Samstag, 24. Juni 2017

Buchtipp: Vincent Voss - Frischfleisch - Nullpersonen

Lasst euch doch BRDigen! So heißt es provokant auf dem Klappentext zu Vincent Voss' neuestem Zombiethriller. Ich nahm das Buch als eines meiner Souvenire von der letzten Leipziger Buchmesse mit - übergeben von Herrn Voss persönlich mit einer sehr schönen Widmung. Ich nehme dich beim Wort, Vincent, du weißt hoffentlich noch, was du mir da reingeschrieben hast. :-)

Aber kommen wir zum Buch. Dass es sich um einen Zombiethriller handelt, erwähnte ich ja bereits. Der Roman folgt im Grundgerüst dem für eine zünftige Zombieapokalypse typischen Verlauf: Es verbreitet sich zunächst schleichend, es gibt hier und da seltsame Zwischenfälle in Hamburg und im Umland. Es passiert in der Gerichtsmedizin, in einer Schule, in einem Kindergarten, am Frankfurter Flughafen und so weiter. Unfälle häufen sich. Rettungskräfte und Polizei sind schon bald hoffnungslos überfordert. Als der komplette Flughafen unter Quarantäne gestellt wird und im Hamburger Elbtunnel eine Katastrophe geschieht, bricht endgültig das Chaos aus. Nur wenige Menschen ahnen, dass es sich weder um Unfälle noch Amokläufe noch eine normale ansteckende Krankheit handelt, unter ihnen die Radiomoderatorin Kesh, der Blogger Tim und der Ethnologe Professor Dr. Jäger.

Und dennoch ist das hier nicht einfach "noch ein Zombieroman". Vincent Voss präsentiert eine atemberaubend spannende Story und jagt den Leser von einem Kapitel ins nächste. Jedesmal wechselt der Schauplatz, folgen wir anderen Figuren und erfahren von Schicksalen und Greueltaten. Besonders gut gefielen mir wieder der Erzählstil und ganz besonders die Dialoge - die lasen sich toll, wirkten authentisch und machten die Charaktere so lebendig, dass ich mit jedem einzelnen von ihnen mitfieberte - vom arroganten Politiker über den prolligen Teenager und den abgebrühten Soldaten bis zur verzweifelten Mutter, die ihre Lieben beschützen will.

Es wird gestorben, gekämpft, gebissen und gemetzelt, Blut fließt in rauen Mengen, und dennoch schafft Voss es, hier und da seinen angenehmen Sinn für Humor durchblitzen zu lassen - nordisch unterkühlt, leicht ironisch und eher schwarz, genau wie ich es mag.

Was ich übrigens richtig gelungen fand, waren die Zitate, die jedem Kapitel vorangestellt waren und perfekt auf das einstimmten, was den Leser auf den nächsten Seiten erwartete. Diese Zitate stammen nämlich allesamt aus bekannten Filmen, nicht nur aus Zombiefilmen, sondern auch von jeder Menge anderer Klassiker und Kultfilme. Ich habe den Eindruck, dass Voss da nur aus seinen persönlichen Lieblingsfilmen zitiert und stelle fest: Wir haben auch filmisch einen recht ähnlichen Geschmack. Einige der Zitate erkannte ich sofort und hatte direkt die Bilder der zugehörigen Szene aus dem Film im Kopf. Kopfkino im wahrsten Sinne des Wortes.

Meine Lieblingsszene ist zugleich eine der grausamsten und ergreifendsten im Buch, ich kannte sie bereits, weil Vincent Voss sie bei der Leipziger Buchmesse auf der Lesung in der Soupbar Summarum vortrug. Da wird Kesh im Studio von einem Jungen angerufen, der völlig verzweifelt ist, weil er und seine Schwester gerade von ihren eigenen untoten Eltern angegriffen werden. Da sitzt jedes Wort! Gänsehaut!

Übrigens: Wer mal in den Genuss einer Voss'schen Lesung gekommen ist, den brauche ich nicht mehr zu überzeugen, denn der weiß: Vincent Voss ist ein genialer Vorleser! Allen anderen rate ich: Wenn ihr die Chance bekommt - unbedingt nutzen!

Und überhaupt: Wenn ihr mal wieder Bock auf so einen richtig fetzigen Zombieschmöker habt, dann greift auf jeden Fall zu "Frischfleisch - Nullpersonen". Zombies mitten in Deutschland - das rockt!

Der Roman ist übrigens die Fortsetzung von "Faulfleisch", aber es ist nicht notwendig, das Buch gelesen zu haben, um "Frischfleisch" zu verstehen. Und ich meine: Zombies, alles klar? Ihr kennt die Regeln: Lasst euch nicht beißen, schießt ihnen in den Kopf, legt Vorräte an und lest zur Vorbereitung auf die Zombieapokalypse am besten alle Bücher von Vincent Voss, aber dieses hier auf jeden Fall. Dann habt ihr eine Chance.

Ich kann nicht anders,
auch diesem Voss-Werk gebe ich die volle Punktzahl:
5 von 5 blutverschmierten Sternen!

Das Buch gibt es überall und ganz besonders hier direkt vom Verlag Torsten Low im Onlineshop.

Sonntag, 4. Juni 2017

Buchtipp: Fred Ink - Der Untergang von Godly Gulch


Ich bin ja schon eine ganze Weile Fan von Fred Ink. Der Mann kann schreiben, sage ich euch. Jede seiner Horrorgeschichten schaffte es bisher, mir Gänsehaut zu bereiten, und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an sein neuestes Werk, die Horrornovelle "Der Untergang von Godly Gulch". Aber diesmal handelte es sich um eine Mischung aus Western und Horror, und da kann man sich schon fragen, wie das zusammenpasst und ob das funktionieren kann. Kann es. Und wie!

Fred Ink ist nicht der erste Autor, der seine Horrorgeschichte in einem Western-Setting ansiedelt. Wie gut diese Kombination funktioniert, hatte ich schon seinerzeit bei Tim Currans "Skin Medicine" fasziniert feststellen dürfen. Ink mischt in seine Geschichte noch eine interessante Zutat: Anlehnungen an die unheimliche Welt des H. P. Lovecraft.

Willkommen in Godly Gulch. Einst war dies eine florierende Siedlung im Wilden Westen, in der Goldgräber ihr Glück fanden und wo die Farmer Mais und Getreide auf fruchtbaren Böden anbauten. Aber die goldenen Zeiten sind lange vorbei. Jetzt steht die Gemeinde unter der unbarmherzigen Fuchtel des Pastors, und mit dem stimmt irgendetwas nicht. Auch der kleine Ben und seine Mutter leiden unter der andauernden Dürre und den strengen Regeln, die der Pastor ihnen allen auferlegt hat. Als ein Fremder in der Stadt auftaucht und sich mit Ben anfreundet, keimt Hoffnung in dem Jungen auf, aber schon bald muss er erkennen: Der wahre Horror hat noch gar nicht begonnen.

Atmosphärisch dicht, haarsträubend gruselig und voller dunkler Abgründe - ich habe das Buch mit seinen knapp 140 Seiten an einem einzigen Nachmittag verschlungen. Ink will nicht nur gruseln, seine Geschichte enthält eine interessante, gerade aus heutiger Sicht ziemlich wichtige Botschaft, aber wenn ich darüber mehr schreibe, verrate ich zu viel. Das müsst ihr also selbst herausfinden. Und das solltet ihr auch, denn wenn ihr spannenden, blutigen Horror mit Monstern, dunkler Magie und fiesen Religionsverdrehern mögt, ist "Der Untergang von Godly Gulch" genau das Richtige für euch.

Ich vergebe begeisterte 5 von 5 frisch heruntergeschnippelten Skalpen!

Hier bekommt ihr das Buch:
E-Book und Taschenbuch

Und hier geht es zur Autorenseite von Fred Ink.

Sonntag, 14. Mai 2017

DDP auf der Phantastika - Jetzt abstimmen und Tickets sichern!

Der traditionsreiche Publikums-Literaturpreis »Deutscher Phantastik Preis« (»DPP«) ehrt die besten Phantastik-Publikationen des vorherigen Kalenderjahrs. In diesem Jahr wird er erstmalig von der Zeitschrift »phantastisch!« und dem E-Book-Zine »Corona Magazine« präsentiert und im Zuge einer großen Gala auf der Phantastika am 2. September 2017 im Congress Centrum Oberhausen (NRW) verliehen.

