Festival der Bücher
Meine Begeisterung für die LBM können in meinem persönlichen Umkreis viele nicht nachvollziehen. Wie oft habe ich schon die Frage gestellt bekommen, was das Besondere an einer Buchmesse sei, wo man doch auch ganz normal in einen Buchladen gehen oder seinen Lesestoff online kaufen könne.
Fragt doch mal einen Autofan, was so toll an der IAA sein soll, wo er doch täglich auf der Straße von Autos umgeben ist. Seht ihr. Es ist mehr als das. Es geht um so viel mehr als Bücher. Es geht bei der Leipziger Buchmesse vor allem um die Menschen. Wo sonst treffe ich so viele Gleichgesinnte auf einem Haufen? Wo sonst kann ich fachsimpeln über alles, was mit dem Schreiben, dem Lesen und Geschichten an sich zu tun hat?
Fragt doch mal einen Autofan, was so toll an der IAA sein soll, wo er doch täglich auf der Straße von Autos umgeben ist. Seht ihr. Es ist mehr als das. Es geht um so viel mehr als Bücher. Es geht bei der Leipziger Buchmesse vor allem um die Menschen. Wo sonst treffe ich so viele Gleichgesinnte auf einem Haufen? Wo sonst kann ich fachsimpeln über alles, was mit dem Schreiben, dem Lesen und Geschichten an sich zu tun hat?
![]() |
Nicht alle, aber die meisten Autoren der Anthologie
"Ghost Stories of Flesh and Blood" bei der Signierstunde
|
Ich kam, ich las, ich hörte zu
![]() |
| Die LBM Guerillas 2019 |
In diesem Jahr fuhr ich mit vier Lesungsterminen im Gepäck nach Leipzig. Leider erfuhr ich direkt nach der Ankunft, dass einer der Termine ausfiel, weil der Inhaber der geplanten Location absagen musste. Es betraf die Gemeinschaftslesung von Qindie. Es gab zwar einen Ausweichtermin, aber der war zu kurz für alle geplanten Lesenden, so dass ich da raus war und mich auf die immerhin verbliebenen drei Lesungen konzentrierte. Nummer 1 fand vormittags zusammen mit den LBM-Guerillas statt.
| Mein Auftritt bei den LBM Guerillas |
Am späten Nachmittag dann hatte ich meine eigene Gänsehautpralinen-Lesung in Halle 5 auf dem Messegelände. Wie befürchtet hielt sich die Zuhörerzahl in überschaubaren Grenzen, denn da die Messe um 18 Uhr schloss, waren viele schon auf dem Rückweg. Aber die, die gekommen waren, lauschten gebannt, grinsten, verzogen das Gesicht und applaudierten nach jeder Mikrogeschichte. Auch die Pralinen, die von meiner Autorenfreundin Michaela Harich in Handarbeit gefertigt worden waren, fanden begeisterte Abnehmer. Und Bücher verkaufte ich anschließend auch. So gesehen war es ein Erfolg, und wer weiß, wie gut die Lesung angekommen wäre, hätte man mir einen früheren Slot eingeräumt.
![]() |
| Lesung in der Soupbar |
Samstagabend waren wir dann "nur" Gäste. Zusammen mit Michaela Harich und Thomas Williams schaffte ich es nach einer mehr als abenteuerlichen Odyssee von der Messe inklusive brennender Tram noch rechtzeitig in die Getränkefeinkost Leipzig, wo der erste Teil der Veranstaltung "Phantastische Bierwesen und wo sie zu finden sind" stattfand.
Organisatorin Carolin Grzymek gab tiefgründige Gedichte zum Besten, anschließend lasen Torsten Scheib und Simona Turini vor. Bei Bier (mit wahnsinnigen 9,1 % Alkohol!!!) und Nüsschen, die uns die leeren Mägen vor dem Hungertod retteten, lauschten wir den dreien. Mit einem weiteren Bier (mit etwas weniger Umdrehungen) in der Hand machte sich die ganze Truppe dann auf zur nächsten Location - das Dr. Hops, eine Craftbeer-Manufaktur. Ein richtig cooler Laden, in dem es dann endlich auch etwas zu essen gab. Zwar waren es "nur" Schnittchen, aber Leute: Noch nie hat mir ein Schmalzbrot mit Gewürzgurke so gut geschmeckt! Im Dr. Hops erlebte ich den ersten Live Poetry Slam meines Lebens, und das war so genial. Besonders die Slammerin Caro aus Hamburg mit ihrer Liebesode an Luigi (ja, den Bruder von Super Mario!) war der Hammer. Auch Vincent Voss war da und mogelte sich mit eigenem Text auf die Bühne - nicht umsonst wird er die "Helene Fischer des deutschen Horrors" genannt. Es wurde verdammt spät, aber wir hatten so viel Spaß - ich bereue nichts!
![]() |
| Das Bier hatte es in sich ... |
Überlebende Apokaleipzig 2.0
Nicht einmal die brennende Tram konnte uns stoppen!
(Michaela Harich, Thomas Williams et moi)
|
Sonntag stand dann nur noch die Heimfahrt an. Michaela Harich war ja meine Fahrerin. Sie holte mich auf der Hinreise an der Haustür ab und brachte mich auch wieder sicher heim, und während der zwei Fahrten plauderten wir stundenlang - natürlich - über Bücher und Geschichten, Autoren, Verlage, schmiedeten Pläne zur Welterob... äh ... zu gemeinsamen Buchprojekten, und es könnte sein, dass wir auch ein bisschen über die eine oder andere Buchmessesache lästerten - wie Mädchen das nun mal so machen. Man möge es uns nachsehen.
LBM nicht ohne Qindie
| Die Qindie-Truppe im Reuschels Weineck |
Qindie hat schon entschieden, dass es auch 2020 wieder eine Messebeteiligung geben wird. Und auch ich persönlich habe den Termin schon in meinen Kalender eingetragen. LBM 2020 - darauf freue ich mich jetzt schon!




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen