LEA

"Lea" von Michaela Harich
Na? Woran denkt ihr, wenn ihr das Stichwort "Stuttgart 21" hört? Bestimmt nicht an das, worauf ich hinauswill. Denn nach der Lektüre des Buches, das ich heute empfehlen möchte, kann ich nicht mehr an Bahnhöfe, Wutbürger und fragwürdige Protestaktionen denken. Obwohl ...

Okay. Stuttgart ist der Schauplatz. Der Bahnhof ist eine der Locations, an denen die Geschichte spielt. Und Wutbürger? So könnte man die beißwütigen Infizierten, gegen die sich Titelheldin Lea zur Wehr setzen muss, auch nennen. Das Ganze findet im Jahr 2021 statt. In diesem Jahr geht es mit der Landeshauptstadt Baden-Württembergs steil bergab. Eine Art Zombievirus ist ausgebrochen und hat aus den Bewohnern fleischfressende Untote gemacht. Die Stadt wurde vollständig abgeriegelt, um die Seuche daran zu hindern, auch den Rest Deutschlands zu befallen. Lea ist eine der letzten Überlebenden. Sie will ihre Heimat nicht verlassen und hat sich stattdessen hinter einer Reihe raffinierter Zombiefallen in der Staatsgalerie verschanzt. Dort harrt sie aus, kämpft um ihr Überleben und das ihres einzigen Mitmenschen Andreas.

Der Leser wird mitten hineingeschleudert in diese kaputte Szenerie, erlebt, mit welchen äußeren, aber vor allem inneren Dämonen Lea zu kämpfen hat. Denn allmählich ahnt sie, dass sie anders ist als die anderen Überlebenden. Etwas stimmt nicht mit ihr, und sie muss herausfinden, was das ist, wenn sie weiter überleben will. Das ist rasant und spannend und lässt weder Lea noch dem Leser viel Raum zum Luftholen.

Bacon-Pflanze? Bitte was?
"Lea" ist ein Kurzroman mit knapp 130 Taschenbuchseiten und zugleich der Auftakt einer Reihe. Die weiteren Teile heißen ebenfalls wie ihre jeweiligen Protagonistinnen: "Sonja", "Isabelle" und "Jennie". In allen Büchern wird die Geschichte der Stuttgarter Zombieseuche weiter ausgeschmückt, erfährt man mehr und mehr Details über die Hintergründe, die Ursache und wer schuld an dem ganzen Schlamassel ist.

Ich kenne die Autorin Michaela Harich persönlich und schätze ihren Humor und ihren Hang zum Sarkasmus. Umso schöner ist es, ebenjene Wesenszüge in ihrer Geschichte und den Figuren zu entdecken. Lea ist wie ein dystopisches Alter ego seiner Schöpferin. Ich bin gespannt, ob sich diese Merkmale auch in den Folgebänden verstecken. Ich werde sie mir mit Sicherheit noch holen, denn eine Frage wurde im Auftaktband um Lea noch nicht beantwortet: Was hat es mit dieser verdammten Bacon-Pflanze auf sich???

Also, liebe Freunde der Zombies und Dystopien, ran an Stuttgart 21. Kurzweilig, knackig und spannend - so muss eine gute Zombiegeschichte sein.

Mit Michaela bei Skoutz (Foto: Peter T. Röder)
"Stuttgart 21 - Lea" ist im Papierverzierer Verlag erschienen und als E-Book und Taschenbuch erhältlich.

Freitag, 7. April 2017

LBM Rückblick Teil 2: Bloody Qindie - Die Horrornacht im Autohaus

Zwar liegt die Leipziger Buchmesse nun auch schon wieder zwei Wochen zurück, aber wenn ich an unsere Lesung im Autohaus BAEHRenstark denke, klopft mein Herz gleich schneller, und das Gefühl von Glück und Euphorie ist wieder da.

Was das tolle Team vom Autohaus da für uns Qindie-Autoren auf die Beine gestellt hat, war enorm. Dekoration, Bühne, Technik, Schnittchen und Freigetränke - war alles vorhanden und top und sorgte für genau die richtige Atmosphäre! Aber das Beste: Da saßen locker 100 Leute im Publikum. Einhundert! Ich habe noch nie vor einem so großen Publikum gelesen. Zwei von unseren Autorinnen hatten tatsächlich noch nie zuvor vor einem Publikum gelesen. Die waren noch - wie unsere Kathleen Stemmler es so schön ausdrückte - "Lesungsjungfrauen". Danach waren sie es freilich nicht mehr, aber wenn ich schon bei dem Anblick so vieler Zuhörer nervös war, möchte ich mir nicht ausmalen, wie es in den beiden ausgesehen haben muss.

Gruseldeko im Autohaus
Aber im Nachhinein lässt sich festhalten: Das war eine der besten Lesungen meines Lebens! Es hat einen Mordsspaß gemacht, keinem von uns hat man die Nervosität angemerkt. Wir haben das souverän gemeistert, und es war besonders spannend, die einzelnen Geschichten mit der Erzählstimme ihrer Autoren vorgelesen zu bekommen. Ein paar davon erschienen mir in einem völlig neuen Licht, obwohl ich sie schon kannte.

Regina Mengel, unsere "Qindie-Queen", führte als Moderatorin charmant durch den Abend, den ich übrigens mit meiner Geschichte "Nachts im Waschkeller" eröffnen durfte. David Pawn spendierte eine Flasche Writer's Tears, einen Whiskey, von dem jeder direkt nach seinem Auftritt ein Gläschen auf ex kippte. Ich mag gar keinen Whiskey, aber der hat an diesem Abend echt gut getan. Er fühlte sich so "verdient" an.

Erwähnte ich schon das tolle Publikum? Als wir im Autohaus ankamen, war der Saal schon zur Hälfte gefüllt. Unsere Befürchtungen, dass sich niemand zu einer Horror-Lesung verirren würde, lösten sich direkt in Nebel auf. Am Ende war die Hütte bis auf wenige einzelne Plätze voll. Wir hatten dennoch Bedenken, denn bisher hatten in dem Autohaus immer Krimilesungen stattgefunden. Nun also Horror. Wie würde der wohl ankommen? Aber auch das Problem löste sich direkt zu Beginn in Wohlgefallen auf. Die Leute lauschten so andächtig und waren mucksmäuschenstill - man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Jeder von uns erhielt begeisterten Applaus. In der Pause und danach ergab sich noch das eine oder andere Gespräch mit begeisterten Zuhörern, und wir konnten noch etliche Bücher verkaufen. Besonders hat mich gefreut, dass unsere beiden Bloody Qindie Anthologien so guten Anklang - und Absatz - fanden. Gut für die Qindie-Kasse, denn die Erlöse fließen zu 100 Prozent in unsere Messeaktivitäten.

Das Autohaus hat jede Menge schöner Fotos von der Lesung veröffentlicht - klickt mal hier rein.

Nachdem wir wieder in unserer Autoren-WG angekommen waren, saßen wir noch bis spät in die Nacht zusammen, denn mit so viel Adrenalin im Blut war an Schlaf nicht zu denken. Wir nutzten die Euphorie lieber gleich, um über die nächste Anthologie zu sprechen und Pläne für die nächsten Messeauftritte zu schmieden. Wenn wir im nächsten Jahr bei Leipzig liest wieder mit dem Autohaus BAEHRenstark zusammenarbeiten dürften, wäre das ein Traum!

So, und nun noch weiteres Videomaterial, das euch einen guten Eindruck von der Lesung vermitteln dürfte - vielen Dank an das Autohaus und an unsere Kollegin Divina Michaelis für die Aufnahmen!


Video von Divina Michaelis


Video vom Autohaus BAEHRenstark


Donnerstag, 30. März 2017

Thomas Williams writes: Schluss mit Glitzer!

Mein Kollege Thomas Williams hat mal erklärt, wie es zu dieser ominösen Einhorn-Anthologie kam, in der ich auch irgendwie mit drinhänge. Und er hat mich sogar lobend erwähnt! <3 p="">


By the way: Ab 1. April 2017 (kein Scherz!) machen die Einhörner Amazon unsicher. Vorbestellen könnt ihr jetzt schon. Aber seid gewarnt: Nach dieser Lektüre werdet ihr Einhörner mit anderen Augen betrachten - misstrauisch, ängstlich und besser mit ordentlich Sicherheitsabstand ...



Thomas Williams writes: Schluss mit Glitzer!: Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass ich mal in einer Einhornanthologie veröffentlicht werden würde, hätte ich wohl geantwortet: &qu...

Dienstag, 28. März 2017

Leipziger Buchmesse - Rückblick Teil 1

Mängelexemplare-Familie: Carlo, Jürgen, Torsten, Constantin,
Vincent, Arthur, Michaela & moi
War das schön, oder war das schön? Es war mehr als das: überwältigend, aufregend, bunt, quirlig, interessant, unglaublich lustig und zum Niederknien schön. Wovon ich spreche? Natürlich von der Leipziger Buchmesse 2017, die ich wieder miterleben durfte. Von vier Messetagen verbrachte ich nur zwei wirklich auf der Messe, dafür aber so pickepackevoll mit Eindrücken, dass ich mich erst einmal sortieren musste, um nun davon zu berichten.