Die Karten für das Festival der Phantastik und die Verleihung des »DPP« sind jetzt auf der Phantastika-Website erhältlich. Auf der modernisierten Webpräsenz des Veranstalters finden sich neben ausführlichen Informationen zu den nominierten Werken auch alles über die Gäste, Workshops, Walking Acts und Programmpunkte, die die Phantastika zu einem Erlebnis für die ganze Familie machen. Auf der Phantastika wird für die ganze Familie und damit für jede Altersklasse und jedes Interesse etwas geboten.

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des »Deutschen Phantastik Preis« am Samstagabend. Tausende Leser stimmen seit Monaten auf der Seite des DPP ab, wo die Hauptrunde des »DPP« gerade begonnen hat und noch bis zum 15. Juni 2017 läuft. Alle können mitmachen und wer sich ein genaueres Bild über die nominierten Werke machen möchte, findet auf dem extra neu gegründeten YouTube-Kanal des »DPP« zu allen Nominierten eine Kurzvorstellung.

Eine Verlosung gibt es auch unter allen Abstimmenden, denn sie haben die Chance, 5x2 Eintrittskarten für die Phantastika am 02. und 03.09.2017 in Oberhausen zu gewinnen.

Am Samstagabend, 2. September, werden dort die Gewinner des »DPP« in seinen zehn Kategorien bekannt gegeben:
Bester Deutscher Roman
Bestes Deutschsprachiges Romandebüt
Bester Internationaler Roman
Beste Deutschsprachige Anthologie/Kurzgeschichtensammlung
Beste Deutschsprachige Kurzgeschichte
Bestes Deutschsprachiges Hörspiel/Hörbuch
Beste Deutschsprachige Serie
Bester deutschsprachiger Grafiker
Bestes Deutschsprachiges Sekundärwerk
Bester Deutschsprachiger Comic
Jede Kategorie ist dabei mit je 500,00 € dotiert.

Ich habe schon für meine Favoriten abgestimmt. Und ihr?


Donnerstag, 11. Mai 2017

Danke für 40.000 Besucher

Am 01. Februar 2008 ging mein kleines Blog online. Damals schrieb ich über meine Erlebnisse in der virtuellen Welt Second Life und verzeichnete im Monat, wenn es hochkam, 50 Besucher. Erst als ich mein Blog mehr und mehr zum Autorenblog umwandelte, als Second Life keinen Platz mehr hatte, dafür aber Bücher, das Schreiben und alles, was damit zusammenhing, stiegen die Besucherzahlen langsam, aber kontinuierlich. Mehr als 1000 Besucher pro Monat erreichte ich zum allerersten Mal im März 2014, der besucherstärkste Monat aller Zeiten war übrigens der Dezember 2016 mit über 1.600 Besuchern.

Ich weiß, für viele gestandene Blogger sind das lächerliche Zahlen. Aber für mich ist das etwas Besonderes. Ich blogge nicht so häufig wie andere, veranstalte nur ganz wenige Gewinnspiele und veröffentliche nicht ständig neue Bücher, über die ich dann bloggen könnte. Noch dazu bediene ich thematisch eine Nische in der Nische: Ich konzentriere mich auf phantastische Kurzgeschichten, vorzugsweise solche, die gruseln (wenngleich ich auch andere Genres und Literaturgattungen lese, so engstirnig geht es bei mir auch nicht zu).

Jedenfalls hat mein Blog heute endlich wieder eine magische Grenze erreicht - und überschritten:

Ich hatte irgendwann im Lauf des Tages den 40.000sten Besucher!

!!!40.000!!!

Klingt das nicht genial?

Ich bin damit sehr zufrieden und fühle mich motiviert weiterzumachen. Es ist schön zu wissen, dass ich nicht nur für mich selber blogge, sondern dass es wirklich Leute gibt, die gerne lesen, was ich schreibe, die mein Blog sogar regelmäßig besuchen.

Ich bedanke mich bei jedem Einzelnen!


