Dienstag, 11. April 2017

Die Einhörner sind los!

Seit dem 1. April 2017 machen sie Amazon unsicher. Seit wenigen Tagen auch als Taschenbuch-Ausgabe. 13 Geschichten über das wohl verkannteste Wesen der Fabelwelt. Ja, Einhörner sehen wunderschön aus. Wie sie mit ihrem strahlendweißen Fell und ihrer im Winde wehenden Flauschmähne über grüne, blumengesprenkelte Wiesen stolzieren, wie sie ihr glänzendes Horn in den Himmel recken und anmutig mit den feingliedrigen Hufen scharren.

Aber passt bloß auf! Das ist alles Tarnung! Einhörner sind gemeine, hinterhältige Biester, sie sind gefährlich, sie sind angriffslustig, sie sind böse durch und durch. Einhörner, das sind ... bewaffnete Pferde! Jawohl!

Es wurde wirklich Zeit, dass mit all den Mythen über das sanftmütige Wesen aufgeräumt und die Wahrheit ans hässlich-grelle Licht gezerrt wird.

In der Anthologie "13 Shades of Unicorn" erfahrt ihr alles, was ihr schon immer über Einhörner wissen wolltet, aber nicht im Traum auf die Idee gekommen wärt, es auch zu fragen. Und wenn ihr mit der Lektüre durch seid, werdet ihr diese weißen Biester mit anderen Augen sehen, versprochen!

Hier der offizielle Klappentext:

Wenn ihr in diesem Buch sternenstaubfurzende, regenbogenkotzende, softeiskackende und marshmallowrülpsende Einhörner erwartet, dann legt es am besten gleich wieder zur Seite.
Wie das sooft mit der Wahrheit ist: sie tut weh.
Hier tut sie gleich dreizehn Mal weh, denn ebenso viele Autoren räumen mit Kleinmädchenträumen auf.

Dreizehn Geschichten, von denen jede auf ihre Art ein Fünkchen Wahrheit enthält.
Endlich ist Schluss mit der Verniedlichung der horntragenden Fabelwesen!
Unsere Enthüllungen über die wahre Natur dieser Biester wird die Gesellschaft wie ein Erbeben erschüttern!
Nach der Lektüre dieses Buchs wird nichts mehr so sein, wie es einmal war!

Ladies and Gentlemen ...
Ring frei für einen Blick auf die Welt der Einhörner, wie ihr ihn zuvor bestimmt noch nicht hattet!
Ring frei für
13 SHADES OF UNICORN

Und hier die erlesene Riege der Autoren und ihre Geschichten:

DIE SACHE MIT DEM EINHORN - Jana Oltersdorff

TALYNN - Tobias Habenicht

DER HENGST DER RINGE - Rosa Leber

GRIMMS THEATER - Jane Breslin

»ZUM SCHWARZEN EINHORN« - Annika Leonhardt

DIE NACHT DER FLEISCHFRESSENDEN EINHÖRNER - Thomas Williams

DAS BLUTHORN - Andreas März

DIE GEDRECHSELTEN UNIKATE DES FRANZ Z. - Markus Kastenholz

JONNY GOES NACHTMAHR - Candy Hecht

EINHORN-JOE - A. M. Arimont

DER JÄGER UND DAS EINHORN - Julia Raschke

GOLDEN GLÄNZT DER EINHORNMOND - Jasmin Krieger

DER PROFI - Torsten Scheib

Ich freue mich total, dass Herausgeber Markus Kastenholz und seine nicht minder charmante Verlagspartnerin und Mitautorin Jasmin Krieger meine böse Einhorngeschichte ausgewählt haben. Noch mehr freue ich mich, dass ich wieder mit Torsten Scheib in einer Anthologie veröffentlicht bin. Und am allermeisten freue ich mich, dass es endlich geklappt hat, mit dem genialen Thomas Williams, dessen Kurzgeschichten ich total verehre, in einer Anthologie veröffentlicht zu werden. Mein Dank an Thomas, der zum einen ja der Vater des Gedanken hinter diesem Buch war und zum anderen mich drauf gebracht hat, daran mit einer eigenen Geschichte teilzunehmen.

Es war mir ein großes Vergnügen, und ich bin mir sicher, dass unsere Einhörner die Buchwelt rocken werden!

Gleichzeitig ist es die erste Veröffentlichung des frisch gegründeten Verlags K&K Books. Ich gratuliere euch, Markus und Jasmin, und wünsche euch noch viele weitere spannende und erfolgreiche Buchprojekte. Wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja bald wieder ...

Holt euch "13 Shades of Unicorn" als Taschenbuch oder E-Book.

Ich wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre!

Montag, 10. April 2017

Neues Interview mit mir auf Bettinas Welt

Bild von Bettinas Welt entliehen
Bettina Lippenberger von "Bettinas Welt" pflegt seit einiger Zeit eine Interviewreihe, bei der sie Autoren und Buchmenschen befragt. Ganz frisch erschien dort nun das Interview mit mir.

Ich erzähle darin von meinen Inspirationsquellen, erkläre die Bedeutung von Kaffee, plaudere über meine bevorzugten Genres und nutze die Gelegenheit, um ausgiebig das Lesen von Kurzgeschichten zu belobhudeln.


Aber lest einfach selbst:


Sonntag, 9. April 2017

Buchtipp: Michaela Harich - LEA

"Lea" von Michaela Harich
Na? Woran denkt ihr, wenn ihr das Stichwort "Stuttgart 21" hört? Bestimmt nicht an das, worauf ich hinauswill. Denn nach der Lektüre des Buches, das ich heute empfehlen möchte, kann ich nicht mehr an Bahnhöfe, Wutbürger und fragwürdige Protestaktionen denken. Obwohl ...

Okay. Stuttgart ist der Schauplatz. Der Bahnhof ist eine der Locations, an denen die Geschichte spielt. Und Wutbürger? So könnte man die beißwütigen Infizierten, gegen die sich Titelheldin Lea zur Wehr setzen muss, auch nennen. Das Ganze findet im Jahr 2021 statt. In diesem Jahr geht es mit der Landeshauptstadt Baden-Württembergs steil bergab. Eine Art Zombievirus ist ausgebrochen und hat aus den Bewohnern fleischfressende Untote gemacht. Die Stadt wurde vollständig abgeriegelt, um die Seuche daran zu hindern, auch den Rest Deutschlands zu befallen. Lea ist eine der letzten Überlebenden. Sie will ihre Heimat nicht verlassen und hat sich stattdessen hinter einer Reihe raffinierter Zombiefallen in der Staatsgalerie verschanzt. Dort harrt sie aus, kämpft um ihr Überleben und das ihres einzigen Mitmenschen Andreas.

Der Leser wird mitten hineingeschleudert in diese kaputte Szenerie, erlebt, mit welchen äußeren, aber vor allem inneren Dämonen Lea zu kämpfen hat. Denn allmählich ahnt sie, dass sie anders ist als die anderen Überlebenden. Etwas stimmt nicht mit ihr, und sie muss herausfinden, was das ist, wenn sie weiter überleben will. Das ist rasant und spannend und lässt weder Lea noch dem Leser viel Raum zum Luftholen.

Bacon-Pflanze? Bitte was?
"Lea" ist ein Kurzroman mit knapp 130 Taschenbuchseiten und zugleich der Auftakt einer Reihe. Die weiteren Teile heißen ebenfalls wie ihre jeweiligen Protagonistinnen: "Sonja", "Isabelle" und "Jennie". In allen Büchern wird die Geschichte der Stuttgarter Zombieseuche weiter ausgeschmückt, erfährt man mehr und mehr Details über die Hintergründe, die Ursache und wer schuld an dem ganzen Schlamassel ist.

Ich kenne die Autorin Michaela Harich persönlich und schätze ihren Humor und ihren Hang zum Sarkasmus. Umso schöner ist es, ebenjene Wesenszüge in ihrer Geschichte und den Figuren zu entdecken. Lea ist wie ein dystopisches Alter ego seiner Schöpferin. Ich bin gespannt, ob sich diese Merkmale auch in den Folgebänden verstecken. Ich werde sie mir mit Sicherheit noch holen, denn eine Frage wurde im Auftaktband um Lea noch nicht beantwortet: Was hat es mit dieser verdammten Bacon-Pflanze auf sich???

Also, liebe Freunde der Zombies und Dystopien, ran an Stuttgart 21. Kurzweilig, knackig und spannend - so muss eine gute Zombiegeschichte sein.

Mit Michaela bei Skoutz (Foto: Peter T. Röder)
"Stuttgart 21 - Lea" ist im Papierverzierer Verlag erschienen und als E-Book und Taschenbuch erhältlich.

Freitag, 7. April 2017

LBM Rückblick Teil 2: Bloody Qindie - Die Horrornacht im Autohaus

Zwar liegt die Leipziger Buchmesse nun auch schon wieder zwei Wochen zurück, aber wenn ich an unsere Lesung im Autohaus BAEHRenstark denke, klopft mein Herz gleich schneller, und das Gefühl von Glück und Euphorie ist wieder da.

Was das tolle Team vom Autohaus da für uns Qindie-Autoren auf die Beine gestellt hat, war enorm. Dekoration, Bühne, Technik, Schnittchen und Freigetränke - war alles vorhanden und top und sorgte für genau die richtige Atmosphäre! Aber das Beste: Da saßen locker 100 Leute im Publikum. Einhundert! Ich habe noch nie vor einem so großen Publikum gelesen. Zwei von unseren Autorinnen hatten tatsächlich noch nie zuvor vor einem Publikum gelesen. Die waren noch - wie unsere Kathleen Stemmler es so schön ausdrückte - "Lesungsjungfrauen". Danach waren sie es freilich nicht mehr, aber wenn ich schon bei dem Anblick so vieler Zuhörer nervös war, möchte ich mir nicht ausmalen, wie es in den beiden ausgesehen haben muss.

Gruseldeko im Autohaus
Aber im Nachhinein lässt sich festhalten: Das war eine der besten Lesungen meines Lebens! Es hat einen Mordsspaß gemacht, keinem von uns hat man die Nervosität angemerkt. Wir haben das souverän gemeistert, und es war besonders spannend, die einzelnen Geschichten mit der Erzählstimme ihrer Autoren vorgelesen zu bekommen. Ein paar davon erschienen mir in einem völlig neuen Licht, obwohl ich sie schon kannte.

Regina Mengel, unsere "Qindie-Queen", führte als Moderatorin charmant durch den Abend, den ich übrigens mit meiner Geschichte "Nachts im Waschkeller" eröffnen durfte. David Pawn spendierte eine Flasche Writer's Tears, einen Whiskey, von dem jeder direkt nach seinem Auftritt ein Gläschen auf ex kippte. Ich mag gar keinen Whiskey, aber der hat an diesem Abend echt gut getan. Er fühlte sich so "verdient" an.

Erwähnte ich schon das tolle Publikum? Als wir im Autohaus ankamen, war der Saal schon zur Hälfte gefüllt. Unsere Befürchtungen, dass sich niemand zu einer Horror-Lesung verirren würde, lösten sich direkt in Nebel auf. Am Ende war die Hütte bis auf wenige einzelne Plätze voll. Wir hatten dennoch Bedenken, denn bisher hatten in dem Autohaus immer Krimilesungen stattgefunden. Nun also Horror. Wie würde der wohl ankommen? Aber auch das Problem löste sich direkt zu Beginn in Wohlgefallen auf. Die Leute lauschten so andächtig und waren mucksmäuschenstill - man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Jeder von uns erhielt begeisterten Applaus. In der Pause und danach ergab sich noch das eine oder andere Gespräch mit begeisterten Zuhörern, und wir konnten noch etliche Bücher verkaufen. Besonders hat mich gefreut, dass unsere beiden Bloody Qindie Anthologien so guten Anklang - und Absatz - fanden. Gut für die Qindie-Kasse, denn die Erlöse fließen zu 100 Prozent in unsere Messeaktivitäten.

Das Autohaus hat jede Menge schöner Fotos von der Lesung veröffentlicht - klickt mal hier rein.

Nachdem wir wieder in unserer Autoren-WG angekommen waren, saßen wir noch bis spät in die Nacht zusammen, denn mit so viel Adrenalin im Blut war an Schlaf nicht zu denken. Wir nutzten die Euphorie lieber gleich, um über die nächste Anthologie zu sprechen und Pläne für die nächsten Messeauftritte zu schmieden. Wenn wir im nächsten Jahr bei Leipzig liest wieder mit dem Autohaus BAEHRenstark zusammenarbeiten dürften, wäre das ein Traum!

So, und nun noch weiteres Videomaterial, das euch einen guten Eindruck von der Lesung vermitteln dürfte - vielen Dank an das Autohaus und an unsere Kollegin Divina Michaelis für die Aufnahmen!


Video von Divina Michaelis


Video vom Autohaus BAEHRenstark


Donnerstag, 30. März 2017

Thomas Williams writes: Schluss mit Glitzer!

Mein Kollege Thomas Williams hat mal erklärt, wie es zu dieser ominösen Einhorn-Anthologie kam, in der ich auch irgendwie mit drinhänge. Und er hat mich sogar lobend erwähnt! <3 p="">


By the way: Ab 1. April 2017 (kein Scherz!) machen die Einhörner Amazon unsicher. Vorbestellen könnt ihr jetzt schon. Aber seid gewarnt: Nach dieser Lektüre werdet ihr Einhörner mit anderen Augen betrachten - misstrauisch, ängstlich und besser mit ordentlich Sicherheitsabstand ...



Thomas Williams writes: Schluss mit Glitzer!: Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass ich mal in einer Einhornanthologie veröffentlicht werden würde, hätte ich wohl geantwortet: &qu...

Dienstag, 28. März 2017

Leipziger Buchmesse - Rückblick Teil 1

Mängelexemplare-Familie: Carlo, Jürgen, Torsten, Constantin,
Vincent, Arthur, Michaela & moi
War das schön, oder war das schön? Es war mehr als das: überwältigend, aufregend, bunt, quirlig, interessant, unglaublich lustig und zum Niederknien schön. Wovon ich spreche? Natürlich von der Leipziger Buchmesse 2017, die ich wieder miterleben durfte. Von vier Messetagen verbrachte ich nur zwei wirklich auf der Messe, dafür aber so pickepackevoll mit Eindrücken, dass ich mich erst einmal sortieren musste, um nun davon zu berichten.

Tentakel, Skoutze und überall Bücher

Am Donnerstag reiste ich an, und wie das Schicksal es wollte, saß Qindie-Kollegin und WG-Mitbewohnerin Birgit Böckli bereits im Fernbus, als ich in Frankfurt zustieg. Da ging das anregende Fachsimpeln schon auf der Hinfahrt los. Abends gab es das erste große Wiedersehen bei Wein, Alsterwasser und lecker Leipziger Hausmannskost in Reuschels Weineck.

LBM Guerillas Gruppenfoto mit Tentakel
Der Freitag startete in der Leipziger Innenstadt, wo sich unter dem Hashtag #LBMGuerillas auf den Aufruf der Autorin Faye Hell eine kleine, aber feine Truppe tapferer Autoren und Autorinnen zusammenfand, um gemeinsam an vier vorher festgelegten Stationen von Augustusplatz bis Hauptbahnhof aus ihren dunklen Geschichten vorzulesen. Obwohl es sich stets um Horror und Dark Fantasy handelte, hatten wir einen Heidenspaß und amüsierten uns köstlich über die dargebotenen literarischen Häppchen, in denen es zum Beispiel um verfluchte Orte, Tentakel, unheimliche Puppenspieler, notgeile Vampirgirls und mordsgefährliche Einhörner ging. Es handelte sich ja um die erste Guerilla-Aktion dieser Art, deshalb fiel unser spontanes Publikum aus vorbeikommenden Fußgängern eher bescheiden aus, aber wir wissen, dass wir Aufmerksamkeit erregt haben. Ich selbst wurde von etlichen interessierten Autoren und Lesern darauf angesprochen, die es über Facebook und Twitter verfolgt hatten. Es wird definitiv eine Wiederholung im nächsten Jahr geben, das hat Faye Hell schon versprochen.

Ab Mittag war ich dann auch endlich auf dem Messegelände angekommen und machte die Hallen zusammen mit Michaela Harich unsicher - liebe Michaela, es war mir ein allergrößtes Vergnügen, dich zu begleiten beziehungsweise von dir begleitet zu werden! Wir "fangirlten" immer im Wechsel und je nachdem, an welchem Stand und bei welchem Verlag wir uns gerade befanden. Ich wusste ja vorher schon, dass wir zumindest im Humor die gleiche Wellenlänge haben, aber wir zwei scheinen auch sonst so etwas wie Seelenschwestern zu sein. Sollte es mich jemals nach Tübingen verschlagen - bitte nur unter deinen Fittichen! Und ich freue mich auf die gemeinsamen Projekte mit dir!

Skoutzige Party & Tradition mit Eintopf

Mit Elke Aybar bei Skoutz
Am Freitagabend wartete das nächste Highlight - nein, da warteten sogar zwei Highlights: Erst einmal hatte ich einen wichtigen Termin mit Skoutz, denn schließlich wurden am Abend auf der Skoutz Leserparty die Midlists für den Skoutz Award verkündet. Weil ich eine der persönlich anwesenden Jurorinnen war, durfte ich meine Anthologie-Midlist auch höchstselbst verkünden, was ich auch in aller Ausführlichkeit tat - sorry fürs Überziehen, liebe Kay Noa!

Schnell mit Elke Aybar Selfies schießen und über die weitere Zusammenarbeit plaudern, dann wurde es Zeit, mich auf den Weg in die Soupbar Summarum zu begeben, denn die war - wie schon die Jahre zuvor - wieder Treffpunkt für die Mängelexemplare-Familie, zu der ich mich ja auch zählen darf. An diesem Abend lasen Arthur Gordon Wolf (leider verpasst), Constantin Dupien und Vincent Voss. Besonders Vincents Lesung aus "Frischfleisch Nullpersonen" war genial - er ist ein großartiger Vorleser, den jeder Horror-Fan mal live erlebt haben sollte.

Was ich dabei übrigens gelernt habe: Komme nie zu spät und ausgehungert zu einer Horrorlesung. Wenn du dann nämlich als Einzige am Tisch gern den hausgemachten, superleckeren Eintopf essen möchtest, während Constantin Dupien vorne auf der Lesebühne von eingeschlagenen Gesichtshälften, berstenden Knochen und Erbrochenem erzählt, dann haben alle am Tisch Spaß - nur du nicht so richtig ... Nicht wahr, Herr Eglseer?

Ehrlich: Die Suppe war megalecker!
Dennoch war es ein fantastischer Abend mit ganz vielen lieben Buchmenschen. Es fühlte sich ein bisschen wie Heimkommen an - so gemütlich und familiär. Auch wenn es wohl in nächster Zeit keine neue Mängelexemplare-Anthologie geben wird, hoffe ich, dass wir den Freitagabend in der Suppenbar beibehalten, denn der hat doch inzwischen schon Tradition!

David Pawn aka Michael Siedentopf
Am Samstag verbrachte ich den ganzen Tag auf der Messe. Am schönsten war es, Melanie Lübker zu treffen, die ja genau wie ich in Dietzenbach wohnt, und ihre Freundin Ivonne Lembeck kennenzulernen. Wir liefen uns immer wieder über den Weg und hatten eine Menge Spaß. Gefreut habe ich mich auch über die Begegnung mit Daniela Heger, die extra noch einmal zum Stand gekommen war, um mich auch endlich mal persönlich zu treffen. Sie hatte nämlich meine Schauermärchen gekauft und wollte gern noch ein Autogramm und ein Foto. Das fühlt sich immer so lustig und ein bisschen surreal an, wenn man um solche Dinge gebeten wird, aber es ist cool!

Nicht ohne meine Qindies

Die LBM wäre nur halb so schön ohne das großartige Qindie-Team. Dank Qindie durfte ich die Buchmesse in Leipzig schon zum dritten Mal als Ausstellerin erleben, wohnte in der großen Qindie-WG in Leipzig-Plagwitz und erlebte eine der besten Lesungen überhaupt, über die ich noch separat berichten werde.

Immer was los bei Qindie!
Regina, Michael, Katharina, Jacqueline, Patricia, Martina, Kathleen, Divina, Kerstin, Birgit - es war so schön, ich fühlte mich pudelwohl in euren Reihen. Überhaupt war die Messe für Qindie ein unglaublicher Erfolg: Unser Stand war stets sehr gut besucht, viele Leute kamen ganz gezielt, es wurden so viele Bücher verkauft wie auf keiner Messe zuvor. Wir mussten auch nicht mehr so oft erklären, was Qindie eigentlich ist, wofür wir stehen - die Leute kannten uns bereits! Das motiviert ungemein. Wir alle können es kaum erwarten, uns auf der nächsten Messe wiederzutreffen.

Unter Paradiesvögeln

Sogar in die berüchtigte Halle 1 traute ich mich dieses Mal. Dort residiert ja die Manga-Convention und zieht buntes Volk in abgefahrenen Verkleidungen an. Cosplay nennt es sich, die Fans stellen ihre Lieblingscharaktere aus den Comics dar. Muss man nicht mögen - ich tue mich damit auch manchmal etwas schwer, aber es macht aus der Buchmesse immer ein farbenfrohes, lebensbejahendes Fest. Warum ich da rein bin? Mir war zu Ohren gekommen, dass eine liebe Freundin, die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte, dort einen eigenen Stand bei den Künstlern hatte. Und was zeichnet sie für süße Viecher! Herzallerliebst! Es war so schön, sie mal wiederzusehen und ein bisschen zu schwätzen. Dafür hat es sich gelohnt, mich todesmutig und mit angehaltenem Atem mitten ins Getümmel der Manga-Con zu schmeißen!

Die Menschen hinter den Büchern

Foto von Susanne Pavlovic
Ich habe bestimmt etliche Leute verpasst, die auch auf der LBM waren, aber das ist bei dem Gewusel fast kein Wunder. Umso schöner war es, doch so viele liebe Buchmenschen zu sehen, denn genau dafür ist die Leipziger Buchmesse da aus meiner Sicht: Die Menschen hinter den Geschichten live zu treffen, persönliche Gespräche, gemeinsames Gelächter und hier und da einen Likör oder anderes ominöses Zeugs drauf zu trinken.

Mit Michaela Harich über vegane Zombies und alternative Liebesgeschichten philosophieren. Mit Michael Siedentopf die Whiskey-Aversion bekämpfen und Writer's Tears trinken. Mit Jürgen Eglseer knuddeln und Likör trinken, mit Torsten Scheib und Arthur Gordon Wolf fachsimpeln, sich mit Constantin Dupien über die Nominierung zum Skoutz Award freuen, mit Elke Aybar gemeinsame Pläne schmieden. Juliane Schiesel und Katharina Groth wiedersehen, mit den Guerillas spontane Lesungen abhalten, alberne Einhornfachgespräche mit Thomas Williams führen, Besucher einer Lesung in einem Autohaus  mit Gruselgeschichten schocken - all das und noch viel mehr gehörte zu meinem diesjährigen LBM-Erlebnis.

Die Einhorn-Gang: Andreas März, meinereiner,
Candy Hecht und Thomas Williams
Ich freue mich auf nächstes Jahr. Egal, wie voll mein Terminkalender sein mag - die LBM muss unbedingt wieder sein!

Montag, 20. März 2017

Ich sehe pinke Einhörner ...

Ihr habt es bestimmt schon mitbekommen:
Bei mir liegen die Einhörner momentan besonders hoch im Kurs.
Das hat seine Gründe.
13 Gründe.
13 Shades of Unicorn.
Das.
Wird.
Die.
Beste.
Anthologie.
Des.
Jahres.
Ohne Scheiß.

Schaut es euch an:

Sonntag, 19. März 2017

Leipziger Buchmesse - Wann ihr mich wo finden könnt

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, die ihr womöglich ebenfalls plant, in ein paar Tagen nach Leipzig zu fahren, aber ich werde langsam hibbelig.

In diesem Jahr wird die Leipziger Buchmesse besonders spannend für mich. Denn ich fahre nicht nur als Ausstellerin hin, sondern auch noch als Autorin auf einer Lesebühne, als Jurorin für einen Literaturpreis und als Guerilla-Vorleserin. Klingt komisch, ist aber so.

Okay, dröseln wir das Ganze mal auf:

Mit Qindie wieder mittendrin

Unseren Qindie-Stand findet ihr wieder in Halle 5, Stand C301. Ihr könnt durch eine große Auswahl an Qindie-Büchern blättern, mit den Autoren fachsimpeln und euch Autogramme sichern. Natürlich könnt ihr auch vor Ort unsere Bücher kaufen! Ich werde wieder mit meinen Kurzgeschichtensammlungen "Zwischenstopp" und "Des Nachts im finstren Wald" dabei sein und freue mich besonders, euch unsere noch ziemlich neue Anthologie "Bloody Qindie präsentiert: Besessen" vorzustellen, in der auch von mir eine böse-blutige Geschichte dabei ist.

Skoutzig sein

Ich bin dieses Jahr sowas von skoutzig! Ich habe ja die ehrenvolle Aufgabe, als Jurorin den Skoutz Award mitzugestalten. Deshalb werdet ihr mich auch immer wieder am Skoutz-Stand in Halle 5, E300, antreffen, wo ich mich mit den Jury-KollegInnen, dem Skoutz-Team und all den Autoren und Lesern austauschen werde, die dort vorbeischauen.

Außerdem findet ja am Freitagabend die große Skoutz Leserparty statt, bei der dann endlich die Midlist-Kandidaten in den verschiedenen Kategorien verkündet werden. Ich bin schon echt gespannt auf die Reaktionen, wenn meine Midlist in der Kategorie Anthologie vorgestellt wird. Ich kann euch schon einmal versichern: Es sind ein paar Überraschungskandidaten dabei!