Tentakel, Skoutze und überall Bücher

Am Donnerstag reiste ich an, und wie das Schicksal es wollte, saß Qindie-Kollegin und WG-Mitbewohnerin Birgit Böckli bereits im Fernbus, als ich in Frankfurt zustieg. Da ging das anregende Fachsimpeln schon auf der Hinfahrt los. Abends gab es das erste große Wiedersehen bei Wein, Alsterwasser und lecker Leipziger Hausmannskost in Reuschels Weineck.

LBM Guerillas Gruppenfoto mit Tentakel
Der Freitag startete in der Leipziger Innenstadt, wo sich unter dem Hashtag #LBMGuerillas auf den Aufruf der Autorin Faye Hell eine kleine, aber feine Truppe tapferer Autoren und Autorinnen zusammenfand, um gemeinsam an vier vorher festgelegten Stationen von Augustusplatz bis Hauptbahnhof aus ihren dunklen Geschichten vorzulesen. Obwohl es sich stets um Horror und Dark Fantasy handelte, hatten wir einen Heidenspaß und amüsierten uns köstlich über die dargebotenen literarischen Häppchen, in denen es zum Beispiel um verfluchte Orte, Tentakel, unheimliche Puppenspieler, notgeile Vampirgirls und mordsgefährliche Einhörner ging. Es handelte sich ja um die erste Guerilla-Aktion dieser Art, deshalb fiel unser spontanes Publikum aus vorbeikommenden Fußgängern eher bescheiden aus, aber wir wissen, dass wir Aufmerksamkeit erregt haben. Ich selbst wurde von etlichen interessierten Autoren und Lesern darauf angesprochen, die es über Facebook und Twitter verfolgt hatten. Es wird definitiv eine Wiederholung im nächsten Jahr geben, das hat Faye Hell schon versprochen.

Ab Mittag war ich dann auch endlich auf dem Messegelände angekommen und machte die Hallen zusammen mit Michaela Harich unsicher - liebe Michaela, es war mir ein allergrößtes Vergnügen, dich zu begleiten beziehungsweise von dir begleitet zu werden! Wir "fangirlten" immer im Wechsel und je nachdem, an welchem Stand und bei welchem Verlag wir uns gerade befanden. Ich wusste ja vorher schon, dass wir zumindest im Humor die gleiche Wellenlänge haben, aber wir zwei scheinen auch sonst so etwas wie Seelenschwestern zu sein. Sollte es mich jemals nach Tübingen verschlagen - bitte nur unter deinen Fittichen! Und ich freue mich auf die gemeinsamen Projekte mit dir!

Skoutzige Party & Tradition mit Eintopf

Mit Elke Aybar bei Skoutz
Am Freitagabend wartete das nächste Highlight - nein, da warteten sogar zwei Highlights: Erst einmal hatte ich einen wichtigen Termin mit Skoutz, denn schließlich wurden am Abend auf der Skoutz Leserparty die Midlists für den Skoutz Award verkündet. Weil ich eine der persönlich anwesenden Jurorinnen war, durfte ich meine Anthologie-Midlist auch höchstselbst verkünden, was ich auch in aller Ausführlichkeit tat - sorry fürs Überziehen, liebe Kay Noa!

Schnell mit Elke Aybar Selfies schießen und über die weitere Zusammenarbeit plaudern, dann wurde es Zeit, mich auf den Weg in die Soupbar Summarum zu begeben, denn die war - wie schon die Jahre zuvor - wieder Treffpunkt für die Mängelexemplare-Familie, zu der ich mich ja auch zählen darf. An diesem Abend lasen Arthur Gordon Wolf (leider verpasst), Constantin Dupien und Vincent Voss. Besonders Vincents Lesung aus "Frischfleisch Nullpersonen" war genial - er ist ein großartiger Vorleser, den jeder Horror-Fan mal live erlebt haben sollte.

Was ich dabei übrigens gelernt habe: Komme nie zu spät und ausgehungert zu einer Horrorlesung. Wenn du dann nämlich als Einzige am Tisch gern den hausgemachten, superleckeren Eintopf essen möchtest, während Constantin Dupien vorne auf der Lesebühne von eingeschlagenen Gesichtshälften, berstenden Knochen und Erbrochenem erzählt, dann haben alle am Tisch Spaß - nur du nicht so richtig ... Nicht wahr, Herr Eglseer?

Ehrlich: Die Suppe war megalecker!
Dennoch war es ein fantastischer Abend mit ganz vielen lieben Buchmenschen. Es fühlte sich ein bisschen wie Heimkommen an - so gemütlich und familiär. Auch wenn es wohl in nächster Zeit keine neue Mängelexemplare-Anthologie geben wird, hoffe ich, dass wir den Freitagabend in der Suppenbar beibehalten, denn der hat doch inzwischen schon Tradition!