Sonntag, 7. Mai 2017

Buchtipp: Andreas Gruber - Apokalypse Marseille

Ich lese in letzter Zeit wieder verstärkt Anthologien und Kurzgeschichtensammlungen. Und da sind ein paar echte Perlen dabei, schließlich konzentriere ich mich auf die Kandidaten der Midlist für den Skoutz Award Anthologie. Denn diese Midlist habe ich ja als Jurorin zusammenstellen dürfen.

Das erste Buch, das ich aus dieser Liste komplett gelesen habe, ist "Apokalypse Marseille" von Andreas Gruber. Von diesem Autoren hatte ich schon vorher viel Gutes gehört, aber tatsächlich noch nichts gelesen. Bei "Apokalypse Marseille" handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich grob ins Genre Science Fiction einordnen lassen, wobei auch Elemente aus Horror und Thriller hineinspielen. Von Aliens über Zeitreise und Cyborgs bis zu Weltuntergang ist alles dabei. Und Gruber versteht es hervorragend, eine beklemmende, spannende, unheimliche Atmosphäre zu schaffen.

Werfen wir einen Blick auf die einzelnen Geschichten ...


Sieben Ampullen

Wir begleiten einen Mann bei seinem Amoklauf. Er tötet seine komplette Familie, obwohl er sie über alles liebt. Warum nur tut er das? Diese Geschichte gibt eine unglaubliche Antwort.

Ramada Inn

Als Busfahrer für die Regierung zu arbeiten, ist kein Zuckerschlecken. Insbesondere wenn die Passagiere aus einer Gruppe von Qaarteln bestehen. Was Qaarteln sind? Keine angenehmen Zeitgenossen, so viel darf ich schon einmal verraten.

Biohybriden

Kennt ihr diese düsteren Krimis von damals, wo ein Detektiv in seinem Büro von einer attraktiven, geheimnisvollen Frau besucht wurde, die ihm einen seltsamen Auftrag gab? Dieses Setting hat Gruber in ein New York der Zukunft verlegt, und der Detektiv erledigt seinen Job mit einigen raffinierten Hilfsmitteln.

Einundvierzig Grad nördliche Breite

Eine unglaublich spannende Zeitreisegeschichte, die ein ganz neues Licht auf den spektakulären Untergang der Titanic wirft - davon hätte ich sehr gern eine Verfilmung!

Weiter oder Raus

Oh Gott, das Lesen dieser Story hat mir dermaßen körperliches Unbehagen beschert wie kaum eine Geschichte zuvor. In einer perversen Spielshow lassen sich Kandidaten freiwillig und für viel Geld körperlich quälen und verstümmeln. Fast nicht zu ertragen, aber verdammt gut.

Wenn der Himmel gefriert

Die ganze Welt wurde von einer fremdartigen Macht erobert, die alles menschliche Leben auslöschen will, doch die Überlebende Naluk gibt nicht auf und benutzt einen einfachen wie genialen Trick, um den Feinden zu entkommen. Wie lange wird es aber noch funktionieren?

Parkers letzter Auftrag

Nanotechnologie ist mir ehrlich gesagt ziemlich unheimlich. Um genau diese Technologie geht es in der Geschichte, und sie zeigt einmal mehr, was an Nanorobotern und Co. so unheimlich ist.

Der Maya-Transmitter

Steampunk in Mittelamerika. Eine Maya-Pyramide birgt ein dunkles Geheimnis, und ein paar mutige Forscher versuchen, diesem auf den Grund zu gehen.

Sabrina

Ein Student verliebt sich in ein Mädchen, das irgendwie ... anders ist. Sagen wir es so: Sabrina kommt nicht von hier. Aber mehr verrate ich nicht!

Raum Nr. 7

Hamburg irgendwann in der Zukunft. Bender arbeitet bei der Polizei und verwendet zur Aufklärung von Todesfällen eine besondere Methode: Memory Reconstruction. Sein neuester Fall bringt ihn an seine Grenzen.

Apokalypse Marseille

Die titelgebende Geschichte spielt an der südfranzösischen Küste, die nach einer globalen Nuklearkatastrophe im Sterben liegt. Mittendrin Guyenne, ein Handlanger, der für seinen fiesen Boss die dreckigen Aufträge erledigt - dabei ist er selbst bereits todsterbenskrank. Das sind aber irgendwie alle, die bis hierher überlebt haben. Trostloser und düsterer geht Dystopie kaum noch.

Asteroid CMG 8

Endlich. SciFi, die auch so richtig im Weltall spielt. Ein Astronaut macht eine Bruchlandung auf einem Asteroiden. Wundersamerweise entdeckt er eine Art Bunker, in den er sich retten kann. Aber was hat es damit auf sich? Wer hat ihn einst gebaut, und welchem Zweck dient er?

Die Weltmaschine

Steampunk vom Feinsten. Wien im Jahr 1899. Moritz Cernizky ist Wissenschaftler und am Bau der größten Maschine beteiligt, die die Menschheit je gesehen hat. Das streng geheime Projekt findet unter der Erde statt und löst von Zeit zu Zeit Erdbeben in der österreichischen Metropole aus. Cernizky erhält Besuch von einem Mann aus der Zukunft, der den Auftrag hat, ihn zu töten. Doch bevor er das tun kann, verwickelt Cernizky ihn in ein Gespräch, denn er ist neugierig: Wer hat den Mörder aus der Zukunft geschickt, und warum soll der Wissenschaftler sterben?

Und da sind wir am Ende angelangt. Gruber hat für dieses Buch noch ein interessantes Vorwort darüber verfasst, wie er seine Liebe zur Science Fiction entdeckte und pflegte. Außerdem gibt es zu jeder Geschichte ein kurzes Vorwort, in dem er dem geneigten Leser ein paar Hintergrundinfos über die Entstehung präsentiert.

Ich weiß nun, dass es dieses Buch mehr als verdient hat, auf der Midlist für den Skoutz Award zu stehen. "Apokalypse Marseille" hätte es auch verdient, noch viel weiter zu kommen. Es sind allesamt originelle, sauspannende Geschichten, gespickt mit Überraschungen und Wendungen, die einem noch beim Lesen das eigene Bild komplett über den Haufen werfen. Dieses Buch ist außerdem der beste Beweis dafür, dass gerade das Genre SciFi hervorragend als Kurzgeschichte funktioniert.

Meine Favoriten sind übrigens "Sieben Ampullen", "Weiter oder Raus" und "Einundvierzig Grad nördliche Breite".

Ich gebe eine ganz klare Empfehlung nicht nur für SciFi-Fans, sondern für alle, die spannende (Kurz-)Geschichten mögen.

Dafür gibt es von mir 5 von 5 Sternen aus weit entfernten Galaxien!

"Apokalypse Marseille" von Andreas Gruber ist im Luzifer Verlag erschienen und kann hier direkt im Verlagsshop oder hier beim großen A als E-Book oder Taschenbuch erworben werden.


Dienstag, 11. April 2017

Die Einhörner sind los!

Seit dem 1. April 2017 machen sie Amazon unsicher. Seit wenigen Tagen auch als Taschenbuch-Ausgabe. 13 Geschichten über das wohl verkannteste Wesen der Fabelwelt. Ja, Einhörner sehen wunderschön aus. Wie sie mit ihrem strahlendweißen Fell und ihrer im Winde wehenden Flauschmähne über grüne, blumengesprenkelte Wiesen stolzieren, wie sie ihr glänzendes Horn in den Himmel recken und anmutig mit den feingliedrigen Hufen scharren.

Aber passt bloß auf! Das ist alles Tarnung! Einhörner sind gemeine, hinterhältige Biester, sie sind gefährlich, sie sind angriffslustig, sie sind böse durch und durch. Einhörner, das sind ... bewaffnete Pferde! Jawohl!

Es wurde wirklich Zeit, dass mit all den Mythen über das sanftmütige Wesen aufgeräumt und die Wahrheit ans hässlich-grelle Licht gezerrt wird.

In der Anthologie "13 Shades of Unicorn" erfahrt ihr alles, was ihr schon immer über Einhörner wissen wolltet, aber nicht im Traum auf die Idee gekommen wärt, es auch zu fragen. Und wenn ihr mit der Lektüre durch seid, werdet ihr diese weißen Biester mit anderen Augen sehen, versprochen!

Hier der offizielle Klappentext:

Wenn ihr in diesem Buch sternenstaubfurzende, regenbogenkotzende, softeiskackende und marshmallowrülpsende Einhörner erwartet, dann legt es am besten gleich wieder zur Seite.
Wie das sooft mit der Wahrheit ist: sie tut weh.
Hier tut sie gleich dreizehn Mal weh, denn ebenso viele Autoren räumen mit Kleinmädchenträumen auf.

Dreizehn Geschichten, von denen jede auf ihre Art ein Fünkchen Wahrheit enthält.
Endlich ist Schluss mit der Verniedlichung der horntragenden Fabelwesen!
Unsere Enthüllungen über die wahre Natur dieser Biester wird die Gesellschaft wie ein Erbeben erschüttern!
Nach der Lektüre dieses Buchs wird nichts mehr so sein, wie es einmal war!

Ladies and Gentlemen ...
Ring frei für einen Blick auf die Welt der Einhörner, wie ihr ihn zuvor bestimmt noch nicht hattet!
Ring frei für
13 SHADES OF UNICORN

Und hier die erlesene Riege der Autoren und ihre Geschichten:

DIE SACHE MIT DEM EINHORN - Jana Oltersdorff

TALYNN - Tobias Habenicht

DER HENGST DER RINGE - Rosa Leber

GRIMMS THEATER - Jane Breslin

»ZUM SCHWARZEN EINHORN« - Annika Leonhardt

DIE NACHT DER FLEISCHFRESSENDEN EINHÖRNER - Thomas Williams

DAS BLUTHORN - Andreas März

DIE GEDRECHSELTEN UNIKATE DES FRANZ Z. - Markus Kastenholz

JONNY GOES NACHTMAHR - Candy Hecht

EINHORN-JOE - A. M. Arimont

DER JÄGER UND DAS EINHORN - Julia Raschke

GOLDEN GLÄNZT DER EINHORNMOND - Jasmin Krieger

DER PROFI - Torsten Scheib

Ich freue mich total, dass Herausgeber Markus Kastenholz und seine nicht minder charmante Verlagspartnerin und Mitautorin Jasmin Krieger meine böse Einhorngeschichte ausgewählt haben. Noch mehr freue ich mich, dass ich wieder mit Torsten Scheib in einer Anthologie veröffentlicht bin. Und am allermeisten freue ich mich, dass es endlich geklappt hat, mit dem genialen Thomas Williams, dessen Kurzgeschichten ich total verehre, in einer Anthologie veröffentlicht zu werden. Mein Dank an Thomas, der zum einen ja der Vater des Gedanken hinter diesem Buch war und zum anderen mich drauf gebracht hat, daran mit einer eigenen Geschichte teilzunehmen.

Es war mir ein großes Vergnügen, und ich bin mir sicher, dass unsere Einhörner die Buchwelt rocken werden!

Gleichzeitig ist es die erste Veröffentlichung des frisch gegründeten Verlags K&K Books. Ich gratuliere euch, Markus und Jasmin, und wünsche euch noch viele weitere spannende und erfolgreiche Buchprojekte. Wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja bald wieder ...

Holt euch "13 Shades of Unicorn" als Taschenbuch oder E-Book.

Ich wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre!

Montag, 10. April 2017

Neues Interview mit mir auf Bettinas Welt

Bild von Bettinas Welt entliehen
Bettina Lippenberger von "Bettinas Welt" pflegt seit einiger Zeit eine Interviewreihe, bei der sie Autoren und Buchmenschen befragt. Ganz frisch erschien dort nun das Interview mit mir.

Ich erzähle darin von meinen Inspirationsquellen, erkläre die Bedeutung von Kaffee, plaudere über meine bevorzugten Genres und nutze die Gelegenheit, um ausgiebig das Lesen von Kurzgeschichten zu belobhudeln.


Aber lest einfach selbst:


Sonntag, 9. April 2017

Buchtipp: Michaela Harich - LEA

"Lea" von Michaela Harich
Na? Woran denkt ihr, wenn ihr das Stichwort "Stuttgart 21" hört? Bestimmt nicht an das, worauf ich hinauswill. Denn nach der Lektüre des Buches, das ich heute empfehlen möchte, kann ich nicht mehr an Bahnhöfe, Wutbürger und fragwürdige Protestaktionen denken. Obwohl ...

Okay. Stuttgart ist der Schauplatz. Der Bahnhof ist eine der Locations, an denen die Geschichte spielt. Und Wutbürger? So könnte man die beißwütigen Infizierten, gegen die sich Titelheldin Lea zur Wehr setzen muss, auch nennen. Das Ganze findet im Jahr 2021 statt. In diesem Jahr geht es mit der Landeshauptstadt Baden-Württembergs steil bergab. Eine Art Zombievirus ist ausgebrochen und hat aus den Bewohnern fleischfressende Untote gemacht. Die Stadt wurde vollständig abgeriegelt, um die Seuche daran zu hindern, auch den Rest Deutschlands zu befallen. Lea ist eine der letzten Überlebenden. Sie will ihre Heimat nicht verlassen und hat sich stattdessen hinter einer Reihe raffinierter Zombiefallen in der Staatsgalerie verschanzt. Dort harrt sie aus, kämpft um ihr Überleben und das ihres einzigen Mitmenschen Andreas.

Der Leser wird mitten hineingeschleudert in diese kaputte Szenerie, erlebt, mit welchen äußeren, aber vor allem inneren Dämonen Lea zu kämpfen hat. Denn allmählich ahnt sie, dass sie anders ist als die anderen Überlebenden. Etwas stimmt nicht mit ihr, und sie muss herausfinden, was das ist, wenn sie weiter überleben will. Das ist rasant und spannend und lässt weder Lea noch dem Leser viel Raum zum Luftholen.

Bacon-Pflanze? Bitte was?
"Lea" ist ein Kurzroman mit knapp 130 Taschenbuchseiten und zugleich der Auftakt einer Reihe. Die weiteren Teile heißen ebenfalls wie ihre jeweiligen Protagonistinnen: "Sonja", "Isabelle" und "Jennie". In allen Büchern wird die Geschichte der Stuttgarter Zombieseuche weiter ausgeschmückt, erfährt man mehr und mehr Details über die Hintergründe, die Ursache und wer schuld an dem ganzen Schlamassel ist.

Ich kenne die Autorin Michaela Harich persönlich und schätze ihren Humor und ihren Hang zum Sarkasmus. Umso schöner ist es, ebenjene Wesenszüge in ihrer Geschichte und den Figuren zu entdecken. Lea ist wie ein dystopisches Alter ego seiner Schöpferin. Ich bin gespannt, ob sich diese Merkmale auch in den Folgebänden verstecken. Ich werde sie mir mit Sicherheit noch holen, denn eine Frage wurde im Auftaktband um Lea noch nicht beantwortet: Was hat es mit dieser verdammten Bacon-Pflanze auf sich???

Also, liebe Freunde der Zombies und Dystopien, ran an Stuttgart 21. Kurzweilig, knackig und spannend - so muss eine gute Zombiegeschichte sein.

Mit Michaela bei Skoutz (Foto: Peter T. Röder)
"Stuttgart 21 - Lea" ist im Papierverzierer Verlag erschienen und als E-Book und Taschenbuch erhältlich.

Freitag, 7. April 2017

LBM Rückblick Teil 2: Bloody Qindie - Die Horrornacht im Autohaus

Zwar liegt die Leipziger Buchmesse nun auch schon wieder zwei Wochen zurück, aber wenn ich an unsere Lesung im Autohaus BAEHRenstark denke, klopft mein Herz gleich schneller, und das Gefühl von Glück und Euphorie ist wieder da.

Was das tolle Team vom Autohaus da für uns Qindie-Autoren auf die Beine gestellt hat, war enorm. Dekoration, Bühne, Technik, Schnittchen und Freigetränke - war alles vorhanden und top und sorgte für genau die richtige Atmosphäre! Aber das Beste: Da saßen locker 100 Leute im Publikum. Einhundert! Ich habe noch nie vor einem so großen Publikum gelesen. Zwei von unseren Autorinnen hatten tatsächlich noch nie zuvor vor einem Publikum gelesen. Die waren noch - wie unsere Kathleen Stemmler es so schön ausdrückte - "Lesungsjungfrauen". Danach waren sie es freilich nicht mehr, aber wenn ich schon bei dem Anblick so vieler Zuhörer nervös war, möchte ich mir nicht ausmalen, wie es in den beiden ausgesehen haben muss.

Gruseldeko im Autohaus
Aber im Nachhinein lässt sich festhalten: Das war eine der besten Lesungen meines Lebens! Es hat einen Mordsspaß gemacht, keinem von uns hat man die Nervosität angemerkt. Wir haben das souverän gemeistert, und es war besonders spannend, die einzelnen Geschichten mit der Erzählstimme ihrer Autoren vorgelesen zu bekommen. Ein paar davon erschienen mir in einem völlig neuen Licht, obwohl ich sie schon kannte.

Regina Mengel, unsere "Qindie-Queen", führte als Moderatorin charmant durch den Abend, den ich übrigens mit meiner Geschichte "Nachts im Waschkeller" eröffnen durfte. David Pawn spendierte eine Flasche Writer's Tears, einen Whiskey, von dem jeder direkt nach seinem Auftritt ein Gläschen auf ex kippte. Ich mag gar keinen Whiskey, aber der hat an diesem Abend echt gut getan. Er fühlte sich so "verdient" an.

Erwähnte ich schon das tolle Publikum? Als wir im Autohaus ankamen, war der Saal schon zur Hälfte gefüllt. Unsere Befürchtungen, dass sich niemand zu einer Horror-Lesung verirren würde, lösten sich direkt in Nebel auf. Am Ende war die Hütte bis auf wenige einzelne Plätze voll. Wir hatten dennoch Bedenken, denn bisher hatten in dem Autohaus immer Krimilesungen stattgefunden. Nun also Horror. Wie würde der wohl ankommen? Aber auch das Problem löste sich direkt zu Beginn in Wohlgefallen auf. Die Leute lauschten so andächtig und waren mucksmäuschenstill - man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Jeder von uns erhielt begeisterten Applaus. In der Pause und danach ergab sich noch das eine oder andere Gespräch mit begeisterten Zuhörern, und wir konnten noch etliche Bücher verkaufen. Besonders hat mich gefreut, dass unsere beiden Bloody Qindie Anthologien so guten Anklang - und Absatz - fanden. Gut für die Qindie-Kasse, denn die Erlöse fließen zu 100 Prozent in unsere Messeaktivitäten.

Das Autohaus hat jede Menge schöner Fotos von der Lesung veröffentlicht - klickt mal hier rein.

Nachdem wir wieder in unserer Autoren-WG angekommen waren, saßen wir noch bis spät in die Nacht zusammen, denn mit so viel Adrenalin im Blut war an Schlaf nicht zu denken. Wir nutzten die Euphorie lieber gleich, um über die nächste Anthologie zu sprechen und Pläne für die nächsten Messeauftritte zu schmieden. Wenn wir im nächsten Jahr bei Leipzig liest wieder mit dem Autohaus BAEHRenstark zusammenarbeiten dürften, wäre das ein Traum!

So, und nun noch weiteres Videomaterial, das euch einen guten Eindruck von der Lesung vermitteln dürfte - vielen Dank an das Autohaus und an unsere Kollegin Divina Michaelis für die Aufnahmen!


Video von Divina Michaelis


Video vom Autohaus BAEHRenstark


Donnerstag, 30. März 2017

Thomas Williams writes: Schluss mit Glitzer!

Mein Kollege Thomas Williams hat mal erklärt, wie es zu dieser ominösen Einhorn-Anthologie kam, in der ich auch irgendwie mit drinhänge. Und er hat mich sogar lobend erwähnt! <3 p="">


By the way: Ab 1. April 2017 (kein Scherz!) machen die Einhörner Amazon unsicher. Vorbestellen könnt ihr jetzt schon. Aber seid gewarnt: Nach dieser Lektüre werdet ihr Einhörner mit anderen Augen betrachten - misstrauisch, ängstlich und besser mit ordentlich Sicherheitsabstand ...



Thomas Williams writes: Schluss mit Glitzer!: Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass ich mal in einer Einhornanthologie veröffentlicht werden würde, hätte ich wohl geantwortet: &qu...