Die Leserparty steigt im Club L1 gleich neben der Nikolaikirche, Markt 17, Königshauspassage - falls ihr noch spontan vorbeikommen mögt. Ich hoffe, ich werde die Location finden, ich war da nämlich noch nie.

Horrornacht im Autohaus

Bitte? Ja. Qindie liest. Im Autohaus. Kein Scherz. Das Autohaus Baehr ist schon seit Jahren eine der Locations bei der Veranstaltungsreihe Leipzig liest. Und in diesem Jahr dürfen wir Qindies mit unseren schaurig-gruseligen Geschichten zu Gast sein. Diese Autoren und Autorinnen sind dabei und würden sich freuen, wenn ihr ihnen lauscht:

Martina Bauer, Katharina Gerlach, Regina Mengel, Divina Michaelis, David Pawn, Jacqueline Spieweg, Kathleen Stemmler und ich


Wir werden euch mit Auszügen aus Thrillern, Gruselgeschichten und unseren Horror-Anthologien hoffentlich das Fürchten lehren - naja, zumindest ein bisschen.

Guerilla-Aktion - Psst ... geheim!

Ich darf euch dazu gar nicht so viel verraten. Ist ja schließlich eine Guerilla-Aktion. Nur so viel: Eine Handvoll cooler Autoren liest euch was vor. Einfach so. Irgendwo in Leipzig. Wenn ihr mehr wissen wollt, wenn ihr wissen wollt, wann ihr wo sein müsst, um uns zu erleben, dann fragt mal unauffällig bei Faye Hell oder Simona Turini an. Oder verfolgt bei Twitter den Hashtag #LBMGuerillas. Kleiner Tipp: Ihr solltet am Freitagvormittag nicht gleich morgens zur Messe fahren, sondern lieber einen Stadtbummel in der Innenstadt einplanen. So, mehr verrate ich aber wirklich nicht!



Ihr merkt schon: Mein Besuch der Leipziger Buchmesse hat es wieder einmal in sich. Aber für einen Plausch oder ein Messekäffchen werde ich immer Zeit finden. Ihr werdet mich übrigens in diesem Jahr noch viel leichter erkennen: Ich bin die großgewachsene dunkelhaarige Frau mit Brille, die im Einhorn-Shirt und mit kleinen Einhörnern an den Ohren herumläuft. Das Outfit brauche ich vor allem für einen ganz besonderen Fototermin am Samstag. Ihr könnt mich also gar nicht übersehen!

Also, wie schaut's aus? Wen von euch treffe ich in Leipzig?


Samstag, 11. März 2017

Tagebuch einer Jurorin - Oder wie ich die Skoutz Longlist ausmistete

Wie ihr inzwischen mitbekommen haben dürftet, habe ich die große Ehre, in diesem Jahr als Jurorin den Skoutz Award 2017 mitzugestalten. Vor wenigen Tagen wurden die heiß erwarteten Longlists in allen Kategorien veröffentlicht. Auch wir Juroren erhielten die Listen per E-Mail und versuchen nun, rechtzeitig vor der Leipziger Buchmesse unsere Midlist-Kandidaten zu finden. Aber das ist richtige Arbeit ...

Ich habe mich inzwischen durch die "Longlist" in meiner Kategorie Anthologie geackert. Und ausgemistet. Kräftig ausgemistet. Von ursprünglich 153 für die Longlist vorgeschlagenen Titeln erfüllten nur 53 Titel die Kriterien, um sich überhaupt als Kandidat für den Skoutz Award Anthologie zu qualifizieren. Und da waren schon 5 Titel dabei, die ich nachträglich eingepflegt habe - aus anderen Longlists, in denen diese wiederum falsch einsortiert worden waren. Wir Juroren tauschen uns nämlich derzeit ziemlich aktiv aus.

Ich glaube, ich muss da mal was klarstellen:

Nein, eine Novelle ist keine Kurzgeschichte.
Und nein, eine Geschichte mit über 200 Seiten ist keine Kurzgeschichte und auch keine Anthologie, da kann sie aus noch so vielen Kapiteln bestehen. Das ist ein Roman.
Nein, eine Buchreihe ist keine Anthologie. Auch eine Trilogie ist keine Anthologie. Und auch ein Kurzroman ist weder Kurzgeschichte noch Anthologie.

Interessanterweise waren es vor allem Erotik-Titel, die meine Longlist fluteten und alle fehl am Platz waren. Allein 46 Titel stammten aus diesem Genre, waren aber Romane/Kurzromane/Novellen und oft Teile von irgendwelchen Reihen - definitiv keine Kandidaten für den Preis "Beste Anthologie".
Da fragt sich sicher der eine oder andere, wie so eine Longlist zustande kommen konnte. Nun, die ist einzig und allein auf eurem Mist gewachsen, liebe LeserInnen. Bestimmt haben auch Autoren und Verleger eigene Titel für den Skoutz Award angemeldet, doch da bin ich mir sicher, dass die genau wussten, in welche Kategorie ihre Werke gehören. Aber es waren vor allem die LeserInnen, die ihre Favoriten ins Rennen schickten.

Also sagt mal, liebe LeserInnen, wie kommt es, dass so viele falsche Titel sich auf die Longlist für die Beste Anthologie verirren konnten? Ihr könnt euch doch nicht alle in der Zeile vertan haben??? Muss ich also annehmen, dass euch nicht bewusst war, was genau man unter einer Anthologie/Kurzgeschichtensammlung versteht? Oder habt ihr das wissentlich ignoriert und gedacht, das merkt keiner?

Die Jury besteht aus echten Menschen, die sich ehrenamtlich und in ihrer Freizeit mit diesen Longlists auseinandersetzen, um nach bestem Wissen und Gewissen die geeigneten Midlist-Kandidaten zu finden. Diese Aufgabe, die sowieso nicht so einfach ist, machen uns solche falsch platzierten Nominierungen natürlich noch schwerer. Und da ist meine Kategorie noch vergleichsweise übersichtlich und kurz - ich mag gar nicht daran denken, was in so populären Kategorien wie Fantasy oder Erotik los ist ...

Wie auch immer das passieren konnte, ich werde dem Skoutz Team in den nächsten Tagen die bereinigte Longlist zukommen lassen, damit auf der Skoutz Seite auch wirklich nur die Titel in der Longlist genannt werden, die da, sachlich und nüchtern betrachtet, auch hingehören.
Und rechtzeitig vor der Leserparty in Leipzig werde ich dem Skoutz Team natürlich auch meine Kandidaten für die Midlist mitteilen. Welche das am Ende sein werden? Abwarten, ihr Lieben, ich muss da noch in Ruhe prüfen, vergleichen und lesen, auch wenn ich schon ein paar heiße Favoriten ausmachen konnte. Ich kann euch aber jetzt schon versprechen: Auf die Midlist für den Skoutz Award in der Kategorie Anthologie werden nur Anthologien kommen. Ganz sicher!

In diesem Sinne: Bleibt skoutzig!


Freitag, 3. März 2017

Vincent Preis 2016: Die Shortlists stehen fest!

Große Freude bei Qindie! Gestern Abend wurden die Nominierungen für die Shortlist zum

Vincent Preis 2016

bekanntgegeben, und in diesem Jahr ist eine Qindie-Kollegin unter den Finalisten.

Unsere Coverdesignerin Jacqueline Spieweg wurde für das fantastische Cover zu unserer Anthologie "Bloody Qindie präsentiert: Besessen" als Beste Grafikerin 2016 nominiert und befindet sich mit so namhaften Kollegen wie Mark Freier oder Björn Ian Craig in illustrer Gesellschaft!

Wir von Qindie freuen uns darüber riesig und gratulieren Jacqueline von Herzen. Natürlich drücken wir ihr nun auch noch einmal fest die Daumen, dass sie am Ende sogar das Siegertreppchen erklimmen kann.

Aber auch sonst bin ich von der Liste der Nominierten ganz begeistert, denn da finden sich einige Autoren, mit denen ich befreundet bin und/oder deren Geschichten ich sehr mag:

Vincent Voss - Bester Roman national
Constantin Dupien - Beste Anthologie
Markus Kastenholz - 2 x Beste Anthologie, 1 x Beste Storysammlung
Juliane Schiesel - Beste Kurzgeschichte
Thomas Williams - Beste Kurzgeschichte

Da weiß ich teilweise gar nicht, wem ich zuerst die Daumen drücken soll! Aber egal: Wer es auf die Shortlist zum Vincent Preis schafft, der ist eh schon ein Gewinner.

Und hier könnt ihr bei der finalen Abstimmung mitmachen: Abstimmungsformular Endrunde.

Viel Glück allen Nominierten!