David Pawn aka Michael Siedentopf
Am Samstag verbrachte ich den ganzen Tag auf der Messe. Am schönsten war es, Melanie Lübker zu treffen, die ja genau wie ich in Dietzenbach wohnt, und ihre Freundin Ivonne Lembeck kennenzulernen. Wir liefen uns immer wieder über den Weg und hatten eine Menge Spaß. Gefreut habe ich mich auch über die Begegnung mit Daniela Heger, die extra noch einmal zum Stand gekommen war, um mich auch endlich mal persönlich zu treffen. Sie hatte nämlich meine Schauermärchen gekauft und wollte gern noch ein Autogramm und ein Foto. Das fühlt sich immer so lustig und ein bisschen surreal an, wenn man um solche Dinge gebeten wird, aber es ist cool!

Nicht ohne meine Qindies

Die LBM wäre nur halb so schön ohne das großartige Qindie-Team. Dank Qindie durfte ich die Buchmesse in Leipzig schon zum dritten Mal als Ausstellerin erleben, wohnte in der großen Qindie-WG in Leipzig-Plagwitz und erlebte eine der besten Lesungen überhaupt, über die ich noch separat berichten werde.

Immer was los bei Qindie!
Regina, Michael, Katharina, Jacqueline, Patricia, Martina, Kathleen, Divina, Kerstin, Birgit - es war so schön, ich fühlte mich pudelwohl in euren Reihen. Überhaupt war die Messe für Qindie ein unglaublicher Erfolg: Unser Stand war stets sehr gut besucht, viele Leute kamen ganz gezielt, es wurden so viele Bücher verkauft wie auf keiner Messe zuvor. Wir mussten auch nicht mehr so oft erklären, was Qindie eigentlich ist, wofür wir stehen - die Leute kannten uns bereits! Das motiviert ungemein. Wir alle können es kaum erwarten, uns auf der nächsten Messe wiederzutreffen.

Unter Paradiesvögeln

Sogar in die berüchtigte Halle 1 traute ich mich dieses Mal. Dort residiert ja die Manga-Convention und zieht buntes Volk in abgefahrenen Verkleidungen an. Cosplay nennt es sich, die Fans stellen ihre Lieblingscharaktere aus den Comics dar. Muss man nicht mögen - ich tue mich damit auch manchmal etwas schwer, aber es macht aus der Buchmesse immer ein farbenfrohes, lebensbejahendes Fest. Warum ich da rein bin? Mir war zu Ohren gekommen, dass eine liebe Freundin, die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte, dort einen eigenen Stand bei den Künstlern hatte. Und was zeichnet sie für süße Viecher! Herzallerliebst! Es war so schön, sie mal wiederzusehen und ein bisschen zu schwätzen. Dafür hat es sich gelohnt, mich todesmutig und mit angehaltenem Atem mitten ins Getümmel der Manga-Con zu schmeißen!

Die Menschen hinter den Büchern

Foto von Susanne Pavlovic
Ich habe bestimmt etliche Leute verpasst, die auch auf der LBM waren, aber das ist bei dem Gewusel fast kein Wunder. Umso schöner war es, doch so viele liebe Buchmenschen zu sehen, denn genau dafür ist die Leipziger Buchmesse da aus meiner Sicht: Die Menschen hinter den Geschichten live zu treffen, persönliche Gespräche, gemeinsames Gelächter und hier und da einen Likör oder anderes ominöses Zeugs drauf zu trinken.

Mit Michaela Harich über vegane Zombies und alternative Liebesgeschichten philosophieren. Mit Michael Siedentopf die Whiskey-Aversion bekämpfen und Writer's Tears trinken. Mit Jürgen Eglseer knuddeln und Likör trinken, mit Torsten Scheib und Arthur Gordon Wolf fachsimpeln, sich mit Constantin Dupien über die Nominierung zum Skoutz Award freuen, mit Elke Aybar gemeinsame Pläne schmieden. Juliane Schiesel und Katharina Groth wiedersehen, mit den Guerillas spontane Lesungen abhalten, alberne Einhornfachgespräche mit Thomas Williams führen, Besucher einer Lesung in einem Autohaus  mit Gruselgeschichten schocken - all das und noch viel mehr gehörte zu meinem diesjährigen LBM-Erlebnis.

Die Einhorn-Gang: Andreas März, meinereiner,
Candy Hecht und Thomas Williams
Ich freue mich auf nächstes Jahr. Egal, wie voll mein Terminkalender sein mag - die LBM muss unbedingt wieder sein!

Montag, 20. März 2017

Ich sehe pinke Einhörner ...

Ihr habt es bestimmt schon mitbekommen:
Bei mir liegen die Einhörner momentan besonders hoch im Kurs.
Das hat seine Gründe.
13 Gründe.
13 Shades of Unicorn.
Das.
Wird.
Die.
Beste.
Anthologie.
Des.
Jahres.
Ohne Scheiß.

Schaut es euch an: